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FinanzbildungOldtimer10 Min.

Oldtimer-Steuer Kosten, H-Kennzeichen & Regeln 2026

Wie viel Steuer zahlst du für einen Oldtimer? H-Kennzeichen, rotes 07-Kennzeichen & normale Kfz-Steuer im Vergleich – verständlich.

Oldtimer-SteuerRechnerWas zählt steuerlich
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Definition: Fahrzeug muss ein bestimmtes Mindestalter ab Erstzulassung erreichen
  • Weitgehend originaler, erhaltenswerter Zustand als Voraussetzung
  • Unterschied zwischen 'Youngtimer' (kein Steuervorteil) und echtem Oldtimer
  • H-Gutachten nach § 23 StVZO als Nachweis

Oldtimer-Steuer auf einen Blick: Was du 2026 wissen musst

Definition: Fahrzeug muss ein bestimmtes Mindestalter ab Erstzulassung erreichen

Ein Oldtimer mit H-Kennzeichen genießt in Deutschland eine besondere steuerliche Sonderregelung: Statt der normalen, hubraum- und schadstoffabhängigen Kfz-Steuer gilt eine bundesweit einheitliche Jahrespauschale. Das kann – gerade bei großvolumigen Fahrzeugen – erheblich günstiger sein als die reguläre Berechnung.

Das Wichtigste zusammengefasst: Fahrzeuge, die das gesetzliche Mindestalter ab Erstzulassung erreicht haben und ein positives H-Gutachten nach § 23 StVZO vorweisen, erhalten das H-Kennzeichen und zahlen eine bundeseinheitliche Kfz-Steuer-Pauschale – unabhängig von Hubraum und Abgasklasse. Motorräder zahlen eine niedrigere Pauschale. Das rote 07-Kennzeichen ist eine Alternative für Sammler mit mehreren Fahrzeugen.

AUF EINEN BLICK

  • Weitgehend originaler, erhaltenswerter Zustand als Voraussetzung
  • Unterschied zwischen 'Youngtimer' (kein Steuervorteil) und echtem Oldtimer
  • H-Gutachten nach § 23 StVZO als Nachweis

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Was zählt steuerlich als Oldtimer?

Beim H-Kennzeichen gilt eine bundesweit einheitliche Pauschalsteuer pro Jahr

Nicht jedes alte Auto ist automatisch ein Oldtimer im Sinne des Steuer- und Zulassungsrechts. Das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) knüpft den Oldtimer-Status an konkrete Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. Das zentrale Kriterium ist ein bestimmtes Mindestalter ab dem Datum der Erstzulassung: Das Fahrzeug muss seit mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen worden sein. Wer also 2026 ein H-Kennzeichen beantragen möchte, benötigt ein Fahrzeug mit Erstzulassung spätestens im Jahr 1996.

Das Alter allein reicht jedoch nicht. Der Gesetzgeber verlangt zusätzlich, dass das Fahrzeug weitgehend im Originalzustand erhalten ist und als erhaltenswertes Kulturgut gilt. Das bedeutet in der Praxis: Umbauten, die den historischen Charakter des Fahrzeugs wesentlich verändern, können den Oldtimer-Status gefährden. Zulässig sind dagegen sicherheitsrelevante Nachrüstungen wie Sicherheitsgurte oder modernere Bremsanlagen, sofern sie den Originalcharakter nicht dominieren. Die genaue Bewertung übernimmt ein amtlich anerkannter Sachverständiger im Rahmen des H-Gutachtens nach § 23 StVZO.

Wichtig ist die Abgrenzung zum sogenannten Youngtimer: Fahrzeuge, die das 30-Jahre-Kriterium noch nicht erfüllen – also zum Beispiel ein Auto aus dem Jahr 2000 im Jahr 2026 –, gelten als Youngtimer und genießen keinerlei steuerliche Sonderbehandlung. Sie werden wie gewöhnliche Gebrauchtfahrzeuge nach Hubraum und Schadstoffklasse besteuert und landen damit je nach Emissionswert oft in einer ungünstigen Steuergruppe. Der Sprung vom Youngtimer zum echten Oldtimer ist daher nicht nur eine Frage der Leidenschaft, sondern auch eine mit konkreter finanzieller Bedeutung.

