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Aktien für Studenten: So legst du schon im Studium sinnvoll Geld an

Als Studentin oder Student hast du einen entscheidenden Vorteil: Zeit. Schon kleine monatliche Beträge in Aktien oder ETFs können sich über Jahrzehnte zu einem beachtlichen Vermögen entwickeln.

10 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein ETF-Sparplan auf den MSCI World ist für Studierende oft der einfachste Einstieg in die Geldanlage.
  • Bereits 25 Euro im Monat reichen aus, um den Zinseszinseffekt langfristig zu nutzen.
  • Ein eigenes Depot ist die Grundlage für den Kauf von Wertpapieren und lässt sich in der Regel kostenlos eröffnen.
  • Für Kapitalerträge gilt 2026 ein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr.

01 · Hintergrund

Warum sich Aktien für Studenten schon früh lohnen

Der größte Vorteil im Studium ist nicht das Einkommen, sondern die lange Anlagedauer. Wer früh beginnt, profitiert überproportional vom Zinseszinseffekt.

Der entscheidende Hebel für dich ist nicht die Höhe deiner Sparrate, sondern die Anzahl der Jahre, in denen dein Geld angelegt bleibt. Wer bereits mit 20 Jahren beginnt, muss monatlich deutlich weniger zurücklegen als jemand, der erst mit 35 oder 40 Jahren startet, um am Ende auf denselben Betrag zu kommen. Der Grund dafür ist der Zinseszinseffekt, bei dem du nicht nur auf deine eingezahlten Beträge, sondern auch auf die bereits erwirtschafteten Gewinne eine Rendite erhältst.

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Wirkung: Legst du 25 Euro monatlich über einen Zeitraum von 40 Jahren bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent an, wächst daraus ein hoher fünfstelliger Betrag. Der größte Teil dieses Endvermögens besteht dann nicht aus deinen eigenen Einzahlungen, sondern aus den Erträgen, die dein Geld im Laufe der Zeit selbst erwirtschaftet hat. Deshalb ist der frühe Einstieg für dich als Studentin oder Student so wertvoll, auch wenn die monatlichen Beträge zunächst klein sind.

Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich besonders thesaurierende Fonds, die Erträge automatisch wieder anlegen. So nutzt du den Zinseszinseffekt ohne weiteres Zutun und vermeidest es, ausgeschüttete Beträge versehentlich auszugeben.

  • Beginne so früh wie möglich, auch wenn du nur 25 Euro im Monat entbehren kannst.
  • Wähle einen thesaurierenden Fonds, damit Gewinne automatisch reinvestiert werden.
  • Lass den Sparplan über viele Jahre ununterbrochen weiterlaufen.

Beim Investieren zählt nicht der perfekte Zeitpunkt, sondern die Dauer, in der dein Geld für dich arbeitet. Schon 25 Euro monatlich reichen, um mit einem ETF-Sparplan zu starten.

Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass du nicht nur auf deine eingezahlten Beträge eine Rendite erhältst, sondern auch auf die bereits erwirtschafteten Gewinne. Je länger der Zeitraum, desto stärker wirkt dieser Effekt.

Als Studentin oder Student hast du diesen Zeitvorsprung. Selbst wenn du nur kleine Beträge entbehren kannst, legst du damit den Grundstein für deine Altersvorsorge oder spätere finanzielle Ziele.

02 · Vergleich

ETF-Sparplan oder Einzelaktien: Was passt zu dir?

Für die meisten Studierenden ist ein ETF-Sparplan der einfachere Weg. Der direkte Vergleich zeigt die Unterschiede bei Risiko, Aufwand und Kosten.

Ein ETF-Sparplan bündelt dein Geld in einen börsengehandelten Fonds, der einen ganzen Index wie den MSCI World abbildet. Dadurch streust du dein Risiko automatisch über viele Unternehmen und Länder, ohne dich um die Auswahl einzelner Aktien kümmern zu müssen. Einzelaktien hingegen machen dich zum Miteigentümer eines einzigen Unternehmens, dessen Kursentwicklung stark von dessen Geschäftserfolg abhängt.

