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Futures-Gebühren: Was kostet der Handel mit Terminkontrakten?

Futures-Gebühren setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Für deine Gesamtkosten sind vor allem die Kommissionen deiner Handelsplattform und die Börsengebühren entscheidend.

10 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Kommission pro Kontrakt liegt je nach Anbieter und Volumen oft zwischen 0,25 und 7 Euro oder US-Dollar.
  • Neben der Kommission fallen Börsen-, Clearing- und Regulierungsgebühren an.
  • Bei Futures auf Optionen oder bei Margin-Positionen können weitere Kosten entstehen.
  • Ein gestaffeltes Preismodell belohnt hohe monatliche Handelsvolumen mit niedrigeren Gebühren.

01 · Grundlagen

Was sind Futures-Gebühren?

Futures-Gebühren sind alle Kosten, die beim Kauf oder Verkauf eines Terminkontrakts entstehen. Sie unterscheiden sich von den Gebühren für Aktien oder ETFs, weil Futures an speziellen Terminbörsen gehandelt werden.

Futures-Gebühren fallen immer pro Kontrakt und pro Seite an. Das bedeutet: Du zahlst sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen einer Position. Anders als bei Aktien oder ETFs richtet sich die Gebühr nicht nach dem Orderwert, sondern nach der Anzahl der Kontrakte, die du handelst.

Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Deine Handelsplattform erhebt eine Kommission, die Terminbörse verlangt Börsen- und Clearinggebühren, und je nach Markt kommen regulatorische Gebühren hinzu. Diese Posten werden in der Abrechnung oft zusammengefasst, obwohl sie an unterschiedliche Stellen fließen.

Für dich ist entscheidend, dass du die Kosten pro Kontrakt kennst, bevor du eine Order aufgibst. Ein Kontrakt auf den DAX hat einen anderen Preis als ein Micro-Kontrakt auf den S&P 500. Die Gebühr wird nicht prozentual vom eingesetzten Kapital berechnet, sondern als fester Betrag je Kontrakt.

Die Gebühr wird immer pro Kontrakt und Seite fällig, nicht pro Orderwert. Wenn du also zehn Kontrakte kaufst und später verkaufst, zahlst du die Kommission zwanzigmal: zehnmal beim Kauf und zehnmal beim Verkauf.

Kurz erklärt

Futures-Gebühren

Sammelbegriff für Kommissionen des Brokers sowie Börsen-, Clearing- und Regulierungsgebühren, die pro gehandeltem Kontrakt berechnet werden.

Die Gebühr wird immer pro Kontrakt und Seite (Kauf oder Verkauf) fällig, nicht pro Orderwert.

02 · Vergleich

Kommissionen: So rechnen Handelsplattformen ab

Die Kommission ist das Entgelt deiner Handelsplattform für die Ausführung des Auftrags. Viele Anbieter unterscheiden zwischen einem Festpreis und einem gestaffelten Modell, das von deinem monatlichen Volumen abhängt.

Viele Plattformen bieten zwei Preismodelle an: einen Festpreis und ein gestaffeltes Modell. Beim Festpreis zahlst du unabhängig von deinem Handelsvolumen immer denselben Betrag pro Kontrakt. Beim gestaffelten Modell sinkt der Preis, sobald du im Monat mehr Kontrakte handelst.

Ein Beispiel aus den Gebührentabellen: Bei einem Anbieter kostet ein Standard-Futures-Kontrakt in US-Dollar im Festpreis 0,85 USD pro Kontrakt. Im gestaffelten Modell beginnt die höchste Stufe ebenfalls bei 0,85 USD, fällt aber ab 1.001 Kontrakten auf 0,65 USD und ab 20.001 Kontrakten auf 0,25 USD pro Kontrakt.

Für Micro-Futures gelten oft niedrigere Sätze. Ein Micro-Kontrakt auf den S&P 500 kann im Festpreis 0,25 USD kosten, während die günstigste Staffel bei 0,10 USD liegt. Diese Unterschiede sind für dein Handelsergebnis relevant, wenn du regelmäßig viele Kontrakte bewegst.

Das gestaffelte Modell lohnt sich erst ab einem monatlichen Volumen von mehr als 1.000 Kontrakten. Darunter zahlst du in beiden Modellen denselben Preis. Prüfe deshalb dein erwartetes Volumen, bevor du dich für ein Modell entscheidest.

