Ratgeber · Versicherung
Lohnt sich eine Dread-Disease-Versicherung? Die ehrliche Einordnung für deine Arbeitskraft
Eine Dread-Disease-Versicherung zahlt dir bei schweren Krankheiten wie Krebs oder Schlaganfall eine einmalige Summe. Ob sich dieser Schutz für dich lohnt, hängt vor allem davon ab, ob du eine bessere Absicherung für deine Arbeitskraft bekommst.
10 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Die Dread-Disease-Versicherung ist kein Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern nur eine Notlösung bei schweren Vorerkrankungen.
- Sie zahlt nur bei den im Vertrag definierten schweren Krankheiten, nicht bei psychischen Erkrankungen oder Rückenleiden.
- Die Auszahlung erfolgt einmalig und steuerfrei, endet aber nach der ersten schweren Erkrankung.
- Für einen langfristigen Einkommensausgleich müsstest du eine sehr hohe Versicherungssumme wählen, was den Vertrag teuer macht.
01 · Grundlagen
Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?
Die Dread-Disease-Versicherung wird im Deutschen oft als Schwere-Krankheiten-Versicherung bezeichnet. Sie sichert nicht deine Arbeitskraft ab, sondern das finanzielle Risiko, das mit bestimmten schweren Diagnosen verbunden ist.
Die Dread-Disease-Versicherung ist eine Personenversicherung, die bei bestimmten schweren Krankheiten eine vorher vereinbarte Summe einmalig auszahlt. Versichert sind nicht nur Krankheiten im engeren Sinn, sondern auch schwere Unfallfolgen und bestimmte chirurgische Eingriffe wie Bypass-Operationen oder Organtransplantationen. Die Leistung hängt nicht davon ab, ob du berufsunfähig wirst oder deine Arbeitskraft eingeschränkt ist.
Entscheidend ist allein die Diagnose einer versicherten Krankheit in einem bestimmten Schweregrad. Zu den am häufigsten versicherten Krankheitsbildern gehören Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Multiple Sklerose, Erkrankungen des Nervensystems sowie Koma. Auch der Verlust elementarer Fähigkeiten wie Sehen oder Hören ist meist abgedeckt.
Die Auszahlung ist für Privatpersonen steuerfrei. Mit dem Geld kannst du Einkommensausfälle kompensieren, medizinische Zusatzkosten bezahlen oder deine Wohnung krankheitsgerecht umrüsten. Eine monatliche Rentenzahlung ist bei dieser Versicherungsform nicht möglich.
Die Dread-Disease-Versicherung ist eine Personenversicherung, die bei Eintritt einer im Vertrag definierten schweren Krankheit eine vorher vereinbarte Versicherungssumme einmalig auszahlt. Die Leistung hängt nicht davon ab, ob du berufsunfähig wirst oder deine Arbeitskraft eingeschränkt ist. Entscheidend ist allein die Diagnose einer versicherten Krankheit in einem bestimmten Schweregrad.
Kurz erklärt
Dread-Disease-Versicherung
Eine Personenversicherung, die bei Eintritt einer im Vertrag definierten schweren Krankheit eine vorher vereinbarte Versicherungssumme einmalig auszahlt.
Die Leistung hängt nicht davon ab, ob du berufsunfähig wirst oder deine Arbeitskraft eingeschränkt ist. Entscheidend ist allein die Diagnose einer versicherten Krankheit in einem bestimmten Schweregrad.
02 · Vergleich
Dread-Disease oder Berufsunfähigkeitsversicherung: Was sichert dich besser ab?
Für die Absicherung deiner Arbeitskraft ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) der umfassendere Schutz. Die Dread-Disease-Versicherung deckt nur einen kleinen Ausschnitt der Risiken ab, die dich im Berufsleben stoppen können.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) leistet, wenn ein Arzt bestätigt, dass du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Ursache spielt dabei keine Rolle, auch psychische Erkrankungen sind versichert. Genau das ist der entscheidende Unterschied zur Dread-Disease-Versicherung, die nur bei einer begrenzten Liste von Krankheiten zahlt.
