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Aktien für Rentner: So findest du die passende Aktienquote für deinen Ruhestand

Aktien für Rentner sind kein Widerspruch, sondern oft ein sinnvoller Baustein, um die gestiegene Lebenserwartung finanziell abzusichern. Entscheidend ist, dass du deine Aktienquote an deinem persönlichen Risikoprofil und deinem Anlagehorizont ausrichtest.

10 Kapitel · 20 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Faustformel '100 minus Lebensalter' ist ein konservativer Ausgangspunkt, aber nicht der Weisheit letzter Schluss.
  • Ein global diversifizierter ETF auf den MSCI World oder FTSE All-World eignet sich für viele Rentner besser als die Auswahl von Einzelaktien.
  • Tagesgeld und Festgeld sichern deine Liquidität und sind durch die Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Bank und Kunde geschützt.
  • Eine Mischung aus Aktien-ETFs und Anleihen-ETFs kann die Schwankungen deines Gesamtportfolios reduzieren.

01 · Hintergrund

Warum sich Aktien für Rentner heute anders anfühlen als früher

Die Lebenserwartung im Ruhestand hat sich seit den 1960er-Jahren fast verdoppelt und liegt heute im Durchschnitt bei fast 20 Jahren. Dieser lange Zeitraum verändert den Anlagehorizont und macht eine reine Sicherheitsstrategie oft teuer.

Wer heute mit 65 in Rente geht, hat statistisch gesehen noch fast 20 Jahre vor sich. Dieser lange Zeitraum verändert den Anlagehorizont grundlegend, denn die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Aktien steigt mit der Anlagedauer überproportional an.

Gleichzeitig bedeutet ein längerer Ruhestand, dass dein Geld länger gegen die Inflation arbeiten muss. Eine Geldanlage, deren Rendite dauerhaft unter der Inflationsrate liegt, führt zu einem schleichenden Kaufkraftverlust. Deshalb kann eine moderate Aktienquote auch im Rentenalter helfen, dein Vermögen real zu erhalten oder sogar zu vermehren.

Die alte Faustregel, mit steigendem Alter automatisch alle Aktien abzustoßen, ergibt empirisch betrachtet wenig Sinn. Anleger, die ihre Aktienquote im Laufe des Lebens kontinuierlich erhöhen, erzielen auch im Ruhestand eine deutlich höhere Rendite als Investoren, die frühzeitig in renditearme Anleihen umschichten.

Wer mit 65 in den Ruhestand geht, hat statistisch gesehen noch fast zwei Jahrzehnte vor sich. In dieser Zeit können Aktien trotz kurzfristiger Verlustperioden eine höhere Rendite erzielen als reine Zinsanlagen. Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei der Aktienanlage steigt mit der Anlagedauer überproportional an.

Gleichzeitig bedeutet ein längerer Ruhestand, dass dein Geld länger gegen die Inflation arbeiten muss. Eine Geldanlage, deren Rendite dauerhaft unter der Inflationsrate liegt, führt zu einem schleichenden Kaufkraftverlust. Deshalb kann eine moderate Aktienquote auch im Rentenalter helfen, dein Vermögen real zu erhalten.

Wer mit 65 in den Ruhestand geht, hat statistisch gesehen noch fast zwei Jahrzehnte vor sich. In dieser Zeit können Aktien trotz kurzfristiger Verlustperioden eine höhere Rendite erzielen als reine Zinsanlagen. Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei der Aktienanlage steigt mit der Anlagedauer überproportional an.

Gleichzeitig bedeutet ein längerer Ruhestand, dass dein Geld länger gegen die Inflation arbeiten muss. Eine Geldanlage, deren Rendite dauerhaft unter der Inflationsrate liegt, führt zu einem schleichenden Kaufkraftverlust. Deshalb kann eine moderate Aktienquote auch im Rentenalter helfen, dein Vermögen real zu erhalten.

02 · Vergleich

Wie hoch darf deine Aktienquote im Rentenalter sein?

