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Indexfonds sinnvoll: Wann sich ETFs für dein Depot lohnen

Ein Indexfonds, kurz ETF, bündelt hunderte oder tausende Aktien in einem Wertpapier und bildet damit die Entwicklung eines ganzen Marktes ab. Ob diese Form der Geldanlage für dich sinnvoll ist, hängt vor allem von deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft und deinen Zielen beim Vermögensaufbau ab.

11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Für den langfristigen Vermögensaufbau über 15 Jahre oder länger sind breit gestreute Aktien-ETFs eine solide Basis.
  • Die laufenden Kosten eines ETF liegen meist zwischen 0,07 und 0,3 Prozent pro Jahr und sind damit deutlich günstiger als bei aktiven Fonds.
  • Ein ETF-Sparplan eignet sich besonders für den regelmäßigen Vermögensaufbau mit kleinen Beträgen.
  • Das Marktrisiko von Aktien-ETFs lässt sich durch eine lange Haltedauer und eine breite Streuung über viele Länder und Branchen abfedern.

01 · Grundlagen

Was ist ein Indexfonds (ETF)?

Ein börsengehandelter Indexfonds, auf Englisch Exchange Traded Fund oder kurz ETF, folgt der Wertentwicklung eines bekannten Börsenindex wie dem MSCI World oder dem FTSE All-World. Anders als bei aktiv gemanagten Fonds trifft kein Fondsmanager eine Auswahl, sondern der Fonds bildet den Index automatisch nach.

Ein ETF bildet einen Index nicht nur grob ab, sondern kauft die enthaltenen Wertpapiere in der passenden Gewichtung tatsächlich. Dadurch entsteht ein Wertpapier, das sich nahezu identisch zum zugrunde liegenden Markt entwickelt. Für dich bedeutet das: Mit einem einzigen Kauf erwirbst du Anteile an allen im Index enthaltenen Unternehmen.

Die passive Anlagestrategie ist der Kern des Konzepts. Das Fondsmanagement trifft keine eigenen Entscheidungen, sondern setzt die Vorgaben des Index automatisch um. Das hält die Kosten niedrig und macht die Zusammensetzung für dich nachvollziehbar.

Die Wertentwicklung eines ETF folgt dem Index, nicht den Entscheidungen eines Fondsmanagers.

Kurz erklärt

Indexfonds (ETF)

Ein börsengehandelter Investmentfonds, der die Wertentwicklung eines bestimmten Index wie MSCI World oder FTSE All-World passiv nachbildet.

Die Anlagestrategie ist passiv, das Fondsmanagement bildet stur den gewählten Index ab und trifft keine eigenen Anlageentscheidungen.

02 · Vergleich

Indexfonds oder aktive Aktienfonds: Wo liegt der Unterschied?

Der größte Vorteil von ETFs liegt in den geringeren Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds. Forschende haben seit Jahrzehnten wiederholt nachgewiesen, dass aktive Fonds ihren Vergleichsindex im Mittel nicht schlagen.

Der zentrale Unterschied liegt in der Entscheidungsgewalt. Bei einem aktiven Fonds wählt ein Manager einzelne Aktien aus und versucht, den Markt zu schlagen. Bei einem Indexfonds entfällt diese Auswahl, der Fonds folgt stur dem Index. Die Forschung zeigt seit Jahrzehnten, dass aktive Fonds ihren Vergleichsindex im Mittel nicht übertreffen.

Für dich schlägt sich dieser Unterschied vor allem in den Kosten nieder. Aktive Fonds verlangen in der Regel jährliche Verwaltungsgebühren von 1,5 bis 2 Prozent des Fondsvermögens. Bei ETFs liegen die laufenden Kosten meist zwischen 0,07 und 0,3 Prozent pro Jahr. Diese Differenz wirkt sich über lange Zeiträume erheblich auf dein Endvermögen aus.

