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Ratgeber · Versicherung

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung? Kosten, Fallstricke und bessere Alternativen

Eine Sterbegeldversicherung verspricht, deine Beerdigung zu bezahlen und deine Angehörigen zu entlasten. Ob sich dieser Schutz rechnet, hängt vor allem von deinem Eintrittsalter und der Vertragsgestaltung ab.

11 Kapitel · 18 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Selbst einfache Bestattungen kosten schnell 3.000 bis 5.000 Euro, aufwendigere können bis zu 10.000 Euro erreichen.
  • Je älter du beim Abschluss bist, desto höher ist das Risiko, mehr Beiträge zu zahlen, als deine Hinterbliebenen ausgezahlt bekommen.
  • Wartezeiten von 3 bis 5 Jahren bedeuten, dass bei einem frühen Tod oft nur die eingezahlten Beiträge zurückfließen.
  • Ein Banksparplan, ein Treuhandkonto oder ein Bestattungsvorsorgevertrag sind in vielen Fällen die flexibleren und sichereren Alternativen.

01 · Grundlagen

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung, die im Todesfall eine vorher festgelegte Summe an deine Hinterbliebenen auszahlt. Sie dient als zweckgebundene Vorsorge für die Bestattungskosten.

Sie dient als zweckgebundene Vorsorge für die Bestattungskosten.

Die übliche Versicherungssumme liegt zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Die Auszahlung ist nicht an die tatsächlichen Bestattungskosten gekoppelt, sondern erfolgt in der vertraglich vereinbarten Höhe.

Fast alle Lebensversicherer haben solche Policen im Angebot. Die monatlichen Prämien wirken auf den ersten Blick gering, die Auszahlungen sind aber ebenfalls begrenzt.

Für dich bedeutet das: Du erkaufst dir Planungssicherheit, aber keine Rendite. Die Versicherung ist in erster Linie ein Instrument zur Entlastung deiner Angehörigen, nicht zur Vermögensbildung.

Die Beiträge richten sich nach deinem Eintrittsalter und deinem Sterblichkeitsrisiko. Je älter du beim Abschluss bist, desto höher fällt der Beitrag aus.

Die Sterbegeldversicherung ist eine Form der Kapitallebensversicherung mit einer üblichen Versicherungssumme zwischen 4.000 und 10.000 Euro, die im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Die Auszahlung ist nicht an die tatsächlichen Bestattungskosten gekoppelt, sondern erfolgt in der vertraglich vereinbarten Höhe.

Kurz erklärt

Sterbegeldversicherung

Eine Form der Kapitallebensversicherung, die in der Regel eine Versicherungssumme zwischen 4.000 und 10.000 Euro hat und im Todesfall an deine Hinterbliebenen ausgezahlt wird.

Die Auszahlung richtet sich nach der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme und nicht nach den tatsächlichen Bestattungskosten.

02 · Kosten

Welche Kosten deckt eine Bestattung ab?

Bevor du eine Vorsorge abschließt, hilft ein realistischer Blick auf die anfallenden Posten. Die Gesamtkosten setzen sich aus Bestatterleistungen, Friedhofsgebühren und privaten Ausgaben zusammen.

Selbst eine einfache Beerdigung kostet schnell 3.000 bis 5.000 Euro. Eine Erdbestattung ist in der Regel teurer als eine Feuerbestattung.

Die Kosten für den Bestatter umfassen das Waschen, Einkleiden und Überführen der Leiche sowie den Kauf des Sarges. Hinzu kommen kommunale Abgaben wie Grabnutzungsgebühren und Bestattungsgebühren.

Private Ausgaben für Trauerkleidung, Todesanzeigen, Blumen und die Bewirtung nach der Beisetzung werden oft unterschätzt. Nach der Beerdigung fallen außerdem Kosten für Grabpflege und einen Grabstein an.

Die Gesamtkosten können je nach Region und Aufwand bis zu 10.000 Euro erreichen. Deshalb lohnt es sich, mehrere Bestatter an deinem Wohnort zu vergleichen, bevor du eine Summe festlegst.

