Wie viel kostet Aktien: Dein Wegweiser zu fairen Gebühren
Aktien kosten nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Gebühren. Wir zeigen dir, welche Kosten wirklich auf dich zukommen und wie du sie minimierst.
Warum dich das Thema Aktienkosten betrifft
Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass man mit Aktien Geld verdienen kann. Doch bevor du einsteigst, fragst du dich zu Recht: Wie viel kostet Aktien? Das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt, denn Kosten fressen Rendite. Wenn du zu viel bezahlst, bleibt am Ende weniger für dich übrig. Das betrifft jeden, der sein Geld vermehren möchte, egal ob mit 50 Euro oder 5rund 000 Euro im Monat.
Viele Menschen scheuen sich vor Aktien, weil sie glauben, dass es nur etwas für Reiche ist. Das ist ein Irrtum. Heutzutage kannst du schon mit kleinen Beträgen einsteigen. Aber die Kosten sind trotzdem entscheidend. Sie entscheiden darüber, ob sich dein Investment lohnt oder ob du am Ende sogar Verlust machst. Deshalb solltest du dich vor dem ersten Kauf gründlich informieren.
Stell dir vor, du kaufst eine Aktie für 100 Euro und zahlst 10 Euro Gebühr. Das sind 10 Prozent Kosten, die du erst einmal wieder hereinholen musst. Bei einem langfristigen Investment summieren sich solche Gebühren. Deshalb ist es so wichtig zu wissen, wie viel Aktien kosten und wo du sparen kannst. Dieser Ratgeber hilft dir dabei, den Überblick zu behalten.
Wir gehen das Thema Schritt für Schritt durch. Zuerst erklären wir dir die Grundlagen, dann die verschiedenen Kostenarten und zum Schluss geben wir dir konkrete Tipps. Am Ende weißt du genau, worauf du achten musst und wie du die Kosten niedrig hältst. So kannst du beruhigt in deine erste Aktie investieren.
Was sind Aktien überhaupt? Ein einfacher Einstieg
Bevor wir über Kosten sprechen, klären wir kurz die Basics. Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Wenn du eine Aktie kaufst, wirst du Miteigentümer. Das Unternehmen nutzt dein Geld, um zu wachsen, und du profitierst im Gegenzug von steigenden Kursen und möglichen Dividenden. Das ist die Grundidee.
Aktien werden an Börsen gehandelt, zum Beispiel in Frankfurt oder New York. Der Preis einer Aktie wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn viele Leute kaufen wollen, steigt der Kurs. Wenn viele verkaufen, fällt er. Das ist normal und gehört zum Spiel dazu. Als Aktionär musst du Kursschwankungen aushalten können.
Es gibt verschiedene Arten von Aktien, aber für Einsteiger sind vor allem Standardaktien großer Unternehmen interessant. Diese sind meist stabiler als Aktien kleiner Firmen. Du kannst auch in Aktienfonds oder ETFs investieren, das sind Körbe aus vielen Aktien. Das reduziert das Risiko, weil du breit gestreut bist.
Für den Anfang reicht es, wenn du verstehst: Eine Aktie ist ein Wertpapier, das dir einen Anteil an einem Unternehmen gibt. Der Wert kann steigen oder fallen. Und der Kauf und Verkauf verursacht Kosten. Genau diese Kosten schauen wir uns jetzt genauer an.
Die wichtigsten Kostenarten beim Aktienkauf
Wenn du Aktien kaufen möchtest, gibt es mehrere Kosten, die anfallen. Die erste ist die Ordergebühr. Das ist der Betrag, den dein Broker für die Ausführung des Kaufs verlangt. Diese Gebühr ist oft eine Pauschale, manchmal auch ein Prozentsatz vom Ordervolumen. Sie kann zwischen 0 und 10 Euro oder mehr liegen, je nach Anbieter.
Die zweite wichtige Kostenart ist der Spread. Das ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem du kaufen kannst (Briefkurs) und dem Preis, zu dem du verkaufen kannst (Geldkurs). Der Spread ist eine Art Marge für den Marktmacher. Bei großen Aktien ist er klein, bei kleinen Aktien kann er größer sein. Du zahlst den Spread also indirekt bei jedem Kauf und Verkauf.
