StudySmarter

Ratgeber · Investieren

Festgeld für Selbstständige: So legst du Firmenreserven zinsstark und sicher an

Festgeld für Selbstständige verzinst freie Liquidität deines Unternehmens für eine feste Laufzeit zu einem garantierten Zinssatz. Die Angebote richten sich an Geschäftskunden und unterscheiden sich bei Mindestanlage, Laufzeit und zulässigen Rechtsformen.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Festgeld für Selbstständige bietet planbare Zinserträge ohne Kursrisiko und ist meist gebührenfrei.
  • Die Mindestanlage liegt je nach Bank zwischen 1.000 und 50.000 Euro, die Zinssätze reichen 2026 je nach Laufzeit von etwa 1,0 bis 3,5 Prozent.
  • Für Selbstständige kommen Angebote für Geschäftskunden infrage, die oft an ein bestehendes Geschäftskonto gekoppelt sind.
  • Eine vorzeitige Kündigung ist bei klassischem Festgeld ausgeschlossen, daher ist die Aufteilung in Laufzeiten und ein Tagesgeldpuffer sinnvoll.

01 · Grundlagen

Was ist Festgeld für Selbstständige?

Festgeld für Selbstständige ist eine Einlage, die du als Geschäftskundin für einen festen Zeitraum zu einem vorab garantierten Zinssatz anlegst. Anders als bei Aktien oder Fonds gibt es keine Kursschwankungen.

Für dein Unternehmen funktioniert Festgeld wie ein befristeter Sparvertrag. Du legst einen festen Betrag für einen vorab gewählten Zeitraum an, und die Bank garantiert dir dafür einen bestimmten Zinssatz. Die Zinsgutschrift erfolgt je nach Anbieter am Ende der Laufzeit oder bei mehrjährigen Anlagen einmal pro Jahr.

Die Mindestanlage liegt bei Geschäftskundenangeboten oft deutlich höher als bei Privatkunden. Während einige Banken bereits ab 1.000 Euro oder 2.500 Euro einsteigen, verlangen andere mindestens 10.000 Euro oder sogar 50.000 Euro. Prüfe deshalb vorab, ob dein geplanter Anlagebetrag zum jeweiligen Angebot passt.

Für Selbstständige ist Festgeld vor allem ein Instrument, um Rücklagen für Steuernachzahlungen, geplante Investitionen oder saisonale Schwankungen zu parken. Der Vorteil liegt in der Planbarkeit: Du kennst den Zinsertrag von Anfang an und musst dich nicht um Kursbewegungen kümmern.

Festgeld für Selbstständige ist eine reine Einlage zur Zinsoptimierung von Firmenreserven, kein Kredit und kein Ersatz für ein Geschäftskonto.

Kurz erklärt

Festgeld für Selbstständige

Eine Geldanlage für Geschäftskunden, bei der ein fester Betrag für eine vereinbarte Laufzeit zu einem festen Zinssatz angelegt wird. Die Zinsgutschrift erfolgt am Laufzeitende oder jährlich, eine vorzeitige Verfügung ist in der Regel ausgeschlossen.

Festgeld für Selbstständige ist kein Kredit und kein Girokonto, sondern eine reine Einlage zur Zinsoptimierung von Firmenreserven.

02 · Vergleich

Festgeld oder Tagesgeld: Was passt zu deiner Liquidität?

Beide Anlageformen sind für Selbstständige möglich, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben in der Finanzplanung. Der direkte Vergleich zeigt, wann du welches Konto nutzt.

Die wichtigste Frage vor der Anlage lautet: Wann brauchst du das Geld wieder? Beim Festgeld ist dein Kapital bis zum Laufzeitende gebunden, beim Tagesgeld kannst du täglich darauf zugreifen. Dafür ist der Zins beim Festgeld in der Regel höher und über die gesamte Laufzeit garantiert.

Für deine Betriebsmittel und kurzfristigen Rücklagen ist ein Tagesgeldkonto die passende Wahl. Hier parkst du Geld, das du für laufende Kosten, unerwartete Ausgaben oder eine schwankende Auftragslage verfügbar halten musst. Der Zinssatz kann sich jedoch jederzeit ändern.