Die passende Aktienquote hängt von deiner Risikoneigung ab, nicht allein von deinem Geburtsjahr. Wer Kursschwankungen aushält, kann auch mit 70 noch einen relevanten Teil seines Vermögens in Aktien halten.

Entscheidend ist, dass du dich mit deiner Anlage wohlfühlst.

Die klassische Faustformel „Aktienquote = 100 minus Lebensalter" ist einfach zu berechnen und sehr sicherheitsorientiert. Ein 65-jähriger Rentner würde danach höchstens 35 Prozent seines Vermögens in Aktien anlegen, ein 78-Jähriger nur noch 22 Prozent. Diese Strategie sorgt für relativ hohe Sicherheit im Depot, geht aber zu Lasten der Rendite.

Die bedarfsorientierte Aufteilung berücksichtigt dagegen deine Vermögenshöhe, die Art der Aktienanlage und deine persönlichen Ziele. Wer an der Renditeschraube drehen möchte, kann auch im fortgeschrittenen Alter ein Drittel seines Vermögens in Aktien investieren. Wem es schlaflose Nächte bereitet, wenn die Kurse fallen, sollte die Aktienquote niedriger ansetzen.

  • Die Faustformel 100 minus Alter ist starr und ignoriert dein Gesamtvermögen sowie deine Ziele.
  • Die bedarfsorientierte Aufteilung richtet sich nach deinem Risikoprofil und deinem Liquiditätsbedarf.
  • Mit 65 Jahren liegt die Obergrenze nach der Faustformel bei 35 Prozent Aktien, nach Bedarf ist auch ein Drittel oder mehr möglich.
  • Mit 78 Jahren erlaubt die Faustformel höchstens 22 Prozent Aktien, die bedarfsorientierte Quote ist individuell.

Zwei Ansätze für die Aktienquote im Vergleich: Die Faustformel 100 minus Alter senkt die Aktienquote strikt mit jedem Lebensjahr. Die bedarfsorientierte Aufteilung richtet die Aktienquote nach Risikoprofil und Liquiditätsbedarf aus. Ein Beispiel mit 65 Jahren: höchstens 35 Prozent Aktien nach Faustformel, auch ein Drittel oder mehr möglich, wenn du dich damit wohlfühlst. Mit 78 Jahren sind es nach Faustformel höchstens 22 Prozent, individuell abhängig von Gesamtvermögen und Zielen.

Zwei Ansätze für die Aktienquote im Vergleich
Faustformel 100 minus AlterBedarfsorientierte Aufteilung
GrundideeAktienquote sinkt strikt mit jedem LebensjahrAktienquote richtet sich nach Risikoprofil und Liquiditätsbedarf
VorteilEinfach zu berechnen und sehr sicherheitsorientiertBerücksichtigt Vermögenshöhe, Anlageform und persönliche Ziele
NachteilGeht zulasten der Rendite und ignoriert die lange Lebenserwartung

03 · Schritt für Schritt

In 4 Schritten zu deiner Aktienstrategie im Ruhestand

Bevor du Aktien kaufst, hilft eine Bestandsaufnahme deiner gesamten Finanzen. So stellst du sicher, dass deine Aktienanlage zu deiner übrigen Vermögensaufteilung passt.

Die Verbraucherzentrale rät, gedanklich vier Stapel anzulegen: Einlagen, Aktienverträge, Immobilienvermögen und Rohstoffinvestitionen.

Im zweiten Schritt legst du einen Liquiditätspuffer fest. Bevor du in Aktien investierst, sollte ein ausreichender Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto liegen. Unvorhergesehene Ausgaben wie eine neue Waschmaschine oder eine teure Reparatur sollten deine Aktienstrategie nicht durcheinanderbringen.

Bestandsaufnahme durchführen: Ermittle deinen monatlichen Bedarf und die verfügbare Geldmenge. Lege gedanklich vier Stapel an: Einlagen, Aktienverträge, Immobilienvermögen und Rohstoffinvestitionen. So erkennst du, wo du bereits stark aufgestellt bist.

