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FinanzbildungInvestieren15 Min.

Immobilienfonds beste Wahl: Dein Einstieg in Sachwerte

Immobilienfonds gelten als solide Geldanlage, aber nicht alle sind gleich. Wir erklären dir, wie die besten Fonds funktionieren, was sie kosten und wie du als Einsteiger die richtige Wahl triffst.

ImmobilienfondsGeldanlageFondswissen
Brauche ich das?
Nicht zwingend
Aber sie bieten dir einen einfachen Einstieg in Immobilien.
Wie viel Geld?
Schon wenig
Der Einstieg ist oft mit kleinen Beträgen möglich.
Ist das sicher?
Kommt darauf an
Die Risiken hängen stark vom Fondstyp ab.
Was bringt das?
Miete und Wachstum
Du profitierst von laufenden Erträgen und Wertsteigerungen.

Warum Immobilienfonds auch für dich relevant sind

Du denkst, Immobilienfonds sind nur etwas für reiche Leute oder Profi-Anleger? Das ist ein Irrtum. Gerade für dich als Privatanleger können diese Fonds eine interessante Möglichkeit sein, um dein Geld anzulegen, ohne gleich eine ganze Wohnung zu kaufen. Stell dir vor, du möchtest von den Mieteinnahmen eines Bürogebäudes in Frankfurt profitieren, hast aber nicht das nötige Kleingeld für einen eigenen Kauf. Ein Immobilienfonds macht genau das möglich.

Der Einstieg ist oft schon mit kleinen Beträgen möglich, was die Hürde für den Start deutlich senkt. Du musst also kein Vermögen auf der hohen Kante haben, um in den Markt für Gewerbe- oder Wohnimmobilien einzusteigen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem direkten Kauf einer Immobilie, bei dem du schnell sechsstellige Summen benötigst. Fonds sammeln das Geld vieler Anleger und kaufen damit große Objekte, die du alleine nie finanzieren könntest.

Ein weiterer Punkt ist die Bequemlichkeit. Du musst dich nicht um Mieter, Reparaturen oder die Verwaltung kümmern. Das übernimmt die Fondsgesellschaft für dich. Du lehnst dich also zurück und beobachtest, wie dein Geld für dich arbeitet. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven, denn die Verwaltung von Immobilien kann sehr aufwendig sein, wenn du es selbst machst.

Zudem bieten Immobilienfonds eine Möglichkeit, dein Portfolio zu diversifizieren. Wenn du bisher nur in Aktien oder Anleihen investiert hast, kannst du mit Immobilienfonds eine andere Anlageklasse hinzufügen. Das kann das Gesamtrisiko deiner Geldanlage reduzieren, da sich Immobilienmärkte oft nicht exakt gleich entwickeln wie Aktienmärkte. So machst du dich unabhängiger von einzelnen Marktentwicklungen.

Doch wie bei jeder Geldanlage gibt es auch hier Risiken und Besonderheiten, die du kennen solltest. Die Preise von Immobilienfonds können schwanken, und nicht jeder Fonds ist gleich gut aufgestellt. Deshalb ist es wichtig, dass du dir vor dem Kauf ein solides Grundwissen aneignest. Dieser Ratgeber hilft dir dabei, die besten Immobilienfonds für deine Bedürfnisse zu identifizieren und typische Fehler zu vermeiden.

~70%
der offenen Immobilienfonds in Deutschland halten Gewerbeimmobilien.
12 Monate
Mindesthaltedauer für Anteile an offenen Immobilienfonds.
2x jährlich
Kündigungsfrist für die Rückgabe von Fondsanteilen.

Die Grundlagen: Was ist ein Immobilienfonds überhaupt?

