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Festgeld: So funktioniert die sichere Geldanlage mit fester Laufzeit

Festgeld ist eine Bankeinlage, bei der du einen bestimmten Betrag für einen festen Zeitraum anlegst und dafür einen garantierten Zinssatz erhältst. Während der Laufzeit kommst du in der Regel nicht an dein Geld, dafür ist deine Anlage durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Du legst einen Anlagebetrag für eine feste Laufzeit von einem Monat bis zu 10 Jahren an.
  • Der Zinssatz wird zu Beginn festgeschrieben und bleibt über die gesamte Laufzeit garantiert.
  • Deine Einlage ist in der EU gesetzlich bis 100.000 EUR pro Bank und Person geschützt.
  • Vor Ende der Laufzeit kommst du in der Regel nicht an dein Geld, außer in besonderen Ausnahmefällen.

01 · Grundlagen

Was ist ein Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto ist ein Konto, auf dem du Geld für einen vorher festgelegten Zeitraum anlegst. Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto ist dein Guthaben hier nicht täglich verfügbar.

Ein Festgeldkonto unterscheidet sich von einem Tagesgeldkonto vor allem durch die feste Vereinbarung von Laufzeit und Zinssatz. Während dein Guthaben auf dem Tagesgeldkonto täglich verfügbar bleibt, ist es beim Festgeld für den vereinbarten Zeitraum gebunden. Die Bank kann mit dem Geld planen und bietet dir dafür in der Regel einen höheren Zinssatz als beim Tagesgeld.

Die Laufzeiten reichen von einem Monat bis zu zehn Jahren. Du legst einmalig einen Betrag an und erhältst am Ende der Laufzeit dein Geld plus die vereinbarten Zinsen zurück. Ein späteres Aufstocken des Kontos ist nicht möglich, dafür müsstest du eine neue Festgeldanlage abschließen.

Für dich bedeutet das: Wenn du einen größeren Betrag für einen bestimmten Zeitraum sicher parken möchtest, ist ein Festgeldkonto eine klare Sache. Du verzichtest auf Flexibilität und bekommst dafür einen garantierten Zinssatz, der während der gesamten Laufzeit nicht sinkt.

Kurz erklärt

Festgeldkonto

Ein Konto für eine Geldanlage mit fester Laufzeit und festem Zinssatz. Du legst einen Betrag an und erhältst am Ende der Laufzeit dein Geld plus die vereinbarten Zinsen zurück.

Die Laufzeit und der Zinssatz stehen von Anfang an fest und können während der Anlage nicht geändert werden.

02 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Eröffnung eines Festgeldkontos

Die Eröffnung läuft heute meist komplett digital ab. Du brauchst dafür in der Regel ein Girokonto als Verrechnungskonto.

Für die Eröffnung brauchst du fast immer ein bestehendes Girokonto als Verrechnungskonto. Von dort wird der Anlagebetrag auf das Festgeldkonto übertragen, entweder automatisch per Abbuchung oder durch deine eigene Überweisung. Ohne Girokonto ist eine Kontoeröffnung bei den meisten Banken nicht möglich.

Der Ablauf ist in der Regel digital und dauert nur wenige Minuten. Du wählst im Online-Banking den Anlagebetrag und die gewünschte Laufzeit aus, der Zinssatz wird dir vor Abschluss verbindlich angezeigt. Nach der Bestätigung mit einer TAN ist das Festgeldkonto sofort eröffnet.

  • Halte dein Girokonto und den Online-Banking-Zugang bereit.
  • Wähle den Anlagebetrag, den du für die gesamte Laufzeit entbehren kannst.
  • Entscheide dich für eine Laufzeit, die zu deinem Sparziel passt.
  • Prüfe den angezeigten Zinssatz und bestätige den Antrag mit einer TAN.
01

Girokonto bereithalten

Für die Eröffnung eines Festgeldkontos brauchst du fast immer ein bestehendes Girokonto. Von dort wird der Anlagebetrag auf das Festgeldkonto übertragen.

02

Online-Banking freischalten

Um ein Festgeldkonto online zu eröffnen, benötigst du einen Zugang zum Online-Banking deiner Bank. Damit kannst du den Antrag digital ausfüllen und bestätigen.

03

Betrag und Laufzeit wählen

Du legst fest, wie viel Geld du anlegen möchtest und für welchen Zeitraum. Der Zinssatz wird dir vor Abschluss verbindlich angezeigt.

