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Futures Vergleich: Dein Fahrplan für den sicheren Einstieg 2026

Futures klingen komplex, sind aber mit dem richtigen Wissen zugänglich. Wir zeigen dir, warum dieses Wissen auch für dein Portfolio relevant ist, wie der Handel funktioniert und wie du einen seriösen Broker findest.

Futures HandelBroker VergleichDerivate
Brauche ich das?
Nur mit Erfahrung
Für Einsteiger ist der Handel ohne Vorkenntnisse riskant.
Wie viel Kapital?
Abhängig vom Produkt
Die Margin-Anforderungen variieren stark je nach Kontrakt.
Wo handeln?
Bei regulierten Brokern
Achte auf die BaFin-Aufsicht und transparente Kostenmodelle.
Was ist der Reiz?
Hebeel und Absicherung
Du kannst mit wenig Kapital große Positionen bewegen oder dich absichern.

Warum du dich jetzt mit Futures beschäftigen solltest

Vielleicht fragst du dich, warum ein Thema wie Futures für dich überhaupt relevant sein sollte. Die Antwort ist einfacher, als du denkst: Futures beeinflussen die Preise von Dingen, die du täglich nutzt. Ob Benzin, Weizen oder der DAX, die Kurse werden maßgeblich durch den Terminhandel bestimmt. Wenn du also Aktien oder ETFs besitzt, bist du indirekt bereits mit dem Futures-Markt verbunden.

Darüber hinaus bieten Futures institutionellen Anlegern die Möglichkeit, sich gegen Kursschwankungen abzusichern. Diese Absicherung sorgt für Stabilität im gesamten Finanzsystem. Wenn du verstehst, wie diese Mechanismen funktionieren, kannst du Marktbewegungen besser einordnen und deine eigenen Anlageentscheidungen fundierter treffen.

Für aktive Trader eröffnen Futures zudem Chancen, die mit klassischen Aktien nicht möglich sind. Du kannst auf fallende Kurse setzen, ohne Aktien leihen zu müssen, und du kannst mit einem Hebel handeln. Das birgt aber auch erhebliche Risiken, die du kennen musst, bevor du auch nur einen einzigen Trade ausführst.

Unser Ziel ist es, dir hier das nötige Grundwissen zu vermitteln. Wir erklären dir die Begriffe, die Mechanik und die Kosten. Am Ende wirst du in der Lage sein, einen fundierten Futures Vergleich anzustellen und zu entscheiden, ob dieser Markt etwas für dich ist oder nicht.

24/7
Handel an vielen Terminbörsen fast rund um die Uhr möglich
~100.000
Kontrakte werden täglich allein am DAX Future gehandelt
1:10
Hebeel ist bei vielen Futures üblich, kann aber höher sein

Was sind Futures überhaupt? Ein Blick auf die Grundlagen

Ein Future ist ein standardisierter Vertrag zwischen zwei Parteien. Der eine Käufer verpflichtet sich, ein bestimmtes Gut zu einem festgelegten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Der Verkäufer verpflichtet sich im Gegenzug, dieses Gut zu liefern. Dieses Gut kann ein Rohstoff wie Gold oder Öl sein, aber auch ein Finanzprodukt wie ein Aktienindex oder eine Währung.

Das Wort 'Future' kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt 'Zukunft'. Es beschreibt treffend das Wesen des Vertrags: Er handelt von einer Transaktion in der Zukunft. Der Preis, der heute festgelegt wird, wird als Future-Preis bezeichnet. Er weicht in der Regel vom aktuellen Kassapreis ab, da Erwartungen über die zukünftige Entwicklung eingepreist sind.

Wichtig ist, dass die meisten Futures nicht tatsächlich durch die Lieferung des Gutes enden. Stattdessen werden die Positionen vor Fälligkeit glattgestellt, also durch ein Gegengeschäft aufgelöst. Nur ein sehr geringer Prozentsatz der Kontrakte führt tatsächlich zu einer physischen Lieferung. Der Handel dient also primär der Spekulation oder der Absicherung, nicht dem Warentausch.

Die Standardisierung ist das entscheidende Merkmal. Jeder Future-Kontrakt hat eine festgelegte Kontraktgröße, ein festes Fälligkeitsdatum und wird an einer Börse gehandelt. Das macht ihn im Vergleich zu individuell ausgehandelten Termingeschäften (Forwards) transparent und liquide. Du weißt also immer genau, was du kaufst und zu welchen Bedingungen.

