Dread Disease Versicherung Kosten: So findest du den passenden Schutz
Eine schwere Krankheit kann dein Leben und deine Finanzen schlagartig verändern. Die Dread Disease Versicherung zahlt eine Einmalsumme, doch was kostet dieser Schutz? Wir zeigen dir, woraus sich der Beitrag zusammensetzt und worauf du achten solltest.
Warum dich das Thema Dread Disease betrifft
Stell dir vor, du bekommst die Diagnose Krebs, erleidest einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt. In diesem Moment dreht sich dein Leben nicht nur medizinisch, sondern auch finanziell um 180 Grad. Du musst vielleicht lange aus dem Berufsleben ausscheiden, benötigst teure Therapien oder baust dir zu Hause ein barrierefreies Umfeld um. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zwar die Grundversorgung, aber nicht alle Kosten, die durch eine schwere Krankheit entstehen.
Genau hier setzt die Dread Disease Versicherung an. Sie ist eine Absicherung für den Ernstfall, die dich finanziell unterstützt, wenn eine schwere Krankheit diagnostiziert wird. Anders als eine Krankenversicherung zahlt sie keine Behandlungskosten, sondern eine einmalige Kapitalauszahlung. Dieses Geld kannst du frei verwenden, etwa für Umbauten, Zusatzbehandlungen oder um deinen Lebensstandard zu halten, während du nicht arbeiten kannst.
Viele Menschen denken, dass die gesetzliche oder private Krankenversicherung sie in solchen Fällen ausreichend absichert. Doch die Realität sieht anders aus: Die Leistungen der Krankenkassen decken oft nur die medizinische Basisversorgung ab. Einkommensverluste, Reha-Maßnahmen über den Standard hinaus oder psychologische Betreuung musst du häufig selbst bezahlen. Die Dread Disease Versicherung schließt genau diese Lücke.
Du fragst dich vielleicht, ob du nicht schon über deinen Arbeitgeber oder andere Versicherungen abgesichert bist. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt beispielsweise eine monatliche Rente, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Die Dread Disease Versicherung funktioniert anders: Sie zahlt sofort eine Einmalsumme, unabhängig davon, ob du weiterarbeiten kannst oder nicht. Das macht sie zu einer sinnvollen Ergänzung, aber auch zu einer Kostenfrage, die du genau prüfen solltest.
Bevor du dich mit den Kosten beschäftigst, solltest du dir überlegen, wie wichtig dir dieser Schutz ist. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer schweren Krankheit zu erkranken, ist nicht gering. Laut Statistiken des Robert Koch-Instituts erkrankt fast jeder Zweite im Laufe seines Lebens an Krebs. Diese Zahl zeigt: Das Thema ist alles andere als abstrakt und kann dich ganz konkret betreffen.
Was ist eine Dread Disease Versicherung überhaupt?
Der Begriff Dread Disease kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt gefürchtete Krankheit. Gemeint sind damit schwere Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Organversagen. Die Versicherung ist eine Art Schwere-Krankheiten-Versicherung, die in Deutschland seit den 1990er-Jahren angeboten wird. Sie ist eine klassische Summenversicherung, das heißt, du vereinbarst eine feste Versicherungssumme, die im Leistungsfall ausgezahlt wird.
Der Ablauf ist simpel: Du zahlst monatlich oder jährlich einen Beitrag. Wird bei dir eine der im Vertrag gelisteten Krankheiten diagnostiziert, bekommst du die vereinbarte Summe ausgezahlt. Diese Summe ist frei verfügbar. Du kannst sie für medizinische Behandlungen, eine Kur, die Abzahlung deines Kredits oder einfach für den Lebensunterhalt nutzen. Die Versicherung fragt nicht nach, wofür du das Geld verwendest.
