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Beste Small-Cap-ETFs 2026: So findest du den passenden Fonds für Nebenwerte

Small-Cap-ETFs bündeln Aktien kleinerer Unternehmen und können dein Portfolio breiter aufstellen. Für die Auswahl des besten Small-Cap-ETF für 2026 sind Fondsvolumen, Kosten und die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index entscheidend.

10 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Small-Cap-ETFs investieren in Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung, die langfristig eine höhere Rendite als Large-Caps erzielen können.
  • Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei globalen Small-Cap-ETFs meist zwischen 0,20 und 0,45 Prozent pro Jahr.
  • Ein Fondsvolumen von mindestens 100 Millionen Euro verringert das Risiko einer Fondsschließung.
  • Der MSCI World Small-Cap ist der bekannteste Index für Nebenwerte aus 23 Industrieländern.

01 · Grundlagen

Was sind Small-Cap-ETFs?

Small-Cap-ETFs bilden Indizes ab, die Aktien von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung enthalten. Diese Nebenwerte bieten Wachstumspotenzial, sind aber schwankungsanfälliger als Standardwerte.

Die Abgrenzung von Nebenwerten erfolgt über die Marktkapitalisierung, also den Gesamtwert der frei handelbaren Aktien eines Unternehmens. Der Indexanbieter MSCI sortiert dafür alle Unternehmen nach ihrer Größe und zählt die kleinsten 14 Prozent zu den Small-Caps. Das kleinste Prozent innerhalb dieser Gruppe bildet die Klasse der Micro Caps, die besonders spekulativ ist.

Für dich bedeutet das: Ein Small-Cap-ETF kauft nicht die bekannten Schwergewichte aus dem DAX oder dem S&P 500, sondern tausende kleinere Firmen. Diese Unternehmen haben oft weniger Zugang zu frischem Kapital und zahlen tendenziell niedrigere Dividenden, weil sie Gewinne eher in ihr Wachstum reinvestieren. Genau diese Dynamik ist der Kern der Anlageidee.

  • Die Marktkapitalisierung ist das einzige Kriterium für die Einteilung in Small-Caps, der Umsatz spielt keine Rolle.
  • Typische Small-Caps haben eine Marktkapitalisierung zwischen 300 Millionen und 2 Milliarden US-Dollar, wobei die Grenzen je nach Index variieren.

Kurz erklärt

Small-Cap-ETF

Ein börsengehandelter Indexfonds, der in Aktien von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung investiert. Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert der frei handelbaren Aktien eines Unternehmens an der Börse.

Der Indexanbieter MSCI zählt die kleinsten 14 Prozent der Unternehmen nach Marktkapitalisierung zu den Small-Caps. Das kleinste Prozent bildet die Micro Caps.

02 · Vergleich

Small-Caps im Vergleich zu Large-Caps

Kleine Unternehmen unterscheiden sich in Rendite-Risiko-Profil und Marktverhalten deutlich von großen Konzernen. Dieser Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede für deine Anlageentscheidung.

Der entscheidende Unterschied liegt im Risiko-Rendite-Profil. Kleinere Unternehmen sind in Krisen und Rezessionen deutlich anfälliger, weil sie finanziell meist weniger robust aufgestellt sind als etablierte Großkonzerne. Im Gegenzug können sie in Phasen wirtschaftlicher Erholung überproportional stark zulegen, da sie agiler sind und ein höheres Wachstumspotenzial aufweisen.

Diese Mehrrendite wird als Size-Prämie bezeichnet. Sie ist kein Selbstläufer, sondern die Belohnung dafür, dass du als Anlegerin ausgeprägte Schwankungen und teils jahrelange Phasen aushältst, in denen Small-Caps hinter Large-Caps zurückbleiben. Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist daher Voraussetzung.

  • Small-Caps schütten tendenziell niedrigere Dividenden aus, weil sie ihre Gewinne für das eigene Wachstum nutzen.
  • Large-Caps bieten in Abschwüngen mehr Stabilität, während Small-Caps in Bullenmärkten oft stärker steigen.
Merkmale von Small-Caps und Large-Caps im direkten Vergleich
Small-CapsLarge-Caps
Marktkapitalisierung
Renditepotenzial
Schwankungs­risiko
Dividenden
Finanzielle Robustheit

03 · Was gilt

Die wichtigsten Small-Cap-Indizes im Überblick

Verschiedene Indizes bilden Nebenwerte aus unterschiedlichen Regionen und mit unterschiedlichen Kriterien ab. Die Indexwahl bestimmt, in welche Unternehmen dein ETF tatsächlich investiert.