Psychische Erkrankungen sind laut Analysehaus Morgen & Morgen mit mehr als 36 Prozent der häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit. Ausgerechnet diese Ursache ist in der Dread-Disease-Versicherung in der Regel nicht versichert. Auch Schäden am Bewegungsapparat wie chronische Rückenbeschwerden, Gelenkprobleme oder Rheuma sind nicht abgedeckt, obwohl sie häufig zum Verlust der Arbeitskraft führen.
Die BU zahlt im Leistungsfall eine monatliche Rente, die deinen Lebensstandard langfristig sichert. Die Dread-Disease-Versicherung zahlt dagegen nur eine einmalige Summe. Um damit einen dauerhaften Einkommensausfall auszugleichen, müsstest du eine sehr hohe Versicherungssumme wählen, was den Vertrag teuer macht.
Dread-Disease-Versicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung im direkten Vergleich: Die BU ist der umfassendere Schutz, weil sie alle Ursachen für den Verlust deiner Arbeitskraft abdeckt und eine monatliche Rente zahlt. Die Dread-Disease-Versicherung leistet nur bei definierten schweren Krankheiten und zahlt einmalig. Psychische Erkrankungen und Schäden am Bewegungsapparat sind in der Dread-Disease-Versicherung nicht versichert, in der BU dagegen schon.
| Dread-Disease-Versicherung | Berufsunfähigkeitsversicherung | |
|---|---|---|
| Leistungsauslöser | Diagnose einer definierten schweren Krankheit (z.B. Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall) | Arzt bestätigt mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf |
| Art der Leistung | Einmalige Kapitalzahlung | Monatliche Rente |
| Psychische Erkrankungen | In der Regel nicht versichert | Versichert, häufigste Ursache für Leistungsfälle |
| Schäden am Bewegungsapparat | Nicht versichert (z.B. Rücken, Gelenke, Rheuma) | Versichert |
| Steuerliche Behandlung | Auszahlung ist steuerfrei | Rente ist mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig |
03 · Was gilt
Wann zahlt die Dread-Disease-Versicherung?
Die Leistungspflicht beginnt nicht bei jeder Diagnose. Der Vertrag definiert für jede Krankheit einen bestimmten Schweregrad, der erreicht sein muss.
Die Versicherung zahlt nur dann, wenn deine Erkrankung den vertraglich definierten Schweregrad erreicht hat. Bei Krebs im Anfangsstadium gibt es daher meistens kein Geld. Die Krankheitsdefinitionen im Vertrag sind entscheidend dafür, ob ein Leistungsfall vorliegt oder nicht.
Zu den typischen Leistungsfällen gehören Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs ab einem bestimmten Stadium, Multiple Sklerose, Koma und der Verlust elementarer Fähigkeiten wie Sehen oder Hören. Auch schwere Unfallfolgen wie der Verlust von Gliedmaßen oder schwere Verbrennungen können versichert sein. Bestimmte chirurgische Eingriffe wie Bypass-Operationen oder Organtransplantationen fallen ebenfalls unter den Schutz.
Nicht versichert sind psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-out. Auch Schäden am Bewegungsapparat wie chronische Rückenbeschwerden, Gelenkprobleme und Rheuma sind ausgeschlossen. Gerade diese Erkrankungen gehören jedoch zu den häufigsten Ursachen für den Verlust der Arbeitskraft.
Leistungsfälle und Ausschlüsse in der Dread-Disease-Versicherung: Sie zahlt bei Krebs ab einem definierten Stadium, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multipler Sklerose, Koma, Verlust elementarer Fähigkeiten und schweren Unfallfolgen. Sie zahlt nicht bei psychischen Erkrankungen, Schäden am Bewegungsapparat, Gelenkproblemen und Rheuma. Prüfe vor dem Abschluss genau, welche Krankheitsdefinitionen dein Vertrag enthält.
