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FinanzbildungInvestieren11 Min.

Ausschüttender ETF: So entscheidest du, ob er wirklich zu dir passt

Du fragst dich, ob ein ausschüttender ETF das Richtige für dich ist? Wir zeigen dir, wie er funktioniert, welche Vorteile er bietet und worauf du achten musst, damit du die richtige Wahl für deinen Geldbeutel triffst.

ETF-GrundlagenDividendenstrategieGeldanlage
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Es hängt von deinen Zielen und deiner Steuersituation ab.
Was bringt es?
Laufende Ausschüttungen.
Du erhältst regelmäßig Geld vom Unternehmen, statt es zu reinvestieren.
Ist das kompliziert?
Eher nicht.
Die Funktionsweise ist simpel, aber die Wahl braucht etwas Überlegung.
Für wen geeignet?
Für Einkommensorientierte.
Wer ein passives Einkommen oder einen Freibetrag nutzen möchte.

Warum dich das Thema ETF überhaupt etwas angeht

Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass man mit Aktien langfristig sein Vermögen aufbauen kann. Doch der Einstieg wirkt oft kompliziert, und viele wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Ein ETF ist dabei der einfachste Weg, um breit gestreut in den Aktienmarkt zu investieren, ohne einzelne Firmen auswählen zu müssen. Das Schöne daran: Du musst kein Börsenprofi sein, um davon zu profitieren, denn der ETF bildet einfach einen ganzen Index ab, wie zum Beispiel den DAX oder den MSCI World.

Für dich als Einsteiger ist das Thema relevant, weil es um dein Geld und deine Zukunft geht. Die gesetzliche Rente wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich nicht ausreichen, um deinen Lebensstandard im Alter zu halten. Wer also nicht später Abstriche machen möchte, sollte sich frühzeitig um eine private Vorsorge kümmern. Ein ETF ist dafür ein bewährtes Werkzeug, weil er historisch gesehen über lange Zeiträume eine solide Rendite erzielt hat, auch wenn es zwischendurch immer wieder zu Kursschwankungen kommt.

Bevor du dich für eine Variante entscheidest, ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht den einen perfekten ETF gibt. Die Wahl zwischen einem ausschüttenden und einem thesaurierenden ETF ist eine Grundsatzentscheidung, die zu deiner persönlichen Lebenssituation passen muss. Dieser Artikel hilft dir, diese Entscheidung fundiert zu treffen, indem er dir die Unterschiede, Vor- und Nachteile sowie die steuerlichen Aspekte verständlich erklärt. Am Ende wirst du wissen, ob ein ausschüttender ETF für dich sinnvoll ist oder ob du lieber die andere Variante wählen solltest.

Wichtig ist, dass du dich nicht unter Druck setzt. Die Entscheidung ist nicht in Stein gemeißelt, und du kannst sie später auch wieder ändern. Es geht vielmehr darum, dass du ein Grundverständnis entwickelst und die für dich passende Strategie wählst. Dieser Ratgeber begleitet dich Schritt für Schritt durch den Dschungel der Finanzbegriffe, damit du am Ende ein gutes Gefühl bei deiner Anlageentscheidung hast.

~2.500 Euro
beträgt der Sparerpauschbetrag für Einzelpersonen, den du mit Ausschüttungen nutzen kannst.
jede:r 3.
Anleger:in in Deutschland setzt laut Umfragen auf ausschüttende ETFs, um sich regelmäßig Geld auszahlen zu lassen.
2 Varianten
gibt es bei ETFs: thesaurierend (reinvestiert) und ausschüttend (zahlt aus).

Was ein ETF ist und wie er funktioniert

ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund, was auf Deutsch so viel wie börsengehandelter Fonds bedeutet. Stell dir vor, du kaufst einen Korb voller verschiedener Aktien, ohne jede einzelne kaufen zu müssen. Dieser Korb wird von einer Fondsgesellschaft verwaltet und bildet einen bestimmten Index nach, wie zum Beispiel den DAX mit den 40 größten deutschen Unternehmen. Wenn du einen ETF kaufst, kaufst du also einen winzigen Anteil an allen Unternehmen, die in diesem Index enthalten sind.

