Nachhaltige Geldanlage Erklärung: So investierst du wirkungsvoll und clever
Immer mehr Menschen wollen ihr Geld nicht nur vermehren, sondern auch Gutes tun. Diese Erklärung zeigt dir, was nachhaltige Geldanlage wirklich bedeutet, worauf du bei der Auswahl achten musst und wie du mit einfachen Schritten startest.
Warum nachhaltige Geldanlage auch dich betrifft
Vielleicht hast du dich noch nie mit dem Thema beschäftigt und fragst dich, warum es für dich relevant sein sollte. Die Antwort ist einfacher als du denkst: Jeder Euro, den du auf einem Sparbuch liegen lässt, in Aktien oder Fonds investierst, hat eine Wirkung. Banken und Fondsgesellschaften nutzen dein Geld, um Unternehmen Kredite zu geben oder in sie zu investieren. Damit unterstützt du automatisch bestimmte Geschäftsmodelle, ob du willst oder nicht.
Wenn du also ein Girokonto hast, einen Bausparvertrag abschließt oder einen Sparplan besparst, bist du bereits Teil des Finanzsystems. Die Frage ist nur, ob dein Geld in Ölkonzerne, Waffenhersteller oder eben in erneuerbare Energien und soziale Projekte fließt. Nachhaltige Geldanlage gibt dir die Möglichkeit, diese Entscheidung bewusst zu treffen und deine Werte mit deinen Finanzen in Einklang zu bringen.
Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Wandel: Immer mehr Menschen erwarten von Unternehmen, dass sie Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen. Dieser Druck verändert den Markt. Unternehmen, die nicht nachhaltig wirtschaften, haben zunehmend Probleme, Kapital zu erhalten. Als Anleger:in kannst du von diesem Wandel profitieren, indem du in die Gewinner von morgen investierst und nicht in die Verlierer von gestern.
Und schließlich geht es um Risikomanagement. Unternehmen, die Umweltauflagen ignorieren oder menschenunwürdige Arbeitsbedingungen tolerieren, laufen Gefahr, durch Skandale, Bußgelder oder Boykotte massiv an Wert zu verlieren. Eine nachhaltige Geldanlage kann dich also nicht nur moralisch besser fühlen lassen, sondern auch finanziell schützen. Es ist eine Investition in eine stabilere und zukunftsfähigere Wirtschaft.
Was bedeutet nachhaltige Geldanlage überhaupt?
Der Begriff 'nachhaltige Geldanlage' ist nicht geschützt und wird oft unterschiedlich verwendet. Im Kern geht es darum, bei der Auswahl von Investments nicht nur auf die Rendite zu achten, sondern auch auf ökologische und soziale Auswirkungen sowie auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Diese drei Bereiche werden im Finanzjargon als ESG-Kriterien bezeichnet: Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung).
Unter 'Environmental' fallen Themen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung, Wasserverbrauch und der Umgang mit Abfall. 'Social' bezieht sich auf Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Gesundheitsschutz und den Umgang mit Mitarbeitenden und Lieferketten. 'Governance' umfasst Aspekte wie Korruptionsbekämpfung, Transparenz, faire Vergütung und die Zusammensetzung des Vorstands. Eine nachhaltige Geldanlage berücksichtigt all diese Faktoren bei der Auswahl von Aktien, Anleihen oder Fonds.
Wichtig ist zu verstehen, dass es nicht die eine, alleinige Definition gibt. Es gibt verschiedene Ansätze und Strategien. Manche Fonds schließen einfach nur besonders umstrittene Branchen aus, andere investieren gezielt in Unternehmen, die Lösungen für Umweltprobleme anbieten. Wieder andere versuchen, als aktive Aktionäre Einfluss auf Unternehmen zu nehmen und sie zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen.
Für dich als Einsteiger:in bedeutet das, dass du genau hinschauen musst, was ein Fonds oder eine Strategie wirklich macht. Die Bezeichnung 'nachhaltig' allein ist kein Qualitätsmerkmal. Du solltest verstehen, welche Kriterien angewendet werden und ob diese zu deinen persönlichen Werten passen. Nur so findest du eine Geldanlage, mit der du dich wohlfühlst und die deine Erwartungen erfüllt.