Ein Immobilienfonds ist ein Investmentfonds, der in Immobilien investiert. Das können Bürogebäude, Einkaufszentren, Wohnanlagen, Hotels oder Logistikimmobilien sein. Der Fonds bündelt das Geld von vielen Anlegern und kauft damit ein Portfolio an Immobilien. Du kaufst also nicht eine einzelne Immobilie, sondern einen Anteil an einem ganzen Korb von Objekten. Das verteilt das Risiko, denn wenn ein Objekt leersteht, können die anderen Mieteinnahmen das ausgleichen.

Es gibt zwei Hauptarten von Immobilienfonds: offene und geschlossene. Offene Immobilienfonds sind unbefristet und du kannst Anteile in der Regel jederzeit kaufen und nach einer Haltefrist auch wieder zurückgeben. Sie sind börsentäglich handelbar und unterliegen strengen gesetzlichen Regeln. Geschlossene Immobilienfonds hingegen sind auf eine bestimmte Laufzeit begrenzt und werden meist nur anfangs angeboten. Dein Geld ist dann für viele Jahre gebunden, und ein vorzeitiger Verkauf ist oft schwierig oder mit Verlusten verbunden.

Für Einsteiger sind offene Immobilienfonds meist die bessere Wahl, da sie flexibler und transparenter sind. Sie werden von großen Fondsgesellschaften aufgelegt und von der Finanzaufsicht kontrolliert. Die gesetzlichen Regeln schreiben vor, dass ein Teil des Fondsvermögens in liquiden Mitteln gehalten werden muss, um Rückgaben von Anlegern zu ermöglichen. Das macht sie insgesamt stabiler als geschlossene Fonds.

Die Rendite eines Immobilienfonds setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: den laufenden Mieteinnahmen und der Wertentwicklung der Immobilien. Die Mieteinnahmen werden nach Abzug der Kosten entweder an dich ausgeschüttet oder im Fonds reinvestiert. Die Wertentwicklung zeigt sich im Anteilspreis, der steigt, wenn die Immobilien an Wert gewinnen. Beide Faktoren zusammen ergeben die Gesamtrendite deiner Anlage.

Wichtig zu wissen: Immobilienfonds sind keine Festgeldanlage. Der Anteilspreis kann schwanken, und in Krisenzeiten kann es zu Rücknahmestopps kommen. Das bedeutet, dass du dein Geld nicht sofort zurückbekommst, wenn du es ausgeben möchtest. Du solltest also nur Geld investieren, das du nicht kurzfristig benötigst. Mit einem langen Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren bist du auf der sicheren Seite.

So funktionieren die besten Immobilienfonds im Detail

Die Fondsgesellschaft sammelt das Kapital der Anleger und kauft damit Immobilien. Ein erfahrenes Team von Immobilienexperten sucht weltweit oder regional nach passenden Objekten. Sie analysieren Standorte, Mietverträge, Bonität der Mieter und Entwicklungspotenziale. Das Ziel ist es, ein ausgewogenes Portfolio aufzubauen, das stabile Mieteinnahmen generiert und langfristig an Wert gewinnt. Die besten Fonds haben dabei einen klaren Fokus, zum Beispiel auf Logistikimmobilien in Europa oder Wohnimmobilien in deutschen Metropolen.

Die Mieteinnahmen aus den Objekten fließen in den Fonds. Davon werden die laufenden Kosten bezahlt, zum Beispiel für die Verwaltung, Instandhaltung und die Fondsgesellschaft selbst. Was übrig bleibt, wird als Ausschüttung an die Anleger ausgezahlt oder thesauriert, also wieder angelegt. Bei ausschüttenden Fonds erhältst du also regelmäßig Geld auf dein Konto, was sich besonders für Anleger eignet, die ein passives Einkommen aufbauen möchten. Thesaurierende Fonds legen die Erträge automatisch wieder an, was den Zinseszinseffekt verstärkt.

Der Wert deiner Fondsanteile wird täglich berechnet. Dazu wird der Wert aller Immobilien im Fonds geschätzt und durch die Anzahl der Anteile geteilt. Diese Bewertung erfolgt durch unabhängige Gutachter, die die Immobilien regelmäßig neu bewerten. So entsteht ein transparenter Anteilspreis, der die aktuelle Marktlage widerspiegelt. Du kannst also jederzeit sehen, wie viel dein Investment wert ist.