Der große Vorteil gegenüber dem Kauf einzelner Aktien ist die Risikostreuung. Wenn ein Unternehmen in deinem Korb an Wert verliert, kann ein anderes Unternehmen diesen Verlust wieder ausgleichen. Du bist also nicht vom Schicksal eines einzigen Unternehmens abhängig. Zudem sind die Kosten für ETFs in der Regel sehr gering, da sie passiv verwaltet werden. Das bedeutet, dass kein teurer Fondsmanager ständig kaufen und verkaufen muss, sondern der Fonds einfach den Index nachbildet.

Es gibt zwei Hauptarten von ETFs: thesaurierende und ausschüttende. Ein thesaurierender ETF legt die erwirtschafteten Gewinne, wie Dividenden von Unternehmen, automatisch wieder in den Fonds an. Dadurch wächst dein Vermögen über den Zinseszinseffekt schneller, weil du von den neuen Gewinnen wiederum Gewinne erzielst. Ein ausschüttender ETF hingegen schüttet diese Gewinne regelmäßig an dich aus, meist einmal im Jahr, manchmal auch vierteljährlich oder halbjährlich.

Die Ausschüttung erfolgt in der Regel in bar auf dein Verrechnungskonto. Du kannst dir das Geld also auszahlen lassen und frei darüber verfügen. Das ist besonders attraktiv, wenn du dir ein zusätzliches Einkommen aufbauen möchtest, zum Beispiel für die Rente oder um laufende Kosten zu decken. Im nächsten Abschnitt schauen wir uns genauer an, was das für dich bedeutet und welche Auswirkungen es auf deine Anlagestrategie hat.

Was ein ausschüttender ETF für dich bedeutet

Wenn du dich für einen ausschüttenden ETF entscheidest, erhältst du regelmäßig Geld auf dein Konto. Das kann ein schönes Gefühl sein, weil du einen direkten Nutzen aus deiner Geldanlage ziehst, ohne Anteile verkaufen zu müssen. Du siehst also konkret, was dein Investment dir einbringt. Das motiviert viele Anlegerinnen und Anleger, am Ball zu bleiben und weiterhin regelmäßig zu sparen, auch wenn die Kurse mal schwanken.

Für dich als Einsteiger hat das einen weiteren Vorteil: Du lernst, wie Geldanlage funktioniert, und bekommst ein Gefühl für die Wertentwicklung deiner Anlage. Die Ausschüttungen sind quasi dein Lohn für das investierte Kapital. Du kannst sie entweder für Konsum ausgeben oder wieder in den ETF investieren. Wenn du sie reinvestierst, erzielst du einen ähnlichen Effekt wie bei einem thesaurierenden ETF, allerdings musst du die Käufe selbst tätigen und die Steuern im Blick behalten.

Ein wichtiger Punkt ist der Steuervorteil. In Deutschland gibt es einen Sparerpauschbetrag von derzeit 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung). Das bedeutet, dass deine Kapitalerträge bis zu dieser Grenze steuerfrei sind. Mit einem ausschüttenden ETF kannst du diesen Freibetrag gezielt nutzen, indem du dir die Ausschüttungen auszahlen lässt. Bei einem thesaurierenden ETF werden die Gewinne zwar auch besteuert, aber erst beim Verkauf, und der Freibetrag wird oft nicht automatisch genutzt.

Allerdings solltest du auch bedenken, dass du bei einem ausschüttenden ETF die Steuern auf die Ausschüttungen sofort zahlen musst, sobald du den Freibetrag überschreitest. Das kann deine Rendite schmälern, wenn du das Geld eigentlich gar nicht brauchst und es lieber weiter investieren würdest. Daher ist es wichtig, deine persönliche Situation zu kennen: Brauchst du das Geld für den Lebensunterhalt oder möchtest du langfristig Vermögen aufbauen? Die Antwort auf diese Frage ist entscheidend für die Wahl der richtigen ETF-Variante.

Kosten und Steuern: Das solltest du wissen

Kosten sind ein entscheidender Faktor bei der Geldanlage, denn sie schmälern deine Rendite. Bei ETFs gibt es die sogenannte Total Expense Ratio (TER), die die laufenden Verwaltungskosten angibt. Diese liegt bei den meisten ETFs zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. Für einen ausschüttenden ETF gelten grundsätzlich die gleichen Kostenstrukturen wie für einen thesaurierenden. Es gibt also keinen pauschalen Kostennachteil, du solltest aber immer die genauen Konditionen des jeweiligen Fonds vergleichen.