Für die meisten Studierenden ist der ETF-Sparplan der einfachere Einstieg, weil der Zeitaufwand gering bleibt und kein Expertenwissen nötig ist. Einzelaktien erfordern dagegen eine regelmäßige und gründliche Analyse des jeweiligen Unternehmens, seiner Branche und seiner Zukunftsaussichten. Wer diese Zeit nicht aufbringen möchte, fährt mit einem breit gestreuten ETF in der Regel besser.

Die Kosten unterscheiden sich ebenfalls: ETFs sind meist günstig und bereits ab 25 Euro monatlich sparplanfähig, während der Kauf einzelner Aktien bei kleinen Beträgen durch Gebühren relativ teurer wird. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich.

  • Risiko: Ein ETF streut breit, eine Einzelaktie hängt von einem Unternehmen ab.
  • Zeitaufwand: Ein ETF-Sparplan läuft automatisch, Einzelaktien verlangen laufende Information.
  • Kosten: ETFs sind meist günstig, Einzelaktien bei kleinen Beträgen relativ teurer.
ETF-Sparplan und Einzelaktien im Vergleich für Studierende
ETF-SparplanEinzelaktien
RisikoBreite Streuung über viele Unternehmen, geringere KursschwankungenHängt stark von einem einzelnen Unternehmen ab, höheres Risiko
ZeitaufwandGering, einmal einrichten und automatisch weiterlaufen lassenHoch, regelmäßige Information über Unternehmen und Märkte nötig
KostenMeist günstige jährliche Gebühren, oft sparplanfähig ab 25 EuroKauf- und Verkaufskosten, bei kleinen Beträgen relativ teurer
EinstiegshürdeNiedrig, kein Expertenwissen erforderlichHöher, Unternehmensanalyse und Marktverständnis sinnvoll

03 · Was gilt

Welche Wertpapiere für Studierende infrage kommen

Nicht jedes Wertpapier eignet sich gleich gut für den Vermögensaufbau im Studium. Die Auswahl reicht von breit gestreuten ETFs bis zu einzelnen Aktien.

Für den Einstieg eignen sich vor allem breit gestreute Indexfonds, die einen großen Markt abbilden. Ein ETF auf den MSCI World enthält Unternehmen aus vielen Industrieländern und reduziert so das Risiko, das mit der Entwicklung eines einzelnen Landes oder Sektors verbunden ist. Auch ein ETF auf den DAX, der die 40 größten deutschen Unternehmen abbildet, kann als Beimischung sinnvoll sein, ist aber weniger breit aufgestellt.

Nachhaltige ETFs kombinieren die breite Streuung mit ethischen und ökologischen Kriterien und sind eine Option, wenn dir bestimmte Ausschlusskriterien wichtig sind. Sparplanfähige Indexfonds ermöglichen dir die automatisierte Anlage kleiner Beträge, was für ein studentisches Budget besonders praktisch ist. Einzelne Aktien sind nur dann geeignet, wenn du bereit bist, dich vor dem Kauf intensiv mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen.

Weniger geeignet für den langfristigen Vermögensaufbau sind hochspekulative Derivate oder Hebelprodukte, da sie zu einem Totalverlust des eingesetzten Geldes führen können. Auch Anlagen mit hohen Ausgabeaufschlägen oder Verwaltungsgebühren solltest du meiden, weil sie deine Rendite über viele Jahre spürbar schmälern.

  • Gut geeignet: ETF auf den MSCI World, ETF auf den DAX, nachhaltige ETFs, sparplanfähige Indexfonds.
  • Eher ungeeignet: Einzelaktien ohne vorherige Analyse, Derivate, Hebelprodukte, Anlagen mit hohen Gebühren.
  • Kaufe nur Wertpapiere, deren Funktionsweise du vollständig verstehst.

