Ratgeber · Investieren
Gold-ETFs und Gold-ETCs: So findest du den besten Gold-ETF für dein Depot
Ein Gold-ETF oder Gold-ETC bildet den Goldpreis als Wertpapier ab und macht physisches Gold für dein Depot handelbar. In Deutschland sind echte Gold-ETFs nicht zugelassen, daher sind physisch besicherte Gold-ETCs mit Auslieferungsoption die erste Wahl.
10 Kapitel · 15 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- In Deutschland kaufst du Gold als Wertpapier über Gold-ETCs, nicht über klassische Gold-ETFs.
- Die jährlichen Gesamtkosten liegen zwischen 0,00 und 0,99 Prozent, einige Produkte sind kostenlos.
- Gold-ETCs mit physischer Auslieferungsoption können nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sein.
- Als Beimischung von 5 bis 15 Prozent kann Gold dein Portfolio stabilisieren.
01 · Vergleich
Was ist der Unterschied zwischen Gold-ETFs und Gold-ETCs?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber unterschiedliche rechtliche Konstruktionen. Für dein Depot in Deutschland hat der Unterschied direkte Auswirkungen auf Verfügbarkeit und Steuern.
Die UCITS-Richtlinien erlauben in Deutschland keine Indexfonds, die nur einen einzigen Bestandteil wie Gold abbilden. Deshalb gibt es hierzulande keine echten Gold-ETFs, sondern ausschließlich Gold-ETCs als börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen. In der Schweiz sind Gold-ETFs hingegen zugelassen und handelbar, für dein deutsches Depot spielen sie aber keine Rolle.
Für dich bedeutet das: Wenn du über dein Wertpapierdepot in Gold investieren willst, wählst du immer einen Gold-ETC. Aktuell stehen dir dafür 24 ETCs auf Gold zur Verfügung. Die meisten davon sind physisch mit Goldbarren besichert, einige bieten zusätzlich eine Auslieferungsoption für das Edelmetall.
- Ein Gold-ETF wäre ein UCITS-konformer Investmentfonds, der in Deutschland für ein einzelnes Rohstoffziel nicht aufgelegt werden darf.
- Ein Gold-ETC ist eine Inhaberschuldverschreibung, die meist mit physischen Goldbeständen hinterlegt ist und den Goldpreis eins zu eins abbildet.
- Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich: Gold-ETCs mit Auslieferungsoption können nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sein, ein in Deutschland nicht handelbarer Gold-ETF hätte diese Option nicht.
Die Unterscheidung ist also keine Formsache. Sie entscheidet darüber, ob du Gewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei vereinnahmen kannst oder ob Abgeltungsteuer fällig wird. Achte bei der Produktauswahl deshalb gezielt auf die Auslieferungsoption, nicht nur auf den Namen des Wertpapiers.
| Gold-ETF | Gold-ETC | |
|---|---|---|
| Rechtliche Form | Investmentfonds (UCITS-konform) | Inhaberschuldverschreibung |
| In Deutschland handelbar | Nein, nicht zugelassen | Ja, 24 Produkte verfügbar |
| Besicherung | Entfällt in Deutschland | Meist physisch mit Goldbarren besichert |
| Steuerliche Behandlung | Entfällt in Deutschland | Mit Auslieferungsoption nach 1 Jahr steuerfrei |
02 · Hintergrund
Warum Gold zur Diversifikation deines Portfolios beiträgt
Gold entwickelt sich häufig unabhängig vom Aktienmarkt und kann in Krisenphasen als Puffer wirken. Eine Beimischung von 5 bis 15 Prozent gilt als sinnvolle Ergänzung für ein langfristig ausgerichtetes Depot.
Gold entwickelt sich historisch nur gering korreliert mit Aktien und Anleihen. In starken wirtschaftlichen Aufwärtsphasen bleibt das Edelmetall oft hinter dem Aktienmarkt zurück, weil Kapital bevorzugt in produktive Anlageklassen mit höherem Renditepotenzial fließt. Genau diese Entkopplung macht Gold als Beimischung interessant.
In Korrekturen, bei hoher Inflation oder geopolitischen Spannungen spielt Gold seine Stärken häufig aus. Anleger ziehen Kapital in den sicheren Hafen ab, was Verluste deines restlichen Portfolios abfedern kann. Eine Beimischung von maximal 5 bis 15 Prozent des Portfolios gilt als sinnvolle Ergänzung für ein langfristig ausgerichtetes Depot.
