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MagazineFinanzenInvestieren REIT für Familien
FinanzbildungInvestieren12 Min.

REIT für Familien: So baust du mit Immobilien-Aktien Vermögen auf

Du möchtest für deine Familie Vermögen aufbauen, aber eine eigene Immobilie ist zu teuer? REITs ermöglichen dir den Einstieg in große Immobilienportfolios schon mit kleinen Sparraten. Wir erklären dir, wie das funktioniert und worauf du achten musst.

Immobilien-ETFsGeldanlagePassives Einkommen
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Aber es ist eine einfache Möglichkeit, mit wenig Geld in Immobilien zu investieren.
Wie viel Geld?
Schon wenig reicht.
Du kannst bereits mit einem kleinen monatlichen Betrag in einen REIT-ETF investieren.
Ist das sicher?
Nicht garantiert.
Wie bei allen Aktien kann der Wert schwanken, aber du streust das Risiko über viele Immobilien.

Warum Immobilien für Familien wichtig sind

Wenn du eine Familie hast, denkst du über die Zukunft nach. Du fragst dich, wie du später die Ausbildung deiner Kinder finanzierst oder ob du im Alter genug Geld hast. Immobilien gelten seit jeher als eine der stabilsten Anlageformen überhaupt. Sie bieten Schutz vor Inflation und können langfristig an Wert gewinnen. Das macht sie für Familien besonders attraktiv, die Vermögen aufbauen möchten.

Doch der direkte Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses ist für viele Familien nicht machbar. Die Preise sind hoch, und die Bank verlangt viel Eigenkapital. Zudem bindest du dich mit einem Immobilienkauf an einen Standort und musst dich um Mieter, Reparaturen und Verwaltung kümmern. Das ist zeitaufwendig und kann stressig sein, besonders wenn du berufstätig bist und Kinder hast.

Genau hier kommen REITs ins Spiel. Sie ermöglichen dir, an Immobilien zu partizipieren, ohne ein ganzes Haus zu kaufen. Du investierst in ein Unternehmen, das viele Immobilien besitzt und verwaltet. Das kann Bürogebäude, Einkaufszentren, Wohnhäuser oder Logistikzentren umfassen. Du wirst quasi Miteigentümer eines riesigen Immobilienportfolios, und das schon mit kleinen Beträgen.

Für deine Familie bedeutet das: Du kannst langfristig von der Wertentwicklung und den Mieteinnahmen profitieren. Du musst dich nicht um Details kümmern und kannst trotzdem in eine der klassischsten Anlageklassen investieren. Das ist ein entscheidender Vorteil, den du nicht unterschätzen solltest. Es ist eine Möglichkeit, dein Vermögen zu diversifizieren und für die Zukunft deiner Kinder vorzusorgen.

Stell dir vor, du sparst jeden Monat einen festen Betrag in einen REIT-ETF. Über die Jahre wächst dein Anteil an einem großen Immobilienportfolio. Du profitierst von steigenden Mieten und Wertsteigerungen, ohne jemals einen Handwerker rufen zu müssen. Das ist die Idee hinter dieser Anlageform, und sie passt hervorragend zu den Bedürfnissen einer Familie.

~200 Mrd. Euro
Marktkapitalisierung der größten REITs weltweit
90%
des Gewinns müssen REITs laut Gesetz ausschütten
1.000+
Immobilien kann ein einzelner REIT-ETF enthalten

Was ist ein REIT eigentlich genau?

REIT ist die Abkürzung für Real Estate Investment Trust. Das ist Englisch und bedeutet so viel wie Immobilien-Investmentfonds. Es handelt sich um ein Unternehmen, das in Immobilien investiert und diese bewirtschaftet. Der Clou: Diese Unternehmen müssen den Großteil ihres Gewinns an ihre Aktionäre ausschütten. Das Gesetz schreibt vor, dass mindestens 90 Prozent des zu versteuernden Gewinns als Dividende ausgezahlt werden müssen.

Dadurch sind REITs dafür bekannt, relativ hohe und regelmäßige Ausschüttungen zu zahlen. Das ist ein großer Unterschied zu normalen Aktien, bei denen die Dividende oft niedriger ist oder ganz entfällt. Für dich als Anleger bedeutet das, dass du ein regelmäßiges Einkommen aus deiner Geldanlage erhalten kannst. Das ist besonders attraktiv, wenn du langfristig planst und dir ein passives Einkommen aufbauen möchtest.

