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Schwellenländer-ETFs: So nutzt du das Wachstum der Emerging Markets für dein Depot

Ein Schwellenländer-ETF bündelt Aktien aus aufstrebenden Volks­wirtschaften wie China, Indien oder Brasilien in einem einzigen Wertpapier. Als Beimischung zu einem Industrieländer-ETF erweiterst du damit deine globale Diversifikation und partizipierst am überdurchschnittlichen Wirtschafts­wachstum dieser Regionen.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Schwellenländer-ETFs bilden Indizes wie den MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging ab und kosten zwischen 0,09 und 0,55 Prozent pro Jahr.
  • Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist wegen der höheren Schwankungen sinnvoll.
  • Als Beimischung von etwa 30 Prozent zu einem MSCI World ergänzt du dein Portfolio um Wachstumschancen.
  • Die Teilfreistellung von 30 Prozent reduziert die Steuerlast auf Aktienfonds.

01 · Grundlagen

Was ist ein Schwellenländer-ETF?

Ein Schwellenländer-ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern abbildet. Er folgt einem Referenzindex, der die wichtigsten börsennotierten Unternehmen dieser Länder nach Marktkapitalisierung gewichtet.

Die Indexanbieter MSCI und FTSE stufen Länder wie China, Indien, Brasilien oder Polen als Schwellenländer ein. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wirtschaftskraft, sondern vor allem die Zugänglichkeit und Struktur der lokalen Börsen. Osteuropäische Länder wie Polen oder Tschechien gelten deshalb in der ETF-Welt weiterhin als Schwellenländer, obwohl sie bei vielen wirtschaftlichen Kennzahlen bereits zu den Industrieländern aufgeschlossen haben.

Ein Schwellenländer-ETF bündelt die Aktien dieser Länder in einem einzigen Wertpapier. Der Fonds folgt einem Referenzindex, der die Unternehmen nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Aktuell stehen dir 37 ETFs für ein breit gestreutes Investment in Schwellenländer-Aktien zur Verfügung.

Die Börsen in Schwellenländern haben oft ein geringeres Handelsvolumen als etablierte Märkte. Dadurch steigt die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreisen, der sogenannte Spread. Auch die Informationsbeschaffung kann mühsamer sein, weil die Regeln für Aktiengesellschaften weniger Transparenz vorsehen.

Kurz erklärt

Schwellenländer-ETF

Ein passiv verwalteter Fonds, der einen Index aus Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern nachbildet und an der Börse gehandelt wird.

Er bündelt Hunderte oder Tausende Einzelwerte aus Ländern wie China, Indien, Brasilien oder Polen in einem einzigen Wertpapier.

02 · Vergleich

MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging: Welcher Index passt zu dir?

Die beiden wichtigsten Indexanbieter für Schwellenländer sind MSCI und FTSE. Beide definieren Schwellenländer etwas unterschiedlich, was sich auf die Ländergewichtung und die Anzahl der enthaltenen Aktien auswirkt.

Der MSCI Emerging Markets enthält 1.165 Unternehmen und ist mit 23 verfügbaren ETFs deutlich breiter am Markt vertreten. Der FTSE Emerging umfasst dagegen 2.290 Titel, wird aber nur von 4 ETFs abgebildet. Beide Indizes gewichten China, Taiwan und Indien stark, der MSCI legt auf diese Länder jedoch einen noch größeren Fokus.

Ein zentraler Unterschied liegt in der Einstufung Südkoreas. MSCI zählt das Land weiterhin zu den Schwellenländern, FTSE führt es bereits als Industrieland. Wenn du einen Schwellenländer-ETF mit einem Industrieländer-ETF kombinierst, solltest du deshalb denselben Indexanbieter wählen, um Dopplungen oder Lücken zu vermeiden.

Für die meisten Anleger ist der MSCI Emerging Markets die praktikablere Wahl, weil er über deutlich mehr ETFs verfügbar ist und damit auch bei der Auswahl günstiger Produkte mehr Spielraum bietet. Der FTSE Emerging punktet mit einer breiteren Streuung über mehr Einzelwerte.

