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FinanzbildungInvestieren12 Min.

Crowdinvesting günstig: So startest du mit wenig Geld in Sachwerte

Du möchtest in Unternehmen investieren, aber dein Konto ist nicht üppig gefüllt? Crowdinvesting ermöglicht dir den Einstieg mit kleinen Beträgen. Wir zeigen dir, wie du dabei Kosten sparst und typische Anfängerfehler vermeidest.

Startup-InvestmentsKosten sparenEinsteigerwissen
Brauche ich viel Geld?
Nein, geringe Beträge.
Der Einstieg ist oft schon mit zweistelligen Euro-Beträgen möglich.
Ist das risikoarm?
Nein, hohes Risiko.
Startup-Investments können einen Totalverlust bedeuten.
Was kostet es?
Meist keine Gebühren.
Die Plattformen verdienen über eine Provision vom Unternehmen.
Wie komme ich rein?
Über Online-Plattformen.
Nach Registrierung und Identitätsprüfung wählst du Projekte aus.

Warum Crowdinvesting auch dich etwas angeht

Vielleicht hast du schon von Leuten gehört, die mit kleinen Summen in junge Firmen investieren. Das klingt nach etwas für Reiche oder Börsen-Profis, oder? Tatsächlich ist Crowdinvesting eine Möglichkeit, die sich an alle richtet, die ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch lassen wollen. Es geht darum, Teil von etwas Neuem zu sein, ohne gleich ein Vermögen zu benötigen.

Die Zeiten, in denen man für eine Geldanlage ein dickes Konto oder einen teuren Berater brauchte, sind vorbei. Über das Internet kannst du direkt in Projekte investieren, die dir gefallen. Das kann ein nachhaltiges Start-up sein, ein Immobilienprojekt oder eine innovative Technologie-Firma. Du bestimmst selbst, wie viel du beiträgst und wofür dein Geld verwendet wird.

Für dich als Privatperson bedeutet das eine neue Form der Beteiligung. Du bist nicht mehr nur Konsument, sondern wirst zum Unterstützer und Miteigentümer. Das schafft eine andere Verbindung zu Produkten und Unternehmen. Gleichzeitig ist es eine Chance, deine Finanzen aktiver zu gestalten, auch wenn das Budget begrenzt ist.

Aber Vorsicht: Diese neue Freiheit bringt auch Verantwortung mit sich. Du musst verstehen, worauf du dich einlässt. Denn anders als bei einem Kredit, den eine Bank vergibt, gibt es hier keine Sicherheiten. Dein Investment ist ein Risikokapital, das im schlimmsten Fall komplett verloren ist. Dieses Bewusstsein ist der erste Schritt zu einem klugen Umgang mit der Anlageform.

Dieser Ratgeber hilft dir, die Grundlagen zu verstehen. Wir schauen uns an, wie Crowdinvesting funktioniert, welche Kosten auf dich zukommen und wie du typische Fehler vermeidest. Am Ende weißt du, ob diese Anlageform zu dir passt und wie du im Jahr 2026 günstig und sicher starten kannst.

> 1 Mrd. Euro
wurden in Deutschland bisher in Crowdinvesting-Projekte investiert.
100 Euro
sind oft genug, um bei einem Projekt dabei zu sein.
100%
Verlustrisiko besteht bei jedem einzelnen Investment.

Die Basics: Was ist Crowdinvesting überhaupt?

Crowdinvesting, auch Schwarmfinanzierung genannt, ist eine Form der Finanzierung über viele Einzelpersonen. Eine Firma, meist ein Start-up oder ein mittelständisches Unternehmen, sucht Kapital für ein konkretes Projekt. Statt bei einer Bank einen Kredit aufzunehmen, wendet sie sich an die Öffentlichkeit. Über eine Internet-Plattform stellen sich die Unternehmen vor und legen ein Finanzierungsziel fest.