- Gold korreliert historisch nur gering mit Aktien und Anleihen und wirkt dadurch stabilisierend.
- In wirtschaftlichen Aufwärtsphasen bleibt Gold oft hinter dem Aktienmarkt zurück, was du als Renditeverzicht einplanen solltest.
- Trotz des Rufs als sicherer Hafen gehört Gold wegen teils hoher Preisschwankungen in den risikobehafteten Teil deines Portfolios.
Für dich heißt das: Gold ist kein Renditetreiber, sondern ein Stabilisator. Wenn du einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren hast und dein Aktienportfolio um eine unabhängige Anlageklasse ergänzen willst, kann eine Beimischung im einstelligen Prozentbereich dein Depot ruhiger machen. Erwarte aber keine laufenden Erträge, sondern ausschließlich Kursgewinne.
Gold korreliert historisch nur gering mit Aktien und Anleihen. In starken wirtschaftlichen Aufwärtsphasen bleibt Gold oft hinter dem Aktienmarkt zurück, weil Kapital in produktive Anlageklassen fließt.
In Korrekturen, bei hoher Inflation oder geopolitischen Spannungen spielt Gold seine Stärken häufig aus. Anleger ziehen Kapital in den sicheren Hafen ab, was Verluste deines restlichen Portfolios abfedern kann.
Trotz des Rufs als sicherer Hafen gehört Gold wegen teils hoher Preisschwankungen in den risikobehafteten Teil deines Portfolios. Eine Beimischung von maximal 5 bis 15 Prozent ist für die meisten Anleger sinnvoll.
03 · Grundlagen
Exchange Traded Commodities: So funktionieren Gold-ETCs
Exchange Traded Commodities (ETCs) sind börsengehandelte Schuldverschreibungen, die den Goldpreis abbilden. Anders als ETFs sind sie keine Investmentfonds, sondern Inhaberschuldverschreibungen mit physischer Besicherung.
Ein Gold-ETC ist eine börsengehandelte Inhaberschuldverschreibung, die meist mit physischen Goldbeständen besichert ist. Anders als ein ETF ist er kein Investmentfonds und kein Sondervermögen, sondern eine Schuldverschreibung des Emittenten. Die Besicherung erfolgt in der Regel durch 12,5-Kilo-Barren, die bei spezialisierten Lagerstellen hinterlegt sind.
Für dich als Anlegerin funktioniert ein Gold-ETC im Alltag ähnlich wie ein ETF: Du kaufst und verkaufst ihn über dein Wertpapierdepot zu den Handelszeiten der Börse. Der Vorteil gegenüber dem klassischen Barrenkauf liegt in der geringen An- und Verkaufsspanne, da auf Wertpapierbasis mit Großbarren gehandelt wird und keine Aufgelder für Münzen oder kleine Barren anfallen.
- Gold-ETCs bilden die Entwicklung des Goldpreises eins zu eins ab und sind in Deutschland die einzige Möglichkeit, über ein Wertpapier direkt in physisches Gold zu investieren.
- Die physische Besicherung mit Goldbarren reduziert das Emittentenrisiko, hebt es aber nicht vollständig auf.
- Neben Produkten auf den Goldpreis in US-Dollar gibt es auch Varianten mit Währungssicherung in Euro, die das Währungsrisiko täglich absichern.
Wenn du also einen Gold-ETC kaufst, erwirbst du kein Eigentum an einem bestimmten Goldbarren, sondern einen Anspruch gegen den Emittenten. Die Qualität der Besicherung und die Auslieferungsoption sind deshalb zentrale Auswahlkriterien, die du vor dem Kauf prüfen solltest.
Kurz erklärt
Exchange Traded Commodities (ETCs)
Börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen, die meist mit physischen Goldbeständen besichert sind und die Entwicklung des Goldpreises eins zu eins abbilden.
ETCs sind in Deutschland die einzige Möglichkeit, über ein Wertpapier direkt in physisches Gold zu investieren.
04 · Was gilt
Physisches Gold oder Gold-ETC: Was passt zu dir?
Beide Wege führen zu Gold, unterscheiden sich aber in Handhabung, Kosten und Steuern. Die Entscheidung hängt von deinen Präferenzen bei Lagerung und Flexibilität ab.
