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Factor Investing sinnvoll: Wann sich Faktor-ETFs für dein Depot lohnen

Factor Investing verspricht langfristig eine höhere Rendite als ein klassischer Welt-ETF. Ob diese Mehrrendite realistisch ist und welche Faktoren wissenschaftlich fundiert sind, erfährst du hier.

11 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Factor Investing filtert Aktien nach bestimmten Eigenschaften wie Unternehmensgröße, Bewertung oder Kursmomentum.
  • Die zusätzliche Rendite eines Faktors gegenüber dem Gesamtmarkt heißt Faktorprämie.
  • Faktoren können über lange Zeiträume unterperformen oder ganz verschwinden.
  • Integriertes Multi-Factor-Investing kombiniert mehrere Faktoren in einem Fonds und vermeidet ungewollte Übergewichtungen.

01 · Grundlagen

Was ist Factor Investing?

Factor Investing ist eine Anlagestrategie, die Aktien systematisch nach bestimmten Merkmalen filtert. Ziel ist es, langfristig eine Überrendite gegenüber einem marktneutralen Portfolio zu erzielen.

Factor Investing ist ein systematischer Ansatz, bei dem du nicht einfach den gesamten Markt kaufst, sondern gezielt Wertpapiere mit bestimmten Eigenschaften übergewichtest. Diese Eigenschaften, die sogenannten Faktoren, dienen als regelbasierte Filterkriterien. Anders als beim klassischen Stock Picking entscheidest du dich nicht für einzelne Unternehmen, sondern folgst transparenten und evidenzbasierten Regeln.

Der Ansatz baut auf den Grundlagen des passiven Investierens auf, geht aber einen Schritt weiter. Während ein marktneutraler Welt-ETF die Rendite des Gesamtmarkts abbildet, versucht Factor Investing, durch die gezielte Auswahl von Aktien mit bestimmten Merkmalen eine zusätzliche Rendite zu erzielen. Diese Mehrrendite wird als Faktorprämie bezeichnet und ist als Ausgleich für ein zusätzliches Risiko zu verstehen.

Für dich bedeutet das: Du bleibst bei einer langfristigen, kostengünstigen Strategie, gibst aber die reine Marktneutralität auf. Die Filterkriterien sind klar definiert und für dich nachvollziehbar, was Factor Investing vom aktiven Fondsmanagement unterscheidet.

Kurz erklärt

Factor Investing

Systematischer Ansatz, in Wertpapiere mit bestimmten Eigenschaften (Faktoren) zu investieren, um langfristig eine höhere Rendite als der Gesamtmarkt zu erzielen.

Die Faktoren dienen als Filterkriterien und sind regelbasiert, transparent und evidenzbasiert.

02 · Checkliste

Welche Faktoren gibt es beim Factor Investing?

Die Kapitalmarktforschung hat mehrere Hundert Faktoren identifiziert. Vier davon gelten als wissenschaftlich besonders gut belegt.

Viele davon halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand, andere sind umstritten. Für deine Anlageentscheidung sind vor allem vier Faktoren relevant, die als besonders gut belegt gelten.

Der Size-Faktor beschreibt die Beobachtung, dass kleine Unternehmen langfristig höhere Renditen erzielen als große. Der Value-Faktor setzt auf niedrig bewertete Aktien, die im Verhältnis zu Buchwert, Gewinn oder Dividende günstig erscheinen. Momentum nutzt die Tendenz, dass Aktien mit guter Kursentwicklung diese oft einige Monate fortsetzen. Der Quality-Faktor filtert nach Unternehmen mit hoher Profitabilität, stabilen Erträgen und niedriger Verschuldung.

  • Size wurde bereits Anfang der 1980er-Jahre entdeckt und gilt als einer der ältesten dokumentierten Faktoren.
  • Value basiert auf der Erkenntnis, dass günstig bewertete Unternehmen langfristig besser abschneiden als hoch bewertete Growth-Aktien.
  • Momentum wurde in den 1990er-Jahren bekannt und ist einer der am stärksten ausgeprägten Faktoren in historischen Daten.
  • Quality wurde erst Anfang der 2010er-Jahre identifiziert und fokussiert auf solide Bilanzkennzahlen.

