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MagazineFinanzenVersicherung Krankentagegeld steuerlich absetzbar
FinanzbildungVersicherung10 Min.

Krankentagegeld steuerlich absetzbar: So holst du dir dein Geld zurück

Deine Krankenversicherung kostet viel, doch die Beiträge zum Krankentagegeld kannst du oft von der Steuer absetzen. Wir zeigen dir, wie das funktioniert, welche Grenzen gelten und wie du den größten Nutzen herausholst.

SteuererklärungKrankenversicherungVorsorge
Brauche ich das?
Ja, meistens.
Die Beiträge sind als Vorsorgeaufwendung absetzbar.
Wo eintragen?
Anlage Vorsorge
Dort gehören die Beiträge zur Basisabsicherung hin.
Was bringt das?
Weniger Steuern
Dein zu versteuerndes Einkommen sinkt.
Gibt es Grenzen?
Ja, Höchstbeträge.
Der Staat deckelt die absetzbare Summe pro Jahr.

Warum dieses Thema auch dich betrifft

Stell dir vor, du bist länger krankgeschrieben. Dein Arbeitgeber zahlt die Lohnfortzahlung nur für sechs Wochen. Danach bekommst du von der Krankenkasse Krankengeld, das aber deutlich niedriger ist als dein normales Gehalt. Für viele ist das ein finanzielles Loch, das schwer zu stopfen ist. Eine Krankentagegeldversicherung schließt genau diese Lücke, indem sie dir ein tägliches Ausgleichszahlung leistet.

Doch diese Absicherung hat ihren Preis. Die Beiträge für eine Krankentagegeldversicherung können je nach Alter, Beruf und Gesundheitszustand ins Geld gehen. Genau hier setzt der Staat an: Er belohnt deine Eigenverantwortung, indem er diese Beiträge steuerlich begünstigt. Das bedeutet, du kannst einen Teil deiner Ausgaben für die Absicherung im Krankheitsfall von der Steuer absetzen und so deine Steuerlast senken.

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen das nicht oder scheuen sich vor der Komplexität des Themas. Dabei ist der Prozess einfacher als gedacht. Wenn du einmal verstanden hast, wie die Absetzbarkeit funktioniert, kannst du Jahr für Jahr Geld sparen. Es geht nicht um hunderte Euro im Monat, aber um eine spürbare Entlastung bei deiner jährlichen Steuererklärung.

Selbst wenn du aktuell gesund bist und keine Leistungen beziehst, ist das Thema relevant. Die Beiträge, die du jetzt zahlst, sind eine Investition in deine finanzielle Sicherheit. Und diese Investition kannst du steuerlich geltend machen. Es wäre schade, dieses Potenzial ungenutzt zu lassen, nur weil du nicht weißt, wie es geht. Deshalb schauen wir uns das Ganze jetzt Schritt für Schritt an.

Am Ende dieses Artikels weißt du, was Krankentagegeld ist, wie es steuerlich behandelt wird und welche konkreten Schritte du für deine Steuererklärung unternehmen kannst. Du musst kein Steuerprofi sein, um davon zu profitieren. Ein grundlegendes Verständnis und die richtigen Belege genügen, um deine Ausgaben korrekt anzugeben.

2.800 Euro
Richtwert für den jährlichen Höchstbetrag der Basisabsicherung (Stand 2026, je nach Familiensituation).
1.900 Euro
Richtwert für die absetzbaren Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ohne Arbeitgeberzuschuss.
90 %
Der Anteil der Beiträge, der in der Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt wird.

Was ist Krankentagegeld überhaupt?

Bevor wir in die steuerlichen Details einsteigen, klären wir die Basics. Das Krankentagegeld ist eine Versicherungsleistung, die dir ein festgelegtes tägliches Einkommen sichert, wenn du aufgrund einer Krankheit arbeitsunfähig bist. Es ist eine Ergänzung zur gesetzlichen Lohnfortzahlung und zum Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung.

Der entscheidende Unterschied zum Krankengeld der gesetzlichen Kasse: Das Krankentagegeld ist eine private Absicherung. Du schließt einen Vertrag mit einem Versicherungsunternehmen ab und zahlst dafür monatliche Beiträge. Im Leistungsfall, also wenn du arbeitsunfähig bist, zahlt dir die Versicherung für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit einen vorher vereinbarten Betrag aus.

