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Futures im Vergleich: So bewertest du Kontrakte, Broker und Kosten

Ein Futures-Vergleich lohnt sich, weil sich Kontraktgrößen, Sicherheits­leistungen und Handelsgebühren je nach Terminbörse und Broker deutlich unterscheiden. Dieser Leitfaden zeigt dir, worauf du bei der Auswahl achten solltest.

11 Kapitel · 11 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Futures sind standardisierte Termingeschäfte, die an regulierten Börsen gehandelt werden.
  • Die Margin ist eine Sicherheitsleistung und liegt oft deutlich unter dem vollen Kontraktwert.
  • Im Vergleich zu ETFs bieten Futures häufig ein höheres Handelsvolumen und keine jährlichen Verwaltungsgebühren.
  • Für den Handel benötigst du einen Broker mit Zugang zu Terminmärkten wie CME oder Eurex.

01 · Grundlagen

Was sind Futures?

Futures gehören zu den börsengehandelten Termingeschäften und wurden ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt. Heute kannst du damit auf Indizes, Rohstoffe, Währungen und Anleihen handeln.

Ein Future ist ein standardisierter Vertrag zwischen zwei Parteien, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Termin zu kaufen oder zu verkaufen. Der Handel findet direkt an regulierten Terminbörsen statt, nicht über einen Emittenten. Das bedeutet, dein Vertragspartner ist die Börse beziehungsweise das Clearinghaus, nicht ein einzelner Anbieter.

Ursprünglich wurden Futures für die Landwirtschaft entwickelt, damit sich Erzeuger und Abnehmer gegen Preisschwankungen absichern konnten. Heute kannst du mit Futures auf Aktienindizes, Rohstoffe, Währungen und Anleihen handeln. In den letzten Jahren haben die Börsen zunehmend Mini- und Micro-Futures eingeführt, die auch mit kleineren Konten den Zugang zum echten Börsenhandel ermöglichen.

  • Futures sind börsengehandelte Terminkontrakte mit standardisierten Bedingungen.
  • Der Handel kommt zustande, wenn ein Kaufangebot und ein Verkaufsangebot im Orderbuch der Börse aufeinandertreffen.
  • Mini- und Micro-Futures verringern den Kontraktwert und eignen sich für den Einstieg mit weniger Kapital.

Kurz erklärt

Future

Ein Future ist ein standardisierter Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Termin zu kaufen oder zu verkaufen.

Der Handel findet direkt an regulierten Terminbörsen statt, nicht über einen Emittenten.

02 · Vergleich

Futures mit ETFs vergleichen

Beide Instrumente bilden einen Basiswert ab, unterscheiden sich aber in der Kapitalbindung und den laufenden Kosten. Ein direkter Vergleich hilft dir, das passende Instrument für deine Strategie zu wählen.

Bei Futures hinterlegst du lediglich eine Sicherheitsleistung, die oft unter 5 Prozent des Kontraktwerts liegt. Bei einem ETF-Kauf auf Margin sind dagegen 50 Prozent des Kaufwerts als Sicherheit fällig.

Ein entscheidender Unterschied zeigt sich beim Handelsvolumen. Der E-mini S&P 500 Future erreicht täglich ein durchschnittliches US-Dollar-Volumen, das alle globalen ETFs zusammen um den Faktor 2,56 übertrifft. Auch bei Staatsanleihen, Rohöl und Gold liegt das tägliche Futures-Volumen um das 20- bis 600-Fache über dem der entsprechenden ETFs.

  • Futures haben keine jährliche Verwaltungsgebühr, ETFs schon.
  • Futures kannst du nahezu 24 Stunden an 6 Tagen pro Woche handeln, ETFs überwiegend nur zu Börsenzeiten.
  • Die Nachbildung des Basiswerts ist bei beiden Instrumenten nahezu identisch.
Futures und ETFs im direkten Vergleich
FuturesETFs
Jährliche Verwaltungs­gebührKeineFällt an
Sicherheits­leistung (Margin)Unter 5 Prozent des Kontraktwerts50 Prozent bei Margin-Kauf
LiquiditätHohes Tagesvolumen in US-DollarGeringeres Tagesvolumen in US-Dollar
Nach­bildung des BasiswertsNahezu identischNahezu identisch

03 · Hintergrund

Die Rolle des Basiswerts im Futures-Vergleich

Der Basiswert bestimmt die Kontraktgröße und die Tick-Größe eines Futures. Für einen Vergleich solltest du wissen, welcher Basiswert zu deinem Risikoprofil passt.

