Beste Value ETFs 2026: Dein Leitfaden für solide Renditen
Value ETFs kaufen unterbewertete Aktien und können langfristig stabile Renditen liefern. Wir zeigen dir, wie du 2026 die besten findest und typische Fehler vermeidest.
Warum Value ETFs auch dich betreffen
Vielleicht denkst du, dass dich Börsenthemen nichts angehen, weil du kein großes Vermögen hast. Doch gerade für den Vermögensaufbau sind ETFs eine der einfachsten und günstigsten Möglichkeiten. Sie ermöglichen dir, schon mit kleinen Beträgen an der Wertentwicklung vieler Unternehmen zu partizipieren, ohne einzelne Aktien auswählen zu müssen.
Gerade in Zeiten von Inflation und niedrigen Zinsen ist es wichtig, dein Geld nicht nur auf dem Sparbuch liegen zu lassen. Denn dort verliert es real an Kaufkraft. ETFs bieten dir die Chance, langfristig eine Rendite zu erzielen, die über der Inflationsrate liegt. Das gilt besonders für Value ETFs, die auf unterbewertete, aber solide Unternehmen setzen.
Der Begriff 'Value' kommt aus dem Englischen und bedeutet 'Wert'. Value-Aktien sind Aktien von Unternehmen, die an der Börse günstiger bewertet sind, als es ihre Fundamentaldaten eigentlich nahelegen. Das können etablierte Firmen mit stabilen Geschäftsmodellen sein, die gerade nicht im Fokus der Anleger:innen stehen. Genau diese Unternehmen können langfristig eine attraktive Rendite bieten.
Wenn du also langfristig Vermögen aufbauen möchtest, ohne dich täglich mit der Börse beschäftigen zu müssen, sind Value ETFs eine interessante Option. Sie bieten dir eine einfache Möglichkeit, in bewährte Unternehmen zu investieren und dabei das Risiko zu streuen. Das ist besonders für Einsteiger:innen attraktiv, die noch wenig Erfahrung mit Aktien haben.
Was ist ein Value ETF überhaupt?
Ein ETF, auch Exchange Traded Fund genannt, ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er bildet einen bestimmten Aktienindex nach, zum Beispiel den DAX oder den MSCI World. Wenn du einen ETF kaufst, erwirbst du einen Anteil an einem Korb von vielen verschiedenen Aktien. So verteilst du dein Risiko auf viele Unternehmen, statt auf eine einzelne Aktie zu setzen.
Ein Value ETF bildet speziell einen Index ab, der aus Value-Aktien besteht. Das sind Aktien von Unternehmen, die im Vergleich zu ihrem inneren Wert als günstig gelten. Das kann anhand verschiedener Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) oder Dividendenrendite gemessen werden. Value-Investoren suchen nach Schnäppchen an der Börse, also nach soliden Unternehmen, die temporär unterbewertet sind.
Der bekannteste Value-Investor ist Warren Buffett, der mit dieser Strategie über Jahrzehnte hinweg überdurchschnittliche Renditen erzielt hat. Value ETFs versuchen, diese Strategie systematisch umzusetzen, indem sie einen Index nachbilden, der nach bestimmten Kriterien die günstigsten Aktien auswählt. So kannst du von der Value-Strategie profitieren, ohne selbst aufwendige Analysen durchführen zu müssen.
Es gibt verschiedene Value-Indizes, die sich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Manche konzentrieren sich auf große Unternehmen, andere auf kleinere. Manche legen den Fokus auf Europa, andere auf die ganze Welt. Für dich als Anleger:in ist es wichtig, den Index zu verstehen, den der ETF abbildet, denn davon hängt ab, welche Unternehmen du letztendlich kaufst.
Wie funktionieren Value ETFs im Detail?
Value ETFs bilden einen Index nach, der aus Value-Aktien besteht. Der Indexanbieter, zum Beispiel MSCI oder FTSE, definiert Regeln, nach denen die Aktien ausgewählt werden. Diese Regeln basieren auf fundamentalen Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis oder der Dividendenrendite. Aktien, die diese Kriterien erfüllen, werden in den Index aufgenommen.