Ein entscheidender Vorteil der besten Fonds ist ihre Größe und Diversifikation. Sie investieren in viele verschiedene Objekte, oft über mehrere Länder und Nutzungsarten hinweg. Das reduziert das Klumpenrisiko, das du bei einer einzelnen Immobilie hättest. Wenn ein Markt schwächelt, kann ein anderer Markt die Verluste ausgleichen. Diese Streuung ist ein Kernprinzip professioneller Vermögensverwaltung und macht Immobilienfonds für Privatanleger so attraktiv.

Achte bei der Auswahl auf die Fondsstrategie. Manche Fonds setzen auf hohe laufende Erträge, andere auf langfristige Wertsteigerung. Die besten Fonds für dich hängen also von deinen persönlichen Zielen ab. Wenn du regelmäßige Einnahmen möchtest, wähle einen ausschüttenden Fonds mit hoher Mietrendite. Wenn du langfristig Vermögen aufbauen möchtest, könnte ein thesaurierender Fonds mit Fokus auf Wachstumsmärkte besser passen. Informiere dich vor dem Kauf genau über die Strategie und die Schwerpunkte des Fonds.

Kosten verstehen: Was die Fondsverwaltung wirklich kostet

Immobilienfonds sind keine kostenlose Dienstleistung. Die Fondsgesellschaft verlangt Gebühren für die Verwaltung, das Management und den Vertrieb. Die wichtigste Kennzahl ist die Gesamtkostenquote, die sogenannte TER. Sie gibt an, wie viel Prozent des Fondsvermögens jährlich für laufende Kosten abgezogen werden. Diese Kennzahl findest du im Verkaufsprospekt oder im Jahresbericht des Fonds. Die TER liegt bei Immobilienfonds in der Regel höher als bei reinen Aktienfonds, da die Verwaltung von Immobilien aufwendiger ist.

Zusätzlich zur TER gibt es oft einen Ausgabeaufschlag. Das ist ein einmaliger Aufschlag auf den Kaufpreis, den du beim Erwerb von Fondsanteilen zahlst. Er kann je nach Fonds und Vertriebsweg variieren und liegt oft zwischen null und fünf Prozent. Bei Online-Brokern oder Direktbanken bekommst du häufig Rabatte auf den Ausgabeaufschlag. Es lohnt sich, die Konditionen zu vergleichen, denn der Ausgabeaufschlag schmälert deine Rendite von Anfang an.

Achte auch auf erfolgsabhängige Vergütungen. Manche Fonds zahlen ihren Managern einen Bonus, wenn sie eine bestimmte Rendite erreichen. Das kann ein Anreiz für gute Leistung sein, erhöht aber auch die Kosten, wenn der Fonds erfolgreich ist. Diese Gebühren sind in der TER nicht immer vollständig enthalten. Du solltest daher den Jahresbericht des Fonds genau studieren, um alle Kostenpositionen zu verstehen. Transparenz ist hier ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Die Kosten sind ein entscheidender Faktor für deine Nettorendite. Ein Fonds mit hohen Gebühren muss deutlich besser performen als ein günstiger Fonds, um am Ende die gleiche Rendite zu erzielen. Die besten Immobilienfonds sind nicht unbedingt die günstigsten, aber sie bieten ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Vergleiche die Kosten immer im Zusammenhang mit der Performance und der Qualität des Immobilienportfolios. Ein günstiger Fonds mit schlechten Immobilien ist keine gute Wahl.