Wissenschaftlich anerkannte Faktoren

01

Size: Kleine Unternehmen (Small-Caps) erzielen historisch höhere Renditen als große.

02

Value: Niedrig bewertete Aktien schneiden langfristig besser ab als hoch bewertete Growth-Aktien.

03

Momentum: Aktien mit guter Kursentwicklung setzen diesen Trend oft einige Monate fort.

04

Quality: Unternehmen mit hoher Profitabilität und niedriger Verschuldung liefern eine Mehrrendite.

03 · Vergleich

Wie hoch waren die Faktorprämien langfristig?

Faktorprämien sind die Renditeunterschiede zwischen einem Faktor und der gegensätzlichen Unternehmenseigenschaft. Historische Daten zeigen teils beträchtliche Überrenditen.

Die historischen Daten zeigen, dass Faktorstrategien über lange Zeiträume und in vielen Ländern tatsächlich Überrenditen erzielt haben. Diese Faktorprämien werden als Renditeunterschied zwischen dem Faktor und der gegensätzlichen Unternehmenseigenschaft angegeben, etwa als Überrendite von kleinen gegenüber großen Unternehmen.

In 35 Industrie- und Schwellenländern erzielte der Momentum-Faktor zwischen 1900 und 2022 eine durchschnittliche jährliche Überrendite von 8,3 Prozent. Der Size-Faktor brachte es auf 2,7 Prozent pro Jahr, der Value-Faktor auf 1,8 Prozent. Der Income-Faktor, also Aktien mit hoher Dividendenrendite, lag bei 3,1 Prozent jährlicher Mehrrendite. Diese Zahlen sind arithmetische Mittelwerte aus allen Jahresrenditen und schwanken je nach Land und Zeitraum erheblich.

Für dich bedeutet das: Die historischen Prämien sind beträchtlich, aber sie sind keine Garantie für die Zukunft. Die Datenlage variiert stark, und einzelne Faktoren können über lange Phasen hinweg keine Überrendite liefern.

Durchschnittliche jährliche Überrendite von Faktorstrategien in 35 Industrie- und Schwellenländern (1900 bis 2022)
FaktorÜberrendite pro Jahr
MomentumGewinner-Aktien versus Verlierer-Aktien8,3 %
Low VolatilityGeringe Volatilität versus hohe Volatilitätkeine Daten für alle Länder
IncomeHohe Dividendenrendite versus niedrige Dividendenrendite3,1 %
SizeSmall-Caps versus Large-Caps2,7 %
ValueHohes Kurs-Buchwert-Verhältnis versus niedriges KBV1,8 %

04 · Hintergrund

Warum führen bestimmte Faktoren zu mehr Rendite?

Für die Existenz von Faktorprämien gibt es zwei zentrale Erklärungsansätze. Beide sind in der Finanzwissenschaft umstritten.

Der erste Ansatz sieht Faktoren als Ausgleich für ein höheres systematisches Risiko. Kleine Unternehmen sind beispielsweise weniger breit über Länder und Branchen verteilt und haben oft eine schwächere Finanzkraft, Anleger lassen sich dieses Risiko mit einer höheren Rendite vergüten.

Der zweite Ansatz basiert auf verhaltensökonomischen Annahmen. Demnach führen irrationale Verhaltensmuster von Anlegern zu systematischen Fehlbewertungen, die Factor Investing ausnutzt. Gegen diese Erklärung spricht, dass viele Faktoren auch nach ihrer wissenschaftlichen Publikation nicht verschwunden sind, was bei einer reinen Verhaltensanomalie zu erwarten wäre.

Für deine Anlageentscheidung ist entscheidend, dass beide Erklärungen die Faktorprämie als Kompensation für ein Risiko oder eine Marktineffizienz verstehen. Eine risikofreie Mehrrendite gibt es beim Factor Investing nicht.

Ein Ansatz sieht Faktoren als Ausgleich für ein höheres systematisches Risiko. Small-Caps sind beispielsweise weniger breit aufgestellt und oft stärker verschuldet, Anleger lassen sich dieses Risiko mit einer höheren Rendite vergüten.

