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Nachhaltige Geldanlage für Anfänger: So legst du dein Geld grün an

Nachhaltige Geldanlage verbindet Rendite mit ökologischen und sozialen Kriterien. Als Anfänger brauchst du dafür keine Vorkenntnisse, aber einen klaren Blick auf die Produkte und ihre tatsächliche Wirkung.

10 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Nachhaltige Geldanlage heißt, dein Geld nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien zu verleihen oder zu investieren.
  • Für den Einstieg eignen sich ein grünes Girokonto und nachhaltige Sparprodukte, die der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen.
  • Bei Fonds und ETFs helfen dir die EU-Taxonomie und ESG-Kriterien, Greenwashing zu erkennen.
  • Höhere Renditechancen gibt es bei risikoreicheren Anlagen wie Crowdinvesting oder Waldinvestments, dort ist aber auch ein Totalverlust möglich.

01 · Grundlagen

Was ist nachhaltige Geldanlage?

Nachhaltige Geldanlage bedeutet, dass dein Geld nicht nur eine Rendite erwirtschaftet, sondern auch ökologische oder soziale Ziele unterstützt. Die konkrete Ausrichtung kann je nach Produkt und Anbieter sehr unterschiedlich sein.

Geld anzulegen bedeutet immer, Geld zu verleihen. Du gibst einer Bank oder einem Unternehmen Kapital, das diese wiederum für konkrete Projekte und Wertpapiere einsetzen. Bei nachhaltigen Geldanlagen fließt dieses Kapital gezielt in Vorhaben wie den Bau von Windrädern, energetische Haussanierungen oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen.

Die positiven Effekte auf Klima und Umwelt sind dabei vielfach indirekter Natur und lassen sich kaum exakt beziffern. Entscheidend ist, dass du dir bewusst machst, wem und wofür du dein Geld überlässt. Auch bei abstrakten Bankprodukten stecken dahinter letztlich konkrete Menschen und Projekte.

Die EU-Taxonomie gibt wissenschaftsbasierte Kriterien vor, die Wirtschaftsaktivitäten erfüllen müssen, um sich nachhaltig nennen zu dürfen. Allerdings sind Begriffe wie „grün“, „klimafreundlich“ oder „ethisch“ bei Geldanlagen nicht geschützt. Die Aufnahme von Atomenergie und Erdgas in den Kriterienkatalog zeigt, dass die europäische Definition nicht zwingend deine eigenen Vorstellungen von Nachhaltigkeit widerspiegelt.

Kurz erklärt

Nachhaltige Geldanlage

Geldanlage, die neben Rendite und Sicherheit auch ethische, ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt. Das Geld fließt in Projekte oder Unternehmen, die einen positiven Beitrag zu Umwelt oder Gesellschaft leisten sollen.

Die EU-Taxonomie definiert wissenschaftsbasierte Kriterien für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten, aber Begriffe wie 'grün' oder 'ethisch' sind bei Geldanlagen nicht geschützt.

02 · Vergleich

Nachhaltige Banken: Der einfache Einstieg

Ein grünes Girokonto oder ein Sparprodukt bei einer nachhaltigen Bank ist der unkomplizierteste Weg, dein Geld nachhaltig zu parken. Die Bank übernimmt dabei die Auswahl der Kriterien für dich.

Der unkomplizierteste Weg in die nachhaltige Geldanlage führt über ein grünes Girokonto. Du erhältst dabei den gleichen Service wie bei einem konventionellen Konto, also Online-Banking, Kreditkarten und Bargeldbezug. Der Bargeldbezug erfolgt bei ethisch-ökologischen Banken meist über den Geldautomaten-Verbund der Genossenschaftsbanken.

Dein Geld ist auch bei einem grünen Girokonto bis 100.000 Euro pro Person über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Bei spezialisierten nachhaltigen Banken musst du allerdings meist auf Filialen verzichten, die persönliche Beratung läuft in erster Linie telefonisch oder online.