Typische Kostenblöcke einer Bestattung im Überblick: Die Spanne reicht von einfachen bis zu aufwendigen Bestattungen. Bestattungsunternehmen (Sarg, Überführung, Formalitäten) kosten 2.000 bis 5.000 Euro. Friedhofs- und Grabnutzungsgebühren liegen bei 1.000 bis 3.000 Euro. Grabstein und Grabpflege schlagen mit 1.000 bis 4.000 Euro zu Buche. Trauerfeier, Anzeigen, Blumen und Bewirtung kosten 500 bis 2.000 Euro. Selbst eine einfache Beerdigung kostet schnell 3.000 bis 5.000 Euro. Eine Erdbestattung ist in der Regel teurer als eine Feuerbestattung.

Typische Kostenblöcke einer Bestattung im Überblick

Gesamtkosten einer einfachen Bestattung3.000 bis 5.000 EUR
Gesamtkosten einer aufwendigen Bestattungbis zu 10.000 EUR

03 · Vergleich

Sterbegeldversicherung oder Risikolebensversicherung?

Beide Versicherungen zahlen im Todesfall, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Der Vergleich zeigt, welches Produkt für welchen Bedarf passt.

Die Sterbegeldversicherung ist direkt auf die Deckung der Bestattungskosten zugeschnitten. Ihre typische Versicherungssumme liegt zwischen 4.000 und 10.000 Euro.

Die Risikolebensversicherung sichert dagegen die finanzielle Versorgung deiner Hinterbliebenen ab. Sie wird oft mit deutlich höheren Summen abgeschlossen, häufig 100.000 Euro und mehr.

Für die Sterbegeldversicherung gibt es oft eine vereinfachte oder gar keine Gesundheitsprüfung. Dafür musst du eine Wartezeit in Kauf nehmen.

Die Risikolebensversicherung verlangt in der Regel eine umfassende Gesundheitsprüfung. Sie kann die Bestattung mit abdecken, ist aber breiter angelegt und nicht speziell für diesen Zweck konzipiert.

Wenn du nur die Beerdigung absichern willst, ist die Sterbegeldversicherung der direktere Weg. Wenn du eine Familie oder Kredite absichern musst, ist die Risikolebensversicherung die passendere Wahl.

Sterbegeldversicherung und Risikolebensversicherung im direkten Vergleich: Die Sterbegeldversicherung dient der Deckung der Bestattungskosten, die Risikolebensversicherung der finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen. Die typische Versicherungssumme der Sterbegeldversicherung liegt bei 4.000 bis 10.000 Euro, die der Risikolebensversicherung oft bei 100.000 Euro und mehr. Die Sterbegeldversicherung hat oft eine vereinfachte oder keine Gesundheitsprüfung, dafür eine Wartezeit. Die Risikolebensversicherung verlangt in der Regel eine umfassende Gesundheitsprüfung. Die Sterbegeldversicherung ist direkt auf die Bestattungsvorsorge zugeschnitten, die Risikolebensversicherung kann die Bestattung mit abdecken, ist aber breiter angelegt.

Sterbegeldversicherung und Risikolebensversicherung im direkten Vergleich
SterbegeldversicherungRisikolebensversicherung
HauptzweckDeckung der BestattungskostenFinanzielle Absicherung der Hinterbliebenen (z. B. Familie, Kredite)
Typische Versicherungs­summe4.000 bis 10.000 Euro
Gesundheits­prüfungOft vereinfacht oder ohne Prüfung, dafür mit Wartezeit
Eignung für Bestattungs­vorsorgeDirekt darauf zugeschnittenKann die Bestattung mit abdecken, ist aber breiter angelegt

04 · Was gilt

Wartezeit und Gesundheits­prüfung: Was gilt in welchem Fall?

Die Leistungspflicht des Versicherers ist in den ersten Jahren eingeschränkt. Diese Regeln solltest du kennen, bevor du einen Vertrag unterschreibst.