Ein Future auf den S&P 500 bewegt sich anders als ein Future auf Rohöl oder eine Staatsanleihe, weil jeder Basiswert eigene Kontraktspezifikationen mitbringt. Die Kursbewegung des Futures folgt dabei immer der Kursbewegung des zugrunde liegenden Basiswerts.

Für den Einstieg eignen sich Mini- und Micro-Futures, weil sie einen kleineren Kontraktwert haben. So kannst du mit weniger Kapital an den Terminmärkten handeln, ohne auf einen echten Börsenhandel zu verzichten. Ein Mini-DAX-Future bildet den deutschen Leitindex mit einem Fünftel des klassischen Kontraktwerts ab.

  • Der Basiswert legt fest, wie stark sich der Future bei einer Kursbewegung verändert.
  • Mini- und Micro-Futures reduzieren den Kontraktwert und damit den Kapitalbedarf.
  • Du solltest den Basiswert nach deinem Risikoprofil und deiner Marktkenntnis auswählen.

Ein Future bildet immer einen Basiswert ab, zum Beispiel einen Aktienindex, eine Staatsanleihe, Rohöl oder Gold. Die Kursbewegung des Futures folgt der Kursbewegung dieses Basiswerts.

Für den Einstieg eignen sich Mini- und Micro-Futures, weil sie einen kleineren Kontraktwert haben. So kannst du mit weniger Kapital an den Terminmärkten handeln, ohne auf einen echten Börsenhandel zu verzichten.

04 · Im Vertrag

Margin und Hebel: So funktioniert die Sicherheits­leistung

Die Margin ist keine Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung, die du beim Handel hinterlegen musst. Sie ermöglicht den Hebel, erhöht aber auch dein Verlustrisiko.

Sie liegt oft unter 5 Prozent des Kontraktwerts und ermöglicht dir, einen großen Kontraktwert mit vergleichsweise wenig Kapital zu bewegen. Genau darin steckt die Hebelwirkung von Futures.

Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Gewinne und Verluste werden auf dein gesamtes eingesetztes Kapital berechnet, nicht nur auf die hinterlegte Margin. Sinkt dein Kontostand unter die erforderliche Margin, musst du Geld nachschießen oder die Position wird geschlossen. Die Nachschusspflicht ist das zentrale Risiko beim Futures-Handel.

  • Die Initial Margin ist der Betrag, den du beim Eingehen einer Position hinterlegen musst.
  • Die Hebelwirkung entsteht, weil du mit einer kleinen Margin einen großen Kontraktwert bewegst.
  • Bei starken Kursbewegungen gegen deine Position musst du zusätzliches Kapital nachschießen.

Wichtige Begriffe zu Margin und Hebel

Initial MarginSicherheitsleistungDer Betrag, den du beim Eingehen einer Futures-Position hinterlegen musst. Die Sicherheitsleistung liegt bei Futures unter 5 Prozent, bei Performance-Anleihen unter 50 Prozent.
HebelwirkungRisikoDurch die geringe Margin bewegst du einen großen Kontraktwert. Gewinne und Verluste werden auf dein gesamtes eingesetztes Kapital berechnet.
NachschusspflichtVerpflichtungSinkt dein Kontostand unter die erforderliche Margin, musst du Geld nachschießen oder die Position wird geschlossen.

05 · Checkliste

Futures Broker im Vergleich: Darauf kommt es an

Nicht jeder Broker bietet Zugang zu allen Terminbörsen. Ein Futures Broker Vergleich sollte die Handelsplattform, die Regulierung und die Kontraktgebühren berücksichtigen.

Für den Handel mit Futures an der CME, der Eurex, der NYMEX oder der CBOT benötigst du einen Anbieter, der genau diese Handelsplätze freigeschaltet hat. Prüfe vor der Kontoeröffnung, ob dein Wunschmarkt verfügbar ist.

Die Kontraktgebühr sollte transparent ausgewiesen sein, damit du deine Handelskosten kalkulieren kannst. Achte außerdem auf die Regulierung durch eine anerkannte Aufsichtsbehörde und auf eine moderne Handelsplattform mit den Ordertypen, die du für deine Strategie brauchst. Die Mindesteinzahlung variiert je nach Broker erheblich.

  • Prüfe den Zugang zu den Terminbörsen CME, Eurex, NYMEX oder CBOT.
  • Vergleiche die Kontraktgebühr pro Future transparent über alle Anbieter.
  • Achte auf eine Regulierung durch eine anerkannte Aufsichtsbehörde.
  • Teste die Handelsplattform mit ihren Ordertypen und Algorithmen.
  • Berücksichtige die Mindesteinzahlung und die Einlagensicherung für das Verrechnungskonto.