Liquiditätspuffer festlegen: Bevor du in Aktien investierst, sollte ein ausreichender Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto liegen. Unvorhergesehene Ausgaben wie eine neue Waschmaschine oder eine teure Reparatur sollten deine Aktienstrategie nicht durcheinanderbringen.

Risikoprofil bestimmen: Frage dich ehrlich, wie du reagierst, wenn dein Depot in einer Krise 20 Prozent an Wert verliert. Deine Aktienquote muss so gewählt sein, dass du in dieser Situation nicht panisch verkaufst.

Umsetzung mit ETFs: Für die meisten Rentner sind breit gestreute Indexfonds die einfachste Lösung. Ein ETF auf den MSCI World und einer auf den MSCI Emerging Markets ergeben bereits eine breite Streuung über viele Regionen und Branchen.

01

Bestandsaufnahme durchführen

Ermittle deinen monatlichen Bedarf und die verfügbare Geldmenge. Lege gedanklich vier Stapel an: Einlagen, Aktienverträge, Immobilienvermögen und Rohstoffinvestitionen. So erkennst du, wo du bereits stark aufgestellt bist.

02

Liquiditätspuffer festlegen

Bevor du in Aktien investierst, sollte ein ausreichender Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto liegen. Unvorhergesehene Ausgaben wie eine neue Waschmaschine oder eine teure Reparatur sollten deine Aktienstrategie nicht durcheinanderbringen.

03

Risikoprofil bestimmen

Frage dich ehrlich, wie du reagierst, wenn dein Depot an Wert verliert. Wer dann panisch verkauft, braucht eine niedrigere Aktienquote als jemand, der solche Schwankungen aussitzen kann.

04

Umsetzung mit ETFs

Für die meisten Rentner sind breit gestreute ETFs auf den MSCI World oder den FTSE All-World die einfachste Lösung. Sie vermeiden das Risiko von Einzelaktien und bilden das globale Aktienuniversum kostengünstig ab.

04 · Was gilt

Welche Geldanlagen für Rentner sich kombinieren lassen

Aktien sind nur ein Baustein. Ein ausgewogenes Portfolio für das Rentenalter kombiniert schwankungsarme Anlagen mit renditestärkeren Aktien, damit du nicht gezwungen bist, in einer Krise Anteile zu verkaufen.

Aktien sind nur ein Baustein. Ein ausgewogenes Portfolio für das Rentenalter kombiniert schwankungsarme Anlagen mit renditestärkeren Aktien, damit du nicht gezwungen bist, in einer Krise Anteile zu verkaufen. Die Mischung entscheidet darüber, wie ruhig du deinen Ruhestand finanziell genießen kannst.

Gut kombinierbar mit Aktien sind Tagesgeldkonten für den Notgroschen und kurzfristige Ausgaben sowie Festgeld mit fester Laufzeit für planbare Anschaffungen in ein bis drei Jahren. Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit guter Bonität eignen sich als schwankungsarmer Puffer. Global diversifizierte Aktien-ETFs auf MSCI World oder FTSE All-World bilden den renditestärkeren Teil.

Eher ungeeignet oder kritisch sind Sparbücher mit sehr niedrigen Zinsen, die oft unter der Inflationsrate liegen. Auch Kapitallebensversicherungen gelten aufgrund fragwürdiger Gebühren und oft unübersichtlicher Kosten nicht mehr als gute Option für Rentner. Das Anhäufen von Bargeld zu Hause oder auf Girokonten bringt ebenfalls keine Rendite.

  • Tagesgeldkonto für den Notgroschen und kurzfristige Ausgaben ist gut kombinierbar mit Aktien.
  • Festgeld mit fester Laufzeit für planbare Anschaffungen in ein bis drei Jahren ergänzt Aktien sinnvoll.
  • Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit guter Bonität dienen als schwankungsarmer Puffer.
  • Global diversifizierte Aktien-ETFs auf MSCI World oder FTSE All-World bilden den renditestärkeren Teil.
  • Vermietete Immobilien sind als ergänzende Ertragsquelle geeignet, sofern ausreichend Kapital vorhanden ist.
  • Sparbücher mit sehr niedrigen Zinsen liegen oft unter der Inflationsrate und sind eher ungeeignet.
  • Kapitallebensversicherungen mit fragwürdigen Gebühren und unübersichtlichen Kosten sind kritisch zu sehen.

