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MagazineFinanzenInvestieren REIT Teilfreistellung
FinanzbildungInvestieren8 Min.

REIT Teilfreistellung: Dein Schlüssel zu mehr Netto-Rendite

Wenn du in REITs investierst, zahlst du auf Ausschüttungen und Kursgewinne Steuern. Die Teilfreistellung sorgt dafür, dass ein Teil dieser Erträge steuerfrei bleibt. Wir erklären dir, wie das funktioniert und was es für dein Portfolio bedeutet.

Steuern sparenREITsImmobilienfonds
Was ist das?
Steuerbonus
Ein Teil der Erträge bleibt steuerfrei.
Wie viel?
20 Prozent
Bei REITs wird ein Fünftel der Erträge nicht besteuert.
Brauche ich das?
Ja, unbedingt
Es erhöht deine Rendite nach Steuern spürbar.

Warum dieses Thema auch dich betrifft

Stell dir vor, du bekommst eine Ausschüttung von deiner Immobilien-AG. Du freust dich über das Geld, doch dann kommt das Finanzamt und willst einen Teil davon. Das ist normal, aber es gibt eine Besonderheit: die Teilfreistellung. Sie sorgt dafür, dass ein Teil dieser Ausschüttung gar nicht erst versteuert werden muss. Das klingt nach einem Detail, ist aber für deine Rendite entscheidend.

Viele Anlegerinnen und Anleger lassen dieses Steuerprivileg ungenutzt, weil sie es nicht kennen. Dabei geht es um echte Prozente, die du am Ende des Jahres mehr auf dem Konto hast. Wenn du in REITs investierst oder es planst, dann ist dieses Wissen Gold wert. Es ist kein kompliziertes Steuerrecht, sondern eine simple Regel, die du verstehen kannst.

Die Teilfreistellung ist keine Steuerhinterziehung, sondern ein vom Gesetzgeber gewollter Anreiz. Der Staat möchte, dass du in Immobilien investierst, und belohnt dich dafür. Das ist eine Win-win-Situation: Du profitierst von der Wertentwicklung der Immobilien und sparst gleichzeitig Steuern. Klingt gut, oder?

In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, was die REIT Teilfreistellung ist, wie du sie konkret nutzt und welche Fehler du vermeiden solltest. Am Ende weißt du genau, wie du deine Steuerlast senken kannst. Los geht's.

20 %
der Erträge bleiben bei REITs steuerfrei
Seit 2018
gilt die Teilfreistellung für REITs in Deutschland
~30 %
deines Portfolios kannst du in Immobilien investieren

REITs einfach erklärt: Die Basis für dein Verständnis

Bevor wir in die Teilfreistellung eintauchen, müssen wir klären, was ein REIT überhaupt ist. REIT steht für Real Estate Investment Trust. Das ist eine spezielle Form einer Aktiengesellschaft, die in Immobilien investiert. Diese Firmen kaufen Bürogebäude, Einkaufszentren, Wohnanlagen oder Logistikimmobilien und vermieten sie. Die Mieteinnahmen werden dann an die Aktionäre ausgeschüttet.

Das Besondere an einem REIT ist die Verpflichtung, den Großteil der Gewinne auszuschütten. Dadurch bekommst du als Anleger regelmäßige Zahlungen auf dein Konto. Das ist vergleichbar mit einer Dividende, nur dass die Basis hier eben Immobilien sind. REITs sind also eine einfache Möglichkeit, in große Immobilienprojekte zu investieren, ohne selbst eine Wohnung kaufen zu müssen.

In Deutschland gibt es eine eigene Form, den sogenannten G-REIT. Dieser ist an der Börse notiert und unterliegt speziellen Regeln. Wichtig ist: REITs sind Aktien, auch wenn sie sich wie Immobilienfonds verhalten. Das bedeutet, du kannst sie wie jede andere Aktie kaufen und verkaufen. Die Kurse schwanken, aber die Ausschüttungen sind oft stabil.

