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Risikolebensversicherung ohne Gesundheits­prüfung: Geht das überhaupt?

Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheits­prüfung gibt es in Deutschland nicht. Es gibt jedoch Wege, den Abschluss zu vereinfachen oder auf Alternativen auszuweichen, wenn Vorerkrankungen die Annahme erschweren.

11 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Eine klassische Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsfragen wird nicht angeboten.
  • Eine vereinfachte Gesundheitsprüfung mit weniger Fragen ist oft für junge Eltern oder Immobilienkäufer möglich.
  • Die Sterbegeldversicherung ist die einzige echte Absicherung ohne Gesundheitsprüfung, bietet aber nur niedrige Summen.
  • Ehrliche Angaben im Antrag schützen deine Hinterbliebenen vor Leistungsablehnung im Ernstfall.

01 · Grundlagen

Warum gibt es keine Risikolebensversicherung ohne Gesundheits­prüfung?

Die Gesundheitsprüfung ist die Grundlage für eine faire Beitragsberechnung. Ohne sie müssten alle Versicherten gemeinsam sämtliche Risiken tragen, was für gesunde Menschen deutlich höhere Beiträge bedeuten würde.

Seit dem 17. März 2010 gibt es in Deutschland keinen Anbieter mehr, der eine Risikolebensversicherung ohne jegliche Gesundheitsfragen verkauft. Der letzte Versicherer, der Policen ohne Prüfung anbot, stellte an diesem Tag sein Neugeschäft ein. Der Grund liegt in der fairen Kalkulation: Nur wenn die Beiträge auf dein individuelles Risiko zugeschnitten sind, bleiben die Kosten für gesunde Menschen bezahlbar.

Würde ein Versicherer auf die Gesundheitsprüfung verzichten, müsste er einen Einheitstarif für alle anbieten. In diesem Tarif würden gesunde und kranke Menschen denselben Beitrag zahlen, was für die meisten Versicherten teurer wäre. Die Gesundheitsfragen ermöglichen es dir also, von deinem guten Gesundheitszustand zu profitieren.

Ein Einheitstarif ohne Prüfung wäre für alle teurer, weil der Versicherer dann eine pauschale Risikokalkulation betreiben müsste. Die individuelle Risikoprüfung ist die Bewertung deines Sterberisikos anhand von Gesundheitsfragen, Beruf und Hobbys. Sie ermöglicht dem Versicherer, einen Beitrag zu kalkulieren, der zu deinem persönlichen Risiko passt.

Kurz erklärt

Risikoprüfung

Die Risikoprüfung ist die individuelle Bewertung deines Sterberisikos anhand von Gesundheitsfragen, Beruf und Hobbys. Sie ermöglicht dem Versicherer, einen Beitrag zu kalkulieren, der zu deinem persönlichen Risiko passt.

Ein Einheitstarif ohne Prüfung wäre für alle teurer, weil der Versicherer dann eine pauschale Risikokalkulation betreiben müsste.

02 · Checkliste

Welche Gesundheits­fragen werden bei der Risikolebensversicherung gestellt?

Der Fragenkatalog umfasst in der Regel die letzten fünf Jahre deiner Krankengeschichte. Gefragt wird nach Diagnosen, Behandlungen und Krankenhausaufenthalten, nicht nach Bagatellen wie einem Schnupfen.

Für Behandlungen im Krankenhaus gilt ebenfalls ein Zeitraum von fünf Jahren. Gefragt wird nach Diagnosen, Behandlungen und Krankenhausaufenthalten, nicht nach Bagatellen wie einem Schnupfen.

Die Fragen drehen sich um deinen körperlichen Gesamtzustand und dein Konsumverhalten. Dazu gehören Angaben zu Größe und Gewicht, zu Herz und Kreislauf, zu den Atemorganen, den Verdauungsorganen sowie zu Harn- und Geschlechtsorganen. Auch Stoffwechsel oder Hormonhaushalt, Blut- oder Tumorerkrankungen, Infektionskrankheiten und die Psyche werden abgefragt.

