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FinanzbildungInvestieren11 Min.

Momentum ETF kaufen: So nutzt du den Trend für dein Portfolio

Momentum ETFs setzen auf Aktien, die bereits stark gelaufen sind. Klingt nach Hype, ist aber eine wissenschaftlich fundierte Strategie. Hier erfährst du, wie sie funktioniert und ob sie zu dir passt.

Momentum StrategieETF GrundlagenAktien Trends
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Momentum ETFs sind eine Ergänzung, kein Ersatz für ein Basisportfolio.
Wie funktioniert das?
Kaufe Starke, verkaufe Schwache.
Der ETF gewichtet Aktien mit hoher vergangener Rendite höher.
Ist das riskant?
Ja, aber anders.
Die Strategie hat Phasen mit hoher Volatilität und kann stark schwanken.
Wie starte ich?
Sparplan oder Einmalzahlung.
Ein ETF-Sparplan auf einen Momentum Index ist der einfachste Einstieg.

Warum dich das Thema Momentum ETF kaufen betrifft

Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass man Aktien kaufen soll, wenn sie steigen. Das klingt erstmal kontraintuitiv. Die meisten Menschen wollen günstig kaufen und teuer verkaufen. Der Momentum-Ansatz dreht diese Logik jedoch um: Er kauft Aktien, die bereits gestiegen sind, in der Hoffnung, dass der Trend anhält. Dieses Prinzip betrifft dich, weil es eine der wenigen Anlagestrategien ist, die in der Finanzwissenschaft über Jahrzehnte hinweg nachgewiesenermaßen funktioniert hat.

Für dich als Anleger bedeutet das: Du musst nicht die Zukunft vorhersagen können. Du musst nicht wissen, welches Unternehmen das nächste Apple oder Tesla wird. Stattdessen folgst du schlicht der Marktbewegung. Das ist eine Form des Investierens, die auf Regeln basiert und nicht auf Bauchgefühl. Gerade in Zeiten, in denen sich Trends durch Technologie und Globalisierung schneller bilden, kann dieser Ansatz interessant sein.

Doch Vorsicht: Der Momentum-Faktor ist kein Selbstläufer. Es gibt Phasen, in denen die Strategie deutlich schlechter abschneidet als der breite Markt. Wenn du also überlegst, einen Momentum ETF zu kaufen, solltest du verstehen, worauf du dich einlässt. Dieser Artikel hilft dir dabei, die Grundlagen zu verstehen und eine fundierte Entscheidung zu treffen, die zu deiner persönlichen Situation passt.

Am Ende geht es nicht darum, den perfekten Zeitpunkt zu finden. Es geht darum, eine Strategie zu wählen, die zu deinem Risikoprofil und deinen Zielen passt. Der Momentum-Ansatz ist eine von vielen Möglichkeiten. Wenn du neu im Thema bist, ist es wichtig, die Mechanismen zu verstehen, bevor du dein Geld investierst. Genau das schaffen wir hier Schritt für Schritt.

seit 1927
wird der Momentum-Faktor in der Wissenschaft untersucht und belegt.
jede:r 4. Euro
in Deutschland wird über ETFs investiert, Tendenz stark steigend.
2x im Jahr
wird der Index in der Regel neu gewichtet, um die stärksten Aktien zu halten.

Was ist ein Momentum ETF überhaupt? Grundlagen einfach erklärt

Ein ETF, das ist ein Exchange Traded Fund, ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er bildet einen bestimmten Index nach, zum Beispiel den DAX oder den S&P 500. Wenn du einen ETF kaufst, kaufst du einen Korb voller Aktien, die in diesem Index enthalten sind. Das bietet dir sofortige Diversifikation, also die Verteilung deines Geldes auf viele verschiedene Unternehmen, ohne dass du jede Aktie einzeln kaufen musst.

Ein Momentum ETF bildet nun nicht einen klassischen Index wie den DAX ab, sondern einen speziellen Momentum-Index. Dieser Index enthält nicht einfach die größten Unternehmen, sondern die Unternehmen mit der stärksten Kursentwicklung in der Vergangenheit. Die Grundidee ist, dass Aktien, die in den letzten sechs bis zwölf Monaten stark gestiegen sind, diese Tendenz oft noch eine Weile fortsetzen. Dieses Phänomen nennt man Momentum.