Geeignete Bausteine für die Geldanlage im Rentenalter: Gut kombinierbar mit Aktien sind Tagesgeldkonto für den Notgroschen und kurzfristige Ausgaben, Festgeld mit fester Laufzeit für planbare Anschaffungen in ein bis drei Jahren, Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit guter Bonität als schwankungsarmer Puffer, global diversifizierte Aktien-ETFs auf MSCI World oder FTSE All-World sowie vermietete Immobilien als ergänzende Ertragsquelle, sofern ausreichend Kapital vorhanden ist. Eher ungeeignet oder kritisch sind Sparbücher mit sehr niedrigen Zinsen, die oft unter der Inflationsrate liegen, und Kapitallebensversicherungen mit fragwürdigen Gebühren.

Gut kombinierbar mit Aktien

·Tagesgeldkonto für den Notgroschen und kurzfristige Ausgaben
·Festgeld mit fester Laufzeit für planbare Anschaffungen in ein bis drei Jahren
·Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit guter Bonität als schwankungsarmer Puffer
·Global diversifizierte Aktien-ETFs auf MSCI World oder FTSE All-World
·Vermietete Immobilien als ergänzende Ertragsquelle, sofern ausreichend Kapital vorhanden ist

Eher ungeeignet oder kritisch

·Sparbücher mit sehr niedrigen Zinsen, die oft unter der Inflationsrate liegen
·Kapitallebensversicherungen mit fragwürdigen Gebühren und unübersichtlichen Kosten
·Bargeldanhäufung zu Hause oder auf einem unverzinsten Girokonto
·Einzelaktien ohne ausreichende Diversifikation, wenn du das Auswahlrisiko nicht tragen willst

05 · Kosten

Was kostet dich ein Aktien-ETF im Ruhestand?

Die laufenden Kosten deiner Geldanlage schmälern deine Rendite direkt. Bei ETFs sind die Kosten transparent und im Vergleich zu aktiven Fonds meist deutlich niedriger.

Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei breit streuenden Aktien-ETFs oft zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr.

Beim Kauf eines ETF fällt je nach Anbieter eine Ordergebühr an, die oft zwischen 0 und 15 EUR liegt. Die Depotführungsgebühr beträgt bei vielen Anbietern 0 EUR. Diese Kostenpunkte solltest du vor dem Kauf kennen, damit sie deine Rendite nicht unnötig schmälern.

Die Abgeltungsteuer auf Gewinne beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag. Beachte den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person und Jahr. Bis zu dieser Höhe bleiben Kapitalerträge steuerfrei, bei Ehepaaren sind es 2000 EUR gemeinsam.

  • Die laufenden ETF-Kosten (TER) pro Jahr liegen bei 0,1 bis 0,5 Prozent.
  • Die Ordergebühr beim Kauf beträgt oft 0 bis 15 EUR je nach Anbieter.
  • Die Depotführungsgebühr liegt bei vielen Anbietern bei 0 EUR.
  • Die Abgeltungsteuer auf Gewinne beträgt 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag.

Typische Kostenpunkte bei einem ETF-Depot: Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei breit streuenden Aktien-ETFs oft zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. Die Ordergebühr beim Kauf beträgt oft 0 bis 15 EUR je nach Anbieter. Die Depotführungsgebühr liegt bei vielen Anbietern bei 0 EUR. Die Abgeltungsteuer auf Gewinne beträgt 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag. Beachte den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person und Jahr, bis zu dieser Höhe bleiben Kapitalerträge steuerfrei, bei Ehepaaren sind es 2000 EUR gemeinsam.