Weitere Bereiche sind Gehirn, Rückenmark und Nerven, der Bewegungsapparat, Haut und Allergien, die Augen, das Bindegewebe und das Immunsystem sowie Unfallfolgen. Dein Konsumverhalten wie Rauchen, Nikotin, Drogen oder Alkohol spielt ebenso eine Rolle wie deine Hobbys. Eine ärztliche Untersuchung ist bei den meisten Anträgen nicht nötig, sondern erst ab einer Versicherungssumme von über 400.000 Euro üblich.

Die Gesundheitsfragen beziehen sich auf die letzten fünf Jahre deiner Krankengeschichte. Typische Bereiche der Gesundheitsprüfung sind:

  • Größe und Gewicht sowie Herz und Kreislauf werden abgefragt.
  • Atemorgane, Verdauungsorgane sowie Harn- und Geschlechtsorgane sind Teil des Katalogs.
  • Stoffwechsel oder Hormonhaushalt, Blut- oder Tumorerkrankungen und Infektionskrankheiten werden erfasst.
  • Psyche, Gehirn, Rückenmark, Nerven und der Bewegungsapparat werden geprüft.
  • Haut und Allergien, Augen, Bindegewebe und Immunsystem sowie Unfallfolgen sind relevant.
  • Konsumverhalten wie Rauchen, Nikotin, Drogen, Alkohol und deine Hobbys fließen ein.

Typische Bereiche der Gesundheitsprüfung

01

Größe und Gewicht

02

Herz und Kreislauf

03

Atemorgane

04

Verdauungsorgane

05

Harn- und Geschlechtsorgane

06

Stoffwechsel oder Hormonhaushalt

07

Blut- oder Tumorerkrankungen

08

Infektionskrankheiten

09

Psyche

10

Gehirn, Rückenmark, Nerven

11

Bewegungsapparat

12

Haut und Allergien

13

Augen

14

Bindegewebe und Immunsystem

15

Unfallfolgen

16

Konsumverhalten wie Rauchen, Nikotin, Drogen, Alkohol

17

Hobbys

03 · Was gilt

Welche Vorerkrankungen musst du nicht angeben?

Einige Erkrankungen gelten als unkritisch und sind nicht angabepflichtig. Sie beeinflussen dein Sterberisiko statistisch nicht und müssen im Antrag nicht erwähnt werden.

Dazu zählen viele alltägliche Beschwerden und abgeschlossene Behandlungen.

Nicht angeben musst du zum Beispiel Akne, einen Bandscheibenvorfall, eine abgelaufene Blinddarmentzündung oder Erkältungskrankheiten. Auch eine Fehlgeburt, ein Halswirbelsyndrom, ein akuter Harnblaseninfekt, Heiserkeit, ein Hexenschuss oder eine Hörschädigung sind nicht angabepflichtig. Husten und Schnupfen, Kniebeschwerden, Knochenbrüche an Armen und Beinen sowie ein akuter Magen-Darm-Infekt fallen ebenfalls nicht darunter.

Weitere nicht angabepflichtige Punkte sind Mandelentzündung, Meniskusverletzung, Nasennebenhöhlenentzündung, Ohrenentzündung, Sonnenallergie, Tennis-Ellenbogen, ein Überbein, eine Wirbelsäulenverkrümmung und Zahnbehandlungen. Diese unkritischen Erkrankungen musst du im Antrag nicht erwähnen, weil sie dein Sterberisiko statistisch nicht erhöhen.

  • Akne, Bandscheibenvorfall und eine abgelaufene Blinddarmentzündung sind nicht angabepflichtig.
  • Erkältungskrankheiten, Fehlgeburt, Halswirbelsyndrom und ein akuter Harnblaseninfekt musst du nicht angeben.
  • Heiserkeit, Hexenschuss, Hörschädigung, Husten und Schnupfen sind unkritisch.
  • Kniebeschwerden, Knochenbrüche an Armen und Beinen und ein akuter Magen-Darm-Infekt fallen nicht darunter.
  • Mandelentzündung, Meniskusverletzung, Nasennebenhöhlenentzündung und Ohrenentzündung sind nicht angabepflichtig.
  • Sonnenallergie, Tennis-Ellenbogen, Überbein, Wirbelsäulenverkrümmung und Zahnbehandlung musst du nicht erwähnen.