AUF EINEN BLICK

  • Getrennte (niedrigere) Pauschale für Krafträder/Motorräder
  • Vorteil: Hubraum und Abgasklasse spielen keine Rolle
  • Gilt oft günstiger als normale Kfz-Steuer bei großen Motoren

H-Kennzeichen: Wie die Oldtimer-Pauschalsteuer funktioniert

Wechselkennzeichen für mehrere Oldtimer, nur eine Steuer

Das markanteste Merkmal des H-Kennzeichens aus steuerlicher Sicht ist die bundesweit einheitliche Jahrespauschale. Anders als bei normalen Fahrzeugen spielt es keine Rolle, wie groß der Hubraum ist oder welcher Schadstoffklasse das Fahrzeug angehört. Die Pauschale gilt für alle Pkw mit H-Kennzeichen gleichermaßen – ob Kleinwagen oder amerikanischer V8-Muscle-Car. Das macht die Planung einfach und kalkulierbar.

Für Krafträder und Motorräder mit H-Kennzeichen gilt eine separate, niedrigere Jahrespauschale. Wer also einen klassischen Motorrad-Oldtimer fährt, profitiert von nochmals reduzierten Steuerkosten. Die konkreten Pauschalbeträge werden vom Gesetzgeber festgelegt und sind seit Jahren stabil – vor einer Anschaffung empfiehlt sich jedoch stets eine Prüfung beim zuständigen Hauptzollamt oder über die offizielle Zollverwaltung, da sich Beträge grundsätzlich ändern können.

Der eigentliche Vorteil der Pauschale zeigt sich besonders deutlich bei Fahrzeugen mit großem Hubraum: Ein alter Sportwagen oder ein amerikanischer Straßenkreuzer aus den 1970er- oder 1980er-Jahren würde ohne H-Kennzeichen aufgrund seines Hubraums und seiner schlechten Schadstoffeinstufung eine erheblich höhere reguläre Kfz-Steuer verursachen. Mit H-Kennzeichen ist die Steuerlast gedeckelt und vorhersehbar – ein klarer finanzieller Anreiz, den Oldtimer-Status offiziell anzuerkennen und das entsprechende Gutachten zu beantragen.

AUF EINEN BLICK

  • Nutzung eingeschränkt: Probe-, Überführungs- und Prüfungsfahrten sowie Wartung
  • Fahrtenbuch-Pflicht beachten
  • Sinnvoll für Sammler, weniger für Alltagsfahrer

Das rote 07-Kennzeichen: Eine Fahrzeuge, eine Steuer

Ohne H-Kennzeichen berechnet sich die Steuer nach Hubraum und Schadstoffklasse

Wer mehrere Oldtimer besitzt, kann statt einzelner H-Kennzeichen auf das rote 07-Wechselkennzeichen zurückgreifen. Dieses Kennzeichen ist nicht fest einem einzigen Fahrzeug zugeordnet, sondern kann zwischen verschiedenen Oldtimern gewechselt werden – allerdings immer nur an einem Fahrzeug zur gleichen Zeit. Der große Vorteil: Die Kfz-Steuer fällt nur einmal an, egal wie viele Oldtimer zur Sammlung gehören. Das macht das 07-Kennzeichen für Liebhaber mit mehreren historischen Fahrzeugen finanziell sehr attraktiv.

Der Nachteil liegt in der stark eingeschränkten Nutzung: Mit dem roten 07-Kennzeichen darf das Fahrzeug lediglich für Probe-, Überführungs- und Prüfungsfahrten sowie für Fahrten im Zusammenhang mit Wartung und Reparatur bewegt werden. Eine alltägliche Nutzung – etwa zur Arbeit oder zum Einkaufen – ist ausdrücklich nicht erlaubt. Wer das Fahrzeug trotzdem für solche Zwecke nutzt, riskiert erhebliche Bußgelder und Versicherungsprobleme, da der Versicherungsschutz in der Regel nur für die zulässigen Fahrtzwecke greift.