Der zweite Ansatz basiert auf verhaltensökonomischen Annahmen. Demnach führen irrationale Verhaltensmuster von Anlegern zu systematischen Fehlbewertungen, die Factor Investing ausnutzt. Gegen diese Erklärung spricht, dass viele Faktoren auch nach ihrer Publikation nicht verschwunden sind.

05 · Was gilt

Lohnt sich Factor Investing für dich?

Factor Investing kann die Rendite steigern, ist aber mit zusätzlichen Risiken verbunden. Die Entscheidung hängt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab.

Ein langer Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist eine wichtige Voraussetzung. Faktoren können über Jahrzehnte hinweg schlechter laufen als der Gesamtmarkt, und du musst solche Phasen aushalten können, ohne deine Strategie zu ändern. Wenn du empfindlich auf kurzfristige Schwankungen reagierst oder möglichst nah an der Marktrendite bleiben möchtest, ist ein klassischer Welt-ETF die bessere Wahl.

  • Du hast einen langen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren.
  • Du akzeptierst Phasen, in denen dein Faktor-ETF schlechter läuft als der Gesamtmarkt.
  • Du möchtest dein Portfolio breiter diversifizieren als mit einem reinen Markt-ETF.
  • Du verstehst die zugrunde liegenden Faktoren und ihre Risiken.

Das spricht dafür

·Du hast einen langen Anlagehorizont.
·Du akzeptierst Phasen, in denen dein Faktor-ETF schlechter läuft als der Gesamtmarkt.
·Du verstehst die zugrunde liegenden Faktoren und ihre Risiken.

Das spricht dagegen

·Du möchtest möglichst nah an der Marktrendite bleiben.
·Du reagierst empfindlich auf kurzfristige Schwankungen (Volatilität).
·Du hast einen kurzen Anlagehorizont.
·Du möchtest keine zusätzlichen Kosten für spezielle Faktor-ETFs tragen.

06 · Vergleich

Einfaches oder integriertes Multi-Factor-Investing?

Wer auf mehrere Faktoren setzen möchte, kann dies auf zwei Arten tun. Die integrierte Variante gilt als die durchdachtere Lösung.

Wenn du auf mehrere Faktoren setzen möchtest, hast du zwei Möglichkeiten. Beim einfachen Multi-Factor-Investing kaufst du mehrere Fonds, die jeweils nach einem einzigen Faktor filtern. Das Problem dabei: Faktoren können sich widersprechen und zu ungewollten Über- oder Untergewichtungen führen, im Extremfall sogar zu negativen Faktorprämien.

Die integrierte Variante verwendet einen einzigen Fonds, der verschiedene Faktoren intern kombiniert. Dadurch werden negative Nebeneffekte vermieden und die Diversifikation bleibt erhalten. Integriertes Multi-Factor-Investing ist in der Regel die bessere Wahl, weil die Faktoren aufeinander abgestimmt sind und du nicht selbst mehrere Einzelpositionen überwachen musst.

Für dich bedeutet das: Wenn du mehrere Faktoren kombinieren möchtest, achte auf einen Fonds, der die Faktoren sinnvoll integriert, statt einfach mehrere Single-Factor-ETFs zu kaufen.

Zwei Wege, mehrere Faktoren zu kombinieren
Einfaches Multi-Factor-InvestingIntegriertes Multi-Factor-Investing
UmsetzungKauf mehrerer Fonds, die jeweils nach einem Faktor filternEin einziger Fonds, der verschiedene Faktoren intern kombiniert
DiversifikationKann zu ungewollten Über- oder Untergewichtungen führenVermeidet negative Nebeneffekte und erhält die Diversifikation
RisikoFaktoren können sich widersprechen und negative Faktorprämien erzeugenGeringeres Risiko durch abgestimmte Faktorenauswahl

07 · Hintergrund

Welche Rolle spielt die Marktkapitalisierung?

Die Unternehmensgröße ist ein zentraler Faktor beim Factor Investing. Small-Caps haben historisch besser abgeschnitten, sind aber auch riskanter.

