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ETF-Sparplan für Familien: So sparst du langfristig für deine Kinder

Ein ETF-Sparplan für Familien bündelt den Vermögensaufbau für den Nachwuchs und nutzt dabei Zeit, Zinseszins und steuerliche Freibeträge. Entscheidend sind ein langer Anlagehorizont, ein breit streuender Welt-ETF und ein Depot, das zur familiären Situation passt.

11 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Für langfristige Ziele ab 15 Jahren eignen sich weltweite Aktien-ETFs wie der MSCI World mit einer erwartbaren Rendite von etwa 6 Prozent pro Jahr.
  • Ein Kinderdepot auf den Namen des Kindes nutzt den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr und schützt das Vermögen vor dem Zugriff der Eltern.
  • Kurzfristige Sparziele gehören auf ein Tagesgeldkonto oder Festgeld, nicht in einen Aktien-ETF.
  • Der Zinseszinseffekt entfaltet seine Wirkung vor allem dann, wenn du früh beginnst und Erträge automatisch reinvestierst.

01 · Hintergrund

Warum ein ETF-Sparplan für Familien sinnvoll ist

Ein ETF-Sparplan für Familien verbindet regelmäßiges Sparen mit den Renditechancen des Aktienmarkts. Für Kinder ist der Zeithorizont besonders vorteilhaft, weil auch kleine Beträge über viele Jahre zu einem beachtlichen Vermögen wachsen können.

Für den langfristigen Vermögensaufbau eines Kindes sind weltweit streuende Aktien-ETFs die renditestärkste Option. Ein Sparplan automatisiert die Einzahlungen und macht aus kleinen monatlichen Beträgen über die Jahre ein wachsendes Kapital. Der Anlagehorizont von 15 Jahren oder länger ist entscheidend, um zwischenzeitliche Kurseinbrüche auszusitzen und den Zinseszinseffekt voll zu nutzen.

Ein ETF-Sparplan für Familien funktioniert wie ein Dauerauftrag in einen börsengehandelten Indexfonds. Du legst einen festen monatlichen Betrag fest, der automatisch in einen ETF investiert wird. Für den langfristigen Vermögensaufbau für Kinder eignen sich weltweite Aktien-ETFs wie der MSCI World, da sie breit streuen und geringe laufende Kosten haben.

Der entscheidende Vorteil für Familien ist die Zeit. Wer direkt nach der Geburt beginnt, gibt dem Kapital 18 Jahre oder länger, um zu wachsen. Kursschwankungen lassen sich bei einem Anlagehorizont von 15 Jahren oder länger aussitzen. Gleichzeitig bleibt die Flexibilität erhalten, denn die Sparrate kann jederzeit angepasst oder pausiert werden.

Ein ETF-Sparplan für Familien funktioniert wie ein Dauerauftrag in einen börsengehandelten Indexfonds. Du legst einen festen monatlichen Betrag fest, der automatisch in einen ETF investiert wird. Für den langfristigen Vermögensaufbau für Kinder eignen sich weltweite Aktien-ETFs wie der MSCI World, da sie breit streuen und geringe laufende Kosten haben.

Der entscheidende Vorteil für Familien ist die Zeit. Wer direkt nach der Geburt beginnt, gibt dem Kapital 18 Jahre oder länger, um zu wachsen. Kursschwankungen lassen sich bei einem Anlagehorizont von 15 Jahren oder länger aussitzen. Gleichzeitig wirkt der Zinseszinseffekt: Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften in den Folgejahren eigene Erträge.

Wichtig ist die Trennung der Sparziele. Geld, das in wenigen Jahren für ein Fahrrad, einen Führerschein oder einen Auslandsaufenthalt gebraucht wird, gehört nicht in einen Aktien-ETF. Dafür sind Tagesgeld oder Festgeld die passenden Instrumente. Der ETF-Sparplan ist das Werkzeug für Ziele, die weit in der Zukunft liegen.

02 · Grundlagen

Zinseszinseffekt: Warum der frühe Start so viel ausmacht

Der Zinseszinseffekt belohnt Geduld. Je länger das Geld angelegt bleibt, desto stärker wächst die Basis, auf die künftige Erträge anfallen.