04

Antrag bestätigen

Nach der Prüfung deiner Angaben bestätigst du den Antrag mit einer TAN. Das Festgeldkonto wird sofort eröffnet und der Betrag von deinem Girokonto abgebucht.

03 · Vergleich

Festgeld oder Tagesgeld: Wo liegen die Unterschiede?

Beide Anlageformen zählen zu den sicheren Bankeinlagen, unterscheiden sich aber in der Verfügbarkeit und der Zinsgestaltung.

Der zentrale Unterschied liegt in der Verfügbarkeit deines Geldes. Beim Tagesgeld kannst du täglich über dein Guthaben verfügen, beim Festgeld kommst du während der Laufzeit in der Regel nicht an dein Geld. Diese Einschränkung wird mit einem höheren Zinssatz belohnt, weil die Bank mit dem Festgeld langfristiger planen kann.

Beim Tagesgeld ist der Zinssatz variabel und wird regelmäßig an die Marktlage angepasst. Beim Festgeld steht der Zinssatz für die gesamte Laufzeit fest, unabhängig davon, wie sich die Zinsen am Markt entwickeln. Das gibt dir Planungssicherheit, kostet aber Flexibilität.

Viele Anleger kombinieren beide Formen: Ein Teil des Geldes liegt auf dem Tagesgeldkonto als Reserve für unerwartete Ausgaben, ein anderer Teil wird als Festgeld für ein konkretes Sparziel angelegt. So bleibst du handlungsfähig und profitierst gleichzeitig von den höheren Festgeldzinsen.

Festgeld und Tagesgeld im direkten Vergleich
FestgeldTagesgeld
VerfügbarkeitNicht vor Ende der LaufzeitTäglich verfügbar
ZinssatzFest für die gesamte LaufzeitVariabel, wird regelmäßig angepasst
LaufzeitFeste Laufzeit, z. B. 1 Monat bis 10 JahreUnbefristet
PlanbarkeitSehr hoch, Rendite steht vorher festGering, Zinsen können sich ändern

04 · Was gilt

Wie sicher ist Festgeld? Einlagensicherung und BaFin

Festgeld zählt zu den geschützten Bankeinlagen. Die gesetzliche Einlagensicherung greift, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird.

Festgeld zählt zu den geschützten Bankeinlagen. In allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gilt eine gesetzliche Einlagensicherung, die dein Guthaben bis zu einer Obergrenze von 100.000 EUR pro Person und Bank absichert. Gerät eine Bank in Zahlungsschwierigkeiten, bekommst du dein Geld aus diesem Sicherungssystem zurück.

Bei Gemeinschaftskonten gilt der Schutz pro Person und nicht pro Konto. Ein gemeinsames Festgeldkonto von zwei Personen ist also bis zu 200.000 EUR abgesichert. Zusätzlich bieten viele deutsche Banken freiwillige Sicherungssysteme an, die über den gesetzlichen Mindestbetrag hinausgehen können.

Wichtig ist die Länderzugehörigkeit der Bank. Bei Anbietern aus dem EU-Ausland gilt zwar ebenfalls die gesetzliche Einlagensicherung, aber die Bonität des jeweiligen Landes spielt eine Rolle. Achte bei ausländischen Banken deshalb nicht nur auf den Zinssatz, sondern auch auf die wirtschaftliche Stabilität des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat.

So bist du geschützt

·Einlagen bis 100.000 EUR pro Person und Bank in der EU
·Gemeinschaftskonten: Schutz gilt pro Person, nicht pro Konto
·Die BaFin überwacht die Einhaltung der Einlagensicherung in Deutschland
·Zusätzliche freiwillige Sicherungssysteme vieler deutscher Banken

Das ist nicht abgedeckt

·Beträge über 100.000 EUR pro Person und Bank
·Anlagen bei Banken außerhalb der EU
·Verluste durch Währungsschwankungen bei Fremdwährungskonten
·Kursverluste, da Festgeld keine Wertpapieranlage ist

05 · Kosten

Laufzeiten und Zinssätze: Was du erwarten kannst

Die Laufzeit bestimmt den Zinssatz. Grundsätzlich gilt: Je länger du dein Geld anlegst, desto höher fällt der Zins in der Regel aus.

