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Small-Cap-ETF: Lohnt sich die Beimischung für dein Depot?

Ein Small-Cap-ETF ergänzt dein Weltportfolio um kleinere Unternehmen, die in klassischen Indizes wie dem MSCI World fehlen. Ob sich das für dich lohnt, hängt von deiner Strategie und deinem Umgang mit Schwankungen ab.

10 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Small-Caps sind börsennotierte Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung, auch Nebenwerte genannt.
  • Der MSCI World Small-Cap-Index deckt etwa 14 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung ab und ergänzt Large-Caps und Mid-Caps.
  • Eine Beimischung von Small-Cap-ETFs kann die Diversifikation erhöhen und langfristig die Renditechancen verbessern.
  • Ein Anteil von 15 bis 20 Prozent am Aktienteil gilt als sinnvolle Orientierung für ein breit gestreutes Weltportfolio.

01 · Grundlagen

Was sind Small-Caps und wie grenzt du sie von anderen Unternehmensgrößen ab?

Die Einteilung der Börsenunternehmen erfolgt über ihre Marktkapitalisierung, also den Gesamtwert aller frei handelbaren Aktien. Der Indexanbieter MSCI nutzt dafür eine klare prozentuale Abstufung.

Die Marktkapitalisierung eines Unternehmens ergibt sich aus der Anzahl der frei zirkulierenden Aktien multipliziert mit dem aktuellen Börsenkurs. Sie ist der Maßstab, nach dem Indexanbieter wie MSCI die Unternehmen in Größenklassen einteilen. Ein Small-Cap ist also kein kleines Unternehmen im umgangssprachlichen Sinne, sondern ein börsennotierter Konzern, der im Vergleich zu den größten Aktiengesellschaften einen geringeren Gesamtwert aufweist.

Nach der Definition von MSCI umfassen Small-Caps die Unternehmen, die nach den Large und Mid-Caps die nächsten 14 Prozent der Marktkapitalisierung ausmachen. Diese Unternehmen werden auch als Nebenwerte bezeichnet. Ein Small-Cap kann dabei durchaus einen Marktwert von mehreren Milliarden US-Dollar haben, ist aber deutlich kleiner als ein Schwergewicht wie Apple oder Microsoft.

Die Abgrenzung ist wichtig, weil klassische Weltindizes wie der MSCI World nur die größten 85 Prozent der Unternehmen abbilden. Die kleineren 14 Prozent, die Small-Caps, fehlen in diesen Indizes vollständig. Mit einem separaten Small-Cap-ETF kannst du diese Lücke schließen und dein Depot breiter aufstellen.

Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller frei handelbaren Aktien eines Unternehmens.

  • Small-Caps sind börsennotierte Unternehmen, die nach ihrer Marktkapitalisierung zu den kleineren 14 Prozent der erfassten Unternehmen zählen.
  • Die Marktkapitalisierung ergibt sich aus der Anzahl der frei zirkulierenden Aktien multipliziert mit dem aktuellen Börsenkurs.

Kurz erklärt

Small-Caps

Börsennotierte Unternehmen, die nach ihrer Marktkapitalisierung zu den kleineren 14 Prozent der erfassten Unternehmen zählen. Sie werden auch als Nebenwerte bezeichnet.

Die Marktkapitalisierung ergibt sich aus der Anzahl der frei zirkulierenden Aktien multipliziert mit dem aktuellen Börsenkurs.

02 · Vergleich

Wie unterscheiden sich Large-Caps, Mid-Caps, Small-Caps und Micro Caps?

Die Analysefirma MSCI teilt die börsennotierten Unternehmen einer Region in Größenklassen ein. Diese Einteilung bestimmt, welche Aktien in welchen Index aufgenommen werden.

Die Klassen bauen aufeinander auf und decken zusammen 99 Prozent der Marktkapitalisierung ab.

Large-Caps und Mid-Caps bilden gemeinsam die größten 85 Prozent der Unternehmen ab. Sie sind die Basis klassischer Indizes wie dem MSCI World. Die nächsten 14 Prozent entfallen auf die Small-Caps. Das verbleibende eine Prozent der Unternehmen wird als Micro Caps bezeichnet und ist aufgrund der oft sehr geringen Börsenliquidität nur schwer in ETFs abbildbar.