Die Funktionsweise: So läuft der Handel mit Futures ab

Der Handel mit Futures findet an Terminbörsen statt, in Deutschland ist das vor allem die Eurex. Du handelst also nicht direkt mit einem Gegenüber, sondern immer über die Börse. Diese fungiert als zentrale Gegenpartei und stellt sicher, dass beide Seiten ihren Verpflichtungen nachkommen. Das reduziert das Ausfallrisiko erheblich.

Ein zentraler Begriff ist die Margin. Das ist eine Sicherheitsleistung, die du bei deinem Broker hinterlegen musst, um eine Position zu eröffnen. Sie ist kein Kaufpreis, sondern eine Art Pfand. Die Margin wird als Prozentsatz des Kontraktwertes festgelegt und ist deutlich geringer als der Wert des gesamten Kontrakts. Genau hier liegt der Hebel begründet.

Der Hebel bewirkt, dass du mit einem relativ kleinen Kapitaleinsatz eine große Positionsgröße kontrollierst. Steigt der Kurs des Basiswerts um ein Prozent, steigt dein Gewinn um ein Vielfaches, eben um den Hebel. Das funktioniert aber auch in die andere Richtung: Ein prozentual kleiner Kursverlust kann dein gesamtes eingesetztes Kapital vernichten.

Täglich wird deine Position bewertet, das nennt man Mark-to-Market. Gewinne werden deinem Konto gutgeschrieben, Verluste abgezogen. Unterschreitet dein Kontostand einen bestimmten Wert, die sogenannte Maintenance Margin, erhältst du einen Margin Call. Du musst dann sofort Geld nachschießen, sonst wird deine Position zwangsweise geschlossen.

Kosten im Vergleich: Was der Handel mit Futures wirklich kostet

Im Gegensatz zu Aktien gibt es bei Futures keine klassischen Ordergebühren in Prozent des Ordervolumens. Stattdessen zahlst du eine feste Provision pro Kontrakt. Diese Provision variiert stark zwischen den Brokern und ist ein zentraler Punkt in jedem Futures Vergleich. Sie kann zwischen einem und mehreren Euro pro Kontrakt liegen.

Zusätzlich zur Broker-Provision fallen Börsengebühren an. Die Eurex erhebt eine kleine Gebühr für die Ausführung deiner Order. Auch diese ist pro Kontrakt festgelegt und wird in der Regel transparent ausgewiesen. Diese Kosten sind zwar gering, aber bei häufigen Trades können sie sich summieren und deine Rendite schmälern.

Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor ist der Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Bei liquiden Futures wie dem DAX-Future ist der Spread sehr eng, oft nur ein Tick. Bei exotischeren Produkten kann er jedoch deutlich größer sein. Ein enger Spread ist ein Zeichen für einen liquiden Markt und reduziert deine Transaktionskosten.

Achte bei deinem Broker-Vergleich also nicht nur auf die reine Provision. Berücksichtige auch die Gebühren für Datenfeed, Plattformnutzung oder mögliche Fremdkosten. Ein scheinbar günstiger Broker kann durch versteckte Gebühren am Ende teurer sein. Ein transparenter Kostenausweis ist daher ein entscheidendes Qualitätsmerkmal.

Worauf du bei der Auswahl eines Futures-Brokers achten musst

Der erste und wichtigste Punkt ist die Regulierung. Dein Broker muss von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde zugelassen sein. Das stellt sicher, dass dein Geld auf separaten Konten liegt und der Broker bestimmten Transparenzpflichten unterliegt. Meide unbedingt Broker ohne gültige Lizenz.

Die Handelsplattform ist dein tägliches Werkzeug. Sie sollte stabil laufen, übersichtlich sein und alle notwendigen Funktionen bieten. Viele Broker bieten mittlerweile auch mobile Apps an. Teste die Plattform im Demo-Modus, bevor du echtes Geld investierst. Eine gute Plattform ist intuitiv bedienbar und bietet schnelle Orderausführung.

Ein weiteres Kriterium ist die Auswahl an handelbaren Futures. Bietet der Broker nur die großen Indizes an oder auch Rohstoffe, Zinsen und Währungen? Für den Einstieg reichen oft die liquiden Standardkontrakte. Wenn du später spezialisiertere Produkte handeln möchtest, solltest du sicherstellen, dass dein Broker diese auch anbietet.