Ein Tipp: Schau dir die Kostenentwicklung über mehrere Jahre an. Manche Fonds senken ihre Gebühren, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben. Andere erhöhen sie, um die Verwaltung zu finanzieren. Die Kostenstruktur sollte stabil und nachvollziehbar sein. Wenn du unsicher bist, frage bei der Fondsgesellschaft nach oder konsultiere einen unabhängigen Finanzberater. Ein guter Berater hilft dir, die Kosten zu verstehen und die richtige Entscheidung zu treffen.

Worauf du bei der Auswahl der besten Fonds achten solltest

Die Auswahl des richtigen Immobilienfonds ist entscheidend für deinen Anlageerfolg. Ein wichtiges Kriterium ist die Historie des Fonds. Wie hat er sich in den letzten zehn Jahren entwickelt? Hat er auch in Krisen wie der Finanzkrise 2008 oder der Corona-Pandemie stabile Ergebnisse geliefert? Ein Fonds mit einer langen und erfolgreichen Historie ist oft verlässlicher als ein neu aufgelegter Fonds ohne Erfahrung. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist zwar keine Garantie für die Zukunft, aber ein guter Indikator für die Qualität des Managements.

Achte auf die Zusammensetzung des Portfolios. Welche Immobilienarten sind enthalten? Sind es Büros, Wohnungen, Logistik oder gemischte Objekte? Wie ist die geografische Verteilung? Ein Fonds, der stark auf eine Region oder eine Nutzungsart setzt, ist riskanter als ein breit diversifizierter Fonds. Die besten Fonds haben ein ausgewogenes Verhältnis, das Risiken streut und Chancen nutzt. Schau dir auch das Alter der Immobilien an, denn ältere Gebäude können höhere Instandhaltungskosten verursachen.

Ein weiteres Kriterium ist die Leerstandsquote des Portfolios. Sie zeigt, wie viel Prozent der Flächen nicht vermietet sind. Eine niedrige Leerstandsquote bedeutet, dass die Mieteinnahmen stabil sind. Eine hohe Leerstandsquote kann auf Probleme hinweisen, zum Beispiel auf unattraktive Standorte oder zu hohe Mietforderungen. Die besten Fonds haben eine Leerstandsquote von unter fünf Prozent. Diese Kennzahl findest du in den regelmäßigen Berichten der Fondsgesellschaft.

Die Qualität der Mieter ist ebenfalls wichtig. Sind es große, bonitätsstarke Unternehmen oder viele kleine Mieter? Langfristige Mietverträge mit großen Konzernen bieten mehr Sicherheit als kurzfristige Verträge mit Start-ups. Achte auf die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge, die sogenannte WALT. Eine lange WALT von über fünf Jahren ist ein Zeichen für stabile Einnahmen. Kurze Laufzeiten bedeuten mehr Flexibilität, aber auch ein höheres Risiko von Leerständen.

Vergiss nicht, die Fondsgesellschaft selbst zu prüfen. Wer steckt dahinter? Ist es ein etabliertes Unternehmen mit Erfahrung in der Immobilienbranche? Wie ist der Ruf des Managements? Eine seriöse Fondsgesellschaft ist transparent und kommuniziert offen über Risiken und Chancen. Du kannst auch Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Anlegern im Internet lesen. Die besten Immobilienfonds werden von Gesellschaften verwaltet, die seit Jahrzehnten am Markt sind und eine nachweisliche Erfolgsbilanz haben.

Typische Fehler, die du als Einsteiger unbedingt vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, zu viel Geld in einen einzigen Immobilienfonds zu stecken. Auch wenn der Fonds noch so gut ist, du setzt damit alles auf eine Karte. Besser ist es, dein Geld auf mehrere Fonds zu verteilen, die in unterschiedliche Regionen und Immobilienarten investieren. So reduzierst du das Risiko, dass ein einzelner Fonds deine gesamte Rendite schmälert. Diversifikation ist das A und O der Geldanlage, auch bei Immobilienfonds.