Du als Anleger kannst dich nun mit einem Betrag deiner Wahl beteiligen. Dafür erhältst du eine Beteiligung am Unternehmen oder ein Darlehen mit einer festen Verzinsung. Das ist der entscheidende Unterschied zu Crowdfunding, wo du für deine Spende oft nur ein Dankeschön oder ein Produkt bekommst. Beim Crowdinvesting geht es um eine finanzielle Gegenleistung.

Die Plattformen, wie zum Beispiel Seedmatch, Companisto oder Exporo, sind die Vermittler. Sie prüfen die Unternehmen vorab, erstellen die Unterlagen und wickeln die Geldflüsse ab. Dafür erhalten sie eine Provision vom Unternehmen, nicht von dir. Das macht den Einstieg für dich als Anleger oft günstig, denn du zahlst in der Regel keine direkten Gebühren für die Anlage.

Es gibt zwei Hauptmodelle: das Genussrecht und das partiarische Darlehen. Beim Genussrecht wirst du am Gewinn oder Verlust des Unternehmens beteiligt. Beim partiarischen Darlehen bekommst du eine feste Verzinsung, die an den Umsatz gekoppelt sein kann. Beide Modelle sind keine klassischen Wertpapiere wie Aktien, sondern spezielle Verträge mit eigenen Regeln.

Wichtig ist: Du wirst nicht automatisch Aktionär mit Stimmrecht. Du bist stiller Teilhaber und hast meist nur begrenzte Informationsrechte. Deine Rendite hängt vom Erfolg des Unternehmens ab. Wenn es gut läuft, bekommst du Zinsen oder Gewinnanteile. Wenn es schlecht läuft, kann dein Geld schrumpfen oder ganz verschwinden.

So funktioniert die Anlage im Detail

Der Ablauf ist denkbar einfach und findet komplett online statt. Zuerst suchst du dir eine Plattform aus, die dir vertrauenswürdig erscheint. Nach der Registrierung musst du dich ausweisen, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Danach kannst du dir die verschiedenen Projekte ansehen, die gerade auf der Suche nach Kapital sind.

Jedes Projekt hat eine eigene Seite mit einer ausführlichen Beschreibung. Dort findest du Informationen zum Unternehmen, zum Geschäftsmodell, zur geplanten Verwendung des Geldes und zu den Konditionen. Du siehst, wie viel Zinsen oder Gewinnbeteiligung angeboten werden und wie lange die Laufzeit ist. Lies dir diese Unterlagen immer sehr genau durch.

Wenn du ein Projekt gefunden hast, das zu dir passt, gibst du einen Betrag ein. Die Mindestanlage liegt oft bei 100 Euro, manchmal auch darunter. Du überweist das Geld auf ein Treuhandkonto der Plattform. Erst wenn das Finanzierungsziel erreicht ist, wird das Geld an das Unternehmen weitergeleitet. Wird das Ziel verfehlt, bekommst du dein Geld zurück.

Nach erfolgreicher Finanzierung erhältst du eine Bestätigung und deine Vertragsunterlagen. Von nun an bist du an dem Projekt beteiligt. Die Plattform informiert dich regelmäßig über Neuigkeiten und Entwicklungen. Zinsen oder Gewinnanteile werden dir in der Regel jährlich oder halbjährlich ausgezahlt. Am Ende der Laufzeit bekommst du dein eingesetztes Kapital zurück, sofern das Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich war.

Ein wichtiger Punkt ist die Zweitmarkt-Funktion. Einige Plattformen bieten an, deine Beteiligung vorzeitig zu verkaufen, wenn du das Geld früher brauchst. Das ist aber nicht garantiert und funktioniert nur, wenn ein Käufer gefunden wird. In der Regel solltest du davon ausgehen, dass dein Geld für die gesamte Laufzeit gebunden ist.

Kosten und Gebühren: Wo lauern die Fallen?

