Momentum ETF günstig: Dein einfacher Einstieg in die Trendfolge
Du suchst eine unkomplizierte Strategie, um von Aktientrends zu profitieren? Ein Momentum ETF setzt automatisch auf die stärksten Aktien. Wir zeigen dir, worauf es beim günstigen Kauf ankommt.
Warum dich das Thema Momentum ETF günstig betrifft
Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass man mit Aktien langfristig Vermögen aufbauen kann. Doch die Auswahl der richtigen Einzelaktien ist schwierig und zeitaufwendig. Du fragst dich, ob es nicht eine einfachere Lösung gibt, um am Markt teilzuhaben, ohne ständig Kurse beobachten zu müssen. Ein Momentum ETF könnte genau diese Lösung für dich sein, denn er übernimmt die Auswahl automatisch für dich.
Der Kern der Idee ist simpel: Aktien, die in der Vergangenheit stark gestiegen sind, haben oft eine höhere Wahrscheinlichkeit, auch in der nahen Zukunft weiter zu steigen. Dieses Phänomen nennt man Momentum. Statt nun selbst zu raten, welche Aktie als Nächstes steigt, kaufst du einfach einen Korb aus genau diesen starken Aktien. Das spart dir Zeit und Nerven.
Für dich als Einsteiger ist besonders wichtig, dass du nicht viel Vorwissen benötigst. Du musst keine Bilanzen lesen oder Konjunkturprognosen erstellen. Der ETF erledigt die Arbeit. Und weil es sich um einen ETF handelt, also einen börsengehandelten Indexfonds, kannst du schon mit kleinen Beträgen einsteigen. Das macht das Thema auch für dein erstes Investment interessant.
Der Begriff günstig spielt dabei eine doppelte Rolle. Zum einen geht es um die laufenden Kosten des ETFs, die deine Rendite schmälern können. Zum anderen geht es um den Einstiegszeitpunkt. Ein günstiger Einstieg bedeutet nicht, den perfekten Tiefpunkt zu treffen, sondern über einen Sparplan langfristig einen guten Durchschnittspreis zu erzielen. Genau diese beiden Aspekte schauen wir uns jetzt genauer an.
Die Grundlagen: Was ist ein ETF und was ist Momentum?
Bevor wir ins Detail gehen, klären wir die Basics. Ein ETF, also ein Exchange Traded Fund, ist ein Fonds, der einen bestimmten Index nachbildet. Ein Index ist wie eine virtuelle Liste von Aktien, die nach bestimmten Regeln zusammengestellt wird. Der bekannteste ist der DAX, der die 40 größten deutschen Unternehmen enthält. Wenn du einen ETF auf den DAX kaufst, kaufst du automatisch alle diese 40 Aktien in einem einzigen Wertpapier.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Du streust dein Risiko, weil du nicht von einer einzelnen Firma abhängig bist. Geht es einem Unternehmen schlecht, wird das durch die guten Ergebnisse anderer Unternehmen oft ausgeglichen. ETFs sind zudem transparent und kostengünstig, da sie meist keine teuren Fondsmanager benötigen, die aktiv Entscheidungen treffen. Sie bilden den Index einfach automatisch nach.
Jetzt kommt das Momentum ins Spiel. Der Begriff stammt aus der Physik und bedeutet so viel wie Bewegungsenergie. Auf Aktien übertragen bedeutet er: Ein Trend setzt sich oft fort. Wenn eine Aktie also in den letzten sechs bis zwölf Monaten besonders gut gelaufen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie das auch in den nächsten Monaten tut. Dieses Muster wurde in unzähligen Studien über viele Jahrzehnte beobachtet.
Ein Momentum ETF nutzt genau dieses Muster. Er bildet einen Index ab, der nicht einfach alle Aktien enthält, sondern nur diejenigen mit dem stärksten Kursanstieg in der Vergangenheit. Die Zusammensetzung wird regelmäßig, meist vierteljährlich oder halbjährlich, überprüft und angepasst. Schwache Aktien fliegen raus, starke kommen neu dazu. So bleibt der ETF immer auf dem aktuellen Trend aufgesattelt.