  • Der Festpreis bleibt konstant, egal ob du einen oder tausend Kontrakte handelst.
  • Das gestaffelte Modell belohnt hohes Volumen mit sinkenden Preisen pro Kontrakt.
  • Die Kommission wird in der Währung des jeweiligen Kontrakts berechnet, also zum Beispiel in USD, EUR oder GBP.
Vergleich der Kommissionsmodelle für Futures
FestpreisGestaffelt
Kosten pro Kontrakt bei geringem VolumenGleichbleibend, z. B. 0,85 USDHöchste Stufe, z. B. 0,85 USD
Kosten pro Kontrakt bei hohem VolumenGleichbleibend, z. B. 0,85 USDSinkt, z. B. auf 0,25 USD
PlanbarkeitSehr hoch, da der Preis konstant bleibtAbhängig vom monatlichen Handelsvolumen

03 · Kosten

Börsengebühren und Clearing: Die zweite Kostenstelle

Neben der Kommission deiner Plattform verlangt die Terminbörse eigene Gebühren. Diese werden oft als Börsen-, Clearing- und Regulierungsgebühren zusammengefasst und direkt an dich weitergegeben.

Diese setzen sich aus Börsengebühren, Clearinggebühren und regulatorischen Gebühren zusammen. Deine Plattform weist sie in der Regel separat aus und gibt sie direkt an dich weiter.

Die Höhe variiert je nach Börse und Produkt. Für den Micro DAX an der EUREX liegt die Börsen- und Clearinggebühr bei 0,12 Euro pro Kontrakt. Für andere Futures können die Börsengebühren höher ausfallen, abhängig vom jeweiligen Handelsplatz und der Kontraktart.

Regulatorische Gebühren machen meist nur einen kleinen Teil aus. Sie liegen oft unter 0,10 Euro pro Kontrakt, können sich aber je nach Markt und Regulierungsbehörde unterscheiden. Diese Gebühren sind nicht verhandelbar und fallen unabhängig von deiner Plattform an.

Börsengebühren können sich jederzeit ändern. Anders als die Kommission deiner Plattform hast du auf diese Kosten keinen Einfluss. Sie werden von der Börse festgelegt und gelten für alle Marktteilnehmer gleichermaßen.

  • Börsengebühren decken die Nutzung der Handelsinfrastruktur ab.
  • Clearinggebühren entstehen für die Abwicklung über das zentrale Clearinghaus.
  • Regulatorische Gebühren finanzieren die Aufsichtsbehörden der jeweiligen Märkte.

Typische Kostenbestandteile pro Futures-Kontrakt

Kommission (Festpreis)0,25 bis 7,00 EUR/USD
Börsen- und Clearinggebühr0,12 bis 0,50 EUR

04 · Was gilt

Optionen auf Futures: Diese Kosten kommen dazu

Wenn du Optionen auf Futures handelst, gelten ähnliche Gebühren wie beim direkten Futures-Handel. Zusätzlich kann die Ausübung einer Option eine weitere Kommission auslösen.

Du zahlst eine Kommission pro Kontrakt, dazu kommen Börsen-, Clearing- und Regulierungsgebühren. Die Abrechnung erfolgt ebenfalls pro Kontrakt und pro Seite.

Zusätzlich kann die Ausübung einer Option eine weitere Kommission auslösen. Wenn du eine Option bis zur Fälligkeit hältst und sie im Geld endet, wird sie automatisch ausgeübt. Für diese Ausübung berechnen einige Plattformen eine separate Gebühr, die in den Gebührentabellen als Ausübungskommission ausgewiesen ist.

Ticketgebühren oder Plattformgebühren pro Order fallen bei vielen Futures-Brokern nicht an. Auch eine Mindesteinlage ist nicht erforderlich, um Futures-Optionen zu handeln. Das unterscheidet Futures-Optionen von anderen Derivaten, bei denen solche Zusatzkosten üblich sein können.

Die Ausübung einer Futures-Option kann eine zusätzliche Kommission auslösen. Wenn du eine Option vor dem Verfall verkaufst, zahlst du nur die reguläre Kommission für den Verkauf. Lässt du sie ausüben, kommt je nach Plattform eine weitere Gebühr hinzu.

  • Kommission pro Kontrakt fällt bei Kauf und Verkauf an.
  • Börsen- und Clearinggebühren werden zusätzlich berechnet.
  • Regulierungsgebühren sind auch bei Futures-Optionen üblich.
  • Ticketgebühren pro Order fallen bei vielen Anbietern nicht an.

