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Beste Value-ETFs 2026: Substanz statt Hype im Depot

Value-ETFs bündeln Aktien, die im Vergleich zu fundamentalen Kennzahlen wie Gewinn oder Buchwert günstig bewertet sind. Für 2026 stehen dir 16 ETFs auf globale Value-Indizes zur Auswahl, die sich in Kosten, Replikation und Strategie unterscheiden.

10 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) für Value-ETFs liegt zwischen 0,20 % und 0,65 %.
  • Als Bewertungskennzahlen dienen vor allem das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV).
  • Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist sinnvoll, weil Value-Phasen länger andauern können.
  • Physisch replizierende ETFs mit einem Fondsvolumen über 100 Millionen Euro senken das Schließungsrisiko.

01 · Grundlagen

Was ist ein Value-ETF?

Ein Value-ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der gezielt Aktien von Unternehmen auswählt, die am Kapitalmarkt als unterbewertet gelten. Die Auswahl basiert auf der wissenschaftlichen Beobachtung, dass solche Substanzwerte in bestimmten Marktphasen historisch eine höhere Rendite als der breite Markt erzielen.

Für deine Auswahl stehen derzeit 16 ETFs auf globale Value-Indizes zur Verfügung. Die Produkte unterscheiden sich in ihrer Indexmethodik, ihren Kosten und ihrer Fondsgröße teils deutlich. Einige Indizes filtern Aktien ausschließlich nach dem Kurs-Buchwert-Verhältnis, andere kombinieren mehrere Kennzahlen wie Gewinn, Cashflow und Dividendenrendite.

Die enthaltenen Unternehmen stammen häufig aus Sektoren wie Finanzen, Versorger, Industrie und Konsumgüter. Diese Branchen gelten als etabliert und liefern oft stabile Erträge, werden vom Markt aber zeitweise zu pessimistisch eingeschätzt. Genau diese Fehlbewertung versucht ein Value-ETF systematisch zu nutzen.

Die Gesamtkostenquote der verfügbaren Produkte liegt zwischen 0,20 und 0,65 Prozent pro Jahr. Die günstigsten ETFs kosten dich damit bei 10.000 Euro Anlagesumme nur 20 Euro jährlich, die teuersten 65 Euro.

Kurz erklärt

Value-Faktor

Der Value-Faktor setzt auf Aktien, deren Preis im Vergleich zu ihrem inneren Wert niedrig erscheint. Zur Bewertung werden klassische fundamentale Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) oder das Verhältnis von Unternehmenswert zu operativem Cashflow herangezogen.

Value-ETFs investieren in etablierte Unternehmen mit stabilen Erträgen, die vom Markt zeitweise zu pessimistisch eingeschätzt werden.

02 · Vergleich

Value-ETFs im Vergleich: Die wichtigsten Merkmale

Für die Auswahl eines Value-ETFs sind neben der Indexmethodik auch Fondsgröße, Kosten und Ertragsverwendung entscheidend. Die folgende Übersicht zeigt die Bandbreite der verfügbaren Produkte.

Die Fondsgröße ist ein zentrales Kriterium für die Stabilität eines ETFs. Mehrere Produkte auf globale Value-Indizes verwalten über 500 Millionen Euro, der größte ETF kommt auf über 6 Milliarden Euro. Ein Fondsvolumen von mindestens 100 Millionen Euro verringert dein Risiko, dass der Anbieter den ETF mangels Wirtschaftlichkeit schließt.

Bei der Replikationsmethode dominieren vollständig replizierende ETFs, die alle Aktien des Index tatsächlich kaufen. Vereinzelt setzen Anbieter auf optimiertes Sampling oder Swap-basierte Strukturen, um die Indexentwicklung nachzubilden. Für dich bedeutet vollständige Replikation mehr Transparenz, weil du genau weißt, welche Aktien im Fonds liegen.

