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MagazineFinanzenInvestieren Unternehmensanleihen monatlich
FinanzbildungInvestieren11 Min.

Unternehmensanleihen monatlich: So baust du dir einen festen Zinsstrom auf

Du suchst eine Alternative zum Tagesgeld, die mehr Rendite bringt? Mit Unternehmensanleihen kannst du Unternehmen Geld leihen und bekommst dafür regelmäßige Zinsen. Wir erklären dir, wie der monatliche Einstieg funktioniert und worauf du achten musst.

FestzinsRisikostreuungBörse
Brauche ich das?
Nur bei Zinswunsch
Wenn du höhere Zinsen als am Sparbuch suchst und Risiko akzeptierst.
Wie viel Geld?
Schon wenig reicht
Der Einstieg ist bereits mit kleinen Beträgen über Fonds möglich.
Monatlich kaufen?
Ja, per Sparplan
So glättest du Kursschwankungen und baust Vermögen auf.

Warum Unternehmensanleihen auch dich betreffen

Vielleicht denkst du, Unternehmensanleihen sind etwas für Börsenprofis mit dicken Konten. Doch das stimmt nicht. Jeden Tag leihen sich große und mittlere Unternehmen Geld von Anlegern wie dir, um zu wachsen. Wenn du also dein Erspartes auf dem Tagesgeldkonto liegen hast, bekommst du aktuell kaum Zinsen. Unternehmen zahlen dir für dein geliehenes Geld aber eine feste Vergütung, den sogenannten Kupon.

Diese Form der Geldanlage ist in Deutschland wieder beliebter geworden. Viele Sparer suchen nach Alternativen zu klassischen Sparbüchern, weil die Inflation dein Erspartes langsam aber sicher entwertet. Mit Unternehmensanleihen kannst du diesem Effekt entgegenwirken, wenn du bereit bist, ein kalkulierbares Risiko einzugehen. Das klingt zunächst kompliziert, ist aber im Kern ein einfacher Vertrag zwischen dir und einem Unternehmen.

Der Staat hat in den letzten Jahren viele Regeln geschaffen, um auch Privatanlegern den Zugang zu erleichtern. Du musst also kein Millionär sein, um in diesem Bereich zu investieren. Es gibt inzwischen Fonds und ETFs, die viele einzelne Anleihen bündeln. Damit kannst du schon mit kleinen monatlichen Beträgen einsteigen und von den Zinsen profitieren.

Wichtig ist, dass du verstehst, worauf du dich einlässt. Anders als beim Tagesgeld gibt es keine staatliche Einlagensicherung, die dein Geld schützt. Du bist also direkt vom Erfolg des Unternehmens abhängig. Das klingt riskant, aber mit der richtigen Strategie und einer breiten Streuung kannst du dieses Risiko deutlich reduzieren. Genau dabei hilft dir dieser Ratgeber.

1.000 Euro
ist oft die Mindestanlage bei direkten Unternehmensanleihen
2x pro Jahr
zahlen die meisten Unternehmen die Zinsen aus
Rang 3
stehen Anleihegläubiger im Insolvenzfall hinter Finanzämtern

Die Grundlagen: Was ist eine Unternehmensanleihe überhaupt?

Stell dir vor, ein Unternehmen möchte eine neue Fabrik bauen oder eine andere Firma kaufen. Dafür braucht es Kapital, das es nicht einfach aus der Portokasse bezahlen kann. Eine Möglichkeit ist, sich das Geld bei einer Bank zu leihen. Eine andere Möglichkeit ist, Anleihen auszugeben. Das sind handelbare Schuldscheine, die an der Börse gehandelt werden. Du gibst dem Unternehmen also ein Darlehen.

Im Gegenzug bekommst du einen festen Zinssatz, den sogenannten Kupon, der meist jährlich oder halbjährlich ausgezahlt wird. Am Ende der Laufzeit, dem Fälligkeitstag, bekommst du deinen eingesetzten Betrag zurück. Das ist der Nennwert. Wenn du die Anleihe bis zum Ende hältst, kennst du also von Anfang an, wie viel Rendite du ungefähr erzielen wirst. Das unterscheidet sie von Aktien, bei denen du auf Kursschwankungen spekulierst.