Beim physischen Kauf von Barren oder Münzen zahlst du Aufgelder auf den Goldpreis und musst dich selbst um sichere Lagerung kümmern. Beim Gold-ETC handelst du über dein Depot und profitierst von geringen An- und Verkaufsspannen.
Für die meisten Anlegerinnen ist der Gold-ETC die praktikablere Lösung, weil er flexibel handelbar ist und keine physische Lagerung erfordert. Wenn du jedoch Wert auf den direkten Besitz von Goldbarren oder Münzen legst und eine Haltedauer von vielen Jahren planst, kann physisches Gold die passende Wahl sein.
- Physisches Gold eignet sich, wenn du Barren oder Münzen direkt besitzen möchtest und die Aufgelder beim Kauf akzeptierst.
- Ein Gold-ETC eignet sich, wenn du über dein Wertpapierdepot handeln willst und geringe An- und Verkaufsspannen nutzen möchtest.
- Die steuerliche Behandlung kann gleich sein: Gold-ETCs mit Auslieferungsoption werden nach einem Jahr Haltedauer wie physisches Gold behandelt.
Deine Entscheidung hängt also vor allem von deinen Präferenzen bei Lagerung und Flexibilität ab. Wer Gold nur als kleine Beimischung im Depot haben will, fährt mit einem Gold-ETC meist besser. Wer Gold als langfristigen Krisenschutz physisch besitzen will, akzeptiert dafür höhere Transaktionskosten und den Aufwand der Lagerung.
Physisches Gold
Gold-ETC
05 · Vergleich
Goldminen-ETFs: Indirekt in Gold investieren
Goldminen-ETFs investieren in Aktien von Goldförderunternehmen, nicht in das Edelmetall selbst. Sie bilden die Entwicklung der Minenbetreiber ab und unterliegen anderen Einflussfaktoren als der Goldpreis.
Die jährlichen Gesamtkostenquoten von Goldminen-ETFs liegen zwischen 0,43 und 0,65 Prozent und damit teils deutlich über denen physischer Gold-ETCs. Gleichzeitig ist das Risikoprofil höher, weil du zusätzlich zum Goldpreis auch das unternehmerische Risiko der Minenbetreiber trägst.
- Goldminen-ETFs investieren in Aktien von Goldförderern und sind für Anleger mit höherer Risikobereitschaft geeignet.
- Physische Gold-ETCs sind direkt an den Goldpreis gekoppelt und eignen sich für Anleger, die Sicherheit suchen.
- Die meisten Anleger, die in Gold investieren, möchten ihren Aktienanteil reduzieren, deshalb sind Goldminenaktien für sie eher weniger geeignet.
Für dich bedeutet das: Wenn du Gold als Stabilisator für dein Portfolio suchst, ist ein physischer Gold-ETC die passende Wahl. Goldminen-ETFs sind eine Wette auf die Gewinnentwicklung von Bergbauunternehmen und können sich in Krisenphasen ähnlich wie Aktien verhalten, statt als Puffer zu wirken.
| Goldminen-ETF | Physischer Gold-ETC | |
|---|---|---|
| Anlagegegenstand | Aktien von Goldförderern | Physisches Gold |
| Jährliche Gesamtkostenquote | 0,43 bis 0,65 Prozent | 0,00 bis 0,99 Prozent |
| Risikoprofil | Höher, abhängig von Unternehmensentwicklung | Direkt an Goldpreis gekoppelt |
| Geeignet für | Anleger mit höherer Risikobereitschaft | Anleger, die Sicherheit suchen |
06 · Kosten
Was kostet ein Gold-ETC?
Die jährlichen Gesamtkosten eines Gold-ETCs liegen zwischen 0,00 und 0,99 Prozent. In der Gesamtkostenquote sind Versicherungsprämien, Lagerhaltungskosten und Managementkosten enthalten.
Diese Kosten werden direkt im Fondsvermögen verrechnet und mindern deine Rendite.
Es gibt mehrere Gold-ETCs ohne laufende Kosten, darunter Xetra-Gold, EUWAX Gold und boerse.de Gold mit einer Gesamtkostenquote von 0,00 Prozent pro Jahr. Bei Xetra-Gold können zusätzlich Gebühren für die Lagerung des physischen Goldes anfallen, die meist die Depotbank übernimmt.
- Kostenlose Gold-ETCs wie Xetra-Gold oder EUWAX Gold haben eine Gesamtkostenquote von 0,00 Prozent pro Jahr.