  • Die jährliche Gesamtkostenquote reicht von 0,20 bis 0,65 Prozent.
  • Die meisten Value-ETFs sind in Irland aufgelegt, nur wenige in Luxemburg.
  • Thesaurierende und ausschüttende Anteilsklassen sind beide verfügbar.
Merkmale globaler Value-ETFs im Überblick
KernkriteriumTypische Ausprägung
Gesamtkostenquote (TER)Gesamtkostenquote (TER)0,20 % bis 0,65 % pro Jahr
FondsgrößeFondsgrößeMehrere ETFs über 500 Mio. Euro, Spitzenreiter über 6 Mrd. Euro
Replikations­methodeReplikationsmethodeÜberwiegend vollständige Replikation, vereinzelt optimiertes Sampling oder Swap
ErtragsverwendungErtragsverwendungThesaurierend und ausschüttend verfügbar
FondsdomizilFondsdomizilÜberwiegend Irland, vereinzelt Luxemburg

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Auswahl von Value-Aktien

Value-Indizes filtern Aktien anhand von Bewertungskennzahlen aus einem breiten Anlageuniversum. Der Ablauf folgt einem klaren, regelbasierten Prozess.

Ausgangspunkt ist ein breiter Aktienindex wie der MSCI World, der Unternehmen aus Industrieländern enthält. Für jede Aktie in diesem Universum berechnet der Indexanbieter fundamentale Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis und das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Aktien mit niedrigen Werten im Vergleich zum Gesamtmarkt gelten als unterbewertet und kommen in den Value-Index.

Die Gewichtung der ausgewählten Aktien erfolgt nach festen Regeln, oft nach Marktkapitalisierung oder nach der Stärke der Value-Signale. Dadurch entsteht ein Portfolio, das systematisch in günstig bewertete Substanzwerte investiert, ohne dass ein Fondsmanager einzelne Aktien nach Bauchgefühl auswählt.

Nicht jeder Value-ETF nutzt dieselben Kennzahlen. Manche Indizes setzen allein auf das Kurs-Buchwert-Verhältnis, andere kombinieren bis zu fünf verschiedene Bewertungsfaktoren. Prüfe deshalb vor dem Kauf, welche Methodik hinter deinem ETF steckt.

01

Anlageuniversum festlegen

Ausgangspunkt ist ein breiter Aktienindex wie der MSCI World, der Unternehmen aus Industrieländern enthält.

02

Bewertungskennzahlen berechnen

Für jede Aktie werden fundamentale Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ermittelt.

03

Unterbewertete Aktien identifizieren

Aktien mit niedrigen Bewertungskennzahlen im Vergleich zum Gesamtmarkt gelten als unterbewertet und werden für den Value-Index ausgewählt.

04

Gewichtung festlegen

Die ausgewählten Value-Aktien werden nach bestimmten Regeln gewichtet, oft nach Marktkapitalisierung oder anhand der Value-Kennzahlen.

05

ETF bildet Index ab

Der ETF kauft die im Index enthaltenen Aktien, meist über vollständige Replikation, und bildet so die Wertentwicklung des Value-Index ab.

04 · Kosten

Was kostet ein Value-ETF?

Die laufenden Kosten eines ETFs werden über die Gesamtkostenquote (TER) abgebildet. Sie ist die wichtigste Stellschraube für deine Nettorendite.

Bei globalen Value-ETFs liegt die Spanne zwischen 0,20 und 0,65 Prozent pro Jahr. Die günstigsten Produkte kosten dich bei 10.000 Euro Anlagesumme 20 Euro jährlich, die teuersten 65 Euro.

Spezialstrategien wie der Ossiam Shiller Barclays CAPE Global Sector Value ETF verlangen mit 0,65 Prozent die höchste Gebühr. Der marktübliche Wert für klassische MSCI World Value ETFs liegt bei 0,25 Prozent pro Jahr. Diese Differenz mag klein wirken, summiert sich über 15 Jahre aber auf mehrere hundert Euro.

Eine TER über 0,40 Prozent ist bei globalen Value-ETFs selten gerechtfertigt. Nur wenn der Index eine klar andere Methodik verfolgt, kann ein Aufpreis sinnvoll sein. Ansonsten gilt: Je niedriger die Kosten, desto mehr Rendite bleibt bei dir.

