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Lohnt sich ein Investmentfonds für dich?

Ob sich ein Investmentfonds für dich lohnt, hängt vor allem von deiner Risikobereitschaft, deinem Anlagehorizont und den Kosten ab. Ein breit streuender Fonds kann dir den Vermögensaufbau erleichtern, wenn du die Spielregeln kennst.

11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein Investmentfonds bündelt dein Geld mit dem vieler anderer Anleger und streut es über viele Wertpapiere.
  • Für die meisten Sparer sind kostengünstige ETFs die bessere Wahl als aktiv gemanagte Fonds.
  • Dein Anlagehorizont sollte bei Aktienfonds idealerweise mindestens zehn Jahre betragen.
  • Die jährlichen Kosten eines Fonds schmälern deine Rendite und sollten genau geprüft werden.

01 · Grundlagen

Was ist ein Investmentfonds?

Ein Investmentfonds sammelt das Geld vieler Anleger in einem gemeinsamen Topf. Dieses Vermögen wird nach einer festgelegten Anlagestrategie in Wertpapiere oder Immobilien investiert.

Ein Investmentfonds bündelt das Kapital vieler Anleger und legt es nach einer festgelegten Strategie in Wertpapiere oder Immobilien an. Dein eingezahltes Geld wird dabei Teil eines Sondervermögens, das getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt wird. Diese Trennung schützt dich, falls die Fondsgesellschaft selbst in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Die Fondsanteile, die du erwirbst, verbriefen deinen Anteil am gesamten Fondsvermögen. Steigt der Wert der enthaltenen Aktien, Anleihen oder Immobilien, steigt auch der Wert deiner Anteile. Aktienfonds, Rentenfonds und ETFs kannst du in der Regel jederzeit an Börsen kaufen und verkaufen, was sie zu einer sehr liquiden Anlageform macht.

Immobilienfonds bilden hier eine Ausnahme, da ihre Anteile nicht kurzfristig verfügbar sein müssen. Bei offenen Immobilienfonds kann die Rückgabe in Krisenzeiten für Monate oder sogar Jahre ausgesetzt werden. Für den Einstieg in die Fondswelt eignen sich daher meist börsengehandelte Fonds, bei denen du täglich handeln kannst.

Kurz erklärt

Investmentfonds

Ein Sondervermögen, das das Geld vieler Anleger bündelt und nach einer festgelegten Strategie in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert.

Dein Anteil am Fondsvermögen entspricht deinem eingezahlten Kapital und entwickelt sich mit dem Wert der enthaltenen Anlagen.

02 · Vergleich

Aktienfonds, Rentenfonds oder Mischfonds: Welche Fondsart passt zu dir?

Die Wahl der Fondsart bestimmt dein Renditepotenzial und dein Verlustrisiko. Aktienfonds schwanken stärker, Rentenfonds gelten als defensiver, und Mischfonds kombinieren beide Welten.

Die Fondsart bestimmt, wie stark dein Depot im Wert schwankt und welche Rendite du langfristig erwarten kannst. Aktienfonds investieren überwiegend in Unternehmensanteile und bieten historisch die höchsten Erträge, dafür aber auch die stärksten Kursschwankungen. Rentenfonds setzen auf verzinsliche Wertpapiere von Staaten oder Unternehmen und gelten als defensiver, weil ihre Wertentwicklung vor allem von der Zinsentwicklung abhängt.

Mischfonds kombinieren Aktien und Anleihen in einem Produkt und liegen bei Renditeerwartung und Wertschwankung zwischen den beiden Extremen. Für deine Entscheidung ist entscheidend, wie lange du dein Geld anlegen willst und wie viel Verlust du zwischendurch aushältst. Ein Aktienfonds kann in schwachen Börsenjahren deutlich an Wert verlieren, hat sich aber über lange Zeiträume meist erholt.

  • Für einen Anlagehorizont ab zehn Jahren kommen Aktienfonds infrage, weil du Schwächephasen aussitzen kannst.
  • Für sicherheitsorientierte Anleger mit kürzerem Horizont sind Rentenfonds oder Mischfonds die passendere Wahl.
  • Offene Immobilienfonds bilden eine eigene Kategorie und sind wegen möglicher Rückgabefristen nicht mit den anderen Fondsarten vergleichbar.
Die wichtigsten Fondsarten im direkten Vergleich
AktienfondsRentenfondsMischfonds
AnlageschwerpunktÜberwiegend UnternehmensanteileÜberwiegend verzinsliche WertpapiereKombination aus Aktien und Anleihen
RenditeerwartungLangfristig am höchstenEher moderat
WertschwankungStarkGering bis mittel
Geeignet fürSicherheitsorientierte Anleger

03 · Vergleich

ETFs als Alternative: Lohnt sich ein aktiv gemanagter Fonds überhaupt?