Die genauen Leistungen unterscheiden sich stark zwischen den Anbietern. Manche Versicherer listen nur sechs bis acht Krankheiten auf, andere decken über 30 verschiedene Erkrankungen ab. Auch der Schweregrad der Krankheit spielt eine Rolle. Einige Verträge zahlen nur bei fortgeschrittenen Stadien, andere schon bei der Erstdiagnose. Du solltest daher genau prüfen, welche Krankheiten in deinem Vertrag enthalten sind und ab welchem Schweregrad die Leistung greift.
Ein wichtiger Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist der Leistungszeitpunkt. Die BU zahlt erst, wenn du nachweislich deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, und das oft erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Die Dread Disease Versicherung zahlt sofort nach der Diagnose, ohne dass du deinen Berufsalltag aufgeben musst. Das kann ein entscheidender Vorteil sein, wenn du schnell finanzielle Mittel benötigst.
Allerdings ist die Dread Disease Versicherung kein Ersatz für eine BU. Sie deckt nur die im Vertrag gelisteten Krankheiten ab, während die BU bei jeder Krankheit greift, die dich berufsunfähig macht. Wer sich umfassend absichern möchte, sollte beide Bausteine in Betracht ziehen. Die Kosten dafür hängen von verschiedenen Faktoren ab, die wir dir im nächsten Abschnitt genauer erklären.
Wie funktioniert die Beitragsberechnung?
Die Kosten für eine Dread Disease Versicherung sind keine feste Größe, sondern werden individuell berechnet. Der wichtigste Faktor ist dein Alter bei Vertragsabschluss. Je jünger du bist, desto geringer ist das Risiko für den Versicherer, dass du bald erkrankst. Entsprechend niedriger ist dein Beitrag. Ein 25-Jähriger zahlt deutlich weniger als ein 50-Jähriger für denselben Schutz.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist dein Gesundheitszustand. Die Versicherer stellen dir vor Vertragsabschluss einen umfangreichen Fragebogen zu deiner Krankengeschichte. Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder psychische Erkrankungen können zu Risikozuschlägen führen oder im schlimmsten Fall zu einer Ablehnung. Auch dein Beruf spielt eine Rolle: Menschen in körperlich anstrengenden Berufen haben ein höheres Risiko für bestimmte Krankheiten und zahlen daher oft mehr.
Die Höhe der Versicherungssumme bestimmt maßgeblich den Beitrag. Du kannst in der Regel Summen zwischen 10.000 und 500.000 Euro wählen. Je höher die Summe, desto höher der Beitrag. Du solltest realistisch einschätzen, wie viel Geld du im Krankheitsfall benötigst. Eine Summe von 50.000 Euro kann für viele Zwecke ausreichen, während andere vielleicht 100.000 Euro oder mehr benötigen, um ihren Lebensstandard zu halten.
Auch die Vertragslaufzeit beeinflusst die Kosten. Du kannst die Versicherung entweder für eine feste Laufzeit von 10, 20 oder 30 Jahren abschließen oder bis zu einem bestimmten Endalter, etwa 65 oder 70 Jahren. Eine längere Laufzeit erhöht den Beitrag, da das Risiko steigt, dass der Versicherer im Laufe der Zeit zahlen muss. Eine kürzere Laufzeit ist günstiger, lässt dich aber im Alter ungeschützt.
Zusätzlich bieten viele Versicherer optionale Bausteine an, die den Beitrag erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel eine Beitragsrückgewähr, bei der du deine Beiträge zurückbekommst, wenn du nicht erkrankst, oder eine erweiterte Krankheitsliste. Diese Extras klingen verlockend, treiben aber den Preis in die Höhe. Du solltest genau abwägen, ob du diese Zusatzleistungen wirklich benötigst oder ob ein Basisschutz ausreicht.
Was kostet eine Dread Disease Versicherung konkret?
Konkrete Preise für eine Dread Disease Versicherung zu nennen, ist schwierig, da sie stark von den individuellen Faktoren abhängen. Wir können dir aber eine qualitative Einschätzung geben: Für einen 30-jährigen, gesunden Büroangestellten liegt der Beitrag für eine Versicherungssumme von 50.000 Euro und einer Laufzeit bis 65 Jahre in der Regel im Bereich von 20 bis 40 Euro pro Monat. Diese Zahl ist eine grobe Orientierung und kann je nach Anbieter und Gesundheitszustand variieren.
