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Investmentfonds für Selbstständige: So baust du als Unternehmerin Vermögen auf

Als Selbstständige trägst du die Verantwortung für deine Altersvorsorge selbst. Investmentfonds und ETF-Sparpläne sind dafür ein zentraler Baustein, weil sie flexibel bleiben und langfristig Renditechancen bieten.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die meisten Selbstständigen sind nicht gesetzlich rentenversichert und müssen eigenständig vorsorgen.
  • ETF-Sparpläne eignen sich für den flexiblen Vermögensaufbau, die Rürup-Rente bietet steuerliche Vorteile.
  • Eine Sparquote von mindestens 20 Prozent des privaten Einkommens gilt als Richtwert ohne Pflichtbeiträge.
  • Trenne Geschäftskonto, Privatkonto und Depot konsequent, um deine Finanzen zu ordnen.

01 · Hintergrund

Warum Investmentfonds für Selbstständige so wichtig sind

Ohne Arbeitgeberzuschüsse und oft ohne gesetzliche Rentenversicherung musst du deinen Ruhestand vollständig selbst finanzieren. Investmentfonds helfen dir, mit kleinen monatlichen Beträgen ein Kapitalpolster aufzubauen.

Als Selbstständige trägst du das Risiko für Krankheit, Urlaub und Alter allein. Es gibt keine Lohnfortzahlung, kein Urlaubsgeld und häufig keine Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Damit liegt die Verantwortung für deinen Vermögensaufbau vollständig bei dir.

Der Vermögensaufbau folgt zwar denselben Grundregeln wie bei Angestellten, aber du solltest höhere Summen zurücklegen. Nur so vermeidest du im Alter eine Rentenlücke, die bei Selbstständigen besonders groß ausfallen kann. Investmentfonds und ETFs sind für dich besonders geeignet, weil du sie flexibel besparen und an deine Einkommensschwankungen anpassen kannst.

Ein weiterer Vorteil ist der Einstieg mit kleinen Beträgen. Über einen Sparplan kannst du Monat für Monat einen festen Betrag investieren, ohne dass du dafür ein großes Startkapital benötigst. Je früher du beginnst, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt auf deine Erträge.

Selbstständige stehen finanziell anders da als Angestellte: Es gibt keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Urlaubsgeld und häufig keine Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Damit liegt die Altersvorsorge komplett in deiner Hand.

Der Vermögensaufbau folgt zwar denselben Grundregeln wie bei Angestellten, aber du solltest höhere Summen zurücklegen. Nur so vermeidest du im Alter eine Rentenlücke, die bei Selbstständigen besonders groß ausfallen kann.

Investmentfonds und ETFs sind für dich besonders geeignet, weil du sie flexibel besparen und an deine Einkommensschwankungen anpassen kannst. Anders als bei starren Versicherungsverträgen entscheidest du monatlich, wie viel Geld fließt.

02 · Was gilt

Welche Altersvorsorge für Selbstständige infrage kommt

Nicht jede Selbstständige ist automatisch abgesichert. Welche Vorsorgeform für dich passt, hängt von deiner Berufsgruppe und deinem Einkommen ab.

Handwerkerinnen und Handwerker, Künstlerinnen, Publizistinnen und Hebammen zahlen Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Für Ärztinnen, Anwältinnen und Architektinnen sind berufsständische Versorgungswerke zuständig.

Für alle anderen Selbstständigen gibt es keine generelle Altersvorsorgepflicht. Du kannst freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder dich für private Modelle entscheiden. Die Rürup-Rente ist speziell für Selbstständige konzipiert, weil du Beiträge als Sonderausgaben absetzen kannst.

  • Die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung bietet eine lebenslange Rente und ist insolvenzgeschützt.
  • Die Rürup-Rente bringt Steuervorteile während des Berufslebens, erlaubt aber keine Teilauszahlungen vor Rentenbeginn.
  • ETF-Sparpläne und Investmentfonds bleiben flexibel und sind jederzeit verkaufbar.

