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REIT für Studenten: Dein Einstieg in die Welt der Immobilien-Investments

Du denkst, Immobilieninvestments sind nur etwas für Reiche? Falsch. Mit REITs kannst auch du schon als Student mit wenig Geld in große Gewerbeimmobilien investieren und von regelmäßigen Ausschüttungen profitieren. Wir zeigen dir, wie es funktioniert.

REITsStudentenImmobilien
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Aber es ist eine einfache Möglichkeit, breit gestreut in Immobilien zu investieren.
Ist das riskant?
Wie jede Aktie.
Der Kurs kann schwanken, aber die langfristige Rendite ist oft solide.
Wie viel Geld?
Schon wenig reicht.
Du kannst bereits mit einem kleinen Betrag einsteigen und nachkaufen.

Warum dieses Thema dich als Student betrifft

Als Student denkst du vielleicht, dass Investieren und Vermögensaufbau noch Jahre entfernt sind. Doch genau jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die Weichen für deine finanzielle Zukunft zu stellen. Du hast den längsten Anlagehorizont deines Lebens vor dir, und genau davon profitierst du beim Investieren am meisten. Selbst kleine Beträge, die du regelmäßig zur Seite legst, können über die Jahre durch den Zinseszinseffekt beachtlich wachsen.

Immobilien gelten seit jeher als eine der stabilsten Anlageklassen überhaupt. Der Gedanke, in Beton und Grundstücke zu investieren, wirkt auf viele jedoch abschreckend, weil die Einstiegshürden scheinbar unüberwindbar sind. Eine Eigentumswohnung oder ein Haus sind für dich als Student in der Regel unbezahlbar. Hier kommen REITs ins Spiel, denn sie senken diese Hürde auf ein Minimum und machen Immobilieninvestments für jeden zugänglich.

Ein REIT, das ist die Abkürzung für Real Estate Investment Trust, ist im Grunde ein börsennotiertes Unternehmen, das in Immobilien investiert. Stell dir vor, du kaufst nicht eine ganze Wohnung, sondern einen winzigen Bruchteil von tausenden Wohnungen, Bürogebäuden und Einkaufszentren. Genau das ermöglicht dir ein REIT. Du kaufst Aktien dieses Unternehmens und wirst damit Miteigentümer an einem riesigen Immobilienportfolio.

Für dich als Student bedeutet das: Du kannst mit dem Geld, das du vielleicht durch einen Nebenjob oder von deinen Eltern bekommst, bereits in den Immobilienmarkt einsteigen. Du musst nicht auf den großen Geldregen warten, sondern kannst sofort mit dem Vermögensaufbau beginnen. Das ist ein entscheidender Vorteil, denn Zeit ist der wichtigste Faktor beim Investieren, und die hast du als Student auf deiner Seite.

Dieser Artikel ist dein Leitfaden. Wir erklären dir von Grund auf, was REITs sind, wie sie funktionieren, welche Kosten auf dich zukommen und wie du typische Fehler vermeidest. Am Ende weißt du genau, wie du deinen ersten Schritt in diese spannende Anlageklasse machst und welche Fallstricke du umgehen solltest. Bereit? Dann lass uns loslegen.

90%
des Gewinns müssen REITs ausschütten.
~200
REITs gibt es in den USA, in Europa sind es weniger.
24/7
handelbar sind REITs an der Börse, wie normale Aktien.

Die Grundlagen: Was ist ein REIT eigentlich genau?

Die Abkürzung REIT steht für Real Estate Investment Trust, auf Deutsch etwa Immobilien-Aktiengesellschaft. Das Besondere an einem REIT ist seine gesetzlich verankerte Aufgabe: Er muss fast seinen gesamten Gewinn, konkret mindestens 90 Prozent, an seine Aktionäre ausschütten. Dadurch sind die Dividendenrenditen von REITs in der Regel deutlich höher als bei klassischen Aktienunternehmen, die ihre Gewinne oft reinvestieren.

Um diesen Status zu erhalten, müssen REITs strenge Regeln erfüllen. Sie müssen ihr Vermögen überwiegend in Immobilien anlegen und dürfen nur einen kleinen Teil ihres Geldes in andere Anlagen stecken. Zudem müssen sie ihr Geschäftsmodell auf die Vermietung und den Verkauf von Immobilien konzentrieren. Diese Regeln stellen sicher, dass ein REIT tatsächlich das tut, was sein Name verspricht: in Immobilien investieren.