Nicht angeben

·Akne
·Bandscheibenvorfall
·Blinddarmentzündung (abgelaufen)
·Erkältungskrankheiten
·Fehlgeburt
·Halswirbelsyndrom
·Harnblaseninfekt (akut)
·Heiserkeit
·Hexenschuss
·Hörschädigung
·Husten und Schnupfen
·Kniebeschwerden
·Knochenbrüche an Armen und Beinen
·Magen-Darm-Infekt (akut)
·Mandelentzündung
·Meniskusverletzung
·Nasennebenhöhlenentzündung
·Ohrenentzündung
·Sonnenallergie
·Tennis-Ellenbogen
·Überbein
·Wirbelsäulenverkrümmung
·Zahnbehandlung

Angeben

·Diabetes mellitus
·Chronische Bronchitis
·Deutlich erhöhte Blutfettwerte
·Deutlich erhöhter Blutdruck
·Depressionen
·Mittelschweres bis schweres Asthma
·Chronisches Nierenversagen

04 · Vergleich

Wie wirken sich Vorerkrankungen auf deinen Antrag aus?

Nicht jede Vorerkrankung führt zu einer Ablehnung. Viele Erkrankungen sind problemlos versicherbar, andere führen zu einem Risikozuschlag oder einem Ausschluss.

Die Versicherer unterscheiden dabei zwischen unkritischen, behandelbaren und schweren Fällen.

Problemlos versicherbar sind zum Beispiel Heuschnupfen, eine akute Blasenentzündung, eine chronische Mittelohrentzündung, Divertikulose, Gicht, Harnleitersteine, Krampfadern der Beine, eine Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion sowie Migräne. Auch gängige Hobbys wie Fahrradfahren oder Fußballspielen werden meist nicht als Risiko eingestuft. Mit Einschränkungen oder Zuschlägen musst du bei Diabetes mellitus, chronischer Bronchitis, deutlich erhöhten Blutfettwerten, deutlich erhöhtem Blutdruck, Depressionen oder mittelschwerem bis schwerem Asthma rechnen.

Nicht versicherbar sind in der Regel ein chronisches Nierenversagen oder lebensgefährliche Hobbys wie das Wingsuit-Fliegen durch enge Häuserschluchten. Fast niemand wird ganz abgelehnt, aber bei schweren Erkrankungen kann der Versicherer den Schutz ausschließen oder einen Zuschlag verlangen.

  • Heuschnupfen, akute Blasenentzündung und chronische Mittelohrentzündung sind problemlos versicherbar.
  • Divertikulose, Gicht, Harnleitersteine und Krampfadern der Beine führen in der Regel zu keinen Einschränkungen.
  • Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion und Migräne sind meist unkritisch.
  • Diabetes mellitus, chronische Bronchitis und deutlich erhöhte Blutfettwerte führen oft zu Zuschlägen.
  • Deutlich erhöhter Blutdruck, Depressionen und mittelschweres bis schweres Asthma können Einschränkungen auslösen.
  • Chronisches Nierenversagen und lebensgefährliche Hobbys wie Wingsuit-Fliegen sind nicht versicherbar.
Versicherbarkeit bei Vorerkrankungen
Problemlos versicherbarMit Einschränkungen oder ZuschlagNicht versicherbar
BeispieleHeuschnupfen, akute Blasenentzündung, chronische Mittelohrentzündung, Divertikulose, Gicht, Harnleitersteine, Krampfadern der Beine, Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion, MigräneDiabetes mellitus, chronische Bronchitis, deutlich erhöhte Blutfettwerte, deutlich erhöhter Blutdruck, Depressionen, mittelschweres bis schweres AsthmaChronisches Nierenversagen, lebensgefährliche Hobbys wie Wingsuit-Fliegen durch enge Häuserschluchten

05 · Schritt für Schritt

Was ist eine Risikolebensversicherung mit vereinfachter Gesundheits­prüfung?

Einige Versicherer bieten für klar definierte Zielgruppen einen verkürzten Fragenkatalog an. Statt bis zu 25 Fragen werden dann oft nur 5 Fragen gestellt.