Die Höhe des Krankentagegeldes kannst du selbst bestimmen. Sie sollte sich an deinem Nettoeinkommen orientieren, um deinen Lebensstandard zu halten. Üblich ist eine Absicherung von 80 bis rund 100 Prozent deines Nettoverdienstes. Die Versicherung prüft bei Vertragsabschluss, wie hoch das Krankentagegeld maximal sein darf, um eine Überversicherung zu vermeiden.

Wichtig zu wissen: Das Krankentagegeld wird in der Regel erst nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber gezahlt. Es greift also genau dann, wenn das gesetzliche Krankengeld einsetzen würde. Du kannst die Versicherung so gestalten, dass sie nahtlos an die Lohnfortzahlung anschließt. So vermeidest du Einkommenseinbußen.

Für Selbstständige ist das Krankentagegeld besonders wichtig, da sie keinen Arbeitgeber haben, der Lohn fortzahlt. Für Angestellte ist es eine sinnvolle Ergänzung, um das Einkommen zu stabilisieren. In jedem Fall handelt es sich um eine Form der Absicherung, die deine finanzielle Basis stärkt. Und genau diese Absicherung wird vom Fiskus anerkannt.

Die steuerliche Einordnung: Vorsorgeaufwendungen

Im Steuerrecht fallen Beiträge zur Krankentagegeldversicherung unter die Kategorie der Vorsorgeaufwendungen. Diese findest du in der Anlage Vorsorge deiner Steuererklärung. Dort werden alle Ausgaben für deine Altersvorsorge, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung erfasst. Das Krankentagegeld gehört zur Krankenversicherung.

Der Gesetzgeber unterscheidet bei der Krankenversicherung zwischen der Basisabsicherung und Zusatzleistungen. Die Basisabsicherung umfasst die medizinisch notwendigen Leistungen, also die Grundversorgung. Dazu zählen auch die Beiträge für das Krankentagegeld, da es der Sicherung deines Lebensunterhalts im Krankheitsfall dient. Diese Beiträge sind in voller Höhe als Sonderausgaben absetzbar.

Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer im Krankenhaus werden steuerlich anders behandelt. Sie sind nur begrenzt absetzbar. Das Krankentagegeld ist jedoch der Basisabsicherung zugeordnet, was für dich steuerlich vorteilhaft ist. Es erhöht also deine absetzbaren Vorsorgeaufwendungen und senkt dein zu versteuerndes Einkommen.

Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Die absetzbaren Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind gedeckelt. Der Staat hat Höchstbeträge festgelegt, bis zu denen du die Beiträge absetzen kannst. Diese Grenzen liegen im Bereich von rund 2.800 Euro pro Jahr für die Basisabsicherung, abhängig von deinem Familienstand. Wenn du diese Grenze bereits mit deiner normalen Krankenversicherung erreichst, bringt das Krankentagegeld keinen zusätzlichen Steuervorteil.

Das klingt komplex, ist aber in der Praxis gut handhabbar. Dein Steuerberater oder ein Steuerprogramm führt dich durch die Eingaben. Wichtig ist, dass du die Beiträge überhaupt angibst. Nur so kann das Finanzamt sie berücksichtigen. Und selbst wenn die Höchstbeträge erreicht sind, schadet die Angabe nicht, denn das Finanzamt prüft die Berechnung automatisch.

So funktioniert die Absetzbarkeit in der Praxis

Um dein Krankentagegeld steuerlich abzusetzen, musst du die Beiträge in der Anlage Vorsorge eintragen. Dort gibt es ein Feld für die Beiträge zur Krankenversicherung. Hier trägst du die Summe ein, die du im Jahr für deine Krankentagegeldversicherung gezahlt hast. Dein Versicherer stellt dir dafür eine Beitragsbescheinigung aus.

Diese Bescheinigung erhältst du in der Regel automatisch zu Beginn des Jahres für das abgelaufene Steuerjahr. Sie listet alle Beiträge auf, die du im Vorjahr gezahlt hast. Du findest dort auch die Aufschlüsselung, welcher Teil zur Basisabsicherung gehört und welcher zu Zusatzleistungen. Für die Steuererklärung übernimmst du die Zahlen einfach in die entsprechenden Felder.