- Günstige physische Gold-ETCs liegen bei 0,11 bis 0,15 Prozent pro Jahr, etwa der iShares Physical Gold ETC oder der Xtrackers IE Physical Gold ETC Securities.
- Währungsgesicherte Varianten kosten mit 0,25 bis 0,59 Prozent pro Jahr mehr, weil die Absicherung des Dollarkurses zusätzliche Kosten verursacht.
Die Kostenunterschiede erscheinen auf den ersten Blick gering, summieren sich aber über lange Haltedauern. Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro macht eine Differenz von 0,4 Prozent pro Jahr über zehn Jahre mehrere hundert Euro aus. Ein kostenloser Gold-ETC mit Auslieferungsoption ist deshalb für langfristig orientierte Anlegerinnen besonders interessant.
Typische Gesamtkostenquoten von Gold-ETCs
07 · Im Vertrag
Steuern auf Gold-ETCs: Wann Gewinne steuerfrei bleiben
Die steuerliche Behandlung hängt von der Ausgestaltung des Gold-ETCs ab. Produkte mit physischer Auslieferungsoption werden wie physisches Gold behandelt und können nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sein.
Produkte, die das Gold physisch hinterlegen und über eine Auslieferungsoption verfügen, behandelt die deutsche Finanzaufsicht wie physisches Gold. Gewinne aus Wertzuwächsen sind nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei.
Zu diesen steuerlich begünstigten Gold-ETCs gehören unter anderem Xetra-Gold, EUWAX Gold II, EUWAX Gold Core, WisdomTree Core Physical Gold, Invesco Physical Gold II ETC und boerse.de Gold. Bei Gold-ETCs ohne Auslieferungsoption fallen auf Gewinne 25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag an, wobei der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr angerechnet wird.
- Mit Auslieferungsoption sind Gewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei, weil der ETC wie physisches Gold behandelt wird.
- Ohne Auslieferungsoption fällt auf Gewinne die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag an.
- Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr wird bei steuerpflichtigen Gewinnen angerechnet, bei Ehepaaren sind es 2000 Euro.
Für dich ist die Auslieferungsoption damit ein entscheidendes Kriterium bei der Produktauswahl. Wenn du einen Gold-ETC länger als ein Jahr halten willst, sparst du mit einem Produkt wie Xetra-Gold oder EUWAX Gold II die komplette Abgeltungsteuer auf Kursgewinne. Das kann bei größeren Anlagebeträgen einen erheblichen Unterschied ausmachen.
Steuerliche Regelungen für Gold-ETCs
08 · Checkliste
Liquidität und Handel von Gold-ETCs
Gold-ETCs werden an der Börse gehandelt und sind über dein Wertpapierdepot jederzeit während der Handelszeiten kaufbar und verkaufbar. Die Liquidität hängt vom Fondsvolumen und der Handelsaktivität ab.
Die Liquidität hängt vom Fondsvolumen und der Handelsaktivität ab. Große Produkte mit hohem Fondsvolumen haben in der Regel engere Handelsspannen und eine bessere Verfügbarkeit.
Der größte Gold-ETC nach Fondsvolumen ist der iShares Physical Gold ETC mit über 33 Milliarden Euro, gefolgt vom Invesco Physical Gold ETC mit rund 26 Milliarden Euro und Xetra-Gold mit rund 21 Milliarden Euro. Diese Größenordnung sorgt für fortlaufende Kurse und geringe Differenzen zwischen An- und Verkaufskurs.
- Achte auf ein Fondsvolumen von über 1 Milliarde Euro, um enge Handelsspannen zu erhalten.
- Prüfe die Börsennotierung an deutschen Handelsplätzen wie Xetra oder Stuttgart, damit du zu den üblichen Handelszeiten handeln kannst.
- Market Maker stellen bei großen Produkten fortlaufend Kurse und sorgen für Liquidität.
Für dich bedeutet das: Auch wenn du nur kleine Beträge anlegen willst, ist ein großes und liquides Produkt die bessere Wahl. Die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs zahlst du bei jedem Trade, und bei illiquiden Produkten kann diese Spanne deine Rendite spürbar schmälern.