Die zwei großen Schwellenländer-Indizes im direkten Vergleich
MSCI Emerging MarketsFTSE Emerging
Anzahl der Titel1.165 Unternehmen2.290 Unternehmen
Verfügbare ETFs23 ETFs4 ETFs

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Replikation bei Schwellenländer-ETFs

ETFs bilden ihren Index entweder physisch oder synthetisch ab. Bei Schwellenländer-ETFs ist die physische Replikation am weitesten verbreitet, weil sie die tatsächlichen Aktien der Indexunternehmen hält.

Das bedeutet, der Fonds kauft die tatsächlichen Aktien der im Index enthaltenen Unternehmen entsprechend ihrer Gewichtung. Bei einem MSCI Emerging Markets ETF sind das über 1.100 Einzelwerte, bei der IMI-Variante sogar mehr als 2.900.

Der ETF-Anbieter passt die Bestände laufend an, wenn sich der Index verändert. Das passiert etwa, wenn MSCI oder FTSE ein Land neu einstufen oder einzelne Unternehmen aus dem Index entfernen. Diese Anpassungen erfolgen automatisch, du musst als Anlegerin nichts unternehmen.

Du kannst Anteile eines Schwellenländer-ETF entweder einmalig an der Börse kaufen oder über einen Sparplan regelmäßig erwerben. Viele Depots ermöglichen Sparpläne bereits ab 25 Euro monatlich, was den Einstieg auch mit kleinen Beträgen erlaubt.

01

Indexauswahl

Der ETF-Anbieter wählt einen Referenzindex wie den MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging als Grundlage.

02

Wertpapierkauf

Der Fonds kauft die im Index enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung nach Marktkapitalisierung.

03

Anteilsausgabe

Anleger können Anteile des ETF an der Börse kaufen oder über einen Sparplan regelmäßig erwerben.

04

Laufende Anpassung

Bei Indexänderungen passt der Fonds seine Bestände an, etwa wenn Länder neu aufgenommen oder Unternehmen ersetzt werden.

04 · Kosten

Welche Kosten fallen bei Schwellenländer-ETFs an?

Die Gesamtkostenquote (TER) ist die wichtigste laufende Gebühr eines ETF. Sie wird jährlich vom Fondsvermögen abgezogen und liegt bei Schwellenländer-ETFs in einer vergleichsweise engen Spanne.

Sie wird jährlich direkt vom Fondsvermögen abgezogen und schmälert deine Rendite. Bei Schwellenländer-ETFs liegt die Spanne zwischen 0,09 Prozent und 0,55 Prozent pro Jahr.

Die günstigsten Produkte kosten also weniger als ein Zehntel Prozent jährlich, während die teuersten über ein halbes Prozent liegen. Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro macht das einen Unterschied von 46 Euro pro Jahr aus, der sich über lange Zeiträume durch den Zinseszinseffekt deutlich vergrößert.

Zusätzlich zur TER können innerhalb des Fonds Transaktionskosten anfallen, etwa wenn der Anbieter Wertpapiere kauft oder verkauft. Diese Kosten sind nicht in der Gesamtkostenquote enthalten, fallen bei physisch replizierenden ETFs aber meist gering aus.

Typische Gesamtkostenquoten (TER) von Schwellenländer-ETFs pro Jahr

Günstigster Schwellenländer-ETF0,09 % p.a.
Teuerster Schwellenländer-ETF0,55 % p.a.

05 · Was gilt

In welchen Fällen lohnt sich ein Schwellenländer-ETF für dich?

Nicht jedes Depot braucht zwingend einen separaten Schwellenländer-ETF. Ob er sinnvoll ist, hängt von deiner bestehenden Anlagestrategie und deinem Anlagehorizont ab.

Ein separater Schwellenländer-ETF ist vor allem dann sinnvoll, wenn du bereits einen Industrieländer-ETF wie den MSCI World besparst und deine globale Marktabdeckung erhöhen möchtest. Mit dieser Kombination aus zwei ETFs bildest du ein einfaches Aktien-Weltportfolio ab, das auch die Wachstumsregionen Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas einschließt.