Zusätzlich besteht beim roten Kennzeichen eine Fahrtenbuchpflicht: Jede Fahrt muss mit Datum, Ziel und Zweck dokumentiert werden. Das erfordert Disziplin und Sorgfalt. Für Sammler, die ihre Oldtimer ohnehin nur gelegentlich bewegen und hauptsächlich pflegen und ausstellen, ist das 07-Kennzeichen eine clevere Lösung. Für jemanden, der einen Oldtimer regelmäßig im Alltag nutzen möchte, ist das H-Kennzeichen in aller Regel die bessere Wahl.

AUF EINEN BLICK

  • Alte Fahrzeuge haben oft ungünstige Schadstoffeinstufung → höhere Steuer
  • Pauschale kann bei großvolumigen Motoren deutlich billiger sein
  • Bei kleinem Hubraum lohnt Vergleich beider Varianten

Normale Kfz-Steuer vs. Oldtimer-Pauschale: Was ist günstiger?

Positives Oldtimer-Gutachten von TÜV, DEKRA o. Ä.

Ohne H-Kennzeichen wird die Kfz-Steuer für ältere Fahrzeuge nach dem regulären System berechnet: Der Hubraum des Motors bildet die Berechnungsgrundlage, und die Schadstoffklasse des Fahrzeugs beeinflusst den Steuersatz. Alte Fahrzeuge aus den 1970er-, 1980er- und frühen 1990er-Jahren fallen dabei häufig in ungünstige Schadstoffklassen – Katalysator und moderne Abgasreinigung fehlten oder waren weniger effektiv. Das Ergebnis: Die reguläre Kfz-Steuer kann für diese Fahrzeuge deutlich höher ausfallen als die Oldtimer-Pauschale.

Besonders auffällig ist der Unterschied bei großvolumigen Motoren. Ein amerikanischer Oldtimer mit einem V8-Motor und fünf oder mehr Litern Hubraum würde ohne H-Kennzeichen und mit schlechter Schadstoffeinstufung eine sehr hohe Jahressteuer nach sich ziehen. Die Oldtimer-Pauschale deckt diese Mehrkosten ab und macht solche Fahrzeuge überhaupt erst erschwinglich zu betreiben. Bei kleinvolumigen Motoren hingegen – zum Beispiel einem luftgekühlten VW Käfer oder einem frühen Fiat 500 – fällt die reguläre Steuer ohnehin gering aus, sodass die Pauschale nicht automatisch vorteilhafter ist. Hier lohnt sich ein direkter Vergleich beider Varianten.

Wer unsicher ist, sollte den konkreten Steuerbetrag für beide Szenarien beim zuständigen Hauptzollamt oder einem Steuerberater anfragen, bevor er das H-Kennzeichen beantragt. Denn der Wechsel zu einem H-Kennzeichen bringt auch Kosten und Aufwand mit sich – das Gutachten muss bezahlt, die Zulassungsstelle aufgesucht werden. Nur wenn die Steuerersparnis diese Investition mittel- und langfristig überwiegt, ist die Umrüstung wirtschaftlich sinnvoll.

AUF EINEN BLICK

  • Fahrzeug muss das gesetzliche Mindestalter erfüllen
  • Erhaltungszustand: kein Umbau, der den Originalcharakter zerstört
  • Antrag bei der Zulassungsstelle mit Gutachten

Voraussetzungen und Antrag: Was du für das H-Kennzeichen brauchst

Gutachten- und Zulassungsgebühren einmalig einplanen

Die zentrale Voraussetzung für das H-Kennzeichen ist ein positives Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO. Dieses Gutachten wird von amtlich anerkannten Sachverständigen ausgestellt – also von Prüforganisationen wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS. Der Sachverständige bewertet dabei zwei Kernaspekte: erstens, ob das Fahrzeug das gesetzliche Mindestalter von 30 Jahren ab Erstzulassung erfüllt, und zweitens, ob es sich in einem weitgehend originalen, erhaltenswürdigen Zustand befindet.

Der Erhaltungszustand ist dabei kein rein kosmetisches Kriterium. Selbstverständlich muss das Fahrzeug fahrtüchtig und verkehrssicher sein. Technische Defekte oder erhebliche Sicherheitsmängel führen zur Ablehnung des Gutachtens – unabhängig vom Alter des Fahrzeugs. Ebenso problematisch sind umfangreiche Umbauten, die das typische Erscheinungsbild oder die charakteristischen technischen Eigenschaften des Fahrzeugs grundlegend verändern. Wer seinen alten Sportwagen beispielsweise mit einem modernen Tuning-Motor oder einer stark veränderten Karosserie versehen hat, riskiert, dass das Fahrzeug das H-Gutachten nicht besteht.