Ein weiterer Fehler ist, kurzfristig zu denken. Immobilienfonds sind keine kurzfristige Geldanlage. Die Preise können schwanken, und in Krisenzeiten kann es zu Rücknahmestopps kommen. Wenn du dein Geld in zwei Jahren wieder benötigst, bist du mit einem Immobilienfonds schlecht beraten. Lege nur Geld an, das du langfristig nicht brauchst. Ein Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren ist empfehlenswert, um Schwankungen auszugleichen und von der Wertentwicklung zu profitieren.

Viele Anleger ignorieren die Kosten und schauen nur auf die Rendite. Das ist ein großer Fehler. Hohe Gebühren können deine Rendite über die Jahre erheblich schmälern. Ein Fonds mit einer TER von zwei Prozent kostet dich bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro jährlich 200 Euro. Über zwanzig Jahre sind das 4.000 Euro, die du weniger auf dem Konto hast. Achte daher immer auf die Gesamtkostenquote und den Ausgabeaufschlag. Die besten Fonds haben moderate Gebühren, die im Verhältnis zur Leistung stehen.

Ein weiterer Fehler ist, sich von kurzfristigen Schlagzeilen verunsichern zu lassen. Immobilienmärkte sind zyklisch, und es gibt immer wieder Phasen mit fallenden Preisen. Wer dann in Panik verkauft, realisiert Verluste und verpasst die Erholung. Bleib ruhig und verfolge deine langfristige Strategie. Die besten Anleger halten an ihren Investments fest, auch wenn es mal turbulent wird. Historisch gesehen haben sich Immobilienmärkte langfristig immer erholt.

Schließlich solltest du nicht ohne Plan investieren. Überlege dir vor dem Kauf, welche Ziele du verfolgst und wie viel Risiko du eingehen kannst. Ein ausgewogenes Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen ist für die meisten Anleger die beste Wahl. Immobilienfonds können ein Baustein davon sein, aber sie sollten nicht dein einziges Investment sein. Sprich mit einem Finanzberater, wenn du unsicher bist, und erstelle einen persönlichen Anlageplan, der zu deiner Lebenssituation passt.

Dein Fahrplan: So gehst du Schritt für Schritt vor

Bevor du in Immobilienfonds investierst, solltest du deine finanzielle Situation prüfen. Hast du einen Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto? Wenn nicht, solltest du zuerst diesen aufbauen. Ein Notgroschen schützt dich davor, im Notfall deine Fondsanteile zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen. Erst wenn deine finanzielle Basis steht, solltest du über riskantere Anlagen wie Immobilienfonds nachdenken.

Der nächste Schritt ist die Festlegung deiner Anlageziele. Möchtest du regelmäßige Einnahmen erzielen oder langfristig Vermögen aufbauen? Je nach Ziel wählst du einen ausschüttenden oder thesaurierenden Fonds. Überlege auch, wie viel Geld du monatlich oder einmalig investieren möchtest. Viele Fonds haben eine Mindestanlagesumme, die oft bei einigen hundert Euro liegt. Du kannst aber auch mit einem Sparplan ab 25 Euro im Monat in manche Fonds einsteigen.

Jetzt beginnt die Recherche. Vergleiche verschiedene Immobilienfonds anhand der Kriterien, die wir besprochen haben: Historie, Portfolio, Kosten, Leerstandsquote und Fondsgesellschaft. Nutze unabhängige Vergleichsportale und lies die aktuellen Jahresberichte der Fonds. Achte darauf, dass die Informationen aktuell sind und aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. Die besten Immobilienfonds findest du nicht über Werbung, sondern durch gründliche Analyse.

Wenn du dich für einen oder mehrere Fonds entschieden hast, eröffnest du ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Dort kannst du die Fondsanteile kaufen. Achte auf die Konditionen des Depots, insbesondere auf die Kosten für den Kauf und die Verwahrung von Fondsanteilen. Viele Online-Broker bieten günstige Konditionen und Rabatte auf den Ausgabeaufschlag. Vergleiche die Angebote, bevor du dich entscheidest.

