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FinanzbildungInvestieren11 Min.

ESG ETF sinnvoll: Der ehrliche Nutzen-Check für dein Portfolio

Du willst nachhaltig investieren, aber dich nicht mit komplizierten Begriffen herumschlagen? Wir erklären dir, ob ESG ETFs wirklich etwas bringen, wo die versteckten Haken liegen und wie du den passenden Fonds für dich findest.

NachhaltigkeitETF-GrundlagenGeldanlage
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Es ist eine persönliche Entscheidung, ob du Nachhaltigkeit mit Rendite verbinden willst.
Bringt das Rendite?
Ähnlich wie andere.
Die Wertentwicklung hängt vom Index ab, nicht vom Nachhaltigkeits-Label.
Ist das grün?
Kommt darauf an.
Die Kriterien unterscheiden sich stark, ein Blick ins Kleingedruckte lohnt sich.

Warum dich das Thema ESG ETF direkt betrifft

Vielleicht hast du schon einmal von nachhaltigen Geldanlagen gehört und dich gefragt, ob das etwas für dich ist. Die gute Nachricht: Du bist damit nicht allein. Immer mehr Menschen in Deutschland möchten ihr Geld nicht mehr in Unternehmen stecken, die die Umwelt verschmutzen oder fragwürdige Geschäftspraktiken haben. Gleichzeitig willst du natürlich trotzdem eine vernünftige Rendite für deine Altersvorsorge oder andere Ziele erzielen.

Der Begriff ESG steht für Environmental, Social und Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Ein ESG ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der nur in Unternehmen investiert, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Das klingt erst einmal gut, aber du musst verstehen, dass es hier um mehr geht als nur um ein grünes Gewissen. Es geht um die Frage, wie du dein Geld anlegst und welche Zukunft du damit unterstützt.

Für dich als Anleger:in bedeutet das konkret: Du hast die Wahl. Du kannst in einen klassischen Welt-ETF investieren, der den gesamten Markt abbildet, oder du wählst einen ESG ETF, der bestimmte Unternehmen ausschließt oder bevorzugt. Diese Entscheidung hat Auswirkungen auf dein Portfolio, aber auch auf die Unternehmen, die Kapital erhalten. Deine Geldanlage ist also kein neutraler Akt, sondern eine Entscheidung mit Wirkung.

Bevor du dich für einen ESG ETF entscheidest, solltest du dir über deine eigenen Prioritäten klar werden. Willst du einfach nur ein gutes Gefühl haben oder legst du Wert auf strenge Kriterien? Die Bandbreite an nachhaltigen Fonds ist riesig und nicht jeder Fonds, der sich nachhaltig nennt, ist es auch. Deshalb ist es wichtig, dass du dich informierst und verstehst, worauf du dich einlässt.

Jede:r 3.
Anleger:in in Deutschland findet Nachhaltigkeit wichtig.
Über 1.000
ESG ETFs sind allein in Europa verfügbar.
0,20 % p.a.
Kann ein günstiger ESG ETF als laufende Kosten haben.

Die Grundlagen: Was ist ein ETF und was bedeutet ESG?

Bevor wir in die Details gehen, klären wir die Basics. Ein ETF, das ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund, ist ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird. Er bildet einen Index nach, zum Beispiel den DAX oder den MSCI World. Das bedeutet, du kaufst mit einem einzigen ETF ein ganzes Bündel an Aktien und profitierst so von der Wertentwicklung vieler Unternehmen gleichzeitig. Das ist eine einfache und kostengünstige Art zu investieren.

Der Zusatz ESG kennzeichnet nun die Nachhaltigkeitskriterien. E steht für Environment, also Umwelt. Hier wird geprüft, wie ein Unternehmen mit Ressourcen umgeht, ob es CO2 ausstößt oder ob es Umweltrisiken managt. S steht für Social, also Soziales. Das umfasst Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und den Umgang mit Mitarbeitenden und der Gesellschaft. G steht für Governance, also Unternehmensführung. Hier geht es um Korruptionsbekämpfung, Transparenz und die Zusammensetzung des Vorstands.