Gut geeignet

·ETF auf den MSCI World (breite Streuung über Industrie- und Schwellenländer)
·ETF auf den DAX (Abbildung der 40 größten deutschen Unternehmen)
·Nachhaltige ETFs (Kombination aus Rendite und ethischen Kriterien)
·Sparplanfähige Indexfonds (automatisierte Anlage kleiner Beträge)

Eher ungeeignet

·Einzelne Aktien ohne vorherige Unternehmensanalyse
·Hochspekulative Derivate oder Hebelprodukte
·Anlagen mit hohen Ausgabeaufschlägen oder Verwaltungsgebühren
·Wertpapiere, die du nicht verstehst

04 · Schritt für Schritt

So richtest du deinen Aktien-Sparplan als Student ein

Der Ablauf ist überschaubar: Depot eröffnen, Sparplan auswählen, Sparrate festlegen. Danach läuft die Anlage automatisch.

Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots, das du für den Kauf von Aktien und ETFs benötigst. Viele Anbieter ermöglichen die Eröffnung online und verlangen keinen Mindestgeldeingang, sodass du auch als Studentin oder Student ohne großes Startkapital beginnen kannst. Nach der Legitimation und Freischaltung steht dir das Depot für deine ersten Käufe zur Verfügung.

Im zweiten Schritt wählst du das Wertpapier aus, das du besparen möchtest. Für den Anfang ist ein breit streuender ETF auf den MSCI World eine solide Basis, weil er viele Unternehmen und Länder abdeckt. Alternativ kannst du einzelne Aktien auswählen, wenn du dich intensiver mit den jeweiligen Firmen beschäftigen möchtest.

Danach legst du die monatliche Sparrate fest, die du dauerhaft entbehren kannst. Bereits 25 Euro sind ein sinnvoller Start, und du kannst den Betrag später jederzeit erhöhen, senken oder pausieren. Zum Schluss richtest du den Sparplan ein, indem du den gewünschten Betrag und den Ausführungstermin im Monat hinterlegst; ab dann läuft die Anlage automatisch.

  • Eröffne ein Wertpapierdepot online und ohne Mindestgeldeingang.
  • Wähle einen breit streuenden ETF wie den MSCI World aus.
  • Lege eine Sparrate fest, die du dauerhaft entbehren kannst, und richte den Sparplan ein.
01

Depot eröffnen

Für den Kauf von Aktien und ETFs benötigst du ein Wertpapierdepot. Viele Anbieter ermöglichen die Eröffnung online und ohne Mindestgeldeingang.

02

ETF oder Aktie auswählen

Entscheide dich für einen breit streuenden ETF wie den MSCI World oder einen Index deiner Wahl. Alternativ wählst du einzelne Aktien aus, wenn du dich intensiver informieren möchtest.

03

Sparrate festlegen

Lege einen monatlichen Betrag fest, den du dauerhaft entbehren kannst. Bereits 25 Euro sind ein sinnvoller Start.

04

Sparplan einrichten

Hinterlege den gewünschten Betrag und den Ausführungstermin im Monat. Der Kauf erfolgt dann automatisch zum jeweiligen Kurs.

05

Langfristig dabeibleiben

Lass den Sparplan auch bei Kursschwankungen weiterlaufen. Der Cost-Average-Effekt gleicht Kaufkurse über die Zeit aus.

05 · Kosten

Was ein Aktien-Sparplan für Studenten kostet

Die laufenden Kosten hängen vom gewählten Wertpapier und dem Depotanbieter ab. Für Studierende sind vor allem die jährlichen Gebühren und die Sparplanausführung relevant.

Die laufenden Kosten eines Aktien-Sparplans setzen sich aus mehreren Posten zusammen, die je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen. Die jährliche ETF-Gebühr, auch als Gesamtkostenquote bezeichnet, liegt bei breit streuenden Indexfonds üblicherweise in einer Spanne von 0,1 bis 0,5 Prozent des angelegten Vermögens. Bei einem Anlagebetrag von 1000 Euro entspricht eine Gebühr von 0,2 Prozent also Kosten von 2 Euro im Jahr.