Typische Kostenpunkte bei einem ETF-Depot

Kosten eines breit gestreuten ETFsGelten als kostengünstig
Abgeltungsteuer auf Gewinne25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag

06 · Im Vertrag

Steuern auf Aktien und ETFs im Rentenalter

Auch als Rentner musst du auf Kapitalerträge Abgeltungsteuer zahlen. Der Sparer-Pauschbetrag hilft dir, einen Teil deiner Erträge steuerfrei zu vereinnahmen.

Pro Person und Jahr sind 1000 EUR steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren 2000 EUR.

Auf Kapitalerträge wie Dividenden und Kursgewinne werden 25 Prozent Abgeltungsteuer fällig, zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer. Das gilt für alle Anleger, unabhängig vom Alter. Deine Rente ändert daran nichts.

Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs mit mindestens 51 Prozent Aktienanteil bleibt ein Teil deiner Erträge steuerfrei. Die Teilfreistellung beträgt 30 Prozent, das senkt deine effektive Steuerlast spürbar. Verluste aus Aktiengeschäften kannst du mit Gewinnen aus Aktien verrechnen.

  • Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 EUR pro Person und Jahr, bei Ehepaaren bei 2000 EUR.
  • Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf Kapitalerträge wie Dividenden und Kursgewinne.
  • Der Solidaritätszuschlag liegt bei 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
  • Die Teilfreistellung für Aktienfonds beträgt 30 Prozent, wenn der Aktienanteil mindestens 51 Prozent beträgt.

Die wichtigsten Steuerregeln für deine Aktienanlage: Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 EUR pro Person und Jahr, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 EUR. Darüber hinaus fällt Abgeltungsteuer an. Auf Kapitalerträge wie Dividenden und Kursgewinne werden 25 Prozent Abgeltungsteuer fällig, zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer. Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs mit mindestens 51 Prozent Aktienanteil bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei, das senkt deine effektive Steuerlast.

Die wichtigsten Steuerregeln für deine Aktienanlage

Sparer-PauschbetragFreibetrag1000 EUR pro Person und Jahr sind steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren 2000 EUR. Darüber hinaus fällt Abgeltungsteuer an.
AbgeltungsteuerSteuersatzAuf Kapitalerträge wie Dividenden und Kursgewinne werden 25 Prozent Abgeltungsteuer fällig, zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer.
TeilfreistellungAktienfondsBei Aktienfonds und Aktien-ETFs mit mindestens 51 Prozent Aktienanteil bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Das senkt deine effektive Steuerlast.
VerlustverrechnungVerlusteVerluste aus Aktienverkäufen kannst du mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnen. Das mindert deine Steuerlast in guten Börsenjahren.

07 · Checkliste

Checkliste: Das macht eine solide Aktienstrategie für Rentner aus

Mit dieser Liste prüfst du, ob deine Aktienanlage zu deiner Lebenssituation im Ruhestand passt. Gehe die Punkte ehrlich durch, bevor du Geld investierst.

Eine solide Strategie beginnt mit einem Notgroschen und endet mit einem klaren Plan für Entnahmen.

Deine Aktienquote ist so gewählt, dass du auch bei einem Kursrutsch von 20 Prozent ruhig schlafen kannst. Du investierst in breit gestreute ETFs statt in wenige Einzelaktien. Dein Aktien-ETF bildet viele Regionen und Branchen ab, zum Beispiel über den MSCI World oder FTSE All-World.

Du kombinierst Aktien mit Anleihen oder Festgeld, um die Schwankungen deines Depots zu dämpfen. Du kennst die laufenden Kosten deiner ETFs und deines Depots. Du hast einen Freistellungsauftrag gestellt, damit du den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person und Jahr nutzt.

  • Ein Notgroschen von mindestens drei bis sechs Monatsausgaben liegt auf einem Tagesgeldkonto.
  • Deine Aktienquote ist so gewählt, dass du auch bei einem Kursrutsch von 20 Prozent ruhig schlafen kannst.
  • Du investierst in breit gestreute ETFs statt in wenige Einzelaktien.
  • Dein Aktien-ETF bildet viele Regionen und Branchen ab, zum Beispiel über den MSCI World oder FTSE All-World.
  • Du kombinierst Aktien mit Anleihen oder Festgeld, um die Schwankungen deines Depots zu dämpfen.
  • Du kennst die laufenden Kosten deiner ETFs und deines Depots.
  • Du hast einen Freistellungsauftrag gestellt, um den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person und Jahr zu nutzen.