Der Kundenservice wird oft unterschätzt, ist aber im Ernstfall entscheidend. Erreichbarkeit, Kompetenz und Reaktionszeit sind wichtige Qualitätsmerkmale. Lies Erfahrungsberichte anderer Nutzer, um ein Bild vom Service zu bekommen. Ein guter Broker ist auch dann für dich da, wenn es mal Probleme gibt oder du eine Frage zur Plattform hast.

Typische Fehler, die du als Einsteiger unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist der Einstieg ohne ausreichendes Wissen. Futures sind keine einfache Anlageform, sondern ein komplexes Finanzinstrument. Wer die Mechanik von Margin und Hebel nicht vollständig versteht, wird sehr wahrscheinlich Geld verlieren. Bilde dich daher ausführlich weiter, bevor du dein erstes Geld riskierst.

Ein weiterer Fehler ist die Verwendung von zu hohem Hebel. Der Reiz auf schnelle Gewinne ist groß, aber der Hebel wirkt auch in die Verlustrichtung. Viele Einsteiger setzen ihr gesamtes Kapital ein und werden durch eine kleine Kursbewegung aus dem Markt geworfen. Ein konservativer Hebel ist für den Anfang die deutlich bessere Wahl.

Auch das Fehlen einer Strategie ist ein weitverbreitetes Problem. Wer ohne Plan handelt, agiert emotional und trifft oft falsche Entscheidungen. Definiere vor jedem Trade deinen Einstiegspunkt, dein Kursziel und vor allem deinen Stop-Loss. Ein Stop-Loss begrenzt deinen Verlust automatisch und schützt dich vor unkontrollierten Verlusten.

Viele Anfänger ignorieren zudem die Kosten. Die Gebühren pro Kontrakt scheinen gering, aber bei vielen Trades fressen sie einen erheblichen Teil des Gewinns auf. Kalkuliere die Transaktionskosten immer in deine Strategie ein. Nur wenn der erwartete Gewinn die Kosten deutlich übersteigt, ist der Trade wirtschaftlich sinnvoll.

Konkrete nächste Schritte: So startest du deinen Futures Vergleich

Der erste Schritt ist die intensive Weiterbildung. Lies Fachbücher, besuche Webinare und nutze die kostenlosen Bildungsangebote der Broker. Du solltest in der Lage sein, die Begriffe Kontrakt, Margin, Hebel und Roll-Over zu erklären. Dieses Wissen ist die Grundlage für alles Weitere und schützt dich vor den größten Fehlern.

Im zweiten Schritt eröffnest du ein Demokonto bei einem oder mehreren Brokern. Hier kannst du mit virtuellem Geld handeln, ohne ein Risiko einzugehen. Nutze diese Phase, um die Plattform kennenzulernen und deine Strategie zu testen. Ein Demokonto ist der ideale Ort, um ein Gefühl für die Marktbewegungen und die Orderausführung zu bekommen.

Erst nach erfolgreichen Demophasen solltest du ein Live-Konto eröffnen. Beginne mit einem kleinen Betrag, den du im schlimmsten Fall komplett verlieren kannst. Starte mit einem einzigen Kontrakt und einem moderaten Hebel. Steigere deine Positionsgrößen erst, wenn du über einen längeren Zeitraum konstant profitabel gehandelt hast.

Erstelle abschließend einen schriftlichen Handelsplan. Dieser Plan definiert deine Ziele, deine Risikobereitschaft, deine Strategie und deine Regeln. Ein Handelsplan hilft dir, diszipliniert zu bleiben und emotionale Entscheidungen zu vermeiden. Er ist dein persönliches Regelwerk, an das du dich bei jedem Trade hältst.

Die Rolle der Futures in deinem gesamten Portfolio

Für die meisten Privatanleger sind Futures kein Ersatz für ein klassisches Aktien- oder ETF-Portfolio. Sie sind eher ein Werkzeug für spezielle Zwecke. Du kannst sie zur Absicherung deines Portfolios nutzen, zum Beispiel um dich gegen einen fallenden DAX abzusichern. Das ist eine fortgeschrittene Strategie, die aber gut funktioniert.

Alternativ kannst du Futures für gezielte Spekulationen nutzen, um von kurzfristigen Marktbewegungen zu profitieren. Das erfordert jedoch viel Zeit, Erfahrung und eine präzise Marktanalyse. Es ist eine aktive Handelsform, die sich deutlich vom passiven Investieren in ETFs unterscheidet. Du solltest dir im Klaren sein, dass dies ein Vollzeitjob sein kann.