Für die Ausführung des Sparplans verlangen manche Anbieter eine Gebühr, die zwischen 0 und 1,50 Euro pro Ausführung liegt. Viele Online-Anbieter verzichten inzwischen vollständig auf diese Sparplan-Ausführungsgebühr, was für dich als Studentin oder Student mit kleinen Raten besonders vorteilhaft ist. Eine Depotführungsgebühr fällt bei vielen Online-Anbietern ebenfalls nicht an.

Die Mindest-Sparrate liegt je nach Anbieter bei 25 bis 50 Euro pro Monat. Achte bei der Auswahl deines Depots auf die Gesamtkostenquote und die Ausführungsgebühren, denn hohe Kosten fressen über Jahrzehnte einen erheblichen Teil deiner Rendite auf.

  • Jährliche ETF-Gebühr: 0,1 bis 0,5 Prozent des Anlagebetrags.
  • Sparplan-Ausführungsgebühr: 0 bis 1,50 Euro pro Ausführung.
  • Mindest-Sparrate: 25 bis 50 Euro pro Monat, abhängig vom Anbieter.

Kurz erklärt

Mindest-Sparrate

Typische Kostenpunkte beim Aktien-Sparplan

25 bis 50 EUR pro Monat

06 · Im Vertrag

Steuern auf Aktien und ETFs für Studierende

Auch als Studentin oder Student musst du Kapitalerträge versteuern. Der Sparer-Pauschbetrag schützt einen Teil deiner Gewinne vor der Abgeltungsteuer.

Pro Person und Jahr sind 1000 Euro an Kapitalerträgen steuerfrei, für zusammenveranlagte Ehepaare gilt ein Betrag von 2000 Euro. Diesen Freibetrag kannst du bei deinem Depotanbieter über einen Freistellungsauftrag hinterlegen, damit die Bank bis zu dieser Grenze keine Steuern einbehält.

Oberhalb des Freibetrags fällt auf deine Kapitalerträge die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent an. Zusätzlich wird auf die Abgeltungsteuer ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent fällig, sodass die tatsächliche Steuerlast etwas über dem reinen Steuersatz liegt. Bei Aktienfonds mit mindestens 51 Prozent Aktienquote greift außerdem die Teilfreistellung: 30 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei, nur 70 Prozent werden besteuert.

Für dich bedeutet das: Solange deine jährlichen Kapitalerträge unter 1000 Euro bleiben, zahlst du keine Steuern auf deine Gewinne. Erst wenn dein Depot größer wird und die Erträge den Freibetrag übersteigen, wird die Abgeltungsteuer relevant.

  • Sparer-Pauschbetrag: 1000 Euro pro Person und Jahr steuerfrei, 2000 Euro bei Ehepaaren.
  • Abgeltungsteuer: 25 Prozent auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags.
  • Teilfreistellung: Bei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei.

07 · Hintergrund

Aktien für Studenten als Teil der Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird für viele Studierende später nicht ausreichen. Ein früh gestarteter Aktien-Sparplan kann die Lücke schließen.

Wer mit 20 Jahren beginnt, monatlich 50 Euro in einen breit gestreuten ETF zu investieren, kann bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent nach 45 Jahren auf ein Vermögen im sechsstelligen Bereich kommen.

Der entscheidende Faktor ist die Zeit: Je früher du startest, desto weniger musst du insgesamt einzahlen, um dasselbe Ziel zu erreichen. Ein späterer Start erfordert deutlich höhere Sparraten, weil der Zinseszinseffekt weniger Zeit hat, um zu wirken. Deshalb ist das Studium ein idealer Zeitpunkt, um mit kleinen Beträgen die Basis für die spätere Altersvorsorge zu legen.

Für die Altersvorsorge eignen sich besonders thesaurierende ETFs, die Erträge automatisch wieder anlegen. So nutzt du den Zinseszinseffekt ohne weiteres Zutun und vermeidest es, ausgeschüttete Beträge versehentlich auszugeben.

  • Beginne früh, auch mit kleinen Beträgen, um den Zinseszinseffekt zu nutzen.
  • Wähle thesaurierende ETFs, die Erträge automatisch reinvestieren.
  • Betrachte den Aktien-Sparplan als langfristige Ergänzung zur gesetzlichen Rente.