Deine Aktienstrategie im Ruhestand: Ein Notgroschen von mindestens drei bis sechs Monatsausgaben liegt auf einem Tagesgeldkonto. Deine Aktienquote ist so gewählt, dass du auch bei einem Kursrutsch von 20 Prozent ruhig schlafen kannst. Du investierst in breit gestreute ETFs statt in wenige Einzelaktien. Dein Aktien-ETF bildet viele Regionen und Branchen ab, zum Beispiel über den MSCI World oder FTSE All-World. Du kombinierst Aktien mit Anleihen oder Festgeld, um die Schwankungen deines Depots zu dämpfen. Du kennst die laufenden Kosten deiner ETFs und deines Depots. Du hast einen Freistellungsauftrag gestellt, um den Sparer-Pauschbetrag zu nutzen.

Deine Aktienstrategie im Ruhestand

01

Ein Notgroschen von mindestens drei bis sechs Monatsausgaben liegt auf einem Tagesgeldkonto.

02

Du investierst in breit gestreute ETFs statt in wenige Einzelaktien.

03

Dein Aktien-ETF bildet viele Regionen und Branchen ab, zum Beispiel über den MSCI World oder FTSE All-World.

04

Du kombinierst Aktien mit Anleihen oder Festgeld, um die Schwankungen deines Depots zu dämpfen.

05

Du kennst die laufenden Kosten deiner ETFs und deines Depots.

06

Du hast einen Freistellungsauftrag in Höhe des Sparer-Pauschbetrags gestellt.

07

Du überprüfst deine Anlagestrategie einmal im Jahr und passt sie nur bei Bedarf an.

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei Aktien für Rentner

Viele Rentner begehen vermeidbare Fehler, die ihre Rendite schmälern oder ihr Risiko unnötig erhöhen. Wer diese Fallstricke kennt, kann sie umgehen.

Der größte Fehler ist oft nicht der Aktienkauf, sondern die falsche Mischung oder das falsche Verhalten in Krisen.

Komplett auf Aktien zu verzichten und das gesamte Vermögen auf Sparbüchern oder Girokonten zu parken, führt dazu, dass die Inflation die Kaufkraft auffrisst. Die Aktienquote zu hoch anzusetzen und dann in einer Krise panisch zu verkaufen, ist ebenso schädlich. Beides lässt sich durch eine ehrliche Bestandsaufnahme vermeiden.

In Einzelaktien zu investieren, ohne das Unternehmen zu verstehen, erzeugt ein unnötiges Klumpenrisiko. Die Kosten der Geldanlage zu ignorieren, etwa hohe Ordergebühren oder teure aktive Fonds, nagt an der Rendite. Den Sparer-Pauschbetrag nicht zu nutzen, führt zu unnötig hohen Steuerzahlungen.

  • Komplett auf Aktien verzichten und das gesamte Vermögen auf Sparbüchern oder Girokonten parken, wo die Inflation die Kaufkraft auffrisst.
  • Die Aktienquote zu hoch ansetzen und dann in einer Krise panisch verkaufen, weil die Verluste emotional zu belastend sind.
  • In Einzelaktien investieren, ohne das Unternehmen zu verstehen, und so ein unnötiges Klumpenrisiko eingehen.
  • Die Kosten der Geldanlage ignorieren, etwa hohe Ordergebühren oder teure aktive Fonds, die an der Rendite nagen.
  • Den Sparer-Pauschbetrag nicht nutzen und so unnötig Steuern auf Kapitalerträge zahlen.