So funktioniert nachhaltige Geldanlage im Detail
Um zu verstehen, wie nachhaltige Geldanlage funktioniert, musst du dir die verschiedenen Strategien ansehen, die Fondsgesellschaften anwenden. Die einfachste und am weitesten verbreitete Methode ist der Ausschluss. Dabei werden bestimmte Branchen oder Unternehmen von vornherein ausgeschlossen, die gegen festgelegte Kriterien verstoßen. Klassische Ausschlüsse sind zum Beispiel Rüstung, Kohlebergbau, Tabak oder schwere Umweltverstöße.
Eine weitere Strategie ist das 'Best-in-Class'-Prinzip. Hierbei werden aus jeder Branche die Unternehmen ausgewählt, die im Vergleich zu ihren Konkurrenten die besten ESG-Bewertungen haben. So kann ein Ölkonzern in einem solchen Fonds enthalten sein, wenn er im Branchenvergleich besser abschneidet als andere. Diese Methode ist umstritten, da sie weiterhin in umweltschädliche Branchen investiert, aber sie setzt Anreize für Verbesserungen.
Zusätzlich gibt es den Ansatz des 'Impact Investing'. Dabei geht es nicht nur darum, Schaden zu vermeiden, sondern aktiv positive Wirkung zu erzielen. Es wird gezielt in Unternehmen oder Projekte investiert, die messbare soziale oder ökologische Probleme lösen, zum Beispiel in erneuerbare Energien, bezahlbaren Wohnraum oder nachhaltige Landwirtschaft. Diese Anlagen sind oft etwas spezieller und können ein höheres Risiko haben.
Schließlich spielt auch das Engagement eine Rolle. Große Fondsgesellschaften nutzen ihr Stimmrecht als Aktionäre, um auf Hauptversammlungen für mehr Nachhaltigkeit zu stimmen. Sie fordern zum Beispiel mehr Transparenz bei Klimarisiken oder eine bessere Bezahlung von Frauen. Diese Form des Dialogs mit Unternehmen kann langfristig viel bewirken, ist aber für dich als Einzelanleger:in nicht direkt sichtbar. Du profitierst aber davon, wenn dein Fondsanbieter diesen Dialog aktiv führt.
Was kostet dich eine nachhaltige Geldanlage?
Die Kostenfrage ist für viele Anleger:innen entscheidend. Früher waren nachhaltige Fonds oft teurer als konventionelle, weil sie aufwendigere Analysen erforderten. Diese Zeiten sind weitgehend vorbei. Heute gibt es eine große Auswahl an kostengünstigen nachhaltigen ETFs, die die wichtigsten Indizes abbilden. Die laufenden Kosten, die sogenannte TER (Total Expense Ratio), liegen bei vielen Produkten im gleichen Bereich wie bei herkömmlichen Indexfonds.
Du solltest jedoch nicht nur auf die TER achten, sondern auch auf den Ausgabeaufschlag. Dieser wird beim Kauf von Fondsanteilen über Banken oder Sparkassen oft fällig und kann mehrere Prozent betragen. Bei Direktbanken und Online-Brokern kannst du Fonds und ETFs meist ohne diesen Aufschlag kaufen. Ein Vergleich lohnt sich also, denn der Ausgabeaufschlag kann deine Rendite über die Jahre erheblich schmälern.
Zusätzlich können bei manchen nachhaltigen Fonds höhere Verwaltungskosten anfallen, wenn sie aktiv gemanagt werden. Ein aktiver Fondsmanager wählt die Unternehmen individuell aus und überwacht sie ständig. Diese Arbeit muss bezahlt werden. Ob sich das lohnt, ist umstritten. Viele Studien zeigen, dass passive ETFs mit nachhaltigen Indizes ähnliche oder sogar bessere Renditen erzielen als aktive Fonds, bei deutlich geringeren Kosten.
Für dich bedeutet das: Vergleiche immer die Gesamtkosten, nicht nur die TER. Achte auf den Ausgabeaufschlag und die jährlichen Gebühren. Ein guter Anhaltspunkt ist, dass die Kosten deiner Geldanlage langfristig einen großen Einfluss auf deinen Vermögensaufbau haben. Ein Prozentpunkt mehr an Kosten pro Jahr kann über 30 Jahre einen sechsstelligen Betrag ausmachen. Deshalb solltest du auch bei nachhaltigen Anlagen auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten.