Die Laufzeit bestimmt den Zinssatz. Grundsätzlich gilt: Je länger du dein Geld anlegst, desto höher fällt der Zins in der Regel aus. Für kurze Laufzeiten von einem Monat liegen die Zinssätze im Jahr 2026 oft zwischen 1,0 und 2,0 Prozent, für ein Jahr kannst du mit etwa 2,0 bis 3,0 Prozent rechnen.

Bei längeren Laufzeiten von fünf oder zehn Jahren liegen die Zinssätze häufig in einer ähnlichen Größenordnung wie bei drei Jahren, etwa zwischen 2,0 und 2,8 Prozent. Die Unterschiede zwischen den Laufzeiten sind also nicht immer groß, deshalb lohnt sich ein genauer Vergleich der Angebote.

Beachte bei deiner Entscheidung auch die Inflationsrate. Wenn die Inflation höher ist als dein Festgeldzins, verliert dein Geld trotz Zinsertrag an Kaufkraft. Prüfe deshalb, ob der angebotene Zinssatz die Inflation ausgleicht oder übertrifft, bevor du dich für eine lange Laufzeit entscheidest.

06 · Im Vertrag

Zinsgutschrift und Zinseszinseffekt bei Festgeld

Wann und wie dir Zinsen gutgeschrieben werden, beeinflusst deine Gesamtrendite. Der Zinseszinseffekt kann bei längeren Laufzeiten einen spürbaren Unterschied machen.

Bei der jährlichen Gutschrift werden die Zinsen einmal pro Jahr dem Festgeldkonto gutgeschrieben und im Folgejahr mitverzinst. Das aktiviert den Zinseszinseffekt und führt bei mehrjährigen Anlagen zu einer höheren Endsumme.

Bei der endfälligen Gutschrift werden alle Zinsen erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Bei mehrjährigen Anlagen entsteht so kein Zinseszinseffekt, weil die Zinsen nicht zwischenzeitlich angelegt werden. Diese Variante ist bei vielen Banken Standard, deshalb solltest du die Konditionen genau prüfen.

Eine dritte Möglichkeit ist die regelmäßige Auszahlung der Zinsen auf dein Girokonto. Das Anlagekapital bleibt dann unverändert, die Zinsen arbeiten nicht weiter. Diese Variante eignet sich, wenn du die Zinserträge als laufendes Einkommen nutzen möchtest, zum Beispiel zur Aufbesserung deines Budgets.

Varianten der Zinsgutschrift

Jährliche GutschriftHäufigDie Zinsen werden einmal pro Jahr dem Festgeldkonto gutgeschrieben und im Folgejahr mitverzinst. Das aktiviert den Zinseszinseffekt.
Endfällige GutschriftStandardAlle Zinsen werden erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Bei mehrjährigen Anlagen entsteht so kein Zinseszinseffekt.
Auszahlung aufs GirokontoFlexibelDie Zinsen werden regelmäßig auf dein Girokonto überwiesen. Das Anlagekapital bleibt unverändert, die Zinsen arbeiten nicht weiter.

07 · Schritt für Schritt

Zinstreppe: So kombinierst du mehrere Festgeldkonten

Mit einer Zinstreppe verteilst du dein Geld auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Das erhöht deine Flexibilität und nutzt verschiedene Zinsniveaus.

Statt einer großen Summe legst du dein Geld in mehreren Teilbeträgen an, zum Beispiel 5.000 EUR pro Festgeldkonto. So wird jedes Jahr ein Teil deines Geldes frei und du bleibst flexibler.

Du eröffnest Festgeldkonten mit gestaffelten Laufzeiten, etwa 1 Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre und 4 Jahre. Läuft das erste Festgeldkonto nach einem Jahr aus, legst du das Geld für die längste Laufzeit deiner Staffel neu an, zum Beispiel für 4 Jahre. So profitierst du langfristig von den höheren Zinssätzen längerer Laufzeiten.

  • Teile deinen Anlagebetrag in mehrere gleich große Teilbeträge auf.
  • Wähle Laufzeiten, die sich um jeweils ein Jahr staffeln.
  • Lege auslaufende Konten jeweils für die längste Laufzeit deiner Staffel neu an.
  • Nutze die jährlich frei werdenden Beträge für neue Anlagen oder andere Zwecke.
01

Anlagebetrag aufteilen

Statt einer großen Summe legst du dein Geld in mehreren Teilbeträgen an. Die Höhe der Teilbeträge kannst du frei wählen.