Dein Anlagehorizont sollte mindestens 10 bis 15 Jahre betragen. Schwellenländer-Aktien schwanken stärker als Industrieländer-Aktien, und in globalen Korrekturphasen ziehen Anleger ihr Kapital oft aus diesen Märkten ab. Nur mit einem langen Horizont kannst du solche Phasen aussitzen.

Wenn du bereits in einen MSCI ACWI IMI oder FTSE All-World investierst, brauchst du keinen separaten Schwellenländer-ETF. Diese Welt-Indizes enthalten Schwellenländer bereits mit ihrem jeweiligen Marktanteil, der bei etwa 10 bis 12 Prozent liegt.

Sinnvoll

·Du besparst einen MSCI World oder FTSE Developed und möchtest die globale Marktabdeckung erhöhen.
·Dein Anlagehorizont beträgt mindestens 10 bis 15 Jahre.
·Du möchtest vom langfristig höheren Wirtschaftswachstum der Schwellenländer profitieren.
·Du kannst höhere Kursschwankungen aushalten, ohne in Panik zu verkaufen.

Nicht notwendig

·Du investierst bereits in einen MSCI ACWI IMI oder FTSE All-World, der Schwellenländer enthält.
·Du möchtest möglichst geringe Schwankungen in deinem Depot.
·Du hast bereits einen Schwellenländer-Anteil über einen globalen ETF abgedeckt.

06 · Hintergrund

Wirtschafts­wachstum und Volatilität: Die zwei Seiten der Emerging Markets

Schwellenländer bieten überdurchschnittliche Wachstumschancen, bringen aber auch höhere Risiken mit. Diese beiden Faktoren bestimmen, wie sich ein Schwellenländer-ETF in deinem Depot verhält.

Schwellenländer weisen mittel- und langfristig ein höheres Wirtschaftswachstum auf als etablierte Industrieländer. Dieses Wachstum wird von politischen und wirtschaftlichen Reformen begleitet, die neue Institutionen schaffen und bestehende verbessern. Unternehmen profitieren von steigender Binnennachfrage und wachsenden Mittelschichten.

Gleichzeitig sind die Aktienmärkte in Schwellenländern deutlich volatiler. Währungen können gegenüber Euro oder Dollar stark schwanken, was deine Rendite als Euro-Anlegerin zusätzlich beeinflusst. In starken globalen Aufwärtsphasen kann ein Schwellenländer-ETF die etablierten Industrieländer spürbar schlagen, in Korrekturen fällt er jedoch oft überproportional stark.

Die breite Streuung über viele Länder und Hunderte Unternehmen fängt das Totalverlustrisiko einzelner Staaten oder Firmen ab. Ein Ausfall einzelner Werte hat bei einem Index mit über 1.000 Titeln nur minimale Auswirkungen auf dein Gesamtinvestment.

Schwellenländer weisen mittel- und langfristig ein höheres Wirtschaftswachstum auf als etablierte Industrieländer. Dieses Wachstum wird von politischen und wirtschaftlichen Reformen begleitet, die neue Institutionen schaffen und bestehende verbessern. Unternehmen profitieren von steigender Binnennachfrage und wachsenden Mittelschichten.

Gleichzeitig sind die Aktienmärkte in Schwellenländern volatiler. Währungen können gegenüber Euro oder Dollar stark schwanken, das Handelsvolumen an den Börsen ist oft geringer und die Informationsbeschaffung kann mühsamer sein. In globalen Korrekturphasen ziehen Anleger ihr Kapital häufig aus Schwellenländern ab, was zu überproportionalen Rückschlägen führen kann.

Die breite Streuung über viele Länder und Unternehmen federt das Totalverlustrisiko einzelner Staaten oder Firmen ab. Trotzdem solltest du einen Schwellenländer-ETF als renditestarken Wachstumsbaustein verstehen, nicht als sicheren Anker deines Portfolios.

07 · Vergleich

Small-Caps in Schwellenländern: Der MSCI Emerging Markets IMI erweitert die Auswahl

Standard-Indizes wie der MSCI Emerging Markets konzentrieren sich auf große und mittelgroße Unternehmen. Der MSCI Emerging Markets IMI bezieht zusätzlich Small-Caps ein und erhöht damit die Marktabdeckung.