Die Auswahl der Aktien erfolgt also nicht nach Unternehmensgröße oder Branche, sondern rein nach der bisherigen Wertentwicklung. Die Zusammensetzung des Index wird regelmäßig, meist halbjährlich, überprüft und angepasst. Aktien, die an Schwung verlieren, fliegen raus. Neue, starke Aktien kommen dafür in den Index. So bleibt der Fonds immer auf dem neuesten Stand der Trends.

Für dich als Anleger bedeutet das: Du setzt nicht auf einzelne Unternehmen, sondern auf ein systematisches Regelwerk. Du kaufst gewissermaßen die Gewinner von gestern und heute, in der Hoffnung, dass sie auch morgen noch gewinnen. Das ist eine passive Anlageform, aber mit einer aktiven Strategie dahinter. Der Unterschied zu einem klassischen Welt-ETF ist also nicht das Produkt an sich, sondern die zugrunde liegende Auswahlregel.

Die Funktionsweise: So arbeitet die Momentum-Strategie im Detail

Die Momentum-Strategie basiert auf der empirischen Beobachtung, dass Aktienkurse Trends folgen. Diese Trends entstehen nicht zufällig, sondern oft durch sich selbst verstärkende Prozesse. Wenn eine Aktie steigt, zieht sie Aufmerksamkeit auf sich. Mehr Anleger kaufen, der Kurs steigt weiter, noch mehr Anleger steigen ein. Diesen Kreislauf nennt man Herdenverhalten oder auch positiven Feedback-Loop.

Der Indexanbieter, zum Beispiel MSCI oder S&P, berechnet den Momentum-Index nach festen Regeln. Zuerst wird ein Universum an Aktien festgelegt, zum Beispiel alle großen Unternehmen aus den Industrieländern. Dann wird für jede Aktie die Rendite der letzten sechs und zwölf Monate berechnet, abzüglich der Rendite des risikofreien Zinses. Aktien mit der höchsten relativen Stärke erhalten ein höheres Gewicht im Index.

Das Besondere ist die Gewichtung. Es werden nicht alle Aktien gleich gewichtet, sondern die mit dem stärksten Momentum bekommen einen größeren Anteil. So hat der Fonds automatisch mehr Geld in den stärksten Trends investiert. Die Anpassung erfolgt in der Regel zweimal im Jahr. Dann wird der Index neu berechnet und die Zusammensetzung aktualisiert. Das hält den Fonds aktuell und sorgt dafür, dass abgekühlte Aktien aussortiert werden.

Wichtig zu verstehen: Der Fonds kauft nicht einfach die am stärksten gestiegenen Aktien der letzten Woche. Der Betrachtungszeitraum ist länger, meist sechs bis zwölf Monate. Dadurch werden kurzfristige Zufälligkeiten herausgefiltert und es bleiben die stabilen, mittelfristigen Trends übrig. Diese systematische Vorgehensweise macht die Strategie für Privatanleger zugänglich, ohne dass du selbst ständig den Markt beobachten musst.

Kosten und Gebühren: Was du beim Kauf eines Momentum ETFs beachten solltest

Wie bei allen ETFs gibt es auch bei Momentum ETFs laufende Kosten, die als Gesamtkostenquote (TER) bezeichnet werden. Diese liegt bei den meisten Produkten dieser Art etwas höher als bei einem simplen Welt-ETF. Der Grund dafür ist die aufwendigere Indexberechnung und die häufigere Umschichtung der Positionen. Du solltest die TER verschiedener Anbieter vergleichen, da sie sich spürbar unterscheiden kann.

Neben der TER gibt es noch die Transaktionskosten, die durch den Kauf und Verkauf der Wertpapiere im Fonds entstehen. Diese sind in der Regel bereits in der Wertentwicklung des Fonds enthalten und werden nicht separat ausgewiesen. Sie fallen also nicht direkt für dich an, beeinflussen aber die Rendite. Ein weiterer Punkt ist der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, den du beim Handel an der Börse zahlst.