Der Zinseszinseffekt beschreibt, dass Erträge aus einer Geldanlage im nächsten Jahr selbst wieder Erträge erwirtschaften. Bei einem ETF-Sparplan für Familien werden Dividenden und Kursgewinne reinvestiert, wodurch das angelegte Kapital über die Zeit immer schneller wächst. Je länger der Zeitraum, desto größer ist der Anteil der reinvestierten Erträge am Endvermögen.

Bei einem Anlagehorizont von 18 Jahren wirkt der Zinseszinseffekt besonders stark, weil die reinvestierten Erträge den größten Teil des Endvermögens ausmachen können. Ein früher Start mit kleinen Beträgen kann daher mehr bewirken als ein später Start mit größeren Summen. Die durchschnittliche Rendite eines weltweiten Aktien-ETF liegt langfristig bei etwa 6 Prozent pro Jahr.

Der wichtigste Hebel ist die Anlagedauer, nicht die Sparrate. Wer direkt nach der Geburt beginnt, gibt dem Kapital fast zwei Jahrzehnte Zeit, um sich durch den Zinseszinseffekt zu vervielfachen.

Kurz erklärt

Zinseszinseffekt

Der Zinseszinseffekt beschreibt, dass Erträge aus einer Geldanlage im nächsten Jahr selbst wieder Erträge erwirtschaften. Bei einem ETF-Sparplan für Familien werden Dividenden und Kursgewinne reinvestiert, wodurch das angelegte Kapital über die Zeit immer schneller wächst.

Bei einem Anlagehorizont von 18 Jahren wirkt der Zinseszinseffekt besonders stark, weil die reinvestierten Erträge den größten Teil des Endvermögens ausmachen können.

03 · Vergleich

ETF-Sparplan oder Tagesgeld: Was passt zu welchem Sparziel?

Nicht jedes Sparziel für dein Kind gehört in einen Aktien-ETF. Die Wahl des richtigen Instruments hängt vom Anlagehorizont und der nötigen Flexibilität ab.

Für kurzfristige Sparziele wie ein neues Fahrrad oder ein Computerspiel ist ein Tagesgeldkonto die bessere Wahl. Es bietet jederzeitigen Zugriff und keine Kursschwankungen. Aktuelle Tagesgeldangebote bringen etwa 4 Prozent Zinsen pro Jahr, viele davon sind jedoch zeitlich begrenzt.

Ein ETF-Sparplan eignet sich für Ziele, die 15 Jahre oder länger entfernt sind. Dazu gehören der Führerschein, ein Auslandsjahr, die erste Wohnung oder das Studium. Die langfristige Rendite weltweiter Aktien-ETFs liegt bei etwa 6 Prozent pro Jahr, dafür musst du zwischenzeitliche Wertschwankungen aushalten können.

  • ETF-Sparplan: Anlagehorizont 15 Jahre oder länger, etwa 6 Prozent Rendite pro Jahr, zwischenzeitliche Kurseinbrüche möglich.
  • Tagesgeldkonto: Anlagehorizont mehrere Monate bis wenige Jahre, etwa 4 Prozent Zinsen pro Jahr, keine Kursschwankungen.
  • Festgeldkonto: Fester Zeitraum, bis zu 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr, Geld ist während der Laufzeit nicht verfügbar.
ETF-Sparplan und Tagesgeld im Vergleich für typische Sparziele von Familien
ETF-SparplanTagesgeldkonto
Anlagehorizont15 Jahre oder längerMehrere Monate bis wenige Jahre
Erwartete Rendite pro JahrEtwa 6 Prozent (langfristiger Durchschnitt weltweiter Aktien-ETFs)Etwa 4 Prozent (aktuelle Zinsen, zeitlich begrenzte Angebote möglich)
Geeignet fürVermögensaufbau für Ausbildung, Studium, Start ins ErwachsenenlebenTaschengeld, Fahrrad, Computerspiel, kurzfristige Anschaffungen

04 · Grundlagen

MSCI World als Basis für den ETF-Sparplan für Familien

Ein weltweiter Aktien-ETF auf den MSCI World ist die Standardlösung für den langfristigen Vermögensaufbau. Er bündelt hunderte Unternehmen aus Industrieländern und reduziert so das Risiko einzelner Aktien.