Für eine höhere Summe von 100.000 Euro steigt der Beitrag entsprechend. Du kannst mit etwa 40 bis 80 Euro pro Monat rechnen, wieder abhängig von deinem Alter und deiner Gesundheit. Ein 40-Jähriger zahlt für denselben Schutz oft schon 50 bis 100 Prozent mehr als ein 30-Jähriger. Das liegt daran, dass das Risiko für schwere Erkrankungen mit dem Alter deutlich zunimmt.
Wenn du Raucher bist oder Vorerkrankungen hast, können die Beiträge noch höher ausfallen. Manche Versicherer verlangen für Raucher einen Aufschlag von 20 bis 50 Prozent. Auch Übergewicht oder erhöhte Cholesterinwerte können zu Zuschlägen führen. Es lohnt sich daher, vor Vertragsabschluss deinen Lebensstil zu überdenken und gegebenenfalls zu optimieren, um bessere Konditionen zu erhalten.
Ein wichtiger Tipp: Vergleiche nicht nur die Beiträge, sondern auch die Leistungen. Ein günstiger Tarif nützt dir wenig, wenn er im Leistungsfall nur einen Bruchteil der Krankheiten abdeckt. Achte auf die Liste der versicherten Krankheiten, den Schweregrad und die Bedingungen für die Auszahlung. Ein unabhängiger Versicherungsvergleich kann dir helfen, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Denke auch daran, dass die Beiträge während der Vertragslaufzeit steigen können. Viele Versicherer behalten sich vor, die Beiträge anzupassen, wenn sich die Kosten im Gesundheitswesen erhöhen. Du solltest daher nicht nur den Einstiegsbeitrag betrachten, sondern auch die langfristige Entwicklung im Blick behalten. Eine Beitragsgarantie, bei der der Beitrag über die gesamte Laufzeit festgeschrieben ist, kann hier für Planungssicherheit sorgen.
Worauf du beim Abschluss unbedingt achten solltest
Bevor du eine Dread Disease Versicherung abschließt, solltest du die Vertragsbedingungen genau lesen. Besonders wichtig ist die Liste der versicherten Krankheiten. Manche Anbieter schließen bestimmte Krebsarten oder Frühstadien aus. Achte darauf, dass die häufigsten Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall in jedem Fall abgedeckt sind. Je umfassender die Liste, desto besser für dich.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Schweregrad der Erkrankung. Einige Versicherer zahlen nur, wenn die Krankheit ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Bei Krebs bedeutet das zum Beispiel, dass ein Tumor erst ab einer bestimmten Größe oder nach der Bildung von Metastasen als versicherungsfall gilt. Du solltest darauf achten, dass die Versicherung bereits bei der Erstdiagnose zahlt, um im Ernstfall schnell finanzielle Mittel zu haben.
Auch die Definition der Leistungsauslösung ist entscheidend. Manche Verträge verlangen, dass du eine bestimmte Zeit überlebst, etwa 14 oder 30 Tage nach der Diagnose. Andere zahlen sofort. Diese sogenannte Überlebensklausel kann im Ernstfall einen großen Unterschied machen. Prüfe, ob du mit einer solchen Klausel leben kannst oder ob du einen Vertrag ohne diese Bedingung bevorzugst.
Die Gesundheitsfragen im Antrag solltest du immer wahrheitsgemäß beantworten. Wenn du eine Vorerkrankung verschweigst, kann der Versicherer im Leistungsfall die Zahlung verweigern. Das wäre im schlimmsten Fall eine Katastrophe, da du im Krankheitsfall nicht nur keine Leistung erhältst, sondern auch die Beiträge verloren hast. Nimm dir Zeit für den Fragebogen und beantworte alle Fragen sorgfältig.