Fällt an

·Kommission pro Kontrakt bei Kauf und Verkauf
·Börsen- und Clearinggebühren
·Regulierungsgebühren
·Kommission bei Ausübung der Option

Fällt nicht an

·Ticketgebühr pro Order
·Plattformgebühr
·Mindesteinlage

05 · Im Vertrag

Margin und Overnight-Positionen: Indirekte Kosten

Für das Halten einer Futures-Position über Nacht kann eine Overnight-Positionsgebühr anfallen. Zusätzlich bindet die Margin Kapital, das du nicht anderweitig anlegen kannst.

Diese Gebühr wird in den Gebührentabellen separat ausgewiesen und ist unabhängig von der Kommission. Nicht jede Plattform erhebt sie, aber du solltest sie vor einer längerfristigen Position prüfen.

Die Margin ist keine Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung. Beim Eingehen einer Futures-Position musst du die Initial Margin hinterlegen. Dieses Kapital bleibt auf deinem Konto blockiert und steht dir nicht für andere Anlagen zur Verfügung.

Sinkt dein Kontostand unter die Maintenance Margin, musst du Kapital nachschießen. Diese Nachschusspflicht kann zu ungeplanten Transaktionskosten führen, wenn du Wertpapiere verkaufen oder Geld überweisen musst. Die Margin-Anforderungen variieren je nach Kontrakt und Marktlage.

Die Overnight-Positionsgebühr ist eine direkte Gebühr, die Margin eine Kapitalbindung. Beide Faktoren solltest du in deine Kostenrechnung einbeziehen, besonders wenn du Positionen über mehrere Tage halten möchtest.

  • Die Initial Margin wird beim Eingehen der Position hinterlegt.
  • Die Maintenance Margin ist die Untergrenze, die dein Konto nicht unterschreiten darf.
  • Ein Margin Call verpflichtet dich, Kapital nachzuschießen.
  • Overnight-Gebühren fallen nur an, wenn du die Position über Nacht hältst.

Kostenfaktoren bei Margin und Overnight

Overnight-PositionsgebührDirekte GebührWird von einigen Plattformen für das Halten einer Position über Nacht erhoben und ist in den Gebührentabellen separat ausgewiesen.
Initial MarginKapitalbindungSicherheitsleistung, die du beim Eingehen der Position hinterlegen musst. Sie ist keine Gebühr, reduziert aber deine verfügbare Liquidität.
Maintenance MarginNachschusspflichtSinkt dein Kontostand unter diese Grenze, musst du Kapital nachschießen. Das kann zu ungeplanten Transaktionskosten führen.

06 · Vergleich

Commodity Futures: Gebühren nach Produktgruppe

Die Gebühren für Rohstoff-Futures hängen vom jeweiligen Basiswert ab. Micro-Kontrakte auf Edelmetalle oder Energie sind oft günstiger als Standard-Kontrakte.

Die Kommission wird trotzdem pro Kontrakt berechnet, nicht pro gehandeltem Euro.

Ein Standard-Futures-Kontrakt in US-Dollar kostet im Festpreis 0,85 USD pro Kontrakt. Ein Micro-Futures-Kontrakt auf denselben Basiswert kostet 0,25 USD pro Kontrakt. Der Unterschied ergibt sich aus der geringeren Kontraktgröße, die oft ein Zehntel des Standard-Kontrakts beträgt.

Für Einsteiger und kleinere Depots sind Micro-Kontrakte eine Möglichkeit, mit geringerem Kapitaleinsatz zu handeln. Allerdings sind die relativen Kosten pro gehandeltem Euro höher, weil die Gebühr pro Kontrakt auf einen kleineren Nominalwert entfällt.

Micro-Futures kosten oft nur ein Drittel der Standard-Kommission. Wenn du also mit kleinen Positionen üben oder dein Risiko begrenzen möchtest, sind Micro-Kontrakte die günstigere Alternative pro Order.

  • Standard-Kontrakte haben einen großen Nominalwert und höhere Kommissionen.
  • Micro-Kontrakte bilden einen Bruchteil des Standard-Kontrakts ab.
  • Die Kommission pro Kontrakt ist bei Micro-Futures niedriger.
  • Die relativen Kosten pro gehandeltem Euro sind bei Micro-Futures höher.
Kommissionsbeispiele für verschiedene Futures-Arten
Standard-FuturesMicro-Futures
Typische Kommission0,85 USD pro Kontrakt0,25 USD pro Kontrakt

07 · Checkliste

Handelsplattform wählen: Worauf du achten solltest

Die Wahl der Handelsplattform beeinflusst deine Futures-Gebühren direkt. Achte auf das Preismodell, die Weitergabe von Börsengebühren und mögliche Zusatzkosten.