  • Passive Indexfonds bilden einen Index automatisch nach, aktive Fonds setzen auf die Auswahl eines Managers.
  • Die laufenden Kosten eines ETF liegen meist zwischen 0,07 und 0,3 Prozent pro Jahr.
  • Die jährlichen Verwaltungsgebühren aktiver Fonds betragen in der Regel 1,5 bis 2 Prozent.
Passive Indexfonds und aktive Aktienfonds im direkten Vergleich
Passiver Indexfonds (ETF)Aktiver Aktienfonds
AnlagestrategieBildet einen Index automatisch nachFondsmanager wählt Wertpapiere aktiv aus
Laufende Kosten pro Jahr0,07 bis 0,3 Prozent1,5 bis 2 Prozent
Transparenz der ZusammensetzungTäglich einsehbarMeist nur monatlich, oft nur Top 10 Positionen
ZielMarktrendite erreichenMarktrendite übertreffen

03 · Was gilt

Welche Anlageklassen decken ETFs ab?

Wenn von ETFs die Rede ist, sind meist Aktien-ETFs gemeint. Es gibt aber auch ETFs, die in andere Anlageklassen investieren und sich für unterschiedliche Ziele beim Vermögensaufbau eignen.

ETFs gibt es nicht nur für Aktien, sondern für verschiedene Anlageklassen. Aktien-ETFs investieren in Unternehmensanteile und sind renditeorientiert. Anleihen-ETFs und Geldmarkt-ETFs setzen auf Zinspapiere und gelten als sicherheitsorientierter.

Rohstoff-ETFs investieren indirekt in Rohstoffe und Rohstoff-Futures. Multi-Asset-ETFs kombinieren mehrere Anlageklassen in einem Produkt, meist Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind Aktien-ETFs die erste Wahl, die anderen Klassen eignen sich als Beimischung oder für kürzere Zeiträume.

Für den langfristigen Vermögensaufbau sind Aktien-ETFs die renditestärkste Wahl.

Eher renditeorientiert

·Aktien-ETFs: investieren in Aktien von Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern
·Rohstoff-ETFs: investieren indirekt in Rohstoffe und Rohstoff-Futures
·Multi-Asset-ETFs: investieren in verschiedene Anlageklassen, meist in Aktien, Anleihen und Rohstoffe

Eher sicherheitsorientiert

·Anleihen-ETFs: investieren in eher sicherheitsorientierte Zinspapiere, auch Rentenfonds genannt
·Geldmarkt-ETFs: investieren in sicherheitsorientierte Zinspapiere mit kurzer Laufzeit

04 · Hintergrund

Warum ist Diversifikation bei Indexfonds entscheidend?

Ein breit gestreuter Aktien-ETF verteilt dein Geld auf viele hundert oder tausend Unternehmen gleichzeitig. Diese Risikostreuung ist der Kern der passiven Geldanlage und schützt dich vor dem Ausfall einzelner Firmen oder Branchen.

Ein weltweiter Aktien-ETF streut dein Geld über mittlere und große Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Geht eine Firma pleite oder rutscht eine Branche in eine lange Krise, fangen die übrigen Positionen diesen Verlust auf. Diese Streuung ist der wichtigste Schutzmechanismus für dein Kapital.

Branchen-ETFs wie Wasserstoff- oder Cannabis-ETFs konzentrieren dein Geld dagegen auf eine einzige Sparte. Läuft es dort schlecht, kannst du den Verlust nicht durch andere Branchen ausgleichen. Solche Produkte eignen sich höchstens als kleine Beimischung zu einem breit gestreuten Welt-ETF.

Ein marktbreiter Aktien-ETF enthält ein Best of der Börse und fängt Ausreißer einzelner Firmen oder Branchen wieder auf.

Mit einem ETF auf einen weltweiten Index wie den MSCI All Country World Investable Market Index (MSCI ACWI IMI) oder den FTSE All-World investierst du in mittlere und große Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Eine Firma kann pleitegehen, eine Branche dauerhaft in die Krise abgleiten, aber in einem guten marktbreiten Aktien-ETF steckt ein Best of der Börse, das solche Ausreißer wieder auffängt.

ETFs, die sich nur auf eine einzelne Branche konzentrieren, wie Wasserstoff-ETFs oder ETFs mit Cannabis-Aktien, sind höchstens als kleine Beimischung zu den genannten weltweiten ETFs geeignet. Mit einem Branchen-ETF investierst du zu viel Geld in eine einzelne Sparte und gehst damit ein hohes Risiko ein. Läuft es dort schlecht, können dies andere Branchen nicht ausgleichen.

Für den langfristigen Vermögensaufbau sind breit gestreute passive Aktien-ETFs geeignet. Finanztip-Berechnungen haben gezeigt, dass Anleger, die in der Vergangenheit mit so einem passiven ETF beliebige 15 Jahre in solche weltweit ausgerichteten Aktien-Indexfonds investierten, niemals Geld verloren haben.

