ESG ETF monatlich: Dein Einstieg in nachhaltiges Investieren
Du willst dein Geld nachhaltig anlegen, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst? Ein ESG ETF Sparplan ist der einfachste Weg, monatlich mit kleinen Beträgen zu starten. Wir zeigen dir, wie es funktioniert.
Warum dich das Thema ESG ETF monatlich betrifft
Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass man mit Aktien langfristig Vermögen aufbauen kann. Doch viele Menschen denken, dass dafür viel Geld oder großes Fachwissen nötig ist. Das stimmt nicht. Mit einem ETF-Sparplan kannst du schon mit kleinen Beträgen in den Aktienmarkt einsteigen. Und wenn du dabei auch noch auf Nachhaltigkeit achten möchtest, dann ist ein ESG ETF genau das richtige für dich.
Dein Geld arbeitet immer, egal ob du willst oder nicht. Auf deinem Girokonto verliert es durch die Inflation an Kaufkraft. Das bedeutet, dass du dir morgen weniger für dein Geld kaufen kannst als heute. Wenn du langfristig Vermögen aufbauen möchtest, kommst du um Wertpapiere kaum herum. Ein ESG ETF bietet dir die Chance, an den globalen Märkten zu partizipieren und gleichzeitig Unternehmen zu unterstützen, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.
Vielleicht fragst du dich, ob das nicht kompliziert ist. Die gute Nachricht: Es ist einfacher als du denkst. Du musst keine einzelnen Aktien auswählen und ständig den Markt beobachten. Ein ETF bildet einfach einen ganzen Korb von Aktien ab. Du kaufst also mit einem einzigen Wertpapier viele Unternehmen auf einmal. Das reduziert dein Risiko, weil du breit gestreut investierst.
Gerade für Einsteiger ist ein monatlicher Sparplan ideal. Du richtest einmal einen Dauerauftrag ein und der Rest passiert automatisch. Du musst dich nicht um das Timing kümmern, also darum, wann der beste Zeitpunkt zum Kaufen ist. Durch den monatlichen Kauf zu unterschiedlichen Kursen profitierst du vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Das glättet deine Einstiegskurse über die Zeit.
Was bedeutet ESG und was ist ein ETF überhaupt?
Bevor wir in die Details gehen, klären wir die Grundbegriffe. ETF steht für Exchange Traded Fund, also ein börsengehandelter Fonds. Stell dir einen Fonds wie einen großen Topf vor, in dem das Geld vieler Anleger gesammelt wird. Mit diesem Geld kauft der Fonds dann Aktien von vielen verschiedenen Unternehmen. So bist du automatisch an allen diesen Unternehmen beteiligt, ohne jedes einzelne kaufen zu müssen.
ESG ist eine Abkürzung aus dem Englischen und steht für Environmental, Social und Governance. Auf Deutsch bedeutet das Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Ein ESG ETF filtert Unternehmen heraus, die in diesen Bereichen besonders schlecht abschneiden. Zum Beispiel werden Firmen ausgeschlossen, die stark umweltschädlich sind, Kinderarbeit zulassen oder korrupte Geschäftspraktiken haben.
Es gibt verschiedene Ansätze, wie nachhaltige ETFs aufgebaut sein können. Manche schließen bestimmte Branchen komplett aus, wie zum Beispiel Rüstung oder Kohle. Andere setzen auf einen Best-in-Class-Ansatz. Das bedeutet, dass aus jeder Branche die Unternehmen ausgewählt werden, die im Vergleich zu ihren Konkurrenten am nachhaltigsten wirtschaften. Wieder andere investieren gezielt in Firmen, die Lösungen für Umweltprobleme anbieten, etwa erneuerbare Energien.
Wichtig ist, dass ESG nicht gleich ESG ist. Die Kriterien können sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Deshalb solltest du dir vor dem Kauf immer das Factsheet des ETFs anschauen. Dort steht genau beschrieben, nach welchen Regeln der Fonds zusammengestellt wird. So stellst du sicher, dass der ETF wirklich zu deinen persönlichen Werten passt.
