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MagazineFinanzenInvestieren Factor Investing Erklärung
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Factor Investing Erklärung: So holst du das Beste aus deinem Depot

Factor Investing klingt nach komplizierter Wissenschaft, ist aber im Kern ein cleveres Prinzip: Du kaufst gezielt Aktien mit bestimmten Eigenschaften, die historisch besonders gute Renditen lieferten. Wir erklären dir, wie das funktioniert und worauf du achten musst.

FaktorenETF StrategieRisiko
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Es ist eine Ergänzung, kein Ersatz für ein breites Basisportfolio.
Wie funktioniert es?
Gezielt kaufen.
Du gewichtest Aktien nach Merkmalen wie Wert oder Qualität.
Ist es riskant?
Anders, nicht mehr.
Das Risiko verschiebt sich, es ist nicht automatisch höher.
Lohnt es sich?
Historisch ja.
Faktoren erklären Renditeunterschiede über lange Zeiträume.

Warum dich das Thema betrifft, auch wenn du nur einen ETF besparst

Du besparst vermutlich einen breiten Welt-ETF, zum Beispiel auf den MSCI World oder den FTSE All-World. Das ist eine solide Basis, keine Frage. Aber hast du dich schon einmal gefragt, warum manche Aktien in diesem Korb über Jahre hinweg besser laufen als andere? Es liegt nicht nur am Zufall oder an einzelnen Unternehmen, sondern oft an systematischen Mustern, die man Faktoren nennt.

Diese Muster betreffen dich direkt, denn sie bestimmen einen großen Teil deiner Rendite. Wenn du nur einen Markt-ETF kaufst, bildest du im Grunde den Durchschnitt aller Anleger ab. Du bekommst die Marktrendite, aber du lässt Renditechancen liegen, die durch gezielte Gewichtung entstehen könnten. Genau hier setzt Factor Investing an.

Stell dir vor, du gehst in ein Restaurant und bestellst immer das Tagesmenü. Das ist bequem und meist gut. Factor Investing wäre, als würdest du gezielt die Gerichte auswählen, die der Küchenchef besonders gut kann. Du übernimmst mehr Verantwortung, kannst aber auch gezielter profitieren.

Das Schöne ist: Du musst kein Aktienprofi sein, um von dieser Idee zu profitieren. Es gibt inzwischen viele einfach aufgebaute Fonds, die diese Strategien für dich umsetzen. Du musst nur verstehen, worauf du dich einlässt, und das bekommst du hier an die Hand.

Am Ende geht es nicht darum, dich zu überreden, sondern dir eine informierte Entscheidung zu ermöglichen. Du sollst wissen, welche Stellschrauben es gibt, bevor du dein hart verdientes Geld investierst. Denn Wissen ist der beste Schutz vor bösen Überraschungen.

~50 Jahre
Forschung zu Faktoren an den Kapitalmärkten
5 etablierte
Faktoren: Value, Size, Momentum, Quality, Low Volatility
1 von 3
Anleger:innen nutzen laut Umfragen bereits Faktor-ETFs

Die Grundlagen: Was ist ein Faktor überhaupt?

Ein Faktor ist im Kern eine messbare Eigenschaft, die viele Aktien gemeinsam haben. Denk an Eigenschaften wie 'günstig bewertet sein' oder 'stabile Gewinne erzielen'. Forscher haben herausgefunden, dass Aktien mit bestimmten gemeinsamen Eigenschaften über lange Zeiträume hinweg eine höhere Rendite erzielt haben als der Gesamtmarkt.

Diese Erkenntnis ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren begannen Wissenschaftler wie Eugene Fama und Kenneth French, diese Muster systematisch zu untersuchen. Sie wollten verstehen, warum manche Aktien dauerhaft besser abschneiden. Das Ergebnis war die Entdeckung der ersten Faktoren, die bis heute als die wichtigsten gelten.