Es gibt verschiedene Arten von REITs. Die einen besitzen und verwalten Immobilien, um Mieteinnahmen zu erzielen, das sind die sogenannten Equity-REITs. Andere wiederum vergeben Hypothekendarlehen für Immobilien, das sind die Mortgage-REITs. Für dich als Einsteiger sind vor allem die Equity-REITs interessant, da sie ein stabileres und leichter verständliches Geschäftsmodell haben.

Die meisten REITs sind an der Börse notiert, genau wie Aktien von Unternehmen wie Apple oder Siemens. Das bedeutet, du kannst sie jederzeit während der Handelszeiten kaufen und verkaufen. Du bist also nicht an dein Investment gebunden, sondern kannst flexibel reagieren. Diese Liquidität ist ein großer Vorteil gegenüber dem direkten Kauf einer Immobilie, die du nicht mal eben an einem Nachmittag verkaufen kannst.

Zusammengefasst ist ein REIT also eine Art Fonds, der aber wie eine Aktie gehandelt wird. Er bietet dir die Diversifikation eines Fonds mit der Einfachheit einer Aktie. Du profitierst von professionell verwalteten Immobilienportfolios, ohne dich selbst um Mieter, Reparaturen oder die Verwaltung kümmern zu müssen. Das macht REITs zu einem idealen Werkzeug für deinen Einstieg in die Welt der Immobilien.

So funktioniert ein REIT: Der Kreislauf aus Miete und Dividende

Um zu verstehen, wie ein REIT funktioniert, musst du dir den Geldfluss vorstellen. Ein REIT besitzt eine Vielzahl von Immobilien, zum Beispiel Bürogebäude, Logistikzentren, Einkaufsmeilen oder auch Wohnanlagen. Von den Mietern dieser Immobilien kassiert der REIT regelmäßig Miete. Diese Mieteinnahmen sind die Haupteinnahmequelle des Unternehmens.

Von diesen Mieteinnahmen zieht der REIT seine Betriebskosten ab, zum Beispiel für die Verwaltung der Immobilien, Instandhaltung oder Versicherungen. Was am Ende des Geschäftsjahres als Gewinn übrig bleibt, muss der REIT zu einem großen Teil an seine Aktionäre ausschütten. Diese Ausschüttung ist die Dividende, die du als Aktionär erhältst. Sie wird in der Regel quartalsweise oder halbjährlich auf dein Konto überwiesen.

Der Wert deiner REIT-Aktie selbst wird durch den Wert der zugrunde liegenden Immobilien und die Erwartungen der Anleger an die zukünftigen Mieteinnahmen bestimmt. Wenn die Immobilien an Wert gewinnen oder die Mieten steigen, steigt in der Regel auch der Aktienkurs. Wenn die Wirtschaft schwächelt und Leerstände zunehmen, kann der Kurs auch fallen. Du hast also zwei Renditequellen: die laufende Dividende und die potenzielle Kurssteigerung.

Ein Beispiel: Stell dir vor, ein REIT besitzt ein großes Logistikzentrum, das an ein bekanntes Versandunternehmen vermietet ist. Das Unternehmen zahlt pünktlich seine Miete, der REIT macht Gewinn und schüttet diesen an dich aus. Gleichzeitig steigt der Wert von Logistikimmobilien, weil der Online-Handel boomt. Dadurch steigt auch der Kurs der REIT-Aktie. Du profitierst also doppelt von der positiven Entwicklung.

Dieses Modell macht REITs zu einer verhältnismäßig transparenten Anlageform. Du kannst nachvollziehen, welche Immobilien der REIT besitzt und wie sich der Immobilienmarkt entwickelt. Es gibt keine komplexen Produktionsprozesse oder unverständlichen Geschäftsmodelle. Ein REIT ist im Kern ein Vermieter, nur dass du als Aktionär an den Mieteinnahmen beteiligt bist. Das ist ein einfaches und eingängiges Prinzip.

Kosten und Steuern: Was bleibt dir wirklich vom Ertrag?