Mit 2.914 Titeln enthält die IMI-Variante mehr als doppelt so viele Unternehmen wie der Standard-Index mit 1.165 Titeln. Allerdings stehen dir dafür nur 2 ETFs zur Verfügung, während es beim Standard-Index 23 Produkte sind. Die Auswahl an günstigen und sparplanfähigen ETFs ist beim MSCI Emerging Markets also deutlich größer.

Für die meisten Anleger reicht der Standard-Index aus, weil die zusätzlichen Small-Caps nur einen kleinen Teil der Marktkapitalisierung ausmachen. Die IMI-Variante ist vor allem dann interessant, wenn du eine möglichst vollständige Marktabdeckung anstrebst und die geringere ETF-Auswahl für dich akzeptabel ist.

Standard-Index oder IMI-Variante: Was ist der Unterschied?
MSCI Emerging MarketsMSCI Emerging Markets IMI
Anzahl der Titel1.165 Unternehmen2.914 Unternehmen
Enthaltene UnternehmensgrößenLarge-Caps und Mid-CapsLarge-Caps, Mid-Caps und Small-Caps
MarktabdeckungEtwa 85 Prozent des investierbaren MarktesEtwa 99 Prozent des investierbaren Marktes
Verfügbare ETFs23 ETFs2 ETFs

08 · Im Vertrag

Steuern auf Schwellenländer-ETFs: Das gilt 2026

Auch bei Schwellenländer-ETFs fallen Steuern auf Kursgewinne und Ausschüttungen an. Die Teilfreistellung für Aktienfonds reduziert die steuerliche Belastung deutlich.

Auf Kapitalerträge aus Schwellenländer-ETFs fällt pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer, nicht auf den gesamten Ertrag. Bei Aktienfonds wie Schwellenländer-ETFs greift außerdem die Teilfreistellung von 30 Prozent.

Durch die Teilfreistellung bleiben 30 Prozent deiner Erträge steuerfrei, nur 70 Prozent werden besteuert. Das reduziert die effektive Steuerlast auf Aktienfonds deutlich und macht ETFs gegenüber anderen Anlageformen steuerlich attraktiv.

Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 Euro. Kapitalerträge bis zu dieser Grenze bleiben steuerfrei, wenn du einen Freistellungsauftrag bei deinem Depot eingerichtet hast.

09 · Schritt für Schritt

ETF-Sparplan auf Schwellenländer: So baust du dein Investment auf

Ein ETF-Sparplan ist der einfachste Weg, regelmäßig in Schwellenländer zu investieren. Du legst eine monatliche Rate fest und kaufst automatisch Anteile deines gewählten ETF.

Viele Depots ermöglichen Sparpläne bereits ab 25 Euro monatlich.

Wähle für den Sparplan einen breit streuenden ETF auf den MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging. Achte darauf, dass der Indexanbieter zu deinem bestehenden Industrieländer-ETF passt, um Dopplungen oder Lücken zu vermeiden. Die Gesamtkostenquote sollte unter 0,30 Prozent pro Jahr liegen.

Bleibe über mindestens 10 bis 15 Jahre dabei und erhöhe die Sparrate bei Gehaltssteigerungen. Kurzfristige Kursschwankungen sind bei Schwellenländer-ETFs normal und sollten dich nicht zum Verkauf verleiten.

01

Depot eröffnen

Wähle ein Wertpapierdepot, das ETF-Sparpläne ohne hohe Ordergebühren anbietet.

02

ETF auswählen

Entscheide dich für einen breit streuenden Schwellenländer-ETF auf den MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging.

03

Sparrate festlegen

Lege eine monatliche Rate fest, die zu deinem Budget passt.

04

Sparplan einrichten

Hinterlege den gewünschten Ausführungstag und die Sparrate. Ab dann kauft das Depot automatisch Anteile.

05

Langfristig besparen

Bleibe über mindestens 10 bis 15 Jahre dabei.