So funktioniert ein Momentum ETF im Detail
Stell dir vor, du hast eine Liste mit 1.500 großen Aktien aus der ganzen Welt. Ein Algorithmus schaut nun zurück, welche dieser Aktien in den letzten zwölf Monaten am stärksten gestiegen sind. Aus diesen Gewinnern wird dann eine neue Liste erstellt, die nur noch die besten 200 bis 300 Aktien enthält. Genau diese Liste ist der Momentum Index, den der ETF nachbildet.
Die Gewichtung innerhalb des Index ist nicht gleich. Aktien mit einem besonders starken Momentum erhalten oft ein höheres Gewicht. Das bedeutet, sie machen einen größeren Anteil am ETF aus. Dadurch profitiert dein Investment stärker von den größten Gewinnern. Gleichzeitig wird das Risiko gestreut, da du nie nur auf eine einzelne Aktie setzt, sondern immer auf einen ganzen Korb.
Ein wichtiger Punkt ist die Umschichtung. Da sich die Kurse täglich ändern, verändert sich auch das Momentum der einzelnen Aktien. Deshalb wird die Zusammensetzung des Index in regelmäßigen Abständen neu berechnet. Bei einem typischen Momentum Index passiert das zweimal im Jahr. Dann werden Aktien, die an Schwung verloren haben, verkauft und durch neue, stärkere Aktien ersetzt.
Für dich als Anleger bedeutet das: Du musst nichts tun. Der ETF übernimmt den kompletten Kauf und Verkauf automatisch. Du hältst einfach deinen ETF-Anteil und profitierst von der Entwicklung. Es ist eine passive Anlage, aber mit einer aktiven Regel dahinter. Diese Regel ist klar definiert und nachvollziehbar, was den ETF sehr transparent macht.
Kosten verstehen: Was bedeutet günstig bei einem Momentum ETF?
Wenn du nach einem günstigen Momentum ETF suchst, stößt du schnell auf die Abkürzung TER. Das steht für Total Expense Ratio, also die gesamten laufenden Kosten. Diese werden jährlich von deinem Investment abgezogen. Bei einem Momentum ETF liegt die TER oft etwas höher als bei einem einfachen Welt-ETF, weil die Umschichtungen mehr Arbeit verursachen. Typisch sind Werte zwischen 0,25 und 0,50 Prozent pro Jahr.
Zusätzlich zur TER gibt es noch die Transaktionskosten, die bei den Umschichtungen anfallen. Diese sind in der TER meist nicht enthalten, aber im Index nachgebildet. Sie sind jedoch relativ gering und für dich als Anleger kaum spürbar. Wichtiger ist der Unterschied zwischen der TER und dem sogenannten Tracking Difference. Letzterer Wert zeigt, wie gut der ETF den Index tatsächlich nachbildet. Ein ETF kann trotz höherer TER am Ende günstiger sein, wenn er den Index besser nachbildet.
Beim Kauf selbst fallen bei fast allen deutschen Brokern keine oder nur sehr geringe Ordergebühren an, wenn du einen Sparplan nutzt. Das ist der mit Abstand günstigste Weg, um in einen Momentum ETF zu investieren. Du legst einen festen Betrag fest, zum Beispiel 50 oder 100 Euro im Monat, und der Broker kauft dafür automatisch ETF-Anteile. Viele Broker bieten Sparpläne auf beliebte ETFs sogar komplett ohne Gebühr an.
Achte also nicht nur auf den Kaufpreis der Anteile, sondern auf die Gesamtkosten. Ein ETF mit einer TER von 0,30 Prozent ist bei einem Sparplan über 20 Jahre deutlich günstiger als einer mit 0,50 Prozent, auch wenn der Einstiegskurs pro Anteil niedriger ist. Der Zinseszinseffekt macht langfristig jeden Prozentpunkt Kosten spürbar. Deshalb lohnt sich der Vergleich der laufenden Kosten immer.
Worauf du beim Kauf unbedingt achten solltest
Der erste Blick sollte immer auf den zugrunde liegenden Index gehen. Es gibt verschiedene Momentum-Indizes, die sich in der Anzahl der Aktien und der Regionen unterscheiden. Der bekannteste ist der MSCI World Momentum Index, der nur Aktien aus Industrieländern enthält. Es gibt aber auch Varianten für Europa oder Schwellenländer. Für den Einstieg ist ein breiter Welt-Index meist die beste Wahl, da er das Risiko am stärksten streut.