Wichtig ist dir zu verstehen: Ein Faktor ist keine Garantie für die Zukunft. Es ist eine statistische Beobachtung aus der Vergangenheit. Es gibt Phasen, in denen ein Faktor über Jahre hinweg schlechter läuft als der Markt. Das ist normal und gehört zum System dazu, auch wenn es unangenehm sein kann.

Stell dir Faktoren wie verschiedene Spielstile im Fußball vor. Manche Teams setzen auf Ballbesitz, andere auf Konter. Kein Stil ist immer erfolgreich, aber über viele Spiele und Saisons hinweg haben bestimmte Stile statistisch bessere Ergebnisse erzielt. Ähnlich ist es mit Faktoren an der Börse.

Für dich als Anleger bedeutet das: Du kannst dein Portfolio nicht nur nach Regionen oder Branchen aufteilen, sondern auch nach diesen Eigenschaften. Das ist eine zusätzliche Ebene der Diversifikation, die viele Anleger bisher nicht nutzen.

Die wichtigsten Faktoren im Überblick: Value, Size, Momentum, Quality und Low Volatility

Der bekannteste Faktor ist Value, also der Wert-Faktor. Er besagt, dass Aktien, die im Verhältnis zu ihrem fundamentalen Wert günstig erscheinen, langfristig besser abschneiden. Gemessen wird das zum Beispiel am Kurs-Gewinn-Verhältnis oder am Kurs-Buchwert-Verhältnis. Du kaufst also Aktien, die der Markt aktuell unterbewertet.

Der Size-Faktor, auch Größen-Faktor genannt, bezieht sich auf die Marktkapitalisierung. Historisch gesehen haben kleinere Unternehmen (Small Caps) eine höhere Rendite erzielt als große Konzerne. Das liegt unter anderem daran, dass sie riskanter sind und ein höheres Wachstumspotenzial haben. Dieses Risiko wird mit einer höheren Rendite belohnt.

Der Momentum-Faktor ist etwas dynamischer. Er besagt, dass Aktien, die in der Vergangenheit gut gelaufen sind, dies auch in der nahen Zukunft tendenziell fortsetzen. Das klingt nach Hypes, ist aber ein statistisch gut belegtes Phänomen. Anleger kaufen hier also Aktien mit starkem Kursmomentum.

Der Quality-Faktor konzentriert sich auf Unternehmen mit soliden Bilanzen, hoher Profitabilität und stabilen Gewinnen. Diese Unternehmen sind oft weniger spektakulär, aber dafür verlässlicher. Der Faktor zielt darauf ab, in Qualitätsunternehmen zu investieren, die weniger anfällig für Krisen sind.

Der fünfte etablierte Faktor ist Low Volatility, also geringe Schwankung. Die Idee klingt paradox: Aktien mit geringer Schwankung sollen eine höhere Rendite liefern als riskantere. Das widerspricht der klassischen Theorie, ist aber empirisch gut belegt. Anleger setzen hier auf ruhigere, defensivere Werte.

So funktioniert Factor Investing in der Praxis mit ETFs

Du musst keine einzelnen Aktien analysieren, um in Faktoren zu investieren. Das übernehmen Fondsmanager für dich. Es gibt spezielle ETFs, die genau diese Faktoren abbilden. Ein Value-ETF kauft zum Beispiel automatisch die Aktien, die nach bestimmten Kriterien als günstig gelten.

Diese ETFs funktionieren nach festen Regeln. Sie folgen einem Index, der die Auswahl der Aktien nicht dem Zufall überlässt. Der Indexanbieter definiert, welche Kriterien erfüllt sein müssen, und der ETF bildet diesen Korb dann nach. Das macht das Ganze transparent und nachvollziehbar.

Du kannst zwischen verschiedenen Ausführungen wählen. Es gibt ETFs, die nur einen einzigen Faktor abbilden, zum Beispiel nur Value oder nur Momentum. Es gibt aber auch Multifaktor-ETFs, die mehrere Faktoren gleichzeitig kombinieren. Diese sind oft etwas breiter aufgestellt und gelten als weniger schwankungsanfällig.