So funktioniert ein monatlicher Sparplan auf einen ESG ETF
Ein Sparplan ist im Grunde ein Dauerauftrag für Wertpapiere. Du legst fest, welchen Betrag du monatlich investieren möchtest und an welchem Tag das passieren soll. Deine Bank oder dein Broker kauft dann automatisch Anteile des von dir gewählten ESG ETFs. Das Schöne daran: Du musst dich um nichts weiter kümmern, sobald der Plan einmal eingerichtet ist.
Der Mindestbetrag für einen Sparplan ist in den letzten Jahren stark gesunken. Viele Anbieter ermöglichen den Start bereits mit 25 Euro pro Monat. Das macht den Einstieg auch für Menschen mit kleinerem Budget möglich. Du kannst den Betrag jederzeit anpassen, erhöhen, senken oder den Plan auch ganz pausieren. Diese Flexibilität ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Anlageformen.
Beim Kauf eines ETFs erwirbst du immer einen Bruchteil eines Anteils. Wenn ein ETF-Anteil zum Beispiel 100 Euro kostet und du 25 Euro investierst, bekommst du eben einen Viertel Anteil. Das ist kein Problem, denn die Bruchstücke werden in deinem Depot gesammelt und dir gutgeschrieben. So kannst du auch mit kleinen Beträgen in teure Indizes wie den MSCI World investieren.
Der monatliche Kauf funktioniert über die Börse. Dein Broker führt den Auftrag zum festgelegten Zeitpunkt aus. Du musst also nicht selbst aktiv werden und den Kurs beobachten. Das ist besonders für Berufstätige oder Eltern praktisch, die wenig Zeit haben. Der Sparplan läuft einfach nebenher und baut über die Jahre dein Vermögen auf.
Was kostet dich ein ESG ETF Sparplan wirklich?
Kosten sind ein wichtiges Thema, denn sie schmälern deine Rendite. Bei ETFs gibt es zwei Arten von Kosten: die laufenden Kosten und die Transaktionskosten. Die laufenden Kosten, auch TER genannt, werden direkt vom Fondsvermögen abgezogen. Sie decken die Verwaltung des Fonds ab. Bei ETFs sind diese Kosten in der Regel sehr gering und liegen oft unter einem Prozent pro Jahr.
Die Transaktionskosten fallen beim Kauf und Verkauf an. Viele Online-Broker bieten mittlerweile Sparpläne auf bestimmte ETFs komplett ohne Gebühr an. Das heißt, du zahlst keinen Ausgabeaufschlag und keine Kaufgebühr. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem Kauf von Fonds über klassische Banken, wo oft hohe Gebühren anfallen.
Achte dennoch auf die Kostenquote des ETFs. Ein Unterschied von 0,2 Prozentpunkten pro Jahr mag klein erscheinen. Über einen Anlagezeitraum von 20 oder 30 Jahren macht das aber einen erheblichen Unterschied aus. Ein ETF mit niedrigeren Kosten lässt dir am Ende mehr von deinem Geld übrig. Die Kostenquote findest du im Factsheet des Fonds.
Ein weiterer Kostenpunkt kann der Wechselkurs sein. Wenn du in einen ETF investierst, der in US-Dollar gehandelt wird, fällt beim Kauf eine Gebühr für den Währungsumtausch an. Viele Anbieter haben deshalb auch ETFs, die in Euro gehandelt werden. Diese sind für deutsche Anleger oft die einfachere und günstigere Wahl. Vergleiche die Konditionen deines Brokers, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Worauf du bei der Auswahl des richtigen ESG ETFs achten solltest
Die Auswahl an nachhaltigen ETFs ist riesig und kann schnell überfordernd wirken. Ein guter erster Schritt ist, auf die Größe des Fonds zu achten. Große Fonds haben oft niedrigere Kosten und sind liquider, das heißt, sie können leichter gekauft und verkauft werden. Ein Fondsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro ist ein gutes Zeichen.