Ein entscheidender Unterschied liegt in der Anlagepolitik. Nachhaltige Banken richten ihre gesamte Geschäftspolitik nach ethisch-ökologischen Kriterien aus, während konventionelle Banken grüne Produkte nur als Teil ihres Angebots führen. Bei den Kontogebühren folgen kleinere grüne Banken eher einem Transparenzansatz, bei dem die Gebühren den tatsächlichen Aufwand decken.

Nachhaltige Banken im Vergleich zu konventionellen Banken
Nachhaltige BankKonventionelle Bank
AnlagepolitikGesamte Anlagepolitik nach ethisch-ökologischen Kriterien ausgerichtet
EinlagensicherungBis 100.000 Euro pro Person gesetzlich geschützt
FilialnetzMeist weniger Filialen, Beratung oft telefonisch oder online
KontogebührenEher transparenter Kostenansatz, Gebühren decken AufwandOft Mischkalkulation oder kostenlose Konten als Kundenwerbung

03 · Im Vertrag

ESG-Kriterien und EU-Taxonomie: Was steckt dahinter?

Die Abkürzung ESG steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese Kriterien bilden die Grundlage für die Bewertung nachhaltiger Geldanlagen, sind aber nicht immer einheitlich definiert.

ESG steht für Environmental, Social und Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Anhand dieser drei Dimensionen bewerten Anbieter, ob ein Unternehmen oder ein Projekt für eine nachhaltige Geldanlage infrage kommt. Die Kriterien sind jedoch nicht einheitlich definiert, was den Vergleich verschiedener Produkte erschwert.

Die EU-Taxonomie soll hier für Klarheit sorgen. Sie legt wissenschaftsbasierte Kriterien fest, die Wirtschaftsaktivitäten erfüllen müssen, um als nachhaltig zu gelten. Der Kompromisscharakter dieser Verordnung zeigt sich daran, dass auch Atomenergie und Erdgas aufgenommen wurden.

Für Fonds gibt es mit den Paris aligned Benchmarks (PAB) und den Climate transition Benchmarks (CTB) zwei Referenzwerte, die sich am Pariser Klimaabkommen orientieren. PAB sind mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar, CTB unterstützen den Übergang zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft. Diese Standards helfen dir, die Klimaausrichtung eines Fonds besser einzuschätzen.

Die wichtigsten Begriffe für deine nachhaltige Geldanlage

ESG-KriterienBewertungEnvironmental, Social, Governance: Kriterien aus Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung, nach denen Anlagen bewertet werden.
EU-TaxonomieRegulierungWissenschaftsbasierte Kriterien der EU, die festlegen, welche Wirtschaftsaktivitäten als nachhaltig gelten dürfen. Die Aufnahme von Atomenergie und Erdgas zeigt den Kompromisscharakter.
Paris aligned Benchmarks (PAB)FondsstandardReferenzwerte für Fonds, die mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens vereinbar sind.
Climate transition Benchmarks (CTB)FondsstandardReferenzwerte für Fonds, die den Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft unterstützen.
Sustainable Development Goals (SDG)Zielrahmen17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, an denen sich viele nachhaltige Geldanlagen orientieren.

04 · Was gilt

Ausschlusskriterien: Was in deinem grünen Depot nichts zu suchen hat

Viele nachhaltige Fonds und ETFs arbeiten mit Ausschlusskriterien. Sie schließen Unternehmen oder Branchen aus, die bestimmten ethischen oder ökologischen Standards widersprechen.

Typische Ausschlüsse betreffen Waffen und Rüstungsgüter, Kohle, Öl und Gas sowie Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen. Auch Tabak und Glücksspiel landen häufig auf der Ausschlussliste.

Bei Atomenergie ist das Bild uneinheitlich. Manche Anbieter schließen sie aus, andere folgen der EU-Taxonomie und lassen sie zu. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick in die Anlagebedingungen, bevor du dich für ein Produkt entscheidest.

Im grünen Depot enthalten sein können dagegen Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien wie Wind und Solar, Firmen mit hohen Sozialstandards oder Hersteller nachhaltiger Produkte. Auch Unternehmen im Übergang zu klimafreundlicher Produktion finden sich in manchen Fonds, wenn sie glaubwürdige Transformationspläne vorweisen.