Für dich als Anleger ist das interessant, weil du von zwei Seiten profitieren kannst: von der Wertsteigerung der Aktie und von den laufenden Ausschüttungen. Und genau auf diese Ausschüttungen und Kursgewinne bezieht sich die Teilfreistellung. Jetzt wird es spannend.

Die REIT Teilfreistellung: Definition und Funktionsweise

Die Teilfreistellung ist eine steuerliche Regelung, die besagt, dass ein bestimmter Prozentsatz der Erträge aus bestimmten Fonds und Aktien steuerfrei bleibt. Bei REITs liegt dieser Satz bei 20 Prozent. Das bedeutet: Wenn du eine Ausschüttung von 1.000 Euro erhältst, sind 200 Euro steuerfrei. Nur die restlichen 800 Euro müssen versteuert werden.

Das Gleiche gilt für Kursgewinne. Wenn du deine REIT-Aktien mit Gewinn verkaufst, bleibt ein Fünftel dieses Gewinns steuerfrei. Das ist ein erheblicher Vorteil gegenüber anderen Aktien, bei denen der gesamte Gewinn versteuert werden muss. Der Staat will mit dieser Regelung Investitionen in Immobilien fördern und den Anlegern einen Anreiz bieten.

Die Teilfreistellung wird automatisch von deiner Bank oder deinem Broker berücksichtigt. Du musst also nichts aktiv tun, um sie zu erhalten. Die Bank berechnet die Steuer auf den reduzierten Betrag und führt sie an das Finanzamt ab. Das ist ein großer Komfort, denn du musst dich nicht um die Details kümmern.

Wichtig ist zu verstehen, dass die Teilfreistellung keine Steuerbefreiung ist, sondern eine Steuerermäßigung. Du zahlst also immer noch Steuern, aber eben auf einen geringeren Betrag. Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Es ist ein Rabatt auf deine Steuerlast, kein Freibrief.

Warum gibt es die Teilfreistellung? Der Sinn dahinter

Du fragst dich vielleicht, warum der Staat dir diese Steuerersparnis schenkt. Der Grund ist die Förderung von Immobilieninvestitionen. Immobilien gelten als wichtige Anlageklasse für die Altersvorsorge und die Wirtschaft. Der Gesetzgeber möchte, dass auch Privatanleger von dieser Anlageklasse profitieren können, ohne direkt eine Immobilie kaufen zu müssen.

Ein weiterer Grund ist die Vermeidung von Doppelbesteuerung. REITs selbst sind auf Unternehmensebene weitgehend von der Steuer befreit, wenn sie ihre Gewinne ausschütten. Die Teilfreistellung auf Anlegerebene gleicht dieses System aus. So wird sichergestellt, dass die Erträge nicht doppelt besteuert werden, was die Attraktivität erhöht.

Die Regelung ist also keine Willkür, sondern ein durchdachtes Konzept. Sie soll den Kapitalmarkt stärken und Anlegern eine faire Chance auf Rendite bieten. Das ist gerade in Zeiten von Niedrigzinsen und Inflation wichtig, denn Immobilien gelten als Inflationsschutz. Die Teilfreistellung macht diesen Schutz noch attraktiver.

Für dich bedeutet das: Du profitierst von einer staatlichen Förderung, die deine Netto-Rendite erhöht. Das ist ein Vorteil, den du nicht ignorieren solltest. Wenn du in REITs investierst, arbeitet das Steuersystem für dich, nicht gegen dich.

Kosten und Gebühren: Was du bei REITs beachten solltest

Die Teilfreistellung ist ein großer Vorteil, aber sie ist nicht das einzige Kriterium bei der Anlageentscheidung. Du solltest auch die Kosten im Blick behalten. REITs haben, wie alle Aktien, Gebühren, die deine Rendite schmälern können. Dazu gehören der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, sowie eventuelle Ordergebühren deiner Bank.

Ein weiterer Kostenpunkt ist die laufende Verwaltung. Manche REITs werden aktiv gemanagt, was höhere Gebühren bedeutet. Andere sind passiv und bilden einen Index nach. Die Kostenquote, die sogenannte Total Expense Ratio (TER), zeigt dir, wie viel Prozent deines Investments jährlich für Verwaltung abgezogen werden. Ein niedriger Wert ist besser.