Wenn du ein Steuerprogramm wie Elster oder kommerzielle Software nutzt, wirst du durch die Eingaben geführt. Das Programm fragt dich nach den Beiträgen zur Krankenversicherung und übernimmt die Berechnung. Es prüft auch, ob die Höchstbeträge erreicht sind und ob sich die Absetzbarkeit für dich lohnt. Das nimmt dir viel Arbeit ab.

Ein wichtiger Punkt ist die Günstigerprüfung. Das Finanzamt vergleicht automatisch, ob die Berücksichtigung der Vorsorgeaufwendungen für dich günstiger ist als der Arbeitnehmerpauschbetrag. Der Pauschbetrag steht jedem Arbeitnehmer zu, ohne Nachweise. Wenn deine tatsächlichen Vorsorgeaufwendungen höher sind, lohnt sich die Einzelangabe. Das Finanzamt rechnet das in den meisten Fällen automatisch.

Du musst also keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Die Finanzverwaltung hat die Prozesse standardisiert. Deine Aufgabe ist es, die Beitragsbescheinigung einzureichen und die Zahlen zu übertragen. Der Rest erledigt sich von selbst. Im Zweifel hilft ein Blick in die Anleitung zur Anlage Vorsorge oder ein Anruf beim Finanzamt.

Kosten und Beitragshöhe: Was du wissen musst

Die Beiträge für eine Krankentagegeldversicherung sind individuell und hängen von mehreren Faktoren ab. Dein Alter bei Vertragsabschluss spielt eine große Rolle. Jüngere Menschen zahlen weniger, da das Risiko einer langen Arbeitsunfähigkeit statistisch geringer ist. Auch dein Beruf ist entscheidend. In risikoreichen Berufen sind die Beiträge höher.

Ein weiterer Faktor ist die Höhe des vereinbarten Krankentagegeldes. Je höher die tägliche Leistung, desto höher der Beitrag. Du solltest das Krankentagegeld nicht zu knapp bemessen, aber auch nicht überdimensionieren. Eine Orientierung ist dein Nettoeinkommen. Die Versicherung begrenzt die Leistung ohnehin auf einen bestimmten Prozentsatz deines Einkommens.

Gesundheitsfragen beim Vertragsabschluss beeinflussen den Beitrag ebenfalls. Wenn du Vorerkrankungen hast, kann der Versicherer einen Risikozuschlag erheben oder die Aufnahme ablehnen. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen. Die Beitragsunterschiede können erheblich sein. Ein unabhängiger Versicherungsvergleich hilft dir, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Steuerlich gilt: Nur die tatsächlich gezahlten Beiträge sind absetzbar. Wenn dein Arbeitgeber einen Zuschuss zu deiner Krankentagegeldversicherung zahlt, reduziert das deinen absetzbaren Betrag. Der Arbeitgeberzuschuss ist steuerfrei, mindert aber die Sonderausgaben. Das Finanzamt verlangt, dass du nur den selbst getragenen Anteil angibst.

Die Beiträge zur Krankentagegeldversicherung sind übrigens nicht mit dem Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung zu verwechseln. Das Krankengeld ist eine Leistung, keine Versicherung, die du selbst bezahlst. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, die das Krankengeld abdecken, sind ebenfalls als Vorsorgeaufwendung absetzbar. Das Krankentagegeld ist eine zusätzliche private Absicherung.

Worauf du bei der Steuererklärung achten solltest

Der wichtigste Tipp ist, deine Beitragsbescheinigungen sorgfältig aufzubewahren. Du benötigst sie nicht nur für die Steuererklärung, sondern auch als Nachweis, falls das Finanzamt Rückfragen hat. Die Bescheinigungen sind in der Regel übersichtlich aufgebaut und enthalten alle relevanten Beträge für die Anlage Vorsorge.

Achte darauf, dass du die Beiträge in der richtigen Zeile einträgst. Die Anlage Vorsorge unterscheidet zwischen Beiträgen zur Krankenversicherung und Beiträgen zur Pflegeversicherung. Das Krankentagegeld gehört in die Zeile für die Krankenversicherung. Wenn du unsicher bist, hilft ein Blick in die Zeile oder ein Steuerprogramm.