Der Begriff 'günstig' ist beim Crowdinvesting mit Vorsicht zu genießen. Für dich als Anleger ist der Einstieg oft kostenlos. Die Plattformen verdienen ihr Geld, indem sie eine Provision vom Unternehmen verlangen. Diese liegt meist im einstelligen Prozentbereich des eingesammelten Kapitals. Du als Anleger zahlst also keine direkten Gebühren für die Vermittlung.

Trotzdem gibt es indirekte Kosten, die du kennen solltest. Die angebotene Rendite ist immer eine Bruttorendite. Das bedeutet, du musst deine Gewinne in deiner Steuererklärung angeben und gegebenenfalls Abgeltungssteuer zahlen. Ein Freistellungsauftrag kann hier helfen, aber du musst dich selbst darum kümmern. Die Plattformen melden deine Erträge an das Finanzamt.

Ein weiterer Kostenpunkt kann der Verkauf über den Zweitmarkt sein. Wenn du deine Beteiligung vorzeitig loswerden möchtest, verlangen die Plattformen oft eine Gebühr. Diese kann einige Prozent des Verkaufserlöses betragen. Überlege dir also gut, ob du das Geld für die gesamte Laufzeit entbehren kannst, um diese Kosten zu vermeiden.

Achte außerdem auf versteckte Kosten im Kleingedruckten der Projekte. Manche Unternehmen behalten sich vor, Gebühren für die Verwaltung deiner Beteiligung zu erheben. Diese werden dann von deinen Zinszahlungen abgezogen. Ein Blick in die Vertragsbedingungen lohnt sich immer, auch wenn es mühsam ist. So stellst du sicher, dass du am Ende wirklich die Rendite bekommst, die versprochen wurde.

Vergleiche auch die Konditionen der verschiedenen Plattformen. Manche bieten Boni für Neukunden oder reduzierte Mindestanlagen. Andere haben ein breiteres Angebot an Projekten. Ein günstiges Crowdinvesting bedeutet nicht nur, keine Gebühren zu zahlen, sondern auch, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis für das Risiko zu bekommen, das du eingehst.

Worauf du bei der Auswahl der Plattform achten solltest

Die Wahl der richtigen Plattform ist entscheidend für deinen Erfolg. Es gibt in Deutschland viele Anbieter, aber nicht alle sind gleich seriös. Achte auf eine Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin. Die Plattform benötigt eine Erlaubnis, um Finanzanlagen vermitteln zu dürfen. Diese Information findest du meist im Impressum oder im Bereich 'Über uns'.

Schau dir die Historie der Plattform an. Wie viele Projekte wurden bereits erfolgreich finanziert? Wie viele davon laufen noch und wie viele wurden bereits zurückgezahlt? Eine gute Plattform veröffentlicht diese Zahlen transparent. Sei vorsichtig, wenn solche Daten nicht auffindbar sind oder nur positive Ergebnisse gezeigt werden.

Ein weiteres Kriterium ist die Auswahl der Projekte. Eine gute Plattform prüft die Unternehmen sorgfältig und wählt nur eine begrenzte Anzahl aus. Lies die Projektbeschreibungen und achte auf die Qualität der Informationen. Wenn dir ein Projekt zu vage erscheint oder unrealistische Versprechungen macht, lass die Finger davon. Seriöse Anbieter weisen deutlich auf die Risiken hin.

Auch der Kundenservice ist ein Indikator. Teste, wie schnell und kompetent die Plattform auf Anfragen reagiert. Du kannst vor der Registrierung eine E-Mail schreiben oder die FAQ lesen. Ein guter Service ist besonders wichtig, wenn du später Fragen zu deinen Investments oder der Steuer hast. Du willst schließlich nicht im Regen stehen gelassen werden.