Schon mit 25 Euro im Monat kannst du mit einem ETF-Sparplan beginnen. Bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent können sich selbst kleine Beträge über 30 bis 40 Jahre enorm vermehren.

Der entscheidende Faktor ist die Zeit. Je früher du startest, desto stärker profitierst du vom Zinseszinseffekt, bei dem du nicht nur deine Einzahlungen, sondern auch deine Gewinne für dich arbeiten lässt.

Ein ETF bildet einen Index wie den MSCI World nach und streut dein Risiko über viele Unternehmen. Mit einem Sparplan investierst du regelmäßig denselben Betrag und erhältst dafür mal mehr, mal weniger Anteile, was Kursschwankungen über die Zeit ausgleicht.

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Aktienkauf im Studium

Viele Studierende machen beim Einstieg in die Geldanlage vermeidbare Fehler. Wer sie kennt, kann sie umgehen.

Ein häufiger Fehler ist es, mit dem Investieren zu warten, bis nach dem Studium mehr Geld zur Verfügung steht. Jedes Jahr ohne Sparplan reduziert dein Endvermögen deutlich, weil der Zinseszinseffekt weniger Zeit hat, um zu wirken. Auch wer alles auf eine Karte setzt und nur in eine einzelne Aktie investiert, geht ein unnötig hohes Risiko ein, das sich durch breite Streuung leicht verringern ließe.

Viele Anleger verkaufen bei Kursschwankungen aus Sorge vor weiteren Verlusten und machen damit Verluste dauerhaft. Wer dagegen regelmäßig investiert, profitiert vom Durchschnittspreis und braucht keinen perfekten Zeitpunkt für den Einstieg. Eine zu hohe Sparrate, die du ständig pausieren musst, schadet der Kontinuität und damit dem langfristigen Erfolg.

Achte außerdem auf die Kosten, denn hohe Gebühren fressen über Jahrzehnte einen großen Teil der Rendite auf. Bevor du mit dem Investieren beginnst, solltest du einen Notgroschen von zwei bis drei Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto angespart haben, damit du bei unerwarteten Ausgaben nicht gezwungen bist, Wertpapiere zu ungünstigen Kursen zu verkaufen.

  • Zu spät anfangen: Jedes Jahr ohne Sparplan reduziert dein Endvermögen deutlich.
  • Alles auf eine Karte setzen: Einzelaktien ohne Streuung erhöhen das Risiko unnötig.
  • Bei Kursschwankungen verkaufen: Wer im Minus aussteigt, macht Verluste dauerhaft.
  • Zu hohe Sparrate wählen: Ständiges Pausieren schadet der Kontinuität.
  • Kosten ignorieren: Hohe Gebühren schmälern über Jahrzehnte die Rendite.
  • Ohne Notgroschen investieren: Eine Rücklage von zwei bis drei Monatsausgaben sollte zuerst vorhanden sein.

Diese Fehler solltest du als Student vermeiden

·Zu spät anfangen: Jedes Jahr ohne Sparplan reduziert dein Endvermögen deutlich.
·Alles auf eine Karte setzen: Einzelaktien ohne Streuung erhöhen das Risiko unnötig.
·Bei Kursschwankungen verkaufen: Wer im Minus aussteigt, macht Verluste dauerhaft.
·Zu hohe Sparrate wählen: Wenn du den Sparplan ständig pausieren musst, fehlt die Kontinuität.
·Kosten ignorieren: Hohe Gebühren fressen über Jahrzehnte einen großen Teil der Rendite auf.
·Ohne Notgroschen investieren: Eine Rücklage von zwei bis drei Monatsausgaben sollte zuerst vorhanden sein.

09 · Checkliste

Checkliste: So startest du mit Aktien für Studenten durch

Mit dieser Reihenfolge gehst du auf Nummer sicher: erst absichern, dann investieren, dann langfristig dabeibleiben.

Bevor du dein Geld in Aktien oder ETFs anlegst, solltest du eine finanzielle Basis schaffen. Lege zuerst einen Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto an, der zwei bis drei Monatsausgaben abdeckt. So vermeidest du, bei unerwarteten Kosten Wertpapiere verkaufen zu müssen.