Der MSCI World ist ein Aktienindex, der die Wertentwicklung von Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Ein ETF auf diesen Index kauft alle enthaltenen Aktien nach, wodurch dein Sparplan automatisch breit über Länder und Branchen streut. Das reduziert das Risiko, das mit einzelnen Aktien oder Regionen verbunden ist.

Für einen ETF-Sparplan für Familien ist der MSCI World die häufigste Wahl, weil er mit einer einzigen Sparrate ein global diversifiziertes Portfolio aufbaut. Du musst dich nicht um die Auswahl einzelner Unternehmen kümmern und profitierst von der langfristigen Entwicklung der Weltwirtschaft. Die laufenden Kosten solcher ETFs sind gering.

Ein einziger Sparplan auf den MSCI World reicht als Basis für den langfristigen Vermögensaufbau deines Kindes aus. Zusätzliche Einzelaktien oder Branchenwetten erhöhen das Risiko, ohne die Renditechancen verlässlich zu verbessern.

Kurz erklärt

MSCI World

Der MSCI World ist ein Aktienindex, der die Wertentwicklung von Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Ein ETF auf diesen Index kauft alle enthaltenen Aktien nach, wodurch dein Sparplan automatisch breit über Länder und Branchen streut.

Für einen ETF-Sparplan für Familien ist der MSCI World die häufigste Wahl, weil er mit einer einzigen Sparrate ein global diversifiziertes Portfolio aufbaut.

05 · Schritt für Schritt

Depoteröffnung: So richtest du den ETF-Sparplan für dein Kind ein

Die Depoteröffnung ist der formale Startpunkt für den ETF-Sparplan. Du hast zwei grundsätzliche Optionen: ein eigenes Depot auf deinen Namen oder ein Kinderdepot auf den Namen des Kindes.

Das Kinderdepot nutzt den Sparer-Pauschbetrag des Kindes und schützt das Vermögen vor deinem eigenen Zugriff. Beide sorgeberechtigten Elternteile müssen der Eröffnung zustimmen.

Für ein Kinderdepot benötigst du in der Regel die Personalausweise beider sorgeberechtigter Elternteile, die Geburtsurkunde des Kindes und die Steuer-ID des Kindes. Bei alleinigem Sorgerecht sind entsprechende Nachweise erforderlich. Die Eröffnung ist bei vielen Anbietern online möglich.

01

Variante wählen

Entscheide, ob du in deinem eigenen Depot für das Kind sparen möchtest oder ein separates Kinderdepot auf den Namen des Kindes eröffnest. Das Kinderdepot nutzt den Sparer-Pauschbetrag des Kindes und schützt das Vermögen vor deinem eigenen Zugriff.

02

Anbieter auswählen

Wähle einen Anbieter, der ein Kinderdepot ohne laufende Depotgebühren anbietet und ETF-Sparpläne zu günstigen Konditionen ermöglicht. Achte auf die Kosten pro Sparplanausführung.

03

Unterlagen bereithalten

Für ein Kinderdepot benötigst du in der Regel die Personalausweise beider sorgeberechtigter Elternteile, die Geburtsurkunde des Kindes und die Steuer-ID des Kindes. Bei alleinigem Sorgerecht sind entsprechende Nachweise nötig.

04

Depot eröffnen und Sparplan einrichten

Eröffne das Depot online oder in einer Filiale. Hinterlege einen Freistellungsauftrag in Höhe des Sparer-Pauschbetrags von 1000 Euro pro Jahr für das Kind. Richte anschließend den ETF-Sparplan mit dem gewünschten monatlichen Betrag ein.

06 · Was gilt

ETF-Kinderdepot: Wem gehört das Geld und wer verwaltet es?

