StudySmarter

Ratgeber · Investieren

Weltportfolio Rechner: So planst du deine globale Geldanlage

Ein Weltportfolio Rechner hilft dir, die langfristige Entwicklung deines breit gestreuten ETF-Depots zu schätzen. Du siehst, wie sich Sparrate, Anlagedauer und Zinseszins auf dein Endvermögen auswirken.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein Weltportfolio bildet den globalen Aktienmarkt über ETFs ab und senkt das Risiko durch breite Diversifizierung.
  • Der Rechner simuliert dein Endvermögen aus monatlicher Sparrate, Anlagedauer und angenommener Marktrendite.
  • Die Teilfreistellung von 30 Prozent reduziert die Steuerlast auf Aktienfonds-Erträge.
  • Für die Berechnung sind deine Sparrate, die Laufzeit und die jährliche Wertentwicklung die wichtigsten Eingaben.

01 · Grundlagen

Was ist ein Weltportfolio Rechner?

Ein Weltportfolio Rechner ist ein digitales Planungswerkzeug für die private Geldanlage. Er übersetzt deine monatlichen Einzahlungen in eine Prognose für dein Vermögen.

Ein Weltportfolio Rechner bildet die Mechanik eines global gestreuten ETF-Depots ab, ohne dir eine Garantie zu geben. Du arbeitest mit einer angenommenen jährlichen Marktrendite, die in der Realität jedes Jahr anders ausfallen kann. Genau darin liegt der Nutzen: Du siehst, wie empfindlich dein Endvermögen auf veränderte Renditen, Sparraten oder Laufzeiten reagiert.

Die Berechnung trennt deine eigenen Einzahlungen vom Wertzuwachs. So erkennst du, welcher Teil deines Vermögens aus deiner Sparleistung stammt und welcher aus der Marktentwicklung. Die Ergebnisse sind immer eine Schätzung und keine Vorhersage.

Für die Einordnung hilft ein Beispiel: Bei einer monatlichen Sparrate von 170 Euro, der durchschnittlichen Sparrate in Deutschland, summieren sich die Einzahlungen über 20 Jahre auf 40.800 Euro. Der Wertzuwachs kann diesen Betrag je nach Marktentwicklung deutlich übersteigen oder auch darunter bleiben.

Kurz erklärt

Weltportfolio Rechner

Ein Werkzeug, das die Wertentwicklung eines global diversifizierten ETF-Portfolios über einen festgelegten Zeitraum simuliert. Es berücksichtigt Sparrate, Anlagedauer und eine angenommene jährliche Rendite.

Die Berechnung ist eine Schätzung und keine Garantie für die tatsächliche Wertentwicklung.

02 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Berechnung deines Weltportfolios

Die Simulation baut auf wenigen Eingaben auf, die den Vermögensaufbau bestimmen. Der Ablauf folgt einer klaren Logik vom ersten Euro bis zum Endkapital.

Die Simulation folgt einem einfachen Prinzip: Jede monatliche Sparrate wird zum bestehenden Depotwert addiert, anschließend wird die angenommene Jahresrendite anteilig gutgeschrieben. Im nächsten Monat beginnt der Zyklus von vorn, nun auf Basis des leicht erhöhten Depotwerts. Diese Wiederholung erzeugt den Zinseszins, der mit zunehmender Laufzeit immer stärker wirkt.

Du kannst bereits mit sehr kleinen Beträgen starten. Schon ab 1 Euro pro Monat ist ein ETF-Sparplan möglich. Für realistische Ergebnisse solltest du jedoch einen Betrag wählen, den du nach Abzug deiner monatlichen Ausgaben dauerhaft entbehren kannst.

  • Lege zuerst deine monatliche Sparrate fest, die zu deinem Budget passt.
  • Wähle dann die Anlagedauer, die zu deinem Anlageziel passt, zum Beispiel 15, 20 oder 30 Jahre.
  • Trage eine angenommene jährliche Marktrendite ein, die du bewusst konservativ oder neutral wählst.
  • Vergleiche am Ende deine Einzahlungen mit dem Wertzuwachs und dem geschätzten Endvermögen.
01

Sparrate festlegen

Du bestimmst den Betrag, den du regelmäßig in dein Weltportfolio investierst. Bereits kleine Beträge ab 1 Euro pro Monat sind möglich.