Danach eröffnest du ein kostenloses Wertpapierdepot und legst einen monatlich entbehrbaren Betrag fest, der mindestens 25 Euro betragen sollte. Wähle einen breit streuenden ETF wie den MSCI World aus und richte einen Sparplan mit fester Sparrate ein. Hinterlege außerdem einen Freistellungsauftrag für den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro, damit deine Kapitalerträge bis zu dieser Grenze steuerfrei bleiben.

Lass den Sparplan auch bei Kursschwankungen weiterlaufen und überprüfe einmal jährlich dein Depot und deine Sparrate. So bleibst du langfristig dabei und passt deine Anlage an veränderte Lebensumstände an.

  • Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto anlegen (zwei bis drei Monatsausgaben).
  • Kostenloses Wertpapierdepot eröffnen.
  • Monatlich entbehrbaren Betrag festlegen (mindestens 25 Euro).
  • Breit streuenden ETF wie den MSCI World auswählen.
  • Sparplan mit fester Sparrate einrichten.
  • Freistellungsauftrag für den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro stellen.
  • Sparplan auch bei Kursschwankungen weiterlaufen lassen.
  • Einmal jährlich Depot und Sparrate überprüfen.

Dein Fahrplan für den Einstieg in Aktien und ETFs

01

Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto anlegen (zwei bis drei Monatsausgaben)

02

Wertpapierdepot eröffnen

03

Monatlich entbehrbaren Betrag festlegen (mindestens 25 Euro)

04

Breit streuenden ETF wie den MSCI World auswählen

05

Sparplan mit fester Sparrate einrichten

06

Sparplan auch bei Kursschwankungen weiterlaufen lassen

07

Einmal jährlich Depot und Sparrate überprüfen

10 · Vergleich

Tagesgeldkonto oder Aktien: Wo liegt dein Geld richtig?

Beide Anlageformen haben ihre Berechtigung. Die Entscheidung hängt vom Zeithorizont und dem Zweck der Rücklage ab.

Ein Tagesgeldkonto dient vor allem als sicherer Ort für deinen Notgroschen und kurzfristige Rücklagen, die du jederzeit ohne Verlust verfügbar haben musst. Die Rendite ist niedrig und orientiert sich am aktuellen Zinsniveau, dafür ist das Risiko sehr gering und die Einlagensicherung greift. Ein Aktien-Sparplan hingegen eignet sich für den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge, weil er über viele Jahre eine höhere Rendite erzielen kann, aber Kursschwankungen unterliegt.

Die sinnvolle Reihenfolge lautet daher: erst den Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto aufbauen, dann mit dem Aktien-Sparplan beginnen. So stellst du sicher, dass du bei unerwarteten Ausgaben nicht gezwungen bist, Wertpapiere zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen. Dein langfristig angelegtes Geld kann dann in Ruhe für dich arbeiten.

Die folgende Übersicht zeigt die Unterschiede zwischen beiden Anlageformen im direkten Vergleich.

  • Zweck: Tagesgeld für Notgroschen und kurzfristige Rücklagen, Aktien-Sparplan für langfristigen Vermögensaufbau.
  • Verfügbarkeit: Tagesgeld jederzeit ohne Verlust, Aktienverkauf mit möglichen Kursverlusten.
  • Rendite: Tagesgeld niedrig, Aktien langfristig höher bei Kursschwankungen.
Tagesgeldkonto und Aktien-Sparplan im Vergleich
TagesgeldkontoAktien-Sparplan
ZweckNotgroschen und kurzfristige RücklagenLangfristiger Vermögensaufbau und Altersvorsorge
VerfügbarkeitJederzeit ohne Verlust verfügbarVerkauf möglich, aber Kursverluste bei ungünstigem Zeitpunkt
RenditeerwartungNiedrig, orientiert am aktuellen ZinsniveauLangfristig höher, aber mit Kursschwankungen
RisikoSehr gering, Einlagensicherung greiftKursschwankungen möglich, langfristig ausgeglichen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026