Die Unternehmensgröße ist einer der am längsten dokumentierten Faktoren beim Factor Investing. In traditionellen MSCI-Indizes machen Small-Caps etwa 14 Prozent des gesamten Index aus. Factor-Investoren erhöhen diesen Anteil gezielt, um von der historischen Small-Cap-Prämie zu profitieren.

Die höhere Rendite kleiner Unternehmen wird oft mit ihrem höheren Risiko erklärt. Small-Caps sind weniger international aufgestellt, haben häufig eine schwächere Finanzkraft und reagieren empfindlicher auf Konjunkturschwankungen. Dieses zusätzliche Risiko ist der Grund, warum Anleger langfristig mit einer höheren Rendite entschädigt werden.

Für dich bedeutet das: Eine Übergewichtung von Small-Caps kann deine Rendite steigern, erhöht aber auch die Schwankungen deines Portfolios. Du solltest diesen Faktor nur beimischen, wenn du das zusätzliche Risiko tragen kannst.

In traditionellen MSCI-Indizes machen Small-Caps etwa 14 Prozent des gesamten Index aus. Factor-Investoren erhöhen diesen Anteil gezielt, um von der historischen Small-Cap-Prämie zu profitieren.

Die höhere Rendite kleiner Unternehmen wird oft mit ihrem höheren Risiko erklärt: Sie sind weniger international aufgestellt, haben oft eine schwächere Finanzkraft und reagieren empfindlicher auf Konjunkturschwankungen.

08 · Fehler vermeiden

Was bemängeln Kritiker am Factor Investing?

Factor Investing ist unter Experten umstritten. Die wichtigsten Einwände betreffen die Verlässlichkeit der Faktorprämien und die Erklärungsansätze.

Ein zentraler Kritikpunkt ist der sogenannte Faktor-Zoo: Die Forschung hat mehrere Hundert Faktoren identifiziert, was die Auswahl der tatsächlich relevanten Faktoren erschwert. Viele dieser Faktoren halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand oder verschwinden nach ihrer Publikation.

Ein weiterer Einwand betrifft die langen Phasen der Underperformance. Faktoren können über Jahrzehnte hinweg schlechter laufen als der Gesamtmarkt, was für Anleger schwer auszuhalten ist. Manche Experten halten zudem die Erklärung für Faktorprämien für schwach, und die Mehrrendite könnte lediglich ein Ausgleich für ein höheres Risiko sein, das nicht jeder tragen möchte.

  • Der Faktor-Zoo erschwert die Auswahl der tatsächlich relevanten Faktoren.
  • Faktoren können über Jahrzehnte hinweg schlechter laufen als der Gesamtmarkt.
  • Die Begründung für Faktorprämien ist unter Experten umstritten.
  • Die Mehrrendite könnte lediglich ein Ausgleich für ein höheres Risiko sein.

Häufige Kritikpunkte

·Faktor-Zoo: Es gibt mehrere Hundert identifizierte Faktoren, die Auswahl der relevanten ist schwierig.
·Lange Underperformance: Faktoren können über Jahrzehnte hinweg schlechter laufen als der Gesamtmarkt.
·Schwache Erklärung: Manche Experten halten die Begründung für Faktorprämien für nicht überzeugend.
·Höheres Risiko: Die Mehrrendite könnte lediglich ein Ausgleich für ein höheres Risiko sein, das nicht jeder tragen möchte.

09 · Checkliste

Wie setzt du Factor Investing mit ETFs um?

Für Factor Investing eignen sich spezielle Faktor-ETFs. Sie filtern Aktien nach den gewünschten Kriterien und gewichten sie entsprechend.

Bei der Auswahl solltest du auf mehrere Punkte achten, um die Faktorprämie nicht durch hohe Kosten oder eine ungeeignete Indexmethodik zu verlieren.

Die Verwaltungsgebühren sind ein zentraler Hebel für den langfristigen Anlageerfolg. Höhere Kosten können die Faktorprämie aufzehren, daher solltest du Faktor-ETFs mit geringen Gebühren bevorzugen. Prüfe außerdem, ob der ETF einen einzelnen Faktor oder mehrere Faktoren integriert abbildet, und vergleiche die zugrunde liegende Indexmethodik, da nicht alle Faktor-Indizes gleich filtern.