Der Preis einer Anleihe schwankt jedoch während der Laufzeit. Wenn die allgemeinen Zinsen steigen, fallen die Kurse bestehender Anleihen, weil neue Anleihen höhere Zinsen bieten. Wenn die Zinsen sinken, steigen die Kurse. Wenn du also nicht bis zum Ende hältst, sondern vorher verkaufst, kannst du Gewinne oder Verluste machen. Diesen Zusammenhang solltest du verinnerlichen.

Unternehmen werden von Ratingagenturen wie Moody's oder Standard & Poor's bewertet. Diese Agenturen schätzen ein, wie wahrscheinlich es ist, dass das Unternehmen seine Schulden zurückzahlen kann. Ein gutes Rating (zum Beispiel AAA) bedeutet ein geringes Ausfallrisiko, aber auch einen niedrigeren Zins. Ein schlechteres Rating (zum Beispiel BB) bedeutet höhere Zinsen, aber auch ein höheres Risiko. Diese Einstufungen helfen dir, das Risiko besser einzuschätzen.

So funktioniert der monatliche Kauf von Unternehmensanleihen

Der direkte Kauf einzelner Unternehmensanleihen ist oft mit hohen Mindestbeträgen verbunden. Viele Papiere werden nur in Stückelungen von 1.000 Euro oder mehr ausgegeben. Wenn du also monatlich investieren möchtest, ist der direkte Kauf einzelner Anleihen meist unpraktisch. Du müsstest lange sparen, um dir eine einzelne Anleihe leisten zu können. Und die Gebühren für den Kauf wären im Verhältnis zu deinem Einsatz sehr hoch.

Die Lösung für dich sind Anleihefonds oder börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs. Diese Fonds bündeln hunderte verschiedene Anleihen in einem einzigen Produkt. Du kaufst also nicht eine Anleihe eines einzelnen Unternehmens, sondern einen Korb voller Anleihen. Das reduziert das Risiko, denn wenn ein Unternehmen pleitegeht, verlierst du nur einen kleinen Teil deines Investments. Diese Fonds kannst du bequem per Sparplan besparen.

Ein Sparplan funktioniert wie ein Dauerauftrag. Du legst einen festen Betrag fest, zum Beispiel 50 oder 100 Euro, der monatlich von deinem Girokonto abgebucht wird. Der Fondsanbieter kauft dafür automatisch Anteile an dem Fonds. So investierst du regelmäßig, ohne jeden Monat aktiv werden zu müssen. Das ist der einfachste Weg, um mit Unternehmensanleihen monatlich zu starten.

Der Vorteil dieser Methode ist der sogenannte Cost-Average-Effekt. Da du monatlich einen festen Betrag investierst, kaufst du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Über die Zeit gleicht sich das aus und du musst den perfekten Einstiegszeitpunkt nicht kennen. Das nimmt dir den Druck und macht das Investieren für Einsteiger deutlich entspannter.

Kosten und Gebühren: Was frisst deine Rendite?

Bevor du mit dem Investieren beginnst, solltest du die Kosten verstehen, denn sie schmälern deine Rendite. Bei einzelnen Anleihen zahlst du beim Kauf und Verkauf Gebühren an deine Bank. Diese sogenannten Ordergebühren können je nach Anbieter stark variieren. Bei kleinen Beträgen machen diese Fixkosten einen großen Anteil aus. Deshalb lohnt sich der Einzelkauf meist erst ab höheren Summen.

Bei ETFs und Fonds gibt es laufende Kosten, die als Gesamtkostenquote oder TER bezeichnet werden. Diese werden jährlich von deinem Fondsvermögen abgezogen und decken die Verwaltung des Fonds ab. Für Anleihe-ETFs liegt diese Kennzahl in der Regel niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Ein Unterschied von wenigen Zehntelprozenten kann über viele Jahre einen großen Unterschied machen.

