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Ratgeber · Versicherung

Ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll? So triffst du die richtige Entscheidung

Eine Risikolebensversicherung sichert deine Familie ab, wenn dein Einkommen wegfällt. Ob sie für dich sinnvoll ist, hängt von deiner Lebenssituation, deinen Schulden und deinem Verantwortungs­gefühl für andere ab.

10 Kapitel · 17 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Sinnvoll ist sie vor allem für Hauptverdiener, Alleinerziehende und Kreditnehmer.
  • Die Versicherungssumme sollte das 3- bis 5-fache deines Bruttojahreseinkommens betragen.
  • Die Laufzeit orientiert sich an der Dauer deiner finanziellen Verpflichtungen.
  • Unverheiratete Partner haben ohne Absicherung keinen Anspruch auf staatliche Hinterbliebenenleistungen.

01 · Grundlagen

Was ist eine Risikolebensversicherung?

Die Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz. Sie zahlt eine vorher festgelegte Summe an die von dir bestimmten Begünstigten, wenn du während der Vertragslaufzeit stirbst.

Die Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz ohne Sparanteil. Sie zahlt die vereinbarte Versicherungssumme nur dann aus, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit stirbt. Erlebst du das Vertragsende, gibt es keine Rückzahlung deiner Beiträge.

Genau deshalb ist sie im Vergleich zu anderen Lebensversicherungen deutlich günstiger. Du zahlst nur für das Risiko, nicht für einen Vermögensaufbau. Die Auszahlung erfolgt direkt an die von dir eingetragenen Begünstigten und nicht automatisch an die Erben.

Die Versicherungssumme wird nur im Todesfall während der Laufzeit ausgezahlt.

Kurz erklärt

Risikolebensversicherung

Eine Versicherung, die im Todesfall der versicherten Person während der Vertragslaufzeit eine vereinbarte Versicherungssumme an die eingetragenen Begünstigten auszahlt. Sie dient ausschließlich der finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen und hat keinen Sparanteil.

Die Auszahlung erfolgt nur im Todesfall, nicht am Ende der Laufzeit.

02 · Was gilt

Wann ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Nicht jeder braucht eine Risikolebensversicherung. Sie ist dann sinnvoll, wenn andere Menschen finanziell von dir abhängig sind oder du gemeinsame Schulden hast, die im Todesfall zur Last fallen würden.

Die gesetzliche Hinterbliebenenversorgung reicht oft nicht aus, um den Lebensstandard deiner Familie zu halten. Besonders kritisch wird es, wenn du als Haupt- oder Alleinverdiener ausfällst. Dein Partner müsste dann Einkommen und Kinderbetreuung allein stemmen.

Unverheiratete Paare haben zudem grundsätzlich keinen Anspruch auf eine gesetzliche Witwen- oder Witwerrente. Auch wenn ihr gemeinsam einen Kredit abbezahlt, steht der Hinterbliebene im Todesfall allein vor der Restschuld. Eine Risikolebensversicherung schließt genau diese Lücke.

Für Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Kreditnehmer ist die Absicherung besonders wichtig.

  • Du bist Haupt- oder Alleinverdiener deiner Familie und dein Einkommen fällt im Todesfall weg.
  • Du bist alleinerziehend und dein Kind ist finanziell vollständig von dir abhängig.
  • Du hast gemeinsam mit deinem Partner einen Immobilienkredit aufgenommen, der weiterlaufen würde.
  • Du lebst in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft und möchtest deinen Partner absichern, da er keinen gesetzlichen Anspruch hat.
  • Du hast laufende Kredite oder Darlehen, die deine Hinterbliebenen sonst allein tilgen müssten.
  • Du bist Geschäftspartner und wirtschaftlich von deinem Mitgesellschafter abhängig.

Sinnvoll

·Du bist Haupt- oder Alleinverdiener deiner Familie
·Du bist alleinerziehend und dein Kind ist auf dein Einkommen angewiesen
·Du hast gemeinsam mit deinem Partner einen Immobilienkredit aufgenommen
·Du lebst in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft und möchtest deinen Partner absichern
·Du hast laufende Kredite oder Darlehen, die deine Hinterbliebenen sonst tilgen müssten
·Du bist Geschäftspartner und wirtschaftlich von deinem Mitgesellschafter abhängig

Meist nicht nötig

·Du bist Single ohne Kinder und ohne finanzielle Verpflichtungen
·Deine Kinder sind bereits finanziell unabhängig
·Du hast keine Schulden und niemand ist auf dein Einkommen angewiesen
·Dein Partner verfügt über ein eigenes, ausreichendes Einkommen

03 · Kosten

Wie hoch sollte die Versicherungs­summe sein?