Die Wahl des Index entscheidet, in welche Regionen und Unternehmen dein Geld fließt. Der MSCI World Small-Cap-Index deckt rund 4.000 Nebenwerte aus 23 Industrieländern ab und ist die Basis für die größten globalen ETFs. Wer auch Schwellenländer beimischen möchte, greift auf den MSCI ACWI Small-Cap-Index mit rund 6.000 Unternehmen aus 47 Ländern zurück.

Für eine gezielte Wette auf den US-Markt stehen der Russell 2000 Index mit den 2.000 kleinsten Unternehmen aus dem Russell 3000 sowie der S&P Small-Cap 600 Index bereit. Der S&P Small-Cap 600 wählt seine 600 Werte nach Kriterien der finanziellen Stabilität aus, was ihn etwas defensiver macht als den rein größenbasierten Russell 2000.

  • Der MSCI Europe Small-Cap-Index umfasst rund 900 Unternehmen aus 15 europäischen Ländern.
  • Der MSCI Emerging Markets Small-Cap-Index bündelt rund 2.000 Nebenwerte aus 24 Schwellenländern.

Abgedeckte Region

·MSCI World Small-Cap: 23 Industrieländer
·MSCI ACWI Small-Cap: 23 Industrie- und 24 Schwellenländer
·Russell 2000: USA
·S&P Small-Cap 600: USA
·MSCI Europe Small-Cap: 15 europäische Länder
·MSCI EMU Small-Cap: 10 Länder der Eurozone
·MSCI Emerging Markets Small-Cap: 24 Schwellenländer

Anzahl Unternehmen

·Rund 4.000 Small-Caps
·Rund 6.000 Small-Caps
·2.000 kleinste Unternehmen aus dem Russell 3000
·600 Small-Caps nach Kriterien finanzieller Stabilität
·Rund 900 Small-Caps
·Rund 400 Small-Caps
·Rund 2.000 Small-Caps

04 · Kosten

Kosten von Small-Cap-ETFs: Die Gesamtkostenquote im Vergleich

Die Gesamtkostenquote (TER) ist die wichtigste laufende Kostenkennzahl eines ETF. Bei Small-Cap-ETFs variiert sie je nach Anbieter und Indexmethodik deutlich.

Die Gesamtkostenquote (TER) wird jährlich direkt vom Fondsvermögen abgezogen und schmälert deine Rendite. Bei globalen Small-Cap-ETFs liegt die Spanne derzeit zwischen 0,20 und 0,45 Prozent pro Jahr. Günstige Varianten wie der UBS MSCI World Small-Cap-UCITS ETF kommen auf 0,20 Prozent, während der größte Fonds seiner Klasse, der iShares MSCI World Small-Cap-UCITS ETF, 0,35 Prozent kostet.

Spezialisierte oder aktivere Produkte verlangen höhere Gebühren. Der Avantis Global Small-Cap-Value UCITS ETF liegt bei 0,39 Prozent, thematische oder aktive Fonds erreichen 0,45 Prozent. Eine TER über 0,45 Prozent ist bei breiten globalen Small-Cap-ETFs selten gerechtfertigt. Nischenprodukte wie der HANetf Sprott Junior Uranium Miners UCITS ETF mit 0,85 Prozent sind keine Beimischung für ein Kernportfolio, sondern eine hochriskante Sektorwette.

  • Die TER wird jährlich vom Fondsvermögen abgezogen und reduziert deine Nettorendite direkt.
  • Bei ansonsten vergleichbaren ETFs ist die günstigere Variante langfristig meist die bessere Wahl.

Typische Gesamtkostenquoten (TER) globaler Small-Cap-ETFs

Günstige Varianten (z.B. UBS MSCI World Small-Cap)0,20 % p.a.
Standard globaler Small-Cap-ETF (z.B. iShares MSCI World Small-Cap)0,35 % p.a.
Spezialisierte oder aktivere Varianten0,45 % p.a.
Nischen-ETFs (z.B. Junior Uranium Miners)0,85 % p.a.

05 · Im Vertrag

Replikations­methode: So bildet dein ETF den Index ab

ETFs können ihren Index auf unterschiedliche Weise nachbilden. Die Replikationsmethode beeinflusst das Tracking und das Risiko des Fonds.

Bei Small-Cap-Indizes mit tausenden Werten ist die vollständige Replikation aufwendig, weil der Fonds jede einzelne Aktie kaufen müsste. Deshalb nutzen die meisten Anbieter das optimierte Sampling. Dabei kauft der ETF nur eine repräsentative Auswahl an Aktien, die den Index in Bezug auf Länder, Branchen und Größenklassen möglichst genau nachbildet.