ETFs sind eine Sonderform der Investmentfonds, die einen Vergleichsindex passiv nachbilden. Der entscheidende Unterschied liegt im Fondsmanagement und den daraus resultierenden Kosten.

Ein Computer übernimmt die Auswahl der Wertpapiere, während bei aktiven Fonds ein Fondsmanager versucht, den Markt zu schlagen. Dieses aktive Management verursacht höhere Kosten, die du als Anleger tragen musst.

Die laufenden Kosten aktiver Fonds liegen meist zwischen 1 und 2 Prozent pro Jahr, bei ETFs dagegen nur zwischen 0,1 und 0,5 Prozent. Hinzu kommt bei aktiven Fonds oft ein Ausgabeaufschlag von 3 bis 5 Prozent des Anlagebetrags, den du beim Kauf einmalig zahlst. ETFs werden an der Börse gehandelt, dort fallen lediglich die üblichen Ordergebühren deines Depots an.

Langfristig schneidet die Mehrheit der aktiven Fonds schlechter ab als ihr Vergleichsindex. Untersuchungen zeigen, dass 2023 nur knapp 30 Prozent der aktiven Fonds eine bessere Wertentwicklung erzielten als ihre passive Konkurrenz. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind ETFs daher oft die kostengünstigere und renditestärkere Wahl.

Aktiv gemanagter Fonds oder passiver ETF?
Aktiver FondsETF
Fonds­managementEin Fondsmanager trifft Kauf- und VerkaufsentscheidungenEin Computer bildet einen Vergleichsindex nach
ZielDen Markt schlagenDen Markt möglichst genau abbilden
Laufende Kosten (TER)Meist 1 bis 2 Prozent pro JahrMeist 0,1 bis 0,5 Prozent pro Jahr
AusgabeaufschlagOft 3 bis 5 Prozent des AnlagebetragsIn der Regel kein Ausgabeaufschlag
Langfristige PerformanceMehrheitlich schlechter als der VergleichsindexEntspricht dem Vergleichsindex abzüglich geringer Kosten

04 · Schritt für Schritt

So findest du deine Anlagestrategie und deinen Anlagehorizont

Bevor du einen Fonds kaufst, solltest du deine Ziele und deinen Zeitrahmen klären. Dein Anlagehorizont bestimmt, wie viel Risiko du eingehen kannst.

Bevor du einen Fonds kaufst, solltest du klären, wie viel Wertschwankung du aushältst und wann du das Geld wieder benötigst. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt defensivere Fonds mit geringeren Schwankungen, muss dafür aber niedrigere Renditeerwartungen akzeptieren. Wer überdurchschnittliche Renditen anstrebt, muss stärkere Kursschwankungen verkraften können.

Dein Anlagehorizont ist der Zeitraum, in dem du auf das Geld verzichten kannst. Für Aktienfonds gilt ein Horizont von mindestens zehn Jahren, damit du Schwächephasen an den Börsen aussitzen kannst. Je kürzer dein Horizont, desto größer sollte der Anteil sicherer Anlagen wie Tagesgeld oder Festgeld in deinem Portfolio sein.

  • Lege fest, wie viel von deinem Ersparten relativ sicher und kaum verzinst angelegt werden soll.
  • Bestimme, welcher Teil in ertragsstärkere, aber riskantere Geldanlagen wie Aktienfonds fließen kann.
  • Kombiniere riskantere Fonds mit sicheren Geldanlagen, um das Gesamtrisiko deines Portfolios zu begrenzen.
01

Risikobereitschaft festlegen

Überlege, wie viel Wertschwankung du aushältst. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt defensivere Fonds, wer höhere Renditen erwartet, muss stärkere Kursschwankungen akzeptieren.

02

Anlagehorizont bestimmen

Lege fest, wann du das Geld wieder benötigst. Für Aktienfonds gilt ein Horizont von mindestens zehn Jahren, um Schwächephasen an den Börsen aussitzen zu können.

03

Streuung planen

Kombiniere riskantere Fonds mit sicheren Geldanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld. So begrenzt du das Gesamtrisiko deines Portfolios.