Es gibt zwei Arten von REITs: börsennotierte und nicht börsennotierte. Die börsennotierten kannst du wie Aktien an der Börse kaufen und verkaufen. Das ist die gängigste und für Privatanleger einfachste Variante. Nicht börsennotierte REITs sind komplizierter und haben oft hohe Einstiegshürden. Für deine Zwecke als Familieninvestor sind die börsennotierten REITs oder REIT-ETFs die richtige Wahl.

Ein REIT-ETF bündelt viele verschiedene REITs in einem einzigen Fonds. Damit streust du dein Risiko über hunderte von Immobilien in verschiedenen Ländern und Sektoren. Das ist eine sehr komfortable Art zu investieren, weil du nicht einzelne Unternehmen analysieren musst. Du kaufst einfach einen Anteil an einem breiten Markt, ähnlich wie bei einem Aktien-ETF auf den DAX oder den MSCI World.

Wichtig zu verstehen: Ein REIT ist kein direkter Immobilienkauf. Du besitzt keine Wohnung und kein Haus. Du besitzt Anteile an einem Unternehmen, das Immobilien besitzt. Das ist ein entscheidender Unterschied, der auch steuerliche und rechtliche Konsequenzen hat. Aber für die meisten Familien ist genau das der Vorteil: Du hast die Liquidität einer Aktie und die Anlageklasse einer Immobilie.

So funktioniert die Geldanlage in REITs

Der Ablauf ist denkbar einfach. Du eröffnest ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Das geht heute komplett digital und dauert nur wenige Minuten. Danach kannst du Anteile an einem REIT-ETF kaufen. Du gibst einfach den Namen oder die Wertpapierkennnummer ein und legst fest, wie viele Anteile du kaufen möchtest. Der Kauf wird dann zu einem bestimmten Kurs ausgeführt.

Du kannst entweder einmalig einen größeren Betrag investieren oder einen Sparplan einrichten. Ein Sparplan ist besonders für Familien geeignet, weil du damit regelmäßig einen festen Betrag investierst. Das kann zum Beispiel 50 oder rund 100 Euro im Monat sein. Du musst dir keine Gedanken über den richtigen Zeitpunkt machen, weil du durch den festen Rhythmus automatisch mal günstiger und mal teurer kaufst. Das nennt man den Cost-Average-Effekt.

Wenn du Anteile an einem REIT-ETF hältst, erhältst du regelmäßig Ausschüttungen. Diese werden dir entweder auf dein Verrechnungskonto ausgezahlt oder direkt wieder in den Fonds investiert. Die Wiederanlage ist oft sinnvoll, weil du so den Zinseszinseffekt nutzt. Dein investiertes Kapital wächst dann schneller, weil du auf deine Ausschüttungen wiederum Rendite erhältst.

Der Wert deiner Anteile schwankt täglich, weil er von der Börse abhängt. Das ist normal und sollte dich nicht verunsichern. Langfristig ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Wert steigt, weil die zugrunde liegenden Immobilien an Wert gewinnen und die Mieten steigen. Du solltest aber immer im Hinterkopf behalten, dass es auch Phasen geben kann, in denen der Kurs fällt.

Der Verkauf funktioniert genauso einfach wie der Kauf. Du gibst eine Verkaufsorder auf und erhältst den aktuellen Kurs auf dein Konto. Du bist also nicht lange an deine Investition gebunden, sondern kannst jederzeit über dein Geld verfügen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber einem direkten Immobilienkauf, bei dem du oft Jahre brauchst, um einen Käufer zu finden.

Welche Kosten auf dich zukommen

Bevor du investierst, solltest du die Kosten verstehen. Es gibt einmalige Kosten beim Kauf und laufende Kosten, die jährlich anfallen. Beim Kauf zahlst du in der Regel eine Ordergebühr an deinen Broker. Diese ist oft ein fester Betrag oder ein prozentualer Anteil deiner Investitionssumme. Bei den meisten Online-Brokern ist das heute sehr günstig und transparent.

Die laufenden Kosten eines REIT-ETFs werden als Gesamtkostenquote bezeichnet, oft abgekürzt mit TER. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Prozent deines investierten Vermögens jährlich für die Verwaltung des Fonds abgezogen werden. Bei ETFs ist diese Quote in der Regel niedrig, oft unter einem Prozent pro Jahr. Das ist ein großer Vorteil gegenüber aktiv gemanagten Fonds, die deutlich teurer sein können.