Jährliche Gesamtkostenquote (TER) von Value-ETFs

Günstigste Value-ETFs0,20 % p.a.
Marktübliche Kosten0,25 % p.a.
Spezialstrategien0,39 % p.a.
Teuerste Value-ETFs0,65 % p.a.

05 · Was gilt

Value oder Growth: Was passt zu deinem Depot?

Value-ETFs und Growth-ETFs verfolgen gegensätzliche Ansätze. Deine Wahl hängt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab.

Value-ETFs investieren in unterbewertete Aktien mit starken Fundamentaldaten, häufig aus Sektoren wie Finanzen, Versorger und Industrie. Growth-ETFs setzen dagegen auf wachstumsstarke Unternehmen mit hohem Umsatz- und Gewinnwachstum, oft aus Technologie oder Biotechnologie. Beide Ansätze haben ihre eigenen Stärken und Schwächen.

In starken, von Wachstumsaktien getriebenen Aufwärtstrends bleibt Value dem Markt oft hinterher. In Bärenmärkten und Seitwärtsphasen zeigen Value-ETFs dagegen häufig geringere Drawdowns als der Gesamtmarkt. Für dein Depot bedeutet das: Value eignet sich als stabilisierende Beimischung, nicht als kurzfristige Wette auf schnelle Kursgewinne.

Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist für Value-ETFs sinnvoll. Nur so kannst du Bewertungszyklen aussitzen und von der langfristigen Überlegenheit des Faktors profitieren.

Value-ETF

·Investiert in unterbewertete Aktien mit starken Fundamentaldaten
·Häufig etablierte Unternehmen aus Sektoren wie Finanzen, Versorger, Industrie
·Historisch robuster in Bärenmärkten und Seitwärtsphasen
·Bleibt in starken, von Wachstumsaktien getriebenen Aufwärtstrends oft zurück
·Geringeres erwartetes Wachstumstempo der enthaltenen Unternehmen

Growth-ETF

·Investiert in wachstumsstarke Unternehmen mit hohem Umsatz- und Gewinnwachstum
·Häufig Unternehmen aus Sektoren wie Technologie oder Biotechnologie
·Höhere Drawdowns in Korrekturen möglich
·Nimmt an extremen Kursrallyes fundamental hoch bewerteter Unternehmen teil
·Höheres Wachstumspotenzial, aber auch höhere Bewertungsrisiken

06 · Im Vertrag

Bewertungs­kennzahlen: KGV und KBV verstehen

Zwei Kennzahlen dominieren die Value-Strategie. Sie helfen dir, die Auswahlkriterien deines ETFs nachzuvollziehen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie. Ein niedriges KGV deutet darauf hin, dass du für jeden Euro Gewinn weniger bezahlst als bei hoch bewerteten Unternehmen. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis vergleicht den Aktienkurs mit dem bilanziellen Buchwert je Aktie, ein Wert unter 1 signalisiert eine mögliche Unterbewertung.

Zusätzlich nutzen einige Indizes das Verhältnis von Unternehmenswert zu operativem Cashflow. Diese Kennzahl ist weniger anfällig für bilanzielle Gestaltung, weil sie auf tatsächlichen Zahlungsströmen basiert. Je mehr Kennzahlen ein Index kombiniert, desto breiter ist die Definition von Value.

Ein niedriges KGV allein macht noch keine Value-Aktie. Es kann auch auf berechtigte Probleme des Unternehmens hindeuten. Deshalb kombinieren gute Value-Indizes mehrere Kennzahlen, um Fehlbewertungen von echten Verlierern zu unterscheiden.

Die wichtigsten Kennzahlen im Value-Ansatz

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)UnterbewertungSetzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie. Ein niedriges KGV deutet auf eine günstige Bewertung hin.
Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)SubstanzwertVergleicht den Aktienkurs mit dem bilanziellen Buchwert je Aktie. Ein Wert unter 1 signalisiert eine mögliche Unterbewertung.
Unternehmenswert zu CashflowCashflow-BewertungSetzt den Unternehmenswert ins Verhältnis zum operativen Cashflow. Diese Kennzahl ist weniger anfällig für bilanzielle Gestaltung.