04

Kosten vergleichen

Achte auf Ausgabeaufschlag und laufende Kosten. Diese Gebühren mindern deine Rendite direkt und sind der sicherste Faktor, den du selbst beeinflussen kannst.

05 · Kosten

Welche Kosten fallen bei Investmentfonds an?

Die Kosten eines Fonds sind der wichtigste Faktor für deine Nettorendite. Sie unterscheiden sich je nach Fondsart und Vertriebsweg erheblich.

Bei aktiven Fonds fallen laufende Kosten von meist 1 bis 2 Prozent pro Jahr an, bei ETFs dagegen nur 0,1 bis 0,5 Prozent. Dieser Unterschied mag klein erscheinen, summiert sich aber über viele Jahre zu erheblichen Beträgen.

Zusätzlich verlangen viele aktive Fonds einen einmaligen Ausgabeaufschlag von 3 bis 5 Prozent des Anlagebetrags. Bei einer Anlage von 10.000 Euro zahlst du dann bis zu 500 Euro allein für den Kauf. ETFs werden an der Börse gehandelt, dort entstehen lediglich die üblichen Ordergebühren deines Depots, die oft bei wenigen Euro liegen.

Die laufenden Kosten eines Anleihen-ETF betragen oft nur ein Fünftel der Kosten eines aktiven Rentenfonds. Diese Kostenersparnis steigert deine Rendite direkt, weil weniger Geld für Verwaltung und Management abfließt. Achte beim Fondsvergleich daher immer zuerst auf die laufenden Kosten und den Ausgabeaufschlag.

Typische jährliche Kosten im Vergleich

Aktien-ETF0,1 bis 0,5 Prozent
Anleihen-ETF0,1 bis 0,5 Prozent
Aktiver Aktienfonds1 bis 2 Prozent
Aktiver Rentenfonds1 bis 2 Prozent

06 · Checkliste

Risikostreuung: Warum ein Fonds dein Verlustrisiko senkt

Ein einzelner Fonds kann dein Geld über hunderte oder tausende Wertpapiere verteilen. Diese Diversifikation reduziert das Risiko großer Verluste gegenüber einer Anlage in Einzelaktien.

Je mehr Aktien aus verschiedenen Branchen ein Fonds enthält, desto niedriger ist das Risiko großer Verluste.

Die Aktienmärkte bewegen sich zwar oft im Gleichschritt, aber es gibt Phasen, in denen sich einzelne Branchen deutlich schlechter oder besser entwickeln als andere. Ein breit streuender Fonds federt solche Schwankungen ab, weil Verluste in einer Branche durch Gewinne in einer anderen ausgeglichen werden können. Ein einziger breit streuender Aktien-ETF kann bereits eine ausreichende Diversifikation bieten.

  • Wähle einen Fonds, der viele Aktien aus verschiedenen Branchen wie Chemie, Finanzdienstleistungen oder Nahrungsmittel enthält.
  • Achte darauf, dass der Fonds nicht nur auf ein Land oder eine Region setzt, sondern international streut.
  • Vermeide Branchenfonds als Kernanlage, da sie stark schwanken können und ein Klumpenrisiko darstellen.

So erreichst du eine breite Risikostreuung

01

Wähle einen Fonds, der viele Aktien aus verschiedenen Branchen enthält.

02

Achte darauf, dass der Fonds nicht nur auf ein Land oder eine Region setzt.

03

Kombiniere verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen in deinem Portfolio.

04

Vermeide Branchenfonds als Kernanlage, da sie stark schwanken können.

05

Nutze einen breit streuenden Aktien-ETF als einfache Basis für dein Depot.

07 · Fehler vermeiden

Währungs­risiken und andere Risiken, die du kennen solltest

Neben den Kursschwankungen der enthaltenen Wertpapiere gibt es weitere Risiken. Diese hängen von der Fondsart und den Anlageregionen ab.

Investiert dein Fonds in Fremdwährungsanleihen oder ausländische Aktien, wirken sich Wechselkursschwankungen direkt auf dein Ergebnis aus. Steigt der Euro gegenüber der Fremdwährung, sinkt der Wert deiner Anlage in Euro gerechnet.

Bei Rentenfonds ist das Zinsänderungsrisiko besonders relevant. Steigen die Kapitalmarktzinsen, fallen die Kurse von Schuldverschreibungen mit festem Zinssatz, und zwar umso stärker, je länger die Restlaufzeit ist. Im Jahr 2022 führte der Zinsanstieg dazu, dass die Kurse praktisch aller Rentenfonds fielen, in Einzelfällen sogar um rund 50 Prozent.