Zusätzlich gibt es die sogenannte Tracking-Differenz. Diese zeigt, wie genau der ETF seinen zugrunde liegenden Index nachbildet. Eine kleine Abweichung ist normal und sollte dich nicht beunruhigen. Du solltest aber darauf achten, dass die Differenz nicht zu groß ist, weil das deine Rendite schmälert. Die genauen Zahlen findest du in den Factsheets der Fondsgesellschaften.

Wichtig ist auch die Besteuerung. In Deutschland unterliegen REITs einer besonderen Steuerregelung. Die Ausschüttungen werden an der Quelle besteuert, und du musst sie in deiner Steuererklärung angeben. Die genaue Behandlung kann komplex sein, daher ist es ratsam, sich hierzu zu informieren oder einen Steuerberater zu fragen. Es gibt aber auch viele REIT-ETFs, die in Deutschland steuereinfach sind.

Vergiss nicht, dass es auch versteckte Kosten geben kann, zum Beispiel für die Währungsumrechnung, wenn der ETF in einer anderen Währung notiert. Achte daher auf die Produktdetails und wähle einen ETF, der in Euro gehandelt wird. Insgesamt sind die Kosten bei ETFs aber sehr transparent und überschaubar, besonders im Vergleich zu anderen Anlageformen.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Nicht alle REIT-ETFs sind gleich. Es gibt große Unterschiede bei der Zusammensetzung und der Strategie. Du solltest daher genau prüfen, in welche Art von Immobilien der Fonds investiert. Es gibt Fonds, die sich auf Wohnimmobilien konzentrieren, andere auf Büros, Einkaufszentren oder Logistik. Für eine Familie kann eine breite Streuung über alle Sektoren sinnvoll sein.

Ein wichtiger Punkt ist die geografische Ausrichtung. Es gibt REIT-ETFs, die nur in deutsche oder europäische Immobilien investieren, und solche, die weltweit anlegen. Eine weltweite Streuung reduziert das Risiko, weil du nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung eines einzelnen Landes abhängig bist. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass du dann auch ein Währungsrisiko eingehst.

Achte auf die Größe des Fonds. Ein großer Fonds mit einem hohen Volumen ist oft stabiler und hat geringere Spreads, also geringere Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Zudem ist die Gefahr einer Schließung des Fonds geringer. Du solltest Fonds bevorzugen, die schon seit mehreren Jahren bestehen und ein beachtliches Volumen aufweisen.

Die Ausschüttungspolitik ist ebenfalls entscheidend. Manche Fonds schütten vierteljährlich aus, andere jährlich. Überlege, ob du regelmäßige Einnahmen möchtest oder ob dir eine jährliche Zahlung reicht. Für den Vermögensaufbau ist die automatische Wiederanlage der Ausschüttungen oft die bessere Wahl, weil du so vom Zinseszinseffekt profitierst.

Schließlich solltest du einen Blick auf die größten Positionen im Fonds werfen. Wenn ein Fonds stark von einem einzelnen Unternehmen abhängig ist, ist das ein Klumpenrisiko. Eine breite Streuung über viele verschiedene REITs ist immer besser. Du kannst diese Informationen im Factsheet des Fonds oder auf der Website der Fondsgesellschaft einsehen.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, zu viel auf einmal zu investieren, ohne die Schwankungen zu kennen. Wenn du einen großen Betrag an einem einzigen Tag investierst, kann es sein, dass du zu einem ungünstigen Zeitpunkt kaufst. Es ist besser, das Geld über mehrere Monate zu verteilen oder einen Sparplan zu nutzen. So reduzierst du das Risiko, genau in ein Hoch hineinzukaufen.

Viele Anleger schauen zu oft auf den Kurs und geraten in Panik, wenn es mal bergab geht. Das ist verständlich, aber nicht sinnvoll. Wenn du langfristig investierst, solltest du Kursschwankungen als normal betrachten und nicht jede Woche deine Depotwerte prüfen. Ein Blick pro Quartal reicht völlig aus, um den Überblick zu behalten.

Ein weiterer Fehler ist, die Kosten zu ignorieren. Auch wenn die Gebühren bei ETFs niedrig sind, machen sie über die Jahre einen Unterschied. Du solltest daher die Gesamtkostenquote vergleichen und den günstigsten seriösen Fonds wählen. Achte auch auf die Ordergebühren deines Brokers, denn die können sich bei regelmäßigen Käufen summieren.