07 · Checkliste

Checkliste: So findest du den passenden Value-ETF

Diese Kriterien helfen dir, aus den 16 verfügbaren Value-ETFs eine fundierte Auswahl zu treffen.

Beginne mit den Kosten und der Fondsgröße, bevor du dich mit der Indexmethodik beschäftigst. Die Wertentwicklung der Vergangenheit sollte erst am Ende deiner Prüfung stehen.

  • Bevorzuge eine Gesamtkostenquote unter 0,30 Prozent pro Jahr.
  • Prüfe ein Fondsvolumen über 100 Millionen Euro, um Schließungsrisiken zu vermeiden.
  • Wähle vollständige Replikation, wenn du maximale Transparenz möchtest.
  • Entscheide dich passend zu deiner Strategie für thesaurierend oder ausschüttend.
  • Vergleiche die Wertentwicklung über 3 und 5 Jahre, nicht nur das letzte Jahr.
  • Bevorzuge das Fondsdomizil Irland, da es steuerlich vorteilhaft sein kann.

Die Indexmethodik ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal. Zwei ETFs mit gleicher TER und ähnlicher Größe können völlig unterschiedliche Aktien enthalten, je nachdem welche Kennzahlen der Index verwendet.

Auswahlkriterien für Value-ETFs

01

Gesamtkostenquote (TER) unter 0,30 % pro Jahr bevorzugen

02

Fondsvolumen über 100 Millionen Euro prüfen

03

Replikationsmethode verstehen: vollständige Replikation bevorzugen

04

Ertragsverwendung passend zur Anlagestrategie wählen (thesaurierend oder ausschüttend)

05

Indexmethodik prüfen: Welche Kennzahlen werden für die Value-Auswahl genutzt?

06

Wertentwicklung über 3 und 5 Jahre vergleichen, nicht nur das letzte Jahr

07

Fondsdomizil Irland bevorzugen, da es steuerlich vorteilhaft sein kann

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Investieren in Value-ETFs

Value-Investing erfordert Geduld. Diese Fehler solltest du vermeiden, um nicht zum falschen Zeitpunkt auszusteigen.

Der häufigste Fehler ist ein zu kurzer Anlagehorizont. Value-Phasen können über Jahre hinter dem breiten Markt zurückbleiben, bevor sie aufholen. Wer in dieser Zeit aussteigt, realisiert Verluste und verpasst die Erholung. Ein zweiter Fehler ist der Blick nur auf die Wertentwicklung des letzten Jahres, die in Growth-Phasen oft enttäuschend ausfällt.

Auch die Indexmethodik wird häufig ignoriert. Nicht jeder Value-ETF wählt Aktien nach denselben Kennzahlen aus, was zu unterschiedlichen Sektorgewichtungen führt. Klumpenrisiken in Branchen wie Finanzen oder Energie können dein Depot stärker belasten, als du erwartest.

Akzeptiere keine TER über 0,40 Prozent, wenn der Index keine klar andere Methodik bietet. Hohe Kosten fressen langfristig einen großen Teil deiner Rendite auf, ohne dass du dafür einen Mehrwert erhältst.

Fehler, die du bei Value-ETFs vermeiden solltest

·Zu kurzer Anlagehorizont: Value-Phasen können über Jahre hinter dem breiten Markt zurückbleiben.
·Nur auf die Wertentwicklung des letzten Jahres schauen: Value-ETFs laufen in Growth-Phasen oft hinterher.
·Die Indexmethodik ignorieren: Nicht jeder Value-ETF wählt Aktien nach denselben Kennzahlen aus.
·Zu hohe Kosten akzeptieren: Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) liegt bei ETFs auf den Value-Faktor zwischen 0,20 % und 0,65 %.
·Klumpenrisiken übersehen: Value-Indizes können stark in Sektoren wie Finanzen oder Energie gewichtet sein.

09 · Hintergrund

ETF-Sparplan auf Value-ETFs: So baust du Vermögen auf

Ein ETF-Sparplan ermöglicht dir den regelmäßigen Kauf von Value-ETFs mit kleinen Beträgen. Das senkt das Timing-Risiko und nutzt den Durchschnittskosteneffekt.