Worauf du bei der Auswahl unbedingt achten solltest
Der Markt für nachhaltige Geldanlagen ist unübersichtlich und es gibt viele Produkte, die sich nur 'grün' nennen, aber nicht viel bewirken. Dieses Phänomen nennt man Greenwashing. Um nicht darauf hereinzufallen, solltest du dir die Anlagestrategie genau ansehen. Frage dich: Welche Kriterien werden angewendet? Gibt es harte Ausschlüsse oder nur weiche Bedingungen? Ein Fonds, der Rüstung nicht ausschließt, ist für viele Anleger:innen nicht nachhaltig genug.
Ein wichtiges Hilfsmittel ist das EU-Transparenz-Reglement und die Offenlegungsverordnung. Diese Vorschriften zwingen Fondsgesellschaften, offenzulegen, ob und wie sie Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigen. Du kannst in den offiziellen Dokumenten des Fonds, dem sogenannten Verkaufsprospekt, nachlesen, welche Strategie verfolgt wird. Achte auf die Einstufung nach Artikel 8 oder Artikel 9. Artikel 9 Fonds haben ein explizites Nachhaltigkeitsziel, während Artikel 8 Fonds nur bestimmte Merkmale bewerben.
Zusätzlich solltest du auf die Bewertung durch unabhängige Agenturen achten. Organisationen wie MSCI, Sustainalytics oder ISS geben Ratings für Unternehmen und Fonds ab. Diese Bewertungen sind nicht perfekt, aber sie geben dir einen guten Anhaltspunkt. Du kannst auch auf Siegel wie das FNG-Siegel oder den Grünen Knopf achten, die bestimmte Mindeststandards voraussetzen. Allerdings solltest du auch hier prüfen, ob die Kriterien zu deinen Vorstellungen passen.
Und schließlich: Überlege dir, was dir persönlich wichtig ist. Ist es der Klimaschutz? Dann achte darauf, dass der Fonds einen niedrigen CO2-Fußabdruck hat und in erneuerbare Energien investiert. Ist es dir wichtig, dass keine Tierversuche stattfinden? Dann suche nach Fonds, die Kosmetik- und Pharmafirmen mit Tierversuchen ausschließen. Je genauer du deine eigenen Präferenzen kennst, desto besser kannst du den passenden Fonds finden. Lass dich nicht von Marketingversprechen blenden, sondern schau in die Fakten.
Diese typischen Fehler solltest du vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, sich nur auf das Label 'nachhaltig' zu verlassen und nicht in die Details zu schauen. Viele Fonds haben sehr unterschiedliche Kriterien. Was für den einen Anbieter nachhaltig ist, ist es für den anderen nicht. Du solltest also immer prüfen, welche Unternehmen tatsächlich im Fonds enthalten sind. Ein Blick in die monatlichen Berichte oder die Website des Anbieters hilft dir, ein besseres Gefühl zu bekommen.
Ein weiterer Fehler ist die Annahme, dass nachhaltige Anlagen automatisch weniger Rendite bringen. Diese Sorge ist weit verbreitet, aber durch Studien widerlegt. Es gibt keine Belege dafür, dass nachhaltige Geldanlagen langfristig schlechter abschneiden als konventionelle. Im Gegenteil, manche nachhaltige Indizes haben in den letzten Jahren sogar besser performt. Du musst also keinen Renditeverzicht hinnehmen, wenn du nachhaltig investierst.
Viele Anleger:innen machen auch den Fehler, zu stark auf einzelne Themen zu setzen. Wenn du nur in Solar- oder Windkraftaktien investierst, bist du extrem abhängig von der Entwicklung dieser Branche. Das kann zu hohen Schwankungen führen. Besser ist es, breit gestreut in einen nachhaltigen ETF zu investieren, der viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen enthält. So reduzierst du dein Risiko und profitierst trotzdem vom Nachhaltigkeitstrend.
Und schließlich solltest du nicht vergessen, dass auch nachhaltige Geldanlagen Risiken bergen. Es gibt keine Garantie für Gewinne, und Kurse können fallen. Gerade bei Aktien und Fonds musst du einen langen Atem haben und Schwankungen aushalten können. Überlege dir vor dem Kauf, wie lange du das Geld anlegen kannst und ob du im Notfall darauf zugreifen musst. Ein Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto ist immer sinnvoll, bevor du mit dem Investieren beginnst.