02

Anlagedauer wählen

Du legst den Zeitraum fest, über den du den Sparplan laufen lässt. Eine längere Laufzeit erhöht die Wirkung des Zinseszinses.

03

Wertentwicklung annehmen

Du trägst eine geschätzte jährliche Marktrendite ein. Dieser Wert ist eine Annahme, da die tatsächliche Rendite schwanken kann.

04

Ergebnis ablesen

Der Rechner zeigt dir die Summe deiner Einzahlungen, den Wertzuwachs und das geschätzte Endvermögen nach Kosten an.

03 · Vergleich

Weltportfolio oder Einzel-ETF: Wo liegen die Unterschiede?

Beide Strategien setzen auf börsengehandelte Indexfonds, unterscheiden sich aber in der Breite der Streuung. Der Vergleich zeigt, welche Variante zu deinem Anlageziel passt.

Ein Einzel-ETF auf einen globalen Index wie den MSCI ACWI ist die einfachste Form, um breit in Aktien zu investieren. Du kaufst mit einem einzigen Wertpapier Anteile an Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Ein vollständiges Weltportfolio geht einen Schritt weiter und kombiniert zusätzlich Anlageklassen wie Anleihen, Immobilienaktien oder Rohstoff-Futures.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Risikosteuerung. Beim Einzel-ETF steuerst du dein Risiko allein über die Auswahl des Index und die Höhe deiner Sparrate. Beim Weltportfolio steuerst du das Risiko über das Verhältnis von risikofreiem und risikobehaftetem Teil. Der risikofreie Teil aus Staatsanleihen hoher Bonität federt Verluste am Aktienmarkt ab.

Für den Einstieg ist ein Einzel-ETF auf den MSCI ACWI eine pragmatische Lösung. Er bildet den Grundgedanken des Weltportfolios ab, ohne dass du mehrere ETFs verwalten musst. Ein vollständiges Weltportfolio lohnt sich, wenn du deine Risikotragfähigkeit genauer abbilden willst.

Vergleich der Anlagestrategien für dein Depot
WeltportfolioEinzel-ETF
DiversifizierungSehr breit über viele Regionen und AnlageklassenBegrenzt auf einen Index oder eine Region
AnlageklassenAktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe möglichMeist nur eine Anlageklasse, z. B. Aktien
Verwaltungs­aufwandGering bei einer Ein-ETF-Lösung, höher bei mehreren BausteinenSehr gering, da nur ein Wert bespart wird
RisikosteuerungÜber die Gewichtung von risikofreiem und risikobehaftetem TeilÜber die Auswahl des Index und der Anlageklasse

04 · Kosten

Welche Kosten fallen bei einem Weltportfolio an?

Die Kosten deines Weltportfolios setzen sich aus Produktkosten und Handelskosten zusammen. Sie reduzieren deine Nettorendite und sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

Die laufenden Kosten eines ETFs werden als Gesamtkostenquote ausgewiesen, meist als TER abgekürzt. Bei breit streuenden Aktien-ETFs liegt diese Kennzahl häufig zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. Sie wird direkt im Fondsvermögen einbehalten und mindert deine Rendite, ohne dass du sie aktiv bezahlst.

Zusätzlich können Kosten für die Ausführung deines Sparplans anfallen. Viele Broker bieten Sparpläne inzwischen ohne Gebühr an, andere verlangen einen fixen Betrag oder einen prozentualen Anteil pro Ausführung. Die Spanne reicht von 0 bis 1,5 Prozent pro Sparrate. Bei kleinen Sparraten wirken sich fixe Gebühren stärker aus als bei großen.

Transaktionskosten innerhalb des Fonds, etwa für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren, liegen bei liquiden ETFs meist unter 0,1 Prozent pro Jahr. Sie sind in der TER nicht enthalten, fallen aber im Fondsvermögen an. Für deine Planung genügt es, TER und Sparplangebühr zu berücksichtigen.

Typische Kostenarten im Überblick

Laufende Fondskosten (TER) pro Jahr0,45 bis 0,5 %
Sparplangebühr pro Ausführung0 bis 1,5 %

05 · Was gilt

Welche Anlageklassen gehören in ein Weltportfolio?