Zusätzlich gibt es bei manchen Brokern Ausgabeaufschläge, insbesondere bei klassischen Investmentfonds. Das ist ein einmaliger Aufschlag auf den Kaufpreis, der oft an die Bank oder den Vermittler fließt. Bei ETFs zahlst du diesen Aufschlag in der Regel nicht. Du solltest also genau vergleichen, ob du einen Fonds oder einen ETF wählst und welche Gebühren dein Broker dafür verlangt.

Ein weiterer Kostenpunkt ist der Spread, also der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis. Bei Anleihen kann dieser je nach Handelbarkeit des Papiers hoch sein. Bei ETFs ist der Spread meist gering, kann aber in turbulenten Marktphasen ansteigen. Achte also nicht nur auf die offensichtlichen Gebühren, sondern auch auf diese versteckten Kosten, um deine Nettorendite zu maximieren.

Worauf du bei der Auswahl unbedingt achten solltest

Der wichtigste Grundsatz bei Unternehmensanleihen lautet: Rendite kommt nicht ohne Risiko. Wenn dir jemand eine Anleihe mit einem sehr hohen Zinssatz anbietet, solltest du misstrauisch sein. Hohe Zinsen sind meist ein Zeichen dafür, dass der Markt das Ausfallrisiko als hoch einschätzt. Frage dich immer, warum ein Unternehmen so hohe Zinsen zahlen muss, wenn es doch so sicher ist.

Achte auf die Bonität des Unternehmens. Du kannst die Ratings der großen Agenturen einsehen oder dich bei deinem Broker informieren. Anleihen von etablierten Großkonzernen gelten als sicherer, zahlen aber weniger Zinsen. Anleihen von kleineren oder angeschlagenen Unternehmen zahlen mehr, sind aber riskanter. Für Einsteiger ist eine Mischung aus soliden und leicht riskanteren Papieren über einen Fonds oft die beste Wahl.

Die Restlaufzeit ist ein weiterer entscheidender Faktor. Kurze Laufzeiten bis zu drei Jahren sind weniger zinsempfindlich und damit stabiler im Kurs. Lange Laufzeiten über zehn Jahre bieten oft höhere Zinsen, aber dein Geld ist länger gebunden und die Kursschwankungen sind heftiger. Überlege dir also, wie lange du auf dein Geld verzichten kannst und wie viel Sicherheit du brauchst.

Prüfe außerdem, ob die Anleihe kündbar ist. Manche Unternehmen behalten sich das Recht vor, die Anleihe vorzeitig zurückzuzahlen. Das passiert oft, wenn die Zinsen fallen und das Unternehmen sich günstiger refinanzieren kann. Für dich bedeutet das, dass du dein Geld früher zurückbekommst und es dann zu niedrigeren Zinsen neu anlegen musst. Das nennt man Kündigungsrisiko und es schmälert deine Rendite.

Typische Fehler, die du als Einsteiger vermeiden solltest

Der erste große Fehler ist, alles auf eine einzige Anleihe zu setzen. Wenn du nur ein Papier eines einzigen Unternehmens kaufst, hängt dein Schicksal komplett von diesem Unternehmen ab. Geht es pleite, verlierst du einen großen Teil deines Geldes. Die Lösung ist die Streuung über viele verschiedene Unternehmen und Branchen. Ein Fonds macht das automatisch für dich.

Ein weiterer Fehler ist, den Zins zu hoch zu gewichten und die Risiken zu ignorieren. Viele Einsteiger schauen nur auf die Rendite und vergessen, dass ein paar Prozentpunkte mehr Zins ein deutlich höheres Risiko bedeuten. Ein Zahlungsausfall kann alle Zinsvorteile der letzten Jahre zunichtemachen. Besser ist es, auf eine solide Mischung zu setzen und nicht auf den maximalen Zins.

Viele Anleger vergessen auch, dass Anleihen keine Aktien sind. Sie sind nicht dafür gedacht, schnell gehandelt zu werden, um Kursgewinne mitzunehmen. Wenn du ständig kaufst und verkaufst, zahlst du unnötig Gebühren und riskierst Verluste durch Kursschwankungen. Der eigentliche Vorteil von Anleihen ist die Planbarkeit der Zinsen, wenn du sie bis zum Ende hältst.

