Ratgeber · Investieren
Festgeld-Testsieger: So findest du die besten Zinsen für 2026
Ein Festgeld-Testsieger verbindet hohe Zinsen mit einer sicheren Einlagensicherung. Entscheidend sind neben dem Zinssatz auch Laufzeit, Bonität des Landes und die Bedingungen der Zinsgutschrift.
10 Kapitel · 11 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Aktuell sind bei sicheren Festgeldkonten bis zu 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr möglich.
- Wähle die Laufzeit so, dass du während der Anlagedauer sicher auf das Geld verzichten kannst.
- Achte auf die Einlagensicherung und das Länderrating des Anbieterlandes.
- Ein Festgeldvergleich zeigt die besten Angebote für deinen Anlagebetrag und deine Wunschlaufzeit.
01 · Grundlagen
Was ist ein Festgeldkonto?
Ein Festgeldkonto ist eine Form der Geldanlage, bei der du einen festen Betrag für einen vorab vereinbarten Zeitraum anlegst. Dafür erhältst du einen garantierten Zinssatz, der während der gesamten Laufzeit unverändert bleibt.
Bei einem Festgeldkonto legst du einen bestimmten Betrag für einen festen Zeitraum an. Der Zinssatz wird zu Beginn vereinbart und bleibt über die gesamte Laufzeit gleich. Das unterscheidet Festgeld von Tagesgeld, bei dem sich der Zinssatz jederzeit ändern kann.
Während der Laufzeit kommst du an dein Geld nicht heran. Deshalb eignet sich Festgeld nur für Beträge, die du sicher nicht vorzeitig benötigst. Die Laufzeiten reichen von einem Monat bis zu zehn Jahren, wobei für die meisten Anleger Zeiträume zwischen einem und drei Jahren sinnvoll sind.
Für 10.000 Euro Anlagesumme erhältst du bei einem Zinssatz von 3,4 Prozent nach zwölf Monaten 340 Euro Zinsen. Der Zinsertrag wird entweder jährlich oder am Ende der Laufzeit ausgezahlt, je nach Anbieter.
Kurz erklärt
Festgeldkonto
Ein Konto für eine Geldanlage mit festem Zinssatz und fester Laufzeit. Während der Laufzeit ist das Geld nicht verfügbar.
Der Zinssatz steht von Anfang an fest und bietet Planungssicherheit für deinen Zinsertrag.
02 · Vergleich
Festgeldvergleich: So findest du den Testsieger
Ein Festgeldvergleich hilft dir, aus den vielen Angeboten das passende Festgeldkonto zu finden. Dabei solltest du nicht nur auf den höchsten Zinssatz schauen, sondern auch Sicherheitsmerkmale und Konditionen prüfen.
Ein Festgeld-Testsieger zeichnet sich nicht allein durch den höchsten Zinssatz aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Zinsertrag, Sicherheit und Konditionen. Aktuell bekommst du bei empfohlenen Festgeldkonten bis zu 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr.
Die genaue Höhe hängt von der Laufzeit ab. Für zwölf Monate liegen die besten Angebote bei 3,4 Prozent, für 24 Monate bei 3,31 Prozent. Bei längeren Laufzeiten ist der Zinsunterschied oft gering, obwohl du deutlich länger auf dein Geld verzichtest.
Prüfe vor dem Abschluss diese Kriterien:
- Der Zinssatz sollte im Verhältnis zur Laufzeit und zum Anlagebetrag attraktiv sein.
- Die Bank muss über eine gesetzliche Einlagensicherung in der EU verfügen.
- Das Länderrating des Anbieterlandes sollte möglichst hoch sein, zum Beispiel AAA oder A+.
