Ratgeber · Investieren
Factor Investing: So funktioniert die Strategie mit Faktorprämien
Factor Investing kombiniert die Regeln des passiven Investierens mit gezielten Filtern für Aktienmerkmale wie Unternehmensgröße oder Bewertung. So kannst du langfristig versuchen, eine Überrendite gegenüber dem breiten Markt zu erzielen.
10 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Factor Investing nutzt systematische Aktienmerkmale wie Value, Size oder Momentum, um langfristig eine Faktorprämie zu erwirtschaften.
- Die Strategie liegt zwischen passiver Indexanlage und aktivem Stock Picking, da sie regelbasiert, aber nicht marktneutral ist.
- Faktoren können über lange Zeiträume unterperformen oder verschwinden, daher ist eine Kombination mehrerer Faktoren sinnvoll.
- Für die Umsetzung eignen sich spezielle Faktor-ETFs, die als Smart-Beta-Produkte bezeichnet werden.
01 · Grundlagen
Was ist Factor Investing?
Factor Investing ist ein systematischer Anlageansatz, der Aktien nach bestimmten, wiederkehrenden Merkmalen filtert. Ziel ist es, langfristig eine Mehrrendite gegenüber einem marktneutralen Portfolio zu erzielen.
Die Finanzwissenschaft untersucht seit den 1970er-Jahren, ob bestimmte Aktienmerkmale langfristig zu anderen Renditen führen als der breite Markt. Ein bekanntes Beispiel aus den 1980er-Jahren ist die Unternehmensgröße: Forscher wiesen nach, dass kleinere Unternehmen über lange Zeiträume höhere Renditen einbrachten als ein marktneutrales Portfolio. Diese wiederkehrenden Eigenschaften werden als Faktoren bezeichnet.
Faktoren funktionieren wie Filterkriterien. Du investierst nicht in einzelne ausgewählte Aktien, sondern legst systematisch fest, welche Merkmale in deinem Portfolio stärker gewichtet werden. Die erwartete Mehrrendite für das Eingehen dieses zusätzlichen Risikos heißt Faktorprämie.
Eine Faktorprämie ist keine Garantie, sondern eine Entschädigung für ein bewusst eingegangenes Risiko. Ob du davon profitierst, hängt stark davon ab, wie sauber die Strategie umgesetzt ist.
Kurz erklärt
Factor Investing
Ein regelbasierter Investmentansatz, der gezielt in Aktien mit bestimmten Eigenschaften (Faktoren) investiert, um langfristig eine Risikoprämie zu vereinnahmen.
Die Grundidee stammt aus der Finanzwissenschaft: Bestimmte Aktienmerkmale wie geringe Marktkapitalisierung oder niedrige Bewertung haben historisch über lange Zeiträume höhere Renditen erzielt als der Gesamtmarkt.
02 · Schritt für Schritt
So funktioniert die Anlagestrategie hinter Factor Investing
Die Anlagestrategie verbindet die Regeln des passiven Investierens mit aktiven Filterkriterien. Du wählst nicht einzelne Aktien aus, sondern legst systematisch fest, welche Unternehmensmerkmale in deinem Portfolio stärker gewichtet werden.
Ausgangspunkt ist ein breit gestreuter Indexfonds, der den Gesamtmarkt nach Marktkapitalisierung abbildet. Dieses Portfolio liefert die Marktrendite, auch Beta genannt. Factor Investing setzt auf dieser Basis auf und verändert die Gewichtung gezielt.
Du legst fest, welche Aktienmerkmale du übergewichten möchtest. Das können eine niedrige Bewertung, eine geringe Unternehmensgröße oder eine positive Kursentwicklung sein. Ein Faktor-ETF oder ein Multi-Factor-Fonds setzt diese Filter dann regelbasiert um.
- Definiere zuerst dein marktneutrales Basisportfolio mit einem breiten Welt-ETF.