Der ETF kauft dann die Aktien, die im Index enthalten sind, in der gleichen Gewichtung. Wenn sich die Zusammensetzung des Index ändert, weil zum Beispiel eine Aktie nicht mehr die Kriterien erfüllt, passt der ETF sein Portfolio entsprechend an. Das passiert in der Regel vierteljährlich oder halbjährlich. So bleibt der ETF immer nah am Index.
Als Anleger:in kaufst du Anteile an diesem ETF. Der Preis eines Anteils richtet sich nach dem Wert der enthaltenen Aktien. Wenn die Aktien im Index steigen, steigt auch der Wert deines ETF-Anteils. Umgekehrt sinkt er, wenn die Aktien fallen. Du profitierst also direkt von der Wertentwicklung der Unternehmen im Index.
Ein wichtiger Punkt ist die Replikationsmethode. Die meisten Value ETFs bilden den Index physisch ab, das heißt, sie kaufen die echten Aktien. Es gibt aber auch synthetische ETFs, die den Index über Derivate nachbilden. Für dich als Anleger:in ist die physische Replikation meist einfacher zu verstehen und birgt kein Kontrahentenrisiko.
Was kosten Value ETFs und was bekommst du dafür?
Die Kosten eines ETFs werden in der sogenannten Total Expense Ratio (TER) angegeben. Das ist die jährliche Gebühr, die der Fonds für die Verwaltung einbehält. Bei Value ETFs liegt die TER in der Regel zwischen 0,2 und 0,5 Prozent pro Jahr. Das klingt wenig, kann aber über lange Zeit einen Unterschied machen.
Zusätzlich zur TER gibt es noch Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf von ETF-Anteilen anfallen. Diese hängen von deinem Broker ab und können variieren. Manche Broker bieten Sparpläne auf ETFs sogar kostenlos an. Es lohnt sich also, die Konditionen zu vergleichen, bevor du dich für einen Broker entscheidest.
Was bekommst du für diese Kosten? Du erhältst ein professionell verwaltetes Portfolio aus vielen Value-Aktien, das du sonst nur mit viel Aufwand selbst zusammenstellen könntest. Du profitierst von der Streuung, die das Risiko reduziert, und von der systematischen Auswahl nach bewährten Kriterien. Das ist ein fairer Preis für die Dienstleistung.
Achte aber darauf, dass die TER nicht das einzige Kriterium ist. Auch die Tracking-Differenz, also die Abweichung zwischen ETF-Wert und Indexwert, ist wichtig. Eine hohe Tracking-Differenz kann die Rendite schmälern. Du solltest also nicht nur auf die TER schauen, sondern auch auf die Qualität der Nachbildung.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Bevor du einen Value ETF kaufst, solltest du dir überlegen, welche Regionen und Unternehmensgrößen du abdecken möchtest. Es gibt Value ETFs für Europa, die USA, die ganze Welt oder Schwellenländer. Jede Region hat ihre eigenen Chancen und Risiken. Ein globaler Value ETF bietet die breiteste Streuung und ist für Einsteiger:innen oft die beste Wahl.
Ein weiteres Kriterium ist die Indexmethodik. Manche Indizes gewichten die Aktien nach Marktkapitalisierung, andere gleichgewichtet oder nach fundamentalen Faktoren. Die Gewichtung beeinflusst, wie stark einzelne Aktien den Index beeinflussen. Ein gleichgewichteter Index gibt jeder Aktie das gleiche Gewicht, was die Dominanz großer Unternehmen reduziert.
Auch das Fondsvolumen und das Alter des ETFs sind relevant. Ein größeres Fondsvolumen bedeutet in der Regel eine höhere Liquidität, also dass du Anteile leichter kaufen und verkaufen kannst. Ein länger bestehender ETF hat zudem eine längere Historie, an der du die Performance und die Tracking-Qualität ablesen kannst.