Ein ESG ETF kombiniert diese beiden Konzepte. Er bildet einen Index nach, der nur aus Unternehmen besteht, die diese Kriterien erfüllen. Das kann auf verschiedene Weise passieren. Manche Indizes schließen einfach Unternehmen aus, die in kontroversen Geschäftsfeldern wie Waffen oder Kohle tätig sind. Andere Indizes gewichten Unternehmen höher, die besonders gute ESG-Bewertungen haben. Wieder andere setzen auf einen Best-in-Class-Ansatz, bei dem die besten Unternehmen jeder Branche ausgewählt werden.

Wichtig ist, dass ESG nicht gleichbedeutend mit Öko oder Bio ist. Es ist ein Sammelbegriff für verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte. Ein Unternehmen kann gute Umweltwerte haben, aber schlechte Arbeitsbedingungen. Ein anderes Unternehmen kann sehr sozial sein, aber eine fragwürdige Unternehmensführung haben. Der ESG-Ansatz versucht, all diese Aspekte zu berücksichtigen und eine Gesamtbewertung zu erstellen.

So funktioniert ein ESG ETF im Detail

Du fragst dich vielleicht, wie ein ESG ETF konkret aufgebaut ist. Stell dir vor, du möchtest in den weltweiten Aktienmarkt investieren. Ein klassischer Welt-ETF wie auf den MSCI World bildet die größten Unternehmen der Welt ab. Ein ESG ETF auf den MSCI World SRI macht im Prinzip das Gleiche, aber mit einem Filter. Dieser Filter sorgt dafür, dass bestimmte Unternehmen nicht im Index enthalten sind.

Die Filter können sehr unterschiedlich sein. Ein häufiger Ansatz ist der Ausschluss von Unternehmen, die in kontroversen Waffen, Kohle oder Tabak tätig sind. Das ist der einfachste Weg. Ein anderer Ansatz ist die Integration von ESG-Kriterien in die Gewichtung. Das bedeutet, Unternehmen mit guten ESG-Bewertungen bekommen ein höheres Gewicht im Index, während Unternehmen mit schlechten Bewertungen weniger Gewicht bekommen. So wird das Portfolio automatisch nachhaltiger.

Es gibt auch Indizes, die einen sogenannten Best-in-Class-Ansatz verfolgen. Hier werden aus jeder Branche die Unternehmen ausgewählt, die die besten ESG-Bewertungen haben. Das hat den Vorteil, dass die Branchenvielfalt erhalten bleibt. Du investierst also nicht nur in Technologie- und Gesundheitsunternehmen, sondern auch in Industrie- oder Konsumgüterunternehmen, die aber jeweils die Nase vorn haben, was Nachhaltigkeit angeht.

Der Fondsanbieter, zum Beispiel iShares, Xtrackers oder Amundi, kauft dann die Aktien dieser Unternehmen und bündelt sie in einem Fonds. Du kannst diesen Fonds wie eine normale Aktie an der Börse kaufen und verkaufen. Die Wertentwicklung hängt von der Entwicklung der enthaltenen Unternehmen ab. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein ESG ETF nicht automatisch besser oder schlechter performt als ein klassischer ETF. Es ist einfach eine andere Auswahl an Unternehmen.

Kosten und Gebühren: Was du wirklich zahlst

Ein wichtiger Punkt bei jeder Geldanlage sind die Kosten. Bei ETFs gibt es die laufenden Kosten, die als Gesamtkostenquote oder TER bezeichnet werden. Diese wird jährlich vom Fondsvermögen abgezogen und deckt die Verwaltung des Fonds ab. Bei klassischen ETFs liegt die TER oft unter 0,20 Prozent pro Jahr. Bei ESG ETFs kann sie etwas höher sein, weil die Nachhaltigkeitsanalyse aufwendiger ist. Du solltest aber darauf achten, dass du nicht viel mehr als 0,30 bis rund 0,40 Prozent pro Jahr zahlst.

Zusätzlich zur TER gibt es noch die Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf des ETFs anfallen. Diese zahlst du an deine Bank oder deinen Broker. Die Höhe hängt von deinem Anbieter ab. Viele Neobroker bieten mittlerweile kostenlose ETF-Sparpläne an, bei denen du keine Kaufgebühr zahlst. Das ist besonders für den Einstieg interessant, weil du so schon mit kleinen Beträgen monatlich investieren kannst.