Bevor du investierst, solltest du die Kosten kennen, die auf dich zukommen. Der offensichtlichste Kostenpunkt ist der Kaufpreis für die REIT-Aktie selbst. Dazu kommen Transaktionskosten, die du bei jeder Order an deiner Bank oder deinem Broker zahlst. Diese Gebühren sind in den letzten Jahren dank moderner Neobroker stark gesunken, oft kannst du für wenige Euro oder sogar kostenlos handeln.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Besteuerung deiner Erträge. Die Dividenden, die du von einem REIT erhältst, musst du in Deutschland mit deinem persönlichen Steuersatz versteuern. Allerdings greift hier die Abgeltungsteuer von rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Deine Bank führt diese Steuer automatisch an das Finanzamt ab, du musst dich also nicht selbst darum kümmern.

Wichtig zu wissen: Es gibt einen Unterschied zwischen deutschen und ausländischen REITs. Deutsche REITs, die unter dem Kürzel G-REITs laufen, haben eine Besonderheit. Ein Teil der Dividende kann als sogenannte Kapitalrückzahlung eingestuft werden, die für dich steuerfrei ist. Bei ausländischen REITs, insbesondere aus den USA, wird die Quellensteuer einbehalten, die du dir unter Umständen über deine Steuererklärung zurückholen kannst.

Zusätzlich zu den Dividenden musst du auch mögliche Kursgewinne versteuern. Wenn du deine REIT-Aktien mit Gewinn verkaufst, fällt auf diesen Gewinn ebenfalls die Abgeltungsteuer an. Auch hier übernimmt deine Bank den Einbehalt für dich. Es gibt jedoch einen Freibetrag, den Sparerpauschbetrag, der dir zusteht. Bis zu dieser Grenze bleiben deine Kapitalerträge steuerfrei, du solltest also einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einrichten.

Die laufenden Kosten des REITs selbst, wie die Verwaltungsgebühren, sind bereits in der Aktienkursentwicklung und der Dividendenhöhe berücksichtigt. Du musst sie also nicht separat bezahlen. Dennoch solltest du darauf achten, dass die Kostenquote des REITs nicht zu hoch ist, da sie die Rendite schmälert. Ein Blick in den Jahresbericht des Unternehmens gibt dir darüber Aufschluss, auch wenn dies für den Einstieg nicht das wichtigste Kriterium ist.

Worauf du bei der Auswahl eines REITs achten solltest

Nicht alle REITs sind gleich. Es gibt große Unterschiede in der Qualität des Immobilienportfolios, der finanziellen Stabilität und der Management-Strategie. Bevor du dich für einen REIT entscheidest, solltest du dir daher einige grundlegende Fragen stellen. Eine der wichtigsten ist: In welche Art von Immobilien investiert der REIT? Büroimmobilien, Einzelhandel, Logistik oder Wohnen haben unterschiedliche Zukunftsaussichten.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die geografische Ausrichtung. Investiert der REIT nur in Deutschland, in ganz Europa oder sogar weltweit? Jede Region hat ihre eigenen wirtschaftlichen und rechtlichen Besonderheiten. Für den Anfang kann es sinnvoll sein, in REITs zu investieren, die in wirtschaftlich stabilen Ländern mit transparenten Rechtssystemen tätig sind. So reduzierst du das Risiko von bösen Überraschungen.

Achte außerdem auf die Verschuldung des Unternehmens. Ein REIT, der sich stark verschuldet hat, um Immobilien zu kaufen, ist anfälliger für Zinssteigerungen und wirtschaftliche Krisen. Eine moderate Verschuldung ist normal und sogar förderlich, aber eine zu hohe Schuldenlast kann das Unternehmen in Schwierigkeiten bringen. Du kannst die Verschuldung anhand der Bilanzkennzahlen im Geschäftsbericht oder auf Finanzportalen überprüfen.

Die Erfahrung und die Strategie des Managements sind ebenfalls entscheidend. Ein gutes Management erkennt Trends frühzeitig und positioniert das Portfolio entsprechend. Es sollte eine klare Strategie verfolgen, ob es zum Beispiel in Wachstumsmärkte investiert oder lieber auf stabile Bestandsimmobilien setzt. Schau dir an, wie das Management in der Vergangenheit agiert hat und ob die Strategie zu deinen Erwartungen passt.