Der Kauf funktioniert genauso wie bei einem normalen ETF. Du kannst ihn über dein Depot an der Börse handeln, sparst damit und profitierst von der breiten Streuung. Der Unterschied liegt allein in der Auswahl der Aktien, die im Fonds enthalten sind.

Wichtig ist dir zu wissen: Ein Faktor-ETF ist kein Ersatz für deinen bestehenden Welt-ETF, sondern eine Ergänzung. Du kannst zum Beispiel rund 80 Prozent in deinen Basis-ETF stecken und rund 20 Prozent in einen Faktor-ETF. So bleibst du breit aufgestellt und setzt gleichzeitig gezielt auf bestimmte Muster.

Kosten und Gebühren: Was Faktor-ETFs wirklich kosten

Kosten sind ein entscheidender Faktor bei der Geldanlage, und bei Faktor-ETFs gibt es einige Besonderheiten. Grundsätzlich gilt: Faktor-ETFs sind etwas teurer als klassische Markt-ETFs. Das liegt daran, dass die zugrunde liegenden Indizes komplexer sind und mehr Berechnungsaufwand erfordern.

Die laufenden Kosten, die du als Gesamtkostenquote (TER) kennst, liegen bei Faktor-ETFs in der Regel etwas höher. Während ein einfacher Welt-ETF oft sehr günstig ist, musst du bei Faktor-ETFs mit etwas höheren Gebühren rechnen. Diese sind aber immer noch deutlich niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds.

Zusätzlich zu den laufenden Kosten gibt es die Transaktionskosten im Fonds. Da Faktor-ETFs ihre Bestände regelmäßig anpassen müssen, um die Kriterien zu erfüllen, entstehen höhere Handelskosten. Diese sind in der TER nicht immer vollständig enthalten, schmälern aber die Rendite.

Du solltest beim Vergleich nicht nur auf die reine TER schauen, sondern auch auf die Tracking-Differenz. Diese zeigt, wie gut der ETF seinen Index tatsächlich nachbildet. Ein etwas teurerer ETF kann am Ende günstiger sein, wenn er den Index besser abbildet und weniger Rendite verliert.

Unser Rat: Achte auf die Gesamtkosten, aber lass dich nicht von ein paar Basispunkten abschrecken. Ein gut konstruierter Faktor-ETF kann die höheren Kosten durch eine bessere Rendite mehr als ausgleichen. Entscheidend ist, dass du die Kosten verstehst und sie in deine Renditeerwartung einpreist.

Worauf du bei der Auswahl unbedingt achten solltest

Der Markt für Faktor-ETFs ist unübersichtlich, und nicht jeder Fonds ist gleich gut konstruiert. Achte zunächst auf die Definition des Faktors. Es gibt nicht den einen Value-Index, sondern viele verschiedene. Manche nutzen das Kurs-Gewinn-Verhältnis, andere das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Die Zusammensetzung kann stark variieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anzahl der Aktien im Fonds. Ein Faktor-ETF mit nur 20 Aktien ist sehr konzentriert und damit riskanter. Ein Fonds mit mehreren hundert Aktien ist breiter gestreut und reduziert das Klumpenrisiko. Für Einsteiger sind breiter aufgestellte Fonds oft die bessere Wahl.

Prüfe auch, wie lange der Fonds bereits existiert und wie er sich in verschiedenen Marktphasen geschlagen hat. Ein Fonds, der erst seit wenigen Jahren besteht, hat noch keine Bewährungsprobe in einem echten Bärenmarkt durchlaufen. Die historische Wertentwicklung ist zwar kein Indikator für die Zukunft, aber sie gibt dir ein Gefühl für das Verhalten.

Achte auf die Währung und die Absicherungsstrategie. Viele Faktor-ETFs sind in US-Dollar aufgelegt, was für dich als Euro-Anleger ein Währungsrisiko bedeutet. Es gibt auch währungsgesicherte Varianten, die aber oft etwas teurer sind. Überlege, ob du dieses Risiko eingehen willst oder nicht.