Achte auch auf die Ausschüttungsquote. Ein REIT muss einen Großteil seiner Gewinne ausschütten, aber die Höhe kann variieren. Eine hohe Ausschüttung ist verlockend, aber sie sollte nachhaltig sein. Wenn ein REIT mehr ausschüttet, als er verdient, ist das ein Warnsignal. Prüfe die Substanz des Unternehmens.

Die Teilfreistellung hilft dir, Steuern zu sparen, aber sie kann keine hohen Kosten ausgleichen. Deshalb ist es wichtig, dass du die Gesamtkosten im Blick behältst. Ein günstiger REIT mit Teilfreistellung ist die beste Kombination für deine Rendite. Vergleiche die Angebote und wähle weise.

Worauf du bei der Auswahl von REITs achten solltest

Nicht alle REITs sind gleich. Es gibt Unterschiede bei der Art der Immobilien, der geografischen Ausrichtung und der Qualität des Managements. Du solltest dir genau ansehen, in was du investierst. Ein REIT, der in Bürogebäude in Großstädten investiert, hat andere Risiken als einer, der in Logistikzentren auf dem Land setzt.

Ein wichtiger Faktor ist die Diversifikation. Ein guter REIT hat ein breites Portfolio an Immobilien, um das Risiko zu streuen. Wenn ein einzelnes Gebäude leer steht, ist das ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend. Achte darauf, dass der REIT nicht zu stark von einem einzelnen Mieter oder einer Region abhängig ist.

Die Verschuldung ist ein weiteres Kriterium. REITs nehmen oft Kredite auf, um Immobilien zu kaufen. Das ist normal, aber eine zu hohe Verschuldung kann gefährlich werden, wenn die Zinsen steigen. Prüfe die Bilanz des Unternehmens und achte auf eine solide Finanzierung. Ein hoher Schuldenstand ist ein Warnsignal.

Die Teilfreistellung gilt für alle REITs, aber die Qualität variiert. Du solltest also nicht nur auf den Steuervorteil schauen, sondern auf die Substanz des Unternehmens. Ein guter REIT mit stabilen Ausschüttungen und einer soliden Bilanz ist die beste Wahl. Nimm dir Zeit für die Analyse, es lohnt sich.

Typische Fehler, die du bei der Teilfreistellung vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass die Teilfreistellung automatisch für alle Immobilienfonds gilt. Das ist nicht der Fall. Nur REITs und bestimmte andere Fonds haben dieses Privileg. Klassische Immobilienfonds, die nicht als REIT strukturiert sind, fallen nicht darunter. Prüfe also genau, um welches Produkt es sich handelt.

Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung des Sparerpauschbetrags. Dieser Freibetrag von 1.000 Euro pro Person gilt für alle Kapitalerträge. Die Teilfreistellung reduziert deine Erträge, aber der Pauschbetrag wird trotzdem auf den vollen Betrag angerechnet. Das ist ein Vorteil, den du nutzen solltest, indem du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einrichtest.

Manche Anleger denken, dass die Teilfreistellung eine komplette Steuerbefreiung bedeutet. Das ist falsch. Nur 20 Prozent der Erträge sind steuerfrei, der Rest wird besteuert. Wenn du das nicht weißt, kannst du deine Steuerlast falsch einschätzen. Kalkuliere immer mit dem vollen Steuersatz auf 80 Prozent der Erträge.

Ein letzter Fehler ist die Panik vor Steuererklärungen. Die Teilfreistellung wird automatisch von der Bank berücksichtigt, aber in deiner Steuererklärung musst du sie trotzdem angeben. Das ist nicht kompliziert, aber es ist wichtig, dass du die Anlage KAP korrekt ausfüllst. Wenn du unsicher bist, frage einen Steuerberater.