Checkliste für die Brokerwahl

01

Zugang zu den Terminbörsen CME, Eurex, NYMEX oder CBOT

02

Kontraktgebühr pro Future transparent ausgewiesen

03

Regulierung durch eine anerkannte Aufsichtsbehörde

04

Moderne Handelsplattform mit Ordertypen und Algorithmen

05

Möglichkeit zur Kontoeröffnung mit angemessener Mindesteinzahlung

06

Einlagensicherung für das Verrechnungskonto

06 · Kosten

Kosten im Futures-Vergleich

Die Handelskosten setzen sich aus der Kontraktgebühr und dem Spread zusammen. Im Vergleich zu ETFs fallen keine jährlichen Verwaltungsgebühren an.

Die Kontraktgebühr variiert je nach Broker und Terminbörse.

Die Kontraktgebühr pro Future liegt je nach Anbieter zwischen 0,65 und 2,00 Euro. Die Mindesteinzahlung reicht von 0 bis 4.000 Euro, was du bei deiner Brokerwahl berücksichtigen solltest. Die Einlagensicherung für das Verrechnungskonto liegt zwischen 20.000 und 500.000 Euro, bezieht sich aber nicht auf offene Futures-Positionen.

  • Die Kontraktgebühr pro Future liegt zwischen 0,65 und 2,00 Euro.
  • Die Mindesteinzahlung variiert zwischen 0 und 4.000 Euro je nach Broker.
  • Die Einlagensicherung beträgt je nach Anbieter zwischen 20.000 und 500.000 Euro.

Typische Kostenpunkte beim Futures-Handel

Kontraktgebühr pro Future0,65 bis 2,00 EUR
Mindesteinzahlung0 bis 4.000 EUR
Einlagensicherung20.000 bis 500.000 EUR

07 · Was gilt

Terminmärkte und Regulierung

Futures werden an regulierten Terminbörsen gehandelt, die einer Börsenaufsicht unterliegen. Das unterscheidet sie von außerbörslichen Termingeschäften.

Zu den wichtigsten Handelsplätzen gehören die CME (Chicago Mercantile Exchange), die Eurex, die NYMEX und die CBOT. Der Handel findet direkt zwischen den Marktteilnehmern statt, ohne dass ein Emittent zwischengeschaltet ist.

Das unterscheidet Futures von außerbörslichen Termingeschäften, bei denen zwei Parteien direkt miteinander handeln oder ein Emittent als Vertragspartner auftritt. An der Börse übernimmt das Clearinghaus die Abwicklung und stellt sicher, dass beide Seiten ihre Verpflichtungen erfüllen. Für dich bedeutet das mehr Transparenz und standardisierte Vertragsbedingungen.

  • Regulierte Terminmärkte sind die CME, die Eurex, die NYMEX und die CBOT.
  • Der Handel an der Börse erfolgt direkt zwischen Käufer und Verkäufer im Orderbuch.
  • Außerbörsliche Termingeschäfte laufen ohne Börse direkt zwischen zwei Parteien ab.

Regulierte Terminmärkte

·CME (Chicago Mercantile Exchange)
·Eurex
·NYMEX
·CBOT

Außerbörslicher Handel

·Direkte Geschäfte zwischen zwei Parteien ohne Börse
·Handel über einen Emittenten

08 · Vergleich

Futures im Vergleich zu Optionen

Optionen und Futures sind beides Termingeschäfte, aber sie funktionieren unterschiedlich.

Bei einem Future bist du bei Fälligkeit verpflichtet, den Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen. Bei einer Option hast du als Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, den Basiswert zu einem festgelegten Preis zu handeln.

Für eine Option zahlst du als Käufer eine Prämie, bei einem Future hinterlegst du stattdessen eine Margin. Das Verlustrisiko ist bei Futures für beide Seiten unbegrenzt, während der Optionskäufer maximal seine gezahlte Prämie verlieren kann. Beide Instrumente werden an regulierten Terminbörsen gehandelt und eignen sich für unterschiedliche Strategien.

  • Bei Futures bist du bei Fälligkeit zum Kauf oder Verkauf verpflichtet.
  • Bei Optionen hast du als Käufer ein Recht, aber keine Pflicht zur Ausübung.
  • Der Optionskäufer zahlt eine Prämie, der Futures-Händler hinterlegt eine Margin.

09 · Schritt für Schritt

Kontoeröffnung und Handelsplattformen

Für den Futures-Handel benötigst du ein Depot bei einem Broker mit Terminbörsenzugang. Die Kontoeröffnung läuft in der Regel online ab.

