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MagazineFinanzenVersicherung Sinnvolle Versicherungen in der Ausbildung
FinanzbildungVersicherung10 Min.

Sinnvolle Versicherungen in der Ausbildung: So schützt du dich clever und günstig

Am Anfang deiner Karriere ist das Geld knapp, aber genau jetzt entscheidest du, ob du später teuer nachzahlst. Wir zeigen dir, welche Policen du wirklich brauchst, welche du streichen kannst und wie du ohne Stress den Überblick behältst.

BerufsunfähigkeitHaftpflichtErste Schritte
Brauche ich das?
Nur drei Policen.
Haftpflicht, Hausrat und eventuell BU sind essenziell.
Was ist teuer?
Überflüssige Verträge.
Handy- und Reiseversicherungen sind meist unnötig.
Wie starte ich?
Bestandsaufnahme machen.
Bestehende Verträge prüfen und Bedarf konkret ermitteln.
Was bringt das?
Geld und Schutz.
Du vermeidest finanzielle Risiken und sparst bares Geld.

Warum das Thema dich jetzt betrifft

Du beginnst deine Ausbildung und hast tausend Dinge im Kopf: neue Stadt, neue Leute, Prüfungen. Versicherungen klingen nach Papierkram und Kosten, die du gerade jetzt nicht gebrauchen kannst. Doch genau diese Einstellung kann dich später teuer zu stehen kommen, denn ein einziger unversicherter Schaden kann deine finanzielle Zukunft belasten.

Stell dir vor, du leihst dir das Auto deiner Eltern und verursachst einen Unfall mit hohem Sachschaden. Oder du stolperst in der Fußgängerzone und eine ältere Person stürzt und verletzt sich. Solche Situationen sind keine Seltenheit und können schnell existenzbedrohende Summen erreichen, die du als Auszubildende:r niemals aus eigener Tasche zahlen könntest.

Der Staat greift dir in solchen Fällen nicht unter die Arme. Im Gegenteil: Wenn du zahlungsunfähig bist, drohen dir Pfändungen und Schulden, die dich jahrzehntelang verfolgen können. Deshalb ist es so wichtig, dass du dich frühzeitig mit dem Thema beschäftigst und die Weichen für deine finanzielle Sicherheit stellst.

Gleichzeitig ist die Ausbildungszeit eine Phase, in der du mit wenig Geld auskommen musst. Du willst also keine unnötigen Versicherungen abschließen, die dein Budget belasten. Der Schlüssel liegt darin, die wenigen wirklich wichtigen Policen zu kennen und den Rest getrost wegzulassen. Dieser Ratgeber hilft dir, genau diese Unterscheidung zu treffen.

Denk daran: Versicherungen sind keine Kosten, sondern eine Investition in deine Zukunft. Sie geben dir die Freiheit, dich auf deine Ausbildung zu konzentrieren, ohne Angst vor den finanziellen Folgen kleiner Missgeschicke haben zu müssen. Ein kluger Start in dein Berufsleben beginnt also mit der richtigen Absicherung.

jede:r 4.
Berufseinsteiger:in wird vor dem 40. Lebensjahr berufsunfähig.
~30 Euro
kostet eine gute private Haftpflichtversicherung pro Jahr.
1. Platz
belegt die private Haftpflicht bei den wichtigsten Absicherungen.

Die Grundlagen: Was ist eine Versicherung überhaupt?

Im Kern ist eine Versicherung ein solidarisches System: Viele Menschen zahlen einen kleinen Beitrag in einen gemeinsamen Topf, um die wenigen zu unterstützen, die einen großen Schaden erleiden. Du schützt dich also gegen Risiken, die du alleine nicht tragen könntest, indem du das Risiko auf eine Gemeinschaft verteilst.