Diese Fehler solltest du bei der Aktienanlage vermeiden: Komplett auf Aktien verzichten und das gesamte Vermögen auf Sparbüchern oder Girokonten parken, wo die Inflation die Kaufkraft auffrisst. Die Aktienquote zu hoch ansetzen und dann in einer Krise panisch verkaufen, weil die Verluste emotional zu belastend sind. In Einzelaktien investieren, ohne das Unternehmen zu verstehen, und so ein unnötiges Klumpenrisiko eingehen. Die Kosten der Geldanlage ignorieren, etwa hohe Ordergebühren oder teure aktive Fonds, die an der Rendite nagen. Den Sparer-Pauschbetrag nicht nutzen und so unnötig Steuern zahlen.

Diese Fehler solltest du bei der Aktienanlage vermeiden

·Komplett auf Aktien verzichten und das gesamte Vermögen auf Sparbüchern oder Girokonten parken, wo die Inflation die Kaufkraft auffrisst.
·Die Aktienquote zu hoch ansetzen und dann in einer Krise panisch verkaufen, weil die Verluste emotional zu belastend sind.
·In Einzelaktien investieren, ohne das Unternehmen zu verstehen, und so ein unnötiges Klumpenrisiko eingehen.
·Die Kosten der Geldanlage ignorieren, etwa hohe Ordergebühren oder teure aktive Fonds, die an der Rendite nagen.
·Den Sparer-Pauschbetrag nicht nutzen und so unnötig Steuern auf Kapitalerträge zahlen.
·Die gesamte Anlagesumme auf einmal in Aktien investieren und dann bei einem unmittelbaren Kursrutsch in Panik geraten.
·Anleihen mit schlechter Bonität kaufen, nur weil sie höhere Zinsen versprechen, und damit das Risiko im Portfolio erhöhen.

09 · Hintergrund

So kombinierst du Aktien, Anleihen und Tagesgeld im Ruhestand

Ein ausgewogenes Portfolio für Rentner besteht selten aus nur einer Anlageklasse. Die Mischung aus Aktien, Anleihen und Tagesgeld entscheidet darüber, wie ruhig du deinen Ruhestand finanziell genießen kannst.

Ein global diversifiziertes Portfolio aus Aktien und Anleihen minimiert das Gesamtrisiko, weil die beiden Anlageklassen oft nicht gleichzeitig fallen.

Während Aktien für Wachstum sorgen, federn Anleihen und Tagesgeld die Schwankungen ab. Für den Anleiheanteil eignen sich ETFs auf Staats- und Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Achte darauf, dass die Bonitätsnoten der enthaltenen Papiere zu deinem Risikoprofil passen, denn je schlechter die Bonität, desto höher die Rendite, aber auch das Risiko.

Tagesgeld und Festgeld übernehmen die Rolle des sicheren Bodens. Sie sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Bank und Kunde geschützt. Diese Mischung erlaubt es dir, in einer Aktienkrise nicht verkaufen zu müssen, sondern auf den sicheren Teil deines Portfolios zurückzugreifen.

Ein global diversifiziertes Portfolio aus Aktien und Anleihen minimiert das Gesamtrisiko, weil die beiden Anlageklassen oft nicht gleichzeitig fallen. Während Aktien für Wachstum sorgen, federn Anleihen und Tagesgeld die Schwankungen ab.

Für den Anleiheanteil eignen sich ETFs auf Staats- und Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Achte darauf, dass die Bonitätsnoten der enthaltenen Papiere zu deinem Risikoprofil passen. Je schlechter die Bonität, desto höher die Rendite, aber auch das Risiko.

Tagesgeld und Festgeld übernehmen die Rolle des sicheren Bodens. Sie sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Bank und Kunde geschützt. So kannst du in einer Aktienkrise auf den sicheren Teil deines Portfolios zurückgreifen, statt Anteile mit Verlust zu verkaufen.

Ein global diversifiziertes Portfolio aus Aktien und Anleihen minimiert das Gesamtrisiko, weil die beiden Anlageklassen oft nicht gleichzeitig fallen. Während Aktien für Wachstum sorgen, federn Anleihen und Tagesgeld die Schwankungen ab.

Für den Anleiheanteil eignen sich ETFs auf Staats- und Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Achte darauf, dass die Bonitätsnoten der enthaltenen Papiere zu deinem Risikoprofil passen. Je schlechter die Bonität, desto höher die Rendite, aber auch das Risiko.