Zu guter Letzt solltest du die Bewertung des REITs prüfen. Ein wichtiger Indikator ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder der Preis im Verhältnis zum Nettoinventarwert (NAV). Wenn der Kurs deutlich über dem Wert der Immobilien liegt, ist der REIT möglicherweise überbewertet. Ein Vergleich mit anderen REITs aus derselben Branche hilft dir, eine fundierte Einschätzung zu treffen. Diese Kennzahlen findest du auf Finanzwebsites oder in den Analysen deines Brokers.

Typische Fehler, die du als Einsteiger unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler, den Einsteiger machen, ist, alles auf eine Karte zu setzen. Sie kaufen nur einen einzigen REIT und hoffen, dass dieser gut läuft. Das ist riskant, denn wenn dieser eine REIT in eine Krise gerät, verlierst du einen großen Teil deines investierten Geldes. Besser ist es, auf mehrere REITs zu setzen oder einen REIT-ETF zu kaufen, der automatisch in viele verschiedene REITs investiert.

Ein weiterer Fehler ist, sich von kurzfristigen Kursschwankungen verrückt machen zu lassen. Der Aktienmarkt ist volatil, und auch REIT-Kurse können stark schwanken. Wer bei jedem kleinen Rückschlag panisch verkauft, realisiert Verluste und verpasst die anschließende Erholung. Du solltest dir bewusst sein, dass Investieren in Aktien und REITs eine langfristige Angelegenheit ist. Ein Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren ist empfehlenswert.

Viele Anfänger unterschätzen auch die Bedeutung der Dividenden. Sie schauen nur auf den Kurs und ignorieren die regelmäßigen Ausschüttungen. Gerade bei REITs machen die Dividenden einen großen Teil der Gesamtrendite aus. Wenn du die Dividenden wieder investierst, also neue Aktien kaufst, profitierst du vom Zinseszinseffekt. Dieser Effekt kann über die Jahre einen enormen Unterschied in deinem Vermögensaufbau machen.

Ein weiterer Klassiker ist das Ignorieren von Gebühren und Steuern. Wer den Sparerpauschbetrag nicht nutzt oder hohe Handelsgebühren zahlt, schmälert seine Rendite unnötig. Du solltest dir immer im Klaren sein, dass Gebühren und Steuern deine Nettorendite reduzieren. Ein bewusster Umgang mit diesen Kosten ist daher ein Zeichen von finanziellem Sachverstand und zahlt sich langfristig aus.

Schließlich solltest du nicht in Produkte investieren, die du nicht verstehst. Wenn dir ein REIT zu komplex erscheint oder du die Geschäftsstrategie nicht nachvollziehen kannst, lass die Finger davon. Es gibt genügend andere, einfachere REITs und ETFs, die du leicht verstehen kannst. Eine solide Basis aus verständlichen Investments ist besser als ein Portfolio aus exotischen Produkten, bei denen du im Zweifel nicht weißt, was du da eigentlich kaufst.

Dein konkreter Fahrplan: So startest du dein REIT-Investment

Bevor du dein erstes Geld investierst, solltest du ein paar grundlegende Dinge klären. Zuerst solltest du einen Notgroschen aufbauen, also einen Geldbetrag, der dir im Notfall zur Verfügung steht. Als Faustregel gelten drei bis sechs Monatsausgaben. Dieser Puffer stellt sicher, dass du deine REIT-Aktien nicht verkaufen musst, wenn du unerwartet Geld brauchst, zum Beispiel für eine kaputte Waschmaschine oder ein neues Laptop.

Als Nächstes brauchst du ein Depot, also ein Wertpapierkonto, über das du Aktien kaufen und verkaufen kannst. Die Eröffnung eines Depots ist heute unkompliziert und oft kostenlos. Du kannst zwischen klassischen Banken und modernen Neobrokern wählen, die eine benutzerfreundliche App und günstige Gebühren bieten. Achte bei der Auswahl auf die Kostenstruktur und die angebotenen Funktionen, wie zum Beispiel einen Sparplan.

Ein Sparplan ist die einfachste und effektivste Methode, um regelmäßig in REITs zu investieren. Du legst einen festen Betrag fest, zum Beispiel rund 50 Euro pro Monat, und dieser wird automatisch in einen REIT oder einen REIT-ETF investiert. So musst du dich nicht um das Timing kümmern und profitierst vom Cost-Average-Effekt. Du kaufst bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger, was deinen durchschnittlichen Einstiegspreis glättet.