Pflicht oder sinnvoll

·Handwerkerinnen und Handwerker sind gesetzlich rentenversicherungspflichtig
·Künstlerinnen, Publizistinnen und Hebammen zahlen Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung
·Ärztinnen, Anwältinnen und Architektinnen sind über berufsständische Versorgungswerke abgesichert
·Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung sind für alle Selbstständigen möglich
·Die Rürup-Rente (Basisrente) ist speziell für Selbstständige konzipiert

Nicht automatisch

·Die meisten Selbstständigen unterliegen keiner generellen Altersvorsorgepflicht
·Riester-Rente ist für Selbstständige nur mittelbar über den förderberechtigten Partner möglich
·Private Rentenversicherungen haben durch niedrige Garantiezinsen an Attraktivität verloren
·Immobilien erfordern hohes Kapital und laufende Instandhaltung

03 · Vergleich

Rürup-Rente oder ETF-Sparplan: Was passt zu dir?

Beide Wege haben ihre Berechtigung. Die Entscheidung hängt davon ab, ob du Steuervorteile sofort nutzen oder flexibel auf dein Geld zugreifen willst.

Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem, wenn du hohe Steuern zahlst und eine lebenslange Rente als Grundgerüst suchst. Deine Beiträge sind als Sonderausgaben absetzbar, und das angesparte Vermögen ist vor Gläubigern geschützt. Dafür kommst du vor Rentenbeginn nicht an dein Geld.

Ein ETF-Sparplan bietet maximale Flexibilität. Du kannst Anteile jederzeit verkaufen, es gibt keine Vertragsbindung, und die laufenden Kosten passiver ETFs sind mit 0,1 bis 0,5 Prozent pro Jahr deutlich niedriger als bei Rürup-Verträgen. Im Alter kannst du einen flexiblen Auszahlplan oder eine Einmalauszahlung wählen.

Für viele Selbstständige ist eine Kombination sinnvoll. Die Rürup-Rente bildet das steuerlich geförderte Fundament, der ETF-Sparplan sorgt für Flexibilität und Renditechancen. So gleicht du die Nachteile beider Modelle aus.

Rürup-Rente und ETF-Sparplan im Vergleich
Rürup-RenteETF-Sparplan
Steuerliche BehandlungEinzahlungen lassen sich steuerlich geltend machenErträge und Verkaufserlöse sind zu versteuern
FlexibilitätKeine Teilauszahlungen vor Rentenbeginn möglich
InsolvenzschutzAngespartes Vermögen ist vor Gläubigern geschützt
KostenNiedrige laufende Kosten bei passiven ETFs
Auszahlung im AlterLebenslange monatliche Rente

04 · Schritt für Schritt

So gehst du beim Vermögensaufbau mit Fonds vor

Ein klarer Ablauf hilft dir, auch in stressigen Selbstständigkeitsphasen konsequent zu sparen. Die Reihenfolge der Schritte ist entscheidend.

Der erste Schritt ist die Trennung deiner Finanzen. Führe ein Geschäftskonto für alle betrieblichen Einnahmen und Ausgaben, davon getrennt existiert dein privates Konto für den Lebensunterhalt. So überblickst du deine Finanzen besser und vermeidest, dass geschäftliche und private Zahlungen verschwimmen.

Überweise dir monatlich einen festen Betrag vom Geschäftskonto auf dein Privatkonto. Dieser Unternehmerlohn ist die Basis für deine Sparquote. Lege mindestens 20 Prozent deines privaten Einkommens zurück, wenn du keine Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein Versorgungswerk zahlst.

01

Getrennte Konten einrichten

Führe ein Geschäftskonto für alle betrieblichen Einnahmen und Ausgaben. Davon getrennt existiert dein privates Konto für den Lebensunterhalt.

02

Unternehmerlohn festlegen

Überweise dir monatlich einen festen Betrag vom Geschäftskonto auf dein Privatkonto. Dieser Unternehmerlohn ist die Basis für deine Sparquote.