Die vollständige Replikation kommt vor allem bei kleineren oder spezialisierten Indizes vor, etwa beim Avantis Global Small-Cap-Value UCITS ETF oder beim UBS MSCI World Small-Cap-Socially Responsible UCITS ETF. Synthetische Replikation über Swaps ist bei Small-Cap-ETFs seltener anzutreffen, da die physische Abbildung über Sampling in diesem Segment kosteneffizient funktioniert.

  • Optimiertes Sampling ist bei breiten Small-Cap-Indizes die häufigste und kosteneffizienteste Methode.
  • Vollständige Replikation kauft alle Indexwerte und ist bei sehr breiten Indizes oft teurer im Betrieb.

Replikationsmethoden bei Small-Cap-ETFs

Vollständige ReplikationPhysischDer ETF kauft alle im Index enthaltenen Aktien. Das ist bei sehr breiten Small-Cap-Indizes mit tausenden Werten oft aufwendig.
Optimiertes SamplingPhysischDer ETF kauft nur eine repräsentative Auswahl an Aktien, die den Index möglichst genau abbilden. Das ist bei Small-Cap-Indizes die häufigste Methode.
Synthetische ReplikationSwap-basiertDer ETF hält ein Sicherheitenportfolio und tauscht dessen Rendite über einen Swap gegen die Indexrendite. Bei Small-Cap-ETFs seltener anzutreffen.

06 · Checkliste

Checkliste: So wählst du den besten Small-Cap-ETF für 2026

Diese Kriterien helfen dir, aus den verfügbaren Small-Cap-ETFs den für dich passenden Fonds auszuwählen. Prüfe jeden Punkt, bevor du dich entscheidest.

Beginne mit dem Fondsvolumen. Ein ETF sollte mindestens 100 Millionen Euro verwalten, besser über 500 Millionen Euro, um das Risiko einer Fondsschließung zu senken. Der iShares MSCI World Small-Cap-UCITS ETF ist mit über 7 Milliarden Euro Fondsvolumen der mit Abstand größte seiner Klasse und damit sehr liquide.

Prüfe anschließend die Kosten und den Index. Bei globalen Small-Cap-ETFs sind Gesamtkostenquoten zwischen 0,20 und 0,45 Prozent üblich. Der MSCI World Small-Cap eignet sich für Industrieländer, der Russell 2000 für US-Nebenwerte und der MSCI ACWI Small-Cap für eine globale Abdeckung inklusive Schwellenländer. Achte außerdem auf die Ertragsverwendung: Thesaurierende ETFs legen Erträge automatisch wieder an und sind für den langfristigen Vermögensaufbau die praktikabelste Wahl.

  • Fondsvolumen: Mindestens 100 Millionen Euro, besser über 500 Millionen Euro, um das Schließungsrisiko zu senken.
  • Gesamtkostenquote: Bei globalen Small-Cap-ETFs sind Werte zwischen 0,20 und 0,45 Prozent üblich.
  • Index: MSCI World Small-Cap für Industrieländer, Russell 2000 für US-Nebenwerte, MSCI ACWI Small-Cap für globale Abdeckung inklusive Schwellenländer.
  • Replikationsmethode: Physische Replikation mit optimiertem Sampling ist bei Small-Cap-Indizes Standard und kosteneffizient.
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend für langfristigen Vermögensaufbau, ausschüttend für regelmäßige Erträge.

Auswahlkriterien für Small-Cap-ETFs

01

Fondsvolumen: Mindestens 100 Millionen Euro, besser über 500 Millionen Euro, um das Schließungsrisiko zu senken.

02

Gesamtkostenquote (TER): Bei globalen Small-Cap-ETFs sind Werte zwischen 0,20 und 0,45 Prozent üblich.

03

Index: MSCI World Small-Cap für Industrieländer, Russell 2000 für US-Nebenwerte, MSCI ACWI Small-Cap für globale Abdeckung inklusive Schwellenländer.

04

Replikationsmethode: Physische Replikation mit optimiertem Sampling ist bei Small-Cap-Indizes Standard und kosteneffizient.

05

Ertragsverwendung: Thesaurierend für langfristigen Vermögensaufbau, ausschüttend für regelmäßige Erträge.

06

Fondsdomizil: Irland ist bei UCITS-ETFs üblich und steuerlich für deutsche Anleger unkompliziert.

07

Anlagehorizont: Mindestens 10 bis 15 Jahre einplanen, da Small-Caps-Phasen der Underperformance haben können.

07 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Investieren in Small-Cap-ETFs

Nebenwerte verleiten zu Fehlentscheidungen, die deine Rendite schmälern können. Diese Punkte solltest du vermeiden.