Mit dem positiven Gutachten in der Hand wendet man sich an die zuständige Kfz-Zulassungsstelle. Dort wird das H-Kennzeichen beantragt und das Fahrzeug entsprechend umgeschrieben. Neben dem Gutachten sind die üblichen Zulassungsunterlagen erforderlich: Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief, Personalausweis und – sofern eine neue Hauptuntersuchung ansteht – ein aktueller HU-Stempel. Die Zulassungsgebühren fallen einmalig an und variieren je nach Zulassungsstelle leicht.

AUF EINEN BLICK

  • Regelmäßige Hauptuntersuchung (HU
  • Oldtimer-Versicherung meist Voraussetzung/empfehlenswert
  • Wartung und Ersatzteile als laufende Kosten

Zusatzkosten neben der Steuer: Was Oldtimer-Besitzer wirklich zahlen

Anschaffung und Unterhalt realistisch gegen das Budget rechnen

Die Kfz-Steuer ist nur ein Teil der laufenden Kosten eines Oldtimers. Wer die wahre finanzielle Belastung eines historischen Fahrzeugs realistisch einschätzen möchte, muss alle Kostenpositionen berücksichtigen. Zunächst fallen einmalige Kosten an: Das Oldtimer-Gutachten für das H-Kennzeichen kostet je nach Anbieter und Fahrzeugtyp einen bestimmten Betrag – hier lohnt ein Preisvergleich zwischen TÜV, DEKRA und anderen Prüforganisationen. Hinzu kommen die Zulassungsgebühren bei der Zulassungsstelle sowie gegebenenfalls neue Kennzeichen.

Laufend fallen die reguläre Hauptuntersuchung (HU) an – auch Oldtimer mit H-Kennzeichen sind nicht davon befreit. Die Intervalle richten sich nach den allgemeinen gesetzlichen Vorgaben. Ebenso ist eine Kfz-Versicherung Pflicht: Viele Oldtimer-Besitzer wählen eine spezialisierte Oldtimer-Versicherung, die auf die besonderen Nutzungsverhältnisse – seltenere Fahrten, geringere Jahreskilometer – zugeschnitten ist und oft attraktive Konditionen bietet. Wichtig: Ohne gültigen Versicherungsschutz ist das Fahrzeug nicht zugelassen, und das Fahren ohne Versicherung ist eine Straftat.

Nicht zu vergessen sind Wartungs- und Reparaturkosten. Historische Fahrzeuge erfordern oft Fachkenntnisse und Spezialwerkzeug; Ersatzteile sind nicht immer leicht verfügbar und können teuer sein. Wer handwerklich begabt ist und Reparaturen selbst durchführen kann, spart erheblich. Wer jedoch auf eine Fachwerkstatt angewiesen ist, sollte eine ausreichend große Rücklage einplanen. Spritkosten hängen stark vom jeweiligen Fahrzeug ab – viele ältere Fahrzeuge mit großen Motoren haben einen deutlich höheren Kraftstoffverbrauch als moderne Autos.

AUF EINEN BLICK

  • Saisonkennzeichen kann Kosten weiter senken
  • Fahrzeug als Hobby vs. Alltagsmobilität abwägen
  • Versicherung und Steuer zusammen kalkulieren, bevor du kaufst

Oldtimer als Student:in – Leidenschaft und Budget im Einklang

Steuer, Versicherung, HU und Sprit in einer Monatsrechnung bündeln

Ein Oldtimer ist für viele junge Menschen ein Traum – und manchmal auch eine finanziell sinnvolle Entscheidung. Doch bevor man sich für ein historisches Fahrzeug entscheidet, sollte man alle Kosten ehrlich gegenüberstellen. Die Steuerpauschale für das H-Kennzeichen kann zwar attraktiv niedrig sein, aber in der Gesamtrechnung spielen auch Versicherung, HU, Wartung und Reparaturen eine entscheidende Rolle. Gerade bei einem studentischen Budget oder einem Einkommen im Minijob-Bereich – bis zu 603 Euro im Monat bzw. 7.236 Euro im Jahr – muss jede fixe Ausgabe gut überlegt sein.