Die Versicherungssumme ist der Betrag, den deine Hinterbliebenen im Todesfall erhalten. Sie sollte so bemessen sein, dass sie die finanzielle Lücke schließt, die durch deinen Einkommensverlust entsteht.

Die Versicherungssumme muss die finanzielle Lücke schließen, die durch deinen Einkommensverlust entsteht. Als Faustregel gilt das 3- bis 5-fache deines Bruttojahreseinkommens. Laufende Kredite solltest du zusätzlich einrechnen, damit deine Familie im Todesfall nicht auf der Restschuld sitzen bleibt.

Für Familien ohne Kinder empfehlen unabhängige Experten das 3-fache des Bruttojahreseinkommens. Bei Familien mit Kindern steigt der Bedarf auf das 5-fache, weil die Betreuung und Ausbildung über viele Jahre finanziert werden muss. Ein Beispiel: Bei 45.000 Euro Bruttojahreseinkommen wären das 135.000 Euro ohne Kinder und 225.000 Euro mit Kindern.

Orientiere dich am 3- bis 5-fachen deines Bruttojahreseinkommens plus laufender Kredite.

  • Ermittle dein aktuelles Bruttojahreseinkommen und multipliziere es mit dem Faktor 3 oder 5, je nach Familiensituation.
  • Addiere die Restschuld aller laufenden Immobilienkredite und Darlehen hinzu.
  • Berücksichtige auch zukünftige Kosten wie die Ausbildung deiner Kinder oder die Tilgung gemeinsamer Verbindlichkeiten.

Empfohlene Versicherungssumme nach Lebenssituation

Familien ohne Kinder (3-faches Bruttojahreseinkommen)3-faches Bruttojahreseinkommen
Familien mit Kindern (5-faches Bruttojahreseinkommen)5-faches Bruttojahreseinkommen
Zusätzlich laufende ImmobilienkrediteRestschuld des Darlehens

04 · Schritt für Schritt

Wie lange sollte die Laufzeit sein?

Die Vertragslaufzeit bestimmt, bis zu welchem Zeitpunkt deine Hinterbliebenen abgesichert sind. Sie sollte sich an deinen finanziellen Verpflichtungen und der Dauer deiner Verantwortung für andere orientieren.

Sie muss so lange laufen, bis deine Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen oder deine Kredite abbezahlt sind. Üblich sind Laufzeiten zwischen 5 und 45 Jahren, maximal bis zum 75. Lebensjahr.

Bei jungen Familien ist das Ende der Ausbildung oder des Studiums des jüngsten Kindes ein guter Orientierungspunkt. Bei Immobilienkrediten dient die Restlaufzeit des Darlehens als Richtwert. So stellst du sicher, dass im Todesfall keine offenen Kredite verbleiben und deine Familie das Zuhause behalten kann.

Wähle die Laufzeit so, dass sie deine längste finanzielle Verpflichtung abdeckt.

01

Ermittle deine finanziellen Verpflichtungen

Liste alle laufenden Kredite, Darlehen und Unterhaltsverpflichtungen auf. Notiere, bis wann diese voraussichtlich abbezahlt sind.

02

Berücksichtige die Dauer der Kinderbetreuung

Überlege, in wie vielen Jahren dein jüngstes Kind finanziell auf eigenen Beinen stehen könnte, also nach Schule, Ausbildung oder Studium.

03

Orientiere dich an der Kreditlaufzeit

Bei Immobilienkrediten ist die Restlaufzeit des Darlehens ein guter Richtwert. So stellst du sicher, dass im Todesfall keine offenen Kredite verbleiben.

04

Wähle eine Laufzeit zwischen 5 und 45 Jahren

Übliche Laufzeiten liegen zwischen 5 und 45 Jahren, maximal bis zum 75. Lebensjahr. Wähle den Zeitraum, der deine längste finanzielle Verpflichtung abdeckt.

05 · Vergleich

Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung?

Beide Versicherungsformen bieten Todesfallschutz, unterscheiden sich aber grundlegend in ihrem Zweck und ihren Kosten. Die Wahl hängt davon ab, ob du nur absichern oder auch Vermögen aufbauen möchtest.