Ein günstiger Festpreis nützt dir wenig, wenn die Plattform hohe Overnight-Gebühren verlangt oder Echtzeit-Marktdaten nur gegen Aufpreis liefert.

Prüfe, ob die Plattform ein gestaffeltes Modell für dein erwartetes Volumen anbietet. Wenn du regelmäßig mehr als 1.000 Kontrakte pro Monat handelst, kannst du mit einer Staffel deutlich sparen. Darunter ist der Unterschied zwischen Festpreis und Staffel meist gering.

Die Ausweisung der Börsen- und Clearinggebühren sollte transparent sein. Du willst vor der Order wissen, welche Kosten insgesamt anfallen. Plattformen, die diese Gebühren separat ausweisen, geben dir eine bessere Grundlage für deine Kostenkalkulation.

Vergleiche immer die Gesamtkosten pro Kontrakt, nicht nur die Kommission. Eine Plattform mit niedriger Kommission kann durch hohe Zusatzkosten am Ende teurer sein als ein Anbieter mit transparenter Gesamtabrechnung.

  • Bietet die Plattform ein gestaffeltes Modell für dein erwartetes Volumen?
  • Werden Börsen- und Clearinggebühren separat ausgewiesen?
  • Gibt es eine Overnight-Positionsgebühr?
  • Sind Micro-Futures zu günstigeren Konditionen handelbar?
  • Fallen zusätzliche Kosten für Echtzeit-Marktdaten an?

Checkliste für die Plattformwahl

01

Bietet die Plattform ein gestaffeltes Modell für dein erwartetes Volumen?

02

Werden Börsen- und Clearinggebühren separat ausgewiesen?

03

Gibt es eine Overnight-Positionsgebühr?

04

Sind Micro-Futures zu günstigeren Konditionen handelbar?

05

Fallen zusätzliche Kosten für Echtzeit-Marktdaten an?

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei Futures-Gebühren

Viele Trader unterschätzen die Summe aus Kommission und Börsengebühr. Besonders bei kleinen Kontraktzahlen kann der prozentuale Kostenanteil hoch sein.

Wer nur die Kommission vergleicht und die Börsengebühren ignoriert, rechnet sich das Trading schön.

Ein häufiger Fehler ist, das monatliche Volumen nicht für eine günstigere Staffel zu nutzen. Wenn du regelmäßig über 1.000 Kontrakte handelst, aber im Festpreis bleibst, verschenkst du Geld. Der Wechsel in das gestaffelte Modell kann deine Kosten pro Kontrakt deutlich senken.

Overnight-Gebühren werden bei langfristigen Positionen oft übersehen. Wer eine Futures-Position über mehrere Tage hält, zahlt für jede Nacht eine zusätzliche Gebühr. Diese Kosten summieren sich und können die Rendite spürbar schmälern.

Die Kapitalbindung durch Margin wird häufig nicht in die Kostenrechnung einbezogen. Das blockierte Kapital kannst du nicht anderweitig anlegen. Diese Opportunitätskosten sind zwar keine Gebühr, reduzieren aber deine effektive Rendite.

  • Nur die Kommission vergleichen und Börsengebühren ignorieren.
  • Das monatliche Volumen nicht für eine günstigere Staffel nutzen.
  • Overnight-Gebühren bei langfristigen Positionen übersehen.
  • Micro-Kontrakte nicht als günstigere Alternative prüfen.
  • Die Kapitalbindung durch Margin nicht in die Kostenrechnung einbeziehen.

Diese Fehler kosten dich Rendite

·Nur die Kommission vergleichen und Börsengebühren ignorieren
·Das monatliche Volumen nicht für eine günstigere Staffel nutzen
·Overnight-Gebühren bei langfristigen Positionen übersehen
·Micro-Kontrakte nicht als günstigere Alternative prüfen
·Die Kapitalbindung durch Margin nicht in die Kostenrechnung einbeziehen

09 · Schritt für Schritt

Ablauf einer Futures-Order mit Gebühren

Von der Orderaufgabe bis zur Abrechnung durchlaufen Futures-Geschäfte mehrere Stationen. An jeder Station kann eine Gebühr entstehen.