Wenn du einen Momentum ETF kaufen möchtest, fallen bei deiner Bank oder deinem Broker Ordergebühren an. Diese sind abhängig vom Anbieter und können bei einem Sparplan oft reduziert oder sogar ausgesetzt sein. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein Sparplan eine gute Wahl, da du regelmäßig Anteile kaufst und so den Durchschnittskosten-Effekt nutzt. Dieser gleicht Kursschwankungen auf natürliche Weise aus.

Achte darauf, dass die Gesamtkosten nicht zu hoch sind, denn sie schmälern deine Rendite. Ein Unterschied von rund 0,2 Prozentpunkten pro Jahr mag klein erscheinen, macht aber über 20 oder 30 Jahre einen großen Unterschied. Vergleiche daher die Produkte auf den gängigen Vergleichsportalen und achte auf die Fondsgröße. Ein größeres Fondsvolumen bedeutet meist mehr Liquidität und geringere Spreads, was dir zugutekommt.

Worauf du beim Kauf achten solltest: Der Praxisleitfaden

Bevor du einen Momentum ETF kaufst, solltest du dir über dein Anlageziel im Klaren sein. Dieser ETF ist kein Instrument für kurzfristige Spekulation, sondern für langfristiges Wachstum. Du solltest bereit sein, das Geld mindestens fünf Jahre, besser noch länger, nicht anzufassen. Nur so kann sich der Momentum-Effekt entfalten und zwischenzeitliche Rückschläge können ausgesessen werden.

Achte auf den zugrunde liegenden Index. Es gibt verschiedene Momentum-Indizes, die sich in der Region und der Anzahl der enthaltenen Aktien unterscheiden. Manche bilden nur den US-Markt ab, andere den globalen Markt. Für die breite Streuung ist ein globaler Index meist die bessere Wahl. Prüfe auch, ob der Index den Momentum-Faktor rein abbildet oder mit anderen Faktoren wie Qualität kombiniert.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl des Brokers. Du benötigst ein Depot, um ETFs kaufen zu können. Achte auf die Kostenstruktur des Brokers, insbesondere auf die Gebühren für Sparpläne und Einzelkäufe. Viele Neobroker bieten mittlerweile provisionsfreie Sparpläne auf eine große Auswahl an ETFs an. Das senkt die Einstiegshürde erheblich und macht auch kleine monatliche Beträge sinnvoll.

Überlege dir, ob du einen Sparplan oder eine Einmalanlage tätigen möchtest. Ein Sparplan ist ideal für den regelmäßigen Vermögensaufbau und reduziert das Risiko von Fehlentscheidungen beim Timing. Eine Einmalanlage kann sich lohnen, wenn du bereits über eine größere Summe verfügst und langfristig investieren möchtest. Du kannst auch beides kombinieren, indem du eine Einmalanlage tätigst und parallel einen Sparplan laufen lässt.

Typische Fehler beim Momentum ETF kaufen: Diese Fallstricke solltest du vermeiden

Der häufigste Fehler ist, den Momentum ETF mit einem klassischen Welt-ETF zu verwechseln. Ein Welt-ETF wie der MSCI World bildet den Gesamtmarkt ab und ist die Basis für viele Portfolios. Ein Momentum ETF ist eine Ergänzung, ein Satellit, der einen bestimmten Faktor übergewichtet. Wenn du nur einen Momentum ETF kaufst, setzt du alles auf eine Karte und erhöhst dein Risiko deutlich.

Ein weiterer Fehler ist das ständige Umschichten. Wer einen Momentum ETF kauft, muss der Strategie vertrauen. Wenn du nach einem Jahr schlechter Performance wieder verkaufst, hast du den Sinn der Anlage nicht verstanden. Die Strategie funktioniert nur über den langfristigen Horizont. Kurzfristige Rückschläge sind Teil des Spiels und sollten nicht zu panischen Reaktionen führen.

Viele Anleger unterschätzen auch die Volatilität. Momentum ETFs können in bestimmten Marktphasen deutlich stärker schwanken als der Gesamtmarkt. Wenn der Markt dreht, können die zuvor starken Aktien überproportional fallen. Du solltest also sicher sein, dass du solche Schwankungen emotional und finanziell verkraftest, ohne deine Anlageentscheidung zu überdenken. Ein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto ist daher unerlässlich.

