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MagazineFinanzenInvestieren Futures wie funktioniert
FinanzbildungInvestieren11 Min.

Futures wie funktioniert: Dein einfacher Einstieg in Terminkontrakte

Futures klingen kompliziert, sind aber im Kern nur Wetten auf den zukünftigen Preis von Dingen wie Gold, Öl oder Aktienindizes. Wir erklären dir, wie sie funktionieren, warum sie auch für dich relevant sind und wie du sie als Anfänger einordnest.

TerminkontrakteDerivateBörse
Brauche ich das?
Nicht unbedingt.
Für die meisten Privatanleger sind Futures zu riskant.
Wie funktioniert das?
Vertrag auf Zukunft.
Du verpflichtest dich, etwas zu einem festen Preis zu kaufen oder zu verkaufen.
Was bringt mir das?
Hebel und Absicherung.
Du kannst mit wenig Einsatz viel bewegen, aber auch viel verlieren.

Warum dich Futures betreffen, auch wenn du nie handelst

Du stehst an der Supermarktkasse und der Kaffee ist schon wieder teurer. Oder du tankst dein Auto und der Benzinpreis hat sich innerhalb einer Woche verändert. Hinter solchen Preisschwankungen stecken oft Futures, auch wenn du sie nie direkt siehst. Unternehmen, die Rohstoffe wie Kaffee, Öl oder Weizen kaufen oder verkaufen, nutzen Futures, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern. Das bedeutet: Die Preise, die du im Alltag zahlst, sind indirekt von diesen Terminkontrakten beeinflusst.

Ein Beispiel: Ein Kaffeehändler will in sechs Monaten eine große Menge Kaffee verkaufen. Er hat Angst, dass der Preis bis dahin fällt. Also verkauft er heute schon einen Future auf Kaffee zu einem festen Preis. Wenn der Preis tatsächlich fällt, hat er durch den Future einen Ausgleich. Wenn der Preis steigt, macht er am Future einen Verlust, aber am eigentlichen Kaffeeverkauf einen Gewinn. So bleibt sein Geschäft planbar. Diese Absicherung nennt man Hedging.

Auch für dich als Verbraucher hat das einen Vorteil: Die Preise für viele Produkte sind stabiler, als sie ohne Futures wären. Ein Bäcker kann seinen Mehlpreis für das nächste Jahr kalkulieren, eine Fluggesellschaft ihre Treibstoffkosten. Das schützt dich vor extremen Preissprüngen, auch wenn du nie ein Future-Konto eröffnest. Gleichzeitig zeigt es: Futures sind ein wichtiges Werkzeug der globalen Wirtschaft.

Für dich als Privatanleger sind Futures aber auch eine Möglichkeit, auf steigende oder fallende Preise zu spekulieren. Das ist allerdings mit hohen Risiken verbunden. Bevor du dich damit beschäftigst, solltest du die Grundlagen wirklich verstehen. Dieser Artikel hilft dir dabei, ohne dass du sofort handeln musst. Wissen schadet nie, auch wenn du am Ende entscheidest, die Finger davon zu lassen.

1848
Jahr der ersten Futures an der Chicago Board of Trade
~100 Billionen
Geschätztes jährliches Handelsvolumen an Terminbörsen weltweit
24/7
Handelszeiten an vielen Terminbörsen, fast rund um die Uhr

Was ist ein Future? Die Grundlagen einfach erklärt

Ein Future ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien. Du vereinbarst heute, einen bestimmten Vermögenswert zu einem festen Preis an einem festen Datum in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Der Vermögenswert kann zum Beispiel Gold, Öl, Weizen, aber auch ein Aktienindex wie der DAX sein. Das Besondere: Der Vertrag ist standardisiert, das heißt, er wird an einer Börse gehandelt und hat feste Regeln.

Es gibt zwei Grundpositionen: Du kannst einen Future kaufen, dann gehst du eine Long-Position ein. Du erwartest, dass der Preis steigt. Oder du verkaufst einen Future, dann hast du eine Short-Position. Du erwartest, dass der Preis fällt. Wichtig ist: Bei einem Future geht es nicht um den sofortigen Austausch von Ware oder Geld. Es geht um die Verpflichtung, zu einem späteren Zeitpunkt zu handeln.