Für einen Sparplan auf einen Value-ETF benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Viele Anbieter ermöglichen Sparpläne bereits ab einer monatlichen Rate von 25 Euro oder weniger. Der regelmäßige Kauf senkt dein Timing-Risiko, weil du sowohl in schwachen als auch in starken Marktphasen Anteile erwirbst.

Beim Vergleich der Depots solltest du auf die Ausführungsgebühren pro Sparrate achten. Einige Anbieter führen Sparpläne auf Value-ETFs ohne Ordergebühr aus, andere berechnen einen festen Betrag oder einen prozentualen Anteil. Bei kleinen Raten kann eine Gebühr von 1,50 Euro bereits 6 Prozent deiner Sparsumme auffressen.

Die Wahl zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs hängt von deiner Strategie ab. Thesaurierer reinvestieren Erträge automatisch und eignen sich für den langfristigen Vermögensaufbau. Ausschütter zahlen Dividenden aus, was du für den Aufbau eines passiven Einkommensstroms nutzen kannst.

Für einen Sparplan auf einen Value-ETF benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Viele Anbieter ermöglichen Sparpläne bereits ab einer monatlichen Rate von 1 Euro.

Beim ETF-Sparplan-Vergleich solltest du auf die Ausführungsgebühren pro Sparrate achten. Einige Depots bieten Value-ETFs ohne Ordergebühr im Sparplan an, andere berechnen einen festen Betrag oder einen prozentualen Anteil.

Die Wahl zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Value-ETFs hängt von deiner Strategie ab. Thesaurierer reinvestieren Erträge automatisch, während Ausschütter dir regelmäßige Erträge auf dein Verrechnungskonto zahlen.

Steuerlich gilt für Aktienfonds eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent der Erträge mit der Abgeltungsteuer belastet werden. Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr bleibt davon unberührt.

10 · Hintergrund

Wert­entwicklung von Value-ETFs: Was du erwarten kannst

Die historische Wertentwicklung zeigt, dass der Value-Faktor über lange Zeiträume gegenüber klassisch nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes überlegen war. Kurzfristig sind jedoch deutliche Abweichungen möglich.

Die Wertentwicklung globaler Value-ETFs variiert je nach Indexmethodik. In den vergangenen fünf Jahren erzielten führende Produkte auf den MSCI World Value Index eine kumulierte Rendite von über 130 Prozent. Diese Zahlen beinhalten alle Ausschüttungen und zeigen, dass Value-Phasen starke Aufholbewegungen liefern können.

In starken Bullenmärkten, die von Wachstumsaktien getrieben werden, bleiben Value-ETFs oft zurück. In Bärenmärkten und Seitwärtsphasen zeigen sie dagegen häufig geringere Drawdowns als der Gesamtmarkt. Diese Eigenschaft macht sie zu einer sinnvollen Beimischung für dein Depot, wenn du Schwankungen reduzieren möchtest.

Für deine Depotplanung bedeutet das: Value-ETFs eignen sich als langfristige Beimischung, nicht als kurzfristige Wette. Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist sinnvoll, um Bewertungszyklen auszusitzen und von der historischen Überlegenheit des Faktors zu profitieren.

Die Wertentwicklung globaler Value-ETFs variiert je nach Indexmethodik. In den vergangenen fünf Jahren erzielten führende Produkte auf den MSCI World Value Index eine kumulierte Rendite von über 130 Prozent.

In starken Bullenmärkten, die von Wachstumsaktien getrieben werden, bleiben Value-ETFs oft zurück. In Bärenmärkten und Seitwärtsphasen zeigen sie dagegen häufig geringere Drawdowns als der Gesamtmarkt.

Für deine Depotplanung bedeutet das: Value-ETFs eignen sich als langfristige Beimischung, nicht als kurzfristige Wette. Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist sinnvoll, um Bewertungszyklen auszusitzen.

Die Diversifikation über einen globalen Value-ETF reduziert das Risiko von Einzelwerten. Du investierst in hunderte Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Sektoren, die alle das Kriterium der Unterbewertung erfüllen.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026