Bevor du deinen Sparplan einrichtest, solltest du einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker einrichten. Dieser stellt sicher, dass deine Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei bleiben. Ohne diesen Auftrag behält die Bank automatisch Steuern ein, die du dir später über die Steuererklärung zurückholen müsstest. Der Freistellungsauftrag ist in wenigen Minuten online erledigt und spart dir unnötigen Aufwand.

Starte zunächst mit einem kleinen Betrag, mit dem du dich wohlfühlst. Du musst nicht sofort mit dem Maximum einsteigen. Wichtig ist, dass du überhaupt anfängst und eine regelmäßige Sparrate etablierst. Du kannst diese Rate später erhöhen, wenn du mehr Geld zur Verfügung hast. Der Schlüssel zum Erfolg ist Kontinuität, nicht die Höhe des einzelnen Betrags. Fang klein an, bleib dran und beobachte, wie dein Vermögen über die Jahre wächst.

Die besten Strategien für dein REIT-Portfolio als Student

Als Student hast du einen entscheidenden Vorteil: Zeit. Du kannst dir leisten, in chancenreichere, aber auch schwankungsanfälligere Anlagen zu investieren, weil du lange Anlagehorizonte hast. Eine Strategie könnte sein, einen breit gestreuten REIT-ETF als Basisinvestment zu wählen. Dieser bildet einen Index aus vielen verschiedenen REITs ab und bietet dir sofort eine breite Diversifikation über verschiedene Länder und Immobilienarten.

Neben dem breiten ETF kannst du dir überlegen, einen Teil deines Geldes in einzelne, spezialisierte REITs zu investieren. Vielleicht interessierst du dich für den Bereich erneuerbare Energien und findest einen REIT, der in Solar- oder Windparks investiert. Oder du glaubst an den langfristigen Trend des Online-Handels und setzt gezielt auf Logistik-REITs. Solche thematischen Investments können deine Renditechancen erhöhen, bergen aber auch ein höheres Risiko.

Eine weitere Strategie ist die Fokussierung auf Dividenden. Wenn du ein regelmäßiges Einkommen aus deinen Investments erzielen möchtest, solltest du auf REITs mit einer hohen und stabilen Dividendenrendite achten. Diese Ausschüttungen kannst du entweder für dich verwenden oder direkt wieder in neue Anteile investieren. Gerade für Studenten kann ein kleiner Nebenverdienst aus Dividenden eine willkommene Ergänzung zum BAföG oder zum Gehalt aus dem Nebenjob sein.

Denke auch an die globale Streuung. Du musst dich nicht auf deutsche oder europäische REITs beschränken. US-amerikanische REITs machen einen großen Teil des weltweiten Marktes aus und bieten Zugang zu anderen Immobilienmärkten. Allerdings solltest du dir der Währungsrisiken bewusst sein, da Wechselkursschwankungen deine Rendite beeinflussen können. Eine Mischung aus heimischen und internationalen REITs kann dieses Risiko ausgleichen.

Wichtig ist, dass du deine Strategie regelmäßig überprüfst und anpasst. Dein Leben als Student wird sich verändern, und mit ihm deine finanziellen Möglichkeiten und Ziele. Vielleicht hast du nach dem Studium ein höheres Einkommen und kannst mehr investieren. Oder du möchtest für eine bestimmte Anschaffung sparen und benötigst das Geld früher. Passe dein Portfolio entsprechend an, aber vermeide hektische Aktionen. Bleib deiner langfristigen Strategie treu und überdenke sie nur in größeren Abständen.

REITs im Vergleich: Die Alternativen für dein Geld

REITs sind nicht die einzige Möglichkeit, in Immobilien zu investieren. Eine Alternative sind offene Immobilienfonds. Diese Fonds investieren ebenfalls in große Immobilienportfolios, haben aber eine andere Funktionsweise. Sie sind nicht an der Börse notiert und können nur zu bestimmten Stichtagen gekauft oder verkauft werden. Das macht sie weniger flexibel, aber auch weniger anfällig für kurzfristige Kursschwankungen.