Da zahlt sie
Da zahlt sie nicht
04 · Schritt für Schritt
So läuft die Gesundheitsprüfung bei der Dread-Disease-Versicherung ab
Auch bei der Dread-Disease-Versicherung musst du vor Vertragsabschluss Gesundheitsfragen beantworten. Deine Angaben entscheiden über Annahme, Risikozuschlag oder Ablehnung.
Vor dem Vertragsabschluss beantwortest du Fragen zu bestehenden Vorerkrankungen, früheren Behandlungen und deinem aktuellen Gesundheitszustand. Beantworte alle Fragen ehrlich und vollständig, sonst riskierst du deinen Versicherungsschutz. Der Versicherer prüft anhand deiner Angaben, ob und zu welchen Bedingungen er dich annimmt.
Anders als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung spielt deine berufliche Tätigkeit bei der Dread-Disease-Versicherung eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt der Risikoprüfung steht dein Gesundheitszustand. Bei Vorerkrankungen kann der Versicherer einen Risikozuschlag fordern, einen Leistungsausschluss für bestimmte Krankheiten vereinbaren oder den Antrag komplett ablehnen.
Für Studierende mit Vorerkrankungen kann die Dread-Disease-Versicherung eine Option sein, wenn BU-Versicherer sie ablehnen. Die Gesundheitsprüfung ist oft weniger streng, weil die Leistung nicht an die Berufsfähigkeit gekoppelt ist. Trotzdem solltest du mit Ablehnungen oder Zuschlägen rechnen, wenn du in den vergangenen Jahren wegen psychischer Beschwerden in Behandlung warst.
Gesundheitsfragen im Antrag: Du beantwortest Fragen zu bestehenden Vorerkrankungen, früheren Behandlungen und deinem aktuellen Gesundheitszustand. Beantworte alle Fragen ehrlich und vollständig. Der Versicherer prüft anhand deiner Angaben, ob und zu welchen Bedingungen er dich annimmt. Bei Vorerkrankungen kann er einen Risikozuschlag fordern, einen Leistungsausschluss vereinbaren oder den Antrag ablehnen.
Gesundheitsfragen im Antrag
Du beantwortest Fragen zu bestehenden Vorerkrankungen, früheren Behandlungen und deinem aktuellen Gesundheitszustand. Beantworte alle Fragen ehrlich und vollständig.
Risikoprüfung durch den Versicherer
Der Versicherer prüft anhand deiner Angaben, ob und zu welchen Bedingungen er dich annimmt. Anders als bei der BU spielt deine berufliche Tätigkeit dabei eine untergeordnete Rolle.
Annahme, Zuschlag oder Ablehnung
Bei Vorerkrankungen kann der Versicherer einen Risikozuschlag fordern, einen Leistungsausschluss für bestimmte Krankheiten vereinbaren oder den Antrag komplett ablehnen.
Vertragsabschluss mit definierten Krankheitsbildern
Im Versicherungsschein sind alle versicherten Krankheiten und deren geforderte Schweregrade ausdrücklich aufgelistet. Nur diese Definitionen sind für die spätere Leistung maßgeblich.
05 · Kosten
Welche Versicherungssumme brauchst du?
Die Höhe der Versicherungssumme entscheidet darüber, wie gut du im Leistungsfall abgesichert bist. Eine zu niedrige Summe hilft dir bei langfristigen Einkommensausfällen kaum weiter.
Je höher die Summe, desto teurer wird der Beitrag. Eine zu niedrige Summe hilft dir bei langfristigen Einkommensausfällen kaum weiter.
Für einen Studierenden ohne hohes Einkommen kann eine niedrige Summe im Bereich von 10.000 bis 25.000 Euro sinnvoll sein, um Behandlungskosten oder eine Auszeit während der Genesung zu finanzieren. Eine mittlere Summe von 50.000 bis 100.000 Euro verursacht bereits einen spürbaren Beitrag. Hohe Summen von 200.000 Euro und mehr sind sehr teuer und als alleiniger Schutz oft unwirtschaftlich.