Zusätzlich solltest du prüfen, ob es eine Wartezeit gibt. Viele Versicherer zahlen nicht, wenn die Krankheit innerhalb der ersten Monate nach Vertragsabschluss diagnostiziert wird. Diese Wartezeit beträgt oft drei bis sechs Monate. Sie soll verhindern, dass Menschen erst abschließen, wenn sie bereits erste Symptome bemerken. Für dich bedeutet das: Schließe die Versicherung ab, solange du gesund bist, und warte nicht zu lange.
Typische Fehler, die du vermeiden solltest
Ein häufiger Fehler ist es, die Dread Disease Versicherung als Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung zu sehen. Die beiden Produkte haben unterschiedliche Zwecke und decken unterschiedliche Risiken ab. Wer nur eine Dread Disease Versicherung abschließt, ist bei Krankheiten, die nicht auf der Liste stehen, nicht abgesichert. Eine BU ist in den meisten Fällen die wichtigere Absicherung, da sie bei jeder Krankheit greift.
Ein weiterer Fehler ist die Wahl einer zu niedrigen Versicherungssumme. Wenn du nur 10.000 Euro absicherst, ist das im Ernstfall oft nicht genug, um deine finanziellen Verpflichtungen zu decken. Denke an deine Miete, laufende Kredite und den Lebensunterhalt deiner Familie. Eine Summe von 50.000 Euro oder mehr ist in den meisten Fällen realistischer, um eine mehrjährige Auszeit zu überbrücken.
Viele Menschen schließen die Versicherung ab, ohne die Gesundheitsfragen ernst zu nehmen. Sie verschweigen kleine Wehwehchen oder denken, dass bestimmte Vorerkrankungen nicht relevant sind. Das kann im Leistungsfall zu Problemen führen. Der Versicherer hat das Recht, die Leistung zu verweigern, wenn du eine Frage falsch beantwortet hast. Sei also immer ehrlich und im Zweifel lieber einmal mehr angeben.
Auch der Abschluss über einen Versicherungsvermittler ohne Vergleich kann teuer werden. Manche Vermittler verkaufen nur die Produkte eines einzigen Anbieters und haben kein Interesse daran, dir den günstigsten Tarif zu zeigen. Nutze unabhängige Vergleichsportale oder hole dir mehrere Angebote ein. Ein Vergleich von drei bis fünf Anbietern kann dir helfen, mehrere hundert Euro pro Jahr zu sparen.
Ein letzter Fehler ist es, den Vertrag zu kündigen, wenn man die Beiträge nicht mehr zahlen kann. Viele Versicherer bieten eine Beitragsfreistellung oder eine Reduzierung der Versicherungssumme an. Wenn du den Vertrag kündigst, verlierst du den gesamten Schutz und im Zweifel auch die eingezahlten Beiträge. Sprich im Zweifel mit deinem Versicherer über Lösungen, bevor du den Vertrag beendest.
Für wen lohnt sich die Dread Disease Versicherung?
Die Dread Disease Versicherung ist nicht für jeden sinnvoll. Sie lohnt sich vor allem für Menschen, die ein hohes Risiko haben, im Krankheitsfall in finanzielle Not zu geraten. Dazu gehören Selbstständige, die keine gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben, sowie Menschen mit hohen Kreditverpflichtungen, die auch bei Krankheit weiter bedient werden müssen.
Auch für Familien mit Kindern kann die Versicherung sinnvoll sein. Wenn der Hauptverdiener schwer erkrankt, steht die Familie oft vor großen finanziellen Herausforderungen. Die Einmalsumme kann helfen, den Lebensstandard zu halten und den Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Sie kann auch für den Umbau des Hauses oder die Anschaffung eines behindertengerechten Autos verwendet werden.