Ein praktischer Tipp für kostenreduzierende Maßnahmen: Das Saisonkennzeichen lässt sich auch mit einem H-Kennzeichen kombinieren. Wer sein Fahrzeug ohnehin nur in den warmen Monaten nutzt, kann die Zulassung auf bestimmte Monate beschränken und zahlt die Steuer dann anteilig – was die Jahresbelastung weiter senkt. Das lohnt sich vor allem für Oldtimer, die als Freizeitfahrzeug und nicht als tägliches Transportmittel dienen.

Die entscheidende Frage ist, ob der Oldtimer als Hobby oder als Alltagsmobilität gedacht ist. Als Hobby – das man bewusst als Freizeitgestaltung betrachtet und finanziell entsprechend einplant – kann ein Oldtimer durchaus seinen Platz im Budget haben. Als einziges Fortbewegungsmittel für den Alltag ist er dagegen oft weniger praktisch: mangelnde Allwettertauglichkeit, höherer Kraftstoffverbrauch und potenzielle Zuverlässigkeitsprobleme sind reale Faktoren. Wer beides will – zuverlässige Alltagsmobilität und einen Oldtimer für die Wochenenden –, braucht entsprechend mehr finanziellen Spielraum.

Grundsätzlich gilt: Vor dem Kauf eines Oldtimers solltest du alle laufenden Kosten in einer realistischen Monatsrechnung zusammenführen. Steuer, Versicherung, HU-Rücklage, Kraftstoff und Reparaturrücklage ergeben zusammen die tatsächliche monatliche Belastung. Vergleiche diese Summe mit deinem verfügbaren Nettoeinkommen oder deinem BAföG-Satz und stelle sicher, dass noch genug für Lebenshaltungskosten und unvorhergesehene Ausgaben übrig bleibt.

AUF EINEN BLICK

  • Budget mit deinem Nettoeinkommen/BAföG abgleichen
  • Rücklage für unerwartete Reparaturen bilden
  • Nutze unseren Rechner für einen realistischen Kostenüberblick

So planst du deine Fahrzeugkosten als Oldtimer-Besitzer realistisch

Finanzielle Überraschungen sind beim Oldtimer-Besitz keine Seltenheit – ein kaputtes Ersatzteil, eine aufwendige Restaurierung oder eine unerwartete Reparatur kann schnell einen dreistelligen bis vierstelligen Betrag kosten. Deshalb ist eine strukturierte Kostenplanung unerlässlich. Der erste Schritt ist, alle fixen Jahreskosten zusammenzurechnen und auf den Monat herunterzubrechen: Kfz-Steuer (Jahrespauschale geteilt durch zwölf), Versicherungsprämie (Monatsbeitrag oder Jahresbetrag geteilt durch zwölf) und eine monatliche HU-Rücklage.

Dazu kommen variable Kosten, für die du einen monatlichen Durchschnittswert schätzen solltest: Kraftstoff auf Basis deiner geschätzten Jahreskilometer und des Durchschnittsverbrauchs des Fahrzeugs sowie eine Wartungsrücklage. Letztere sollte bei einem historischen Fahrzeug großzügiger bemessen sein als bei einem modernen Auto – Experten empfehlen oft, mindestens einen gewissen Prozentsatz des Fahrzeugwertes pro Jahr für Wartung und Reparaturen zurückzulegen. Informiere dich bei Oldtimer-Clubs und Foren über typische Kostenpunkte für dein konkretes Fahrzeugmodell.

Das Budget solltest du anschließend mit deinem realen Nettoeinkommen abgleichen. Wenn du als Werkstudent arbeitest, liegt der aktuelle Mindestlohn bei 13,90 Euro pro Stunde – ein hilfreicher Anhaltspunkt, um einzuschätzen, wie viele Arbeitsstunden der Oldtimer monatlich „kostet". Eine solche Perspektive hilft, die finanzielle Belastung greifbar zu machen. Denk auch daran, dass Fixausgaben für das Fahrzeug die Möglichkeit reduzieren, für andere Ziele zu sparen – sei es ein Notgroschen, eine Reise oder langfristiger Vermögensaufbau.