- Wähle anschließend einen oder mehrere Faktoren aus, deren Risikoprämie du langfristig vereinnahmen möchtest.
- Setze die Strategie mit einem Smart-Beta-ETF um, der die Filter transparent und nachvollziehbar abbildet.
Marktneutrales Portfolio als Basis
Ausgangspunkt ist ein breit gestreuter Indexfonds, der den Gesamtmarkt nach Marktkapitalisierung abbildet. Dieses Portfolio liefert die Marktrendite, auch Beta genannt.
Faktoren als Filter definieren
Du legst fest, welche Aktienmerkmale du gezielt übergewichten möchtest. Das können zum Beispiel eine niedrige Bewertung (Value), eine geringe Unternehmensgröße (Size) oder eine positive Kursentwicklung (Momentum) sein.
Portfolio nach Faktoren konstruieren
Ein Faktor-ETF oder ein Multi-Factor-Fonds setzt diese Filter um. Er kauft überproportional Aktien, die das gewünschte Merkmal aufweisen, und untergewichtet andere Titel.
Faktorprämie langfristig vereinnahmen
Über lange Zeiträume soll die Übergewichtung der Faktoren eine Mehrrendite gegenüber dem marktneutralen Portfolio erzielen. Diese Mehrrendite wird als Faktorprämie bezeichnet und entschädigt für das zusätzliche Risiko des Faktors.
03 · Vergleich
Diese Unternehmensmerkmale dienen als Faktoren
Die Finanzforschung hat mehrere Aktienmerkmale identifiziert, die langfristig mit einer Überrendite verbunden sein können. Die wichtigsten Faktoren folgen unterschiedlichen Logiken und wirken in verschiedenen Marktphasen unterschiedlich stark.
Value steht für günstig bewertete Aktien und hat einen antizyklischen Charakter, weil er nicht den zuletzt stark nachgefragten Titeln folgt. Size richtet den Blick auf kleinere Unternehmen, die in marktbreiten Indizes oft unterrepräsentiert sind.
Momentum ist dagegen prozyklisch und greift bestehende Trends auf. Quality und Low Risk zielen stärker auf Stabilität und Risikoeigenschaften ab. Diese Faktoren sind nicht beliebig austauschbar, sondern können sich in verschiedenen Marktphasen sehr unterschiedlich verhalten.
Value und Size sind antizyklisch, Momentum ist prozyklisch, Quality und Low Risk fokussieren auf Stabilität. Eine Kombination dieser unterschiedlichen Logiken kann Diversifikationseffekte ermöglichen.
| Value | Size | |
|---|---|---|
| Merkmal | Niedrig bewertete Unternehmen im Verhältnis zu Fundamentaldaten wie Gewinn oder Buchwert | Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung, sogenannte Small-Caps |
| Charakter | Antizyklisch, setzt auf zuletzt wenig beachtete Aktien | Antizyklisch, entfernt sich bewusst von großen, marktdominanten Unternehmen |
| Risiko | Value-Aktien können über lange Zeiträume hinter dem Markt zurückbleiben | Kleinere Unternehmen schwanken oft stärker und sind weniger liquide |
04 · Hintergrund
Der Momentum-Faktor: So funktioniert die Trendstrategie
Der Momentum-Faktor setzt auf Aktien, die in der jüngeren Vergangenheit eine positive Kursentwicklung gezeigt haben. Die Annahme dahinter lautet, dass sich bestehende Trends zunächst fortsetzen können.
Der Faktor basiert auf der Beobachtung, dass Anleger neue Informationen oft nur verzögert verarbeiten. Dadurch entstehen Trends, die sich über einen gewissen Zeitraum fortsetzen können.
Aktien mit einer starken Kursentwicklung der vergangenen sechs bis zwölf Monate werden übergewichtet, während Verliereraktien untergewichtet oder ausgeschlossen werden. Gleichzeitig ist Momentum anfällig für plötzliche Trendumkehrungen, etwa in Phasen hoher Marktschwankungen.
