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Thesaurierenden ETF-Sparplan einrichten: So baust du Vermögen auf

Ein thesaurierender ETF-Sparplan reinvestiert Erträge automatisch und nutzt so den Zinseszinseffekt für deinen langfristigen Vermögensaufbau. Hier erfährst du, wie du einen solchen Sparplan einrichtest und worauf du bei Auswahl, Steuern und Kosten achten solltest.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Thesaurierende ETFs legen Dividenden und Zinsen automatisch wieder an, was den Zinseszinseffekt verstärkt.
  • Die Einrichtung eines ETF-Sparplans ist bereits mit kleinen monatlichen Beträgen ab 25 Euro möglich.
  • Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, wodurch ein Teil der Erträge steuerfrei bleibt.
  • Die Vorabpauschale sorgt dafür, dass auch bei thesaurierenden ETFs jährlich Steuern auf einen fiktiven Ertrag anfallen.

01 · Grundlagen

Was ist ein thesaurierender ETF-Sparplan?

Ein thesaurierender ETF-Sparplan kombiniert regelmäßiges Sparen mit der automatischen Wiederanlage aller Erträge. So musst du dich nicht um Dividenden oder Zinsen kümmern.

Bei einem thesaurierenden Fonds verbleiben die erwirtschafteten Dividenden oder Zinserträge im Fondsvermögen. Der Fondsmanager kauft davon direkt neue Wertpapiere, sodass dein Anteilswert steigt, ohne dass du aktiv werden musst. Du umgehst damit den Aufwand, Ausschüttungen manuell wieder anzulegen.

Für dich als Studierende bedeutet das: Du kannst bereits mit kleinen Beträgen einen Vermögensaufbau starten, bei dem die Erträge kontinuierlich für dich weiterarbeiten. Die automatische Wiederanlage erfolgt ohne zusätzliche Ordergebühren, was die Kosten niedrig hält und den langfristigen Effekt verstärkt.

Die Wiederanlage erfolgt automatisch und ohne zusätzliche Ordergebühren, wodurch dein angelegtes Kapital schneller wachsen kann.

Kurz erklärt

Thesaurierender ETF-Sparplan

Ein Sparplan, bei dem du regelmäßig einen festen Betrag in einen börsengehandelten Indexfonds (ETF) investierst, der Erträge wie Dividenden oder Zinsen nicht ausschüttet, sondern direkt im Fondsvermögen wieder anlegt.

Die Wiederanlage erfolgt automatisch und ohne zusätzliche Ordergebühren, wodurch dein angelegtes Kapital schneller wachsen kann.

02 · Vergleich

Thesaurierend oder ausschüttend: Was passt zu dir?

Beide ETF-Varianten haben ihre Berechtigung. Die Entscheidung hängt vor allem von deinem Anlageziel und deiner steuerlichen Situation ab.

Die Wahl hängt von deinem Ziel ab. Möchtest du aus deinem Depot ein regelmäßiges Zusatzeinkommen erzielen, sind ausschüttende ETFs sinnvoll, da sie dir die Erträge auf dein Konto überweisen. Beim langfristigen Sparen für die Zukunft ist die thesaurierende Variante meist die effizientere Wahl.

Ein steuerlicher Unterschied besteht während der Haltedauer. Bei thesaurierenden ETFs wird zu Jahresbeginn eine Vorabpauschale fällig, bei ausschüttenden wird die Steuer sofort bei der Ausschüttung einbehalten. Auf die gesamte Haltedauer betrachtet ist die Steuerlast jedoch gleich, wobei die Thesaurierung einen Stundungseffekt bietet, da der Großteil der Steuer erst beim Verkauf anfällt.

Für den langsamen, langfristigen Vermögensaufbau ist die Thesaurierung die Regel, für passives Einkommen die Ausschüttung.