Eine weitere Möglichkeit ist der direkte Kauf einer Immobilie. Das ist für dich als Student in der Regel aber unrealistisch, da du viel Eigenkapital benötigst und die Finanzierung eines Kredits ohne festes Einkommen schwierig ist. Zudem ist der Aufwand für die Verwaltung einer eigenen Immobilie hoch. Du musst dich um Mieter, Reparaturen und die Instandhaltung kümmern. Das ist zeitintensiv und erfordert viel Know-how.

Crowdinvesting ist eine modernere Alternative, bei der du dich online mit kleinen Beträgen an einzelnen Immobilienprojekten beteiligst. Das kann spannend sein, weil du direkt in konkrete Projekte investierst, zum Beispiel in den Bau eines neuen Wohnhauses. Allerdings ist das Risiko hier oft höher, da es sich um Einzelprojekte handelt und die Anlage nicht börsennotiert ist. Du musst also damit rechnen, dass dein Geld für mehrere Jahre gebunden ist.

Im Vergleich zu diesen Alternativen bieten REITs eine einzigartige Kombination aus Liquidität, Diversifikation und einfacher Handelbarkeit. Du kannst jederzeit kaufen und verkaufen, profitierst von einem breit gestreuten Portfolio und musst dich nicht um die Verwaltung kümmern. Für dich als Student sind REITs daher eine sehr praktische und effiziente Möglichkeit, in den Immobilienmarkt einzusteigen.

Letztendlich hängt die Wahl der Anlageform von deinen persönlichen Zielen und deiner Risikobereitschaft ab. Du kannst auch verschiedene Anlageformen kombinieren, um dein Portfolio zu diversifizieren. Ein Kerninvestment in einen REIT-ETF, ergänzt durch ein paar einzelne REITs und vielleicht einen kleinen Betrag in Crowdinvesting, kann eine ausgewogene Strategie sein. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und die Risiken verstehst.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hast du ein langfristiges Anlageziel von mindestens 5 Jahren?
Kannst du Kursschwankungen an der Börse gelassen hinnehmen?
Möchtest du regelmäßig Geld aus deinen Investments erhalten?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ein REIT ist eine spezielle Form der Aktiengesellschaft, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, den Großteil ihres Gewinns auszuschütten. Normale Aktiengesellschaften können Gewinne einbehalten und reinvestieren. REITs sind also Aktien, aber mit einem besonderen Fokus auf Immobilien und hohe Dividenden.

Ja, wie bei jeder Aktienanlage ist auch bei REITs ein Totalverlust theoretisch möglich, wenn das Unternehmen pleitegeht. In der Praxis sind Verluste durch Kursrückgänge wahrscheinlicher. Du solltest nur Geld investieren, das du nicht für den täglichen Bedarf benötigst und langfristig anlegen können.

Das hängt von deinem Broker ab. Viele Neobroker erlauben den Kauf von Bruchstücken, sodass du schon mit wenigen Euro einsteigen kannst. Bei einem Sparplan kannst du bereits ab 10 oder rund 25 Euro pro Monat in einen REIT-ETF investieren. Es gibt also keine hohe Einstiegshürde.

Nein, es gibt wichtige Unterschiede. REITs sind börsennotiert und können jederzeit gehandelt werden. Offene Immobilienfonds haben feste Rückgabefristen und sind weniger liquide. Zudem sind die steuerlichen Regelungen unterschiedlich. REITs sind flexibler und transparenter in der Handelbarkeit.

REIT-Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer von rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Deine Bank führt diese Steuer automatisch ab. Du hast einen Sparerpauschbetrag, bis zu dem deine Erträge steuerfrei bleiben, sofern du einen Freistellungsauftrag einrichtest.

Ein REIT-ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der in viele verschiedene REITs investiert. Er bietet dir sofort eine breite Streuung und reduziert das Risiko, das mit einem einzelnen Unternehmen verbunden ist. Für Einsteiger ist ein REIT-ETF oft die einfachere und sicherere Wahl als einzelne REITs.

REITs können ein Baustein deiner Altersvorsorge sein, da sie langfristig stabile Renditen und regelmäßige Ausschüttungen bieten können. Du solltest sie aber nicht als alleinige Vorsorge nutzen, sondern mit anderen Anlageklassen wie Aktien-ETFs kombinieren. Die hohe Dividende kann im Alter ein willkommenes Zusatzeinkommen sein.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.