Neben den laufenden Kosten gibt es noch die Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf von ETF-Anteilen anfallen. Diese variieren je nach Broker und können bei regelmäßigen Sparplänen oft kostenlos sein. Achte darauf, einen günstigen Broker zu wählen, um deine Rendite nicht unnötig zu belasten. Ein weiterer Kostenpunkt kann der Spread sein, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, der bei weniger gehandelten ETFs höher ausfallen kann.

Steuerlich gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs. Bei ausschüttenden ETFs werden die Dividenden, die das Unternehmen an den Fonds zahlt, an dich weitergereicht. Diese unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Du kannst jedoch deinen Sparerpauschbetrag nutzen, um die ersten 1.000 Euro (bzw. 2.000 Euro) an Kapitalerträgen steuerfrei zu erhalten. Dazu musst du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten.

Bei thesaurierenden ETFs werden die Dividenden im Fonds reinvestiert. Das klingt zunächst steuerlich vorteilhaft, ist es aber nicht unbedingt. Seit 2018 gibt es die Vorabpauschale, die auch bei thesaurierenden Fonds eine jährliche Steuerzahlung auslösen kann, selbst wenn du keine Ausschüttung erhältst. Diese wird auf Basis des Basiszinses berechnet und kann deinen Freibetrag ebenfalls beanspruchen. Es ist also wichtig, beide Varianten steuerlich zu verstehen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Im Zweifel lohnt sich ein Blick in die jährliche Steuerbescheinigung deiner Bank oder ein Gespräch mit einem Steuerberater.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Wenn du dich für einen ausschüttenden ETF entschieden hast, stellt sich die Frage, welchen Index du abbilden möchtest. Ein breit diversifizierter Weltindex wie der MSCI World oder der FTSE All-World ist für Einsteiger oft die beste Wahl, da er Unternehmen aus vielen Ländern und Branchen enthält. Dadurch reduzierst du das Risiko, dass ein einzelnes Land oder eine einzelne Branche deine Rendite stark beeinflusst. Du setzt quasi auf die globale Wirtschaftsentwicklung.

Achte außerdem auf die Höhe der Ausschüttungsrendite. Diese gibt an, wie viel Prozent des investierten Kapitals du jährlich als Ausschüttung erhältst. Eine hohe Rendite klingt verlockend, kann aber ein Warnsignal sein, wenn sie auf Kosten des Wachstums geht. Manche Unternehmen schütten einen Großteil ihrer Gewinne aus, investieren aber weniger in zukünftiges Wachstum. Eine ausgewogene Mischung ist oft besser als der reine Blick auf die höchste Ausschüttung.

Ein weiteres Kriterium ist die Ausschüttungsfrequenz. Manche ETFs schütten einmal im Jahr aus, andere vierteljährlich. Wenn du regelmäßig Geld erhalten möchtest, um zum Beispiel deine Miete zu zahlen, ist eine höhere Frequenz praktischer. Wenn du die Ausschüttungen ohnehin reinvestierst, spielt die Frequenz eine untergeordnete Rolle. Überlege also, was zu deinem Lebensstil passt und wann du das Geld benötigst.

Prüfe auch die Fondsgröße und das Handelsvolumen des ETFs. Ein großer Fonds mit einem hohen Handelsvolumen ist in der Regel stabiler und hat engere Spreads, was deine Kosten senkt. Zudem solltest du darauf achten, dass der ETF physisch repliziert, also die Aktien tatsächlich kauft, und nicht synthetisch über Derivate abbildet. Das ist zwar nicht grundsätzlich schlecht, aber für Einsteiger ist die physische Variante oft einfacher zu verstehen und transparenter.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, sich ausschließlich an der Höhe der Ausschüttungsrendite zu orientieren. Eine hohe Rendite kann auf Dauer nicht nachhaltig sein, wenn das Unternehmen oder der Fonds dafür an Substanz verliert. Du solltest immer die Gesamtrendite im Blick behalten, also die Wertentwicklung des Fonds inklusive der Ausschüttungen. Nur so kannst du beurteilen, ob dein Investment wirklich erfolgreich ist.