Bonitätsrisiken entstehen, wenn der Schuldner einer Anleihe zahlungsunfähig wird und seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Rentenfonds, die in Schuldverschreibungen kleiner Unternehmen oder von Schwellenländern investieren, sind dafür besonders anfällig. Offene Immobilienfonds bergen zudem ein Liquiditätsrisiko, weil die Rücknahme von Anteilen in Krisenzeiten ausgesetzt werden kann.

Diese Risiken solltest du nicht unterschätzen

·Währungsrisiko: Investiert dein Fonds in Fremdwährungsanleihen oder ausländische Aktien, wirken sich Wechselkursschwankungen direkt auf deinen Depotwert aus.
·Zinsänderungsrisiko: Steigen die Kapitalmarktzinsen, fallen die Kurse von Rentenfonds, besonders bei langen Restlaufzeiten.
·Bonitätsrisiko: Der Schuldner einer Anleihe kann zahlungsunfähig werden, was zu Verlusten im Rentenfonds führt.
·Liquiditätsrisiko: Offene Immobilienfonds können die Rücknahme von Anteilen für Monate oder Jahre aussetzen.
·Klumpenrisiko: Ein Fonds mit wenigen Einzelwerten oder einem engen Branchenfokus kann deutlich stärker schwanken als ein breit gestreuter Fonds.

08 · Schritt für Schritt

Fondssparplan: So baust du regelmäßig ein Vermögen auf

Mit einem Fondssparplan zahlst du monatlich einen festen Betrag in einen Fonds ein. Das eignet sich für den langfristigen Vermögensaufbau und reduziert das Timing-Risiko.

Der Vorteil liegt im Durchschnittskosteneffekt: Bei niedrigen Kursen kaufst du automatisch mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger. Das reduziert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt eine große Summe zu investieren.

Für einen Fondssparplan benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Die Eröffnung ist in der Regel kostenlos und innerhalb weniger Tage erledigt. Bereits kleine monatliche Beträge ab 25 Euro sind bei vielen Anbietern möglich, sodass du auch als Studierende mit begrenztem Budget starten kannst.

  • Eröffne ein Wertpapierdepot bei einem Anbieter mit niedrigen Ordergebühren und kostenloser Depotführung.
  • Wähle einen breit streuenden ETF, der zu deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont passt.
  • Lege einen monatlichen Betrag fest, den du langfristig entbehren kannst, und lasse den Sparplan automatisch ausführen.
01

Wertpapierdepot eröffnen

Für einen Fondssparplan benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.

02

Fonds auswählen

Wähle einen breit streuenden ETF oder einen aktiven Fonds, der zu deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont passt.

03

Sparrate festlegen

Lege einen monatlichen Betrag fest, den du langfristig entbehren kannst. Bereits kleine Beträge ab 25 Euro sind bei vielen Anbietern möglich.

04

Sparplan ausführen lassen

Der Sparplan kauft automatisch zum festgelegten Termin Fondsanteile. So profitierst du vom Durchschnittskosteneffekt, weil du bei niedrigen Kursen mehr Anteile erhältst.

09 · Was gilt

Steuern auf Investmentfonds: Was bleibt dir von der Rendite?

Deine Erträge aus Investmentfonds unterliegen der Abgeltungsteuer. Ein Sparer-Pauschbetrag schützt einen Teil deiner Gewinne vor dem Finanzamt.

Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Für Erträge aus Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, das heißt, nur 70 Prozent deiner Gewinne werden besteuert.

Der Sparer-Pauschbetrag schützt einen Teil deiner Erträge vor dem Finanzamt. Pro Person und Jahr bleiben 1000 Euro steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro. Als Studierende liegst du mit deinen Kapitalerträgen oft unter diesem Freibetrag und zahlst dann keine Steuern auf deine Fondsgewinne.

Die Teilfreistellung von 30 Prozent für Aktienfonds reduziert deine Steuerlast spürbar. Bei 1000 Euro Gewinn aus einem Aktienfonds werden nur 700 Euro besteuert, die restlichen 300 Euro bleiben steuerfrei. Beachte, dass die Teilfreistellung nur für Aktienfonds gilt, nicht für reine Rentenfonds.