Viele Familien machen den Fehler, nur auf die Rendite zu schauen und das Risiko zu unterschätzen. REITs sind keine risikofreie Anlage. Sie können stark schwanken, besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Du solltest daher nie Geld investieren, das du in den nächsten Jahren dringend brauchst. Dein Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben sollte immer auf einem sicheren Konto liegen.

Schließlich solltest du nicht alles auf eine Karte setzen. Auch wenn REITs eine tolle Anlage sind, solltest du dein Vermögen diversifizieren. Kombiniere REIT-ETFs mit klassischen Aktien-ETFs und vielleicht Anleihen. So bist du breiter aufgestellt und weniger abhängig von der Entwicklung einer einzelnen Anlageklasse.

Konkrete nächste Schritte für deinen Start

Der erste Schritt ist, ein Depot zu eröffnen. Vergleiche die Angebote der verschiedenen Online-Broker und Banken. Achte auf die Kosten, die Benutzerfreundlichkeit und den Kundenservice. Viele Broker bieten mittlerweile kostenlose Depotführung und günstige Sparpläne an. Die Eröffnung dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist komplett digital möglich.

Danach solltest du einen Sparplan einrichten. Entscheide, wie viel Geld du monatlich investieren kannst und möchtest. Es ist besser, mit einem kleineren Betrag zu starten und diesen später zu erhöhen, als sich zu übernehmen. Ein Betrag, den du schmerzfrei entbehren kannst, ist ideal. Richte den Sparplan auf einen festen Tag im Monat ein, zum Beispiel direkt nach dem Gehaltseingang.

Wähle einen breit aufgestellten REIT-ETF aus. Achte auf die Kriterien, die wir besprochen haben: Größe, Kosten, Streuung und Ausschüttungspolitik. Wenn du unsicher bist, kannst du auch einen Finanzberater fragen oder dich in Foren und bei Verbraucherzentralen informieren. Nimm dir Zeit für diese Entscheidung, denn sie prägt deine langfristige Rendite.

Überwache dein Investment regelmäßig, aber nicht zu häufig. Einmal im Quartal solltest du prüfen, ob der Fonds noch deinen Erwartungen entspricht. Achte auf Veränderungen bei den Kosten oder der Zusammensetzung. Wenn sich deine Lebensumstände ändern, zum Beispiel durch ein höheres Einkommen, kannst du deinen Sparplan anpassen und mehr investieren.

Informiere dich kontinuierlich weiter. Die Finanzwelt ist komplex und verändert sich ständig. Lies Bücher, höre Podcasts oder besuche Seminare zum Thema Geldanlage. Je mehr du weißt, desto besser kannst du Entscheidungen für deine Familie treffen. Der wichtigste Schritt ist aber, überhaupt anzufangen. Denn der Zinseszinseffekt belohnt diejenigen, die früh und regelmäßig investieren.

Wie REITs in ein Familienportfolio passen

Ein Familienportfolio sollte langfristig ausgerichtet sein und verschiedene Anlageklassen enthalten. REITs sind eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Aktien und Anleihen. Sie bieten eine andere Risiko-Rendite-Struktur und können die Gesamtschwankungen deines Portfolios reduzieren. Das liegt daran, dass Immobilien sich oft anders entwickeln als Aktienmärkte.

Der Anteil von REITs in deinem Portfolio hängt von deiner persönlichen Risikobereitschaft ab. Eine Faustregel besagt, dass der Immobilienanteil zwischen 10 und 20 Prozent liegen kann. Wenn du jünger bist und einen langen Anlagehorizont hast, kannst du höher gewichten. Wenn du kurz vor der Rente stehst, solltest du den Anteil eher geringer halten, um Schwankungen zu vermeiden.

REITs eignen sich auch gut, um das Thema Immobilien in der Familie zu besprechen. Du kannst deinen Kindern erklären, dass ihr in Einkaufszentren oder Wohnhäuser investiert, ohne selbst ein Haus zu besitzen. Das schafft finanzielle Bildung und Verständnis für die Funktionsweise von Märkten. Es ist eine praktische Lektion in Sachen Sparen und Investieren.