Die Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz. Sie zahlt nur, wenn du während der Laufzeit stirbst, und ist deshalb vergleichsweise günstig. Die Kapitallebensversicherung kombiniert diesen Schutz mit einem Sparanteil, der am Vertragsende als Kapital oder Rente ausgezahlt wird.

Der Sparanteil macht die Kapitallebensversicherung deutlich teurer. Für die reine Absicherung deiner Familie ist sie meist nicht nötig, weil du für denselben Todesfallschutz bei einer Risikolebensversicherung weniger zahlst. Die Kapitallebensversicherung lohnt sich nur, wenn du zusätzlich Vermögen für das Alter aufbauen möchtest und die höheren Beiträge tragen kannst.

Für die reine Absicherung deiner Familie ist die Risikolebensversicherung die günstigere Wahl.

  • Die Risikolebensversicherung zahlt nur im Todesfall während der Laufzeit und hat keinen Sparanteil.
  • Die Kapitallebensversicherung zahlt im Todesfall oder als Rückzahlung des angesparten Kapitals am Vertragsende.
  • Die Beiträge der Risikolebensversicherung sind niedriger, weil kein Teil in einen Sparanteil fließt.
  • Die Kapitallebensversicherung eignet sich für Personen, die zusätzlich für das Alter vorsorgen möchten.
Unterschiede zwischen Risiko- und Kapitallebensversicherung
RisikolebensversicherungKapitallebensversicherung
HauptzweckReiner Todesfallschutz für HinterbliebeneTodesfallschutz plus Sparanteil für den Vermögensaufbau
AuszahlungNur im Todesfall während der LaufzeitIm Todesfall oder als Rückzahlung des angesparten Kapitals am Vertragsende
BeitragshöheVergleichsweise günstig, da kein SparanteilHöher, da ein Teil des Beitrags in den Sparanteil fließt
Geeignet fürFamilien, Kreditnehmer, AlleinerziehendePersonen, die zusätzlich für das Alter vorsorgen möchten

06 · Im Vertrag

Welche Rolle spielt dein Gesundheits­zustand?

Dein Gesundheitszustand beeinflusst, ob und zu welchen Konditionen du eine Risikolebensversicherung abschließen kannst. Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen oder Ablehnungen führen.

Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung musst du Angaben zu deinem Gesundheitszustand machen. Dazu gehören Vorerkrankungen, Behandlungen und Risikofaktoren wie Rauchen. Der Versicherer prüft diese Angaben und entscheidet, ob und zu welchen Konditionen er dich annimmt.

Bei Vorerkrankungen oder riskanten Hobbys kann ein Risikozuschlag fällig werden. Der Beitrag fällt dann höher aus als bei gesunden Personen. In manchen Fällen lehnt der Versicherer den Antrag auch ab. Wenn du gesundheitliche Themen hast, ist eine anonyme Risikovoranfrage über einen Versicherungsmakler sinnvoll, um die Konditionen verschiedener Anbieter zu vergleichen.

Falsche Angaben im Gesundheitsfragebogen können im Leistungsfall zur Zahlungsverweigerung führen.

  • Beim Abschluss musst du Angaben zu Vorerkrankungen, Behandlungen und Risikofaktoren wie Rauchen machen.
  • Bei Vorerkrankungen oder riskanten Hobbys kann der Versicherer einen Risikozuschlag verlangen, der den Beitrag erhöht.
  • Bei gesundheitlichen Themen ist eine anonyme Risikovoranfrage über einen Versicherungsmakler sinnvoll, um passende Anbieter zu finden.
  • Nach Vertragsabschluss musst du neu auftretende gesundheitliche Themen nicht nachmelden, außer du fängst mit dem Rauchen an.

Gesundheitsangaben und ihre Folgen

GesundheitsprüfungAntragBeim Abschluss musst du Angaben zu deinem Gesundheitszustand machen. Dazu gehören Vorerkrankungen, Behandlungen und Risikofaktoren wie Rauchen.
RisikozuschlagBeitragBei Vorerkrankungen oder riskanten Hobbys kann der Versicherer einen Risikozuschlag verlangen. Der Beitrag fällt dann höher aus als bei gesunden Personen.
Anonyme RisikovoranfrageVor AbschlussBei gesundheitlichen Themen ist eine anonyme Risikovoranfrage über einen Versicherungsmakler sinnvoll. So erfährst du, welcher Anbieter dich zu welchen Konditionen annimmt.
NachmeldepflichtNach AbschlussNach Vertragsabschluss musst du neu auftretende gesundheitliche Themen nicht nachmelden. Ausnahme: Du beginnst mit dem Rauchen.