Die typische Wartezeit bei einer Sterbegeldversicherung beträgt 3 bis 5 Jahre. Stirbst du in dieser Zeit an einer Krankheit, wird meist nur die eingezahlte Summe zurückerstattet, nicht die volle Versicherungssumme.

Bei einem Unfalltod zahlen viele Tarife bereits ab Vertragsbeginn die volle Versicherungssumme. Das ist eine wichtige Ausnahme von der Wartezeitregelung.

Es gibt auch Tarife ohne Wartezeit. Diese haben jedoch oft höhere Beiträge oder verlangen eine Gesundheitsprüfung.

Die Wartezeit dient dem Versicherer als Schutz vor kurzfristigen hohen Auszahlungen. Für dich bedeutet sie: In den ersten Jahren ist der Schutz lückenhaft.

Leistung im Todesfall während der ersten Vertragsjahre: Die volle Versicherungssumme wird gezahlt bei Tod durch Unfall, oft ab Vertragsbeginn, und bei Tod nach Ablauf der Wartezeit von 3 bis 5 Jahren. Nur eingezahlte Beiträge werden erstattet bei Tod durch Krankheit innerhalb der Wartezeit von 3 bis 5 Jahren und bei Tod durch Suizid innerhalb der ersten Vertragsjahre. Tarife ohne Wartezeit verlangen meist eine Gesundheitsprüfung.

Volle Versicherungssumme wird gezahlt

·Tod durch Unfall, oft ab Vertragsbeginn
·Tod nach Ablauf der Wartezeit von 3 bis 5 Jahren
·Tarife ohne Wartezeit, die meist eine Gesundheitsprüfung verlangen

Nur eingezahlte Beiträge werden erstattet

·Tod durch Krankheit innerhalb der Wartezeit von 3 bis 5 Jahren
·Tod durch Suizid innerhalb der ersten Vertragsjahre

05 · Checkliste

Ab wann lohnt sich der Abschluss?

Das Eintrittsalter ist der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Wer spät abschließt, zahlt hohe Beiträge und riskiert, mehr einzuzahlen als die Versicherung später auszahlt.

Das Eintrittsalter ist der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Wer spät abschließt, zahlt hohe Beiträge und riskiert, mehr einzuzahlen als die Versicherung später auszahlt.

Ein Abschluss in jungen Jahren führt zu niedrigen Beiträgen, weil dein Sterblichkeitsrisiko gering ist. Je länger du lebst und einzahlst, desto mehr nähert sich die Summe deiner Beiträge jedoch der Versicherungssumme an.

Die Versicherung kann sinnvoll sein, wenn du keine nennenswerten Ersparnisse hast, die deine Angehörigen für die Beerdigung nutzen könnten. Sie schafft dann eine klare finanzielle Grundlage.

Wenn du eine Gesundheitsprüfung vermeiden möchtest, ist die Sterbegeldversicherung mit Wartezeit eine Option. Du akzeptierst dafür, dass der volle Schutz erst nach einigen Jahren greift.

Für Sozialhilfeempfänger kann eine Police, die vor der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen wurde, das Geld vor dem Zugriff des Sozialamts schützen. Das ist ein spezieller Fall, der eine individuelle Prüfung erfordert.

Anzeichen, dass sich eine Sterbegeldversicherung für dich lohnen kann: Du schließt den Vertrag in jungen Jahren mit niedrigen Beiträgen ab. Du hast keine nennenswerten Ersparnisse, die deine Angehörigen für die Beerdigung nutzen könnten. Du möchtest eine Gesundheitsprüfung vermeiden und akzeptierst dafür eine Wartezeit. Du bist auf Sozialleistungen angewiesen und die Police wurde vor der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen. Du möchtest sicherstellen, dass das Geld vor dem Zugriff des Sozialamts geschützt ist.

Anzeichen, dass sich eine Sterbegeldversicherung für dich lohnen kann

01

Du schließt den Vertrag in jungen Jahren mit niedrigen Beiträgen ab.

02

Du hast keine nennenswerten Ersparnisse, die deine Angehörigen für die Beerdigung nutzen könnten.