Ein vollständiges Weltportfolio kombiniert verschiedene Anlageklassen, um Risiko und Rendite zu steuern. Die Gewichtung hängt von deiner persönlichen Risikotragfähigkeit ab.

Das Konzept des Weltportfolios nach Gerd Kommer teilt dein Vermögen in einen risikobehafteten und einen risikofreien Teil. Der risikobehaftete Teil soll langfristig Rendite erwirtschaften, der risikofreie Teil stabilisiert das Portfolio in schwachen Marktphasen. Die genaue Aufteilung hängt von deiner persönlichen Risikotragfähigkeit ab.

Der risikobehaftete Teil besteht aus globalen Aktien aus Industrieländern, Aktien aus Schwellenländern, globalen Immobilienaktien und optional Rohstoff-Futures. Der risikofreie Teil setzt sich aus Staatsanleihen mit hoher Bonität, Tagesgeld, Festgeld oder kurzläufigen Anleihen hoher Qualität zusammen. Der Inhalt des risikobehafteten Teils bleibt unabhängig von deiner Risikoneigung gleich.

Für ein vereinfachtes Weltportfolio genügt ein ETF auf den MSCI ACWI. Er deckt Aktien aus Industrie- und Schwellenländern ab und lässt sich mit einem einzigen Sparplan umsetzen. Ein vollständiges Weltportfolio erfordert mehrere ETFs, die du regelmäßig neu gewichten solltest.

Risikobehafteter Teil

·Globale Aktien aus Industrieländern
·Aktien aus Schwellenländern
·Globale Immobilienaktien
·Rohstoff-Futures

Risikofreier Teil

·Staatsanleihen mit hoher Bonität
·Tagesgeld oder Festgeld
·Kurzläufige Anleihen hoher Qualität

06 · Im Vertrag

Steuern auf dein Weltportfolio: Das gilt 2026

Auf Erträge aus deinem Weltportfolio fallen Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag an. Die Teilfreistellung reduziert die Steuerlast bei Aktienfonds.

Pro Person und Jahr sind 1000 Euro steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro. Erst auf Erträge oberhalb dieses Freibetrags wird Steuer fällig.

Der Steuersatz beträgt 25 Prozent auf die Kapitalerträge. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Bei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei. Nur 70 Prozent deiner Erträge aus Aktien-ETFs werden also besteuert.

Für deine Planung bedeutet das: Die tatsächliche Steuerlast liegt bei Aktienfonds unter dem nominalen Satz von 25 Prozent. Ein Weltportfolio Rechner blendet Steuern in der Regel aus, daher solltest du dein Ergebnis nach Steuern selbst überschlagen, wenn du dein Endvermögen realistisch einschätzen willst.

Steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen

Sparer-PauschbetragFreibetragPro Person und Jahr sind 1000 EUR steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 EUR pro Jahr.
AbgeltungsteuerSteuersatzAuf Kapitalerträge über dem Freibetrag fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an.
SolidaritätszuschlagZuschlagAuf die Abgeltungsteuer werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag erhoben.
TeilfreistellungAktienfondsBei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Nur 70 Prozent werden besteuert.

07 · Checkliste

Checkliste: Dein Weltportfolio richtig planen

Bevor du mit dem Rechner arbeitest, solltest du deine Ausgangslage klären. Diese Punkte helfen dir, realistische Annahmen zu treffen.

Die Qualität deiner Ergebnisse hängt davon ab, wie ehrlich du deine Sparrate, deine Anlagedauer und deine Risikotragfähigkeit einschätzt. Wer hier zu optimistisch plant, erhält ein verzerrtes Bild.

Prüfe zuerst, ob du bereits ein Depot hast oder eines eröffnen musst. Anschließend legst du fest, welchen Betrag du monatlich investieren kannst, ohne dich im Alltag einzuschränken. Die durchschnittliche Sparrate in Deutschland liegt bei 170 Euro pro Monat. Dein persönlicher Wert kann darunter oder darüber liegen.

  • Eröffne ein Depot oder prüfe dein vorhandenes Depot auf die Kosten für Sparpläne.
  • Lege den monatlich verfügbaren Anlagebetrag fest, der zu deinem Budget passt.
  • Definiere dein Anlageziel und die passende Anlagedauer, zum Beispiel 20 Jahre für die Altersvorsorge.
  • Schätze deine persönliche Risikotragfähigkeit ein, bevor du die Anlageklassen wählst.
  • Wähle die ETFs aus, die zu deiner Strategie passen, zum Beispiel einen globalen Aktien-ETF.
  • Lege das Sparintervall fest, monatlich ist für die meisten Anleger sinnvoll.