Ein ETF-Kinderdepot läuft auf den Namen des Kindes. Das hat steuerliche Vorteile, bringt aber auch Besonderheiten bei der Verwaltung und beim Übergang in die Volljährigkeit mit sich.

Bei einem ETF-Kinderdepot gehört das gesamte Vermögen rechtlich dem Kind. Die Eltern verwalten es bis zur Volljährigkeit als gesetzliche Vertreter. Das bedeutet: Das Depotvermögen ist nicht Teil des Nachlasses der Eltern und kann von ihnen nicht für eigene Zwecke verwendet werden.

Mit dem 18. Geburtstag geht die volle Verfügungsgewalt automatisch an das Kind über. Ab diesem Zeitpunkt entscheidet es selbst über das Depot und die darin enthaltenen Wertpapiere. Großeltern, Paten und andere Personen können jederzeit Geldgeschenke auf das Verrechnungskonto des Kinderdepots überweisen.

  • Das Vermögen gehört rechtlich dem Kind, nicht den Eltern.
  • Das Kind kann den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr nutzen.
  • Beide sorgeberechtigten Elternteile müssen der Depoteröffnung zustimmen.
  • Mit dem 18. Geburtstag geht die volle Verfügungsgewalt an das Kind über.

Gilt für das Kinderdepot

·Das Vermögen gehört rechtlich dem Kind
·Das Kind kann den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr nutzen
·Beide sorgeberechtigten Elternteile müssen der Depoteröffnung zustimmen
·Großeltern, Paten und andere Personen können Geldgeschenke auf das Verrechnungskonto überweisen
·Mit dem 18. Geburtstag geht die volle Verfügungsgewalt an das Kind über

Gilt nicht

·Die Eltern können das Geld für eigene Zwecke verwenden
·Das Depotvermögen gehört zum Nachlass der Eltern
·Nur ein Elternteil muss bei gemeinsamem Sorgerecht der Eröffnung zustimmen
·Das Kind kann vor der Volljährigkeit frei über das Depot verfügen

07 · Im Vertrag

Sparer-Pauschbetrag: So bleibt die Rendite für dein Kind steuerfrei

Der Sparer-Pauschbetrag ist der zentrale Steuervorteil beim ETF-Sparplan für Familien. Er liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr und gilt auch für Kinder.

Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne bleiben bis zu diesem Betrag steuerfrei. Für ein Kind gilt der eigene Pauschbetrag, nicht der der Eltern. Das macht das Kinderdepot steuerlich besonders attraktiv.

Oberhalb des Sparer-Pauschbetrags fällt Abgeltungsteuer von 25 Prozent an. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei Aktienfonds greift eine Teilfreistellung von 30 Prozent, wodurch nur 70 Prozent der Erträge besteuert werden.

Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr gilt auch für Kinder und wird mit einem eigenen Freistellungsauftrag aktiviert. Für zusammenveranlagte Ehepaare liegt der gemeinsame Pauschbetrag bei 2000 Euro pro Jahr.

Steuerliche Eckwerte für den ETF-Sparplan für Familien

Sparer-Pauschbetrag pro Person und Jahr1000 EURKapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne bleiben bis zu diesem Betrag steuerfrei. Für ein Kind gilt der eigene Pauschbetrag, nicht der der Eltern.
Sparer-Pauschbetrag für zusammenveranlagte Ehepaare2000 EURBei gemeinsamer Veranlagung verdoppelt sich der Freibetrag. Das ist relevant, wenn du im eigenen Depot für die Familie sparst.

08 · Schritt für Schritt

Freistellungs­auftrag: So richtest du ihn richtig ein

Der Freistellungsauftrag ist das Formular, mit dem du deiner Bank mitteilst, dass sie den Sparer-Pauschbetrag bei der Steuer berücksichtigen soll. Ohne ihn wird die Abgeltungsteuer automatisch einbehalten.

Der Freistellungsauftrag ist die Voraussetzung dafür, dass deine Bank den Sparer-Pauschbetrag bei der Steuer berücksichtigt. Ohne ihn wird die Abgeltungsteuer automatisch einbehalten, auch wenn die Erträge unter dem Freibetrag liegen. Du kannst den Auftrag direkt beim Depotanbieter einrichten, meist online im Kundenbereich.