Oldtimer-Steuer 2026: Lohnt sich das H-Kennzeichen für dich?

Das H-Kennzeichen bietet echte steuerliche Vorteile, besonders für Fahrzeuge mit großem Hubraum oder schlechter Schadstoffeinstufung. Die bundeseinheitliche Jahrespauschale macht die Planung einfach und kalkulierbar. Wer jedoch die Gesamtkosten – Versicherung, HU, Wartung, Gutachten – realistisch zusammenrechnet, erkennt schnell: Ein Oldtimer ist kein reines Sparmodell, sondern eine finanzielle Verpflichtung, die gut ins eigene Budget passen muss. Als Student:in oder junger Erwachsener lohnt es sich deshalb, alle Fahrzeugkosten strukturiert zu planen, bevor die Entscheidung fällt.

Nächster Schritt: Berechne, wie Fahrzeugkosten in deine persönliche Finanzplanung passen – und ob noch Spielraum für Ersparnisse und Vermögensaufbau bleibt. Unser Rechner hilft dir dabei, einen realistischen Überblick zu gewinnen. Zum Vermögensaufbau-Rechner →

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Häufige Fragen

Für einen Oldtimer mit H-Kennzeichen wird die Kfz-Steuer pauschal nach Hubraum berechnet, wobei ein ermäßigter Steuersatz gilt. Der genaue Betrag hängt von der Motorisierung ab, aber Sie profitieren von einer deutlichen Steuervergünstigung gegenüber der normalen Kfz-Steuer.

Ein Auto gilt in Deutschland steuerlich als Oldtimer, wenn es ein H-Kennzeichen erhält, was ein Mindestalter von 30 Jahren voraussetzt. Zusätzlich muss das Fahrzeug in einem originalgetreuen Zustand sein und als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut anerkannt werden.

Die Oldtimer-Steuer ist in den meisten Fällen günstiger als die normale Kfz-Steuer, da sie auf einem reduzierten Steuersatz basiert. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa bei sehr großen Hubräumen oder wenn das Fahrzeug als Wohnmobil oder LKW zugelassen ist, wo die Ersparnis geringer ausfallen kann.

Das H-Kennzeichen ist eine Dauerzulassung für ein historisches Fahrzeug, während das 07-Kennzeichen eine Saisonzulassung für Oldtimer ist, die nur an bestimmten Tagen im Jahr gefahren werden dürfen. Mit dem 07-Kennzeichen zahlen Sie nur für die Monate Steuern und Versicherung, in denen das Fahrzeug genutzt wird, und es ist an ein wechselndes Fahrzeug gebunden.

Für ein H-Kennzeichen benötigen Sie keine spezielle Versicherung, aber Sie sollten eine Oldtimer-Versicherung in Betracht ziehen, da diese oft günstigere Tarife und besondere Leistungen wie einen vereinbarten Wert bietet. Eine normale Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung ist jedoch ausreichend, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Ja, Sie können ein H-Kennzeichen mit einem Saisonkennzeichen kombinieren, indem Sie das Fahrzeug als Saison-Oldtimer zulassen. Dann gilt das H-Kennzeichen nur für einen bestimmten Zeitraum im Jahr, zum Beispiel von April bis Oktober, und Sie zahlen Steuern und Versicherung nur für diese Monate.

Die Kosten für das Oldtimer-Gutachten für das H-Kennzeichen variieren je nach Prüforganisation und Aufwand, liegen aber in der Regel im dreistelligen Bereich. Sie müssen mit Ausgaben für die Begutachtung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen wie TÜV, DEKRA oder GTÜ rechnen, die je nach Fahrzeugzustand und Region unterschiedlich ausfallen können.

Ja, ein Oldtimer mit H-Kennzeichen muss weiterhin regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU), wobei die Fristen wie bei normalen Fahrzeugen gelten. Allerdings ist die HU für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen oft weniger streng in Bezug auf Abgas- und Geräuschwerte, da historische Fahrzeuge von bestimmten Umweltauflagen befreit sind.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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