Der Preis, zu dem du den Handel in der Zukunft ausführst, wird bei Vertragsabschluss festgelegt. Dieser Preis basiert auf dem aktuellen Marktpreis, aber auch auf Erwartungen über die Zukunft. Wenn zum Beispiel erwartet wird, dass der Ölpreis steigt, dann wird der Future auf Öl für nächstes Jahr teurer sein als der aktuelle Preis. Diese Differenz nennt man auch Terminaufschlag oder Backwardation, je nach Richtung.

Ein Future ist also kein klassisches Wertpapier wie eine Aktie. Du kaufst keine Anteile an einem Unternehmen, sondern du handelst mit einer Verpflichtung. Diese Verpflichtung kann aber jederzeit durch ein Gegengeschäft aufgelöst werden. Das machen die meisten Marktteilnehmer: Sie kaufen und verkaufen Futures, ohne jemals die Ware tatsächlich zu liefern oder zu erhalten. Nur ein kleiner Teil der Kontrakte endet in einer echten Lieferung.

Wie funktioniert ein Future konkret? Ein Beispiel aus dem Alltag

Stell dir vor, du bist Landwirt und baust Weizen an. Im Frühjahr siehst du, dass die Preise für Weizen im Herbst gut sein könnten. Du willst dir diesen Preis sichern, weil du Angst hast, dass der Preis bis zur Ernte fällt. Also verkaufst du einen Future auf Weizen mit Lieferung im September. Der Käufer des Futures, zum Beispiel eine Mühle, sichert sich damit einen festen Einkaufspreis.

Im September ist die Ernte da. Der Weizenpreis ist tatsächlich gefallen, sagen wir von 200 Euro auf 180 Euro pro Tonne. Ohne Future hättest du weniger Geld bekommen. Aber durch den Future bekommst du trotzdem die vereinbarten 200 Euro. Die Mühle zahlt dir den höheren Preis, hat aber dafür Planungssicherheit. Beide Seiten haben sich gegen das Risiko von Preisschwankungen abgesichert.

Jetzt das Gegenbeispiel: Der Weizenpreis steigt auf 220 Euro pro Tonne. Du als Landwirt musst den Weizen zum vereinbarten Preis von 200 Euro liefern. Du verlierst also die Chance auf den höheren Preis. Die Mühle freut sich, weil sie günstiger einkauft. Das ist der Kern eines Futures: Es geht nicht darum, zu gewinnen, sondern um Planungssicherheit. Einer profitiert immer, der andere verliert, aber beide haben ihr Risiko begrenzt.

Für Spekulanten ist das anders. Sie haben keine echte Ware, die sie liefern oder kaufen wollen. Sie kaufen oder verkaufen Futures nur, um auf Preisbewegungen zu wetten. Wenn der Preis steigt, kaufen sie den Future und verkaufen ihn später teurer. Wenn er fällt, verkaufen sie zuerst und kaufen später günstiger zurück. So können sie auch von fallenden Preisen profitieren, was mit Aktien oft schwieriger ist.

Die Rolle der Börse und des Clearings: Sicherheit durch Standards

Futures werden nicht direkt zwischen Käufer und Verkäufer gehandelt, sondern über eine Terminbörse. In Deutschland ist das vor allem die Eurex, in den USA die Chicago Mercantile Exchange. Die Börse stellt sicher, dass alle Kontrakte standardisiert sind. Das heißt: Die Menge des Vermögenswerts, das Lieferdatum und die Qualität sind genau festgelegt. So können viele Menschen dieselben Kontrakte handeln, ohne dass sie sich persönlich kennen müssen.

Ein wichtiger Bestandteil ist das Clearing. Das ist eine Art Zwischenstation, die das Risiko mindert. Wenn du einen Future kaufst, steht nicht der Verkäufer direkt gegenüber, sondern die Clearingstelle. Sie übernimmt die Verpflichtung, dass der Handel erfüllt wird. Dafür verlangt sie von beiden Seiten eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin. Diese Margin ist wie eine Kaution, die auf einem Konto hinterlegt wird.