Zu guter Letzt solltest du nicht blind auf die Rendite der Vergangenheit schauen. Ein ETF, der in den letzten Jahren stark gelaufen ist, muss das nicht zwangsläufig auch in der Zukunft tun. Die Auswahl sollte auf Basis der Strategie und der Kosten erfolgen, nicht auf Basis der letzten Performance. Lies den Factsheet des Fonds und verstehe, was du kaufst. Nur so triffst du eine bewusste und informierte Entscheidung.

Konkrete nächste Schritte: So kaufst du deinen ersten Momentum ETF

Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Depots, falls du noch keins hast. Das geht heute komplett online in wenigen Minuten. Vergleiche die Angebote der verschiedenen Broker und achte auf die Kosten für Sparpläne und den Kauf von ETFs. Viele Anbieter locken mit kostenlosen Sparplänen, was gerade für den Start von Vorteil ist. Du benötigst dafür in der Regel nur deinen Personalausweis und ein Girokonto.

Im zweiten Schritt wählst du den passenden Momentum ETF aus. Nutze dafür die Suchfunktion deines Brokers und gib Begriffe wie Momentum oder MSCI Momentum ein. Du wirst eine Auswahl an Produkten sehen. Achte auf die Währung, die Fondsgröße und die TER. Für den Anfang ist ein ETF auf den MSCI World Momentum Index eine solide Wahl, da er global diversifiziert ist und den Faktor sauber abbildet.

Der dritte Schritt ist die Entscheidung über die Anlageform. Wenn du monatlich einen festen Betrag investieren möchtest, richtest du einen Sparplan ein. Du legst den Betrag fest, zum Beispiel 50 oder rund 100 Euro, und den Ausführungstermin. Der Broker kauft dann automatisch Anteile des ETFs. Wenn du eine größere Summe investieren möchtest, gibst du eine Order auf und kaufst die gewünschte Stückzahl zum aktuellen Kurs.

Nach dem Kauf ist die Arbeit nicht getan. Du solltest dein Investment regelmäßig, zum Beispiel einmal im Jahr, überprüfen. Schau dir die Wertentwicklung an und überlege, ob die Strategie noch zu deinen Zielen passt. Wichtig ist, dass du nicht zu häufig eingreifst. Ein Rebalancing, also das Anpassen der Gewichte, ist bei einem einzelnen ETF nicht nötig. Du kannst den Sparplan einfach laufen lassen und von langfristigen Zinseszinseffekten profitieren.

Für wen ist ein Momentum ETF geeignet? Eine ehrliche Einordnung

Ein Momentum ETF ist nicht für jeden Anleger geeignet. Er eignet sich für Menschen, die bereits Grunderfahrung mit Aktien und ETFs haben und ihr Portfolio erweitern möchten. Wenn du noch nie investiert hast, solltest du zuerst mit einem breit gestreuten Welt-ETF beginnen. Dieser bildet den Markt ab und ist die solide Basis für den Vermögensaufbau. Ein Momentum ETF kann dann später als Beimischung dienen.

Die Strategie passt zu Anlegern, die bereit sind, höhere Schwankungen zu akzeptieren. Im Gegenzug ist die erwartete Rendite über lange Zeiträume höher als bei einem reinen Markt-ETF. Das ist der Lohn für das höhere Risiko. Wenn du jedoch bei einem Minus von rund 20 Prozent nachts nicht mehr schlafen kannst, ist diese Anlageform nichts für dich. Du solltest emotional stabil sein und langfristig denken können.

Auch die Anlagedauer spielt eine entscheidende Rolle. Momentum ist ein langfristiger Faktor. Kurzfristig kann die Strategie den Markt deutlich schlagen oder deutlich hinterherhinken. Du brauchst also einen langen Atem und solltest nicht auf schnelle Gewinne hoffen. Ein Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren ist empfehlenswert, um die historischen Renditevorteile des Faktors realistisch einzustreichen.