Um den Einkommensverlust über viele Jahre auszugleichen, wäre eine sehr hohe Summe nötig. Genau das macht die Dread-Disease-Versicherung als Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung unattraktiv. Überlege dir vor dem Abschluss, welchen konkreten finanziellen Bedarf du im Leistungsfall abdecken willst.
Orientierung für die Wahl der Versicherungssumme: Je höher die Summe, desto teurer der Beitrag. Die Summe sollte zu deinem tatsächlichen finanziellen Bedarf passen. Eine niedrige Summe von 10.000 bis 25.000 Euro verursacht einen geringen Beitrag, eine mittlere Summe von 50.000 bis 100.000 Euro einen spürbaren Beitrag. Hohe Summen ab 200.000 Euro sind sehr teuer und als alleiniger Schutz oft unwirtschaftlich.
06 · Im Vertrag
Diese Klauseln und Bedingungen solltest du kennen
Die Vertragsbedingungen entscheiden darüber, ob und wann du Geld bekommst. Achte besonders auf die Definitionen der Krankheiten und auf Fristen.
Jede versicherte Krankheit ist mit einem bestimmten Schweregrad definiert, nur wenn deine Diagnose diese Definition erfüllt, zahlt der Versicherer.
Die Leistungspflicht beginnt bei einigen Krankheiten erst nach einer vereinbarten Karenzzeit von mehreren Monaten nach Diagnosestellung. Zusätzlich gilt in den ersten Monaten nach Vertragsabschluss eine Wartezeit, in der noch kein voller Versicherungsschutz besteht. Erkrankungen in dieser Zeit sind nicht versichert.
Viele Tarife bieten eine Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung zu bestimmten Anlässen wie Heirat, Geburt oder Adoption eines Kindes. Auch eine dynamische Anpassung des Versicherungsschutzes kann vereinbart werden. Prüfe diese Optionen, wenn du langfristig planst.
Wichtige Vertragsbestandteile in der Dread-Disease-Versicherung: Die Krankheitsdefinitionen legen fest, welcher Schweregrad erreicht sein muss, damit der Versicherer zahlt. Die Karenzzeit bestimmt, dass die Leistungspflicht bei einigen Krankheiten erst mehrere Monate nach Diagnosestellung beginnt. Die Wartezeit bedeutet, dass in den ersten Monaten nach Vertragsabschluss noch kein voller Schutz besteht. Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt dir, die Summe zu bestimmten Anlässen ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.
Wichtige Vertragsbestandteile in der Dread-Disease-Versicherung
07 · Checkliste
Für wen lohnt sich die Dread-Disease-Versicherung?
Die Dread-Disease-Versicherung ist kein Produkt für alle. Sie ist eine Überlegung wert, wenn andere Wege zur Absicherung deiner Arbeitskraft versperrt sind.
Für Studierende mit Vorerkrankungen kann sie eine Notlösung sein, wenn BU- und Erwerbsunfähigkeitsversicherer sie ablehnen oder nur mit hohen Zuschlägen annehmen.
Du hast eine BU- oder EU-Versicherung beantragt und eine Ablehnung erhalten? Dann kann die Dread-Disease-Versicherung zumindest die finanziellen Folgen der häufigsten schweren Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall abfedern. Auch wenn du zusätzlich zu einer bestehenden BU-Versicherung eine einmalige Summe für Behandlungskosten oder Kredittilgung absichern möchtest, kann sie sinnvoll sein.
Für Selbstständige kann die Dread-Disease-Versicherung eine Option sein, um im Fall einer schweren Krankheit den Betrieb für eine Übergangszeit finanziell zu stützen. Auch wenn du konkrete finanzielle Verpflichtungen wie einen Immobilienkredit hast, den du im Krankheitsfall weiter bedienen musst, kann die einmalige Summe helfen.