Festgeld eignet sich für Reserven, die du nachweislich über mehrere Monate oder Jahre nicht benötigst. Ein typisches Beispiel ist die Rücklage für eine größere Anschaffung, die erst im nächsten Geschäftsjahr ansteht. Du legst den Betrag für zwölf Monate an und erhältst dafür einen festen Zins, der oft über dem Tagesgeldniveau liegt.

  • Lege nur Geld ins Festgeld, das du im Anlagezeitraum sicher nicht brauchst.
  • Halte einen Tagesgeldpuffer für laufende Kosten und kurzfristige Ausgaben bereit.
  • Kombiniere beide Konten, um Rendite und Flexibilität unter einen Hut zu bringen.

Eine Kombination aus Tagesgeld für die Liquidität und Festgeld für die längerfristige Reserve ist für die meisten Selbstständigen die beste Lösung.

Festgeld und Tagesgeld im Vergleich für Selbstständige
FestgeldTagesgeld
ZinssatzFester Zinssatz über die gesamte LaufzeitVariabler Zins
VerfügbarkeitKeine vorzeitige Kündigung, Geld ist bis zum Laufzeitende gebundenTäglich verfügbar, geeignet als Liquiditätspuffer
PlanbarkeitZinsertrag steht von Anfang an fest
Typische NutzungParken von Betriebsmitteln und kurzfristigen Rücklagen

03 · Schritt für Schritt

So eröffnest du ein Festgeldkonto als Selbstständige

Die Kontoeröffnung für ein Firmenfestgeld läuft bei vielen Banken online ab. Voraussetzung ist oft ein bestehendes Geschäftskonto bei derselben Bank.

Die Eröffnung eines Firmenfestgeldkontos läuft bei vielen Banken vollständig digital ab. Du brauchst dafür in der Regel ein bestehendes Geschäftskonto bei derselben Bank, von dem aus die Anlagesumme auf das Festgeldkonto gebucht wird. Einige Anbieter verlangen zusätzlich, dass das Guthaben als sogenanntes Neugeld eingezahlt wird, also nicht von einem Konto derselben Bankengruppe stammt.

Bevor du den Antrag stellst, solltest du drei Punkte klären: die gewünschte Laufzeit, den Anlagebetrag und die zulässige Rechtsform. Nicht jedes Angebot steht allen Rechtsformen offen, und die Mindestanlage variiert zwischen den Banken erheblich. Ein Vergleich der Konditionen für deine konkrete Laufzeit spart spätere Enttäuschungen.

Die Kontoeröffnung ist bei den meisten Anbietern kostenlos, setzt aber fast immer ein eigenes Geschäftskonto voraus.

01

Angebote für Geschäftskunden prüfen

Vergleiche die Zinssätze für deine gewünschte Laufzeit und achte auf die Mindestanlage sowie die zulässigen Rechtsformen.

02

Geschäftskonto als Referenzkonto bereithalten

Viele Banken verlangen ein eigenes Geschäftskonto, von dem aus die Anlagesumme auf das Festgeldkonto gebucht wird.

03

Anlagebetrag und Laufzeit festlegen

Wähle einen Betrag, den du für den Zeitraum sicher nicht benötigst, und eine Laufzeit, die zu deiner Finanzplanung passt.

04

Kontoeröffnung abschließen

Die Eröffnung erfolgt bei vielen Anbietern online. Nach der Legitimation und der Überweisung des Anlagebetrags beginnt die Laufzeit.

04 · Was gilt

Welche Rechtsformen können Firmenfestgeld eröffnen?

Nicht jedes Festgeldangebot steht allen Selbstständigen offen. Die Banken nennen in ihren Bedingungen die zugelassenen Rechtsformen.

Die meisten Firmenfestgeld-Angebote richten sich an Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften. In den Bedingungen der Banken findest du die zugelassenen Rechtsformen, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden können. Üblich sind GmbH, UG (haftungsbeschränkt), GbR, OHG und KG.

Bei einigen Banken ist die AG nicht immer bestätigt, und auch für eingetragene Kaufleute gelten nicht überall dieselben Konditionen. Vereine und Stiftungen werden häufig separat behandelt und erhalten oft eigene Angebote. Prüfe deshalb vor der Kontoeröffnung, ob deine Rechtsform ausdrücklich in den Produktbedingungen genannt wird.