03

Du möchtest eine Gesundheitsprüfung vermeiden und akzeptierst dafür eine Wartezeit.

04

Du bist auf Sozialleistungen angewiesen und die Police wurde vor der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen.

05

Du möchtest sicherstellen, dass das Geld vor dem Zugriff des Sozialamts geschützt ist.

06 · Fehler vermeiden

Wann du besser keine Sterbegeldversicherung abschließt

In vielen Fällen ist die Versicherung teuer erkauft oder schlicht unnötig. Diese Punkte sprechen gegen den Abschluss.

Schließt du den Vertrag erst kurz vor oder im Rentenalter ab, übersteigen die Beiträge oft die Versicherungssumme. Du zahlst dann mehr ein, als deine Hinterbliebenen im Todesfall erhalten.

Hast du bereits ausreichend liquides Vermögen, können deine Angehörigen die Bestattung daraus bezahlen. Eine zusätzliche Versicherung wäre dann eine doppelte Vorsorge mit laufenden Kosten.

Beamte des Bundes und in einigen Bundesländern erhalten noch Sterbegeld. Auch über Versorgungswerke, etwa für Rechtsanwälte, gibt es teilweise Sterbegeld. Prüfe zuerst, ob du solche Ansprüche hast.

Kannst du die Beiträge nicht sicher über viele Jahre aufbringen, riskierst du eine Kündigung und den Verlust eines Teils deiner Einzahlungen. Ein flexibler Sparplan ist dann die bessere Wahl.

Gründe, die gegen eine Sterbegeldversicherung sprechen: Du schließt den Vertrag erst kurz vor oder im Rentenalter ab, dann übersteigen die Beiträge oft die Versicherungssumme. Du hast bereits ausreichend liquides Vermögen oder eine andere Absicherung, die deine Angehörigen nutzen können. Du bist Beamter oder Mitglied in einem Versorgungswerk, das noch Sterbegeld zahlt. Du kannst die Beiträge nicht sicher über viele Jahre aufbringen. Du möchtest flexibel bleiben und das angesparte Geld im Notfall selbst verwenden.

Gründe, die gegen eine Sterbegeldversicherung sprechen

·Du schließt den Vertrag erst kurz vor oder im Rentenalter ab, dann übersteigen die Beiträge oft die Versicherungssumme.
·Du hast bereits ausreichend liquides Vermögen oder eine andere Absicherung, die deine Angehörigen nutzen können.
·Du bist Beamter oder Mitglied in einem Versorgungswerk, das noch Sterbegeld zahlt.
·Du kannst die Beiträge nicht sicher über viele Jahre aufbringen.
·Du möchtest flexibel bleiben und das angesparte Geld im Notfall selbst verwenden.

07 · Schritt für Schritt

Alternativen: So sparst du das Geld selbst an

Ein eigenes Sparkonto oder ein Treuhandkonto gibt dir mehr Kontrolle über dein Geld. Der Ablauf ist einfach und vermeidet die Kosten einer Versicherung.

Verschaffe dir zuerst einen Überblick über die voraussichtlichen Bestattungskosten an deinem Wohnort. Vergleiche dafür mehrere Bestatter, denn die Preise unterscheiden sich deutlich.

Richte dann ein Tagesgeldkonto, einen Banksparplan oder ein Konto mit Sperrvermerk ein. Achte darauf, dass du jederzeit ohne hohe Zinsabschläge auf das Geld zugreifen kannst.

Überweise monatlich einen festen Betrag, bis die Zielsumme erreicht ist. So baust du kontinuierlich ein zweckgebundenes Polster auf, ohne dass ein Versicherer Kosten abzieht.

Halte schriftlich fest, wo das Geld liegt und wofür es gedacht ist. Bewahre die Unterlagen an einem Ort auf, den deine Angehörigen im Todesfall gut erreichbar finden.

Der Nachteil eines Sparplans: Die Zinsen liegen momentan oft unter der Inflationsrate. Dein Geld verliert also real an Wert, aber du behältst die volle Kontrolle und Flexibilität.