05 · Fehler vermeiden

Welches Marktrisiko tragen Indexfonds?

Aktienkurse können auch über mehrere Jahre hinweg gleich bleiben oder fallen. Dieses Marktrisiko lässt sich nicht ausschalten, aber durch eine lange Haltedauer und eine breite Streuung abfedern.

Dieses Marktrisiko lässt sich nicht ausschalten, auch nicht mit einem breit gestreuten ETF. Entscheidend ist, wie du mit solchen Phasen umgehst.

Wer bei einem Kurseinbruch in Panik verkauft, macht aus einem zwischenzeitlichen Verlust einen dauerhaften. Wer dagegen über 15 Jahre oder länger investiert bleibt, konnte in der Vergangenheit mit einem weltweiten Aktien-ETF noch nie Geld verlieren. Diese historische Erfahrung ist keine Garantie für die Zukunft, aber ein starker Hinweis auf die Wirkung langer Haltedauern.

  • Kursverluste von 40 Prozent oder mehr sind bei Aktien-ETFs zwischenzeitlich möglich.
  • ETFs auf einzelne Branchen wie Wasserstoff oder Cannabis tragen ein deutlich höheres Risiko als Welt-ETFs.
  • ETFs auf einen einzelnen Markt wie den DAX sind weniger breit gestreut als weltweite ETFs.

Diese Risiken solltest du bei Aktien-ETFs kennen

·Kursverluste: Aktienkurse können über mehrere Jahre hinweg gleich bleiben oder fallen.
·Branchenrisiko: ETFs auf eine einzelne Branche wie Wasserstoff oder Cannabis sind starken Schwankungen ausgesetzt und können dauerhaft schlecht laufen.
·Länderrisiko: ETFs, die nur einen einzelnen Markt wie den DAX abbilden, sind weniger breit gestreut als weltweite ETFs und tragen ein höheres Risiko.
·Intransparente Indizes: Einige ETFs bilden von Fondsgesellschaften neu erfundene, intransparente Indizes ab. Diese solltest du meiden.

06 · Schritt für Schritt

So funktioniert der Vermögensaufbau mit einem ETF-Sparplan

Ein ETF-Sparplan ist der einfachste Weg, regelmäßig Geld in Indexfonds anzulegen. Du legst einen festen Betrag fest, der monatlich automatisch in einen oder mehrere ETFs investiert wird.

Ein ETF-Sparplan automatisiert deinen Vermögensaufbau. Du legst einen festen Betrag fest, der monatlich in einen oder mehrere ETFs investiert wird. So kaufst du regelmäßig Anteile, unabhängig davon, ob die Kurse gerade hoch oder niedrig stehen.

Für den Start benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Die Depoteröffnung ist in der Regel kostenlos und online möglich. Danach wählst du einen breit gestreuten Aktien-ETF auf einen weltweiten Index wie den MSCI ACWI IMI oder den FTSE All-World aus und legst deine Sparrate fest.

  • Eröffne ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker.
  • Wähle einen breit gestreuten Aktien-ETF auf einen weltweiten Index aus.
  • Lege einen monatlichen Betrag fest, den du langfristig entbehren kannst.
  • Richte den Sparplan ein und halte ihn über viele Jahre konstant.
01

Wertpapierdepot eröffnen

Für den Kauf von ETFs benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Die Depoteröffnung ist in der Regel online möglich.

02

Passenden ETF auswählen

Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich breit gestreute Aktien-ETFs auf weltweite Indizes wie den MSCI ACWI IMI oder den FTSE All-World. Achte auf eine Kostenquote von unter 0,3 Prozent pro Jahr.

03

Sparrate festlegen

Lege einen monatlichen Betrag fest, den du langfristig entbehren kannst. Mit einem ETF-Sparplan kannst du auch mit geringem Startkapital in unterschiedliche Märkte investieren.

04

Sparplan einrichten

Richte den Sparplan in deinem Depot ein. Der gewünschte Betrag wird dann automatisch zum festgelegten Termin in den gewählten ETF investiert.

05

Langfristig dabeibleiben

Lass den Sparplan über viele Jahre laufen, idealerweise 15 Jahre oder länger. Kurzfristige Kursschwankungen gleichen sich über lange Zeiträume in der Regel aus.