Menschen mit einem gefährlichen Hobby oder einem riskanten Beruf sollten ebenfalls über eine Dread Disease Versicherung nachdenken. Zwar sind Unfälle nicht direkt abgedeckt, aber die Folgen von Unfällen können schwere Krankheiten auslösen. Die Versicherung zahlt auch dann, wenn die Krankheit nicht durch den Beruf verursacht wurde. Das macht sie zu einer flexiblen Absicherung für viele Lebenslagen.
Wer bereits über eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung und ausreichend Ersparnisse verfügt, braucht die Dread Disease Versicherung möglicherweise nicht. Die BU zahlt eine monatliche Rente, die den Einkommensverlust abfedert. Wenn du zusätzlich ein finanzielles Polster hast, kannst du auch ohne die Einmalsumme überleben. In diesem Fall ist die Versicherung eher ein Luxus, den du dir gut überlegen solltest.
Letztendlich ist die Entscheidung eine Frage deiner persönlichen Risikobereitschaft und deiner finanziellen Situation. Setze dich mit deinen Ängsten auseinander und überlege, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Wenn du nachts schlecht schläfst, weil du Angst vor einer schweren Krankheit hast, kann die Versicherung dir ein gutes Gefühl geben. Wenn du rational denkst und deine Finanzen im Griff hast, kannst du auf sie verzichten.
So gehst du Schritt für Schritt vor
Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme deiner aktuellen Absicherung. Prüfe, ob du bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Unfallversicherung oder andere Policen hast, die im Krankheitsfall zahlen. Notiere dir, welche Leistungen du im Ernstfall erhalten würdest und welche Lücken noch bestehen. Diese Analyse hilft dir zu entscheiden, ob eine Dread Disease Versicherung sinnvoll ist.
Im zweiten Schritt solltest du deinen finanziellen Bedarf ermitteln. Überlege, welche Kosten im Krankheitsfall auf dich zukommen würden. Dazu gehören nicht nur medizinische Behandlungen, sondern auch Einkommensverluste, Umbauten und laufende Verpflichtungen. Lege eine realistische Versicherungssumme fest, die diese Kosten abdeckt. Eine Summe von 50.000 bis 100.000 Euro ist für viele Menschen ein guter Richtwert.
Der dritte Schritt ist der Vergleich verschiedener Anbieter. Nutze unabhängige Vergleichsportale oder wende dich an einen Versicherungsmakler, der mehrere Anbieter vertritt. Achte dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Leistungen. Vergleiche die Krankheitslisten, die Schweregraddefinitionen und die Bedingungen für die Auszahlung. Ein günstiger Tarif ist nur dann gut, wenn er im Ernstfall auch wirklich zahlt.
Im vierten Schritt stellst du den Antrag. Fülle die Gesundheitsfragen sorgfältig und wahrheitsgemäß aus. Wenn du unsicher bist, ob eine Vorerkrankung relevant ist, frage beim Versicherer nach. Nach der Antragstellung prüft der Versicherer deine Angaben und gibt dir ein Angebot. Prüfe dieses Angebot genau und unterschreibe erst, wenn du alle Bedingungen verstanden hast.
Der letzte Schritt ist die regelmäßige Überprüfung deines Vertrags. Deine Lebenssituation kann sich ändern, zum Beispiel durch eine Heirat, die Geburt eines Kindes oder einen Berufswechsel. In solchen Fällen solltest du prüfen, ob deine Versicherungssumme noch ausreicht oder ob du sie anpassen musst. Auch ein Wechsel des Anbieters kann sinnvoll sein, wenn du ein besseres Angebot findest. Bleib also am Ball und überlasse deine Absicherung nicht dem Zufall.
Alternativen zur Dread Disease Versicherung
Bevor du dich für eine Dread Disease Versicherung entscheidest, solltest du auch über Alternativen nachdenken. Die wichtigste Alternative ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, und deckt damit alle Krankheiten ab, nicht nur die auf einer Liste. Für die meisten Menschen ist die BU die wichtigere Absicherung.