Zu guter Letzt: Schau dir die Bewertungen in Foren und auf Vergleichsportalen an. Aber sei auch hier vorsichtig, denn nicht jede Meinung ist objektiv. Nutze die Erfahrungen anderer als Orientierung, aber triff deine Entscheidung auf Basis der Fakten. Eine Plattform, die seit Jahren am Markt ist und eine große Community hat, ist meist die sicherere Wahl.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, zu viel Geld in ein einziges Projekt zu stecken. Auch wenn ein Start-up noch so vielversprechend klingt, die Ausfallquote ist hoch. Wenn du dein gesamtes Erspartes in eine Firma investierst und diese pleitegeht, ist dein Geld weg. Verteile dein Kapital daher immer auf mehrere Projekte, um das Risiko zu streuen. Diese Strategie nennt man Diversifikation.

Ein weiterer Fehler ist, sich von hohen Zinsversprechen blenden zu lassen. Wenn ein Projekt eine Rendite von 15 Prozent oder mehr bietet, ist das ein Warnsignal. Solche hohen Zinsen sind nur bei sehr riskanten Geschäften möglich. Überlege dir, ob du das Risiko wirklich eingehen willst. Oft ist eine niedrigere, aber realistischere Rendite die bessere Wahl.

Viele Anleger ignorieren auch das Kleingedruckte. Sie lesen nur die Werbeversprechen und nicht die Vertragsbedingungen. Das kann böse Überraschungen geben, zum Beispiel bei Kündigungsfristen oder Nachschusspflichten. Nimm dir die Zeit und lies die Unterlagen vollständig. Wenn du etwas nicht verstehst, frage nach oder lasse es sein.

Ein klassischer Fehler ist auch, Geld zu investieren, das du in absehbarer Zeit brauchst. Crowdinvesting ist eine langfristige Anlage. Dein Geld ist oft für mehrere Jahre gebunden. Wenn du es vorzeitig brauchst, musst du es über den Zweitmarkt verkaufen und Verluste in Kauf nehmen. Investiere daher nur Geld, das du wirklich entbehren kannst.

Zuletzt solltest du nicht blind auf die Empfehlungen von Freunden oder Influencern vertrauen. Jeder hat eine andere Risikobereitschaft und eine andere finanzielle Situation. Was für den einen gut ist, kann für dich völlig ungeeignet sein. Mache dir dein eigenes Bild und treffe deine Entscheidung auf Basis deiner eigenen Recherche und deines Bauchgefühls.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Bevor du auch nur einen Euro investierst, solltest du deine finanzielle Basis prüfen. Hast du einen Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben? Dieser sollte mindestens drei bis sechs Monatsgehälter abdecken. Wenn diese Sicherheit nicht gegeben ist, solltest du mit dem Crowdinvesting warten. Erst wenn deine Basis steht, kannst du über risikoreiche Anlagen nachdenken.

Im zweiten Schritt legst du dein Budget fest. Entscheide, wie viel Geld du insgesamt investieren möchtest und wie viel davon du im schlimmsten Fall verlieren kannst. Eine Faustregel besagt, dass risikoreiche Anlagen wie Crowdinvesting nur einen kleinen Teil deines Vermögens ausmachen sollten. Zehn Prozent sind schon eine mutige Hausnummer. Wichtig ist, dass du dich damit wohlfühlst.

Jetzt geht es an die Auswahl der Plattform. Registriere dich bei ein bis zwei Anbietern, die dir seriös erscheinen. Fülle die Registrierung aus und schließe die Identitätsprüfung ab. Das dauert in der Regel nur wenige Minuten. Danach kannst du dir die aktuellen Projekte ansehen und in Ruhe vergleichen. Lass dir Zeit und warte nicht auf den ersten besten Deal.

Wenn du ein passendes Projekt gefunden hast, starte mit einem kleinen Betrag. Du musst nicht sofort dein ganzes Budget investieren. Mache dich mit dem Ablauf vertraut und beobachte, wie sich dein Investment entwickelt. Du kannst später immer noch weitere Projekte auswählen. So lernst du die Mechanismen kennen, ohne gleich ein großes Risiko einzugehen.