Der Versicherer übernimmt im Schadensfall die Kosten, die du vertraglich vereinbart hast. Dafür zahlst du regelmäßig einen Beitrag, die sogenannte Prämie. Die Höhe dieser Prämie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel deinem Alter, deinem Beruf oder dem gewünschten Leistungsumfang.

Wichtig zu verstehen ist der Unterschied zwischen der Versicherungspflicht und der privaten Vorsorge. In Deutschland bist du zum Beispiel in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung pflichtversichert, wenn du eine Ausbildung machst. Diese Beiträge werden automatisch von deinem Gehalt abgezogen.

Darüber hinaus gibt es die freiwilligen Versicherungen, bei denen du selbst entscheidest, ob du sie abschließt. Hier liegt der Fokus dieses Ratgebers. Du musst also nicht jede Police haben, die dir angeboten wird. Vielmehr geht es darum, die Risiken zu identifizieren, die für dich persönlich relevant sind.

Ein weiterer wichtiger Begriff ist die Selbstbeteiligung. Wenn du dich für einen Tarif mit Selbstbeteiligung entscheidest, zahlst du im Schadensfall einen Teil der Kosten selbst. Dafür ist dein monatlicher Beitrag niedriger. Das ist eine gute Möglichkeit, um Geld zu sparen, wenn du das Risiko kleinerer Schäden selbst tragen kannst.

Die unverzichtbare Basis: Private Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung ist die wichtigste Versicherung überhaupt, und das gilt besonders für dich in der Ausbildung. Sie springt ein, wenn du gegenüber anderen Personen Schäden verursachst, sei es aus Unachtsamkeit oder durch einen Unfall. Sie schützt dich vor Forderungen, die deine Existenz bedrohen können.

Stell dir vor, du wirfst beim Sport versehentlich einen Ball durch eine teure Fensterscheibe oder du beschädigst das Smartphone einer Freundin. Solche Schäden können schnell mehrere tausend Euro kosten. Ohne Haftpflichtversicherung müsstest du diese Summe aus eigener Tasche zahlen, was für dich als Auszubildende:n kaum möglich ist.

Die gute Nachricht: Eine private Haftpflichtversicherung ist sehr günstig. Für einen Jahresbeitrag im Rahmen von etwa 30 bis 60 Euro bekommst du einen umfassenden Schutz, der bis zu mehreren Millionen Euro Schadensersatz abdeckt. Das ist ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für den wichtigsten Schutz, den es gibt.

Achte beim Abschluss darauf, dass der Vertrag auch sogenannte „Mietsachschäden“ abdeckt. Das ist wichtig, wenn du in einer WG oder einer eigenen Wohnung lebst und zum Beispiel die Badewanne überschwemmst. Diese Klausel ist nicht immer automatisch enthalten und sollte daher explizit im Vertrag stehen.

Wenn du noch bei deinen Eltern wohnst, bist du in der Regel über deren Haftpflichtversicherung mitversichert. Sobald du jedoch ausziehst oder eine eigene Wohnung beziehst, benötigst du einen eigenen Vertrag. Prüfe also rechtzeitig, ob du bereits abgesichert bist, um im Schadensfall nicht ohne Schutz dazustehen.

Schutz für deinen Hausrat: Sinnvoll oder nicht?

Die Hausratversicherung schützt dein Hab und Gut, also Möbel, Elektronik, Kleidung und andere Gegenstände, die sich in deiner Wohnung befinden. Sie kommt für Schäden auf, die durch Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl oder Sturm verursacht werden. Für viele ist sie die zweite wichtige Säule der Absicherung.

Gerade am Anfang deiner Ausbildung besitzt du vielleicht noch nicht viel, aber die Anschaffungen summieren sich schneller, als du denkst. Ein Laptop für die Berufsschule, ein Fahrrad, eine neue Waschmaschine: Wenn du all das verlierst, wäre das ein herber finanzieller Rückschlag, den du alleine kaum stemmen könntest.