- Die Zinsgutschrift sollte jährlich erfolgen, damit du den Zinseszinseffekt nutzen kannst.
| Nur auf den Zinssatz achten | Ganzheitlich vergleichen | |
|---|---|---|
| Sicherheit | Risiko, dass die Einlagensicherung oder das Länderrating nicht geprüft wird | Prüfung von Einlagensicherung und Länderrating vor der Anlage |
| Zinsertrag | Höchster Zinssatz kann mit schlechteren Konditionen verbunden sein | Zinssatz wird im Verhältnis zu Laufzeit und Anlagebetrag bewertet |
| Flexibilität | Laufzeit und Kündigungsbedingungen werden oft übersehen | Laufzeit wird an die persönliche Anlagedauer angepasst |
03 · Was gilt
Einlagensicherung: So schützt du dein Geld
Die Einlagensicherung schützt dein Geld, falls die Bank zahlungsunfähig wird. In der Europäischen Union sind Einlagen bis zu einem bestimmten Betrag pro Person und Bank gesetzlich abgesichert.
Pro Person und Bank gilt eine Sicherungsgrenze von 100.000 Euro. Das gilt auch für Festgeldkonten, unabhängig davon, ob das Geld in Euro oder einer anderen Währung angelegt ist.
Die Einlagensicherung greift, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird. Auch Zinserträge, die bis zum Zeitpunkt der Pleite angefallen sind, sind abgesichert. Du musst dafür keinen Antrag stellen, die Entschädigung erfolgt automatisch über den Sicherungsfonds des jeweiligen Landes.
Nicht abgesichert sind Wertpapiere wie Aktien oder Fondsanteile. Auch Beträge, die über der Sicherungsgrenze von 100.000 Euro pro Person und Bank liegen, sind nicht geschützt. Deshalb kann es sinnvoll sein, größere Summen auf mehrere Banken zu verteilen.
Abgesichert
Nicht abgesichert
04 · Checkliste
Länderrating und Bonität: Warum das Herkunftsland zählt
Das Länderrating bewertet die Kreditwürdigkeit eines Staates. Es gibt einen Hinweis darauf, wie stabil das Finanzsystem eines Landes ist und wie verlässlich die Einlagensicherung im Ernstfall greift.
Ein hohes Rating wie AAA oder A+ signalisiert, dass die Einlagensicherung im Ernstfall verlässlich greift. Schweden hat beispielsweise ein AAA-Rating, Frankreich liegt bei A+.
Ein sehr hoher Zinssatz geht manchmal mit einem niedrigeren Länderrating einher. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Anlage unsicher ist, aber du solltest das Risiko bewusst abwägen. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt in allen EU-Ländern, unabhängig vom Rating.
Für deine Entscheidung kannst du das Länderrating des Anbieterlandes mit dem deiner Hausbank vergleichen. Deutsche Banken profitieren vom AAA-Rating Deutschlands. Liegt das Anbieterland deutlich darunter, solltest du den Zinsvorteil kritisch prüfen.
Darauf achtest du bei Länderrating und Bonität
Wähle bevorzugt Anbieter aus Ländern mit einem hohen Rating, zum Beispiel AAA oder A+.
Prüfe, ob das Land der Bank eine eigene Einlagensicherung hat und wie diese ausgestattet ist.
Beachte, dass ein sehr hoher Zinssatz manchmal mit einem niedrigeren Länderrating einhergeht.
Vergleiche das Länderrating des Anbieterlandes mit dem Rating deiner Hausbank, um ein Gefühl für das Sicherheitsniveau zu bekommen.
05 · Schritt für Schritt
Laufzeiten und Anlagedauer: Was passt zu dir?
Die Laufzeit deines Festgeldes sollte immer zu deiner persönlichen Anlagedauer passen. Lege Geld nur so lange fest an, wie du sicher darauf verzichten kannst.
Während der Laufzeit gibt es keinen Zugriff auf dein Guthaben. Eine vorzeitige Kündigung ist bei den meisten Banken ausgeschlossen.
Für Zeiträume bis zu drei Jahren sind Festgelder mit entsprechenden Laufzeiten gut geeignet. Längere Laufzeiten bringen oft nur einen geringen Zinsaufschlag. Zudem lässt sich schwer abschätzen, ob du in einigen Jahren nicht bessere Zinsen bekommst.