Vorbereitung für die Berechnung

01

Depot eröffnen oder vorhandenes Depot prüfen

02

Monatlich verfügbaren Anlagebetrag festlegen

03

Anlagedauer und Anlageziel definieren

04

Persönliche Risikotragfähigkeit einschätzen

05

Gewünschte Anlageklassen und ETFs auswählen

06

Sparintervall festlegen, z. B. monatlich oder quartalsweise

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Nutzung eines Weltportfolio Rechners

Die Ergebnisse eines Rechners sind nur so gut wie die Eingaben. Einige Fehler führen zu unrealistischen Erwartungen an dein Endvermögen.

Der häufigste Fehler ist eine zu hohe angenommene Rendite. Wer langfristig mit 10 oder 12 Prozent pro Jahr rechnet, überschätzt sein Endvermögen deutlich. Die tatsächliche Marktrendite schwankt von Jahr zu Jahr und kann über lange Zeiträume auch unter dem langfristigen Durchschnitt liegen.

Ein weiterer Fehler ist das Ausblenden der Inflation. Dein Endvermögen in Euro sagt nichts über die Kaufkraft aus, die dieser Betrag in 20 oder 30 Jahren haben wird. Rechne bei langen Laufzeiten mit einer jährlichen Geldentwertung, die deine reale Rendite schmälert.

  • Setze die jährliche Rendite nicht zu hoch an, sondern wähle einen konservativen Wert.
  • Berücksichtige die Inflation, wenn du die Kaufkraft deines Endvermögens einschätzt.
  • Vergiss nicht die laufenden Fondskosten und mögliche Sparplangebühren.
  • Wähle die Anlagedauer nicht zu kurz, damit der Zinseszins ausreichend wirken kann.
  • Blende die Steuern auf deine Erträge nicht vollständig aus.
  • Setze die Sparrate nicht so hoch an, dass du sie im Alltag nicht durchhalten kannst.

Fehler, die du vermeiden solltest

·Eine zu hohe jährliche Rendite annehmen, die langfristig nicht haltbar ist
·Die Inflation bei der Kaufkraft des Endvermögens ignorieren
·Kosten wie TER und Sparplangebühren nicht berücksichtigen
·Die Anlagedauer zu kurz wählen, sodass der Zinseszins kaum wirkt
·Steuern auf die Erträge vollständig ausblenden
·Die Sparrate zu hoch ansetzen, sodass sie im Alltag nicht haltbar ist

09 · Hintergrund

Die Rolle von Zinseszins und Anlagedauer

Der Zinseszins ist der stärkste Hebel für dein Weltportfolio. Je länger dein Geld angelegt bleibt, desto größer wird der Anteil der Erträge an deinem Endvermögen.

Der Zinseszins entsteht, wenn Erträge nicht entnommen, sondern wieder angelegt werden. Bei thesaurierenden ETFs passiert das automatisch, bei ausschüttenden ETFs musst du die Ausschüttungen selbst reinvestieren. Mit jedem Jahr wächst die Basis, auf die neue Erträge berechnet werden.

Die Anlagedauer bestimmt, wie oft sich dieser Effekt wiederholt. Bei einer Laufzeit von 20 oder 30 Jahren stammt ein großer Teil deines Endvermögens nicht aus deinen Einzahlungen, sondern aus dem Wertzuwachs. Je länger dein Geld angelegt bleibt, desto größer wird der Anteil des Zinseszinses an deinem Ergebnis.

Ein Weltportfolio Rechner macht diesen Zusammenhang sichtbar, indem er deine Einzahlungen vom Wertzuwachs trennt. Du siehst auf einen Blick, wie viel du selbst gespart hast und wie viel die Marktentwicklung beigetragen hat. Diese Trennung hilft dir, realistische Erwartungen an dein Depot zu entwickeln.

Bei einem Weltportfolio mit ETFs werden Erträge in der Regel reinvestiert. Das bedeutet, dass du auf deine Gewinne wieder neue Gewinne erzielst. Dieser Effekt wird als Zinseszins bezeichnet.