Für Freiberuflerinnen und Freiberufler, die kein Gewerbe anmelden müssen, kann die Zuordnung anders aussehen. Manche Banken führen sie als Geschäftskunden, andere verweisen auf Privatkundenangebote. Ein kurzer Blick in die Konditionen oder eine Nachfrage bei der Bank schafft Klarheit.

GmbH, UG, GbR, OHG und KG sind bei den meisten Firmenfestgeld-Angeboten zugelassen, die AG nicht bei allen Anbietern.

In der Regel möglich

·GmbH
·UG (haftungsbeschränkt)
·GbR
·KG
·OHG
·Eingetragener Kaufmann (e.K.)

Nicht immer bestätigt

·AG (nicht bei allen Anbietern bestätigt)
·Vereine und Stiftungen (oft separate Konditionen)

05 · Was gilt

Laufzeiten und Zinsgutschrift: So funktioniert die Anlage

Die Laufzeiten für Firmenfestgeld reichen von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren. Die Zinsgutschrift erfolgt je nach Anbieter am Laufzeitende oder jährlich.

Die Laufzeiten für Firmenfestgeld reichen von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren. Besonders häufig buchbar sind 3, 6 und 12 Monate sowie 2, 3 und 5 Jahre. Einige Banken bieten auch sehr kurze Laufzeiten ab einer Woche an, andere setzen erst bei drei Monaten ein.

Die Zinsgutschrift erfolgt bei kurzen Laufzeiten fast immer am Ende der Laufzeit. Bei Anlagen über einem Jahr schreiben viele Banken die Zinsen jährlich gut, was dir den Zinseszinseffekt ermöglicht. Eine tägliche oder monatliche Zinsgutschrift ist bei klassischem Firmenfestgeld seltener.

Für deine Planung bedeutet das: Je länger die Laufzeit, desto höher fällt in der Regel der Zinssatz aus. Gleichzeitig bindest du dein Kapital länger. Die Leiterstrategie, bei der du deinen Anlagebetrag auf mehrere Laufzeiten verteilst, kann hier einen guten Kompromiss bieten.

Üblich sind Laufzeiten von 3 bis 60 Monaten, bei einigen Banken auch bis zu 10 Jahre, mit Zinsgutschrift am Laufzeitende oder jährlich.

Üblich

·Zinsgutschrift am Ende der Laufzeit
·Jährliche Zinsgutschrift bei Laufzeiten über einem Jahr

Seltener

·Tägliche Zinsgutschrift
·Monatliche Zinsgutschrift
·Laufzeiten unter einem Monat

06 · Kosten

Was kostet ein Festgeldkonto für Selbstständige?

Die meisten Banken führen Firmenfestgeldkonten gebührenfrei. Kosten entstehen dir in der Regel nur indirekt, etwa durch ein notwendiges Geschäftskonto.

Für das Festgeldkonto selbst fallen bei den meisten Banken keine Kontoführungsgebühren an. Die Kosten entstehen indirekt, etwa durch das notwendige Geschäftskonto, das du als Referenzkonto benötigst. Dessen monatliche Gebühren liegen je nach Anbieter und Kontomodell zwischen 0 und 15 Euro.

Die eigentliche Belastung kommt aus der Steuer auf deine Zinserträge. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an. Bei Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG werden die Zinsen mit Körperschaftsteuer von 15 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Gewerbesteuer belastet.

Zusätzliche Kosten wie Abschlussgebühren oder Depotentgelte sind bei Firmenfestgeld unüblich. Achte dennoch auf die Bedingungen, insbesondere wenn ein Anbieter ein separates Verrechnungskonto verlangt, für das eigene Gebühren anfallen können.

Direkte Kontoführungsgebühren für das Festgeldkonto selbst fallen bei den meisten Anbietern nicht an, die Steuer auf Zinserträge ist der größte Kostenfaktor.

Typische Kostenpunkte bei Festgeld für Selbstständige

Kontoführung Festgeldkonto0 EUR
Steuerliche Belastung der Zinserträge bei Kapitalgesellschaften15 % Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag

07 · Im Vertrag

Einlagensicherung: So ist dein Firmenfestgeld geschützt

Festgeld für Selbstständige unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung. Zusätzlich bieten viele deutsche Banken freiwillige Sicherungssysteme.