So gehst du Schritt für Schritt vor
Bevor du mit der nachhaltigen Geldanlage beginnst, solltest du deine finanzielle Basis prüfen. Stelle sicher, dass du einen Notgroschen von etwa drei Monatsgehältern auf einem leicht zugänglichen Konto hast. Außerdem solltest du keine teuren Schulden haben, wie zum Beispiel einen Dispokredit. Erst wenn diese Grundlagen stimmen, solltest du über Investitionen nachdenken. So vermeidest du, dass du im Notfall deine Wertpapiere zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen musst.
Im nächsten Schritt legst du dein Anlageziel fest. Willst du für das Alter vorsorgen, für ein Haus sparen oder einfach langfristig Vermögen aufbauen? Dein Zeithorizont ist entscheidend. Für Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als fünf Jahren sind Aktien und Fonds weniger geeignet, da sie stark schwanken können. Für langfristige Ziele ab zehn Jahren sind sie jedoch eine gute Wahl. Je länger dein Horizont, desto mehr Risiko kannst du eingehen.
Dann geht es an die Auswahl des konkreten Produkts. Für Einsteiger:innen sind nachhaltige ETFs die einfachste und kostengünstigste Lösung. Sie bilden einen Index ab, der nach ESG-Kriterien zusammengestellt ist. Du kannst zum Beispiel in einen ETF investieren, der den MSCI World SRI oder den FTSE4Good Index abbildet. Diese Indizes enthalten Unternehmen mit guten Nachhaltigkeitsbewertungen und schließen kontroverse Branchen aus. Du kannst einen Sparplan einrichten und schon mit kleinen Beträgen monatlich investieren.
Schließlich solltest du dein Investment regelmäßig überprüfen, aber nicht zu oft. Einmal im Jahr reicht völlig aus, um zu schauen, ob der Fonds noch deinen Kriterien entspricht und ob sich die Zusammensetzung geändert hat. Du kannst auch prüfen, ob es inzwischen bessere Alternativen gibt. Wichtig ist, dass du langfristig investiert bleibst und nicht bei kurzfristigen Kursschwankungen in Panik gerätst. Nachhaltige Geldanlage ist eine Reise, kein Sprint.
Welche Anbieter und Produkte für dich infrage kommen
Die Auswahl an nachhaltigen Geldanlagen ist groß und kann überwältigend sein. Grundsätzlich hast du die Wahl zwischen aktiven Fonds und passiven ETFs. Aktive Fonds werden von einem Team verwaltet, das Unternehmen analysiert und auswählt. Diese Fonds sind oft teurer, können aber bei guten Managern besondere Chancen bieten. Für Einsteiger:innen sind sie jedoch meist weniger geeignet, da die Kosten die Rendite schmälern können.
Passive ETFs sind die einfachere und günstigere Alternative. Sie bilden einen Index ab und bilden die Wertentwicklung der enthaltenen Unternehmen automatisch nach. Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an nachhaltigen ETFs von Anbietern wie iShares, Xtrackers, Amundi oder UBS. Diese unterscheiden sich in den zugrunde liegenden Indizes, den Kriterien und der Kostenstruktur. Ein Vergleich lohnt sich, um das passende Produkt für deine Bedürfnisse zu finden.
Neben Fonds und ETFs gibt es auch nachhaltige Aktien, Anleihen und sogar nachhaltige Tagesgeldkonten. Wenn du einzelne Aktien kaufen möchtest, solltest du dich intensiv mit den Unternehmen beschäftigen und deren Nachhaltigkeitsberichte lesen. Das ist aufwendig, aber du hast die volle Kontrolle über deine Investments. Nachhaltige Anleihen, auch Green Bonds genannt, finanzieren konkrete Umweltprojekte und sind eine Option für konservativere Anleger:innen.
Wenn du dir unsicher bist, kannst du auch einen nachhaltigen Robo-Advisor nutzen. Das sind digitale Vermögensverwalter, die dein Geld automatisch in nachhaltige ETFs investieren. Sie fragen deine Risikobereitschaft ab und stellen ein passendes Portfolio zusammen. Der Vorteil ist, dass du dich um nichts kümmern musst. Der Nachteil ist, dass du weniger Kontrolle hast und die Gebühren etwas höher sein können als bei einem eigenen ETF-Sparplan. Für den Einstieg ist es aber eine bequeme Lösung.