Achte auf das Fondsvolumen des ETFs. Ein größeres Volumen bedeutet meist, dass der ETF liquider ist, also einfacher gehandelt werden kann. Zudem ist die Gefahr geringer, dass der Fonds aufgelöst wird. Als Faustregel gilt: Ein Volumen von über 500 Millionen Euro ist ein gutes Zeichen. Du findest diese Kennzahl auf den Webseiten der Fondsgesellschaften oder bei deinem Broker.
Die Wahl des Brokers ist ebenfalls entscheidend. Du solltest einen Anbieter wählen, der eine benutzerfreundliche Oberfläche hat und günstige oder sogar kostenlose Sparpläne anbietet. Achte auch darauf, ob der Broker eine App hat, mit der du dein Investment bequem am Handy verfolgen kannst. Ein guter Broker ist der Schlüssel zu einem entspannten Start in dein Investment.
Zu guter Letzt solltest du die Rebalancing-Regeln verstehen. Manche Indizes schichten monatlich um, andere nur halbjährlich. Häufigeres Umschichten kann zu höheren Kosten führen, aber auch schneller auf neue Trends reagieren. Für dich als Einsteiger ist ein halbjährliches Rebalancing ein guter Kompromiss aus Reaktionsfähigkeit und Kosteneffizienz. Lies dir die Indexmethodik auf der Webseite des Anbieters durch.
Typische Fehler, die du bei Momentum ETFs vermeiden solltest
Der größte Fehler ist, den ETF nach kurzer Zeit wieder zu verkaufen, weil er mal eine schwache Phase hat. Momentum-Strategien können über Monate hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben. Das ist normal und gehört zum System dazu. Wer dann in Panik verkauft, realisiert den Verlust und verpasst oft den anschließenden Aufschwung. Du solltest also einen langen Atem haben und deinen Anlagehorizont von mindestens sieben bis zehn Jahren einplanen.
Ein weiterer Fehler ist die Übergewichtung. Wenn du bereits einen breiten Welt-ETF besitzt, hast du schon viele Aktien aus dem Momentum Index. Ein zusätzlicher Momentum ETF erhöht dann dein Risiko, weil du stärker auf die Gewinner der Vergangenheit setzt. Das kann die Rendite steigern, aber auch die Schwankungen erhöhen. Überlege dir also vorher, wie viel Prozent deines Vermögens du in diese spezielle Strategie stecken möchtest.
Viele Anfänger vergleichen nur die TER und ignorieren die Zusammensetzung des Index. Ein scheinbar günstiger ETF kann einen schlechteren Index abbilden, der weniger Momentum nutzt. Dadurch ist er am Ende teurer, weil die Rendite niedriger ausfällt. Schau dir immer an, welche Aktien im Index enthalten sind und wie die Auswahlregeln genau definiert sind. Qualität schlägt hier den reinen Preis.
Zuletzt solltest du nicht versuchen, den Markt zu timen. Du denkst vielleicht, du kaufst den ETF günstig, wenn der Kurs gerade fällt. Aber niemand weiß, ob der Kurs noch weiter fällt. Ein Sparplan löst dieses Problem elegant, weil du automatisch zu verschiedenen Kursen kaufst. So glättest du den Einstiegspreis und musst keine Entscheidungen treffen, die du später bereust.
Dein konkreter Fahrplan: So kaufst du deinen ersten Momentum ETF
Schritt eins ist die Eröffnung eines Depotkontos bei einem Broker deiner Wahl. Das geht heute komplett online in wenigen Minuten. Du benötigst dafür deinen Personalausweis und deine Steueridentifikationsnummer. Viele Broker bieten ein kostenloses Depot an, du zahlst also keine Kontoführungsgebühr. Achte darauf, dass der Anbieter eine gute Auswahl an ETFs hat und idealerweise kostenlose Sparpläne anbietet.
Im zweiten Schritt suchst du dir den passenden Momentum ETF aus. Nutze dafür einen ETF-Screener, den du kostenlos im Internet findest. Filtere nach dem MSCI World Momentum Index und sortiere nach Fondsvolumen. Wähle dann den ETF mit dem größten Volumen und der niedrigsten TER. Notiere dir die Wertpapierkennnummer, kurz WKN, damit du den Fonds später leicht wiederfindest.