03

Sparquote berechnen

Lege mindestens 20 Prozent deines privaten Einkommens zurück, wenn du keine Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein Versorgungswerk zahlst.

04

Depot eröffnen

Richte ein Wertpapierdepot ein, das du ausschließlich für deine Altersvorsorge nutzt. So bleibt die Trennung zwischen Betriebsvermögen und privatem Vermögen sauber.

05

Sparplan einrichten

Richte einen monatlichen Sparplan auf einen breit streuenden ETF ein. Der Betrag wird automatisch vom privaten Konto eingezogen.

05 · Kosten

Welche Kosten bei Investmentfonds anfallen

Die Kosten entscheiden mit darüber, wie viel Rendite am Ende übrig bleibt. Besonders bei langen Anlagezeiträumen wirken sich Gebühren stark aus.

Passive ETFs sind in der Regel deutlich günstiger als aktiv verwaltete Fonds. Die Kostenquote wirkt sich direkt auf deine Nettorendite aus, besonders bei langen Anlagezeiträumen.

Laufende Kosten passiver ETFs liegen zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. Aktive Fonds verlangen dagegen 1,0 bis 2,0 Prozent pro Jahr und zusätzlich oft einen Ausgabeaufschlag von 2,0 bis 5,0 Prozent einmalig beim Kauf. Depotgebühren kommen je nach Anbieter mit 0 bis 0,5 Prozent pro Jahr hinzu.

Ein Kostenunterschied von 1 Prozent pro Jahr kann über 30 Jahre mehrere Zehntausend Euro ausmachen. Deshalb lohnt es sich, bei der Fondsauswahl genau auf die laufenden Kosten zu achten und günstige passive ETFs zu bevorzugen.

06 · Im Vertrag

Steuern auf Investmentfonds für Selbstständige

Auch als Selbstständige musst du Erträge aus Investmentfonds versteuern. Die Regeln sind für alle Anlegerinnen gleich, unabhängig von der Rechtsform deines Unternehmens.

Pro Person und Jahr bleiben 1000 EUR Kapitalerträge steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 EUR pro Jahr.

Auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Zusätzlich werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer fällig. Bei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei, das gilt für Fonds mit überwiegend Aktien im Portfolio.

Beiträge zur Rürup-Rente kannst du als Sonderausgaben absetzen, was deine Steuerlast während des Berufslebens senkt. Im Alter musst du die Auszahlungen dann versteuern. Diese Kombination aus sofortiger Steuerersparnis und späterer Besteuerung solltest du bei deiner Vorsorgeplanung berücksichtigen.

Steuerliche Behandlung von Fondserträgen

Sparer-PauschbetragFreibetragPro Person und Jahr bleiben 1000 EUR Kapitalerträge steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 EUR pro Jahr.
Rürup-BeiträgeSonderausgabenBeiträge in eine Rürup-Rente kannst du als Sonderausgaben von der Steuer absetzen, was gerade bei hoher Steuerlast attraktiv ist.

07 · Checkliste

Checkliste: So startest du mit Investmentfonds

Bevor du dein erstes Wertpapierdepot eröffnest, solltest du einige Punkte klären. Diese Checkliste hilft dir, nichts zu übersehen.

Die folgenden Schritte helfen dir, nichts zu übersehen und von Anfang an eine solide Basis für deinen Vermögensaufbau zu schaffen.

  • Geschäftskonto und Privatkonto getrennt eingerichtet
  • Monatlichen Unternehmerlohn festgelegt und überwiesen
  • Sparquote von mindestens 20 Prozent des privaten Einkommens berechnet
  • Notgroschen für unregelmäßige Einkünfte zurückgelegt
  • Depot bei einem Anbieter mit günstigen Konditionen eröffnet
  • Breit streuenden ETF als Sparplan ausgewählt
  • Sparplan mit automatischem Einzug eingerichtet
  • Steuerliche Behandlung der Fondserträge geklärt
  • Optional: Rürup-Rente als steuerlich gefördertes Grundgerüst geprüft