07 · Kosten

Welche Kosten fallen bei Indexfonds an?

Die Kosten sind der größte Hebel für deine Rendite. Bei ETFs fallen vor allem laufende Kosten und Ordergebühren an, ein Ausgabeaufschlag entfällt beim Börsenhandel.

Die laufenden Kosten eines ETF werden als Total Expense Ratio (TER) bezeichnet und mindern deine jährliche Rendite direkt. Bei ETFs liegt die TER meist zwischen 0,07 und 0,3 Prozent pro Jahr. Je niedriger diese Quote, desto mehr von der Marktrendite bleibt bei dir.

Beim Kauf über die Börse fällt eine Ordergebühr an, die je nach Anbieter bei rund 0,5 Prozent liegt. Ein Ausgabeaufschlag wie bei aktiven Fonds entfällt beim Börsenhandel. Zum Vergleich: Aktive Fonds verlangen laufende Kosten von 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr, zusätzlich oft einen Ausgabeaufschlag.

Die Gesamtkostenquote eines ETF sollte unter 0,3 Prozent pro Jahr liegen.

Typische Kostenpunkte beim ETF-Kauf und -Halten

Laufende Kosten ETF (TER) pro Jahr0,07 bis 0,3 Prozent
Ordergebühr beim Kauf über die Börserund 0,5 Prozent
Laufende Kosten aktiver Fonds pro Jahr1,5 bis 2 Prozent

08 · Checkliste

Indexfonds für die Altersvorsorge: Was ist zu beachten?

Für die Altersvorsorge eignen sich breit gestreute Aktien-ETFs besonders, weil sie über lange Zeiträume eine höhere Rendite als sicherheitsorientierte Anlageklassen erzielen können. Wichtig ist, dass du früh beginnst und langfristig dabei bleibst.

Je früher du beginnst, desto besser lassen sich Kursschwankungen aussitzen und desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.

Wichtig ist, dass du deine Strategie auch in schwierigen Marktphasen durchhältst. Wer bei Kurseinbrüchen verkauft, zerstört den langfristigen Vermögensaufbau. Richte einen Sparplan ein, halte ihn konstant und nutze den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr für steuerfreie Kapitalerträge.

  • Starte früh, damit dein Anlagehorizont möglichst lang ist.
  • Streue weltweit mit einem ETF auf den MSCI ACWI IMI oder FTSE All-World.
  • Achte auf eine Kostenquote von unter 0,3 Prozent pro Jahr.
  • Halte an deiner Strategie fest, auch wenn die Kurse zwischenzeitlich fallen.

Checkliste für die Altersvorsorge mit ETFs

01

Früh starten: Je länger dein Anlagehorizont, desto besser lassen sich Kursschwankungen aussitzen.

02

Weltweit streuen: Wähle einen ETF auf einen globalen Index wie MSCI ACWI IMI oder FTSE All-World.

03

Kosten minimieren: Achte auf eine TER von unter 0,3 Prozent pro Jahr.

04

Regelmäßig sparen: Richte einen ETF-Sparplan ein und halte ihn über viele Jahre konstant.

05

Nicht bei Kurseinbrüchen verkaufen: Halte an deiner Strategie fest, auch wenn die Kurse zwischenzeitlich fallen.

09 · Hintergrund

Rentenfonds und Anleihen-ETFs: Die sicherheits­orientierte Alternative

Nicht jeder ETF investiert in Aktien. Rentenfonds, auch Anleihen-ETFs genannt, investieren in festverzinsliche Wertpapiere und eignen sich für Anleger, die weniger Schwankungen tragen möchten.

Anleihen-ETFs investieren in langfristige Schuldverschreibungen von Staaten oder Unternehmen. Geldmarkt-ETFs setzen auf Zinspapiere mit kurzer Laufzeit und sind dadurch weniger anfällig für Kursschwankungen. Beide Varianten gelten als sicherheitsorientierter als Aktien-ETFs.

Die Rendite von Anleihen-ETFs liegt in der Regel unter der von Aktien-ETFs, dafür sind die Kursschwankungen geringer. Für den langfristigen Vermögensaufbau über 15 Jahre oder länger sind Aktien-ETFs die renditestärkere Wahl. Anleihen-ETFs eignen sich als sicherheitsorientierter Baustein für kürzere Anlagehorizonte oder zur Stabilisierung des Depots.