Dann gibt es noch die laufenden Kosten. Wenn du ein Depot bei einer Bank hast, kann dafür eine Gebühr anfallen. Viele Online-Broker bieten aber kostenlose Depots an. Zusätzlich gibt es bei ETFs eine jährliche Verwaltungsgebühr, die sogenannte TER. Diese wird direkt vom Fondsvermögen abgezogen und ist im Kurs bereits enthalten.
Zuletzt solltest du die Steuern nicht vergessen. Auf Gewinne aus Aktienverkäufen zahlst du in Deutschland die Abgeltungssteuer von 25 Prozent, dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Es gibt aber einen Freibetrag von 1rund 000 Euro pro Jahr, den du nutzen kannst. Steuern sind keine direkten Kosten beim Kauf, aber sie mindern deine Rendite.
Wie viel kostet Aktien konkret? Beispiele und Rechnungen
Jetzt wird es konkret. Nehmen wir an, du möchtest eine Aktie für 100 Euro kaufen. Bei einem Broker mit einer Ordergebühr von 5 Euro zahlst du insgesamt 105 Euro. Wenn du die Aktie später für 120 Euro verkaufst, zahlst du wieder 5 Euro Gebühr. Dein Gewinn vor Steuern beträgt dann 10 Euro, nicht 20 Euro, weil die Gebühren abgezogen werden.
Bei einem Sparplan sieht es anders aus. Viele Broker bieten Aktiensparpläne an, bei denen du monatlich einen festen Betrag investierst. Die Gebühren sind oft niedriger, manchmal sogar 0 Euro. Das ist besonders für Einsteiger attraktiv, weil du schon mit 25 Euro im Monat starten kannst. Du kaufst dann Bruchstücke von Aktien, also Anteile, die weniger als eine ganze Aktie wert sind.
Ein Beispiel: Du investierst 50 Euro pro Monat in einen ETF-Sparplan. Bei einem kostenlosen Sparplan zahlst du keine Ordergebühr. Der Spread ist bei ETFs meist gering. Die TER liegt bei etwa 0,2 Prozent pro Jahr. Das bedeutet, dass du bei einem Anlagebetrag von 600 Euro im Jahr nur etwa 1,20 Euro an laufenden Kosten hast. Das ist sehr günstig.
Wenn du aber einzelne Aktien kaufst, solltest du die Gebühren im Blick behalten. Bei einem Kauf von 50 Euro und einer Gebühr von 5 Euro zahlst du 10 Prozent Gebühren. Das ist viel. Deshalb empfehlen Experten, bei Einzelaktien größere Beträge zu investieren oder auf günstige Broker zu setzen. So kannst du die Kostenquote niedrig halten.
Woran du gute und günstige Broker erkennst
Die Wahl des richtigen Brokers ist entscheidend für deine Kosten. Es gibt viele Anbieter auf dem Markt, von klassischen Banken bis zu reinen Online-Brokern. Online-Broker sind oft günstiger, weil sie keine Filialen haben. Du solltest aber nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf die Qualität der Plattform und den Service.
Achte auf die Ordergebühren. Manche Broker verlangen eine Pauschale pro Trade, andere berechnen einen Prozentsatz. Für Einsteiger sind Pauschalen oft besser, weil sie planbar sind. Vergleiche auch die Kosten für Sparpläne. Viele Broker bieten eine Auswahl an ETFs an, die du kostenlos besparen kannst. Das ist ein großer Vorteil.
Prüfe außerdem, ob der Broker ein kostenloses Depot anbietet. Manche Banken verlangen eine jährliche Depotgebühr, die deine Rendite schmälert. Online-Broker wie Trade Republic, Scalable Capital oder ING haben oft keine Depotgebühr. Aber auch Neobroker wie Trade Republic haben ihre Vor- und Nachteile. Lies Erfahrungsberichte und teste die App, bevor du dich entscheidest.