Wird ausgeschlossen

·Waffen und Rüstungsgüter
·Kohle, Öl und Gas (fossile Brennstoffe)
·Atomenergie (je nach Anbieter)
·Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen
·Tabak und Glücksspiel

Kann enthalten sein

·Erneuerbare Energien wie Wind und Solar
·Unternehmen mit hohen Sozialstandards
·Firmen mit transparenter Unternehmensführung
·Hersteller nachhaltiger Produkte
·Unternehmen im Übergang zu klimafreundlicher Produktion

05 · Schritt für Schritt

Anlagestrategien für Anfänger: So startest du grün

Für den Einstieg in die nachhaltige Geldanlage brauchst du keine komplizierte Strategie. Ein schrittweises Vorgehen hilft dir, Sicherheit, Liquidität und Rendite in ein passendes Verhältnis zu bringen.

Der Einstieg in die nachhaltige Geldanlage gelingt am besten in mehreren Schritten. Beginne mit einem grünen Girokonto bei einer nachhaltigen Bank, denn das ist der einfachste Weg und zeigt täglich, wem du dein Geld anvertraust. Der Wechsel wird dir von der neuen Bank erleichtert, seit September 2016 sind Institute dazu sogar verpflichtet.

Für deinen Notgroschen und kurzfristige Rücklagen eignen sich nachhaltige Sparprodukte wie Tagesgeld oder Festgeld. Sie sind bis 100.000 Euro pro Person über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt und bieten maximale Sicherheit, auch wenn die Rendite gering ausfällt.

Für den langfristigen Vermögensaufbau kommen breit gestreute nachhaltige Fonds oder ETFs infrage. Achte dabei auf Paris aligned Benchmarks oder Climate transition Benchmarks, um die Klimaausrichtung zu prüfen. Risikoreichere Anlagen wie Crowdinvesting oder Waldinvestments solltest du nur mit einem kleinen Teil deines Vermögens in Betracht ziehen.

01

Grünes Girokonto eröffnen

Nutze ein Girokonto bei einer nachhaltigen Bank. Es ist der einfachste Einstieg und zeigt täglich, wem du dein Geld anvertraust.

02

Nachhaltige Sparprodukte wählen

Tagesgeld oder Festgeld bei einer grünen Bank ist sicher und unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person.

03

In nachhaltige Fonds oder ETFs investieren

Für langfristigen Vermögensaufbau eignen sich breit gestreute nachhaltige Fonds oder ETFs. Achte auf Paris aligned Benchmarks oder Climate transition Benchmarks.

04

Risikoreichere Anlagen prüfen

Crowdinvesting oder Waldinvestments bieten höhere Renditechancen, aber auch ein Totalverlustrisiko. Sie sind nur für einen kleinen Teil deines Vermögens geeignet.

05

Angebote kritisch prüfen

Lies die Angebotsunterlagen genau und nutze unabhängige Beratung, zum Beispiel von den Verbraucherzentralen.

06 · Kosten

Rendite nachhaltiger Geldanlagen: Was du erwarten kannst

Die Rendite nachhaltiger Geldanlagen hängt von der Anlageform ab. Grundsätzlich gilt: Mehr Sicherheit bedeutet weniger Ertrag, mehr Risiko kann höhere Renditen bringen.

Die Rendite hängt bei nachhaltigen Geldanlagen genauso wie bei konventionellen von der Anlageform ab. Grundsätzlich gilt: Mehr Sicherheit bedeutet weniger Ertrag, mehr Risiko kann höhere Renditen bringen. Nachhaltige Geldanlagen sind in der Rendite nicht grundsätzlich schlechter als konventionelle Produkte.

Für grüne Girokonten und nachhaltiges Tagesgeld liegen die Zinsen meist im Bereich von 0 bis 2 Prozent pro Jahr. Nachhaltiges Festgeld bringt je nach Laufzeit etwa 1 bis 3 Prozent. Green Bonds, also grüne Anleihen, können 2 bis 4 Prozent pro Jahr erwirtschaften.