Unterschiede zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs
Thesaurierender ETFAusschüttender ETF
ErtragsverwendungAutomatische Wiederanlage im FondsRegelmäßige Auszahlung an dich
ZinseszinseffektWirkt vollständig und ohne dein ZutunNur wenn du die Ausschüttungen manuell reinvestierst
Besteuerung während der HaltedauerJährliche Vorabpauschale auf fiktiven ErtragSofortige Besteuerung der Ausschüttung
Geeignet fürLangsamen, langfristigen VermögensaufbauPassives Einkommen oder Nutzung des Sparer-Pauschbetrags

03 · Schritt für Schritt

So richtest du einen thesaurierenden ETF-Sparplan ein

Die Einrichtung ist in wenigen Schritten erledigt. Du benötigst lediglich ein Depot und die Wertpapierkennnummer des gewünschten ETFs.

Der Ablauf ist bei den meisten Anbietern ähnlich und in wenigen Minuten erledigt. Du benötigst zuerst ein Wertpapierdepot, das du bei einem Online-Broker oder deiner Hausbank eröffnen kannst. Als Verrechnungskonto dient in der Regel dein bestehendes Girokonto.

Anschließend wählst du den konkreten Fonds aus. Achte bei der Suche auf den Zusatz „thesaurierend“ oder „Acc“ im Namen und prüfe, ob der ETF einen breiten Index wie den MSCI World abbildet. Danach hinterlegst du die ISIN, deine Sparrate und das Intervall, meist monatlich.

01

Depot eröffnen

Wähle einen Online-Broker oder deine Hausbank und eröffne ein Wertpapierdepot. Für die Ausführung des Sparplans benötigst du ein Referenzkonto, zum Beispiel dein Girokonto.

02

Thesaurierenden ETF auswählen

Suche einen ETF, der einen breiten Index wie den MSCI World abbildet und die Ertragsverwendung 'thesaurierend' aufweist. Achte auf die Fondsdomizil und die Kostenquote.

03

Sparplan anlegen

Hinterlege im Depot die Wertpapierkennnummer (ISIN) des ETFs, deine gewünschte Sparrate und das Ausführungsintervall, zum Beispiel monatlich.

04

Sparrate überweisen

Stelle sicher, dass zum Ausführungstermin ausreichend Geld auf dem Referenzkonto liegt. Der Kauf der ETF-Anteile erfolgt dann automatisch.

04 · Kosten

Welche Kosten fallen bei einem thesaurierenden ETF-Sparplan an?

Die Kosten setzen sich aus den Produktkosten des ETFs und den Ausführungskosten des Sparplans zusammen. ETFs sind in der Regel günstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Die laufenden Kosten eines ETFs werden über die Gesamtkostenquote (TER) abgebildet. Bei breiten Markt-ETFs liegt diese oft zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr und wird direkt im Fondsvermögen verrechnet. Aktiv gemanagte Fonds sind mit oft über 1,5 Prozent deutlich teurer.

Zusätzlich kann der Broker eine Gebühr für die Ausführung des Sparplans verlangen. Viele Online-Anbieter haben diese Kosten jedoch auf null gesenkt, während klassische Filialbanken teils 1,5 Prozent der Sparrate berechnen. Da diese Kosten deine Rendite direkt mindern, lohnt sich ein genauer Blick auf das Preisverzeichnis.

Die Gesamtkostenquote eines breiten ETFs liegt oft zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr.

Typische Kostenbestandteile eines ETF-Sparplans

Laufende ETF-Kostenin der Regel geringer als bei aktiv gemanagten Fonds
Sparplangebühr pro Ausführungbei vielen Online-Brokern 0 Euro

05 · Im Vertrag

Steuern auf thesaurierende ETFs: Vorabpauschale und Teilfreistellung

Auch wenn keine Ausschüttung auf deinem Konto landet, sind thesaurierende ETFs nicht steuerfrei. Die Vorabpauschale stellt sicher, dass der Fiskus jährlich einen Anteil erhält.

Auch wenn kein Geld auf deinem Konto landet, wird ein thesaurierender ETF jährlich besteuert. Grundlage ist die Vorabpauschale, die zu Jahresbeginn als fiktiver Ertrag berechnet wird. Die darauf gezahlte Steuer wird beim späteren Verkauf der Anteile auf die fällige Abgeltungsteuer angerechnet.

Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent der Erträge, sowohl bei der Vorabpauschale als auch beim Verkauf, versteuert werden müssen. Auf diesen Betrag fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an.

Für Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei, auf die restlichen 70 Prozent fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an.

Wichtige Steuerregeln für thesaurierende ETFs

VorabpauschaleJährlichZu Jahresbeginn wird ein fiktiver Ertrag besteuert, der sich aus dem Basisertrag des Fonds ableitet. Die gezahlte Steuer wird beim späteren Verkauf angerechnet.
Teilfreistellung30 ProzentFür Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Das gilt sowohl für die Vorabpauschale als auch für Kursgewinne beim Verkauf.
Abgeltungsteuer25 ProzentAuf die verbleibenden 70 Prozent der Erträge fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an.
Sparer-Pauschbetrag1000 EuroPro Person und Jahr sind Kapitalerträge bis 1000 Euro steuerfrei. Für Ehepaare gilt der doppelte Betrag von 2000 Euro.

06 · Was gilt

Wann greift der Sparer-Pauschbetrag bei thesaurierenden ETFs?

Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr gilt für alle Kapitalerträge. Bei thesaurierenden ETFs wird er auf die Vorabpauschale und spätere Verkaufsgewinne angerechnet.

Bei einem thesaurierenden ETF wird er auf die jährliche Vorabpauschale angerechnet. Ebenso zählen die Gewinne beim späteren Verkauf der Anteile dazu.

Deine monatlichen Einzahlungen in den Sparplan sind kein steuerpflichtiger Ertrag und zählen daher nicht zum Pauschbetrag. Auch nicht realisierte Kursgewinne während der Haltedauer bleiben unberücksichtigt. Um die Steuerlast zu senken, solltest du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag in Höhe von 1000 Euro einrichten.

Die Vorabpauschale und die Verkaufsgewinne zählen zum Sparer-Pauschbetrag, deine Sparrate selbst jedoch nicht.

Zählt zum Pauschbetrag

·Vorabpauschale des thesaurierenden ETFs
·Kursgewinne beim Verkauf der ETF-Anteile
·Erträge aus anderen Kapitalanlagen wie Tagesgeld oder Aktien

Zählt nicht zum Pauschbetrag

·Einzahlungen in den Sparplan (Sparrate)
·Nicht realisierte Kursgewinne während der Haltedauer
·Gebühren für die Depotführung

07 · Hintergrund

Der Cost-Average-Effekt: Warum regelmäßiges Sparen das Timing-Risiko senkt

Mit einem Sparplan kaufst du unabhängig vom aktuellen Kurs. Das führt dazu, dass du bei niedrigen Kursen mehr Anteile erhältst und bei hohen Kursen weniger.

Beim Sparplan investierst du jeden Monat einen festen Betrag, unabhängig vom aktuellen Kurs. Stehen die Kurse niedrig, erhältst du für dein Geld mehr Anteile. Stehen sie hoch, bekommst du entsprechend weniger Anteile für denselben Betrag.

Über einen längeren Zeitraum ergibt sich daraus ein günstiger Durchschnittspreis. Dieser Effekt reduziert das Risiko, einen großen Betrag zu einem ungünstigen Zeitpunkt anzulegen. Gerade bei einem Anlagehorizont von 15 Jahren oder mehr gleichen sich Kursschwankungen in der Regel aus und der regelmäßige Kauf wird zu einem disziplinierten Baustein deines Vermögensaufbaus.

Der Durchschnittskosteneffekt sorgt dafür, dass du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile kaufst und bei hohen Kursen weniger.

Der Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt, ist ein zentraler Vorteil eines ETF-Sparplans. Da du jeden Monat denselben Betrag investierst, kaufst du bei fallenden Kursen automatisch mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger. Über die Zeit ergibt sich so ein günstiger Durchschnittspreis.