Diese Voraussetzungen sprechen für den Abschluss: Du hast Vorerkrankungen, wegen derer dich BU- und Erwerbsunfähigkeitsversicherer ablehnen oder nur mit hohen Zuschlägen annehmen. Du hast eine BU- oder EU-Versicherung beantragt und eine Ablehnung erhalten. Du möchtest zusätzlich zu einer bestehenden BU-Versicherung eine einmalige Summe für Behandlungskosten oder Kredittilgung absichern. Du bist selbstständig und möchtest im Fall einer schweren Krankheit deinen Betrieb für eine Übergangszeit finanziell stützen.
Diese Voraussetzungen sprechen für den Abschluss
Du hast Vorerkrankungen, wegen derer dich BU- und Erwerbsunfähigkeitsversicherer ablehnen oder nur mit hohen Zuschlägen annehmen.
Du hast eine BU- oder EU-Versicherung beantragt und eine Ablehnung erhalten.
Du möchtest zusätzlich zu einer bestehenden BU-Versicherung eine einmalige Summe für Behandlungskosten oder Kredittilgung absichern.
Du bist selbstständig und möchtest im Fall einer schweren Krankheit deinen Betrieb für eine Übergangszeit finanziell stützen.
Du hast konkrete finanzielle Verpflichtungen wie einen Immobilienkredit, die du im Krankheitsfall bedienen möchtest.
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler bei der Dread-Disease-Versicherung
Viele Menschen überschätzen den Schutz einer Dread-Disease-Versicherung. Diese Fehler kannst du vermeiden, wenn du sie kennst.
Der häufigste Fehler ist, sie als Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, obwohl du eine BU bekommen könntest. Die BU deckt alle Ursachen für den Verlust deiner Arbeitskraft ab, die Dread-Disease-Versicherung nur einen kleinen Ausschnitt.
Ein weiterer Fehler ist die Wahl einer zu niedrigen Versicherungssumme, die im Ernstfall nur einen Bruchteil des Einkommensausfalls abdeckt. Viele glauben außerdem, dass psychische Erkrankungen oder Rückenleiden mitversichert sind. Das ist in der Regel nicht der Fall.
Lies die Krankheitsdefinitionen im Vertrag genau, sonst erfährst du im Leistungsfall, dass dein Krankheitsstadium nicht versichert ist. Und rechne nicht mit weiterem Versicherungsschutz nach einer ersten Auszahlung: Der Vertrag endet in der Regel, sobald die Summe gezahlt wurde.
Diese Fehler solltest du vermeiden: Die Dread-Disease-Versicherung als Ersatz für eine BU abzuschließen, obwohl du eine BU bekommen könntest. Eine zu niedrige Versicherungssumme zu wählen, die im Ernstfall nur einen Bruchteil des Einkommensausfalls abdeckt. Zu glauben, dass psychische Erkrankungen oder Rückenleiden mitversichert sind. Die Krankheitsdefinitionen im Vertrag nicht zu lesen und später zu erfahren, dass dein Krankheitsstadium nicht versichert ist. Nach einer ersten Auszahlung mit weiterem Versicherungsschutz zu rechnen, obwohl der Vertrag endet.
Diese Fehler solltest du vermeiden
09 · Hintergrund
Alternativen zur Dread-Disease-Versicherung
Bevor du eine Dread-Disease-Versicherung abschließt, solltest du prüfen, ob eine der anderen Absicherungen für dich infrage kommt. Sie bieten oft einen besseren oder passenderen Schutz.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist der umfassendste Schutz für deine Arbeitskraft. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst, die Ursache spielt keine Rolle.
Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist eine Alternative, wenn du keine BU bekommst. Sie zahlt, wenn du in keinem Beruf mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten kannst. Für eine teilweise Erwerbsminderung liegt die Grenze bei 3 bis 6 Stunden täglicher Arbeitsfähigkeit. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente setzt eine allgemeine Wartezeit von 5 Jahren voraus.