07 · Checkliste

Wer sollte als Begünstigter eingetragen werden?

Die begünstigte Person erhält im Todesfall die Versicherungssumme. Die Wahl der Begünstigten ist entscheidend dafür, dass das Geld bei den richtigen Menschen ankommt.

Diese Summe fällt nicht automatisch in den Nachlass, wenn du die Begünstigten ausdrücklich im Vertrag benannt hast. Deshalb ist die Wahl der Begünstigten entscheidend dafür, dass das Geld bei den richtigen Menschen ankommt.

Bei minderjährigen Kindern solltest du zusätzlich einen Vormund bestimmen, der das Geld verwaltet. Ohne Vormund wird dieser vom Gericht festgelegt. Überprüfe die Begünstigten regelmäßig nach Lebensereignissen wie Heirat, Scheidung oder der Geburt eines Kindes, damit der Vertrag zu deiner aktuellen Lebenssituation passt.

Trage die Person ein, die im Todesfall finanziell auf dein Einkommen angewiesen ist.

  • Trage deinen Ehe- oder Lebenspartner ein, wenn er auf dein Einkommen angewiesen ist und im Todesfall die laufenden Kosten tragen muss.
  • Bei minderjährigen Kindern: Bestimme einen Vormund, der das Geld bis zur Volljährigkeit verwaltet.
  • Bei Alleinerziehenden: Trage dein Kind oder deine Kinder als Begünstigte ein, damit sie direkt abgesichert sind.
  • Bei gemeinsamen Krediten: Trage den Partner ein, der den Kredit im Todesfall allein tilgen müsste.
  • Überprüfe die Begünstigten regelmäßig nach Lebensereignissen wie Heirat, Scheidung oder Geburt.

Checkliste für die Wahl der Begünstigten

01

Trage deinen Ehe- oder Lebenspartner ein, wenn er auf dein Einkommen angewiesen ist.

02

Bei minderjährigen Kindern: Bestimme einen Vormund, der das Geld verwaltet.

03

Bei Alleinerziehenden: Trage dein Kind oder deine Kinder als Begünstigte ein.

04

Bei gemeinsamen Krediten: Trage den Partner ein, der den Kredit im Todesfall allein tilgen müsste.

05

Überprüfe die Begünstigten regelmäßig nach Lebensereignissen wie Heirat, Scheidung oder Geburt.

08 · Fehler vermeiden

Welche Fehler solltest du vermeiden?

Bei der Risikolebensversicherung gibt es typische Fehler, die dazu führen können, dass deine Hinterbliebenen im Ernstfall nicht ausreichend abgesichert sind.

Der häufigste Fehler ist eine zu niedrige Versicherungssumme. Sie deckt die finanzielle Lücke nicht ab, die durch deinen Einkommensverlust entsteht. Deine Familie müsste dann trotz Versicherung ihren Lebensstandard einschränken oder die Immobilie verkaufen.

Ein weiterer Fehler ist eine zu kurze Laufzeit. Endet die Versicherung, bevor deine Kinder finanziell unabhängig sind oder deine Kredite abbezahlt sind, entsteht eine Schutzlücke. Auch falsche Begünstigte führen dazu, dass das Geld an eine Person geht, die es nicht benötigt, während die eigentlich Betroffenen leer ausgehen.

Unwahre Gesundheitsangaben können im Leistungsfall zur Zahlungsverweigerung führen.

  • Zu niedrige Versicherungssumme: Sie deckt die finanzielle Lücke nicht ab und deine Familie muss sich einschränken.
  • Zu kurze Laufzeit: Die Versicherung endet, bevor die Kinder finanziell unabhängig sind oder die Kredite abbezahlt sind.
  • Falsche Begünstigte: Das Geld geht an eine Person, die es nicht benötigt, während die eigentlich Betroffenen leer ausgehen.
  • Unwahre Gesundheitsangaben: Der Versicherer kann im Leistungsfall die Zahlung verweigern.
  • Keine Absicherung bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft: Der Partner hat keinen gesetzlichen Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen.