  • Achte auf geringe Verwaltungsgebühren, da höhere Kosten die Faktorprämie aufzehren können.
  • Prüfe, ob der ETF einen einzelnen Faktor oder mehrere Faktoren integriert abbildet.
  • Vergleiche die zugrunde liegende Indexmethodik, nicht alle Faktor-Indizes filtern gleich.
  • Berücksichtige die Fondsgröße und das Fondsalter für eine ausreichende Liquidität.
  • Kombiniere Faktor-ETFs mit einem breiten Welt-ETF, um die Diversifikation zu erhalten.

Kriterien für die Auswahl von Faktor-ETFs

01

Achte auf geringe Verwaltungsgebühren, da höhere Kosten die Faktorprämie aufzehren können.

02

Prüfe, ob der ETF einen einzelnen Faktor oder mehrere Faktoren integriert abbildet.

03

Vergleiche die zugrunde liegende Indexmethodik, nicht alle Faktor-Indizes filtern gleich.

04

Berücksichtige die Fondsgröße und das Fondsalter für eine ausreichende Liquidität.

05

Kombiniere Faktor-ETFs mit einem breiten Welt-ETF, um die Diversifikation zu erhalten.

10 · Kosten

Wie hoch sind die Kosten von Faktor-ETFs?

Faktor-ETFs sind in der Regel teurer als klassische Markt-ETFs. Die Mehrkosten müssen durch die Faktorprämie erst erwirtschaftet werden.

Klassische Welt-ETFs haben typische Gesamtkostenquoten von 0,15 bis 0,25 Prozent pro Jahr. Single-Factor-ETFs liegen meist zwischen 0,25 und 0,45 Prozent, Multi-Factor-ETFs zwischen 0,35 und 0,60 Prozent. Geringe Kosten sind ein zentraler Hebel für den langfristigen Anlageerfolg, daher solltest du bei der Auswahl genau auf die Gebühren achten.

Für dich bedeutet das: Die höheren Kosten von Faktor-ETFs sind nur gerechtfertigt, wenn die Faktorprämie langfristig über den Mehrkosten liegt. Ein teurer Faktor-ETF mit schwacher Methodik kann deine Rendite schmälern, statt sie zu steigern.

11 · Schritt für Schritt

Wie integrierst du Factor Investing in dein Portfolio?

Factor Investing sollte nicht dein gesamtes Portfolio ersetzen. Eine sinnvolle Kombination mit einem breiten Markt-ETF erhält die Diversifikation.

Der Kern deines Portfolios bleibt ein breit gestreuter Welt-ETF, der die Marktrendite abbildet und für Diversifikation sorgt. Den Faktoranteil legst du je nach Risikobereitschaft fest.

Ein Anteil von 10 bis 30 Prozent deines Portfolios für Faktor-ETFs ist ein sinnvoller Rahmen. Wähle einen oder mehrere Faktoren aus, die du verstehst und deren Risiken du tragen kannst. Überprüfe mindestens einmal jährlich, ob die Gewichtung noch zu deiner Strategie passt, und passe sie bei Bedarf an.

  • Lege den Kern deines Portfolios mit einem breit gestreuten Welt-ETF an, der die Marktrendite abbildet.
  • Bestimme einen Anteil von beispielsweise 10 bis 30 Prozent deines Portfolios für Faktor-ETFs.
  • Wähle einen oder mehrere Faktoren aus, die du verstehst und deren Risiken du tragen kannst.
  • Kaufe den passenden Faktor-ETF und überprüfe mindestens einmal jährlich, ob die Gewichtung noch zu deiner Strategie passt.
01

Basis schaffen

Lege den Kern deines Portfolios mit einem breit gestreuten Welt-ETF an, der die Marktrendite abbildet.

02

Faktoranteil festlegen

Setze Faktor-ETFs nur als Beimischung zu deinem Kernportfolio ein.

03

Faktoren auswählen

Wähle einen oder mehrere Faktoren aus, die du verstehst und deren Risiken du tragen kannst.

04

Umsetzen und regelmäßig prüfen

Kaufe den passenden Faktor-ETF und überprüfe mindestens einmal jährlich, ob die Gewichtung noch zu deiner Strategie passt.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026