Dein Fahrplan: So setzt du die Teilfreistellung um

Der erste Schritt ist die Prüfung deines Depots. Schaue nach, ob du REITs hältst oder ob du sie kaufen möchtest. Wenn du noch keine hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um dich zu informieren. Es gibt viele REITs auf dem Markt, sowohl aus Deutschland als auch aus dem Ausland. Wähle einen, der zu deiner Strategie passt.

Der zweite Schritt ist die Einrichtung eines Freistellungsauftrags bei deiner Bank. Damit stellst du sicher, dass dein Sparerpauschbetrag genutzt wird. Das ist ein einfaches Formular, das du online oder in der Filiale ausfüllen kannst. Es dauert nur wenige Minuten und spart dir bares Geld.

Der dritte Schritt ist die regelmäßige Überprüfung deiner Erträge. Schaue dir deine Ausschüttungen und Kursgewinne an und prüfe, ob die Teilfreistellung korrekt angewendet wurde. Das kannst du in deiner Steuerbescheinigung sehen. Wenn etwas nicht stimmt, kontaktiere deine Bank.

Der vierte Schritt ist die langfristige Planung. Die Teilfreistellung ist ein dauerhafter Vorteil, aber deine Anlagestrategie sollte sich nicht nur darauf stützen. Kombiniere REITs mit anderen Anlageklassen, um ein ausgewogenes Portfolio zu haben. So kannst du langfristig von den Steuervorteilen profitieren und gleichzeitig dein Risiko streuen.

Fazit: Dein Vorteil durch die REIT Teilfreistellung

Die REIT Teilfreistellung ist ein mächtiges Werkzeug für deine Geldanlage. Sie reduziert deine Steuerlast auf Ausschüttungen und Kursgewinne um 20 Prozent. Das ist ein echter Mehrwert, der deine Netto-Rendite erhöht. Du musst kein Steuerexperte sein, um davon zu profitieren, denn die Bank erledigt die Arbeit für dich.

Der Schlüssel ist, die Regelung zu kennen und zu nutzen. Viele Anleger lassen dieses Privileg ungenutzt, weil sie es nicht verstehen. Du bist jetzt informiert und kannst den Vorteil für dich nutzen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung für deine finanzielle Zukunft.

Denke daran, dass die Teilfreistellung nur ein Teil der Anlagestrategie ist. Achte auf die Qualität der REITs, die Kosten und die Diversifikation. Mit der richtigen Mischung kannst du langfristig von Immobilieninvestitionen profitieren und gleichzeitig Steuern sparen.

Jetzt bist du dran: Überprüfe dein Depot, richte deinen Freistellungsauftrag ein und starte in eine steueroptimierte Zukunft. Dein Geld wird es dir danken.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hältst du REITs in deinem Depot?
Hast du schon mal eine Steuerbescheinigung geprüft?
Kennst du deinen persönlichen Steuersatz?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Die Teilfreistellung bei REITs beträgt 20 Prozent. Das bedeutet, dass 20 Prozent deiner Erträge aus Ausschüttungen und Kursgewinnen steuerfrei bleiben. Die restlichen 80 Prozent werden normal besteuert.

Ja, die Teilfreistellung wird automatisch von deiner Bank oder deinem Broker angewendet. Du musst nichts aktiv tun, um sie zu erhalten. Die Bank berechnet die Steuer auf den reduzierten Betrag.

Ja, das ist möglich. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person wird auf deine gesamten Kapitalerträge angerechnet. Die Teilfreistellung reduziert deine Erträge, aber der Pauschbetrag bleibt davon unberührt.

Ja, die Teilfreistellung gilt auch für ausländische REITs, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Das betrifft insbesondere REITs aus der EU und dem EWR. Prüfe im Zweifel die Produktinformationen.

Auch bei Kursgewinnen aus dem Verkauf von REITs greift die Teilfreistellung. 20 Prozent des Gewinns bleiben steuerfrei. Die restlichen 80 Prozent werden mit der Abgeltungssteuer besteuert.

Ja, die Teilfreistellung muss in der Anlage KAP deiner Steuererklärung angegeben werden. Deine Bank stellt dir eine Steuerbescheinigung aus, die du dafür benötigst. Das ist unkompliziert, aber wichtig.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.