Dieser Effekt reduziert das Risiko, einen großen Betrag zu einem ungünstigen Zeitpunkt anzulegen. Regelmäßiges Sparen kann im Vergleich zur Einmalanlage das Risiko von Kursverlusten durch einen schlechten Einstiegszeitpunkt verringern.

Wichtig ist, dass der Cost-Average-Effekt keine höhere Rendite garantiert. Er ist ein Instrument zur Risikostreuung über die Zeit und funktioniert nur, wenn du den Sparplan auch in schwachen Marktphasen konsequent weiterführst.

08 · Hintergrund

Zinseszinseffekt bei thesaurierenden ETFs optimal nutzen

Der Zinseszinseffekt entsteht, wenn Erträge wieder angelegt werden und selbst Erträge erwirtschaften. Thesaurierende ETFs automatisieren diesen Prozess.

Bei einem thesaurierenden ETF passiert das automatisch im Fonds, ohne dass du dich um die Wiederanlage kümmern musst. Dadurch wächst die Basis für künftige Erträge kontinuierlich an.

Je länger dein Anlagehorizont ist, desto stärker wirkt dieser Effekt. Eine angenommene Rendite von 6 Prozent pro Jahr führt dazu, dass sich dein eingesetztes Kapital nach etwa 12 Jahren verdoppelt. Mit einer monatlichen Sparrate von 100 Euro und dieser Rendite erreichst du nach 30 Jahren ein Endkapital von rund 100.000 Euro, wobei ein erheblicher Teil davon auf die reinvestierten Erträge entfällt.

Je länger dein Anlagehorizont, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt bei der automatischen Wiederanlage.

Bei einem thesaurierenden ETF werden Dividenden und Zinserträge nicht auf dein Konto überwiesen, sondern direkt im Fondsvermögen reinvestiert. Dadurch wächst die Basis, auf der künftige Erträge berechnet werden, kontinuierlich an. Je länger dein Anlagehorizont, desto stärker wirkt dieser Effekt.

Die automatische Wiederanlage spart dir zudem Transaktionskosten, die beim manuellen Kauf neuer Anteile anfallen würden. So bleibt mehr von deiner Rendite im Vermögensaufbau.

09 · Checkliste

Checkliste: Das macht einen guten thesaurierenden ETF-Sparplan aus

Bevor du einen Sparplan einrichtest, solltest du einige Kriterien prüfen. Diese Checkliste hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein guter Plan kombiniert einen kostengünstigen, breit streuenden Fonds mit einem Anbieter, der keine unnötigen Gebühren verlangt. Auch deine persönliche Situation spielt eine Rolle.

Die folgenden Punkte helfen dir, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Wenn du die meisten davon erfüllst, steht einem langfristigen Vermögensaufbau wenig im Weg.

  • Der ETF bildet einen breiten, global diversifizierten Index ab, zum Beispiel den MSCI World.
  • Die Ertragsverwendung ist klar als „thesaurierend“ oder „Acc“ gekennzeichnet.
  • Die Gesamtkostenquote (TER) liegt unter 0,5 Prozent pro Jahr.
  • Der Sparplan ist bereits ab einer monatlichen Rate von 25 Euro möglich.
  • Der Broker erhebt keine oder nur geringe Gebühren für die Sparplanausführung.
  • Du hast einen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren eingeplant.
  • Du hast einen Freistellungsauftrag in Höhe von 1000 Euro pro Person eingerichtet.

Kriterien für die Auswahl deines thesaurierenden ETF-Sparplans

01

Der ETF bildet einen breiten, diversifizierten Index ab, zum Beispiel den MSCI World oder einen globalen Index.

02

Die Ertragsverwendung ist klar als 'thesaurierend' gekennzeichnet.

03

Der Sparplan ist bereits ab einer monatlichen Rate von 25 Euro möglich.

04

Du hast einen Freistellungsauftrag in Höhe von 1000 Euro pro Person eingerichtet.