Schließlich solltest du die Kosten vergleichen. Die TER ist ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige. Achte auch auf die Tracking-Differenz und eventuelle zusätzliche Gebühren deines Brokers. Ein Vergleichsportal kann dir helfen, die verschiedenen Value ETFs gegenüberzustellen und den für dich passenden zu finden.
Typische Fehler, die du vermeiden solltest
Ein häufiger Fehler ist, Value ETFs mit Wachstums-ETFs zu verwechseln. Value und Growth sind zwei gegensätzliche Anlagestile. Während Value auf günstige Aktien setzt, konzentriert sich Growth auf Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Beide haben ihre Berechtigung, aber sie verhalten sich unterschiedlich. Du solltest wissen, was du kaufst.
Ein weiterer Fehler ist, zu viel auf kurzfristige Kursbewegungen zu achten. Value Investing ist eine langfristige Strategie. Es kann Jahre dauern, bis sich der wahre Wert eines Unternehmens am Markt durchsetzt. Wenn du ständig auf den Kurs schaust und bei kleinen Schwankungen verkaufst, verpasst du die langfristige Rendite.
Auch das Market Timing ist ein häufiger Fehler. Viele Anleger:innen versuchen, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Das gelingt selbst Profis selten. Besser ist es, regelmäßig einen festen Betrag zu investieren, zum Beispiel über einen Sparplan. So glättest du Kursschwankungen und kaufst automatisch günstiger ein, wenn die Kurse fallen.
Schließlich solltest du nicht alles auf eine Karte setzen. Auch wenn Value ETFs solide sind, ist es sinnvoll, dein Portfolio zu diversifizieren. Du könntest zum Beispiel einen Teil in einen Welt-ETF und einen Teil in einen Value ETF investieren. So profitierst du von beiden Anlagestilen und reduzierst das Risiko.
So gehst du Schritt für Schritt vor
Der erste Schritt ist, ein Depot bei einem Broker zu eröffnen. Achte dabei auf niedrige Gebühren, eine benutzerfreundliche Oberfläche und gute Bewertungen. Viele Online-Broker bieten mittlerweile kostenlose Sparpläne auf ETFs an. Das ist ideal, um regelmäßig zu investieren, ohne hohe Gebühren zu zahlen.
Danach solltest du dich über die verschiedenen Value ETFs informieren. Vergleiche die Indizes, die Kosten und die Performance. Ein guter Ausgangspunkt ist ein globaler Value ETF, der die ganze Welt abdeckt. Du kannst aber auch regionale ETFs wählen, wenn du bestimmte Märkte bevorzugst.
Wenn du dich für einen ETF entschieden hast, kannst du einen Sparplan einrichten. Lege fest, wie viel du monatlich investieren möchtest. Schon mit rund 50 Euro im Monat kannst du langfristig ein beachtliches Vermögen aufbauen. Wichtig ist, dass du regelmäßig investierst und nicht bei Kursschwankungen aussteigst.
Überwache dein Investment in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel einmal im Jahr. Prüfe, ob der ETF noch zu deiner Strategie passt und ob sich die Kosten geändert haben. Ansonsten gilt: Je weniger du eingreifst, desto besser. Value Investing erfordert Geduld und einen langen Atem.
Wie du dein Portfolio mit Value ETFs ergänzt
Value ETFs können das Kernstück deines Portfolios sein oder eine Ergänzung zu anderen ETFs. Wenn du bereits einen breiten Welt-ETF besitzt, kannst du mit einem Value ETF gezielt auf günstige Aktien setzen. Das erhöht die Diversifikation, weil du einen anderen Anlagestil abdeckst.
Eine Möglichkeit ist, rund 70 Prozent in einen Welt-ETF und rund 30 Prozent in einen Value ETF zu investieren. So profitierst du von der breiten Marktabdeckung und zusätzlich von der Value-Prämie. Die genaue Aufteilung hängt von deiner Risikobereitschaft und deinen Zielen ab. Du kannst auch mit rund 10 Prozent beginnen und den Anteil später erhöhen.