Ob sich eine Hausratversicherung für dich lohnt, hängt von zwei Faktoren ab: dem Wert deines Hausrats und deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis. Als Faustregel gilt: Wenn der Neuwert deiner Sachen dein Erspartes übersteigt, ist eine Versicherung sinnvoll. Du solltest also eine Inventarliste erstellen und den Wert grob schätzen.

Die Kosten für eine Hausratversicherung sind überschaubar und richten sich nach der Wohnungsgröße. Ein Single-Haushalt mit 30 Quadratmetern ist bereits für einen geringen Monatsbeitrag versicherbar. Achte darauf, dass der Vertrag eine ausreichende Deckungssumme bietet, die den Neuwert deiner Sachen abdeckt.

Ein Tipp: Wenn du in einer WG lebst, ist die Situation etwas komplizierter. Jede:r ist für sein eigenes Zimmer selbst verantwortlich, die Gemeinschaftsräume sind oft über einen gemeinsamen Vertrag abgedeckt. Kläre das am besten mit deinen Mitbewohner:innen, um im Schadensfall böse Überraschungen zu vermeiden.

Der große Kostenfaktor: Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist die komplexeste und teuerste der drei wichtigen Versicherungen, aber für viele Experten die wichtigste überhaupt. Sie zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Das ist ein existenzielles Risiko, das oft unterschätzt wird.

Viele junge Menschen denken, dass sie gesund sind und ihnen so etwas nicht passieren kann. Doch die Statistik zeigt, dass bereits jede:r Vierte vor dem 40. Lebensjahr berufsunfähig wird. Die Gründe sind vielfältig und liegen oft nicht in spektakulären Unfällen, sondern in psychischen Erkrankungen oder Verschleißerscheinungen.

Gerade in der Ausbildung ist der Abschluss einer BU besonders günstig, da dein Gesundheitszustand in jungen Jahren meist gut ist und der Beitrag niedrig ausfällt. Du sicherst dir also einen günstigen Einstiegspreis, der bei späteren Abschlüssen deutlich höher ausfallen kann. Zudem ist der Berufsschutz in der Ausbildung oft weiter gefasst.

Der Haken: Eine BU ist nicht billig und kann dein Budget als Auszubildende:n spürbar belasten. Du solltest dir daher genau überlegen, ob du dir die Beiträge langfristig leisten kannst. Es gibt aber auch spezielle Tarife für Auszubildende, die günstiger sind und später in eine normale BU umgewandelt werden können.

Eine Alternative zur teuren BU ist die Grundfähigkeitsversicherung. Sie ist günstiger, zahlt aber nur, wenn du bestimmte Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Gehen verlierst. Sie ist kein vollwertiger Ersatz, aber eine gute Option, wenn das Budget knapp ist und du zumindest einen Basisschutz haben möchtest.

Was du getrost streichen kannst: Unnötige Policen

Nachdem wir die wichtigsten Versicherungen besprochen haben, widmen wir uns den unnötigen Verträgen, die dir oft an der Haustür oder im Internet angeboten werden. Dazu gehören vor allem Handyversicherungen, Reisegepäckversicherungen und erweiterte Garantien für Elektrogeräte. Diese Policen sind meist teuer und bieten nur einen geringen Mehrwert.

Eine Handyversicherung lohnt sich nur selten, da die monatlichen Beiträge über die Vertragslaufzeit oft den Neupreis des Geräts übersteigen. Wenn du dein Handy verlierst oder es kaputt geht, ist das ärgerlich, aber du kannst es in der Regel durch eine Ratenzahlung ersetzen. Spare dir das Geld lieber für die wichtigen Versicherungen.

Auch die Reisegepäckversicherung ist in den meisten Fällen überflüssig. Sie zahlt nur bei Diebstahl oder Verlust deines Gepäcks auf Reisen, und das oft nur bis zu einer geringen Summe. Deine private Haftpflicht oder Hausratversicherung deckt viele dieser Schäden bereits ab, wenn du zu Hause bist.