Ein häufiger Fehler ist, die Beiträge zur Krankentagegeldversicherung mit den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung zu verwechseln. Beide sind zwar absetzbar, aber sie werden getrennt erfasst. Deine Krankenkasse stellt dir eine Bescheinigung über die gesetzlichen Beiträge aus. Deine private Versicherung eine für das Krankentagegeld. Beide Summen addierst du in der Anlage Vorsorge.

Wenn du selbstständig bist, gelten besondere Regeln. Du trägst die Beiträge ebenfalls in der Anlage Vorsorge ein, aber du musst zusätzlich die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigen. Die Höchstbeträge können sich dadurch verschieben. Ein Steuerberater kann hier wertvolle Hilfe leisten, um Fehler zu vermeiden.

Prüfe nach dem Ausfüllen der Anlage Vorsorge, ob die Summen plausibel sind. Ein Steuerprogramm zeigt dir oft eine Vorschau, wie sich deine Steuerlast verändert. Wenn du siehst, dass die Absetzbarkeit keine Auswirkung hat, weil die Höchstbeträge erreicht sind, ist das kein Grund zur Sorge. Du hast dann trotzdem alles korrekt angegeben.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Ein verbreiteter Fehler ist, die Krankentagegeldversicherung gar nicht erst in der Steuererklärung anzugeben. Viele denken, dass nur die gesetzliche Krankenversicherung absetzbar ist. Das ist falsch. Auch private Krankenversicherungen, zu denen das Krankentagegeld zählt, sind als Vorsorgeaufwendung absetzbar. Lass dir diese Steuerersparnis nicht entgehen.

Ein weiterer Fehler ist die falsche Zuordnung in der Anlage Vorsorge. Wenn du das Krankentagegeld als sonstige Vorsorgeaufwendung einträgst, kann es sein, dass es nicht vollständig berücksichtigt wird. Es gehört eindeutig in den Bereich der Krankenversicherung. Achte auf die genaue Bezeichnung der Zeilen in deinem Steuerformular.

Manche vergessen, die Beitragsbescheinigung ihres Versicherers anzufordern. Die Bescheinigung ist die Grundlage für die Angabe in der Steuererklärung. Ohne sie kannst du die Beiträge nicht nachweisen. Die meisten Versicherer senden die Bescheinigung automatisch, aber nicht immer. Ein Anruf beim Kundenservice hilft, wenn du sie nicht erhalten hast.

Ein Klassiker ist auch die Verwechslung von Krankentagegeld und Krankentagegeldversicherung. Das Krankentagegeld ist die Leistung, die du im Krankheitsfall erhältst. Die Krankentagegeldversicherung ist der Vertrag, für den du Beiträge zahlst. Nur die Beiträge sind absetzbar, nicht die Leistungen. Leistungen, die du beziehst, sind steuerfrei, wenn sie als Lohnersatzleistungen gelten.

Schließlich solltest du die Fristen für die Steuererklärung im Blick behalten. Wenn du die Beiträge nicht fristgerecht angibst, verlierst du den Anspruch auf die Steuerermäßigung für das jeweilige Jahr. Eine nachträgliche Einreichung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Setze dir also eine Erinnerung für die Abgabefrist.

Konkrete nächste Schritte für deine Steuererklärung

Der erste Schritt ist, deine Unterlagen zu sammeln. Dazu gehören die Beitragsbescheinigung deiner Krankentagegeldversicherung, die Bescheinigung deiner gesetzlichen Krankenkasse und deine Lohnsteuerbescheinigung. Lege diese Dokumente griffbereit, bevor du mit der Steuererklärung beginnst. Das spart Zeit und vermeidet Stress.

Als zweites solltest du entscheiden, ob du die Steuererklärung selbst machst oder einen Steuerberater beauftragst. Für die meisten Arbeitnehmer ist ein Steuerprogramm ausreichend. Es führt dich durch die Anlage Vorsorge und prüft die Plausibilität. Wenn du unsicher bist oder komplexe Einkünfte hast, ist ein Steuerberater die sicherere Wahl.