Die Kontoeröffnung läuft in der Regel online ab und beginnt mit der Auswahl eines passenden Brokers. Vergleiche dafür die Kontraktgebühren, die Mindesteinzahlung und den Zugang zu den gewünschten Terminbörsen.

Nach der Kontoeröffnung legitimierst du dich mit einem Ausweisdokument und richtest die Handelsplattform des Brokers ein. Bevor du deine erste Position eröffnest, überweist du Geld auf dein Verrechnungskonto, um die erforderliche Sicherheitsleistung zu decken. Ohne ausreichende Margin kannst du keine Futures-Position eröffnen.

  • Wähle einen Broker mit Zugang zu deinen gewünschten Terminbörsen.
  • Eröffne das Konto online und legitimierst dich mit einem Ausweisdokument.
  • Richte die Handelsplattform ein und mache dich mit den Ordertypen vertraut.
  • Überweise Geld auf dein Verrechnungskonto, um die Margin zu hinterlegen.
01

Broker auswählen

Vergleiche die Kontraktgebühren, die Mindesteinzahlung und den Zugang zu den gewünschten Terminbörsen.

02

Konto eröffnen

Du stellst einen Antrag auf Kontoeröffnung und legitimierst dich mit einem Ausweisdokument.

03

Handelsplattform einrichten

Nach der Freischaltung installierst du die Handelsplattform des Brokers und machst dich mit den Ordertypen vertraut.

04

Margin hinterlegen

Du überweist Geld auf dein Verrechnungskonto, um die erforderliche Sicherheitsleistung für deine erste Position zu decken.

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler im Futures-Vergleich

Viele Einsteiger unterschätzen die Hebelwirkung oder achten nur auf die Kontraktgebühr. Diese Fehler kannst du vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist, die Margin mit dem maximalen Verlust zu verwechseln. Die Margin ist nur die Sicherheitsleistung, dein tatsächlicher Verlust kann deutlich höher ausfallen.

Ein weiterer Fehler ist, die Mindesteinzahlung zu ignorieren und nur auf die Kontraktgebühr zu schauen. Auch der fehlende Zugang zu den gewünschten Terminbörsen wird oft erst nach der Kontoeröffnung bemerkt. Prüfe deshalb vorher, ob dein Broker die CME, die Eurex, die NYMEX oder die CBOT anbietet.

  • Verwechsle die Margin nicht mit dem maximalen Verlust deiner Position.
  • Achte nicht nur auf die Kontraktgebühr, sondern auch auf die Mindesteinzahlung.
  • Prüfe den Zugang zu den gewünschten Terminbörsen vor der Kontoeröffnung.
  • Unterschätze die Nachschusspflicht bei starken Kursbewegungen nicht.
  • Verwechsle Futures nicht mit außerbörslichen Termingeschäften.

Häufige Fehler beim Futures-Handel

·Die Margin mit dem maximalen Verlust verwechseln
·Nur auf die Kontraktgebühr achten und die Mindesteinzahlung ignorieren
·Keinen Zugang zu den gewünschten Terminbörsen prüfen
·Die Nachschusspflicht bei starken Kursbewegungen unterschätzen
·Futures mit außerbörslichen Termingeschäften verwechseln

11 · Was gilt

Einlagensicherung beim Futures-Handel

Die Einlagensicherung schützt dein Guthaben auf dem Verrechnungskonto, nicht aber offene Futures-Positionen. Ein Vergleich der Sicherungssysteme ist daher sinnvoll.

Das bedeutet, dein nicht investiertes Kapital ist bis zu einem bestimmten Betrag abgesichert, während Kursverluste aus dem Handel nicht unter die Einlagensicherung fallen. Die Sicherungssumme variiert je nach Broker zwischen 20.000 und 500.000 Euro.

Für dich heißt das: Die Einlagensicherung greift nur für das Geld, das du noch nicht als Margin hinterlegt hast. Sobald du eine Futures-Position eröffnest, trägst du das volle Kursrisiko. Die Einlagensicherung deckt keine Verluste aus offenen Futures-Positionen ab.

  • Abgedeckt ist das Guthaben auf dem Verrechnungskonto, das nicht investiert ist.
  • Nicht abgedeckt sind offene Futures-Positionen und Kursverluste aus dem Handel.
  • Die Sicherungssumme liegt je nach Broker zwischen 20.000 und 500.000 Euro.

Abgedeckt

·Guthaben auf dem Verrechnungskonto
·Nicht investiertes Kapital

Nicht abgedeckt

·Offene Futures-Positionen
·Kursverluste aus dem Handel

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026