Für längere Anlagezeiträume kannst du eine Festgeldtreppe nutzen:
Bei Anlagezeiträumen von zehn oder fünfzehn Jahren solltest du zusätzlich über Aktien-ETFs nachdenken. Nur damit erzielst du langfristig Renditen oberhalb der Inflation.
Anlageziel festlegen
Überlege, wofür du das Geld verwenden möchtest und wann du es wieder benötigst.
Laufzeit wählen
Wähle eine Laufzeit, die zu deinem Anlagehorizont passt. Für Flexibilität sind kürzere Laufzeiten von einem Jahr oder weniger geeignet.
Längere Anlage planen
Für längere Zeiträume kannst du eine Festgeldtreppe nutzen. Dabei teilst du dein Geld auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten auf.
Alternativen prüfen
Für sehr lange Anlagezeiträume von zehn oder fünfzehn Jahren solltest du auch über eine Beimischung von Aktien-ETFs nachdenken, um die Inflation auszugleichen.
06 · Kosten
Zinssatz und Zinsertrag: So viel Rendite ist möglich
Der Zinssatz bestimmt, wie viel Rendite dein Festgeld abwirft. Der Zinsertrag hängt vom Zinssatz, dem Anlagebetrag und der Laufzeit ab.
Bei einem Zinssatz von 3,4 Prozent erhältst du für 10.000 Euro nach zwölf Monaten 340 Euro Zinsen. Bei 3,31 Prozent über 24 Monate sind es 663 Euro.
Die besten Festgeldzinsen liegen aktuell bei bis zu 3,5 Prozent pro Jahr. Für kürzere Laufzeiten von zwölf Monaten sind 3,4 Prozent erreichbar, für zwei Jahre 3,31 Prozent. Die Unterschiede zwischen den Laufzeiten sind also gering.
Beachte bei deiner Renditeplanung den Sparer-Pauschbetrag. Pro Person und Jahr sind 1000 Euro Kapitalerträge steuerfrei. Darüber hinaus fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an. Bei einem Festgeld von 10.000 Euro und 3,4 Prozent Zinsen bleibst du mit 340 Euro Zinsertrag deutlich unter diesem Freibetrag.
Beispielhafte Zinserträge bei unterschiedlichen Zinssätzen
07 · Was gilt
Zinsgutschrift: Wann dein Geld arbeitet
Die Zinsgutschrift legt fest, wann die Zinsen deinem Konto gutgeschrieben werden. Das beeinflusst den Zinseszinseffekt und damit deine Gesamtrendite.
Der Zeitpunkt der Zinsgutschrift beeinflusst deine Gesamtrendite. Bei jährlicher Gutschrift werden die Zinsen dem Festgeldkonto gutgeschrieben und im Folgejahr mitverzinst. Dieser Zinseszinseffekt erhöht deinen Ertrag über die Laufzeit.
Bei endfälliger Zinszahlung erhältst du die gesamten Zinsen erst am Ende der Laufzeit. Für kurze Laufzeiten von einem Jahr ist das unproblematisch, da ohnehin keine Wiederanlage möglich ist. Bei längeren Laufzeiten entgeht dir jedoch der Zinseszinseffekt.
Manche Anbieter zahlen die Zinsen auf ein separates Referenzkonto aus. Wenn du das Geld dort nicht wieder anlegst, arbeitet es nicht weiter. Achte deshalb bei der Auswahl darauf, dass eine jährliche Zinsgutschrift mit Wiederanlage möglich ist.
Vorteilhaft
Weniger vorteilhaft
08 · Vergleich
Festgeld oder Tagesgeld: Was ist der Unterschied?
Festgeld und Tagesgeld sind beides risikoarme Geldanlagen, unterscheiden sich aber in Flexibilität und Zinsniveau. Die Wahl hängt von deiner Anlagedauer und deinem Bedarf an Verfügbarkeit ab.