Der vereinfachte Katalog greift meist bei jungen Eltern oder frischgebackenen Eigenheimfinanzierern.

Der Hintergrund ist statistisch: Wer gerade die Investition seines Lebens tätigt, hat ein nachweisbar niedrigeres Sterberisiko. Du beantwortest nur einen kurzen Fragenkatalog, und nur wenn sich aus deinen Antworten weiterer Klärungsbedarf ergibt, wird nachgefasst. Beim vereinfachten Katalog gelten oft enge Fristen, gedeckelte maximale Versicherungssummen und strenge Altersbeschränkungen.

Vorsicht ist geboten, wenn die vereinfachte Prüfung für jeden Interessenten möglich ist. Wenn entscheidende Angaben für seriöse Prognosen fehlen, ist der Tarif womöglich nicht sauber durchgerechnet. Die Folge zeigt sich in einem höheren Preis. Der klassische Weg mit vollständiger Gesundheitsprüfung führt daher meist zu günstigeren Beiträgen.

  • Der vereinfachte Katalog greift meist bei jungen Eltern oder frischgebackenen Eigenheimfinanzierern.
  • Du beantwortest nur einen kurzen Fragenkatalog, oft mit 5 statt bis zu 25 Fragen.
  • Nur wenn sich aus deinen Antworten weiterer Klärungsbedarf ergibt, wird nachgefasst.
  • Beim vereinfachten Katalog gelten oft enge Fristen, gedeckelte maximale Versicherungssummen und strenge Altersbeschränkungen.
  • Ein vereinfachter Katalog für alle Interessenten kann auf einen nicht sauber durchgerechneten Tarif hindeuten.
01

Zielgruppe prüfen

Der vereinfachte Katalog greift meist bei jungen Eltern oder frischgebackenen Eigenheimfinanzierern. Wer gerade die Investition seines Lebens tätigt, hat ein statistisch nachweisbar niedrigeres Sterberisiko.

02

Wenige Fragen beantworten

Du beantwortest nur einen kurzen Fragenkatalog. Nur wenn sich aus deinen Antworten weiterer Klärungsbedarf ergibt, wird nachgefasst.

03

Grenzen beachten

Beim vereinfachten Katalog gelten oft enge Fristen, gedeckelte maximale Versicherungssummen und strenge Altersbeschränkungen.

04

Preis vergleichen

Vorsicht ist geboten, wenn die vereinfachte Prüfung für jeden Interessenten möglich ist. Fehlen entscheidende Angaben für seriöse Prognosen, zeigt sich das oft in einem höheren Preis.

06 · Kosten

Welche Versicherungs­summe ist ohne Gesundheits­prüfung möglich?

Die Höhe der Versicherungssumme hängt stark vom gewählten Produkt ab. Während die Risikolebensversicherung hohe Summen absichert, sind Alternativen ohne Gesundheitsprüfung deutlich begrenzt.

Eine ärztliche Untersuchung wird bei der Risikolebensversicherung in der Regel erst ab einer Versicherungssumme von über 400.000 Euro notwendig.

Bei der Risikolebensversicherung mit vereinfachter Prüfung ist die maximale Versicherungssumme gedeckelt, je nach Anbieter. Die Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung bietet Versicherungssummen zwischen 3.000 und 25.000 Euro. Die Sterbegeldversicherung ist auf maximal 25.000 Euro begrenzt, während die Risikolebensversicherung auch Summen von über 400.000 Euro absichern kann.

  • Die Risikolebensversicherung mit Gesundheitsprüfung sichert Summen von über 400.000 Euro ab.
  • Bei der Risikolebensversicherung mit vereinfachter Prüfung ist die Summe gedeckelt, je nach Anbieter.
  • Die Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung bietet 3.000 bis 25.000 Euro.

Maximale Versicherungssummen im Vergleich

Risikolebensversicherung mit Gesundheitsprüfungüber 400.000 EUR
Risikolebensversicherung mit vereinfachter Prüfunggedeckelt, je nach Anbieter
Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung3.000 bis 25.000 EUR

07 · Im Vertrag

Welche Wartezeiten gelten bei Alternativen ohne Gesundheits­prüfung?