Für Anlagehorizonte unter 5 Jahren sind Geldmarkt-ETFs die passendere Wahl als Aktien-ETFs.

Anleihen-ETFs investieren in eher sicherheitsorientierte Zinspapiere, langfristige Schuldverschreibungen, auch Anleihen genannt. Geldmarkt-ETFs investieren ebenfalls in sicherheitsorientierte Zinspapiere, allerdings nur in solche mit kurzer Laufzeit, was sie weniger anfällig für Kursschwankungen macht.

Die Rendite von Anleihen-ETFs liegt in der Regel unter der von Aktien-ETFs. Dafür sind die Kursschwankungen geringer. Für den langfristigen Vermögensaufbau über 15 Jahre oder länger sind Aktien-ETFs die renditestärkere Wahl, für kürzere Anlagehorizonte oder als sicherheitsorientierter Baustein können Rentenfonds sinnvoll sein.

Die Überrendite einer Aktienanlage gegenüber einer Anlage in langfristige Staatsanleihen betrug bei weltweiter Betrachtung über 21 Länder im Zeitraum von 1900 bis 2023 im Durchschnitt 3,3 Prozent pro Jahr. Diese Überrendite wird als Risikoprämie bezeichnet.

10 · Im Vertrag

Steuern auf Indexfonds: Das gilt 2026

Gewinne aus ETFs sind steuerpflichtig. Wie viel Steuer du zahlst, hängt von der Art des Fonds und deinem persönlichen Steuersatz ab.

Kapitalerträge aus ETFs sind steuerpflichtig, sobald sie den Sparer-Pauschbetrag übersteigen. Der Freibetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 Euro pro Jahr. Erst oberhalb dieser Grenze fallen Steuern an.

Auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags werden 25 Prozent Abgeltungsteuer fällig, zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei. Das reduziert die effektive Steuerlast auf Aktien-ETFs spürbar.

  • Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr.
  • Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags.
  • Bei Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei.

Die wichtigsten Steuerregeln für ETF-Anleger

Sparer-PauschbetragFreibetragKapitalerträge bis 1000 Euro pro Person und Jahr sind steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren gilt ein Freibetrag von 2000 Euro pro Jahr.
AbgeltungsteuerSteuersatzAuf Kapitalerträge oberhalb des Sparer-Pauschbetrags fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an.
SolidaritätszuschlagZuschlagAuf die Abgeltungsteuer wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben.
TeilfreistellungAktienfondsBei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Das gilt auch für Aktien-ETFs.

11 · Was gilt

Ist ein Indexfonds für dich sinnvoll?

Ob ein Indexfonds für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind breit gestreute Aktien-ETFs eine solide Wahl.

Ein Aktien-ETF ist für dich sinnvoll, wenn dein Anlagehorizont 15 Jahre oder länger beträgt. In diesem Zeitraum konntest du in der Vergangenheit mit einem weltweiten Aktien-ETF noch nie Geld verlieren. Du solltest außerdem Kursschwankungen aushalten können, ohne in Panik zu verkaufen.

Weniger geeignet ist ein Aktien-ETF, wenn du das Geld in weniger als 5 Jahren benötigst oder starke Kursschwankungen nicht ertragen kannst. Auch für Anlagen in einzelne Branchen oder Themen sind breit gestreute Welt-ETFs nicht das passende Instrument. Eine Garantie auf dein eingesetztes Kapital gibt es bei Aktien-ETFs nicht.

Für den langfristigen Vermögensaufbau über 15 Jahre oder länger sind breit gestreute Aktien-ETFs eine solide Wahl.

ETF ist sinnvoll

·Dein Anlagehorizont beträgt 15 Jahre oder länger
·Du möchtest regelmäßig mit einem Sparplan Vermögen aufbauen
·Du kannst Kursschwankungen aushalten, ohne in Panik zu verkaufen
·Du möchtest laufende Kosten minimieren
·Du suchst eine einfache, transparente Geldanlage

ETF ist weniger geeignet

·Du benötigst das Geld in weniger als 5 Jahren
·Du kannst starke Kursschwankungen nicht ertragen
·Du möchtest in einzelne Branchen oder Themen investieren
·Du suchst eine Garantie auf dein eingesetztes Kapital

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026