Für ein Kinderdepot stellst du einen Freistellungsauftrag über 1000 Euro pro Jahr. Für dein eigenes Depot, in dem du für die Familie sparst, sind es 1000 Euro pro Person, bei Ehepaaren zusammen 2000 Euro. Hast du mehrere Depots oder Konten, darf die Summe aller Freistellungsaufträge den Sparer-Pauschbetrag nicht überschreiten.

01

Höhe festlegen

Für ein Kinderdepot stellst du einen Freistellungsauftrag über 1000 Euro pro Jahr. Für dein eigenes Depot, in dem du für die Familie sparst, gilt der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person, bei Ehepaaren zusammen 2000 Euro.

02

Beim Depotanbieter hinterlegen

Den Freistellungsauftrag richtest du direkt beim Anbieter des Depots ein. Das geht meist online im Kundenbereich oder über ein Formular.

03

Aufteilung bei mehreren Depots beachten

Hast du mehrere Depots oder Konten, darf die Summe aller Freistellungsaufträge den Sparer-Pauschbetrag nicht überschreiten. Verteile den Betrag passend zu den erwarteten Erträgen.

04

Regelmäßig prüfen

Ändern sich deine Sparraten oder die Zinssätze, passe den Freistellungsauftrag an. So vermeidest du, dass zu viel oder zu wenig Steuer einbehalten wird.

09 · Kosten

Inflation: Warum Nichtstun für das Sparziel deines Kindes teuer wird

Inflation entwertet Geld, das ungenutzt auf einem Konto liegt. Für langfristige Sparziele ist das ein stiller Vermögensverlust, den ein ETF-Sparplan ausgleichen soll.

Ein Sparschwein bringt null Prozent Zinsen und verliert durch die Inflation jedes Jahr an Kaufkraft. Ein Sparbuch mit 0,5 Prozent Zinsen oder weniger kann den Wertverlust ebenfalls nicht ausgleichen.

Festgeld mit bis zu 3,5 Prozent und Tagesgeld mit etwa 4 Prozent Zinsen liegen näher an der Inflationsrate, bieten aber langfristig keine reale Vermögensmehrung. Nur ein weltweiter Aktien-ETF mit etwa 6 Prozent langfristiger Rendite erwirtschaftet einen deutlichen Zuwachs oberhalb der Inflation. Für Sparziele mit 15 Jahren oder länger ist das der entscheidende Unterschied.

Nur Anlagen mit Rendite oberhalb der Inflationsrate erhalten die Kaufkraft des gesparten Geldes. Für langfristige Sparziele deines Kindes führt am Aktien-ETF kein Weg vorbei.

Wirkung der Inflation auf verschiedene Sparformen für Kinder

Sparschwein0 Prozent nominal, realer Wertverlust
Sparbuch0,5 Prozent oder weniger Zinsen
FestgeldBis zu 3,5 Prozent Zinsen
TagesgeldEtwa 4 Prozent Zinsen
Weltweiter Aktien-ETFEtwa 6 Prozent langfristige Rendite

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim ETF-Sparplan für Familien

Viele Familien starten motiviert, treffen aber Entscheidungen, die den langfristigen Vermögensaufbau bremsen. Diese Fehler lassen sich vermeiden.

Der häufigste Fehler ist der zu späte Start. Jedes Jahr ohne Sparplan reduziert die Zeit, in der der Zinseszinseffekt wirken kann. Wer erst beginnt, wenn das Kind zehn Jahre alt ist, verschenkt ein Jahrzehnt potenziellen Wachstums.

Ein weiterer Fehler ist, kurzfristig benötigtes Geld in ETFs anzulegen. Geld, das in wenigen Jahren gebraucht wird, kann bei einem Kurseinbruch genau dann fehlen, wenn du es benötigst. Für solche Ziele ist ein Tagesgeldkonto die richtige Wahl. Auch der vergessene Freistellungsauftrag kostet Rendite, weil Abgeltungsteuer einbehalten wird, obwohl der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr ungenutzt wäre.