Ein weiterer Kostenpunkt kann der Spread sein, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Dieser ist bei ETFs mit hohem Handelsvolumen in der Regel gering. Bei spezielleren ESG ETFs, die vielleicht weniger gehandelt werden, kann der Spread etwas höher sein. Das solltest du im Hinterkopf behalten, wenn du größere Beträge auf einmal investierst. Bei einem Sparplan ist der Spread meist vernachlässigbar.

Vergiss nicht, dass Kosten ein wichtiger Faktor für deine Rendite sind. Auch wenn der Unterschied zwischen 0,20 und 0,40 Prozent pro Jahr klein aussieht, macht er sich über einen langen Anlagezeitraum bemerkbar. Deshalb solltest du nicht nur auf die Nachhaltigkeit achten, sondern auch auf die Kostenstruktur des ETFs. Ein teurer ETF ist nicht automatisch besser, nur weil er nachhaltiger ist.

Worauf du bei der Auswahl unbedingt achten solltest

Die Auswahl an ESG ETFs ist riesig, und nicht jeder Fonds ist gleich. Du solltest dir daher vor dem Kauf einige Fragen stellen. Zuerst: Welcher Index liegt dem ETF zugrunde? Der Index bestimmt, welche Unternehmen im Fonds enthalten sind. Schau dir an, welche Kriterien der Index anwendet. Schließt er nur Waffen und Kohle aus oder geht er weiter? Bevorzugt er Unternehmen mit besonders guten ESG-Bewertungen?

Ein wichtiger Punkt ist die Frage, ob der ETF physisch oder synthetisch ist. Bei einem physischen ETF kauft der Fonds die Aktien tatsächlich. Bei einem synthetischen ETF bildet er die Wertentwicklung über Tauschgeschäfte ab. Für die Nachhaltigkeit ist das nicht unbedingt entscheidend, aber es kann für dich als Anleger:in relevant sein, weil du bei einem synthetischen ETF nicht direkt an den Unternehmen beteiligt bist. Die meisten ESG ETFs sind physisch.

Achte auch auf die Größe des Fonds und das Handelsvolumen. Ein großer Fonds mit hohem Handelsvolumen ist in der Regel liquider, was bedeutet, dass du ihn leichter kaufen und verkaufen kannst. Außerdem ist die Gefahr geringer, dass der Fonds aufgelöst wird. Ein Fonds mit einem Volumen von mehreren hundert Millionen Euro ist in der Regel eine solide Wahl. Du solltest auch auf das Fondsdomizil achten, also wo der Fonds aufgelegt wurde. Irland und Luxemburg sind übliche Standorte.

Letztlich ist die wichtigste Frage: Passt der ETF zu deinen persönlichen Werten? Schau dir die Top-Positionen des Fonds an. Sind Unternehmen dabei, die du nicht unterstützen möchtest? Viele Fondsanbieter veröffentlichen die vollständige Liste der enthaltenen Unternehmen. Nimm dir die Zeit und schau sie dir an. Nur so kannst du sicher sein, dass dein Geld wirklich in die Richtung fließt, die du dir vorstellst.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, einfach den ersten ESG ETF zu kaufen, den man findet, ohne die Kriterien zu prüfen. Viele Fonds nennen sich nachhaltig, aber die Ausschlusskriterien sind sehr lasch. Du solltest immer ins Factsheet oder den Jahresbericht schauen, um zu sehen, welche Unternehmen tatsächlich enthalten sind. Sonst kann es passieren, dass du in Unternehmen investierst, die du eigentlich ablehnst.

Ein weiterer Fehler ist, sich von Marketing-Begriffen wie grün oder klimaneutral blenden zu lassen. Diese Begriffe sind nicht geschützt und können irreführend sein. Achte lieber auf konkrete Kriterien und Zahlen. Frage dich: Was bedeutet klimaneutral in diesem Zusammenhang? Oft werden nur die eigenen Emissionen betrachtet, nicht die der gesamten Lieferkette. Sei also skeptisch und hinterfrage die Versprechen.