Die Margin wird täglich angepasst, das nennt man Mark-to-Market. Wenn der Preis des Futures steigt, bekommt der Käufer Geld auf sein Konto gutgeschrieben, der Verkäufer muss nachzahlen. Wenn der Preis fällt, ist es umgekehrt. So wird sichergestellt, dass keine Seite zu viel Schulden aufbaut. Die Clearingstelle überwacht das und kann bei Bedarf Nachschussforderungen stellen.

Für dich als Anfänger bedeutet das: Du brauchst ein Konto bei einem Broker, der Futures-Handel anbietet. Dort musst du eine Margin hinterlegen, die oft nur einen Bruchteil des Kontraktwerts ausmacht. Das nennt man Hebel. Ein kleiner Preisbewegung kann also zu großen Gewinnen oder Verlusten führen. Die Börse und das Clearing schützen zwar vor Ausfällen, aber nicht vor deinen eigenen Verlusten.

Kosten und Gebühren: Was du als Anleger beachten musst

Futures haben keine klassischen Kaufgebühren wie Aktien, aber es gibt andere Kosten. Der wichtigste Posten ist die Margin, die du als Sicherheitsleistung hinterlegst. Diese ist kein Preis, sondern eine Art Pfand. Du bekommst sie zurück, wenn du den Future glattstellst, also durch ein Gegengeschäft auflöst. Allerdings kann die Margin bei Verlusten angegriffen werden.

Zusätzlich zahlst du Transaktionsgebühren an deinen Broker und an die Börse. Diese sind oft niedriger als bei Aktien, aber sie fallen bei jedem Handel an. Wenn du häufig handelst, können sich diese Gebühren summieren. Es gibt auch Finanzierungskosten, wenn du deine Position über Nacht hältst. Das hängt von den Zinsen und der Margin ab.

Ein weiterer Kostenpunkt ist der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Bei liquiden Futures wie auf den DAX ist der Spread meist klein, bei exotischen Kontrakten kann er größer sein. Du solltest also immer den Spread in deine Kalkulation einbeziehen. Er ist ein Teil deiner Handelskosten, auch wenn er nicht direkt als Gebühr ausgewiesen wird.

Wichtig zu wissen: Es gibt keine pauschalen Angaben zu Kosten, weil sie von deinem Broker und dem jeweiligen Future abhängen. Vergleiche daher die Konditionen verschiedener Anbieter. Achte auf versteckte Gebühren, zum Beispiel für die Kontoführung oder für Nachschussforderungen. Ein seriöser Broker listet alle Kosten transparent auf. Wenn etwas unklar ist, frag nach, bevor du handelst.

Worauf du als Anfänger achten solltest: Risiken und Fallstricke

Der größte Fehler, den Anfänger machen, ist, zu viel zu riskieren. Wegen des Hebels kannst du schnell mehr verlieren, als du eingesetzt hast. Wenn der Preis gegen dich läuft, fordert dein Broker Nachschuss an. Wenn du das nicht zahlst, wird deine Position zwangsweise geschlossen. Das kann zu einem Totalverlust führen, sogar zu Schulden, wenn die Verluste größer sind als deine Margin.

Ein weiteres Risiko ist die Volatilität. Futures auf Rohstoffe oder Indizes können stark schwanken. Das passiert zum Beispiel bei politischen Ereignissen, Naturkatastrophen oder überraschenden Wirtschaftsdaten. Du solltest also nicht nur auf den Trend schauen, sondern auch auf die möglichen Ausschläge. Ein Stop-Loss kann helfen, deine Verluste zu begrenzen, aber er ist keine Garantie.