Die Anlagedauer bestimmt, wie oft sich dieser Effekt wiederholt. Je länger du investierst, desto größer ist die Chance, dass sich dein Geld vermehrt.

Ein Weltportfolio Rechner macht diesen Zusammenhang sichtbar. Er trennt die Summe deiner Einzahlungen vom Wertzuwachs, damit du den Anteil des Zinseszinses an deinem Ergebnis erkennen kannst.

10 · Grundlagen

Welche Rolle spielt die ISIN bei deinem Weltportfolio?

Die ISIN ist die eindeutige Kennnummer eines Wertpapiers. Sie hilft dir, den richtigen ETF für dein Weltportfolio zu identifizieren.

Die ISIN ist die internationale Wertpapierkennnummer, die jedes Wertpapier eindeutig identifiziert. Sie besteht aus zwölf Zeichen: zwei Buchstaben für das Land, gefolgt von zehn Ziffern und Buchstaben. Mit der ISIN findest du einen ETF in deinem Depot oder bei deinem Broker, unabhängig davon, wie der Fondsname lautet.

Für dein Weltportfolio ist die ISIN vor allem bei der Suche nach dem richtigen ETF hilfreich. Viele ETFs haben ähnliche Namen, etwa wenn sie denselben Index abbilden. Die ISIN stellt sicher, dass du genau den Fonds kaufst, den du ausgewählt hast.

Notiere dir die ISIN, bevor du einen Sparplan einrichtest. So vermeidest du Verwechslungen zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Anteilsklassen desselben ETFs, die unterschiedliche ISINs haben.

Kurz erklärt

ISIN

Die International Securities Identification Number ist eine zwölfstellige Kennung, die jedes Wertpapier eindeutig identifiziert. Sie beginnt mit zwei Buchstaben für das Land, gefolgt von zehn Ziffern und Buchstaben.

Mit der ISIN findest du einen ETF eindeutig in deinem Depot oder bei deinem Broker, unabhängig vom Namen.

11 · Checkliste

So wählst du den passenden ETF für dein Weltportfolio

Für ein vereinfachtes Weltportfolio genügt ein ETF auf einen globalen Index. Für ein vollständiges Portfolio kombinierst du mehrere ETFs auf unterschiedliche Anlageklassen.

Dieser Index bildet Aktien aus Industrie- und Schwellenländern ab und deckt damit den Kern des risikobehafteten Teils ab. Für ein vollständiges Weltportfolio kombinierst du mehrere ETFs auf unterschiedliche Anlageklassen.

Achte bei der Auswahl auf die laufenden Kosten. Die TER sollte im niedrigen Bereich von 0,1 bis 0,5 Prozent liegen. Ein großes Fondsvolumen sorgt für hohe Liquidität und geringe Handelskosten. Die Replikationsmethode, ob physisch oder synthetisch, beeinflusst das Risiko und die Kostenstruktur.

  • Prüfe, ob der ETF einen breiten globalen Index wie den MSCI ACWI abbildet.
  • Vergleiche die TER und wähle einen Fonds mit niedrigen laufenden Kosten.
  • Achte auf ein ausreichend großes Fondsvolumen für hohe Liquidität.
  • Entscheide, ob du einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF bevorzugst.
  • Wähle einen etablierten ETF-Anbieter, der mehrere Fonds verwaltet.

Kriterien für die ETF-Auswahl

01

Index: Bildet der ETF einen breiten globalen Index wie den MSCI ACWI ab?

02

Kosten: Liegt die TER im niedrigen Bereich von 0,1 bis 0,5 Prozent?

03

Fondsvolumen: Ist das Fondsvolumen groß genug für eine hohe Liquidität?

04

Replikationsmethode: Erfolgt die Abbildung physisch oder synthetisch?

05

Ertragsverwendung: Bevorzugst du einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF?

06

Anbieter: Ist der ETF-Anbieter etabliert und verwaltet mehrere Fonds?

Häufige Fragen

Fragen zu Weltportfolio Rechner

Investieren

Mehr zu Investieren

Schwellenländer-ETFCost-Average-EffektTagesgeldETF-RechnerESG ETF-RechnerWeltportfolio RisikoWeltportfolio sinnvoll

Weiter mit Finanzen

Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.

Alle Finanz-Ratgeber
FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026