So wird besteuert

·Abgeltungsteuer von 25 Prozent auf Kursgewinne und Ausschüttungen
·Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer
·Teilfreistellung von 30 Prozent für Erträge aus Aktienfonds
·Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr

So wird nicht besteuert

·Keine Steuer auf den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person
·Keine volle Besteuerung von Aktienfondserträgen dank Teilfreistellung
·Keine Steuer auf den Sparer-Pauschbetrag von 2000 Euro bei Zusammenveranlagung

10 · Hintergrund

Immobilienfonds: Lohnt sich diese besondere Fondsart?

Offene Immobilienfonds investieren in vermietete Gewerbeimmobilien. Sie gelten als Sachwertanlage, haben aber besondere Regeln bei der Rückgabe von Anteilen.

Enthält der Fonds ausländische Objekte, wirken sich Währungsschwankungen auf dein Ergebnis aus. Das Risiko kann dabei zum Teil deutlich höher sein als bei Rentenfonds.

Ein entscheidender Nachteil ist die eingeschränkte Verfügbarkeit. In Krisenzeiten kann die Fondsgesellschaft die Rücknahme von Anteilen für mehrere Monate oder sogar Jahre aussetzen. Ein Verkauf über die Börse ist dann oft nur mit deutlichen Abschlägen möglich, was deinen Verlust zusätzlich erhöht.

Wegen dieser Liquiditätsrisiken raten Verbraucherschützer von offenen Immobilienfonds für die meisten Anleger ab. Wer in Immobilien investieren möchte, findet mit breit streuenden Aktien-ETFs, die Immobilienaktien enthalten, eine flexiblere Alternative. Diese kannst du jederzeit an der Börse verkaufen, ohne auf Rückgabefristen achten zu müssen.

Offene Immobilienfonds erzielen ihre Erträge aus Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der gehaltenen Immobilien. Enthält der Fonds ausländische Objekte, wirken sich Währungsschwankungen auf dein Ergebnis aus.

Ein entscheidender Nachteil ist die eingeschränkte Verfügbarkeit. In Krisenzeiten kann die Fondsgesellschaft die Rücknahme von Anteilen für mehrere Monate oder sogar Jahre aussetzen. Ein Verkauf über die Börse ist dann oft nur mit deutlichen Abschlägen möglich.

Wegen dieser Liquiditätsrisiken raten Verbraucherschützer von offenen Immobilienfonds für die meisten Anleger ab. Wer in Immobilien investieren möchte, findet mit breit streuenden Aktien-ETFs auf Immobilienaktien eine börsentäglich handelbare Alternative.

11 · Schritt für Schritt

So legst du dein Geld in Investmentfonds an

Der Kauf von Fondsanteilen läuft heute fast immer über ein Wertpapierdepot. Die Eröffnung ist einfach und oft innerhalb weniger Tage erledigt.

Vergleiche die Anbieter vorab und achte auf niedrige Ordergebühren sowie eine kostenlose Depotführung. Die Eröffnung ist in der Regel innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Nach der Depoteröffnung suchst du den gewünschten Fonds über seine Wertpapierkennnummer oder den Namen. Prüfe vor dem Kauf die laufenden Kosten, die Anlagestrategie und die Risikoklasse des Fonds. Du kannst Fondsanteile entweder als Einmalanlage kaufen oder einen regelmäßigen Sparplan einrichten.

  • Vergleiche Anbieter für Wertpapierdepots und eröffne ein Depot mit niedrigen Ordergebühren.
  • Suche den gewünschten Fonds über seine Wertpapierkennnummer oder den Namen und prüfe die Kosten.
  • Kaufe Fondsanteile als Einmalanlage oder richte einen regelmäßigen Sparplan ein.
  • Kontrolliere dein Depot in größeren Abständen und vermeide es, auf kurzfristige Kursschwankungen mit Verkäufen zu reagieren.
01

Depot eröffnen

Vergleiche Anbieter für Wertpapierdepots und eröffne ein Depot. Achte auf niedrige Ordergebühren und eine kostenlose Depotführung.

02

Fonds auswählen

Suche den gewünschten Fonds über seine Wertpapierkennnummer oder den Namen. Prüfe vor dem Kauf die laufenden Kosten und die Anlagestrategie.

03

Order aufgeben

Kaufe Fondsanteile entweder als Einmalanlage oder richte einen regelmäßigen Sparplan ein.

04

Entwicklung beobachten

Kontrolliere dein Depot in größeren Abständen. Vermeide es, auf kurzfristige Kursschwankungen mit Verkäufen zu reagieren.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026