Dein Start in den Vermögensaufbau mit Fonds

01

Geschäftskonto und Privatkonto getrennt eingerichtet

02

Monatlichen Unternehmerlohn festgelegt und überwiesen

03

Sparquote von mindestens 20 Prozent des privaten Einkommens berechnet

04

Notgroschen für unregelmäßige Einkünfte zurückgelegt

05

Depot bei einem Anbieter mit günstigen Konditionen eröffnet

06

Breit streuenden ETF als Sparplan ausgewählt

07

Sparplan mit automatischem Einzug eingerichtet

08

Steuerliche Behandlung der Fondserträge geklärt

09

Optional: Rürup-Rente als steuerlich gefördertes Grundgerüst geprüft

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Fondssparen für Selbstständige

Gerade in der Gründungsphase passieren Fehler, die sich langfristig rächen. Wer sie kennt, kann sie vermeiden.

Wer sie kennt, kann sie vermeiden und seinen Vermögensaufbau von Anfang an richtig aufsetzen.

Ein häufiger Fehler ist, die Altersvorsorge auf später zu verschieben, weil das Unternehmen zuerst wachsen soll. Dabei zählt für den Zinseszinseffekt jedes Jahr, in dem Geld zur Seite gelegt wird. Auch das Vermischen von geschäftlichen und privaten Finanzen führt schnell zum Verlust des Überblicks.

  • Zu niedrige Sparquote ansetzen und die Rentenlücke unterschätzen
  • Ausschließlich auf teure aktive Fonds mit hohen Ausgabeaufschlägen setzen
  • Das gesamte Ersparte ins Unternehmen stecken und keine private Vorsorge betreiben
  • Die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung pauschal ablehnen, ohne sie zu prüfen
  • Sich auf eine einzelne Anlageklasse wie Immobilien verlassen und Risiken nicht streuen

Fehler, die du vermeiden solltest

·Altersvorsorge auf später verschieben, weil das Unternehmen zuerst wachsen soll
·Geschäftliche und private Finanzen vermischen und den Überblick verlieren
·Zu niedrige Sparquote ansetzen und die Rentenlücke unterschätzen
·Ausschließlich auf teure aktive Fonds mit hohen Ausgabeaufschlägen setzen
·Das gesamte Ersparte ins Unternehmen stecken und keine private Vorsorge betreiben
·Die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung pauschal ablehnen, ohne sie zu prüfen
·Sich auf eine einzelne Anlageklasse wie Immobilien verlassen und Risiken nicht streuen
·Die steuerlichen Vorteile der Rürup-Rente nicht nutzen

09 · Hintergrund

Immobilien als Ergänzung zu Investmentfonds

Neben Wertpapieren können Immobilien eine sinnvolle zweite Säule sein. Sie erfordern jedoch mehr Kapital und laufende Aufmerksamkeit.

Mit Immobilien setzt du auf eine Anlageklasse, die sich doppelt auszahlen kann: durch Mieteinnahmen und durch Wertsteigerungen. Allerdings lässt sich der Preistrend langfristig nur schwer einschätzen, und der Einstieg erfordert deutlich mehr Kapital als ein ETF-Sparplan.

Eine Immobilie spült nicht nur Geld in die Kasse. Nicht alle Betriebsausgaben lassen sich auf Mieter umlegen, und es stehen regelmäßig Instandhaltungen sowie Modernisierungen an. Diese laufenden Kosten und der Verwaltungsaufwand werden oft unterschätzt.

Für die meisten Selbstständigen ist eine Kombination sinnvoll: ein ETF-Sparplan als flexibles und liquides Fundament, ergänzt durch eine Immobilie, wenn ausreichend Eigenkapital vorhanden ist. So streust du dein Risiko über verschiedene Anlageklassen und profitierst von unterschiedlichen Ertragsquellen.

Mit Immobilien setzt du auf eine Anlageklasse, die sich doppelt auszahlen kann: durch Mieteinnahmen und durch Wertsteigerungen. Allerdings lässt sich der Preistrend langfristig nur schwer einschätzen.