Wenn du den Ablauf kennst, verstehst du auch, warum die Gesamtkosten höher ausfallen als die reine Kommission.

Zuerst erteilst du den Auftrag über deine Handelsplattform. Die Kommission wird für diese Order reserviert. Anschließend führt die Terminbörse den Auftrag aus, und die Börsen- sowie Clearinggebühren werden fällig. Diese Kosten werden in deiner Abrechnung zusammengefasst.

Hältst du die Position über Nacht, kann eine Overnight-Positionsgebühr anfallen. Beim Schließen der Position zahlst du erneut eine Kommission sowie Börsen- und Clearinggebühren. Ein kompletter Roundturn, also Kauf und Verkauf, kostet dich damit mindestens das Doppelte einer einzelnen Order.

Ein Roundturn umfasst immer zwei Seiten: Öffnen und Schließen. Wenn du also eine Kommission von 0,85 USD pro Kontrakt zahlst, kostet dich der vollständige Handel 1,70 USD pro Kontrakt, zuzüglich aller Börsen- und Clearinggebühren.

  • Du erteilst den Auftrag über deine Handelsplattform.
  • Die Terminbörse führt den Auftrag aus.
  • Börsen- und Clearinggebühren werden fällig.
  • Beim Schließen zahlst du erneut Kommission und Börsengebühren.
01

Order aufgeben

Du erteilst den Auftrag über deine Handelsplattform. Die Kommission wird für diese Order reserviert.

02

Ausführung an der Börse

Die Terminbörse führt den Auftrag aus. Börsen- und Clearinggebühren werden fällig.

03

Position halten

Hältst du die Position über Nacht, kann eine Overnight-Positionsgebühr anfallen.

04

Position schließen

Beim Verkauf wird erneut eine Kommission sowie Börsen- und Clearinggebühr fällig.

10 · Hintergrund

Futures-Gebühren im Vergleich zu Aktien und ETFs

Futures-Gebühren werden pro Kontrakt berechnet, während bei Aktien und ETFs oft eine Provision pro Order oder ein Prozentsatz vom Volumen anfällt. Das macht den Kostenvergleich anspruchsvoll.

Bei Aktien zahlst du in der Regel eine Orderprovision oder einen Spread. Bei Futures kommt es auf die Anzahl der Kontrakte an, nicht auf den Wert der Position. Das macht den Kostenvergleich anspruchsvoll, weil die Gebührenlogik eine andere ist.

Ein Futures-Kontrakt auf den DAX kann einen Nominalwert von über 100.000 Euro haben. Die Gebühr von wenigen Euro pro Kontrakt ist damit prozentual oft günstiger als eine Aktienorder. Allerdings zwingt dich die Kontraktgröße zu einer Mindestpositionsgröße, die für kleinere Depots zu groß sein kann.

Micro-Futures reduzieren diese Hürde. Sie bilden einen Bruchteil des Standard-Kontrakts ab und sind damit auch für kleinere Depots zugänglich. Allerdings haben sie höhere relative Kosten pro gehandeltem Euro, weil die Gebühr pro Kontrakt auf einen kleineren Nominalwert entfällt.

Futures sind prozentual oft günstiger als Aktienorders, aber die Kontraktgröße setzt eine Mindestpositionsgröße voraus. Für dich bedeutet das: Vergleiche nicht nur die Gebühr, sondern auch den Kapitaleinsatz, den du für einen Kontrakt benötigst.

  • Bei Aktien zahlst du eine Orderprovision oder einen Spread.
  • Bei Futures zahlst du eine Gebühr pro Kontrakt, unabhängig vom Nominalwert.
  • Micro-Futures senken die Mindestpositionsgröße.
  • Die relativen Kosten pro gehandeltem Euro sind bei Micro-Futures höher.

Bei Aktien zahlst du in der Regel eine Orderprovision oder einen Spread. Bei Futures kommt es auf die Anzahl der Kontrakte an, nicht auf den Wert der Position.

Die Gebühr von wenigen Euro pro Kontrakt ist damit prozentual oft günstiger als eine Aktienorder.

Allerdings zwingt dich die Kontraktgröße zu einer Mindestpositionsgröße. Micro-Futures reduzieren diese Hürde, haben aber höhere relative Kosten pro gehandeltem Euro.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026