Langfristig orientierte nachhaltige Aktienfonds und ETFs erzielen im historischen Durchschnitt 4 bis 8 Prozent pro Jahr, unterliegen aber deutlichen Schwankungen. Crowdinvesting und Waldinvestments werben mit 5 bis 10 Prozent oder mehr, bergen jedoch ein erhebliches Totalverlustrisiko und sind nicht über die Einlagensicherung abgesichert.

Renditeerwartungen nach Anlageform

Nachhaltiges TagesgeldSicher, bringt in der Regel nur einen geringen Zinsertrag
Nachhaltiges FestgeldFeste Laufzeit, sicher, in der Regel nur geringer Zinsertrag
Nachhaltige Aktienfonds und ETFsKursschwankungen und Dividenden, keine Garantie für Erträge
WaldinvestmentsHohe Renditeversprechen, die Anlage ist riskant und spekulativ

07 · Fehler vermeiden

Greenwashing erkennen: 6 Anzeichen für leere Versprechen

Nicht jedes Produkt, das sich grün nennt, ist auch nachhaltig. Greenwashing ist ein häufiges Problem bei nachhaltigen Geldanlagen, deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Blindes Vertrauen ist bei grünen Geldanlagen nicht angebracht. Begriffe wie „klimafreundlich“, „grün“ oder „ethisch“ sind nicht geschützt, deshalb musst du selbst genau hinschauen, was sich hinter den Angeboten verbirgt. Ein erster Hinweis auf Greenwashing sind unklare oder nicht nachvollziehbare Nachhaltigkeitskriterien im Produktnamen.

Fehlende Transparenz über die tatsächlich enthaltenen Unternehmen oder Projekte ist ein weiteres Warnsignal. Wenn du nicht erkennen kannst, wohin dein Geld fließt, solltest du vorsichtig sein. Auch Nachhaltigkeit als reines Marketingargument ohne belegbare Wirkung deutet auf leere Versprechen hin.

Achte außerdem darauf, ob eine unabhängige Prüfung oder ein Nachhaltigkeitsbeirat existiert. Widersprüchliche Angaben zwischen Werbung und offiziellen Angebotsunterlagen sind ein klares Alarmsignal. Und wenn Ausschlusskriterien nur einen winzigen Teil des Marktes betreffen, ist die grüne Wirkung oft geringer als der Name vermuten lässt.

So erkennst du Greenwashing bei Geldanlagen

·Unklare oder nicht nachvollziehbare Nachhaltigkeitskriterien im Produktnamen
·Fehlende Transparenz über die tatsächlich enthaltenen Unternehmen oder Projekte
·Nachhaltigkeit als reines Marketingargument ohne belegbare Wirkung
·Keine unabhängige Prüfung oder kein Nachhaltigkeitsbeirat
·Widersprüchliche Angaben zwischen Werbung und offiziellen Angebotsunterlagen
·Ausschlusskriterien, die nur einen winzigen Teil des Marktes betreffen

08 · Hintergrund

Crowdinvesting und Waldinvestments: Hohe Chancen, hohes Risiko

Crowdinvesting und Waldinvestments locken mit überdurchschnittlichen Renditen. Sie sind aber keine Einlagensicherung und können zum Totalverlust deines eingesetzten Kapitals führen.

Crowdinvesting bedeutet, dass du dich direkt an Projekten beteiligst, oft mit sozial-ökologischen Zielsetzungen. Die Laufzeiten sind meist mehrjährig, weil das investierte Geld Zeit braucht, um in den Projekten vor Ort zu wirken. Je kürzer die Laufzeit, desto schneller bekommst du dein Geld zurück, aber manche Investments lohnen sich für den Emittenten erst ab einer bestimmten Laufzeit.

Waldinvestments werben mit Renditen wie 7,6 Prozent oder 10,29 Prozent, wie Beispiele aus der Branche zeigen. Diese Angebote sind jedoch riskant, weil sie oft nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind. Ein Totalverlust deines eingesetzten Kapitals ist möglich.