Momentum ist ein prozyklischer Faktor, weil er bestehende Marktbewegungen aufgreift und darauf setzt, dass sich diese Entwicklung zunächst fortsetzt. In trendstarken Marktphasen kann dieser Ansatz besonders gut funktionieren.
Momentum ist ein prozyklischer Faktor, weil er bestehende Marktbewegungen aufgreift und darauf setzt, dass sich diese Entwicklung zunächst fortsetzt. Aktien mit einer starken Kursentwicklung der vergangenen sechs bis zwölf Monate werden übergewichtet, während Verliereraktien untergewichtet oder ausgeschlossen werden.
Der Faktor basiert auf der Beobachtung, dass Anleger neue Informationen oft nur verzögert verarbeiten. Dadurch entstehen Trends, die sich über einen gewissen Zeitraum fortsetzen können. Gleichzeitig ist Momentum anfällig für plötzliche Trendumkehrungen, etwa in Phasen hoher Marktvolatilität.
In einem Multi-Factor-Portfolio kann Momentum eine sinnvolle Ergänzung zu antizyklischen Faktoren wie Value oder Size sein, da er in trendstarken Marktphasen oft anders abschneidet als diese.
05 · Hintergrund
Der Value-Faktor: Günstige Bewertung als Renditequelle
Der Value-Faktor filtert nach Aktien, die im Verhältnis zu ihren Fundamentaldaten niedrig bewertet sind. Diese Aktien haben langfristig besser abgeschnitten als hoch bewertete Growth-Aktien.
Value-Investing hat eine lange Tradition und gehört zu den am besten erforschten Faktoren. Als Bewertungsmaßstäbe dienen Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis oder die Dividendenrendite. Aktien mit niedrigen Werten gelten als günstig bewertet und werden im Faktor-Portfolio übergewichtet.
Der Value-Faktor hat einen antizyklischen Charakter, weil er nicht den Aktien folgt, die am Markt zuletzt besonders stark nachgefragt oder hoch bewertet wurden. Stattdessen setzt er auf Titel, die in der Gunst der Anleger weniger stehen, aber solide Fundamentaldaten aufweisen.
Niedrig bewertete Value-Unternehmen schneiden im Vergleich zu hoch bewerteten Growth-Aktien langfristig besser ab. Diese Prämie kann jedoch über lange Zeiträume ausbleiben, bevor sie sich wieder zeigt.
Value-Investing hat eine lange Tradition und gehört zu den am besten erforschten Faktoren. Als Bewertungsmaßstäbe dienen Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis oder die Dividendenrendite. Aktien mit niedrigen Werten gelten als günstig bewertet und werden im Faktor-Portfolio übergewichtet.
Der Value-Faktor hat einen antizyklischen Charakter, weil er nicht den Aktien folgt, die am Markt zuletzt besonders stark nachgefragt oder hoch bewertet wurden. Stattdessen setzt er auf Titel, die in der Gunst der Anleger weniger stehen, aber solide Fundamentaldaten aufweisen.
Allerdings kann eine niedrige Bewertung auch ein Hinweis auf fundamentale Probleme sein. Deshalb ist es wichtig, Value nicht isoliert zu betrachten, sondern mit anderen Faktoren wie Quality zu kombinieren, um Unternehmen mit schwachen Fundamentaldaten auszuschließen.
06 · Hintergrund
Small-Caps und der Size-Faktor: Renditechance durch Unternehmensgröße
Der Size-Faktor basiert auf der Erkenntnis, dass kleinere Unternehmen langfristig höhere Renditen erzielt haben als große Konzerne. Diese Prämie entschädigt für zusätzliche Risiken wie höhere Schwankungen und geringere Liquidität.
Bereits in den 1980er-Jahren wiesen Forscher nach, dass börsennotierte Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung über lange Zeiträume höhere Renditen einbrachten als ein marktneutrales Portfolio. Diese sogenannten Small-Caps sind in marktbreiten Indizes oft unterrepräsentiert, da diese nach Marktkapitalisierung gewichten und große Unternehmen automatisch dominieren.