Der häufigste Fehler ist ein zu kurzer Anlagehorizont. Wer nach wenigen Jahren aussteigt, erlebt möglicherweise genau die Phase, in der Small-Caps hinter Large-Caps zurückbleiben. Die Size-Prämie zeigt sich oft erst über Zeiträume von 10 bis 15 Jahren, und wer zu früh verkauft, realisiert nur die erhöhte Volatilität ohne die langfristige Mehrrendite.

Ein weiterer Fehler ist der Blick ausschließlich auf die vergangene Performance. Ein ETF, der zuletzt stark lief, muss das nicht wiederholen. Ebenso solltest du keine zu hohen Kosten akzeptieren: Eine TER über 0,45 Prozent ist bei breiten globalen Small-Cap-ETFs selten gerechtfertigt. Und ein Small-Cap-ETF ergänzt ein Large-Cap-Portfolio, ersetzt es aber nicht, da er nur etwa 14 Prozent der Marktkapitalisierung abdeckt.

  • Zu kurzer Anlagehorizont: Wer nach wenigen Jahren aussteigt, erlebt möglicherweise genau die Phase der Underperformance.
  • Nur auf die vergangene Performance schauen: Ein ETF, der zuletzt stark lief, muss das nicht wiederholen.
  • Zu hohe Kosten akzeptieren: Eine TER über 0,45 Prozent ist bei breiten globalen Small-Cap-ETFs selten gerechtfertigt.
  • Klumpenrisiko ignorieren: Ein Small-Cap-ETF ergänzt ein Large-Cap-Portfolio, ersetzt es aber nicht.
  • Micro Caps unterschätzen: Das kleinste Prozent der Unternehmen ist besonders spekulativ und nicht mit klassischen Small-Caps gleichzusetzen.

Fehler, die du bei Small-Cap-ETFs vermeiden solltest

·Zu kurzer Anlagehorizont: Wer nach wenigen Jahren aussteigt, erlebt möglicherweise genau die Phase, in der Small-Caps hinter Large-Caps zurückbleiben.
·Nur auf die vergangene Performance schauen: Ein ETF, der zuletzt stark lief, muss das nicht wiederholen.
·Zu hohe Kosten akzeptieren: Eine TER über 0,45 Prozent ist bei breiten globalen Small-Cap-ETFs selten gerechtfertigt.
·Klumpenrisiko ignorieren: Ein Small-Cap-ETF ergänzt ein Large-Cap-Portfolio, ersetzt es aber nicht.
·Die Size-Prämie als Garantie sehen: Historische Mehrrendite ist kein Versprechen für die Zukunft.

08 · Schritt für Schritt

ETF-Sparplan für Small-Caps: So baust du dein Depot auf

Ein ETF-Sparplan eignet sich, um regelmäßig in Small-Cap-ETFs zu investieren. Die Sparrate und die Kosten des Sparplans beeinflussen deinen langfristigen Vermögensaufbau.

Für den regelmäßigen Vermögensaufbau benötigst du zuerst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Achte darauf, dass der Anbieter den gewünschten Small-Cap-ETF im Sparplan führt und keine oder nur geringe Ordergebühren verlangt. Viele Broker bieten Sparpläne bereits ab 25 Euro monatlich an, manche sogar ab 1 Euro.

Wähle anschließend einen ETF mit ausreichendem Fondsvolumen, niedriger TER und passendem Index. Der iShares MSCI World Small-Cap-UCITS ETF ist mit über 7 Milliarden Euro Fondsvolumen der größte seiner Klasse und bei den meisten Brokern sparplanfähig. Lege dann eine monatliche Sparrate fest, die zu deinem Budget passt, und richte den Sparplan ein. Die Ausführung erfolgt automatisch zum gewählten Termin, sodass du dich um nichts weiter kümmern musst.

  • Depot eröffnen: Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker mit Zugang zu Small-Cap-ETFs.
  • ETF auswählen: Wähle einen Small-Cap-ETF mit ausreichendem Fondsvolumen, niedriger TER und passendem Index.
  • Sparrate festlegen: Lege eine monatliche Sparrate fest, die zu deinem Budget passt, viele Broker starten bei 25 Euro oder weniger.
  • Sparplan einrichten: Richte den Sparplan mit deinem gewählten ETF und der festgelegten Rate ein, die Ausführung läuft automatisch.
01

Depot eröffnen

Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Achte auf die Auswahl an Small-Cap-ETFs und die Kosten für Sparpläne.