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Einrichten eines thesaurierenden ETF-Sparplans

Diese Fehler können deine Rendite schmälern oder zu steuerlichen Nachteilen führen. Prüfe deinen Sparplan regelmäßig auf diese Punkte.

Ein häufiger Fehler ist das fehlende Einrichten eines Freistellungsauftrags. Ohne diesen Auftrag führt die Bank Steuern auf die Vorabpauschale ab, obwohl dein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro noch nicht ausgeschöpft ist. Das Geld holst du dir zwar über die Steuererklärung zurück, es fehlt dir aber zwischenzeitlich für den Vermögensaufbau.

Ein weiterer Fehler ist das Aussetzen des Sparplans bei fallenden Kursen. Damit unterbrichst du den Cost-Average-Effekt und verpasst die Gelegenheit, Anteile günstiger zu kaufen. Auch ein zu kurzer Anlagehorizont von unter 10 Jahren erhöht das Risiko, dass du bei einem Börsencrash kurz vor dem geplanten Verkauf mit Verlust aussteigen musst.

Richte immer einen Freistellungsauftrag ein und setze den Sparplan bei Kursrückgängen nicht aus.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

·Keinen Freistellungsauftrag einrichten: Ohne Auftrag führt die Bank Steuern ab, obwohl dein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro nicht ausgeschöpft ist.
·Zu kurzen Anlagehorizont wählen: Bei weniger als 10 Jahren kann ein Börsencrash kurz vor dem Verkauf dein Kapital deutlich reduzieren.
·Auf aktiv gemanagte Fonds setzen: Diese haben oft Kosten von über 1,5 Prozent pro Jahr und schlagen den Index langfristig selten.
·Sparplan bei Kursrückgängen aussetzen: Damit unterbrichst du den Cost-Average-Effekt und kaufst nicht günstig nach.
·Nur auf ein Land oder eine Branche setzen: Ein globaler Index streut dein Risiko über viele Regionen und Sektoren.

11 · Hintergrund

Renditeerwartungen und langfristiger Vermögensaufbau

Die Rendite eines thesaurierenden ETF-Sparplans hängt vom gewählten Index und der Haltedauer ab. Historische Werte dienen als Orientierung, sind aber keine Garantie.

Breite Aktienindizes wie der MSCI World erzielten in der Vergangenheit durchschnittliche jährliche Renditen von etwa 7 bis 9 Prozent. Diese Werte sind jedoch nur eine Orientierung und keine Garantie für die Zukunft. Die Schwankungen von Jahr zu Jahr sind erheblich, mit möglichen Verlusten von 20 Prozent oder mehr in einzelnen Jahren.

Für deinen Vermögensaufbau bedeutet das: Je länger du sparst, desto wahrscheinlicher ist ein positives Gesamtergebnis. Über Zeiträume von 15 Jahren oder mehr waren breite Aktienmarktinvestments in der Vergangenheit in der Regel profitabel. Eine monatliche Sparrate von 100 Euro kann bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent pro Jahr nach 30 Jahren zu einem Vermögen von rund 100.000 Euro führen.

Über Zeiträume von 15 Jahren oder mehr waren breite Aktienmarktinvestments in der Vergangenheit in der Regel profitabel.

Mit breiten weltweiten Indizes auf Standardwerte wie dem MSCI World lassen sich Ausschüttungsrenditen von etwa 2 Prozent erwirtschaften.

Bei thesaurierenden ETFs werden anfallende Erträge automatisch im ETF in neue Wertpapiere reinvestiert. Du musst dich also nicht um die Wiederanlage der Erträge kümmern und nutzt so den Zinseszinseffekt, ohne weitere Brokergebühren beim Kauf von neuen ETF-Anteilen.

Bei thesaurierenden ETFs wird zu Jahresbeginn eine Vorabpauschale erhoben. Dadurch genießen thesaurierende ETFs derzeit einen Steuerstundungseffekt: Der Großteil der zu zahlenden Steuer wird erst bei Verkauf fällig, was den Zinseszinseffekt verstärkt.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026