Der Size-Faktor ist antizyklisch, weil er sich bewusst von marktbreiten Indizes entfernt, in denen große Unternehmen besonders stark gewichtet sind. Anleger erhoffen sich eine Prämie dafür, dass kleinere Unternehmen mit zusätzlichen Risiken verbunden sein können, etwa höheren Schwankungen oder geringerer Liquidität.
Kleinere Unternehmen erzielen in der Tendenz eine höhere Rendite als der Gesamtmarkt, schwanken dafür aber oft stärker. Diese Prämie entschädigt für das zusätzliche Risiko.
Bereits in den 1980er-Jahren wiesen Forscher nach, dass börsennotierte Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung über lange Zeiträume höhere Renditen einbrachten als ein marktneutrales Portfolio. Diese sogenannten Small-Caps sind in marktbreiten Indizes oft unterrepräsentiert, da diese nach Marktkapitalisierung gewichten und große Unternehmen automatisch dominieren.
Der Size-Faktor ist antizyklisch, weil er sich bewusst von marktbreiten Indizes entfernt, in denen große Unternehmen besonders stark gewichtet sind. Anleger erhoffen sich eine Prämie dafür, dass kleinere Unternehmen mit zusätzlichen Risiken verbunden sein können, etwa höheren Schwankungen oder geringerer Handelsliquidität.
Für die Umsetzung eignen sich spezielle Small-Cap-ETFs oder Multi-Factor-Produkte, die den Size-Faktor mit anderen Faktoren kombinieren. Eine alleinige Übergewichtung von Small-Caps kann das Portfolio starken Schwankungen aussetzen.
07 · Vergleich
Smart Beta Investing: Factor Investing mit ETFs umsetzen
Smart Beta ist ein Synonym für Factor Investing und bezeichnet börsengehandelte Indexfonds, die nicht nach Marktkapitalisierung, sondern nach Faktoren gewichten. Diese Produkte machen die Strategie für private Anleger zugänglich.
Klassische ETFs bilden den Markt nach Marktkapitalisierung ab und haben sehr niedrige laufende Kosten, oft unter 0,2 Prozent. Smart-Beta-ETFs sind etwas teurer, häufig zwischen 0,2 und 0,5 Prozent laufende Kosten, dafür aber regelbasiert und transparent auf bestimmte Faktoren ausgerichtet.
Smart-Beta-ETFs sind durch die Faktorfilter aktiver als klassische Indexfonds, bleiben aber regelbasiert und transparent. Du kannst damit Factor Investing in einem einzigen Wertpapier umsetzen.
| Klassischer ETF | Smart-Beta-ETF | |
|---|---|---|
| Gewichtung | Nach Marktkapitalisierung, große Unternehmen dominieren | Nach Faktoren wie Value, Size oder Momentum |
| Ziel | Marktrendite abbilden | Überrendite durch Faktorprämien erzielen |
08 · Grundlagen
Überrendite durch Faktorprämien: Das steckt dahinter
Die Faktorprämie ist die erwartete Mehrrendite, die ein Faktor gegenüber dem marktneutralen Portfolio erzielen soll. Sie entschädigt für das systematische Risiko, das mit dem jeweiligen Aktienmerkmal verbunden ist.
Die Faktorprämie ist die erwartete Überrendite eines Faktors gegenüber dem breiten Markt. Sie entschädigt dich für das bewusste Eingehen eines zusätzlichen systematischen Risikos. Dieses Risiko kann zum Beispiel darin bestehen, dass ein bestimmter Anlagestil über längere Zeit hinter dem breiten Markt zurückbleibt.
Die möglichen Gründe für Faktorprämien sind wissenschaftlich umstritten. Sie reichen von verhaltenstheoretischen Annahmen über irrationales Anlegerverhalten bis zu der Idee, dass die Faktoren ein systematisches Risiko einer bestimmten Unternehmensgruppe abbilden. Anleger werden dann durch Überrendite für dieses zusätzliche Risiko belohnt.