02

Verschiedene Laufzeiten wählen

Du eröffnest mehrere Festgeldkonten mit unterschiedlichen Laufzeiten, die von einem Monat bis zu zehn Jahren reichen können.

03

Regelmäßig neu anlegen

Läuft ein Festgeldkonto aus, kannst du das Geld erneut anlegen. So kannst du regelmäßig auf einen Teil deines Geldes zugreifen oder es wieder fest anlegen.

04

Flexibilität erhalten

Durch die Aufteilung wird in regelmäßigen Abständen ein Teil deines Geldes frei. Du kannst es neu anlegen oder für andere Zwecke nutzen, ohne die gesamte Anlage aufzulösen.

08 · Hintergrund

Festgeld für die Altersvorsorge: Sinnvoll oder nicht?

Festgeld kann ein Baustein in deiner Altersvorsorge sein, eignet sich aber nicht als alleinige Strategie für den langfristigen Vermögensaufbau.

Für die Altersvorsorge brauchst du eine Mischung aus Sicherheit und Rendite. Festgeld übernimmt dabei den sicheren Teil deines Anlageportfolios, weil es planbare Erträge liefert und keinen Kursschwankungen unterliegt. Gerade in den letzten Jahren vor dem Ruhestand kann das sinnvoll sein, wenn du dein Vermögen vor Verlusten schützen möchtest.

Allerdings liegt die Rendite von Festgeld oft nur knapp über oder sogar unter der Inflationsrate. Für den langfristigen Vermögensaufbau über 20 oder 30 Jahre sind renditestärkere Anlagen wie breit gestreute ETFs in der Regel besser geeignet. Sie unterliegen zwar Kursschwankungen, bieten aber langfristig höhere Renditechancen.

Eine sinnvolle Strategie ist die Kombination: Ein Teil deines Vermögens liegt in Festgeld als Sicherheitsbaustein, ein anderer Teil in Wertpapieren für den langfristigen Vermögensaufbau. Wie groß der Festgeldanteil sein sollte, hängt von deinem Alter, deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab.

Für die Altersvorsorge brauchst du eine Mischung aus Sicherheit und Rendite. Festgeld übernimmt dabei den sicheren Teil deines Anlageportfolios, weil es planbare Erträge liefert und keinen Kursschwankungen unterliegt.

Allerdings liegt die Rendite von Festgeld oft nur knapp über oder sogar unter der Inflationsrate. Für den langfristigen Vermögensaufbau über 20 oder 30 Jahre sind renditestärkere Anlagen wie breit gestreute ETFs in der Regel besser geeignet.

Eine sinnvolle Strategie ist die Kombination: Ein Teil deines Vermögens liegt in Festgeld als Sicherheitsbaustein, ein anderer Teil in Wertpapieren für den langfristigen Wertzuwachs. So gleicht du Schwankungen am Aktienmarkt durch stabile Zinserträge aus.

09 · Checkliste

Planungs­sicherheit: Warum Festgeld kalkulierbar ist

Der größte Vorteil von Festgeld ist die Verlässlichkeit. Du weißt von Anfang an genau, welchen Betrag du am Ende der Laufzeit zurückbekommst.

Der größte Vorteil von Festgeld ist die Verlässlichkeit. Du weißt von Anfang an genau, welchen Betrag du am Ende der Laufzeit zurückbekommst. Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss festgeschrieben und gilt für die gesamte Laufzeit, unabhängig davon, wie sich die Zinsen am Markt entwickeln.

Es gibt keine versteckten Kosten oder Gebühren, die deine Rendite schmälern. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Kapital bis 100.000 EUR pro Person und Bank. Du kannst die Endsumme vorab exakt berechnen: Anlagebetrag plus garantierte Zinsen.

  • Der Zinssatz steht bei Vertragsabschluss fest und gilt für die gesamte Laufzeit.
  • Die Laufzeit steht fest, du kennst den Auszahlungstermin im Voraus.
  • Es gibt keine versteckten Kosten oder Gebühren, die deine Rendite schmälern.
  • Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Kapital bis 100.000 EUR pro Person und Bank.
  • Du kannst die Endsumme vorab exakt berechnen: Anlagebetrag plus garantierte Zinsen.