Ein weiterer Punkt ist der Kundenservice. Wenn du ein Problem hast, möchtest du schnell Hilfe bekommen. Manche Broker haben nur einen Chat, andere bieten auch Telefonsupport. Für Einsteiger ist ein guter Service wichtig. Du solltest dich wohlfühlen und verstehen, was du tust. Ein günstiger Broker, bei dem du dich nicht zurechtfindest, ist am Ende teuer.
Typische Fehler beim Aktienkauf und wie du sie vermeidest
Ein häufiger Fehler ist, zu kleine Beträge zu investieren. Wenn du nur 20 Euro in eine einzelne Aktie steckst und 5 Euro Gebühr zahlst, ist das extrem teuer. Besser ist es, einen Sparplan zu nutzen oder zu warten, bis du mehr Geld zur Verfügung hast. So reduzierst du die Kostenquote deutlich.
Ein weiterer Fehler ist, den Spread zu ignorieren. Gerade bei wenig gehandelten Aktien kann der Spread hoch sein. Du kaufst also teurer und verkaufst billiger, als du denkst. Informiere dich vor dem Kauf über den Spread. Bei großen Aktien wie Apple oder Siemens ist er meist gering, bei kleinen Nebenwerten kann er aber schnell 1 Prozent oder mehr betragen.
Viele Anfänger kaufen auch zu impulsiv. Sie sehen eine Aktie, die gestiegen ist, und springen auf den Zug auf. Das ist gefährlich, weil du dann oft zu einem hohen Preis kaufst. Besser ist es, einen Plan zu haben und langfristig zu denken. Aktien sind kein Sprint, sondern ein Marathon. Du solltest nicht auf schnelle Gewinne hoffen, sondern auf langfristiges Wachstum.
Und schließlich: Vergiss die Steuern nicht. Wenn du Gewinne machst, musst du sie versteuern. Nutze deinen Freibetrag von 1rund 000 Euro pro Jahr, indem du einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker einrichtest. So bleiben dir die ersten 1rund 000 Euro Gewinn steuerfrei. Das ist ein einfacher Weg, um Kosten zu sparen.
So legst du deinen ersten Aktienkauf richtig an
Jetzt wird es praktisch. Bevor du kaufst, solltest du ein Depot eröffnen. Das geht online in wenigen Minuten. Du brauchst dafür deinen Personalausweis und ein Girokonto. Wähle einen Broker, der zu dir passt, und richte einen Freistellungsauftrag ein. Dann kannst du loslegen.
Überlege dir, wie viel Geld du investieren möchtest. Als Faustregel gilt: Investiere nur Geld, das du nicht in den nächsten fünf Jahren brauchst. Aktien können schwanken, und du solltest nicht gezwungen sein, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen. Beginne mit einem Betrag, mit dem du dich wohlfühlst, zum Beispiel 50 oder 100 Euro im Monat.
Entscheide dich für ein Produkt. Für Einsteiger sind ETFs ideal, weil sie breit streuen und günstig sind. Du kannst aber auch einzelne Aktien kaufen. Wenn du unsicher bist, starte mit einem ETF auf den DAX oder den MSCI World. Das sind Indizes, die viele Unternehmen enthalten. So verteilst du dein Risiko automatisch.
Setze dir ein Ziel. Möchtest du für das Alter vorsorgen oder für ein bestimmtes Projekt sparen? Dein Ziel bestimmt, wie lange du investierst und wie viel Risiko du eingehen kannst. Schreibe deinen Plan auf und halte dich daran. So vermeidest du impulsive Entscheidungen und bleibst auf Kurs.
Kosten sparen mit Sparplänen und langfristiger Strategie
Sparpläne sind eine der günstigsten Möglichkeiten, in Aktien zu investieren. Du legst monatlich einen festen Betrag zurück und kaufst automatisch Anteile. Viele Broker bieten Sparpläne ohne Ordergebühr an. Das senkt deine Kosten erheblich. Du kannst sogar mit 1 Euro starten, wenn dein Broker das zulässt.