Viele Anleger:innen machen auch den Fehler, zu stark zu diversifizieren. Sie kaufen mehrere ESG ETFs, die sich aber stark überschneiden. Das erhöht die Kosten, ohne den Nutzen zu steigern. Ein einziger guter ESG Welt-ETF reicht oft aus, um global und nachhaltig investiert zu sein. Du kannst dir dann überlegen, ob du noch einen spezielleren Fonds für einen bestimmten Bereich, wie erneuerbare Energien, hinzufügen möchtest.

Der größte Fehler ist vielleicht, wegen der Nachhaltigkeit die Rendite zu vernachlässigen. Ein ESG ETF ist kein Selbstläufer. Du solltest trotzdem auf die langfristige Wertentwicklung achten und den Fonds regelmäßig überprüfen. Es kann sein, dass ein ESG ETF in manchen Jahren hinter dem klassischen Index zurückbleibt. Das ist normal und sollte dich nicht dazu verleiten, vorschnell zu verkaufen. Bleib diszipliniert und denke langfristig.

Konkrete nächste Schritte: So legst du los

Du hast dich entschieden, dass ein ESG ETF für dich sinnvoll sein könnte. Wie gehst du jetzt konkret vor? Der erste Schritt ist, ein Depot zu eröffnen, falls du noch keins hast. Das geht online bei vielen Banken und Brokern. Achte auf die Kosten für den Sparplan und die Verfügbarkeit von ESG ETFs. Viele Neobroker bieten eine große Auswahl an nachhaltigen ETFs an.

Der zweite Schritt ist die Auswahl des passenden ETFs. Orientiere dich an den Kriterien, die wir besprochen haben. Ein guter Ausgangspunkt ist ein ETF auf einen nachhaltigen Weltindex wie den MSCI World SRI oder den FTSE4Good. Diese Indizes bilden die größten Unternehmen der Welt ab, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Du kannst die Wertentwicklung und die Kosten verschiedener ETFs auf Vergleichsportalen wie JustETF oder extraETF vergleichen.

Der dritte Schritt ist die Einrichtung eines Sparplans. Du legst fest, wie viel Geld du monatlich investieren möchtest. Schon mit rund 50 Euro im Monat kannst du starten. Der Sparplan kauft dann automatisch Anteile des ETFs. Das ist eine bequeme Art, regelmäßig zu investieren und vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Du musst dich nicht um den richtigen Einstiegszeitpunkt kümmern, weil du über den Sparplan den Durchschnittspreis zahlst.

Der vierte Schritt ist Geduld. Lege den Sparplan am besten für einen langen Zeitraum an, mindestens zehn Jahre. Überprüfe dein Investment einmal im Jahr und schau, ob der ETF noch zu deinen Werten passt. Wenn sich deine Lebensumstände ändern, kannst du den Sparplan anpassen. Wichtig ist, dass du nicht bei jeder Marktschwankung nervös wirst. Ein ETF ist ein Langfristinvestment, und die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du einfach investiert bleibst.

ESG ETF im Vergleich: Nachhaltigkeit vs. Rendite

Die Frage, ob ein ESG ETF sinnvoll ist, hängt auch von deiner Erwartung an die Rendite ab. Es gibt Studien, die zeigen, dass nachhaltige Fonds in der Vergangenheit ähnlich gut abgeschnitten haben wie klassische Fonds. Das liegt daran, dass Unternehmen mit guten ESG-Bewertungen oft besser gemanagt sind und weniger Risiken eingehen. Sie sind zum Beispiel besser auf Klimarisiken vorbereitet oder haben weniger Skandale.

Allerdings gibt es keine Garantie, dass das auch in Zukunft so ist. Ein ESG ETF kann in bestimmten Marktphasen hinterherhinken. Wenn zum Beispiel Öl- und Gasaktien stark steigen, wird ein ESG ETF, der diese Unternehmen ausschließt, weniger profitieren. Das ist der Preis für die Nachhaltigkeit. Du musst also abwägen, ob dir die Nachhaltigkeit wichtiger ist als die Chance auf eine etwas höhere Rendite.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass ESG nicht gleichbedeutend mit Impact Investing ist. Ein ESG ETF versucht, Risiken zu minimieren und nachhaltige Unternehmen zu bevorzugen. Er versucht aber nicht unbedingt, aktiv die Welt zu verändern. Wenn du einen echten Impact erzielen möchtest, müsstest du in spezielle Fonds investieren, die zum Beispiel in erneuerbare Energien oder soziale Projekte investieren. Diese sind aber oft teurer und riskanter.