Nach dem Kauf solltest du dein Investment regelmäßig überwachen. Schau dir mindestens einmal im Jahr den Jahresbericht des Fonds an und prüfe, ob die Strategie noch zu deinen Zielen passt. Es kann sinnvoll sein, dein Portfolio anzupassen, wenn sich deine Lebensumstände ändern. Denke daran: Investieren ist ein langfristiger Prozess. Bleib diszipliniert und lass dich nicht von kurzfristigen Marktbewegungen verunsichern. Mit einem klaren Plan und einem langen Atem kannst du von den besten Immobilienfonds profitieren.

Die steuerliche Behandlung von Immobilienfonds verstehen

Die Besteuerung von Immobilienfonds ist ein komplexes Thema, das du aber zumindest grundlegend verstehen solltest. In Deutschland unterliegen die Erträge aus Immobilienfonds der Abgeltungsteuer. Das bedeutet, dass auf Ausschüttungen und Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer anfallen. Diese Steuer wird von deiner Bank automatisch einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Du musst dich also nicht selbst darum kümmern.

Ein wichtiger Unterschied zu anderen Fonds besteht bei der Teilfreistellung. Immobilienfonds profitieren von einer Teilfreistellung, da sie direkt in Immobilien investieren. Das bedeutet, dass ein Teil der Erträge steuerfrei bleibt. Bei offenen Immobilienfonds liegt die Teilfreistellung derzeit bei 60 Prozent für den Aktienanteil, aber für den Immobilienanteil gibt es eine eigene Regelung. Konkret bedeutet das, dass nur 40 Prozent der Erträge aus Immobilienfonds der Abgeltungsteuer unterliegen. Das ist ein erheblicher Steuervorteil gegenüber anderen Anlageformen.

Die Teilfreistellung gilt sowohl für Ausschüttungen als auch für Gewinne aus dem Verkauf deiner Anteile. Wenn du also einen Immobilienfonds mit Gewinn verkaufst, musst du nur auf 40 Prozent des Gewinns Steuern zahlen. Das reduziert deine Steuerlast und erhöht deine Nettorendite. Die genaue Höhe der Teilfreistellung kann sich ändern, daher solltest du die aktuellen gesetzlichen Regelungen im Blick behalten. Deine Bank oder ein Steuerberater kann dir hierzu aktuelle Auskünfte geben.

Ein weiterer Punkt ist die Vorabpauschale. Diese wurde eingeführt, um die Steuerstundung bei thesaurierenden Fonds zu vermeiden. Auch bei Immobilienfonds kann eine Vorabpauschale anfallen, wenn der Fonds keine Ausschüttungen vornimmt. Die Vorabpauschale ist eine fiktive Vorabsteuer auf die Wertsteigerung deiner Anteile. Sie wird jährlich berechnet und von deiner Bank eingezogen. Die tatsächliche Steuer auf den Verkaufserlös wird dann um die bereits gezahlte Vorabpauschale reduziert.

Für Anleger mit einem hohen Freibetrag kann es sinnvoll sein, einen Freistellungsauftrag bei der Bank einzurichten. Damit bleiben Erträge bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags von der Steuer befreit. Der Sparerpauschbetrag liegt derzeit bei 1.000 Euro pro Person. Wenn du also nur geringe Erträge aus deinen Fonds erzielst, kannst du diese steuerfrei vereinnahmen. Informiere dich bei deiner Bank über die Einrichtung eines Freistellungsauftrags. So nutzt du deinen Steuervorteil optimal aus.

Zukunftsperspektiven: Sind Immobilienfonds auch 2026 noch eine gute Wahl?

Die Frage nach der Zukunft von Immobilienfonds ist berechtigt, besonders in Zeiten von Zinswende und wirtschaftlicher Unsicherheit. Die besten Immobilienfonds haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie auch schwierige Phasen überstehen können. Die Nachfrage nach Wohnraum in Ballungszentren bleibt hoch, und auch Logistikimmobilien profitieren vom anhaltenden Online-Handel. Diese Trends sprechen für die langfristige Stabilität von Immobilien als Anlageklasse.