Das macht Festgeld planbar

01

Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss festgeschrieben und gilt für die gesamte Laufzeit.

02

Die Laufzeit steht fest, du kennst den Auszahlungstermin im Voraus.

03

Es gibt keine versteckten Kosten oder Gebühren, die deine Rendite schmälern.

04

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Kapital bis 100.000 EUR pro Person und Bank.

05

Du kannst die Endsumme vorab exakt berechnen: Anlagebetrag plus garantierte Zinsen.

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Festgeldanlage

Diese Fehler solltest du vermeiden, um das Beste aus deiner Festgeldanlage herauszuholen.

Der häufigste Fehler ist, Geld anzulegen, das du während der Laufzeit dringend brauchst. Prüfe vorher genau, ob du auf den Betrag verzichten kannst, denn ein vorzeitiger Zugriff ist in der Regel nicht möglich. Lege nur Geld an, das du für den gesamten Zeitraum sicher entbehren kannst.

Ein weiterer Fehler ist, nur auf den höchsten Zinssatz zu schauen. Achte auch auf die Bonität des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat. Bei Anbietern aus Ländern mit schwächerer Wirtschaftslage kann das Risiko höher sein, auch wenn die Einlagensicherung gilt.

  • Lege kein Geld an, das du während der Laufzeit dringend brauchst.
  • Schaue nicht nur auf den höchsten Zinssatz, sondern auch auf die Bonität des Landes.
  • Übersieh nicht die automatische Verlängerung: Viele Festgeldkonten verlängern sich automatisch zu einem neuen Zinssatz, wenn du nicht rechtzeitig kündigst.
  • Nutze den Sparer-Pauschbetrag: Bis 1000 EUR Kapitalerträge pro Person und Jahr sind steuerfrei, bei Ehepaaren 2000 EUR.
  • Stecke nicht alles Geld in eine Laufzeit: Mit einer Zinstreppe bleibst du flexibler.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

·Geld anlegen, das du während der Laufzeit dringend brauchst: Prüfe vorher genau, ob du auf den Betrag verzichten kannst.
·Nur auf den höchsten Zinssatz schauen: Achte auch auf die Bonität des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat.
·Die automatische Verlängerung übersehen: Viele Festgeldkonten verlängern sich automatisch zu einem neuen Zinssatz, wenn du nicht rechtzeitig kündigst.
·Den Sparer-Pauschbetrag nicht nutzen: Bis 1000 EUR Kapitalerträge pro Person und Jahr sind steuerfrei, bei Ehepaaren 2000 EUR.
·Alles Geld in eine Laufzeit stecken: Mit einer Zinstreppe bleibst du flexibler und profitierst von verschiedenen Zinsniveaus.

11 · Was gilt

Steuern auf Festgeldzinsen: Das gilt 2026

Deine Zinserträge aus Festgeld sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer. Mit dem Sparer-Pauschbetrag bleibt ein Teil steuerfrei.

Die Bank führt die Steuer automatisch an das Finanzamt ab, du musst dich um nichts kümmern. Der Steuersatz beträgt 25 Prozent auf deine Kapitalerträge, dazu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Bevor Steuern fällig werden, kannst du den Sparer-Pauschbetrag nutzen. Bis 1000 EUR Kapitalerträge pro Person und Jahr sind steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 EUR. Dafür musst du deiner Bank einen Freistellungsauftrag erteilen, sonst wird die Steuer automatisch einbehalten.

Wichtig: Die Steuer fällt nur auf die Zinsen an, nicht auf den Anlagebetrag selbst. Wenn du also 10.000 EUR anlegst und 250 EUR Zinsen erhältst, werden nur die 250 EUR besteuert. Die Teilfreistellung für Aktienfonds von 30 Prozent gilt nicht für Festgeld, sondern nur für bestimmte Fondsanlagen.

Das gilt für deine Zinsen

·Gegebenenfalls Kirchensteuer, abhängig von deiner Konfession
·Steuer wird automatisch von der Bank einbehalten

Das musst du nicht zahlen

·Sparer-Pauschbetrag: 1000 EUR pro Person und Jahr steuerfrei
·Sparer-Pauschbetrag: 2000 EUR pro Jahr bei zusammenveranlagten Ehepaaren
·Keine Steuer auf den Anlagebetrag selbst, nur auf die Zinsen

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026