Jetzt richtest du einen Sparplan ein. Lege einen Betrag fest, den du monatlich entbehren kannst, ohne deinen Lebensstandard einzuschränken. Schon 50 Euro im Monat sind ein guter Anfang. Wähle den Ausführungstag, zum Beispiel den 1. oder 15. des Monats. Der Broker kauft dann automatisch Anteile des ETFs für deinen festgelegten Betrag. Du musst dich um nichts weiter kümmern.
Der letzte Schritt ist die Geduld. Überprüfe dein Investment nicht täglich, sondern höchstens einmal im Quartal. Sieh dir an, ob der ETF noch zu deiner Strategie passt und ob sich die Kosten nicht geändert haben. Ansonsten lass den Sparplan einfach laufen. Mit der Zeit wächst dein Vermögen durch den Zinseszinseffekt, und du profitierst von der langfristigen Kraft der Aktienmärkte.
Für wen lohnt sich ein Momentum ETF wirklich?
Ein Momentum ETF eignet sich besonders für Anleger, die eine einfache, regelbasierte Strategie suchen und nicht ständig selbst aktiv werden möchten. Du profitierst von der wissenschaftlich belegten Momentum-Anomalie, ohne dich selbst mit Aktienanalyse beschäftigen zu müssen. Das spart Zeit und reduziert emotionale Fehlentscheidungen, die bei manuellen Käufen häufig vorkommen.
Wenn du ein sehr konservativer Anleger bist und starke Kursschwankungen nicht ertragen kannst, ist ein Momentum ETF weniger geeignet. Die Strategie kann in bestimmten Marktphasen deutlich stärker fallen als der breite Markt. Du solltest also ein gewisses Risikobewusstsein mitbringen und langfristig denken. Nur dann kannst du die temporären Rückschläge aussitzen und von den guten Phasen profitieren.
Für junge Anleger mit einem langen Anlagehorizont ist ein Momentum ETF eine spannende Ergänzung zu einem klassischen Welt-ETF. Du kannst zum Beispiel 80 Prozent in einen günstigen Welt-ETF und 20 Prozent in einen Momentum ETF investieren. So erhöhst du die Chance auf eine höhere Rendite, ohne dein gesamtes Kapital einer speziellen Strategie auszusetzen. Die Beimischung kann das Gesamtportfolio langfristig stärken.
Wichtig ist, dass du die Strategie verstehst und an sie glaubst. Wenn du nicht daran glaubst, wirst du bei der ersten schwachen Phase verkaufen und Verluste realisieren. Informiere dich also gründlich und lies die Indexmethodik. Wenn du die Logik dahinter verstanden hast, fällt es dir leichter, auch schwierige Marktphasen zu überstehen. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Ein normaler ETF bildet einen breiten Index ab, der alle Aktien nach Marktkapitalisierung gewichtet. Ein Momentum ETF filtert nur die Aktien heraus, die in der Vergangenheit am stärksten gestiegen sind. Dadurch ist die Zusammensetzung konzentrierter und dynamischer.
Ja, das geht problemlos. Du kannst einen Sparplan bereits ab 25 oder 50 Euro im Monat einrichten. Der Broker kauft dann anteilige Stücke des ETFs, sodass du nicht das ganze Stück kaufen musst. So ist der Einstieg auch mit kleinem Budget möglich.
Du musst ihn nicht ständig überprüfen. Eine Kontrolle einmal im Quartal ist völlig ausreichend. Schau dann nach, ob der ETF noch zu deiner Strategie passt und ob sich die Kostenstruktur geändert hat. Ansonsten lass den Sparplan einfach laufen.
Ja, in der Regel schon. Da sie nur auf die stärksten Aktien setzen, können sie in Marktkorrekturen stärker fallen. Dafür bieten sie in Aufwärtsphasen oft eine höhere Rendite. Das höhere Risiko solltest du nur eingehen, wenn du langfristig investierst.
Die TER ist ein wichtiger Kostenfaktor, aber nicht der einzige. Du solltest auch die Tracking Difference beachten, also wie gut der ETF den Index nachbildet. Ein ETF mit etwas höherer TER kann am Ende günstiger sein, wenn er den Index besser abbildet.
Ja, das ist eine sinnvolle Strategie. Du kannst zum Beispiel 80 Prozent in einen breiten Welt-ETF und 20 Prozent in einen Momentum ETF investieren. So profitierst du von der breiten Streuung und zusätzlich von der Momentum-Strategie.
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