Ein weiterer Fehler ist, den Steuerfreibetrag nicht zu nutzen. Viele Anlegerinnen und Anleger lassen ihren Freibetrag ungenutzt verfallen, weil sie keinen Freistellungsauftrag bei ihrer Bank eingerichtet haben. Das ist verschenktes Geld, denn du zahlst unnötig Steuern auf Erträge, die eigentlich steuerfrei wären. Richte daher immer einen Freistellungsauftrag ein, bevor du mit dem Investieren beginnst, und überprüfe regelmäßig, ob du ihn ausgeschöpft hast.

Viele Einsteiger machen auch den Fehler, zu viel Geld in einen einzelnen ausschüttenden ETF zu stecken, der nur auf eine Region oder Branche spezialisiert ist. Zum Beispiel ein ETF, der nur auf den DAX setzt, ist stark von der deutschen Wirtschaft abhängig. Eine breite Streuung über einen Weltindex ist in der Regel sicherer und langfristig ertragreicher. Du solltest also nicht alles auf eine Karte setzen, sondern auf eine breite Basis vertrauen.

Schließlich ist es ein Fehler, die Ausschüttungen unkontrolliert auszugeben, ohne an die Zukunft zu denken. Wenn du das Geld nicht für den Lebensunterhalt benötigst, ist es oft sinnvoller, es wieder anzulegen. Du kannst die Ausschüttungen zum Beispiel nutzen, um einen weiteren ETF-Sparplan zu besparen oder in einen thesaurierenden ETF zu investieren. So profitierst du vom Zinseszinseffekt und baust langfristig ein größeres Vermögen auf. Überlege also immer, ob du das Geld wirklich ausgeben musst oder ob es nicht besser für dich arbeitet.

Konkrete nächste Schritte für deinen Einstieg

Bevor du loslegst, solltest du dir ein Depot bei einem Broker einrichten. Achte dabei auf niedrige Gebühren, eine benutzerfreundliche Oberfläche und gute Bewertungen. Viele Online-Broker bieten mittlerweile kostenlose ETF-Sparpläne an, bei denen du ab einem geringen Betrag von zum Beispiel 25 Euro pro Monat investieren kannst. Das ist ideal für den Einstieg, da du schon mit kleinen Beträgen beginnen kannst, ohne großes Risiko einzugehen.

Als Nächstes solltest du deinen Sparerpauschbetrag bei deiner Bank einrichten. Dazu füllst du einen Freistellungsantrag aus, den du oft direkt online erledigen kannst. Gib dabei an, wie viel von deinem Freibetrag für dieses Depot genutzt werden soll. Wenn du mehrere Depots hast, solltest du den Betrag sinnvoll aufteilen, um den Freibetrag optimal auszunutzen. Dieser Schritt ist entscheidend, um Steuern zu sparen und deine Rendite zu maximieren.

Jetzt kannst du einen ausschüttenden ETF auswählen. Entscheide dich für einen breit aufgestellten Index wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Achte auf eine niedrige TER, eine ausreichende Fondsgröße und eine physische Replikation. Du kannst die Auswahl über Vergleichsportale im Internet treffen, die dir die wichtigsten Kennzahlen übersichtlich darstellen. Nimm dir Zeit für diese Entscheidung, denn sie legt den Grundstein für deinen langfristigen Anlageerfolg.

Richte schließlich einen Sparplan auf deinen ausgewählten ETF ein. Bestimme den Betrag, den du monatlich investieren möchtest, und den Tag, an dem das Geld abgebucht werden soll. Viele Experten empfehlen, den Sparplan auf einen Tag nach dem Monatsgehalt zu legen, damit das Geld direkt vom Konto abgeht, bevor du es ausgeben kannst. Starte mit einem Betrag, der dir keine finanziellen Sorgen bereitet, und erhöhe ihn später, wenn du dich sicherer fühlst. Der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen und dranzubleiben.

Langfristige Perspektive und Anpassung deiner Strategie

Deine Anlagestrategie ist kein starres Gebilde, sondern sollte sich im Laufe der Zeit an deine Lebensumstände anpassen. Wenn du zum Beispiel in der Ansparphase bist und noch weit von der Rente entfernt, kann ein thesaurierender ETF sinnvoller sein, weil er den Zinseszinseffekt optimal nutzt. Wenn du jedoch kurz vor dem Ruhestand stehst oder bereits im Ruhestand bist, sind ausschüttende ETFs attraktiv, weil sie dir ein regelmäßiges Einkommen bieten, ohne dass du Anteile verkaufen musst.