Tagesgeld und Festgeld übernehmen die Rolle des sicheren Bodens. Sie sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Bank und Kunde geschützt. In Hochzinsphasen bieten sie zudem eine akzeptable laufende Verzinsung, die deine Liquidität stärkt.

10 · Vergleich

Immobilien als Alternative oder Ergänzung zu Aktien für Rentner

Neben Aktien können auch vermietete Immobilien laufende Erträge im Ruhestand liefern. Allerdings binden sie deutlich mehr Kapital und sind weniger flexibel als ein ETF-Depot.

Für den Kauf einer Immobilie muss eine weitaus größere Summe an Kapital zur Verfügung gestellt werden als bei einer Investition in Unternehmensbeteiligungen.

Ein Aktien-ETF ist bereits mit kleinen Beträgen möglich, oft ab 25 EUR pro Sparplan. Er ist täglich handelbar, und Anteile können in kleinen Stücken verkauft werden. Die laufenden Erträge kommen als Dividenden oder Ausschüttungen, je nach ETF, und der Verwaltungsaufwand ist gering, weil das Depot weitgehend automatisch läuft.

Eine vermietete Immobilie erfordert dagegen oft sechsstellige Beträge. Der Verkauf dauert Monate und verursacht hohe Transaktionskosten. Die laufenden Erträge sind Mieteinnahmen abzüglich Instandhaltung und Verwaltung, und der Verwaltungsaufwand ist hoch durch Mieterwechsel, Reparaturen und laufende Pflichten.

  • Ein Aktien-ETF ist bereits mit kleinen Beträgen möglich, oft ab 25 EUR pro Sparplan.
  • Eine vermietete Immobilie erfordert oft sechsstellige Beträge als Kapitaleinsatz.
  • Ein Aktien-ETF ist täglich handelbar, Anteile können in kleinen Stücken verkauft werden.
  • Der Verkauf einer Immobilie dauert Monate und verursacht hohe Transaktionskosten.
  • Die laufenden Erträge eines Aktien-ETF sind Dividenden oder Ausschüttungen, je nach ETF.
  • Die laufenden Erträge einer Immobilie sind Mieteinnahmen abzüglich Instandhaltung und Verwaltung.
  • Der Verwaltungsaufwand eines Aktien-ETF ist gering, das Depot läuft weitgehend automatisch.
  • Der Verwaltungsaufwand einer Immobilie ist hoch durch Mieterwechsel, Reparaturen und laufende Pflichten.

Aktien-ETF oder vermietete Immobilie im Rentenalter: Ein Aktien-ETF ist bereits mit kleinen Beträgen möglich, oft ab 25 EUR pro Sparplan, während eine vermietete Immobilie oft sechsstellige Beträge erfordert. Der Aktien-ETF ist täglich handelbar und Anteile können in kleinen Stücken verkauft werden, der Verkauf einer Immobilie dauert Monate und verursacht hohe Transaktionskosten. Die laufenden Erträge sind beim ETF-Dividenden oder Ausschüttungen, bei der Immobilie Mieteinnahmen abzüglich Instandhaltung und Verwaltung. Der Verwaltungsaufwand ist beim ETF gering, bei der Immobilie hoch durch Mieterwechsel, Reparaturen und laufende Pflichten.

Aktien-ETF oder vermietete Immobilie im Rentenalter
Aktien-ETFVermietete Immobilie
KapitalbedarfHoher Kapitaleinsatz, oft sechsstellige Beträge nötig
FlexibilitätTäglich handelbar, Anteile können in kleinen Stücken verkauft werdenVerkauf dauert Monate und verursacht hohe Transaktionskosten
Laufende ErträgeDividenden oder Ausschüttungen, je nach ETFMieteinnahmen abzüglich Instandhaltung und Verwaltung
Verwaltungs­aufwandHoch, Mieterwechsel, Reparaturen und Abrechnungen kosten Zeit
RisikoKursschwankungen, breit gestreut über viele Unternehmen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026