Für die meisten Anleger:innen ist ein ESG ETF ein guter Kompromiss. Du erhältst eine breite Diversifikation, eine solide Renditechance und kannst gleichzeitig ein gutes Gewissen haben. Du musst dir nur darüber im Klaren sein, dass du nicht das eine gegen das andere ausspielen kannst. Es ist eine Frage der Prioritäten. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, dann ist ein ESG ETF eine sinnvolle Wahl.

Dein Fahrplan für ein nachhaltiges Portfolio

Jetzt hast du alle Informationen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Der wichtigste Schritt ist, dass du überhaupt anfängst zu investieren. Viele Menschen warten zu lange und verpassen so den Zinseszinseffekt. Ein ESG ETF ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, in den Aktienmarkt einzusteigen und gleichzeitig deine Werte zu berücksichtigen.

Beginne mit einem kleinen Betrag, den du regelmäßig investierst. Du musst nicht sofort alles richtig machen. Wichtig ist, dass du den Sparplan einrichtest und dann dabei bleibst. Du kannst deinen Plan später anpassen, wenn du mehr Erfahrung hast oder sich deine finanzielle Situation ändert. Das Wichtigste ist, dass du den ersten Schritt machst.

Informiere dich regelmäßig über deine Geldanlage. Lies Nachrichten, verfolge die Entwicklung deines ETFs und scheue dich nicht, Fragen zu stellen. Es gibt viele gute Ressourcen im Internet, die dir helfen, dein Wissen zu erweitern. Je mehr du weißt, desto besser kannst du Entscheidungen treffen, die zu dir passen.

Denke daran, dass Geldanlage immer mit Risiken verbunden ist. Ein ETF kann im Wert schwanken, und du kannst Geld verlieren. Deshalb solltest du nur Geld investieren, das du langfristig nicht benötigst. Mit einem langen Anlagehorizont und einem breit gestreuten ESG ETF bist du aber auf einem guten Weg, deine finanziellen Ziele zu erreichen und gleichzeitig einen positiven Beitrag zu leisten.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Ist dir Umweltschutz wichtiger als maximale Rendite?
Kannst du auf Rüstungs- oder Tabakaktien verzichten?
Willst du dein Geld aktiv in eine nachhaltigere Wirtschaft lenken?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

ESG steht für Environmental, Social und Governance. Es sind Kriterien, die bewerten, wie nachhaltig ein Unternehmen wirtschaftet. Ein ESG ETF bildet einen Index ab, der nur Unternehmen enthält, die diese Kriterien erfüllen.

Die laufenden Kosten können etwas höher sein, weil die Nachhaltigkeitsanalyse aufwendiger ist. Der Unterschied ist aber oft gering. Du solltest darauf achten, dass die Gesamtkostenquote nicht deutlich über rund 0,40 Prozent pro Jahr liegt.

Nein, das ist er nicht. Der Begriff grün ist nicht geschützt. ESG ETFs können sehr unterschiedliche Kriterien anwenden. Manche schließen nur Waffen und Kohle aus, andere sind strenger. Du solltest immer ins Factsheet schauen.

Ja, das ist möglich. Studien zeigen, dass nachhaltige Fonds in der Vergangenheit ähnlich gut abgeschnitten haben wie klassische Fonds. Es gibt aber keine Garantie. Die Rendite hängt von der Entwicklung der enthaltenen Unternehmen ab.

Es gibt nicht den einen besten ETF. Die Wahl hängt von deinen persönlichen Werten und Zielen ab. Ein guter Ausgangspunkt ist ein ETF auf einen nachhaltigen Weltindex wie den MSCI World SRI. Vergleiche verschiedene Fonds auf Vergleichsportalen.

Du kannst bereits mit kleinen Beträgen starten. Viele Neobroker bieten ETF-Sparpläne schon ab rund 1 Euro im Monat an. So kannst du auch mit einem kleinen Budget regelmäßig investieren und vom Zinseszinseffekt profitieren.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.