02

ETF auswählen

Wähle einen Small-Cap-ETF mit ausreichendem Fondsvolumen, niedriger TER und passendem Index. Der iShares MSCI World Small-Cap-UCITS ETF ist mit über 7 Milliarden Euro Fondsvolumen der größte seiner Klasse.

03

Sparrate festlegen

Lege eine monatliche Sparrate fest, die zu deinem Budget passt.

04

Sparplan einrichten

Richte den Sparplan mit deinem gewählten ETF und der Sparrate ein. Die Ausführung erfolgt automatisch zum gewählten Termin.

05

Langfristig durchhalten

Bleib auch in schwachen Marktphasen investiert. Small-Caps brauchen einen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren.

09 · Was gilt

Steuern auf Small-Cap-ETF-Erträge

Erträge aus Small-Cap-ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Die Teilfreistellung reduziert die Steuerlast für Aktienfonds.

Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bevor diese Steuern fällig werden, kannst du deinen Sparer-Pauschbetrag nutzen: 1.000 Euro pro Person und Jahr bleiben steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2.000 Euro.

Für Aktienfonds wie Small-Cap-ETFs gilt außerdem die Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent deiner Erträge versteuert werden müssen. Die restlichen 30 Prozent bleiben steuerfrei, weil der Fonds auf Fondsebene bereits bestimmte Kosten getragen hat. Diese Regelung senkt deine effektive Steuerlast spürbar.

  • Sparer-Pauschbetrag pro Person und Jahr: 1.000 Euro steuerfrei.
  • Sparer-Pauschbetrag für zusammenveranlagte Ehepaare: 2.000 Euro steuerfrei.
  • Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge: 25 Prozent.
  • Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer: 5,5 Prozent der Abgeltungsteuer.
  • Teilfreistellung für Aktienfonds: 30 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei.

Regelung

·Sparer-Pauschbetrag pro Person und Jahr
·Sparer-Pauschbetrag für zusammenveranlagte Ehepaare
·Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge
·Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer
·Teilfreistellung für Aktienfonds

Wert

·1000 EUR steuerfrei
·2000 EUR steuerfrei

10 · Hintergrund

Diversifikation: Small-Caps als Ergänzung zum Kernportfolio

Small-Cap-ETFs erweitern die Streuung deines Depots über große Standardwerte hinaus. Die richtige Gewichtung hängt von deiner Risikobereitschaft ab.

Ein Portfolio, das nur aus Large-Cap-ETFs wie dem MSCI World besteht, blendet einen Teil des Aktienmarkts aus. Small-Caps machen je nach Indexdefinition etwa 14 Prozent der Marktkapitalisierung aus. Mit einem Small-Cap-ETF holst du diese Unternehmen in dein Depot und erhöhst die Diversifikation über Branchen und Geschäftsmodelle, die in großen Indizes unterrepräsentiert sind.

Die Beimischung von Small-Caps kann das Risiko-Rendite-Profil deines Portfolios verbessern. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass kleinere Unternehmen langfristig eine Mehrrendite gegenüber großen Konzernen erzielen können. Diese Size-Prämie ist jedoch mit höheren Schwankungen verbunden, sodass eine Beimischung von 10 bis 20 Prozent des Aktienanteils für die meisten Anlegerinnen ein sinnvoller Rahmen ist.

  • Small-Caps machen etwa 14 Prozent der Marktkapitalisierung aus und sind in reinen Large-Cap-Portfolios nicht enthalten.
  • Eine Beimischung von 10 bis 20 Prozent des Aktienanteils kann das Rendite-Risiko-Profil verbessern, ohne das Depot zu stark zu belasten.

Ein Portfolio, das nur aus Large-Cap-ETFs wie dem MSCI World besteht, blendet einen Teil des Aktienmarkts aus. Small-Caps machen je nach Indexdefinition etwa 14 Prozent der Marktkapitalisierung aus. Mit einem Small-Cap-ETF holst du diese Unternehmen in dein Depot und erhöhst die Diversifikation über Branchen und Geschäftsmodelle.

Die Beimischung von Small-Caps kann das Risiko-Rendite-Profil deines Portfolios verbessern. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass kleinere Unternehmen langfristig eine Mehrrendite gegenüber großen Konzernen erzielen können. Diese Size-Prämie ist jedoch mit höheren Schwankungen verbunden. In Krisen und Rezessionen stürzen Small-Caps oft tiefer ab als der Gesamtmarkt.

Für die Gewichtung gibt es keine feste Regel. Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist sinnvoll, wenn du gezielt auf die Size-Prämie setzen möchtest. Du solltest bereit sein, temporäre Underperformance und erhöhte Schwankungen auszuhalten.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026