Die Sterbegeldversicherung ist die einzige echte Absicherung ohne Gesundheitsfragen. Dafür musst du Wartezeiten in Kauf nehmen, in denen der volle Schutz noch nicht greift.

Die meisten Anbieter sehen Wartezeiten zwischen 6 und 36 Monaten vor, bevor der volle Versicherungsschutz greift.

Je nach Tarif kannst du die Wartezeit selbst wählen, etwa zwischen 12 und 36 Monaten. Innerhalb dieser Zeit werden im Todesfall sämtliche geflossenen Beiträge zurückerstattet. Bei einem Unfalltod greift der Schutz oft sofort, auch während der Wartezeit. Teilweise wird dann die doppelte Versicherungssumme ausgezahlt.

Bei einem Unfalltod entfällt die Wartezeit, und der Schutz greift sofort. Das gilt auch, wenn der Unfall während der Wartezeit passiert. In diesem Fall zahlen einige Tarife die doppelte Versicherungssumme aus.

  • Die flexible Wartezeit liegt je nach Tarif zwischen 12 und 36 Monaten.
  • Innerhalb der Wartezeit werden im Todesfall sämtliche geflossenen Beiträge zurückerstattet.
  • Die übliche Wartezeit bei den meisten Anbietern beträgt 6 bis 36 Monate.
  • Bei einem Unfalltod greift der Schutz oft sofort, auch während der Wartezeit.
  • Teilweise wird bei Unfalltod die doppelte Versicherungssumme ausgezahlt.

Wartezeitregelungen bei der Sterbegeldversicherung

Flexible Wartezeit12 bis 36 MonateJe nach Tarif kannst du die Wartezeit selbst wählen. Innerhalb dieser Zeit werden im Todesfall sämtliche geflossenen Beiträge zurückerstattet.
Übliche Wartezeit6 bis 36 MonateDie meisten Anbieter sehen Wartezeiten zwischen 6 und 36 Monaten vor, bevor der volle Versicherungsschutz greift.
UnfalltodKeine WartezeitBei einem Unfalltod greift der Schutz oft sofort, auch während der Wartezeit. Teilweise wird dann die doppelte Versicherungssumme ausgezahlt.

08 · Fehler vermeiden

Welche Ausschlüsse und Risikofaktoren beeinflussen deinen Beitrag?

Neben Vorerkrankungen fließen auch dein Beruf, dein Konsumverhalten und deine Hobbys in die Beitragsberechnung ein. Einige Faktoren führen zu Ausschlüssen oder Zuschlägen.

Rauchen oder Nikotinkonsum führt zu einem deutlich höheren Beitrag, weil das Sterberisiko statistisch steigt.

Gefährliche Hobbys wie Free Climbing oder Wingsuit-Fliegen können zu Beitragserhöhungen oder Ausschlüssen führen. Körperlich anstrengende Berufe mit hohem Unfallrisiko wirken sich auf die Risikobewertung aus. Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder schweres Asthma führen oft zu einem Risikozuschlag. Krankenhausaufenthalte in den letzten fünf Jahren müssen angegeben werden und können Rückfragen auslösen.

Rauchen oder Nikotinkonsum führt zu einem deutlich höheren Beitrag, weil das Sterberisiko statistisch steigt. Auch gefährliche Hobbys und körperlich anstrengende Berufe erhöhen dein individuelles Risiko und damit den Preis.

  • Rauchen oder Nikotinkonsum führt zu einem deutlich höheren Beitrag.
  • Gefährliche Hobbys wie Free Climbing oder Wingsuit-Fliegen können zu Beitragserhöhungen oder Ausschlüssen führen.
  • Körperlich anstrengende Berufe mit hohem Unfallrisiko wirken sich auf die Risikobewertung aus.
  • Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder schweres Asthma führen oft zu einem Risikozuschlag.
  • Krankenhausaufenthalte in den letzten fünf Jahren müssen angegeben werden und können Rückfragen auslösen.