Die Unterschiede zeigen sich auch in der Börsenliquidität. Large-Caps werden in der Regel sehr häufig gehandelt, während die Liquidität bei Small-Caps geringer ist. Micro Caps sind oft so illiquide, dass eine kostengünstige Nachbildung in einem Indexfonds kaum möglich ist.

Large-Caps und Mid-Caps umfassen die größten 85 Prozent, Small-Caps die nächsten 14 Prozent und Micro Caps das kleinste 1 Prozent der Marktkapitalisierung.

  • Large-Caps und Mid-Caps: Größte 85 Prozent der Marktkapitalisierung, in der Regel hoch liquide.
  • Small-Caps: Nächste 14 Prozent der Marktkapitalisierung, geringer liquide als Large-Caps, aber handelbar.
  • Micro Caps: Kleinstes 1 Prozent der Marktkapitalisierung, oft sehr geringe Börsenliquidität.
Größenklassen nach Marktkapitalisierung gemäß MSCI-Definition
Large-Caps und Mid-CapsSmall-CapsMicro Caps
Anteil an der MarktkapitalisierungKleinstes 1 Prozent
Beispiele aus dem MSCI ACWI IMI

03 · Hintergrund

Warum kann ein Small-Cap-ETF dein Weltportfolio sinnvoll ergänzen?

Ein klassischer MSCI World ETF bildet nur Large-Caps und Mid-Caps ab. Mit einem Small-Cap-ETF deckst du zusätzlich die kleineren Unternehmen ab und näherst dich der gesamten investierbaren Marktbreite an.

Ein Weltportfolio, das ausschließlich auf Indizes wie den MSCI World setzt, blendet rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung aus. Diese Lücke schließt ein Small-Cap-ETF auf den MSCI World Small-Cap-Index. Du erweiterst dein Portfolio damit um Unternehmen, die in klassischen Indizes nicht vorkommen.

Durch die Beimischung von Nebenwerten erhöhst du die Zahl der enthaltenen Unternehmen um mehrere tausend Titel. Das verbessert die Risikostreuung, weil dein Depot breiter aufgestellt ist und nicht nur von der Entwicklung großer Konzerne abhängt. Es gibt keine Überschneidungen mit einem klassischen MSCI World ETF, da dieser ausschließlich Large und Mid-Caps enthält.

Kleinere Unternehmen können in bestimmten Marktphasen eine höhere Dynamik aufweisen als etablierte Large-Caps. Gleichzeitig unterliegen ihre Aktien stärkeren Schwankungen. Für eine langfristige Anlagestrategie kann die Ergänzung um Small-Caps daher sinnvoll sein, wenn du die zusätzlichen Kursschwankungen aushältst.

Ein Small-Cap-ETF schließt die Lücke von rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung, die im MSCI World fehlt.

  • Du erhöhst die Zahl der enthaltenen Unternehmen um mehrere tausend Titel und verbesserst so die Risikostreuung.
  • Es gibt keine Überschneidungen mit klassischen Weltindizes, da diese nur Large-Caps und Mid-Caps abbilden.

Ein Weltportfolio, das ausschließlich auf Indizes wie den MSCI World setzt, blendet rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung aus. Diese Lücke schließt ein Small-Cap-ETF auf den MSCI World Small-Cap-Index.

Durch die Beimischung von Nebenwerten erhöhst du die Zahl der enthaltenen Unternehmen um mehrere tausend Titel. Das verbessert die Risikostreuung, weil dein Depot breiter aufgestellt ist und nicht nur von der Entwicklung großer Konzerne abhängt.

Kleinere Unternehmen können in bestimmten Marktphasen eine höhere Dynamik aufweisen als etablierte Large-Caps. Gleichzeitig unterliegen ihre Aktienkurse oft stärkeren Schwankungen, was du bei deiner Depotplanung berücksichtigen solltest.

04 · Was gilt

Welche Renditechancen und Risiken bringen Small-Cap-ETFs mit?