Bedarf ermitteln: Verschaffe dir einen Überblick über die voraussichtlichen Bestattungskosten an deinem Wohnort. Vergleiche dafür mehrere Bestatter. Sparform wählen: Richte ein Tagesgeldkonto, einen Banksparplan oder ein Konto mit Sperrvermerk ein. Achte auf jederzeitigen Zugriff ohne hohe Zinsabschläge. Regelmäßig einzahlen: Überweise monatlich einen festen Betrag, bis die Zielsumme erreicht ist. So baust du kontinuierlich ein zweckgebundenes Polster auf. Angehörige informieren: Halte schriftlich fest, wo das Geld liegt und wofür es gedacht ist. Bewahre die Unterlagen an einem Ort auf, den deine Angehörigen im Todesfall gut erreichbar finden.

01

Bedarf ermitteln

Verschaffe dir einen Überblick über die voraussichtlichen Bestattungskosten an deinem Wohnort. Vergleiche dafür mehrere Bestatter.

02

Sparform wählen

Richte ein Tagesgeldkonto, einen Banksparplan oder ein Konto mit Sperrvermerk ein. Achte auf jederzeitigen Zugriff ohne hohe Zinsabschläge.

03

Regelmäßig einzahlen

Überweise monatlich einen festen Betrag, bis die Zielsumme erreicht ist. So baust du kontinuierlich ein zweckgebundenes Polster auf.

04

Angehörige informieren

Halte schriftlich fest, wo das Geld liegt und wofür es gedacht ist. Bewahre die Unterlagen an einem Ort auf, den deine Hinterbliebenen kennen.

08 · Im Vertrag

Bestattungs­vorsorgevertrag und Treuhandkonto

Ein Vertrag mit einem Bestatter legt nicht nur die Kosten fest, sondern auch die Art der Bestattung. Wichtig ist, dass dein Geld sicher verwahrt wird.

Zahle niemals direkt auf das Konto des Bestatters ein, auch wenn er dir sagt, das Geld werde sicher angelegt. Nutze ein Treuhandkonto, zum Beispiel bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG.

Nur so ist dein Geld bei einer Insolvenz des Bestatters geschützt. Ein Treuhandkonto trennt dein Vermögen vom Geschäftskonto des Unternehmens.

Alternativ kannst du bei deiner Bank ein Sparbuch mit Sperrvermerk einrichten. Es läuft auf deinen Namen für Rechnung des Bestattungshauses und wird erst im Todesfall freigegeben.

Im Vorsorgevertrag legst du die Bestattungsform, den Sarg und andere Details verbindlich fest. So stellst du sicher, dass deine Wünsche umgesetzt werden und deine Angehörigen keine Entscheidungen treffen müssen.

Wichtige Punkte bei der Bestattungsvorsorge: Beim Treuhandkonto gilt: Zahle niemals direkt auf das Konto des Bestatters. Nutze ein Treuhandkonto, zum Beispiel bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG, damit dein Geld bei einer Insolvenz des Bestatters geschützt ist. Beim Sperrvermerk als Banklösung gilt: Alternativ kannst du bei deiner Bank ein Sparbuch mit Sperrvermerk einrichten, das auf deinen Namen für Rechnung des Bestattungshauses läuft. Beim Leistungsumfang im Vertrag gilt: Im Vorsorgevertrag legst du die Bestattungsform, den Sarg und andere Details verbindlich fest.

Wichtige Punkte bei der Bestattungsvorsorge

TreuhandkontoSicherheitZahle niemals direkt auf das Konto des Bestatters. Nutze ein Treuhandkonto, zum Beispiel bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG, damit dein Geld bei einer Insolvenz des Bestatters geschützt ist.
SperrvermerkBanklösungAlternativ kannst du bei deiner Bank ein Sparbuch mit Sperrvermerk einrichten, das auf deinen Namen für Rechnung des Bestattungshauses läuft.
LeistungsumfangVertragIm Vorsorgevertrag legst du die Bestattungsform, den Sarg und andere Details verbindlich fest. So stellst du sicher, dass deine Wünsche umgesetzt werden.