Der zweite wichtige Punkt ist der abgebildete Index. Der Index ist die Liste von Unternehmen, die der ETF nachbildet. Beliebte nachhaltige Indizes sind zum Beispiel der MSCI World SRI oder der MSCI Europe ESG Leaders. Diese Indizes haben unterschiedliche Schwerpunkte und Regionen. Überlege dir, ob du weltweit investieren möchtest oder lieber nur in Europa.
Prüfe auch die genauen Ausschlusskriterien des Fonds. Manche ETFs schließen nur Kohleunternehmen aus, andere auch Atomkraft oder Gentechnik. Es gibt keine einheitliche Definition von Nachhaltigkeit. Du solltest also genau hinschauen, ob die Kriterien des Fonds mit deinen eigenen Vorstellungen übereinstimmen. Die Informationen dazu findest du im Factsheet oder auf der Website des Anbieters.
Ein weiterer Aspekt ist die Replikationsmethode. Die meisten ETFs bilden ihren Index physisch ab, das heißt, sie kaufen die Aktien wirklich. Es gibt aber auch synthetische ETFs, die die Wertentwicklung über Tauschgeschäfte nachbilden. Für Einsteiger sind physische ETFs oft verständlicher und transparenter. Achte darauf, dass der Fonds keine Derivate einsetzt, wenn du es einfach und sicher haben möchtest.
Typische Fehler, die du beim monatlichen Sparen vermeiden solltest
Der häufigste Fehler ist, gar nicht erst anzufangen. Viele warten auf den perfekten Zeitpunkt, der nie kommt. Die Börse ist immer in Bewegung, und niemand kann den Markt vorhersagen. Mit einem Sparplan umgehst du dieses Problem, weil du regelmäßig kaufst, egal ob die Kurse hoch oder niedrig sind. Der beste Zeitpunkt zum Investieren war gestern, der zweitbeste ist heute.
Ein weiterer Fehler ist, in Panik zu geraten und bei Kursverlusten zu verkaufen. Kursschwankungen sind völlig normal und gehören zum Aktienmarkt dazu. Wenn du einen ETF-Sparplan hast, solltest du langfristig denken, also mindestens zehn Jahre. Verkaufe nicht bei einem Dip, sondern halte durch. Historisch gesehen haben sich Märkte nach Krisen immer wieder erholt.
Viele Anleger machen auch den Fehler, zu viele verschiedene ETFs zu kaufen. Das führt zu Unübersichtlichkeit und höheren Kosten. Ein einziger globaler ESG ETF reicht oft völlig aus, um breit gestreut zu investieren. Du kannst später immer noch diversifizieren, wenn du mehr Erfahrung hast. Für den Start ist weniger oft mehr.
Ein letzter Fehler ist, die Kosten zu ignorieren. Auch wenn die Gebühren bei ETFs gering sind, solltest du sie im Blick behalten. Vergleiche die Konditionen deines Brokers und wähle ETFs mit niedriger Kostenquote. Über die Jahre können sich auch kleine Unterschiede zu Tausenden von Euro summieren. Ein bewusster Umgang mit Kosten ist ein Zeichen von finanziellem Verständnis.
Dein Fahrplan: So legst du deinen ersten ESG ETF Sparplan an
Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Depots. Das geht heute komplett online und dauert nur wenige Minuten. Achte bei der Wahl des Anbieters auf die Gebühren für Sparpläne und die Benutzerfreundlichkeit. Viele Neobroker bieten kostenlose Sparpläne an und sind ideal für Einsteiger. Du benötigst dafür nur deinen Personalausweis und deine Steuernummer.
Nach der Depoteröffnung wählst du einen passenden ESG ETF aus. Nutze dafür die oben genannten Kriterien wie Fondsgröße, Index und Ausschlusskriterien. Wenn du unsicher bist, kannst du mit einem weltweit diversifizierten ETF beginnen. Dieser bildet die globale Wirtschaft ab und ist eine solide Basis für dein Portfolio. Du kannst den ETF später jederzeit wechseln.
Dann richtest du deinen Sparplan ein. Du gibst den gewünschten Betrag ein, wählst den Ausführungstag und bestätigst die Order. Ab dann läuft alles automatisch. Du kannst den Betrag jederzeit anpassen oder den Plan pausieren. Es gibt keine Verpflichtung, für immer dabei zu bleiben. Die Flexibilität macht den Sparplan so attraktiv.