Die Beimischung von Small-Caps verändert das Rendite-Risiko-Profil deines Depots. Du erhältst Zugang zu potenziell wachstumsstärkeren Unternehmen, musst aber mit höheren Kursschwankungen rechnen.

Small-Caps bieten die Chance auf eine höhere Rendite, weil kleinere Unternehmen in bestimmten Phasen dynamischer wachsen können als etablierte Großkonzerne. Diese Renditechance wird in der Finanzmarktforschung auch als Faktorprämie für kleinere Unternehmen bezeichnet, der sogenannte Size-Faktor. In der Vergangenheit lag die Wertentwicklung von Small-Caps über längere Zeiträume häufig über der von Large-Caps.

Die Kehrseite sind stärkere Kursschwankungen. Small-Caps sind schwankungsanfälliger als Large-Caps, weil ihre Geschäftsmodelle oft schmaler aufgestellt sind. Ein großes Unternehmen kann Verluste in einem Geschäftsbereich durch andere Sparten ausgleichen, ein kleineres Unternehmen hat diese Möglichkeit seltener.

Ein weiteres Risiko ist die geringere Börsenliquidität einzelner Nebenwerte. Das kann in schwachen Marktphasen zu größeren Kursausschlägen führen. Diese Risiken lassen sich durch eine breite Streuung über einen ETF und eine langfristige Haltedauer abmildern.

Small-Caps bieten höhere Renditechancen, gehen aber mit stärkeren Kursschwankungen einher als Large-Caps.

  • Chancen: Höhere Renditechancen durch dynamischere Unternehmen, breitere Diversifikation, keine Überschneidungen mit klassischen Weltindizes.
  • Risiken: Stärkere Kursschwankungen, geringere Börsenliquidität einzelner Nebenwerte, unternehmensspezifische Risiken durch oft schmalere Geschäftsmodelle.

Chancen

·Höhere Renditechancen durch dynamischere Unternehmen
·Breitere Diversifikation durch mehrere tausend zusätzliche Titel
·Keine Überschneidungen mit klassischen Weltindizes wie dem MSCI World
·Nutzung der Faktorprämie für kleinere Unternehmen (Size-Faktor)

Risiken

·Stärkere Kursschwankungen im Vergleich zu Large-Caps
·Geringere Börsenliquidität einzelner Nebenwerte
·Unternehmensspezifische Risiken durch oft schmalere Geschäftsmodelle
·Mögliche Phasen, in denen Large-Caps besser abschneiden

05 · Schritt für Schritt

Wie funktioniert die Aufnahme und der Verbleib im MSCI World Small-Cap-Index?

Der Indexanbieter MSCI überprüft regelmäßig die Zusammensetzung seiner Indizes. Steigt ein Unternehmen stark im Wert, kann es aus dem Small-Cap-Index in den Index für Large und Mid-Caps aufsteigen.

Der Indexanbieter MSCI legt in seiner Index Methodology fest, welche Unternehmen nach Marktkapitalisierung in den Small-Cap-Index aufgenommen werden. Aus den Börsenkursen der enthaltenen Unternehmen wird fortlaufend der Indexstand berechnet. Steigt der Kurs eines Unternehmens, erhöht sich sein Gewicht im Index.

Zu festen Terminen, oft einmal jährlich, überprüft MSCI die Zusammensetzung des Index. Liegt ein Unternehmen zu diesem Prüftermin deutlich oberhalb der vorgesehenen Größen-Schwelle, verlässt es den Small-Cap-Index und wandert in den Index für Large und Mid-Caps. Du kannst diesen Ablauf grob mit einer Sportliga vergleichen, in der eine erfolgreiche Mannschaft am Saisonende in eine höhere Liga aufsteigt.

Für dich als Anlegerin bedeutet das: Der Index bleibt automatisch aktuell, ohne dass du eingreifen musst. Unternehmen, die stark gewachsen sind, werden durch neue, kleinere Unternehmen ersetzt. So bildet der Index dauerhaft die Gruppe der Nebenwerte ab.

MSCI überprüft die Indexzusammensetzung regelmäßig, oft einmal jährlich, und stuft zu groß gewordene Unternehmen in den Large- und Mid-Cap-Index um.