Ein letzter häufiger Fehler ist, die Inflation zu ignorieren. Wenn deine Anleihe 2 Prozent Zinsen bringt, die Inflation aber bei 3 Prozent liegt, verlierst du real gesehen Geld. Du solltest also immer die erwartete Inflationsrate von deiner Rendite abziehen. Nur wenn danach noch ein positiver Betrag übrig bleibt, steigerst du deine Kaufkraft. Sonst ist dein Geld auf dem Tagesgeldkonto vielleicht sogar besser aufgehoben.

Dein konkreter Fahrplan für den ersten monatlichen Kauf

Bevor du loslegst, solltest du deine finanzielle Basis prüfen. Lege zuerst einen Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto an, der mindestens drei Monatsgehälter abdeckt. Dieses Geld ist dein Sicherheitsnetz für unerwartete Ausgaben wie eine Autoreparatur oder einen Jobverlust. Investiere niemals Geld in Anleihen, das du in den nächsten Jahren dringend brauchst. Nur mit einem stabilen Fundament kannst du langfristig erfolgreich investieren.

Als Nächstes brauchst du ein Depot bei einem Broker. Das ist ein Konto, auf dem deine Wertpapiere aufbewahrt werden. In Deutschland gibt es viele Online-Broker, die günstige Sparpläne anbieten. Achte bei der Auswahl auf niedrige Gebühren, eine einfache Bedienung und einen guten Kundenservice. Die Eröffnung dauert meist nur wenige Minuten und ist in der Regel kostenlos.

Jetzt kommt der wichtigste Schritt: die Auswahl des passenden Fonds. Suche nach einem ETF auf Unternehmensanleihen, der breit gestreut ist. Achte darauf, dass er sowohl europäische als auch globale Unternehmen enthält. Ein guter Indikator ist die Größe des Fonds und die Anzahl der enthaltenen Anleihen. Je größer und diversifizierter, desto besser für dich als Einsteiger.

Richte schließlich einen Sparplan ein. Bestimme einen Betrag, den du monatlich entbehren kannst, ohne dass es weh tut. Starte ruhig klein, zum Beispiel mit 50 Euro, und erhöhe den Betrag später, wenn du dich sicherer fühlst. Lege den Ausführungstag so, dass er kurz nach deinem Gehaltseingang liegt. So stellst du sicher, dass das Geld nicht auf dem Girokonto ausgegeben wird, sondern direkt investiert wird.

Steuern und rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland

In Deutschland unterliegen Gewinne aus Unternehmensanleihen der Abgeltungsteuer. Das bedeutet, dass auf deine Zinserträge und Kursgewinne pauschal 25 Prozent Steuer anfallen, plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die gute Nachricht: Du hast einen jährlichen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro als Einzelperson. Bis zu dieser Grenze bleiben deine Gewinne steuerfrei.

Dein Broker führt die Steuern automatisch für dich ab, wenn du deinen Freistellungsauftrag erteilst. Das ist ein Formular, in dem du deine Bank ermächtigst, deine Gewinne bis zum Pauschbetrag steuerfrei zu lassen. Ohne diesen Auftrag wird die Steuer direkt einbehalten und du müsstest sie dir später über die Steuererklärung zurückholen. Das ist unnötig kompliziert, also stelle den Antrag direkt bei der Depoteröffnung.

Bei Anleihen, die im Ausland begeben wurden, kann es zu Quellensteuer kommen. Das ist eine Steuer, die das Herkunftsland des Unternehmens einbehält. In vielen Fällen lässt sich diese auf die deutsche Abgeltungsteuer anrechnen, aber das ist nicht immer automatisch der Fall. Wenn du in internationale Fonds investierst, regelt der Fonds diese Angelegenheit meist für dich. Trotzdem solltest du dich über die steuerliche Behandlung deines spezifischen Fonds informieren.

Ein wichtiger Punkt für die Zukunft: Die Bundesregierung hat angekündigt, das Altersvorsorgedepot zu fördern. Dabei sollen bestimmte Anlagen, darunter auch Anleihen, steuerliche Vorteile erhalten. Die genauen Regelungen für 2026 und darüber hinaus sind noch nicht final. Behalte die Nachrichten im Auge, denn diese Änderungen könnten deine Steuerlast deutlich reduzieren. Bis dahin gilt: Der Sparerpauschbetrag ist dein bester Freund.