Eine Immobilie spült nicht nur Geld in die Kasse. Nicht alle Betriebsausgaben lassen sich auf Mieter umlegen, und es stehen regelmäßig Instandhaltungen sowie Modernisierungen an.

Für die meisten Selbstständigen ist eine Kombination sinnvoll: ein ETF-Sparplan als flexibles und liquides Fundament, ergänzt durch eine Immobilie, wenn ausreichend Eigenkapital vorhanden ist.

10 · Was gilt

Berufsständische Versorgungs­werke und Investmentfonds

Für viele akademische Berufe ist die Altersvorsorge über Versorgungswerke geregelt. Zusätzliche Fondsanlagen bleiben trotzdem sinnvoll.

Pflichtmitglieder sind unter anderem Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Notarinnen und Notare, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Steuerberaterinnen und Steuerberater, Ingenieurinnen und Ingenieure, Architektinnen und Architekten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer.

Handwerkerinnen und Handwerker sind gesetzlich rentenversichert, nicht im Versorgungswerk. Künstlerinnen und Publizistinnen zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Auch wenn du über ein Versorgungswerk abgesichert bist, bleiben zusätzliche Fondsanlagen sinnvoll, weil sie dir Flexibilität und höhere Renditechancen bieten.

Die Beiträge zum Versorgungswerk sind Pflicht, die Höhe richtet sich nach deinem Einkommen. Ein ETF-Sparplan ergänzt diese Basis, weil du damit selbst bestimmen kannst, wie viel du zusätzlich zurücklegst und wann du auf das Geld zugreifen möchtest.

Pflichtmitglied im Versorgungswerk

·Ärztinnen und Ärzte
·Apothekerinnen und Apotheker
·Notarinnen und Notare
·Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte
·Steuerberaterinnen und Steuerberater
·Ingenieurinnen und Ingenieure
·Architektinnen und Architekten
·Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
·Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer

Nicht automatisch Mitglied

·Handwerkerinnen und Handwerker sind gesetzlich rentenversichert, nicht im Versorgungswerk
·Künstlerinnen und Publizistinnen zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein
·Die meisten anderen Selbstständigen haben keine Pflichtmitgliedschaft

11 · Im Vertrag

Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung für Selbstständige

Auch ohne Pflicht kannst du freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Das kann sich lohnen, hat aber Nachteile.

Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung kannst du während des Berufslebens steuerlich geltend machen, was deine Steuerlast senkt. Ab Renteneintritt erhältst du verlässlich und lebenslang eine Rente ausgezahlt.

Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung sind insolvenzgeschützt. Das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber privaten Depots, die im Insolvenzfall zur Masse zählen. Allerdings musst du im Alter die gesetzliche Rente versteuern, zusätzlich werden Kranken- und Pflegebeiträge abgezogen.

Der größte Nachteil ist die fehlende Verfügbarkeit. Während des Berufslebens kannst du auf das eingezahlte Geld nicht mehr zurückgreifen. Deshalb eignet sich die freiwillige gesetzliche Rente vor allem als sicherer Baustein, während ein ETF-Sparplan dir Flexibilität für unvorhergesehene Ausgaben bietet.

Vor- und Nachteile der freiwilligen gesetzlichen Rente

SteuervorteilWährend des BerufslebensBeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung kannst du während des Berufslebens steuerlich geltend machen.
Lebenslange RenteAb RenteneintrittDu erhältst verlässlich und lebenslang eine Rente ausgezahlt.
InsolvenzschutzSicherheitRentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung sind insolvenzgeschützt.
Steuerpflicht im AlterNachteilIm Alter musst du die gesetzliche Rente versteuern, zusätzlich werden Kranken- und Pflegebeiträge abgezogen.
Keine VerfügbarkeitNachteilWährend des Berufslebens kannst du auf das eingezahlte Geld nicht mehr zurückgreifen.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026