  • Der Indexanbieter definiert in seiner Index Methodology die Aufnahmekriterien nach Marktkapitalisierung.
  • Steigt der Kurs eines Unternehmens stark, erhöht sich sein Gewicht im Index, bis es bei der nächsten Überprüfung aufsteigt.
01

Aufnahmekriterien festlegen

Der Indexanbieter definiert in seiner Index Methodology, welche Unternehmen nach Marktkapitalisierung in den Small-Cap-Index aufgenommen werden.

02

Kurse und Marktwerte laufend berechnen

Aus den Börsenkursen der enthaltenen Unternehmen wird fortlaufend der Indexstand berechnet. Steigt der Kurs eines Unternehmens, erhöht sich sein Gewicht im Index.

03

Regelmäßige Indexüberprüfung

Zu festen Terminen, oft einmal jährlich, prüft MSCI die Zusammensetzung. Liegt ein Unternehmen deutlich oberhalb der Größen-Schwelle, verlässt es den Small-Cap-Index.

04

Aufstieg in den Large- und Mid-Cap-Index

Das zu groß gewordene Unternehmen wandert in den Index mit Mid-Caps und Large-Caps. Ein ETF auf den Small-Cap-Index bildet diesen Wechsel automatisch nach.

06 · Kosten

Welche Kosten und Steuern fallen bei einem Small-Cap-ETF an?

Die laufenden Kosten eines ETFs werden über die Gesamtkostenquote abgebildet. Für die Besteuerung deiner Erträge gelten die allgemeinen Regeln für Aktienfonds.

Bei marktbreiten Small-Cap-ETFs liegt diese Gesamtkostenquote häufig zwischen 0,3 und 0,5 Prozent pro Jahr. Diese Kosten werden direkt im Fondsvermögen verrechnet und mindern die Rendite.

Für die Besteuerung deiner Erträge gelten die allgemeinen Regeln für Aktienfonds. Bei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei, das ist die Teilfreistellung. Auf die verbleibenden 70 Prozent der Erträge zahlst du die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag.

Bevor Steuern fällig werden, zieht deine Bank den Sparer-Pauschbetrag ab. Er liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 Euro. Erst wenn deine Kapitalerträge diesen Freibetrag übersteigen, wird Abgeltungsteuer fällig.

Die Gesamtkostenquote marktbreiter Small-Cap-ETFs liegt häufig zwischen 0,3 und 0,5 Prozent pro Jahr.

  • Die Teilfreistellung für Aktienfonds beträgt 30 Prozent, auf die verbleibenden Erträge fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an.
  • Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr (2000 Euro bei Zusammenveranlagung) wird vor der Besteuerung abgezogen.

Typische Kostenbestandteile eines Small-Cap-ETFs

Gesamtkostenquote (TER) eines Small-Cap-ETFs0,14 bis 0,74 Prozent pro Jahr
Teilfreistellung für Aktienfonds bei der Abgeltungsteuer30 Prozent
Abgeltungsteuer auf verbleibende Erträge25 Prozent

07 · Checkliste

Welche Kriterien sollte ein guter Small-Cap-ETF erfüllen?

Nicht jeder ETF auf Nebenwerte ist automatisch eine gute Wahl. Achte auf Handelsplatz, Fondsgröße und die Historie des Produkts, bevor du investierst.

Diese Kriterien helfen dir, einen langfristig tragfähigen ETF zu finden.

Ein guter Small-Cap-ETF bildet einen breiten Index wie den MSCI World Small-Cap physisch nach. Die Fondsanteile sollten an der Börse Xetra handelbar sein, weil die höhere Liquidität dort für fairere Kurse sorgt. Das Fondsvolumen sollte mindestens 100 Millionen Euro betragen, um das Risiko einer Fondsschließung zu reduzieren.

Der Fonds sollte seit mindestens fünf Jahren existieren, damit eine aussagekräftige Historie vorliegt. Die Website des Anbieters sollte auf Deutsch verfügbar sein. Und der ETF sollte keine Währungssicherung betreiben, da diese langfristig Kosten verursacht und die Rendite schmälern kann.