Der letzte Schritt ist Geduld. Überlasse dein Geld der Arbeit und schau nicht jeden Tag auf die Kurse. Überprüfe deinen Sparplan einmal im Jahr und passe ihn an deine Lebensumstände an. Wenn du mehr verdienst, erhöhe den Betrag. Wenn du Geld brauchst, kannst du Anteile verkaufen. Mit dieser Strategie bist du auf einem guten Weg, langfristig Vermögen aufzubauen und gleichzeitig nachhaltig zu investieren.
Wie du dein Risiko beim ESG ETF monatlich minimierst
Auch wenn ein ETF schon breit gestreut ist, gibt es immer ein Restrisiko. Der Aktienmarkt kann stark schwanken, und es gibt keine Garantie auf Gewinne. Um das Risiko weiter zu minimieren, ist der Anlagehorizont entscheidend. Je länger du dein Geld investiert lässt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du am Ende Verluste machst. Plane also langfristig.
Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination mit Anleihen. Du könntest zum Beispiel 80 Prozent in einen ESG ETF und 20 Prozent in einen Anleihen-ETF investieren. Anleihen sind in der Regel weniger schwankungsanfällig als Aktien. Das macht dein Gesamtportfolio stabiler. Allerdings sinkt dadurch auch die Chance auf hohe Renditen. Die richtige Mischung hängt von deiner persönlichen Risikobereitschaft ab.
Vergiss nicht, einen Notgroschen auf der Seite zu haben. Das ist Geld, das du jederzeit verfügbar hast, zum Beispiel für unerwartete Reparaturen oder den Jobverlust. Dieser Notgroschen sollte nicht in Aktien investiert sein, sondern auf einem Tagesgeldkonto liegen. So musst du im Notfall deine ETFs nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen.
Zu guter Letzt solltest du regelmäßig deine Anlage überprüfen. Die Welt verändert sich, und auch dein ETF kann sich verändern. Vielleicht gibt es neue, bessere Produkte auf dem Markt. Oder deine persönlichen Ziele haben sich geändert. Ein jährlicher Check deines Depots hilft dir, auf Kurs zu bleiben und deine Finanzen im Griff zu behalten.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Ein normaler ETF bildet einen Index ab, ohne auf Nachhaltigkeit zu achten. Ein ESG ETF wendet zusätzliche Filter an, um Unternehmen mit schlechten Umwelt- oder Sozialbilanzen auszuschließen. So investierst du nur in Firmen, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.
Ja, das ist möglich. ETFs sind Wertpapiere und unterliegen Kursschwankungen. Wenn du deine Anteile verkaufst, während der Kurs niedrig ist, machst du Verluste. Bei einem langen Anlagehorizont von über zehn Jahren sind Verluste jedoch historisch gesehen unwahrscheinlich.
Das hängt von deinem Budget ab. Viele Anbieter erlauben den Start mit 25 Euro pro Monat. Eine gute Faustregel ist, etwa 10 bis 15 Prozent deines Nettoeinkommens zu sparen. Wichtig ist, dass du den Betrag langfristig durchhalten kannst.
In der Vergangenheit waren nachhaltige ETFs oft etwas teurer. In den letzten Jahren sind die Kosten jedoch stark gesunken. Heute gibt es viele ESG ETFs, die genauso günstig sind wie herkömmliche ETFs. Ein Kostenvergleich lohnt sich immer.
Du kannst ein Depot bei einer klassischen Bank oder bei einem Online-Broker eröffnen. Online-Broker sind oft günstiger und bieten eine größere Auswahl an ETFs. Achte auf die Gebühren für Sparpläne und die Benutzerfreundlichkeit der Plattform.
Ja, auf Gewinne aus ETFs musst du Abgeltungssteuer zahlen. Diese wird automatisch von deinem Broker einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Es gibt einen jährlichen Steuerfreibetrag, den du nutzen solltest. Dein Broker hilft dir dabei, diesen einzurichten.
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