Kurz gesagt: : Ein Momentum ETF ist ein Werkzeug für fortgeschrittene Anleger, die ihr Portfolio optimieren möchten. Er ist kein Ersatz für einen Basis-ETF, sondern eine Ergänzung. Wenn du die Funktionsweise verstanden hast und bereit bist, das Risiko zu tragen, kann er eine sinnvolle Beimischung sein. Wenn du unsicher bist, starte mit einem kleinen Betrag und erhöhe die Position erst, wenn du dich wohler fühlst.

Die wichtigsten Erkenntnisse für deine Anlageentscheidung

Die Momentum-Strategie ist eine der am besten untersuchten Anomalien der Finanzmärkte. Sie funktioniert über lange Zeiträume und in verschiedenen Märkten. Ein Momentum ETF macht diese Strategie für dich als Privatanleger zugänglich, ohne dass du selbst aufwendige Analysen durchführen musst. Du kaufst einfach einen Korb aus den stärksten Aktien und profitierst von deren anhaltenden Trends.

Die Kosten sind ein entscheidender Faktor. Achte auf eine niedrige TER und vergleiche die Angebote der verschiedenen Fondsanbieter. Die Gebühren schmälern deine Rendite und sollten daher so gering wie möglich sein. Ein Unterschied von wenigen Zehntelprozentpunkten kann über die Jahre einen erheblichen Einfluss auf dein Vermögen haben. Nimm dir die Zeit für den Vergleich, es lohnt sich.

Die Risiken solltest du nicht unterschätzen. Momentum ETFs sind volatiler als klassische Welt-ETFs und können in bestimmten Marktphasen stark fallen. Du solltest nur Geld investieren, das du langfristig nicht benötigst. Ein Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben ist die Grundlage für jede Anlageentscheidung. Nur so kannst du Kursschwankungen gelassen aussitzen.

Letztlich ist die Entscheidung für einen Momentum ETF eine persönliche. Sie hängt von deiner Risikobereitschaft, deinem Anlagehorizont und deinen finanziellen Zielen ab. Nutze die Informationen aus diesem Artikel als Grundlage und triff eine informierte Entscheidung. Der erste Schritt ist immer der schwerste. Aber mit dem richtigen Wissen und einem klaren Plan kannst du die Chancen der Märkte für dich nutzen.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du Kursschwankungen von 30 Prozent oder mehr aussitzen?
Möchtest du aktiv in Trends investieren, statt nur den Gesamtmarkt abzubilden?
Hast du ein langfristiges Anlageziel von mindestens fünf bis sieben Jahren?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ein normaler ETF bildet einen Index wie den DAX oder MSCI World ab, der nach Marktkapitalisierung gewichtet ist. Ein Momentum ETF gewichtet Aktien nach ihrer vergangenen Kursentwicklung. Er kauft also gezielt die Aktien, die in den letzten Monaten am stärksten gestiegen sind.

Das Risiko ist höher als bei einem breit gestreuten Welt-ETF. Die Strategie ist volatiler und kann in Marktphasen, in denen sich Trends umkehren, deutlich stärker fallen. Du solltest daher einen langen Anlagehorizont haben und Kursschwankungen aushalten können.

Ja, die meisten Broker bieten Sparpläne auf Momentum ETFs an. Das ist eine bequeme Möglichkeit, regelmäßig zu investieren und den Durchschnittskosten-Effekt zu nutzen. Du kannst den Sparplan jederzeit anpassen oder pausieren.

Es gibt keinen objektiv besten ETF. Achte auf einen globalen Index, eine niedrige Gesamtkostenquote (TER) und ein ausreichend großes Fondsvolumen. Beliebte Indizes sind der MSCI World Momentum und der MSCI USA Momentum. Vergleiche die Produkte auf Vergleichsportalen.

Das ist keine Entweder-oder-Frage. Ein Welt-ETF ist die solide Basis für dein Portfolio. Ein Momentum ETF kann als Beimischung dienen, um die Renditechancen zu erhöhen. Du solltest den Momentum ETF also nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung betrachten.

In der Regel wird der Index halbjährlich neu zusammengesetzt. Dann werden die Aktien mit dem stärksten Momentum neu gewichtet und schwächere Aktien aussortiert. Dieses Rebalancing stellt sicher, dass der Fonds immer die aktuellen Trends abbildet.

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.