Und schließlich: Lies das Factsheet und den Jahresbericht des Fonds. Dort findest du alle wichtigen Informationen zur Strategie, zu den Kosten und zur Zusammensetzung. Nimm dir die Zeit, diese Dokumente zu studieren, bevor du investierst. Das ist der beste Schutz vor bösen Überraschungen.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der größte Fehler ist, Faktor-ETFs zu kaufen, ohne die zugrunde liegende Strategie zu verstehen. Viele Anleger sehen nur den Begriff 'Value' oder 'Momentum' und denken, das sei ein Selbstläufer. Wenn der Faktor dann mal schlechter läuft, verkaufen sie in Panik und realisieren genau die Verluste, die sie vermeiden wollten.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das ständige Umschichten. Du kaufst einen Value-ETF, und wenn der Momentum-ETF gerade besser läuft, wechselst du. Das ist fatal, denn Faktoren wirken über lange Zeiträume. Wer ständig hin- und herwechselt, zahlt Gebühren und verpasst die Erholungsphasen.

Viele Anleger unterschätzen auch die Bedeutung der Geduld. Faktor-Strategien können über Jahre hinweg hinter dem Markt zurückbleiben. Wer das nicht aushält, wird die langfristige Mehrrendite nie ernten. Du musst also bereit sein, auch mal eine Durststrecke durchzustehen.

Ein weiterer Fehler ist die Übergewichtung. Wenn du dein ganzes Portfolio in Faktor-ETFs steckst, gehst du ein hohes Risiko ein. Faktor-ETFs sind konzentrierter als breite Markt-ETFs. Eine Beimischung von 10 bis rund 30 Prozent ist sinnvoll, aber nicht mehr. Diversifikation bleibt das oberste Gebot.

Und schließlich: Höre nicht auf heiße Tipps aus Internetforen. Faktor Investing ist eine wissenschaftlich fundierte Strategie, aber kein Garant für Gewinne. Vertraue auf seriöse Quellen und dein eigenes Verständnis, nicht auf vermeintliche Experten, die schnelle Renditen versprechen.

Dein konkreter Fahrplan: So setzt du Factor Investing Schritt für Schritt um

Bevor du irgendetwas kaufst, solltest du deine Risikobereitschaft ehrlich einschätzen. Faktor-ETFs schwanken stärker als breite Indizes. Wenn du nachts schlecht schläfst, wenn dein Depot um rund 20 Prozent fällt, dann sind Faktor-ETFs vielleicht nicht das Richtige für dich. Sei ehrlich zu dir selbst.

Im zweiten Schritt entscheidest du dich für einen oder mehrere Faktoren. Für Einsteiger empfehlen sich Multifaktor-ETFs, die Value, Quality und Momentum kombinieren. Diese sind breiter aufgestellt und weniger anfällig für die Schwächephase eines einzelnen Faktors. Du musst dich nicht auf eine Eigenschaft festlegen.

Dann wählst du konkrete ETFs aus. Vergleiche die Kosten, die Anzahl der Aktien und die Faktor-Definition. Achte darauf, dass der Fonds eine ausreichende Größe hat, damit er liquide ist und du ihn jederzeit handeln kannst. Ein Fondsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro ist ein gutes Zeichen.

Jetzt legst du den Sparplan fest. Du kannst Faktor-ETFs genauso besparen wie normale ETFs, zum Beispiel monatlich mit einem festen Betrag. Das ist bequem und glättet den Einstiegskurs über die Zeit. Du musst nicht den perfekten Zeitpunkt finden, sondern einfach regelmäßig investieren.

Und schließlich: Überwache dein Portfolio, aber nicht zu oft. Ein Blick pro Quartal reicht völlig aus. Prüfe, ob die Strategie noch zu deiner Lebenssituation passt, und lasse dich nicht von kurzfristigen Schwankungen verrückt machen. Factor Investing ist ein Marathon, kein Sprint.