Faktoren, die deinen Beitrag erhöhen oder zum Ausschluss führen

·Rauchen oder Nikotinkonsum führt zu einem deutlich höheren Beitrag, weil das Sterberisiko statistisch steigt.
·Gefährliche Hobbys wie Free Climbing oder Wingsuit-Fliegen können zu Beitragserhöhungen oder Ausschlüssen führen.
·Körperlich anstrengende Berufe mit hohem Unfallrisiko wirken sich auf die Risikobewertung aus.
·Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder schweres Asthma führen oft zu einem Risikozuschlag.
·Krankenhausaufenthalte in den letzten fünf Jahren müssen angegeben werden und können Rückfragen auslösen.
·Falsche oder unvollständige Angaben können im Leistungsfall zur Kündigung oder Leistungsablehnung führen.

09 · Hintergrund

Wie kannst du deine Risikolebensversicherung ohne erneute Gesundheits­prüfung verlängern?

Eine bestehende Risikolebensversicherung lässt sich häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung verlängern oder an veränderte Lebensumstände anpassen. Das ist besonders nach einer Verschlechterung des Gesundheitszustands relevant.

Wenn du bereits eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hast, kannst du die Versicherungssumme bei vielen Anbietern im Rahmen von Nachversicherungsgarantien erhöhen. Solche Garantien greifen typischerweise bei Ereignissen wie Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienkauf. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist in diesen Fällen meist nicht erforderlich.

Die Erhöhung erfolgt zu den Konditionen deines ursprünglichen Vertrags, auch wenn sich dein Gesundheitszustand zwischenzeitlich verschlechtert hat. Auch eine Verlängerung der Vertragslaufzeit ist bei einigen Tarifen ohne erneute Risikoprüfung möglich. Das ist besonders relevant, wenn du nach Vertragsabschluss erkrankt bist und eine neue Police nicht mehr oder nur mit Zuschlägen bekommen würdest.

Nachversicherungsgarantien ermöglichen eine Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung. Typische Anlässe sind Heirat, Geburt eines Kindes oder der Kauf einer Immobilie. Die Konditionen deines ursprünglichen Vertrags bleiben dabei erhalten.

  • Nachversicherungsgarantien greifen typischerweise bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienkauf.
  • Eine erneute Gesundheitsprüfung ist in diesen Fällen meist nicht erforderlich.
  • Die Erhöhung erfolgt zu den Konditionen deines ursprünglichen Vertrags.
  • Auch eine Verlängerung der Vertragslaufzeit ist bei einigen Tarifen ohne erneute Risikoprüfung möglich.

Wenn du bereits eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hast, kannst du die Versicherungssumme bei vielen Anbietern im Rahmen von Nachversicherungsgarantien erhöhen. Solche Garantien greifen typischerweise bei Ereignissen wie Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienkauf.

Eine erneute Gesundheitsprüfung ist in diesen Fällen meist nicht erforderlich. Die Erhöhung erfolgt zu den Konditionen deines ursprünglichen Vertrags, auch wenn sich dein Gesundheitszustand zwischenzeitlich verschlechtert hat.

Auch eine Verlängerung der Vertragslaufzeit ist bei einigen Tarifen ohne erneute Risikoprüfung möglich. Prüfe deine Vertragsunterlagen oder frage bei deinem Versicherer nach, welche Optionen dir offenstehen.

10 · Vergleich

Welche Alternativen gibt es zur Risikolebensversicherung ohne Gesundheits­prüfung?

Wenn du aufgrund von Vorerkrankungen keine Risikolebensversicherung abschließen kannst, gibt es Alternativen. Sie bieten jedoch meist nur begrenzte Versicherungssummen.

Die Sterbegeldversicherung deckt Bestattungskosten und sonstige Ausgaben im Todesfall ab, während die Restschuldabsicherung ein Bankdarlehen oder einen Kredit absichert.

Die Sterbegeldversicherung ist für Personen zwischen 40 und 80 Jahren verfügbar und sofort online abschließbar. Sie bietet Versicherungssummen zwischen 3.000 und 25.000 Euro und kommt ohne Gesundheitsprüfung aus. Die Restschuldabsicherung sichert die ausstehende Kreditsumme ab und kann je nach Police auch eine Absicherung bei Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit umfassen. Beide Alternativen haben keine Gesundheitsprüfung, aber die Sterbegeldversicherung hat übliche Wartezeiten von 6 bis 36 Monaten.