Es kann auch sinnvoll sein, eine Mischung aus beiden Varianten zu wählen. Du könntest zum Beispiel einen Teil deines Vermögens in einen ausschüttenden ETF investieren, um deinen Freibetrag zu nutzen und ein kleines Zusatzeinkommen zu erhalten. Den anderen Teil legst du in einem thesaurierenden ETF an, um langfristig von der Wertsteigerung zu profitieren. Diese Kombination kann dir das Beste aus beiden Welten bieten und deine Flexibilität erhöhen.

Überprüfe deine Strategie mindestens einmal im Jahr. Schau dir an, wie sich deine ETFs entwickelt haben, ob die Ausschüttungen deinen Erwartungen entsprechen und ob deine persönliche Situation sich geändert hat. Vielleicht hast du eine Gehaltserhöhung bekommen, ein Kind bekommen oder ein Haus gekauft. All das kann Einfluss darauf haben, wie viel Geld du investieren kannst und ob du eher auf Ausschüttungen oder auf Wachstum setzen solltest. Passe deine Sparpläne und deine ETF-Auswahl entsprechend an.

Denke daran, dass Investieren ein Marathon ist und kein Sprint. Kurzfristige Kursschwankungen sind normal und sollten dich nicht verunsichern. Ein ausschüttender ETF kann dir helfen, die Nerven zu behalten, weil du regelmäßig Geld erhältst, auch wenn die Kurse mal fallen. Langfristig ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass deine Anlage an Wert gewinnt, wenn du breit gestreut investiert bist und geduldig bleibst. Mit einem klaren Plan und einer langfristigen Perspektive bist du auf dem besten Weg, deine finanziellen Ziele zu erreichen.

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Häufige Fragen

Ein ausschüttender ETF zahlt dir die erwirtschafteten Dividenden regelmäßig aus, meist einmal im Jahr. Ein thesaurierender ETF legt diese Gewinne automatisch wieder an, wodurch dein Vermögen durch den Zinseszinseffekt schneller wächst. Die Wahl hängt davon ab, ob du ein laufendes Einkommen möchtest oder langfristig Vermögen aufbauen willst.

Die Ausschüttungsfrequenz ist unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Fonds ab. Viele ETFs schütten einmal im Jahr aus, andere vierteljährlich oder halbjährlich. Du solltest die Fondsdetails prüfen, um zu sehen, wann du mit Zahlungen rechnen kannst. Eine höhere Frequenz ist praktisch, wenn du regelmäßig Geld benötigst.

Ja, Ausschüttungen aus ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Du kannst jedoch deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person nutzen, um Erträge bis zu dieser Grenze steuerfrei zu erhalten. Dafür musst du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten. Wenn deine Erträge höher sind, werden Steuern einbehalten.

Du kannst deine Anteile am ausschüttenden ETF verkaufen und von dem Erlös Anteile an einem thesaurierenden ETF kaufen. Das ist ein normaler Verkauf und Kauf, der jedoch Steuern auf eventuelle Gewinne auslösen kann. Es ist also möglich, aber du solltest die steuerlichen Konsequenzen im Blick behalten. Ein einfacher Umtausch ohne Verkauf ist nicht möglich.

Das kommt auf deine Ziele an. Für Einsteiger kann ein ausschüttender ETF motivierend sein, weil man regelmäßig eine Rendite sieht. Allerdings ist ein thesaurierender ETF oft effizienter für den langfristigen Vermögensaufbau, da die Gewinne automatisch reinvestiert werden. Es ist wichtig, deine persönliche Situation zu analysieren, bevor du dich entscheidest.

Die Ausschüttungen hängen von den Dividenden der Unternehmen im Index ab und nicht direkt vom Kurs des ETFs. Auch wenn der Kurs fällt, können Unternehmen weiterhin Dividenden zahlen. Es ist also möglich, dass du weiterhin Ausschüttungen erhältst, auch wenn dein Depotwert sinkt. Langfristig ist die Gesamtrendite aus Kursgewinnen und Ausschüttungen entscheidend.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.