09 · Vergleich

Sterbekassen und betriebliche Sterbekasse

Neben Versicherungen gibt es Sterbekassen, die ähnliche Leistungen versprechen. Sie unterscheiden sich in der Sicherheit und in der Art der Beitragszahlung.

Sie unterscheiden sich in der Sicherheit und in der Art der Beitragszahlung.

Sterbekassen sind oft Vereine oder betriebliche Einrichtungen. Sie können bessere Renditechancen beinhalten als klassische Versicherungen, tragen aber ein höheres Risiko.

Ein Schutz im Fall der Insolvenz wie bei Versicherern besteht bei Sterbekassen nicht. Das Insolvenzrisiko trägst du als Mitglied selbst.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat 2026 dem Sterbegeldversicherer Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb entzogen. Bestehende Verträge werden abgewickelt, Versicherte müssen mit Leistungseinschränkungen rechnen.

Dieser Fall zeigt: Auch bei Versicherern gibt es Risiken, aber der gesetzliche Schutz über die Versicherungsaufsicht ist stärker als bei Sterbekassen. Prüfe genau, wem du dein Geld anvertraust.

Sterbegeldversicherung und Sterbekasse im Vergleich: Die Sterbegeldversicherung wird von privaten Versicherungsunternehmen angeboten, die Sterbekasse oft von Vereinen oder betrieblichen Einrichtungen. Die Sterbegeldversicherung hat gesetzlichen Schutz über die Versicherungsaufsicht, die Sterbekasse keinen Schutz wie bei Versicherern, das Insolvenzrisiko trägt das Mitglied. Die Sterbegeldversicherung ist kalkulierbar, aber oft niedrig verzinst. Die Sterbekasse kann bessere Renditechancen beinhalten, ist aber riskanter. Die BaFin hat 2026 dem Sterbegeldversicherer Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit die Erlaubnis entzogen. Bestehende Verträge werden abgewickelt, Versicherte müssen mit Leistungseinschränkungen rechnen.

Sterbegeldversicherung und Sterbekasse im Vergleich
SterbegeldversicherungSterbekasse
AnbieterPrivate VersicherungsunternehmenOft Vereine oder betriebliche Einrichtungen
InsolvenzschutzGesetzlicher Schutz über die VersicherungsaufsichtKein Schutz wie bei Versicherern, Insolvenzrisiko trägt das Mitglied
RenditechancenKalkulierbar, aber oft niedrigKönnen bessere Renditechancen beinhalten, sind aber riskanter

10 · Was gilt

So schützt du deine Vorsorge vor dem Zugriff des Sozialamts

Wenn du Sozialhilfe beziehst oder in ein Pflegeheim musst, kann das Sozialamt auf dein Vermögen zugreifen. Für die Bestattungsvorsorge gelten jedoch Ausnahmen.

Für die Bestattungsvorsorge gelten jedoch Ausnahmen.

Damit deine Vorsorge als Schonvermögen anerkannt wird, muss sie eindeutig zweckgebunden sein. Ein Bestattungsvorsorgevertrag oder ein klar deklariertes Sparkonto erfüllt diese Bedingung.

Die Höhe muss angemessen sein. Die Rechtsprechung geht von einer Grenze von circa 5.400 Euro aus. Liegt deine Vorsorge darüber, kann das Sozialamt den überschreitenden Betrag einfordern.

Die Vorsorge muss vor dem Bezug der Sozialleistung getroffen worden sein. Beiträge zur Sterbegeldversicherung müssen vor Eintritt der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen worden sein.

Wurde die Vorsorge erst nach Eintritt der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen, brauchst du einen individuellen Grund wie eine schwere Krankheit. Ohne diesen Nachweis ist das Geld nicht geschützt.