Eine Grundfähigkeitenversicherung kann für Handwerker sinnvoll sein, weil ihre Gliedmaßen oft gefährdet sind. Auch eine Unfallversicherung kann sich für bestimmte Personengruppen lohnen. Für Studierende ist die BU in der Regel der beste Einstieg in die Arbeitskraftabsicherung, weil die Beiträge in jungen Jahren niedrig sind.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist der umfassendste Schutz für deine Arbeitskraft. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn du in keinem Beruf mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten kannst. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente setzt eine allgemeine Wartezeit von 5 Jahren voraus.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist der umfassendste Schutz für deine Arbeitskraft. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Ursache spielt dabei keine Rolle, auch psychische Erkrankungen sind versichert.
Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist eine Alternative, wenn du keine BU bekommst. Sie zahlt, wenn du in keinem Beruf mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten kannst. Für eine teilweise Erwerbsminderung liegt die Grenze bei 3 bis 6 Stunden täglicher Arbeitsfähigkeit.
Eine Grundfähigkeitenversicherung kann für Handwerker sinnvoll sein, weil sie bei Verlust bestimmter körperlicher Fähigkeiten wie Sehen, Hören oder Greifen leistet. Eine Unfallversicherung wiederum zahlt bei Unfallfolgen, unabhängig von einer Krankheit.
10 · Hintergrund
Lohnt sich die Dread-Disease-Versicherung für dich?
Die Antwort hängt von deiner individuellen Situation ab. Für die meisten Menschen ist die BU die bessere Wahl, für einige mit Vorerkrankungen kann die Dread-Disease-Versicherung eine Notlösung sein.
Wenn du gesund bist und eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu fairen Konditionen bekommst, lohnt sich die Dread-Disease-Versicherung für dich in der Regel nicht. Die BU deckt alle Ursachen für den Verlust deiner Arbeitskraft ab und zahlt eine monatliche Rente, die deinen Lebensstandard langfristig sichert. Sie ist der umfassendere Schutz.
Wenn du wegen Vorerkrankungen keine BU oder EU bekommst, kann die Dread-Disease-Versicherung eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie schützt dich zumindest vor den finanziellen Folgen der häufigsten schweren Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall. Wäge in diesem Fall genau ab, ob die einmalige Summe deinen Bedarf im Ernstfall tatsächlich deckt.
Für Studierende gilt: Prüfe zuerst, ob du eine BU abschließen kannst. Die Beiträge sind in jungen Jahren oft günstiger als später. Nur wenn dieser Weg versperrt ist, solltest du über eine Dread-Disease-Versicherung nachdenken. Sie ist eine Notlösung, kein gleichwertiger Ersatz.
Wenn du gesund bist und eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu fairen Konditionen bekommst, lohnt sich die Dread-Disease-Versicherung für dich in der Regel nicht. Die BU deckt alle Ursachen für den Verlust deiner Arbeitskraft ab und zahlt eine monatliche Rente. Wenn du wegen Vorerkrankungen keine BU oder EU bekommst, kann die Dread-Disease-Versicherung eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie schützt dich zumindest vor den finanziellen Folgen der häufigsten schweren Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Wenn du gesund bist und eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu fairen Konditionen bekommst, lohnt sich die Dread-Disease-Versicherung für dich in der Regel nicht. Die BU deckt alle Ursachen für den Verlust deiner Arbeitskraft ab und zahlt eine monatliche Rente, die deinen Lebensstandard langfristig sichert.
Wenn du wegen Vorerkrankungen keine BU oder EU bekommst, kann die Dread-Disease-Versicherung eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie schützt dich zumindest vor den finanziellen Folgen der häufigsten schweren Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall. Wäge in diesem Fall genau ab, ob die einmalige Summe im Ernstfall ausreicht.
Bedenke immer: Die Dread-Disease-Versicherung ist keine Absicherung deiner Arbeitskraft im eigentlichen Sinne. Sie ist eine Versicherung gegen die finanziellen Folgen bestimmter schwerer Diagnosen. Für die meisten Menschen bleibt die Berufsunfähigkeitsversicherung das Mittel der Wahl.
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