Die Sterbegeldversicherung ist die einzige echte Absicherung ohne Gesundheitsfragen und für Personen zwischen 40 und 80 Jahren verfügbar. Die Restschuldabsicherung sichert dagegen gezielt ein Bankdarlehen oder einen Kredit ab.

  • Die Sterbegeldversicherung deckt Bestattungskosten und sonstige Ausgaben im Todesfall ab.
  • Die Restschuldabsicherung sichert ein Bankdarlehen oder einen Kredit ab.
  • Die Sterbegeldversicherung bietet 3.000 bis 25.000 Euro Versicherungssumme.
  • Die Restschuldabsicherung sichert die ausstehende Kreditsumme ab.
  • Beide Alternativen kommen ohne Gesundheitsprüfung aus.
  • Die Sterbegeldversicherung hat übliche Wartezeiten von 6 bis 36 Monaten.
Alternativen ohne Gesundheitsprüfung
SterbegeldversicherungRestschuldabsicherung
ZweckDeckt Bestattungskosten und sonstige Ausgaben im Todesfall abSichert ein Bankdarlehen oder einen Kredit ab
Versicherungs­summe3.000 bis 25.000 EuroIn Höhe der ausstehenden Kreditsumme
Gesundheits­prüfungKeineKeine
Wartezeit12 bis 36 Monate

11 · Schritt für Schritt

Wie läuft die Beitragsberechnung bei der Risikolebensversicherung ab?

Der Beitrag für deine Risikolebensversicherung hängt von mehreren Faktoren ab. Je höher dein individuelles Sterberisiko, desto teurer wird der Vertrag.

Alter und Vertragslaufzeit spielen eine zentrale Rolle: Je älter du beim Abschluss bist und je länger die Vertragslaufzeit, desto höher fällt der Beitrag aus, weil das Sterberisiko mit dem Alter statistisch ansteigt.

Die gewünschte Versicherungssumme bestimmt maßgeblich die Beitragshöhe. Höhere Summen bedeuten höhere Beiträge. Deine Angaben im Gesundheitsfragebogen fließen direkt in die Risikobewertung ein, und Vorerkrankungen können zu Zuschlägen führen. Rauchen, gefährliche Hobbys und körperlich anstrengende Berufe erhöhen das statistische Sterberisiko und damit den Beitrag.

Je älter du beim Abschluss bist und je länger die Vertragslaufzeit, desto höher fällt der Beitrag aus. Das Sterberisiko steigt mit dem Alter statistisch an. Die Versicherungssumme und dein Gesundheitszustand sind die weiteren zentralen Faktoren für die Beitragshöhe.

  • Alter und Vertragslaufzeit bestimmen die Beitragshöhe, weil das Sterberisiko mit dem Alter steigt.
  • Die gewünschte Versicherungssumme bestimmt maßgeblich die Beitragshöhe.
  • Deine Angaben im Gesundheitsfragebogen fließen direkt in die Risikobewertung ein.
  • Vorerkrankungen können zu Zuschlägen führen.
  • Rauchen, gefährliche Hobbys und körperlich anstrengende Berufe erhöhen das statistische Sterberisiko.
01

Alter und Vertragslaufzeit

Je älter du beim Abschluss bist und je länger die Vertragslaufzeit, desto höher fällt der Beitrag aus. Das Sterberisiko steigt mit dem Alter statistisch an.

02

Versicherungssumme

Die gewünschte Versicherungssumme bestimmt maßgeblich die Beitragshöhe. Höhere Summen bedeuten höhere Beiträge.

03

Gesundheitszustand

Deine Angaben im Gesundheitsfragebogen fließen direkt in die Risikobewertung ein. Vorerkrankungen können zu Zuschlägen führen.

04

Risikofaktoren

Rauchen, gefährliche Hobbys und körperlich anstrengende Berufe erhöhen das statistische Sterberisiko und damit den Beitrag.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026