Allerdings gibt es auch Herausforderungen. Die Zinsen sind in den letzten Jahren gestiegen, was die Finanzierung von Immobilien teurer macht. Das kann die Renditen der Fonds belasten, da sie Kredite für den Kauf von Objekten aufnehmen. Gleichzeitig können steigende Zinsen zu einer Neubewertung von Immobilien führen, was die Anteilspreise kurzfristig unter Druck setzen kann. Für langfristig orientierte Anleger sind diese Schwankungen jedoch oft weniger relevant.

Ein weiterer Trend ist die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit. Immobilienfonds, die in energieeffiziente Gebäude investieren, könnten langfristig besser abschneiden. Mietern wird es immer wichtiger, nachhaltige Flächen zu nutzen, und gesetzliche Vorgaben zur Energieeffizienz werden strenger. Die besten Fonds haben diesen Trend erkannt und passen ihre Portfolios entsprechend an. Achte bei der Auswahl auf Fonds, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen.

Die Digitalisierung verändert auch die Immobilienbranche. Smarte Gebäude mit vernetzter Technik sind gefragter und können höhere Mieten erzielen. Fonds, die in moderne, zukunftsfähige Objekte investieren, sind besser für die kommenden Jahre aufgestellt. Gleichzeitig könnten veraltete Gebäude an Wert verlieren, wenn sie nicht den neuen Anforderungen entsprechen. Die besten Immobilienfonds haben ein Auge auf diese Entwicklungen und investieren entsprechend.

Kurz gesagt: dass Immobilienfonds auch 2026 eine sinnvolle Ergänzung für dein Portfolio sein können. Sie bieten dir die Möglichkeit, von der Wertentwicklung von Immobilien zu profitieren, ohne selbst eine Immobilie kaufen zu müssen. Die besten Fonds zeichnen sich durch eine solide Strategie, ein diversifiziertes Portfolio und moderate Kosten aus. Mit einem langen Anlagehorizont und einer gründlichen Recherche kannst du von den Chancen dieser Anlageklasse profitieren. Bleib informiert und passe deine Strategie bei Bedarf an.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hast du einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren?
Kannst du Kursschwankungen deiner Anlage aushalten?
Möchtest du regelmäßige Ausschüttungen erhalten?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Offene Immobilienfonds sind unbefristet und können jederzeit ge- und verkauft werden. Geschlossene Fonds haben eine feste Laufzeit und sind schwerer handelbar. Für Einsteiger sind offene Fonds meist besser geeignet.

Die Mindestanlage variiert je nach Fonds und Vertriebsweg. Viele offene Immobilienfonds erlauben den Einstieg bereits ab 25 Euro im Monat per Sparplan. Einmalanlagen sind oft ab einigen hundert Euro möglich.

Nein, bei offenen Immobilienfonds gibt es eine Mindesthaltedauer von 24 Monaten und eine Kündigungsfrist von 12 Monaten. In Ausnahmesituationen kann die Fondsgesellschaft die Rücknahme sogar vorübergehend aussetzen.

Immobilienfonds gelten als relativ sichere Anlage, sind aber nicht risikofrei. Die Preise können schwanken, und es gibt keine Garantie auf Rendite. Eine breite Streuung und ein langer Anlagehorizont reduzieren das Risiko.

Gewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Dank der Teilfreistellung sind jedoch nur 40 Prozent der Erträge steuerpflichtig. Deine Bank führt die Steuer automatisch ab.

Die Teilfreistellung bedeutet, dass ein Teil der Erträge steuerfrei bleibt. Bei Immobilienfonds sind das 60 Prozent, sodass nur 40 Prozent der Erträge der Abgeltungsteuer unterliegen. Das ist ein Steuervorteil gegenüber anderen Fonds.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.