Achte auch auf die Laufzeit des Futures. Jeder Kontrakt hat ein Ablaufdatum, an dem er erfüllt wird. Wenn du nicht liefern oder abnehmen willst, musst du vorher ein Gegengeschäft machen. Das nennt man Glattstellung. Wenn du das vergisst, kann es zu einer echten Lieferung kommen, zum Beispiel von Goldbarren oder Getreide. Das willst du als Privatanleger sicherlich nicht.

Informiere dich außerdem über die steuerlichen Regelungen. In Deutschland werden Gewinne aus Futures als private Veräußerungsgeschäfte behandelt, wenn du nicht gewerblich handelst. Die Steuer hängt von deinem persönlichen Steuersatz ab. Verluste kannst du unter bestimmten Bedingungen mit Gewinnen verrechnen. Es lohnt sich, einen Steuerberater zu fragen, bevor du größere Beträge investierst.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, ohne Strategie zu handeln. Du kaufst einen Future, weil du denkst, der Preis wird steigen, aber du hast keinen Plan, wann du aussteigst. Das führt oft zu emotionalen Entscheidungen. Setze dir vorher klare Ziele: Wie viel Gewinn willst du mitnehmen? Bei welchem Verlust steigst du aus? Halte dich an diese Regeln, auch wenn es schwerfällt.

Ein anderer Fehler ist, den Hebel zu unterschätzen. Ein Hebel von 10 bedeutet, dass eine Preisbewegung von 1 Prozent deinen Einsatz um 10 Prozent verändert. Das kann schnell zu großen Verlusten führen. Viele Anfänger denken, sie haben nur ihren Einsatz riskiert, aber in Wahrheit können sie viel mehr verlieren. Rechne immer mit dem schlimmsten Fall.

Auch das Ignorieren von Gebühren ist ein Problem. Wenn du oft handelst, fressen die Kosten deine Gewinne auf. Ein Trade mit 10 Euro Gebühr mag wenig erscheinen, aber bei 100 Trades sind das 1rund 000 Euro. Überlege dir, ob du wirklich so aktiv handeln musst. Manchmal ist es besser, weniger zu handeln und dafür durchdachter.

Schließlich solltest du dich nicht von anderen beeinflussen lassen. In Foren und sozialen Medien gibt es viele Tipps, aber die meisten sind nicht fundiert. Vertraue nur auf offizielle Quellen und deine eigene Analyse. Wenn dir jemand garantiert, dass ein Future steigen wird, ist das meist ein Warnsignal. Der Markt ist unberechenbar, und niemand kann die Zukunft sicher vorhersagen.

So gehst du konkret vor: Deine ersten Schritte mit Futures

Bevor du überhaupt einen Future handelst, solltest du ein Demokonto nutzen. Viele Broker bieten das kostenlos an. Dort kannst du mit virtuellem Geld handeln und die Mechanismen verstehen, ohne Risiko. Übe zum Beispiel, wie die Margin funktioniert und wie sich Preise bewegen. Das gibt dir ein Gefühl für den Markt, ohne dass du Geld verlierst.

Wenn du dich sicher fühlst, eröffne ein Konto bei einem regulierten Broker. Achte darauf, dass er in Deutschland zugelassen ist und Futures anbietet. Du musst einen Fragebogen ausfüllen, der deine Erfahrung prüft. Sei ehrlich, denn das schützt dich vor ungeeigneten Produkten. Lege dann einen Betrag fest, den du wirklich verlieren kannst, ohne dass es dir wehtut.

Starte mit einem Future auf einen bekannten Index wie den DAX oder auf einen Rohstoff, den du verstehst. Vermeide exotische Kontrakte, bei denen du die Zusammenhänge nicht kennst. Setze einen Stop-Loss, um deine Verluste zu begrenzen. Und beginne mit einer kleinen Positionsgröße, auch wenn du mehr Kapital hast. So lernst du, ohne gleich alles zu riskieren.

Dokumentiere jeden Trade in einem Tagebuch. Schreibe auf, warum du gekauft oder verkauft hast, was du erwartet hast und was passiert ist. Das hilft dir, aus Fehlern zu lernen. Nach einigen Monaten kannst du deine Strategie überprüfen und anpassen. Denke daran: Futures sind kein Weg, schnell reich zu werden, sondern ein komplexes Instrument, das viel Wissen und Disziplin erfordert.