Für wen sich Factor Investing wirklich lohnt und für wen nicht

Factor Investing lohnt sich vor allem für Anleger, die langfristig denken und einen langen Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren haben. Nur über lange Zeiträume können sich die statistischen Vorteile der Faktoren entfalten. Wer kurzfristig Geld anlegen muss, ist mit klassischen Anlagen besser beraten.

Es lohnt sich auch für Anleger, die bereits ein solides Basisportfolio haben und dieses gezielt erweitern möchten. Wenn du schon einen breiten Welt-ETF besparst und nun eine zusätzliche Renditechance nutzen willst, sind Faktor-ETFs eine sinnvolle Ergänzung. Sie sollten aber nie die Basis ersetzen.

Nicht geeignet ist Factor Investing für Anleger, die keine Schwankungen ertragen können. Faktor-ETFs können in bestimmten Phasen deutlich stärker fallen als der Gesamtmarkt. Wer dann verkauft, macht genau den Fehler, der die Rendite vernichtet. Emotionale Stabilität ist hier entscheidend.

Auch für Anleger, die sich nicht mit ihrem Portfolio beschäftigen wollen, ist es weniger geeignet. Du musst zumindest grundlegend verstehen, was du kaufst und warum. Das bedeutet nicht, dass du täglich Kurse checken musst, aber du solltest die Strategie verinnerlicht haben.

Zusammengefasst: Factor Investing ist ein mächtiges Werkzeug für informierte, geduldige Anleger. Es ist kein Wundermittel, aber eine wissenschaftlich fundierte Methode, um die Renditechancen zu erhöhen. Wenn du bereit bist, dich damit auseinanderzusetzen, kann es eine wertvolle Ergänzung deines Depots sein.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kennst du den Unterschied zwischen einem breiten Index und einem Faktor-ETF?
Kannst du es aushalten, wenn dein Fonds mal jahrelang hinterherhinkt?
Ist dir bewusst, dass Faktor-Strategien in manchen Phasen stark abweichen?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ein normaler ETF bildet einen breiten Markt ab, wie zum Beispiel den MSCI World. Er enthält alle Aktien nach Marktkapitalisierung gewichtet. Ein Faktor-ETF wählt nur Aktien aus, die bestimmte Eigenschaften erfüllen, wie zum Beispiel günstig bewertet zu sein oder ein starkes Momentum zu haben.

Nicht unbedingt riskanter, aber anders. Das Risiko ist konzentrierter auf eine bestimmte Eigenschaft. In Phasen, in denen dieser Faktor schlecht läuft, kann der Fonds stärker fallen als der Markt. Dafür bietet er in anderen Phasen die Chance auf eine höhere Rendite.

Nein, eine Garantie gibt es nicht. Die Mehrrendite ist eine statistische Beobachtung aus der Vergangenheit. Es gibt keine Sicherheit, dass sich diese Muster in der Zukunft fortsetzen. Du gehst ein Risiko ein, das historisch belohnt wurde, aber es ist keine Garantie.

Als Faustregel gilt eine Beimischung von 10 bis rund 30 Prozent deines Aktienportfolios. Der Großteil sollte in einem breiten Markt-ETF bleiben, um das Klumpenrisiko zu reduzieren. Die genaue Höhe hängt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab.

Nein, du kannst Faktor-ETFs in jedem normalen Depot kaufen. Sie werden wie andere ETFs auch an der Börse gehandelt. Du benötigst lediglich ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker, das du ohnehin schon für deine anderen Investments nutzt.

Für Einsteiger empfehlen sich Multifaktor-ETFs, die mehrere Faktoren wie Value, Quality und Momentum kombinieren. Diese sind breiter aufgestellt und weniger anfällig für die Schwächephase eines einzelnen Faktors. Sie bieten eine ausgewogenere Risiko-Rendite-Struktur.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.