Das Fondsvolumen sollte mindestens 100 Millionen Euro betragen, um das Risiko einer Fondsschließung zu reduzieren.

  • Der ETF bildet einen breiten Index wie den MSCI World Small-Cap physisch nach.
  • Die Fondsanteile sind an der Börse Xetra handelbar, was für fairere Kurse sorgt.
  • Der Fonds existiert seit mindestens fünf Jahren, damit eine aussagekräftige Historie vorliegt.
  • Der ETF betreibt keine Währungssicherung, da diese langfristig Kosten verursacht und die Rendite schmälern kann.

Checkliste für die Auswahl eines Small-Cap-ETFs

01

Der ETF bildet einen breiten Index wie den MSCI World Small-Cap physisch nach.

02

Die Fondsanteile sind an der Börse Xetra handelbar, was für fairere Kurse sorgt.

03

Das Fondsvolumen beträgt mindestens 100 Millionen Euro, um das Risiko einer Fondsschließung zu reduzieren.

04

Der Fonds existiert seit mindestens fünf Jahren, damit eine aussagekräftige Historie vorliegt.

05

Die Website des Anbieters ist auf Deutsch verfügbar.

06

Der ETF betreibt keine Währungssicherung, da diese langfristig Kosten verursacht und die Rendite schmälern kann.

08 · Fehler vermeiden

Welche Fehler solltest du bei der Beimischung von Small-Caps vermeiden?

Die Beimischung von Nebenwerten kann dein Depot verbessern, wenn du typische Fehler vermeidest. Eine zu hohe Gewichtung oder ein zu kurzer Anlagehorizont können dein Risiko unnötig erhöhen.

Small-Caps sind keine kurzfristige Wette, sondern eine langfristige Ergänzung.

Ein häufiger Fehler ist, Small-Caps zu hoch zu gewichten und die breite Basis aus Large-Caps und Mid-Caps zu vernachlässigen. Ein Depot nur mit Small-Caps ist riskanter als ein Depot mit dem ganzen Spektrum von klein zu sehr groß. Halte dich an eine moderate Beimischung, die die Marktkapitalisierung abbildet.

Ein weiterer Fehler ist, einen zu kleinen oder illiquiden ETF zu wählen. Solche Fonds laufen Gefahr, zusammengelegt oder geschlossen zu werden. Achte daher auf ein Fondsvolumen von mindestens 100 Millionen Euro und eine Handelsmöglichkeit an der Börse Xetra.

Ein Depot nur mit Small-Caps ist riskanter als ein Depot mit dem ganzen Spektrum von klein zu sehr groß.

  • Du gewichtest Small-Caps zu hoch und vernachlässigst die breite Basis aus Large-Caps und Mid-Caps.
  • Du betrachtest Small-Caps als kurzfristige Wette und gibst ihnen nicht genug Zeit, ihre Renditechancen zu entfalten.
  • Du ignorierst die höheren Schwankungen und verkaufst in einer schwachen Marktphase mit Verlust.
  • Du überschneidest dein Portfolio, indem du zusätzlich einen MSCI ACWI IMI ETF besparst, der Small-Caps bereits enthält.

Häufige Fehler beim Einsatz von Small-Cap-ETFs

·Du gewichtest Small-Caps zu hoch und vernachlässigst die breite Basis aus Large-Caps und Mid-Caps.
·Du betrachtest Small-Caps als kurzfristige Wette und gibst ihnen nicht genug Zeit, ihre Renditechancen zu entfalten.
·Du wählst einen zu kleinen oder illiquiden ETF, der langfristig geschlossen oder zusammengelegt werden könnte.
·Du ignorierst die höheren Schwankungen und verkaufst in einer schwachen Marktphase mit Verlust.
·Du überschneidest dein Portfolio, indem du zusätzlich einen MSCI ACWI IMI ETF besparst, der Small-Caps bereits enthält.

09 · Hintergrund

Wie hoch sollte dein Small-Cap-Anteil im Weltportfolio sein?

Für die Gewichtung von Small-Caps gibt es keine gesetzliche Vorgabe, aber eine sinnvolle Orientierung. Sie sollte die Marktkapitalisierung abbilden, ohne das Depot zu stark auf Nebenwerte auszurichten.