Häufige Fehler bei der Risikolebensversicherung

·Zu niedrige Versicherungssumme: Sie deckt die finanzielle Lücke nicht ab.
·Zu kurze Laufzeit: Die Versicherung endet, bevor die Kinder finanziell unabhängig sind.
·Falsche Begünstigte: Das Geld geht an eine Person, die es nicht benötigt.
·Unwahre Gesundheitsangaben: Der Versicherer kann im Leistungsfall die Zahlung verweigern.
·Keine Absicherung bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft: Der Partner hat keinen gesetzlichen Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen.

09 · Schritt für Schritt

Was passiert im Todesfall?

Im Todesfall müssen die Hinterbliebenen den Versicherer informieren und den Todesfall nachweisen. Danach wird die Versicherungssumme an die Begünstigten ausgezahlt.

Dafür ist in der Regel eine Sterbeurkunde erforderlich. Der Versicherer prüft dann, ob der Todesfall in die Vertragslaufzeit fällt und ob alle Angaben im Antrag korrekt waren.

Nach erfolgreicher Prüfung wird die vereinbarte Versicherungssumme an die eingetragenen Begünstigten überwiesen. Die Auszahlung erfolgt direkt an die Begünstigten und nicht an die Erben, sofern du die Bezugsberechtigung im Vertrag festgelegt hast. Das Geld steht den Hinterbliebenen damit schnell zur Verfügung, um laufende Kosten zu decken.

Die Auszahlung erfolgt nach Prüfung des Todesfalls direkt an die eingetragenen Begünstigten.

01

Todesfall melden

Die Hinterbliebenen oder der Versicherungsmakler informieren den Versicherer über den Todesfall. Dafür ist in der Regel eine Sterbeurkunde erforderlich.

02

Unterlagen einreichen

Der Versicherer verlangt die Sterbeurkunde und gegebenenfalls weitere Nachweise wie den Versicherungsschein.

03

Prüfung durch den Versicherer

Der Versicherer prüft, ob der Todesfall in die Vertragslaufzeit fällt und ob alle Angaben im Antrag korrekt waren.

04

Auszahlung an die Begünstigten

Nach erfolgreicher Prüfung wird die vereinbarte Versicherungssumme an die eingetragenen Begünstigten überwiesen.

10 · Hintergrund

Risikolebensversicherung und Erbschafts­steuer

Die Auszahlung aus einer Risikolebensversicherung kann erbschaftssteuerliche Folgen haben. Ob Steuern anfallen, hängt vom Verwandtschaftsverhältnis und der Höhe der Auszahlung ab.

Die steuerliche Behandlung der Versicherungssumme hängt davon ab, ob du die Begünstigten direkt im Vertrag benannt hast. Ohne ausdrückliche Bezugsberechtigung fällt die Summe in den Nachlass und wird wie das übrige Erbe behandelt. In diesem Fall unterliegt sie der Erbschaftssteuer.

Sind die Begünstigten direkt im Vertrag benannt, erhalten sie die Versicherungssumme als Schenkung auf den Todesfall. Auch hier kann Erbschaftssteuer anfallen, wenn die Freibeträge überschritten werden. Die Freibeträge hängen vom Verwandtschaftsverhältnis ab: Ehepartner haben einen höheren Freibetrag als entfernte Verwandte oder Nichtverwandte.

Benenne die Begünstigten direkt im Vertrag, damit die Summe nicht in den Nachlass fällt.

Die Versicherungssumme aus einer Risikolebensversicherung fällt in den Nachlass der verstorbenen Person, wenn die Begünstigten nicht ausdrücklich als Bezugsberechtigte im Vertrag eingetragen sind. In diesem Fall wird die Summe wie das übrige Erbe behandelt und unterliegt der Erbschaftssteuer.

Sind die Begünstigten direkt im Vertrag benannt, erhalten sie die Versicherungssumme als Schenkung auf den Todesfall. Auch hier kann Erbschaftssteuer anfallen, wenn die Freibeträge überschritten werden. Die Freibeträge hängen vom Verwandtschaftsverhältnis ab: Ehepartner haben einen höheren Freibetrag als entfernte Verwandte oder Nichtverwandte.

Für Ehepartner und eingetragene Lebenspartner gelten hohe Freibeträge, für Kinder ebenfalls. Bei unverheirateten Partnern ist der Freibetrag deutlich niedriger. Es kann sinnvoll sein, die Begünstigten so zu wählen, dass die Steuerlast minimiert wird.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026