Dein Firmenfestgeld unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung. Pro Bank und Kunde sind Einlagen bis 100.000 Euro geschützt, und dieser Schutz gilt auch für Geschäftskunden und Selbstständige. Bei höheren Beträgen solltest du dein Geld auf mehrere Banken verteilen.

Viele private Banken und Genossenschaftsbanken bieten über die gesetzliche Sicherung hinaus freiwillige Einlagensicherungssysteme an. Diese sichern Einlagen oft bis in Millionenhöhe ab, sind aber keine staatliche Garantie. Die Bonität der Bank und das Länderrating des Sitzlandes geben dir zusätzliche Hinweise auf die Stabilität des Sicherungssystems.

Deutsche Banken haben in der Regel ein AAA-Länderrating, was für ein sehr stabiles Umfeld spricht. Bei ausländischen Anbietern mit Sitz in anderen Ländern solltest du das jeweilige Länderrating und die dortige Einlagensicherung prüfen, bevor du größere Beträge anlegst.

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt pro Bank und Kunde bis 100.000 Euro, auch für Geschäftskunden und Selbstständige.

Wichtige Begriffe zur Sicherheit deiner Einlage

Gesetzliche EinlagensicherungSchutzEinlagen sind pro Bank und Kunde bis 100.000 Euro gesetzlich geschützt. Das gilt auch für Geschäftskunden und Selbstständige.
Freiwillige EinlagensicherungZusatzschutzViele private Banken und Genossenschaftsbanken sichern Einlagen über den gesetzlichen Rahmen hinaus ab, oft bis in Millionenhöhe.
LänderratingBonitätDas Rating des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat, gibt einen Hinweis auf die Stabilität des Sicherungssystems. Deutsche Banken haben in der Regel ein AAA-Rating.

08 · Was gilt

Vorzeitige Kündigung: Geht das bei Firmenfestgeld?

Klassisches Festgeld für Selbstständige ist nicht vorzeitig kündbar. Es gibt jedoch Ausnahmen und Gestaltungsmöglichkeiten, um flexibel zu bleiben.

Klassisches Festgeld für Selbstständige ist während der Laufzeit nicht vorzeitig kündbar. Du kannst weder Teilbeträge entnehmen noch zusätzliche Einzahlungen in ein laufendes Festgeldkonto vornehmen. Das Geld ist bis zum vereinbarten Laufzeitende gebunden.

Um trotzdem flexibel zu bleiben, kannst du deinen Anlagebetrag auf mehrere Laufzeiten verteilen. Bei dieser Leiterstrategie legst du zum Beispiel einen Teil für 6 Monate, einen weiteren für 12 Monate und einen dritten für 24 Monate an. So wird regelmäßig ein Teilbetrag frei, den du neu anlegen oder entnehmen kannst.

Für kurzfristige Liquidität ist ein Tagesgeldkonto die richtige Ergänzung. Dort parkst du Betriebsmittel, die du jederzeit benötigen könntest, während das Festgeld für die längerfristige Reserve arbeitet. Eine Kündigung zum Laufzeitende ist bei allen Anbietern möglich, oft musst du sie aber rechtzeitig beantragen.

Vorzeitige Kündigungen und Teilverfügungen sind bei klassischem Firmenfestgeld ausgeschlossen, die Leiterstrategie schafft dennoch Flexibilität.

Möglich

·Kündigung zum Laufzeitende
·Aufteilung des Anlagebetrags auf mehrere Laufzeiten (Leiterstrategie)
·Kombination mit einem Tagesgeldkonto für kurzfristige Liquidität

Nicht möglich

·Vorzeitige Kündigung während der Laufzeit bei klassischem Festgeld
·Zusätzliche Einzahlungen in ein laufendes Festgeldkonto
·Teilverfügungen aus dem angelegten Betrag

09 · Grundlagen

Thesaurierung: Zinseszins für dein Firmenfestgeld nutzen

Bei einigen Anbietern kannst du die Zinserträge im Festgeldkonto belassen und wieder anlegen. Das erhöht den Ertrag über lange Laufzeiten.

Bei einigen Anbietern kannst du die Zinserträge im Festgeldkonto belassen und wieder anlegen. Diese Thesaurierung führt dazu, dass die gutgeschriebenen Zinsen in den Folgejahren mitverzinst werden. Dadurch entsteht ein Zinseszinseffekt, der deinen Ertrag über lange Laufzeiten spürbar erhöht.