Sei auch skeptisch bei Unfallversicherungen. Diese zahlen nur bei Unfällen, nicht aber bei Krankheiten, die die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit sind. Eine gute BU bietet dir einen viel umfassenderen Schutz. Die Unfallversicherung ist daher nur in speziellen Fällen sinnvoll, etwa bei sehr riskanten Hobbys.

Als Faustregel gilt: Schließe nur Versicherungen ab, die existenzbedrohende Risiken abdecken. Alles andere ist in der Regel Geldverschwendung. Wenn dir ein Versicherungsvertreter etwas anderes erzählt, hinterfrage kritisch, ob das Produkt wirklich zu deiner Lebenssituation passt oder ob du nur eine Provision finanzierst.

Worauf du beim Vertragsabschluss achten solltest

Wenn du dich für eine Versicherung entschieden hast, gibt es einige Punkte, die du beachten solltest, um böse Überraschungen zu vermeiden. Zunächst solltest du die Vertragsbedingungen genau lesen und verstehen, was versichert ist und was nicht. Im Zweifel frage nach oder hole dir eine unabhängige Beratung.

Achte auf die sogenannten Obliegenheiten. Das sind Pflichten, die du im Schadensfall erfüllen musst, zum Beispiel einen Schaden unverzüglich zu melden. Wenn du diese Pflichten verletzt, kann die Versicherung ihre Leistung kürzen oder ganz verweigern. Es ist also wichtig, dass du die Vertragsdetails kennst.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vertragslaufzeit. Viele Versicherungen haben eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und verlängern sich automatisch, wenn du nicht rechtzeitig kündigst. Setze dir eine Erinnerung, um den Vertrag regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu wechseln, wenn du ein besseres Angebot findest.

Vergleiche nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen. Ein günstiger Tarif kann im Schadensfall deutlich schlechtere Konditionen bieten als ein etwas teurerer. Nutze Online-Vergleichsportale als erste Orientierung, aber schaue dir die Details der Verträge genau an, bevor du unterschreibst.

Überlege auch, ob du einen unabhängigen Versicherungsmakler hinzuziehst. Dieser berät dich kostenlos und sucht passende Tarife für dich aus. Achte darauf, dass der Makler wirklich unabhängig ist und nicht nur Produkte einer bestimmten Gesellschaft verkauft. Eine gute Beratung ist ihr Geld wert.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, das Thema Versicherungen komplett zu ignorieren. Viele junge Menschen schieben das auf die lange Bank und denken, sie hätten noch Zeit. Doch genau diese Zeit ist entscheidend, um günstige Verträge abzuschließen und sich einen soliden Schutz aufzubauen, bevor das Leben komplizierter wird.

Ein weiterer Fehler ist der Abschluss von Versicherungen aus einer Bauch- oder Angstentscheidung heraus. Lass dich nicht von Drückerkolonnen an der Haustür oder aggressiven Werbeanrufen unter Druck setzen. Nimm dir Zeit, vergleiche Angebote und entscheide in Ruhe, ob das Produkt wirklich zu deinem Bedarf passt.

Viele vergessen auch, ihre Verträge regelmäßig zu überprüfen. Deine Lebensumstände ändern sich: Du ziehst um, bekommst ein Kind oder wechselst den Job. Jede dieser Veränderungen kann Auswirkungen auf deinen Versicherungsbedarf haben. Ein jährlicher Check deiner Verträge ist daher unerlässlich.

Ein Klassiker ist auch die Unterversicherung. Das bedeutet, dass die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt ist und im Schadensfall nicht die vollen Kosten deckt. Gerade bei der Hausratversicherung solltest du den Wert deines Hab und Guts realistisch einschätzen und nicht sparen, um im Ernstfall nicht auf Kosten sitzen zu bleiben.