Festgeld bietet in der Regel höhere Zinsen als Tagesgeld, weil die Bank fest mit deinem Geld planen kann. Dafür bist du während der Laufzeit an den Vertrag gebunden. Tagesgeld ist jederzeit verfügbar, der Zinssatz kann sich aber ändern.
Eine Mischung aus beiden Anlageformen kann sinnvoll sein. Lege einen Teil deines Geldes als Reserve auf ein Tagesgeldkonto, damit du jederzeit darauf zugreifen kannst. Den Rest kannst du für höhere Zinsen in Festgeld anlegen.
Bei steigenden Zinsen profitierst du mit einer Festgeldtreppe, weil jährlich ein Teil deines Geldes frei wird und du neu anlegen kannst. Bei fallenden Zinsen ist die Kombination aus Tagesgeld und langfristigem Festgeld vorteilhaft, weil du dir den höheren Zinssatz sicherst.
| Festgeld | Tagesgeld | |
|---|---|---|
| Zinssatz | In der Regel höher, da die Bank fest mit dem Geld planen kann | In der Regel niedriger, dafür variabel |
| Verfügbarkeit | Während der Laufzeit nicht verfügbar | Jederzeit verfügbar |
| Planbarkeit | Fester Zinssatz für die gesamte Laufzeit | Zinssatz kann sich jederzeit ändern |
09 · Checkliste
Anlagebetrag: So viel solltest du mindestens investieren
Die Mindestanlagebeträge für Festgeldkonten variieren je nach Anbieter. Manche Banken akzeptieren bereits kleine Beträge, andere verlangen eine höhere Einlage.
Viele Banken akzeptieren bereits Einlagen ab 100 Euro, andere verlangen mindestens 1000 Euro. Manche Institute setzen auch einen Maximalbetrag fest, der pro Konto angelegt werden kann.
Prüfe vor der Kontoeröffnung, welche Grenzen der Anbieter vorgibt. Bei einigen Banken sind Anlagen bis 500.000 Euro möglich, bei anderen liegt die Obergrenze bei 100.000 Euro. Diese Grenze entspricht der gesetzlichen Einlagensicherung pro Person und Bank.
Für größere Summen kann es sinnvoll sein, das Geld auf mehrere Banken zu verteilen. So stellst du sicher, dass dein gesamtes Guthaben von der Einlagensicherung abgedeckt ist. Beachte dabei, dass die Sicherungsgrenze pro Person und Bank gilt.
Das solltest du zum Anlagebetrag wissen
Prüfe den Mindestanlagebetrag des Anbieters, bevor du ein Konto eröffnest.
Viele Banken bieten Festgeld bereits ab 100 Euro oder 1000 Euro an.
Achte auf einen eventuellen Maximalbetrag, der pro Konto angelegt werden kann.
Verteile größere Summen auf mehrere Banken, um die Einlagensicherung optimal zu nutzen.
10 · Fehler vermeiden
Typische Fehler bei der Festgeldanlage
Einige Fehler lassen sich bei der Festgeldanlage leicht vermeiden. Wer sie kennt, trifft bessere Entscheidungen für seine Geldanlage.
Der häufigste Fehler ist, Geld zu lange fest anzulegen, obwohl du es früher benötigen könntest. Während der Laufzeit kommst du nicht an dein Guthaben heran. Überlege deshalb vor dem Abschluss genau, wann du das Geld brauchst.
Ein weiterer Fehler ist, nur auf den höchsten Zinssatz zu schauen und die Bonität des Anbieterlandes zu ignorieren. Ein sehr hoher Zinssatz geht manchmal mit einem niedrigeren Länderrating einher. Prüfe deshalb immer auch die Einlagensicherung und das Herkunftsland der Bank.
Viele Anleger verschenken außerdem Steuervorteile, weil sie den Sparer-Pauschbetrag nicht nutzen. Pro Person und Jahr sind 1000 Euro Kapitalerträge steuerfrei. Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 Euro. Liegen deine Zinserträge darunter, zahlst du keine Steuern auf dein Festgeld.
Diese Fehler solltest du vermeiden
Häufige Fragen
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