Alternativen zu Futures: Gibt es einfachere Wege?

Wenn du in Rohstoffe oder Indizes investieren möchtest, gibt es einfachere Alternativen. Zum Beispiel kannst du in ETFs kaufen, die einen Index wie den DAX abbilden. Das ist unkompliziert, kostengünstig und ohne Hebel. Du kaufst einen Anteil an einem Fonds, der die Wertentwicklung des Index nachbildet. Das ist für die meisten Anleger besser geeignet als Futures.

Auch Optionsscheine oder Knock-out-Zertifikate sind Derivate, aber sie funktionieren anders als Futures. Sie haben oft einen festen Verfallstermin und einen Hebel, aber das Risiko ist auf deinen Einsatz begrenzt. Allerdings sind auch diese Produkte komplex und nicht ohne Risiko. Wenn du neu bist, solltest du dich erst mit ETFs und Aktien vertraut machen, bevor du in Derivate einsteigst.

Eine weitere Möglichkeit ist der Handel mit CFDs, also Differenzkontrakten. Das sind ähnlich wie Futures, aber sie werden außerbörslich gehandelt. Auch hier gibt es Hebel und Risiken. Der Unterschied: CFDs haben keine feste Laufzeit und können flexibler gestaltet werden. Aber sie sind in Deutschland bei vielen Anbietern mit hohen Gebühren verbunden. Informiere dich genau, bevor du dich entscheidest.

Letztlich gilt: Futures sind ein Profi-Werkzeug. Wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst, sind breit gestreute ETFs oder Aktien oft die bessere Wahl. Sie sind einfacher zu verstehen, weniger riskant und steuerlich oft günstiger. Nutze Futures nur, wenn du wirklich verstehst, was du tust, und wenn du bereit bist, das Risiko eines Totalverlusts zu tragen. Für die meisten ist das nicht der Fall.

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Häufige Fragen

Ein Future ist ein Vertrag, bei dem du dich verpflichtest, einen bestimmten Vermögenswert zu einem festen Preis an einem festen Datum in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Er wird an der Börse gehandelt und ist standardisiert. Meist wird der Vertrag aber vor dem Liefertermin durch ein Gegengeschäft aufgelöst.

Ja, das ist möglich, aber sehr riskant. Wegen des Hebels kannst du schnell große Gewinne machen, aber auch große Verluste. Die meisten Anfänger verlieren Geld, weil sie die Mechanismen nicht verstehen. Es ist besser, erst mit einem Demokonto zu üben und sich gründlich zu informieren.

Das hängt vom Broker und dem jeweiligen Future ab. Du musst eine Margin hinterlegen, die oft nur einen Bruchteil des Kontraktwerts ausmacht. Bei einem DAX-Future kann das zum Beispiel einige tausend Euro sein. Du solltest aber nur Geld einsetzen, das du komplett verlieren kannst.

Wenn du den Future bis zum Verfallstag hältst, musst du die Ware tatsächlich liefern oder abnehmen. Das ist bei Rohstoffen wie Öl oder Gold oft unpraktisch. Deshalb solltest du vorher ein Gegengeschäft machen. Wenn du das nicht tust, kann es zu einer physischen Lieferung kommen, die zusätzliche Kosten verursacht.

Ja, Gewinne aus Futures sind in Deutschland steuerpflichtig. Sie gelten als private Veräußerungsgeschäfte und werden mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert. Verluste kannst du unter bestimmten Bedingungen mit Gewinnen verrechnen. Es ist ratsam, einen Steuerberater zu konsultieren, um Fehler zu vermeiden.

Bei einem Future bist du verpflichtet, den Handel auszuführen. Bei einer Option hast du das Recht, aber nicht die Pflicht. Das bedeutet: Bei einer Option kannst du auf den Handel verzichten, wenn er für dich ungünstig ist. Dafür zahlst du eine Optionsprämie. Futures sind also verbindlicher und oft riskanter.

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.