Drittens: Trage die Beiträge zur Krankentagegeldversicherung in der Anlage Vorsorge ein. Nutze dafür die Summe aus der Beitragsbescheinigung. Wenn du ein Steuerprogramm verwendest, gibt es ein spezielles Feld für private Krankenversicherungen. Übernimm die Zahlen sorgfältig und speichere deine Eingaben regelmäßig.

Viertens: Reiche deine Steuererklärung ein und warte auf den Bescheid. Das Finanzamt prüft deine Angaben und berechnet die Steuer. Wenn du alles korrekt angegeben hast, wird die Absetzbarkeit berücksichtigt. Du erhältst entweder eine Erstattung oder eine Reduzierung deiner Steuernachzahlung.

Fünftens: Behalte die Unterlagen für das nächste Jahr. Die Beiträge zur Krankentagegeldversicherung fallen jährlich an. Du kannst sie also jedes Jahr aufs Neue absetzen. Lege einen Ordner für deine Versicherungsunterlagen an, damit du im nächsten Jahr alles schnell findest. So wird die Steuererklärung zur Routine.

Fazit: Deine Absicherung zahlt sich doppelt aus

Die Krankentagegeldversicherung ist eine wichtige Absicherung für den Fall einer langen Krankheit. Sie schützt dein Einkommen und erhält deinen Lebensstandard. Gleichzeitig belohnt der Staat dieses Engagement durch die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge. Das macht die Versicherung doppelt attraktiv.

Du musst kein Steuerexperte sein, um von der Absetzbarkeit zu profitieren. Mit den richtigen Unterlagen und einem grundlegenden Verständnis der Anlage Vorsorge kannst du deine Beiträge problemlos geltend machen. Die Mühe lohnt sich, denn jede Reduzierung deiner Steuerlast ist bares Geld in deiner Tasche.

Denke daran, dass die Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen gelten. Wenn du bereits hohe Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlst, kann das Krankentagegeld den absetzbaren Betrag nicht unbegrenzt erhöhen. Trotzdem ist die Angabe wichtig, denn das Finanzamt prüft die Günstigerprüfung automatisch.

Zögere nicht, deine Krankentagegeldversicherung in deiner nächsten Steuererklärung anzugeben. Die Beitragsbescheinigung ist der Schlüssel. Wenn du sie nicht findest, fordere sie bei deinem Versicherer an. Es ist ein einfacher Schritt mit spürbarem Nutzen.

Letztlich geht es darum, dass du die finanziellen Vorteile nutzt, die dir zustehen. Die Absetzbarkeit des Krankentagegeldes ist ein Instrument, um deine Vorsorgekosten zu senken. Nutze es. Deine zukünftige finanzielle Sicherheit und dein Geldbeutel werden es dir danken.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Bist du freiwillig oder privat krankenversichert?
Hast du eine eigene Krankentagegeldversicherung abgeschlossen?
Übersteigen deine Vorsorgeaufwendungen den Arbeitnehmerpauschbetrag?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, die Beiträge zur Krankentagegeldversicherung sind als Vorsorgeaufwendungen absetzbar. Allerdings nur bis zu den gesetzlichen Höchstbeträgen. Wenn du diese Grenzen mit anderen Beiträgen bereits erreichst, wirkt sich das Krankentagegeld nicht mehr zusätzlich aus.

Du trägst die Beiträge in der Anlage Vorsorge ein. Dort gibt es einen Bereich für Beiträge zur Krankenversicherung. Die Summe findest du auf deiner Beitragsbescheinigung des Versicherers.

Das Krankentagegeld, das du im Krankheitsfall ausgezahlt bekommst, ist eine Lohnersatzleistung. Es ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, es kann deinen Steuersatz für das restliche Einkommen erhöhen.

Für Angestellte ist sie nicht Pflicht, aber sinnvoll. Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld, das niedriger ist als dein Nettogehalt. Das Krankentagegeld gleicht diese Differenz aus.

Die Höhe sollte deinem Nettoeinkommen entsprechen, um deinen Lebensstandard zu halten. Üblich sind 80 bis rund 100 Prozent des Nettoverdienstes. Die Versicherung begrenzt die Summe, um eine Überversicherung zu vermeiden.

Der 5-Minuten-Finanzkurs

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.