Wann deine Bestattungsvorsorge als Schonvermögen gilt: Geschützt als Schonvermögen ist die Vorsorge, wenn sie eindeutig zweckgebunden ist, zum Beispiel durch einen Bestattungsvorsorgevertrag. Die Höhe muss angemessen sein, die Rechtsprechung geht von einer Grenze von circa 5.400 Euro aus. Die Vorsorge muss vor dem Bezug der Sozialleistung getroffen worden sein. Die Beiträge zur Sterbegeldversicherung müssen vor Eintritt der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen worden sein. Nicht geschützt ist die Vorsorge, wenn sie erst nach Eintritt der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen wurde, ohne dass ein individueller Grund wie eine schwere Krankheit nachgewiesen werden kann.

Geschützt als Schonvermögen

·Die Vorsorge ist eindeutig zweckgebunden, zum Beispiel durch einen Bestattungsvorsorgevertrag.
·Die Höhe ist angemessen, die Rechtsprechung geht von einer Grenze von circa 5.400 Euro aus.
·Die Vorsorge wurde vor dem Bezug der Sozialleistung getroffen.
·Die Beiträge zur Sterbegeldversicherung wurden vor Eintritt der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen.

Nicht geschützt

·Die Vorsorge wurde erst nach Eintritt der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen, ohne dass ein individueller Grund wie eine schwere Krankheit nachgewiesen werden kann.
·Das Geld liegt frei verfügbar auf einem normalen Girokonto ohne Zweckbindung.

11 · Hintergrund

Erbstreitigkeiten vermeiden: Klare Regelungen treffen

Unklare finanzielle Verhältnisse können nach dem Tod zu Konflikten unter den Hinterbliebenen führen. Eine eindeutige Vorsorge beugt dem vor.

Eine eindeutige Vorsorge beugt dem vor.

Wenn du deine Bestattung selbst finanzierst und die Unterlagen klar hinterlegst, entlastest du deine Angehörigen nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Sie müssen im Trauerfall keine Entscheidungen über die Kosten treffen oder in Vorleistung gehen.

Ein Bestattungsvorsorgevertrag oder ein klar deklariertes Sparkonto verhindert Diskussionen darüber, wer welche Rechnung bezahlt. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Kinder oder Angehörige als Bestattungspflichtige in Frage kommen.

Halte deine Wünsche zur Bestattungsform und zur Finanzierung schriftlich fest. Teile deinen Angehörigen mit, wo die Unterlagen aufbewahrt werden, damit sie im Ernstfall schnell handeln können.

Die gesetzliche Reihenfolge der Bestattungspflichtigen beginnt beim Ehepartner, danach folgen volljährige Kinder. Wenn du klare Regelungen triffst, nimmst du diesen Personen die Last der Entscheidung ab.

Eine frühzeitige Planung schafft Klarheit und gibt Hinterbliebenen im Ernstfall mehr Zeit für ihre Trauer. Gleichzeitig eröffnet sie dir persönlichen Gestaltungsspielraum nach deinen Wünschen.

Wenn du deine Bestattung selbst finanzierst und die Unterlagen klar hinterlegst, entlastest du deine Angehörigen nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Sie müssen im Trauerfall keine Entscheidungen über die Kosten treffen oder in Vorleistung gehen. Ein Bestattungsvorsorgevertrag oder ein klar deklariertes Sparkonto verhindert Diskussionen darüber, wer welche Rechnung bezahlt. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Kinder oder Angehörige als Bestattungspflichtige in Frage kommen. Halte deine Wünsche zur Bestattungsform und zur Finanzierung schriftlich fest und teile den Aufbewahrungsort mit.

Wenn du deine Bestattung selbst finanzierst und die Unterlagen klar hinterlegst, entlastest du deine Angehörigen nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Sie müssen im Trauerfall keine Entscheidungen über die Kosten treffen oder in Vorleistung gehen.

Ein Bestattungsvorsorgevertrag oder ein klar deklariertes Sparkonto verhindert Diskussionen darüber, wer welche Rechnung bezahlt. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Kinder oder Angehörige als Bestattungspflichtige in Frage kommen.

Halte deine Wünsche zur Bestattungsform und zur Finanzierung schriftlich fest und teile den Aufbewahrungsort mit. So stellst du sicher, dass dein Wille umgesetzt wird und das Geld nicht im Nachlass untergeht oder falsch verteilt wird.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026