Ein wichtiger Aspekt ist die Korrelation zu deinen bestehenden Anlagen. Futures auf Indizes wie den DAX oder den S&P 500 haben eine hohe Korrelation zu deinen Aktien. Wenn du also bereits breit in Aktien investiert bist, erhöhst du mit Index-Futures dein Risiko, anstatt es zu diversifizieren. Eine echte Diversifikation erreichst du nur mit anderen Anlageklassen.

Überlege dir also genau, welche Rolle Futures in deinem Gesamtkonzept spielen sollen. Wenn du sie als Spekulationsinstrument nutzt, solltest du dafür nur einen kleinen Teil deines Vermögens verwenden. Der Großteil deines Geldes sollte in breit gestreute, langfristige Anlagen fließen. So kannst du von den Chancen profitieren, ohne deine Altersvorsorge zu gefährden.

Fazit: Dein Fahrplan für den verantwortungsvollen Umgang mit Futures

Der Futures-Handel ist ein faszinierendes Feld mit großen Chancen, aber auch erheblichen Risiken. Du hast nun die Grundlagen kennengelernt und weißt, worauf es ankommt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Vorbereitung, der Disziplin und dem Risikomanagement. Ein Futures Vergleich ist nur der erste Schritt auf diesem Weg.

Beginne niemals mit echtem Geld, bevor du nicht monatelang im Demokonto geübt hast. Entwickle eine Strategie, die zu deiner Persönlichkeit und deinen Zielen passt. Und vergiss nie, dass der Erhalt deines Kapitals immer wichtiger ist als die Maximierung deiner Gewinne. Verluste gehören zum Trading dazu, aber du musst sie begrenzen.

Nutze die hier vorgestellten Kriterien für deinen persönlichen Broker-Vergleich. Achte auf Regulierung, Kosten, Plattform und Service. Ein guter Broker ist ein wichtiger Partner auf deinem Weg. Nimm dir die Zeit für eine gründliche Recherche, denn die Wahl des richtigen Brokers ist eine langfristige Entscheidung.

Zum Schluss möchten wir dich ermutigen, weiterzulernen. Die Finanzmärkte sind komplex und verändern sich ständig. Bleibe neugierig, hinterfrage Informationen und bilde dich kontinuierlich weiter. Mit dem richtigen Wissen und einer disziplinierten Herangehensweise kannst du den Futures-Markt für dich nutzen, ohne ihm ausgeliefert zu sein.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du Verluste komplett verkraften?
Verstehst du den Unterschied zwischen Spot und Future?
Hast du einen Plan für volatile Marktphasen?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

In der Regel nicht. Der Handel erfordert ein tiefes Verständnis der Märkte und der Funktionsweise von Hebeln. Anfänger sollten zuerst mit Demokonten üben und sich intensiv weiterbilden, bevor sie echtes Geld riskieren.

Das hängt vom Broker und dem gewählten Kontrakt ab. Die Margin-Anforderungen können bereits bei einigen hundert Euro liegen. Du solltest jedoch nur Kapital einsetzen, dessen Verlust du verkraften kannst, und nicht dein gesamtes Erspartes riskieren.

Ein Future verpflichtet dich zum Kauf oder Verkauf, während eine Option dir das Recht einräumt, es aber nicht verpflichtend ist. Bei einer Option verlierst du maximal die Optionsprämie, bei einem Future kann der Verlust unbegrenzt sein.

Ja, das ist einer der Hauptvorteile. Du kannst einen Future verkaufen, ohne den Basiswert zu besitzen. Wenn der Kurs fällt, kannst du den Kontrakt günstiger zurückkaufen und von der Differenz profitieren.

Vergleiche die Kosten, die angebotenen Plattformen und den Kundenservice. Achte auf eine Regulierung durch die BaFin oder eine andere europäische Behörde. Teste die Plattformen im Demo-Modus, um die für dich beste Lösung zu finden.

Der Broker wird deine Positionen automatisch schließen, um seine Verluste zu begrenzen. Das bedeutet, dass du deine Verluste realisierst und dein eingesetztes Kapital verlieren kannst. Ein Margin Call ist eine ernste Warnung, die du nicht ignorieren solltest.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.