Darauf achtest du bei der Auswahl eines liquiden Gold-ETCs
Fondsvolumen über 1 Milliarde Euro für enge Handelsspannen
Börsennotierung an deutschen Handelsplätzen wie Xetra oder Stuttgart
Geringe Differenz zwischen An- und Verkaufskurs
Market Maker stellen fortlaufend Kurse
Große Produkte wie iShares Physical Gold ETC mit über 33 Milliarden Euro Volumen
09 · Fehler vermeiden
Emittentenrisiko und Sondervermögen: So bist du abgesichert
Gold-ETCs sind Schuldverschreibungen des Emittenten und kein Sondervermögen wie ETFs. Die physische Besicherung mit Goldbarren reduziert das Emittentenrisiko, hebt es aber nicht vollständig auf.
Das bedeutet: Wenn der Herausgeber der Schuldverschreibung zahlungsunfähig wird, ist dein Geld nicht wie bei einem Investmentfonds als Sondervermögen geschützt. Die physische Besicherung mit Goldbarren reduziert dieses Risiko, hebt es aber nicht vollständig auf.
Du solltest deshalb vor dem Kauf prüfen, ob das Gold physisch hinterlegt und klar zugeordnet ist. Bei Produkten ohne Euro-Absicherung kommt zusätzlich ein Währungsrisiko hinzu, weil der Goldpreis in US-Dollar notiert und der Dollarkurs deine Rendite in Euro beeinflusst.
- Das Emittentenrisiko besteht, weil der Herausgeber der Schuldverschreibung zahlungsunfähig werden kann.
- Anders als ETFs sind ETCs kein geschütztes Sondervermögen, sondern eine Forderung gegen den Emittenten.
- Prüfe die Besicherung: Achte darauf, dass das Gold physisch hinterlegt und klar zugeordnet ist.
- Das Währungsrisiko betrifft Produkte ohne Euro-Absicherung, weil der Dollarkurs deine Rendite beeinflusst.
Für dich heißt das: Ein Gold-ETC ist kein risikofreies Produkt, auch wenn er mit Gold besichert ist. Die Auswahl eines etablierten Emittenten mit transparenter Besicherungsstruktur und die Begrenzung des Goldanteils auf einen kleinen Teil deines Portfolios sind die wirksamsten Maßnahmen, um dieses Risiko zu begrenzen.
Risiken, die du bei Gold-ETCs kennen solltest
10 · Hintergrund
Gold als Inflationsschutz: Was historische Daten zeigen
Gold gilt als Wertspeicher mit langer Tradition und wird oft als Schutz vor Inflation genannt. In Zeiten hoher Inflation oder wirtschaftlicher Unsicherheit steigt die Nachfrage nach dem Edelmetall häufig.
In Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise steigt in der Regel der Goldpreis, da Gold einen verhältnismäßig stabilen Gegenwert besitzt und Sicherheit vermittelt. Der Goldpreis hat sich in vergangenen Krisen oft entgegengesetzt zu den globalen Aktienindizes entwickelt.
Allerdings bietet Gold keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden. Der Wertzuwachs entsteht allein durch Preissteigerungen, die langfristig die Inflation ausgleichen können, aber nicht garantieren. Eine Beimischung von Gold kann die Stabilität deines Portfolios erhöhen, sollte aber nicht als alleinige Absicherung gegen Inflation dienen.
- In Krisenzeiten steigt der Goldpreis häufig, weil Gold als stabiler Gegenwert und sicherer Hafen gefragt ist.
- Gold bietet keine laufenden Erträge, der Wertzuwachs entsteht ausschließlich durch Preissteigerungen.
- Eine Beimischung von Gold kann die Portfolio-Stabilität erhöhen, ersetzt aber keine breite Diversifikation über Anlageklassen.
Für dich bedeutet das: Gold kann in Phasen hoher Inflation oder wirtschaftlicher Unsicherheit eine sinnvolle Ergänzung sein, ist aber kein Ersatz für ein breit gestreutes Portfolio. Die historische Entwicklung zeigt, dass Gold über lange Zeiträume die Kaufkraft erhalten kann, aber keine verlässlichen realen Renditen wie Aktien oder Anleihen liefert.
In Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise steigt in der Regel der Goldpreis, da Gold einen verhältnismäßig stabilen Gegenwert besitzt und Sicherheit vermittelt. Der Goldpreis hat sich in vergangenen Krisen oft entgegengesetzt zu den globalen Aktienindizes entwickelt.
Gold bietet keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden. Der Wertzuwachs entsteht allein durch Preissteigerungen, die langfristig die Inflation ausgleichen können.
Eine Beimischung von Gold kann die Stabilität deines Portfolios erhöhen, sollte aber nicht als alleinige Absicherung gegen Inflation dienen.
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