Faktorprämien sind keine Garantie und können über lange Zeiträume unterperformen oder ganz verschwinden. Das drückt das Risiko aus, für das die Prämie entsteht.
Kurz erklärt
Faktorprämie
Die erwartete Überrendite eines Faktors gegenüber dem breiten Markt, die Anleger für das bewusste Eingehen eines zusätzlichen systematischen Risikos entschädigt.
Faktorprämien sind keine Garantie. Faktoren können über lange Zeiträume unterperformen oder ganz verschwinden, wenn sich die Marktbedingungen ändern.
09 · Checkliste
Diversifikation mit mehreren Faktoren: Multi-Factor-Investing
Da einzelne Faktoren über lange Zeiträume schwächeln können, ist eine Kombination mehrerer Faktoren sinnvoll. Dabei kommt es darauf an, die Faktoren so zu integrieren, dass sie sich nicht gegenseitig aufheben.
Die einfache Addition mehrerer Einzelfaktor-Fonds kann zu ungewollten Über- oder Untergewichtungen führen.
Integriertes Multi-Factor-Investing verwendet einen einzigen Fonds, der verschiedene Faktoren sinnvoll miteinander verbindet, ohne zu viel Diversifikation aufzugeben. So vermeidest du negative Nebeneffekte, die entstehen können, wenn Faktoren einfach addiert werden.
- Kombiniere Faktoren mit unterschiedlichen Logiken, etwa antizyklisches Value mit prozyklischem Momentum.
- Vermeide die einfache Addition mehrerer Einzelfaktor-Fonds, da sich Faktoren widersprechen können.
- Setze auf integrierte Multi-Factor-Produkte, die verschiedene Faktoren in einem Fonds sinnvoll miteinander verbinden.
- Achte darauf, dass kein einzelner Faktor das Portfolio ungewollt dominiert.
Darauf solltest du beim Multi-Factor-Investing achten
Kombiniere Faktoren mit unterschiedlichen Logiken, etwa antizyklisches Value mit prozyklischem Momentum
Vermeide die einfache Addition mehrerer Einzelfaktor-Fonds, da sich Faktoren widersprechen und ungewollte Über- oder Untergewichtungen entstehen können
Setze auf integrierte Multi-Factor-Produkte, die verschiedene Faktoren in einem Fonds sinnvoll miteinander verbinden
Achte darauf, dass kein einzelner Faktor das Portfolio ungewollt dominiert
Kontrolliere unbeabsichtigte Länder-, Sektor- und Einzeltitelrisiken, die durch Faktorfilter entstehen können
10 · Fehler vermeiden
Risiken und Grenzen von Factor Investing
Factor Investing ist kein Selbstläufer. Die Strategie birgt spezifische Risiken, die du kennen solltest, bevor du Faktor-ETFs in dein Portfolio aufnimmst.
Factor Investing ist kein Selbstläufer. Faktoren können über viele Jahre hinweg eine negative Faktorprämie aufweisen und hinter dem breiten Markt zurückbleiben. Eine Aktie lässt sich zudem nicht sauber einem einzigen Faktor zuordnen, eine günstig bewertete Aktie kann gleichzeitig schwache Fundamentaldaten aufweisen.
Multi-Factor-Portfolios können weniger diversifiziert sein, als der Name vermuten lässt, wenn unbeabsichtigte Sektor- oder Länderkonzentrationen entstehen. Die Portfoliokonstruktion ist entscheidend, ein unsauber umgesetzter Faktor kann die gewünschte Prämie verwässern.
Faktorstrategien können trotz plausibler Idee enttäuschen, wenn unbeabsichtigte Risiken nicht kontrolliert werden. Prüfe deshalb genau, wie ein Faktor-ETF konstruiert ist, bevor du ihn kaufst.
Diese Risiken solltest du kennen
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