Eine weitere Alternative ist die Grundfähigkeitsversicherung. Sie zahlt, wenn du bestimmte Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Gehen verlierst. Diese Versicherung ist oft günstiger als eine BU und kann eine gute Ergänzung sein. Allerdings deckt sie nicht alle Krankheiten ab, sondern nur diejenigen, die zu einem Verlust dieser Fähigkeiten führen.
Auch eine private Krankenzusatzversicherung kann sinnvoll sein. Sie übernimmt Kosten für Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung, Einbettzimmer oder alternative Heilmethoden. Diese Versicherung zahlt jedoch keine Einmalsumme, sondern nur die tatsächlich entstandenen Kosten. Sie kann die Dread Disease Versicherung also nicht ersetzen, aber ergänzen.
Wenn du über ausreichend Ersparnisse verfügst, kannst du auch auf eine Versicherung verzichten und stattdessen ein eigenes Polster aufbauen. Lege monatlich einen Betrag auf ein separates Konto, das du im Krankheitsfall nutzen kannst. Der Vorteil: Du behältst die Kontrolle über dein Geld und zahlst keine Beiträge an eine Versicherung. Der Nachteil: Du musst diszipliniert sparen und hast keinen sofortigen Schutz.
Welche Alternative für dich am besten ist, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Wenn du unsicher bist, lohnt sich eine Beratung bei einem unabhängigen Versicherungsberater. Er kann dir helfen, die verschiedenen Optionen zu vergleichen und die für dich passende Lösung zu finden. Nimm dir Zeit für diese Entscheidung, denn sie betrifft deine finanzielle Sicherheit im Ernstfall.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Die Dread Disease Versicherung zahlt eine Einmalsumme bei bestimmten schweren Krankheiten, unabhängig von deiner Arbeitsfähigkeit. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Die BU deckt alle Krankheiten ab, die zur Berufsunfähigkeit führen, während die Dread Disease nur die gelisteten Krankheiten abdeckt.
Grundsätzlich gilt: Je früher du abschließt, desto günstiger sind die Beiträge. Ein Abschluss in jungen Jahren ist daher empfehlenswert. Ab einem Alter von 50 oder 55 Jahren werden die Beiträge oft sehr hoch oder der Versicherer verlangt umfangreiche Gesundheitsprüfungen. Ein später Abschluss kann sich trotzdem lohnen, wenn du noch keine Vorerkrankungen hast.
Die Auszahlung der Dread Disease Versicherung ist in der Regel steuerfrei, da es sich um eine Kapitalleistung aus einer privaten Versicherung handelt. Du musst die Summe also nicht in deiner Steuererklärung angeben. Allerdings solltest du die genauen Bedingungen in deinem Vertrag prüfen, da es je nach Anbieter Unterschiede geben kann.
Die Beiträge zur Dread Disease Versicherung können unter bestimmten Voraussetzungen als sonstige Vorsorgeaufwendungen steuerlich abgesetzt werden. Die Höhe des absetzbaren Betrags ist jedoch begrenzt und hängt von deiner persönlichen Steuersituation ab. Es lohnt sich, die Beiträge in der Steuererklärung anzugeben und vom Finanzamt prüfen zu lassen.
Wenn du während der Vertragslaufzeit nicht erkrankst, verfällt dein Anspruch auf die Versicherungssumme. Du bekommst deine Beiträge in der Regel nicht zurück, es sei denn, du hast eine Beitragsrückgewähr vereinbart. Diese Option ist jedoch mit höheren Beiträgen verbunden. Du solltest abwägen, ob dir die Sicherheit die höheren Kosten wert ist.
Ja, viele Versicherer vereinbaren eine Wartezeit von drei bis sechs Monaten. Wenn die Krankheit innerhalb dieser Zeit nach Vertragsabschluss diagnostiziert wird, zahlt der Versicherer nicht. Die Wartezeit soll verhindern, dass Menschen erst abschließen, wenn sie bereits erste Symptome bemerken. Schließe die Versicherung daher ab, solange du gesund bist.
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