Für Anfänger sind solche Anlagen nur bedingt geeignet. Wenn du sie in Betracht ziehst, solltest du sie auf einen kleinen Teil deines Vermögens begrenzen und die Angebotsunterlagen kritisch prüfen. Eine unabhängige Beratung, zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen, hilft dir, die Risiken realistisch einzuschätzen.

Crowdinvesting bedeutet, dass du dich direkt an Projekten beteiligst, oft mit sozial-ökologischen Zielsetzungen. Die Laufzeiten sind meist mehrjährig, weil das investierte Geld Zeit braucht, um in den Projekten vor Ort zu wirken. Je kürzer die Laufzeit, desto schneller bekommst du dein Geld zurück, aber manche Investments lohnen sich für den Emittenten erst ab einer bestimmten Laufzeit.

Waldinvestments werben mit Renditen wie 7,6 Prozent oder 10,29 Prozent, wie Beispiele aus der Branche zeigen. Diese Angebote sind jedoch riskant, weil sie oft nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind. Ein Totalverlust ist möglich, wenn das Projekt scheitert oder der Anbieter insolvent wird.

Für Anfänger gilt: Setze bei solchen Anlagen nur Geld ein, dessen Verlust du verkraften kannst.

09 · Was gilt

Steuern auf nachhaltige Geldanlagen: Das bleibt dir

Auch bei nachhaltigen Geldanlagen fallen Steuern auf Erträge an. Der Sparer-Pauschbetrag hilft dir, einen Teil deiner Kapitalerträge steuerfrei zu erhalten.

Für das Jahr 2026 liegt er bei 1000 Euro pro Person, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 Euro pro Jahr.

Für Erträge aus Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass 30 Prozent der Erträge steuerfrei bleiben und nur der Rest versteuert wird. Diese Regelung soll die Vorbelastung der Fonds auf Unternehmensebene ausgleichen.

Erträge über dem Sparer-Pauschbetrag unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuer. Das betrifft Zinserträge aus Tagesgeld und Festgeld, Dividenden aus Einzelaktien und Erträge aus Crowdinvesting gleichermaßen.

10 · Checkliste

Nachhaltige Geldanlage für Anfänger: Deine Checkliste

Mit dieser Checkliste gehst du strukturiert vor und vermeidest typische Fehler. Sie führt dich von der Auswahl der Bank bis zur Prüfung der Nachhaltigkeit.

Mit einer klaren Reihenfolge vermeidest du typische Fehler beim Einstieg in die nachhaltige Geldanlage. Beginne mit dem grünen Girokonto bei einer nachhaltigen Bank und lege deinen Notgroschen auf nachhaltiges Tagesgeld. So sind deine alltäglichen Geldgeschäfte und deine Rücklagen abgedeckt.

Erst danach solltest du dich um den langfristigen Vermögensaufbau kümmern. Lege deine Sparziele und deinen Anlagehorizont fest, bevor du nachhaltige Fonds oder ETFs auswählst. Achte auf klare Ausschlusskriterien und prüfe, ob Paris aligned Benchmarks oder Climate transition Benchmarks verwendet werden.

Lies die Angebotsunterlagen kritisch und achte auf Greenwashing-Anzeichen. Risikoreiche Anlagen wie Crowdinvesting solltest du auf maximal 10 Prozent deines Vermögens begrenzen. Nutze den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr und hole dir bei Unsicherheiten unabhängige Beratung bei den Verbraucherzentralen.

So legst du als Anfänger nachhaltig Geld an

01

Grünes Girokonto bei einer nachhaltigen Bank eröffnen

02

Notgroschen auf nachhaltiges Tagesgeld legen

03

Sparziele und Anlagehorizont festlegen

04

Nachhaltige Fonds oder ETFs mit klaren Ausschlusskriterien auswählen

05

Auf Paris aligned Benchmarks oder Climate transition Benchmarks achten

06

Angebotsunterlagen kritisch lesen und Greenwashing-Anzeichen prüfen

07

Unabhängige Beratung bei den Verbraucherzentralen einholen

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026