Ein weiterer Vorteil von Sparplänen ist der Cost-Average-Effekt. Du kaufst zu verschiedenen Kursen, mal teurer, mal günstiger. Über die Zeit gleicht sich das aus. Das reduziert das Risiko, zum falschen Zeitpunkt zu kaufen. Du musst dich nicht um den perfekten Einstiegszeitpunkt kümmern, sondern investierst einfach regelmäßig.
Langfristig gesehen sind Aktien eine der renditestärksten Anlageformen. Historisch gesehen haben sie über Zeiträume von 10 Jahren oder mehr fast immer Gewinne abgeworfen. Aber das ist keine Garantie. Du solltest trotzdem diversifizieren, also in verschiedene Unternehmen und Branchen investieren. Ein ETF macht das automatisch.
Denke auch an die Kosten nach dem Kauf. Wenn du deine Aktien verkaufst, fallen wieder Gebühren an. Überlege dir also, wie lange du halten möchtest. Je länger du investiert bist, desto geringer ist der Einfluss der einmaligen Kosten. Eine langfristige Strategie ist daher nicht nur psychologisch besser, sondern auch kosteneffizienter.
Dein Fahrplan: In 5 Schritten zum ersten Aktienkauf
Schritt 1: Informiere dich. Lies Ratgeber wie diesen und schaue dir Videos an. Du musst kein Experte werden, aber die Grundlagen solltest du verstehen. Je mehr du weißt, desto sicherer wirst du.
Schritt 2: Wähle einen Broker. Vergleiche die Gebühren und Leistungen. Achte auf ein kostenloses Depot und günstige Ordergebühren. Teste die App oder die Plattform, um sicherzugehen, dass sie dir gefällt.
Schritt 3: Eröffne dein Depot und richte einen Freistellungsauftrag ein. Das geht online und dauert nur wenige Minuten. Du brauchst dafür deine persönlichen Daten und eine Legitimation per Video oder PostIdent.
Schritt 4: Lege dein Budget fest und starte einen Sparplan. Beginne mit einem Betrag, den du regelmäßig entbehren kannst. Du kannst den Betrag später jederzeit anpassen. Wichtig ist, dass du konsequent bleibst.
Schritt 5: Überwache dein Investment, aber nicht zu oft. Schau nicht jeden Tag auf den Kurs, das macht nur nervös. Überprüfe einmal im Quartal, ob deine Strategie noch passt. Und denke daran: Aktien sind ein Langzeitprojekt. Bleib geduldig und diszipliniert.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Der Preis einer Aktie hängt vom Unternehmen ab. Manche Aktien kosten nur wenige Euro, andere mehrere Hundert. Bei vielen Brokern kannst du aber auch Bruchstücke kaufen, sodass du schon mit 1 Euro investieren kannst.
Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufspreis einer Aktie. Er entsteht durch die Marktmacher und ist eine Art versteckte Gebühr. Bei großen Aktien ist der Spread meist klein, bei kleinen kann er größer sein.
Nein, die Gebühren unterscheiden sich stark. Manche Broker verlangen eine Pauschale pro Trade, andere einen Prozentsatz. Sparpläne sind oft günstiger oder sogar kostenlos. Es lohnt sich, die Konditionen zu vergleichen.
Ja, auf Gewinne aus Aktienverkäufen fällt die Abgeltungssteuer von 25 Prozent an, plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Du hast aber einen Freibetrag von 1rund 000 Euro pro Jahr, den du mit einem Freistellungsauftrag nutzen kannst.
Ja, das geht problemlos mit einem Sparplan. Viele Broker bieten kostenlose Sparpläne an, bei denen du schon mit kleinen Beträgen investieren kannst. Du kaufst dann Bruchstücke von Aktien oder ETFs.
Die TER ist die jährliche Verwaltungsgebühr eines ETFs. Sie wird vom Fondsvermögen abgezogen und liegt meist zwischen 0,1 und 0,5 Prozent. Sie ist bereits im Kurs enthalten, du musst also nichts extra zahlen.
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