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Investieren in Schwellenländer-ETFs

Viele Anleger unterschätzen die Risiken von Schwellenländer-Investments oder treffen Entscheidungen aus kurzfristigen Marktbewegungen heraus. Diese Fehler kannst du vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist, ausschließlich auf Schwellenländer zu setzen und auf einen stabilen Kern aus Industrieländer-ETFs zu verzichten. Schwellenländer-ETFs eignen sich als Beimischung, nicht als alleinige Anlage. Eine klassische Aufteilung ist das 70/30-Portfolio mit 70 Prozent Industrieländern und 30 Prozent Schwellenländern.

Ein weiterer Fehler ist die Kombination von Indizes verschiedener Anbieter. Wenn du einen MSCI World mit einem FTSE Emerging kombinierst, kann Südkorea entweder doppelt oder gar nicht in deinem Portfolio auftauchen. Wähle deshalb denselben Indexanbieter für beide ETFs.

Viele Anleger verkaufen in Korrekturphasen aus Panik, obwohl ihr Anlagehorizont noch viele Jahre beträgt. Schwellenländer fallen in globalen Abschwüngen oft stärker als Industrieländer, erholen sich aber in der Regel auch wieder. Wer langfristig investiert, sollte solche Phasen aussitzen.

Diese Fehler solltest du bei Schwellenländer-ETFs vermeiden

·Du setzt ausschließlich auf Schwellenländer und verzichtest auf Industrieländer als stabilen Kern deines Depots.
·Du verkaufst in einer Korrekturphase aus Panik, obwohl dein Anlagehorizont noch viele Jahre beträgt.
·Du kombinierst einen MSCI World mit einem FTSE Emerging und erzeugst dadurch Länder-Dopplungen oder Lücken.
·Du ignorierst die Gesamtkostenquote und wählst einen teuren ETF, obwohl günstigere Alternativen denselben Index abbilden.
·Du erwartest lineares Wachstum und bist enttäuscht, wenn Schwellenländer über mehrere Jahre schwächer laufen als Industrieländer.

11 · Checkliste

Checkliste: So findest du den passenden Schwellenländer-ETF

Bevor du dich für einen Schwellenländer-ETF entscheidest, solltest du einige Kriterien prüfen. Diese Checkliste hilft dir, die Auswahl systematisch einzugrenzen.

Bei der Auswahl eines Schwellenländer-ETF helfen dir einige klare Kriterien. Sie reduzieren die Auswahl von 37 verfügbaren Produkten auf eine überschaubare Zahl und stellen sicher, dass du ein solides und kostengünstiges Produkt wählst.

Die wichtigste Kennzahl ist die Gesamtkostenquote. Sie sollte unter 0,30 Prozent pro Jahr liegen, idealerweise deutlich darunter. Das Fondsvolumen sollte mindestens 100 Millionen Euro betragen, damit der ETF langfristig bestehen bleibt und nicht wegen zu geringer Nachfrage geschlossen wird.

  • Der ETF bildet einen breiten Index wie MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging ab.
  • Die Gesamtkostenquote liegt unter 0,30 Prozent pro Jahr.
  • Das Fondsvolumen beträgt mindestens 100 Millionen Euro.
  • Der ETF ist sparplanfähig und an deiner Wunschbörse handelbar.
  • Die Replikationsmethode ist physisch, sodass der Fonds die tatsächlichen Aktien hält.
  • Der Indexanbieter passt zu deinem bestehenden Industrieländer-ETF, um Dopplungen zu vermeiden.

Darauf achtest du bei der ETF-Auswahl

01

Der ETF bildet einen breiten Index wie MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging ab.

02

Die Gesamtkostenquote liegt zwischen 0,09 und 0,55 Prozent pro Jahr.

03

Das Fondsvolumen beträgt mindestens 100 Millionen Euro.

04

Der ETF ist sparplanfähig und an deiner Wunschbörse handelbar.

05

Die Replikationsmethode ist physisch, sodass der Fonds die tatsächlichen Aktien hält.

06

Der Indexanbieter passt zu deinem bestehenden Industrieländer-ETF, um Dopplungen zu vermeiden.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026