  • Zu spät beginnen: Jedes Jahr ohne Sparplan reduziert die Wirkung des Zinseszinseffekts.
  • Kurzfristiges Geld in ETFs anlegen: Bei einem Kurseinbruch fehlt das Geld genau dann, wenn du es brauchst.
  • Freistellungsauftrag vergessen: Abgeltungsteuer wird einbehalten, obwohl der Pauschbetrag ungenutzt wäre.
  • Nur auf ein einzelnes Land oder eine Branche setzen: Ein weltweiter ETF wie der MSCI World streut das Risiko.

Fehler, die du beim ETF-Sparplan für dein Kind vermeiden solltest

·Zu spät beginnen: Jedes Jahr ohne Sparplan reduziert die Zeit, in der der Zinseszinseffekt wirken kann.
·Kurzfristiges Geld in ETFs anlegen: Geld, das in wenigen Jahren gebraucht wird, kann bei einem Kurseinbruch genau dann fehlen, wenn du es benötigst.
·Freistellungsauftrag vergessen: Ohne Freistellungsauftrag wird Abgeltungsteuer einbehalten, obwohl der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr ungenutzt wäre.
·Nur auf ein einzelnes Land oder eine Branche setzen: Ein weltweiter ETF wie der MSCI World streut das Risiko über viele Länder und Unternehmen.
·Bei Kurseinbrüchen den Sparplan stoppen: Wer in fallenden Märkten aussetzt, kauft nicht zu günstigeren Preisen nach und verpasst die Erholung.
·Sparziele nicht trennen: Ein einziges Depot für alle Ziele macht es schwer, den Überblick zu behalten, welches Geld wann gebraucht wird.

11 · Checkliste

So legst du die Sparhöhe für dein Kind fest

Die richtige Sparrate hängt von deinem Ziel, deinem Einkommen und dem Anlagehorizont ab. Schon kleine Beträge wachsen über 18 Jahre zu einer relevanten Summe.

Wichtiger als die Höhe ist die Regelmäßigkeit: Ein Sparplan, den du dauerhaft durchhältst, bringt mehr als eine hohe Rate, die du nach wenigen Monaten aussetzt.

Geldgeschenke von Großeltern oder Paten können als Sonderzahlungen in den ETF-Sparplan fließen. Das erhöht das Kapital, ohne dein monatliches Budget zu belasten. Viele Anbieter ermöglichen ETF-Sparpläne bereits ab 25 Euro pro Monat oder sogar darunter.

  • Definiere das Sparziel: Soll das Geld für den Führerschein, ein Auslandsjahr, die erste Wohnung oder das Studium reichen?
  • Lege den Anlagehorizont fest: Bei Geburt des Kindes sind es 18 Jahre oder länger, bei einem Teenager entsprechend weniger.
  • Prüfe dein Haushaltsbudget: Welche monatliche Rate kannst du dauerhaft entbehren, ohne andere Ziele zu gefährden?
  • Berücksichtige Geldgeschenke: Einmalige Beträge von Großeltern oder Paten können als Sonderzahlung in den ETF-Sparplan fließen.

Checkliste zur Festlegung deiner monatlichen Sparrate

01

Definiere das Sparziel: Soll das Geld für den Führerschein, ein Auslandsjahr, die erste Wohnung oder das Studium reichen?

02

Lege den Anlagehorizont fest: Bei Geburt des Kindes sind es 18 Jahre oder länger, bei einem Teenager entsprechend weniger.

03

Prüfe dein Haushaltsbudget: Welche monatliche Rate kannst du dauerhaft entbehren, ohne andere Ziele zu gefährden?

04

Berücksichtige Geldgeschenke: Einmalige Beträge von Großeltern oder Paten können als Sonderzahlung in den ETF-Sparplan fließen.

05

Plane Puffer ein: Die Sparrate sollte auch in Monaten mit unerwarteten Ausgaben fortgeführt werden können.

06

Überprüfe die Rate jährlich: Mit steigendem Einkommen kannst du die Sparrate erhöhen und den Vermögensaufbau beschleunigen.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026