Ein Anteil von 15 bis 20 Prozent am Aktienteil deines Depots gilt als sinnvolle Orientierung für die Beimischung von Small-Caps.

Wenn du einen klassischen MSCI World ETF besparst, kannst du diesen mit einem Small-Cap-ETF im Verhältnis von etwa 4:1 kombinieren. Das entspricht einem Small-Cap-Anteil von rund 20 Prozent. Damit bildest du die weltweite Marktkapitalisierung breiter ab, ohne ein Klumpenrisiko einzugehen.

Alternativ kannst du zu einer fertigen Komplettlösung greifen: Ein ETF auf den MSCI ACWI IMI enthält neben Large-Caps und Mid-Caps bereits die Small-Caps. Du benötigst dann keinen separaten Small-Cap-ETF und musst dich nicht um die Gewichtung kümmern.

Ein Anteil von 15 bis 20 Prozent am Aktienteil deines Depots gilt als sinnvolle Orientierung für die Beimischung von Small-Caps.

  • Ein klassischer MSCI World ETF lässt sich mit einem Small-Cap-ETF im Verhältnis von etwa 4:1 kombinieren.
  • Ein ETF auf den MSCI ACWI IMI enthält Large-Caps, Mid-Caps und Small-Caps in einem einzigen Produkt.

Ein Anteil von 15 bis 20 Prozent am Aktienteil deines Depots gilt als sinnvolle Orientierung für die Beimischung von Small-Caps. Damit bildest du die weltweite Marktkapitalisierung breiter ab, ohne ein Klumpenrisiko einzugehen.

Alternativ kannst du zu einer fertigen Komplettlösung greifen: Ein ETF auf den MSCI ACWI IMI enthält neben Large-Caps und Mid-Caps bereits die Small-Caps. Du benötigst dann keinen separaten Small-Cap-ETF.

10 · Vergleich

Welche Alternativen gibt es zum separaten Small-Cap-ETF?

Du musst nicht zwingend einen eigenen Small-Cap-ETF kaufen, um Nebenwerte abzudecken. Es gibt Indexvarianten, die alle Größenklassen in einem einzigen Produkt bündeln.

Der Zusatz IMI steht für Investable Markets und bedeutet, dass der Index alle investierbaren Unternehmen einer Region umfasst.

Ein ETF auf den MSCI ACWI IMI enthält neben Large-Caps und Mid-Caps bereits die Small-Caps. Du benötigst dann nur einen ETF statt zwei. Der Aufwand beim Rebalancing ist geringer, weil du nur eine Position verwaltest. Allerdings hast du weniger Flexibilität bei der Gewichtung, da die Anteile der Marktkapitalisierung folgen.

Ein separater Small-Cap-ETF bietet dir dagegen die volle Kontrolle über den Anteil der Nebenwerte in deinem Depot. Du kannst die Beimischung selbst festlegen und bei Bedarf anpassen. Dafür verwaltest du zwei Positionen und musst das Verhältnis zwischen MSCI World und Small-Cap selbst im Blick behalten.

Der Zusatz IMI steht für Investable Markets und bedeutet, dass der Index alle investierbaren Unternehmen einer Region umfasst.

  • Separater Small-Cap-ETF: Nur Small-Caps, hohe Flexibilität bei der Gewichtung, etwas höherer Aufwand beim Rebalancing.
  • ETF auf MSCI ACWI IMI: Large-Caps, Mid-Caps und Small-Caps in einem ETF, geringe Flexibilität, geringer Aufwand.
Separater Small-Cap-ETF im Vergleich zur Komplettlösung
Separater Small-Cap-ETFETF auf MSCI ACWI IMI
Abgedeckte GrößenklassenNur Small-CapsLarge-Caps, Mid-Caps und Small-Caps
Anzahl der benötigten ETFsZwei ETFs (MSCI World plus Small-Cap)Ein ETF
Flexibilität bei der GewichtungHoch, du bestimmst den Anteil selbstGering, die Gewichtung folgt der Marktkapitalisierung
Aufwand beim RebalancingEtwas höher, da zwei Positionen verwaltet werdenGering, da nur eine Position existiert

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026