Achte darauf, dass sich die ETFs nicht zu stark überschneiden. Wenn dein Welt-ETF bereits viele Value-Aktien enthält, ist der zusätzliche Nutzen eines Value ETFs gering. Prüfe also die Zusammensetzung deiner ETFs und wähle einen Value ETF, der zu deinem bestehenden Portfolio passt.
Denke auch an die steuerlichen Aspekte. In Deutschland werden Gewinne aus ETFs mit der Abgeltungssteuer besteuert. Es gibt aber einen Sparerpauschbetrag von rund 1.000 Euro pro Person, den du nutzen kannst. Informiere dich über die steuerlichen Regelungen, um keine Vorteile zu verschenken.
Langfristig denken: Dein Fahrplan für 2026
Das Jahr 2026 ist noch weit entfernt, aber die Weichen für deine Anlagestrategie kannst du heute stellen. Value ETFs sind eine langfristige Anlage, die über Jahre hinweg wachsen kann. Je früher du beginnst, desto mehr profitierst du vom Zinseszinseffekt.
Setze dir klare Ziele: Möchtest du für die Rente sparen, für ein Haus oder für die Ausbildung deiner Kinder? Je nach Ziel kannst du die Anlagedauer und den Anlagebetrag anpassen. Für langfristige Ziele sind Aktien-ETFs in der Regel die beste Wahl, weil sie über lange Zeiträume die höchsten Renditen erzielen.
Bleib diszipliniert und lass dich nicht von kurzfristigen Marktschwankungen verunsichern. Die Börse wird immer wieder Phasen mit Kursverlusten haben. Wenn du dann ruhig bleibst und weiterhin regelmäßig investierst, wirst du langfristig belohnt. Historisch gesehen haben sich Aktienmärkte nach jedem Einbruch wieder erholt.
Nutze die Zeit bis 2026, um dich weiterzubilden und deine Strategie zu verfeinern. Lies Bücher über Value Investing, verfolge Finanznachrichten und tausche dich mit anderen Anleger:innen aus. Je mehr du weißt, desto sicherer kannst du Entscheidungen treffen. Und denk daran: Der beste Zeitpunkt zum Investieren war gestern, der zweitbeste ist heute.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Value ETFs investieren in unterbewertete Aktien mit günstigen Kennzahlen, während Growth ETFs auf Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial setzen. Value-Aktien sind oft etablierte Firmen, Growth-Aktien eher junge Technologieunternehmen. Beide Stile können sich in verschiedenen Marktphasen unterschiedlich entwickeln.
Keine Geldanlage ist völlig sicher, auch Value ETFs nicht. Sie unterliegen Kursschwankungen und können an Wert verlieren. Allerdings sind sie durch die breite Streuung über viele Unternehmen weniger riskant als einzelne Aktien. Langfristig bieten sie eine gute Chance auf Rendite, aber du solltest Verluste aushalten können.
Du kannst schon mit kleinen Beträgen einsteigen, zum Beispiel mit rund 50 Euro pro Monat über einen Sparplan. Viele Broker bieten kostenlose Sparpläne auf ETFs an. Eine Einmalanlage ist ebenfalls möglich, aber ein Sparplan eignet sich besonders gut für den regelmäßigen Vermögensaufbau.
Es gibt keinen eindeutig besten Value ETF, da es auf deine persönlichen Ziele und Präferenzen ankommt. Achte auf einen breit diversifizierten Index, niedrige Kosten und eine gute Tracking-Qualität. Ein globaler Value ETF ist für die meisten Anleger:innen eine solide Wahl.
Ja, viele Value-Aktien zahlen Dividenden, und diese fließen in den ETF ein. Der ETF schüttet die Dividenden entweder aus oder reinvestiert sie automatisch. Wenn du regelmäßige Ausschüttungen möchtest, wähle einen ausschüttenden ETF. Für den Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs oft besser geeignet.
Es reicht, dein Portfolio einmal im Jahr zu überprüfen. Schau dir an, ob der ETF noch zu deiner Strategie passt und ob sich die Kosten geändert haben. Vermeide es, zu häufig zu handeln, da dies Gebühren verursacht und deine Rendite schmälert. Langfristiges Halten ist der Schlüssel zum Erfolg.
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