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Einstiegshürde. Du kannst schon mit kleinen Beträgen beginnen und später erhöhen. Das macht REITs zu einer demokratischen Anlageform, die nicht nur wohlhabenden Menschen offensteht. Jede Familie kann mit dem Aufbau eines Vermögens beginnen, unabhängig vom Einkommen.

Denke daran, dass es keine Garantie für Gewinne gibt. Aber mit einer durchdachten Strategie und einem langen Atem erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass dein Vermögen wächst. REITs sind ein Baustein, der dir helfen kann, deine finanziellen Ziele für deine Familie zu erreichen. Nutze sie als Teil eines diversifizierten Portfolios und du bist auf einem guten Weg.

Steuern und rechtliche Aspekte für Familien

Das Thema Steuern ist bei REITs besonders wichtig und kann komplex sein. In Deutschland gibt es eine Besonderheit: REITs, die in Deutschland ansässig sind, sind von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Dafür müssen sie aber rund 90 Prozent ihres Gewinns ausschütten. Diese Ausschüttungen werden bei dir als Anleger mit der Abgeltungsteuer besteuert.

Zusätzlich gibt es eine Besonderheit bei der Besteuerung der Veräußerungsgewinne. Wenn du deine REIT-Anteile mit Gewinn verkaufst, musst du auf diesen Gewinn ebenfalls Abgeltungsteuer zahlen. Der Steuersatz beträgt pauschal rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Es gibt aber einen jährlichen Sparerpauschbetrag, der dir hilft, einen Teil deiner Gewinne steuerfrei zu vereinnahmen.

Für Familien kann es sinnvoll sein, die Freibeträge der Kinder zu nutzen. Jedes Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag und einen Grundfreibetrag. Wenn du Wertpapiere auf den Namen deines Kindes überträgst, können die Erträge unter Umständen steuerfrei bleiben. Das ist eine legale und sinnvolle Gestaltung, die du aber gut planen solltest. Ein Steuerberater kann dir dabei helfen.

Achte darauf, dass du deine Erträge korrekt in deiner Steuererklärung angibst. Die Bank führt die Abgeltungsteuer in der Regel automatisch ab, wenn du einen inländischen Broker nutzt. Du musst die Erträge dann nicht zusätzlich angeben, außer du möchtest den Sparerpauschbetrag voll ausschöpfen. Eine saubere Dokumentation deiner Käufe und Verkäufe ist aber immer ratsam.

Rechtlich gesehen sind REITs wie Aktien zu behandeln. Du hast als Aktionär bestimmte Rechte, zum Beispiel das Stimmrecht auf der Hauptversammlung. In der Praxis spielt das für Kleinanleger aber kaum eine Rolle. Wichtiger ist, dass du die Risiken verstehst und weißt, dass dein Investment nicht durch die Einlagensicherung geschützt ist. Es ist eine Unternehmensbeteiligung und kein Sparbuch.

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Häufige Fragen

Ja, besonders REIT-ETFs sind für Anfänger geeignet, weil sie breit streuen und einfach zu kaufen sind. Du musst keine einzelnen Unternehmen analysieren. Ein Sparplan ist der einfachste Weg, um regelmäßig zu investieren.

Du kannst schon mit 25 oder rund 50 Euro im Monat in einen REIT-ETF investieren. Viele Online-Broker bieten Sparpläne ab diesem Betrag an. Es ist wichtiger, regelmäßig zu sparen, als mit einer großen Summe zu starten.

Ein REIT ist ein einzelnes Unternehmen, das Immobilien besitzt. Ein Immobilien-ETF ist ein Fonds, der in viele verschiedene REITs investiert. Der ETF bietet dir eine breitere Streuung und reduziert das Risiko eines einzelnen Unternehmens.

Die Ausschüttungen unterliegen der Abgeltungsteuer von rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dein Sparerpauschbetrag kann einen Teil der Erträge steuerfrei stellen. Die Bank führt die Steuer in der Regel automatisch ab.

Ja, das ist möglich. Der Kurs von REITs kann fallen, zum Beispiel bei steigenden Zinsen oder einer schwachen Wirtschaft. Du solltest daher nur Geld investieren, das du langfristig nicht benötigst. Eine breite Streuung reduziert das Risiko.

Das hängt von deinen Zielen ab. REITs sind flexibler, günstiger und einfacher zu handeln. Ein direkter Kauf bietet dir die Kontrolle über die Immobilie und mögliche Steuervorteile. Für die meisten Familien sind REITs die einfachere Lösung.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.