Die Thesaurierung ist vor allem bei Laufzeiten ab zwei Jahren und bei jährlicher Zinsgutschrift relevant. Wenn deine Bank die Zinsen jährlich auf das Festgeldkonto schreibt und du sie nicht abhebst, werden sie automatisch Teil des Anlagebetrags. Bei Anbietern mit Zinsgutschrift am Laufzeitende entfällt dieser Effekt.

Ein Beispiel: Legst du 50.000 Euro für drei Jahre zu 3 Prozent an und lässt die Zinsen jährlich thesaurieren, erhältst du im zweiten Jahr Zinsen auf 51.500 Euro und im dritten Jahr auf 53.045 Euro. Ohne Thesaurierung bliebe die Basis bei 50.000 Euro. Der Unterschied mag klein wirken, wächst aber mit Anlagebetrag und Laufzeit.

Die Thesaurierung ist vor allem bei Laufzeiten ab zwei Jahren und jährlicher Zinsgutschrift relevant, weil sie den Zinseszinseffekt aktiviert.

Kurz erklärt

Thesaurierung bei Festgeld

Die Zinserträge werden nicht ausgezahlt, sondern dem Anlagebetrag zugeschlagen und in den Folgejahren mitverzinst. Dadurch entsteht ein Zinseszinseffekt.

Die Thesaurierung ist vor allem bei Laufzeiten ab zwei Jahren und bei jährlicher Zinsgutschrift relevant.

10 · Was gilt

Steuern auf Festgeldzinsen für Selbstständige

Zinserträge aus Festgeld sind steuerpflichtig. Die Höhe der Steuer hängt von deiner Rechtsform ab.

Zinserträge aus Festgeld sind steuerpflichtig, die Höhe hängt von deiner Rechtsform ab. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften werden die Zinsen als Einkünfte aus Kapitalvermögen mit 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag belastet. Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr steht dir dabei als steuerfreier Freibetrag zu.

Bei Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG gelten andere Regeln. Hier fallen Körperschaftsteuer von 15 Prozent plus Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer an. Je nach Gemeinde kommt Gewerbesteuer hinzu, deren Höhe vom Hebesatz abhängt. Einen Sparer-Pauschbetrag gibt es für Kapitalgesellschaften nicht.

Für deine Finanzplanung bedeutet das: Die ausgewiesenen Zinssätze sind Bruttowerte. Nach Steuern bleibt bei Einzelunternehmen etwa ein Viertel weniger übrig, bei Kapitalgesellschaften hängt die Belastung vom Gewerbesteuerhebesatz ab. Kalkuliere die Steuer von Anfang an ein, um realistische Erträge zu planen.

Bei Einzelunternehmen fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, bei Kapitalgesellschaften 15 Prozent Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Gewerbesteuer.

Kapitalgesellschaften (GmbH, UG)

·Körperschaftsteuer von 15 Prozent
·Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer
·Gewerbesteuer je nach Hebesatz der Gemeinde

11 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei Festgeld für Selbstständige

Diese Fehler kosten dich Rendite oder bringen deine Liquidität in Gefahr. Ein Blick darauf hilft, dein Firmenfestgeld sauber zu planen.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

·Die gesamte Reserve in eine einzige lange Laufzeit zu legen, ohne einen Tagesgeldpuffer zu behalten.
·Die Mindestanlage zu unterschätzen und dadurch bei attraktiven Angeboten nicht zum Zug zu kommen.
·Die Zinsgutschrift nicht zu beachten, wodurch der Zinseszinseffekt bei jährlicher Gutschrift verloren geht.
·Angebote für Privatkunden mit Geschäftskunden-Angeboten zu verwechseln, die oft andere Konditionen haben.
·Die steuerliche Belastung der Zinserträge in der Finanzplanung zu ignorieren.

Häufige Fragen

Fragen zu Festgeld für Selbstständige

Investieren

Mehr zu Investieren

TagesgeldETF für SelbstständigeESG ETFs für SelbstständigeFestgeld für StudentenFestgeld günstig

Weiter mit Finanzen

Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.

Alle Finanz-Ratgeber
FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026