Dein Fahrplan für die nächsten 30 Tage
Du musst nicht sofort alles umsetzen. Nimm dir Zeit und gehe die Schritte in deinem eigenen Tempo an. In der ersten Woche solltest du dich mit deinen eigenen Werten auseinandersetzen. Was ist dir wichtig? Welche Branchen möchtest du nicht unterstützen? Schreibe deine Kriterien auf. Das hilft dir später bei der Auswahl der Produkte und verhindert, dass du dich von Marketing blenden lässt.
In der zweiten Woche kannst du dich über konkrete Produkte informieren. Lies Testberichte, vergleiche ETFs und schaue dir die Websites der Anbieter an. Achte auf die Kosten und die Nachhaltigkeitsstrategie. Du kannst auch einen Blick in die aktuellen Top-Holdings werfen, um zu sehen, welche Unternehmen im Fonds enthalten sind. Wenn dir ein Fonds nicht gefällt, weil er zum Beispiel zu viele Unternehmen enthält, die du nicht magst, dann suche weiter.
In der dritten Woche solltest du ein Depot bei einem günstigen Online-Broker eröffnen, falls du noch keins hast. Das geht in der Regel innerhalb weniger Minuten und ist kostenlos. Achte darauf, dass der Broker die von dir ausgewählten ETFs anbietet. Viele Broker bieten auch kostenlose Sparpläne auf bestimmte ETFs an. Das ist ein guter Weg, um ohne hohe Einstiegshürden zu starten.
In der vierten Woche richtest du deinen ersten Sparplan ein. Du musst nicht mit hohen Beträgen starten. Schon 25 oder rund 50 Euro im Monat sind ein guter Anfang. Wichtig ist, dass du regelmäßig investierst und dabeibleibst. Du kannst den Sparplan jederzeit anpassen oder pausieren. Nachdem du deinen ersten Sparplan eingerichtet hast, hast du den wichtigsten Schritt geschafft. Du bist jetzt Teil der Bewegung für ein nachhaltigeres Finanzsystem.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
ESG steht für Environmental, Social und Governance und ist ein Bewertungsrahmen für Unternehmen. Nachhaltige Geldanlage ist der Oberbegriff für Anlagen, die diese Kriterien berücksichtigen. ESG ist also ein Werkzeug, um Nachhaltigkeit zu messen und zu bewerten.
Ja, das ist möglich. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass nachhaltige Anlagen langfristig schlechter abschneiden. In den letzten Jahren haben viele nachhaltige Indizes sogar besser performt als konventionelle. Die Rendite hängt vor allem von der Marktentwicklung und deiner Anlagestrategie ab.
Achte auf konkrete Ausschlusskriterien und die tatsächlichen Unternehmensbestände. Lies den Verkaufsprospekt und prüfe die Einstufung nach der EU-Offenlegungsverordnung. Sei skeptisch bei schwammigen Begriffen wie 'verantwortungsvoll' ohne klare Definition. Unabhängige Ratings und Siegel können dir zusätzlich helfen.
Kosten sind sehr wichtig, da sie deine Rendite direkt schmälern. Achte auf die laufenden Kosten (TER) und den Ausgabeaufschlag. Viele nachhaltige ETFs sind inzwischen genauso günstig wie konventionelle. Ein Vergleich lohnt sich, denn schon kleine Kostenunterschiede machen über die Jahre viel aus.
Nein, das Risiko hängt in erster Linie von der Anlageklasse ab, nicht von der Nachhaltigkeit. Aktien sind immer riskanter als Anleihen, unabhängig von ESG-Kriterien. Nachhaltige Fonds können sogar weniger riskant sein, da sie Unternehmen mit schlechten Umweltbilanzen meiden, die oft hohen regulatorischen Risiken ausgesetzt sind.
Ja, absolut. Mit einem ETF-Sparplan kannst du schon ab rund 25 Euro im Monat in einen breit gestreuten nachhaltigen Index investieren. Du musst also kein großes Startkapital haben. Der Schlüssel ist, regelmäßig zu sparen und langfristig investiert zu bleiben.
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