Deine Strategie für die nächsten Jahre: Überwachen und Anpassen

Ein Sparplan auf Unternehmensanleihen ist kein Selbstläufer, bei dem du alles vergessen kannst. Du solltest dein Investment mindestens einmal im Jahr überprüfen. Schau dir an, wie sich die Zinslandschaft entwickelt hat und ob dein Fonds noch zu deiner Strategie passt. Wenn die Zinsen stark steigen, könnten neue Anleihen attraktiver sein als deine bestehenden. Dann ist es Zeit, deine Strategie zu überdenken.

Achte auf Veränderungen im Rating der Unternehmen in deinem Fonds. Wenn viele Unternehmen herabgestuft werden, steigt das Risiko in deinem Portfolio. Du kannst das an der durchschnittlichen Bonität deines Fonds erkennen. Wenn diese deutlich sinkt, solltest du über einen Wechsel in einen sichereren Fonds nachdenken. Das ist zwar ein Eingriff in deine Anlagestrategie, aber manchmal notwendig, um Verluste zu vermeiden.

Überlege dir, ob du deine Anleihenquote im Laufe der Zeit anpassen möchtest. Wenn du jünger bist, kannst du mehr Risiko eingehen und einen höheren Anteil an riskanteren Anleihen halten. Je näher du an deinem Renteneintritt bist, desto sicherer sollte dein Geld angelegt sein. Eine Faustregel besagt, dass der Anleihenanteil in etwa deinem Alter entsprechen sollte. Das ist nur eine grobe Orientierung, aber ein guter Ausgangspunkt.

Vergiss nicht, deine Erfolge zu feiern. Wenn dein Sparplan läuft und du regelmäßig Zinsen erhältst, ist das ein gutes Gefühl. Du hast aktiv etwas für deine finanzielle Zukunft getan. Bleib diszipliniert und lass dich nicht von kurzfristigen Marktschwankungen verunsichern. Mit einem langen Atem und einer durchdachten Strategie wirst du von den Vorteilen der Unternehmensanleihen profitieren.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du einen Totalverlust des Geldes verkraften?
Möchtest du für mindestens 3 Jahre auf das Geld verzichten?
Verstehst du, dass höhere Zinsen immer höhere Risiken bedeuten?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, das ist möglich. Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig wird, verlieren Anleihegläubiger ihr Geld. Im Insolvenzverfahren werden sie zwar bedient, aber oft nur zu einem kleinen Teil. Eine breite Streuung über Fonds reduziert dieses Risiko deutlich.

Für einen Sparplan auf einen Anleihe-ETF reichen oft schon 25 bis 50 Euro pro Monat. Für den direkten Kauf einzelner Anleihen benötigst du meist mindestens 1.000 Euro pro Papier. Der Einstieg über Fonds ist also deutlich günstiger.

Mit einer Anleihe leihst du einem Unternehmen Geld und bekommst feste Zinsen. Mit einer Aktie kaufst du einen Unternehmensanteil und bist am Gewinn und Verlust beteiligt. Anleihen sind in der Regel weniger riskant, bieten aber auch weniger Renditechancen.

Ja, aber sie sind eher für den Erhalt und die moderate Vermehrung von Kapital geeignet. Für langfristigen Vermögensaufbau über 15 Jahre und mehr sind Aktien in der Regel besser. Anleihen eignen sich gut als stabiler Baustein in einem gemischten Depot.

Die meisten Unternehmen zahlen die Zinsen einmal oder zweimal im Jahr aus. Bei Anleihefonds werden die Zinsen gesammelt und entweder ausgeschüttet oder direkt wieder angelegt. Bei einem Sparplan ist die Wiederanlage oft die bessere Wahl, da sie den Zinseszinseffekt nutzt.

Inflation reduziert den realen Wert deiner Zinsen und deines Rückzahlungsbetrags. Wenn die Inflation höher ist als deine Rendite, verlierst du real gesehen Geld. Du solltest also immer die Inflationsrate im Blick behalten und gegebenenfalls in inflationsgeschützte Anleihen investieren.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.