Zu guter Letzt: Unterschätze nicht die Bedeutung der Gesundheitsfragen im Antrag. Wenn du eine Vorerkrankung verschweigst, kann die Versicherung im Leistungsfall die Zahlung verweigern. Sei also immer ehrlich bei der Antragstellung, auch wenn es bedeutet, dass der Beitrag etwas höher ausfällt.

Dein konkreter Fahrplan für die nächsten Schritte

Jetzt weißt du, welche Versicherungen wichtig sind und welche du streichen kannst. Aber wie gehst du jetzt konkret vor? Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Sammle alle Unterlagen zu bestehenden Versicherungen, sowohl deine eigenen als auch die deiner Eltern, um zu sehen, wo du bereits mitversichert bist.

Im zweiten Schritt solltest du deinen Bedarf ermitteln. Brauchst du eine eigene Haftpflicht, weil du ausziehst? Ist dein Hausrat so wertvoll, dass sich eine Versicherung lohnt? Und kannst du dir eine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten? Beantworte diese Fragen ehrlich, um die Prioritäten zu setzen.

Der dritte Schritt ist der Vergleich. Nutze Online-Rechner, um verschiedene Tarife zu vergleichen. Achte dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Leistungen und die Bewertungen der Versicherer. Du kannst auch Freunde oder Familie fragen, ob sie Empfehlungen haben.

Wenn du dich für einen Vertrag entschieden hast, fülle den Antrag sorgfältig aus. Lies alle Fragen genau und beantworte sie wahrheitsgemäß. Bewahre eine Kopie des Antrags und des Vertrags auf, damit du im Schadensfall alle Unterlagen parat hast.

Zu guter Letzt: Setze dir einen Termin in deinem Kalender, um deine Versicherungen einmal im Jahr zu überprüfen. So bleibst du am Ball und kannst sicherstellen, dass dein Schutz immer zu deiner Lebenssituation passt. Mit diesem Fahrplan bist du bestens gerüstet und kannst deine Ausbildung sorgenfrei beginnen.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du einen Schaden von 10.000 Euro selbst zahlen?
Wärst du bei langer Krankheit auf dein Erspartes angewiesen?
Hast du teure Hobbys, die ein Risiko darstellen?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, du bist automatisch in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung versichert. Diese Beiträge werden direkt von deinem Gehalt abgezogen. Für private Versicherungen wie Haftpflicht oder Hausrat musst du jedoch selbst sorgen.

Eine gute private Haftpflichtversicherung kostet in der Regel nur wenige Euro pro Monat, oft unter 5 Euro. Der genaue Preis hängt von deinem Anbieter und den vereinbarten Leistungen ab. Es lohnt sich, verschiedene Tarife zu vergleichen.

Ja, in der privaten Haftpflichtversicherung sind Kinder bis zum Abschluss ihrer ersten Berufsausbildung in der Regel kostenlos mitversichert, solange sie noch nicht berufstätig sind. Sobald du ausziehst oder ein eigenes Einkommen hast, kann das anders sein.

Nein, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht Pflicht. Sie ist aber sehr empfehlenswert, da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente in den meisten Fällen nicht ausreicht, um deinen Lebensstandard zu halten. Ein früher Abschluss ist zudem günstiger.

Wenn du einen Schaden verursachst und keine Haftpflichtversicherung hast, musst du die Kosten selbst tragen. Das kann dich finanziell ruinieren, wenn es sich um einen hohen Schaden handelt. Du musst dann unter Umständen dein Erspartes aufbrauchen oder Schulden machen.

Nutze Online-Vergleichsportale, um einen ersten Überblick zu bekommen. Achte dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Leistungen und Bewertungen des Anbieters. Bei komplexen Produkten wie der BU kann eine unabhängige Beratung sinnvoll sein.

Die meisten Versicherungen haben eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und sind danach mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündbar. Bei einigen Verträgen gibt es ein Sonderkündigungsrecht, zum Beispiel bei Beitragserhöhungen.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.