Nach der Investition solltest du deine Anlage regelmäßig überwachen. Die Plattformen bieten dafür ein Dashboard an, wo du den Status deiner Investments siehst. Lies die Updates der Unternehmen und verfolge die Entwicklungen. Wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, kannst du so frühzeitig reagieren. Ein aktives Management deiner Anlagen ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg.

Die steuerlichen Aspekte im Jahr 2026

Crowdinvesting ist steuerlich kein Selbstläufer. Deine erzielten Zinsen und Gewinne unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Das Finanzamt verlangt diese Steuer auf alle Kapitaleinkünfte. Du musst sie in deiner Einkommensteuererklärung angeben, auch wenn die Plattform keine Steuern automatisch abführt.

Die gute Nachricht: Du hast einen Sparer-Pauschbetrag, der im Jahr 2026 bei 1.000 Euro für Einzelpersonen und 2.000 Euro für Verheiratete liegt. Solange deine gesamten Kapitaleinkünfte unter diesem Betrag bleiben, zahlst du keine Steuern. Dafür musst du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten. Dieser gilt auch für deine Crowdinvesting-Erträge, wenn die Plattform die Daten an das Finanzamt meldet.

Ein Sonderfall ist die Verlustverrechnung. Wenn dein Investment komplett ausfällt, kannst du diesen Verlust steuerlich geltend machen. Er wird mit anderen Kapitaleinkünften verrechnet und mindert so deine Steuerlast. Allerdings ist das Verfahren komplex und erfordert eine genaue Dokumentation. Bewahre alle Verträge und Kontoauszüge sorgfältig auf, um im Ernstfall nachweisen zu können, was passiert ist.

Die Plattformen sind gesetzlich verpflichtet, deine Erträge an die Finanzverwaltung zu melden. Du erhältst in der Regel eine Jahressteuerbescheinigung, die du für deine Steuererklärung nutzen kannst. Trotzdem bist du in der Pflicht, die Angaben zu prüfen. Fehler können zu Nachzahlungen oder sogar Strafen führen. Wenn du unsicher bist, hole dir professionellen Rat von einem Steuerberater.

Beachte, dass sich Steuergesetze ändern können. Was im Jahr 2026 gilt, kann in ein paar Jahren anders sein. Informiere dich regelmäßig über die aktuellen Regelungen. Die Finanzämter bieten dazu Broschüren und Online-Informationen an. So bleibst du auf der sicheren Seite und kannst dich voll und ganz auf deine Investments konzentrieren.

Alternativen und Ergänzungen zum Crowdinvesting

Crowdinvesting ist nicht die einzige Möglichkeit, mit kleinen Beträgen zu investieren. Wenn du ein geringeres Risiko suchst, sind börsengehandelte Indexfonds, also ETFs, eine gute Alternative. Sie bilden einen ganzen Markt ab und sind über einen Sparplan schon mit 25 Euro im Monat besparbar. Das Risiko ist breit gestreut und die Kosten sind sehr niedrig.

Eine weitere Option sind klassische Tagesgeldkonten oder Festgeld. Hier bekommst du zwar weniger Rendite, aber dein Geld ist sicher und jederzeit verfügbar. Diese Anlagen eignen sich als Basis deiner Finanzen. Crowdinvesting kann dann als Beimischung dienen, um die Renditechancen zu erhöhen. Eine gesunde Mischung macht dein Portfolio stabiler.

Wenn du dich für Immobilien interessierst, aber kein Kapital für eine eigene Wohnung hast, sind Crowdinvesting-Projekte im Immobilienbereich interessant. Hier investierst du in konkrete Bauprojekte und erhältst eine feste Verzinsung. Das ist eine Möglichkeit, von der Wertentwicklung von Immobilien zu profitieren, ohne selbst eine Hypothek aufzunehmen.

Du kannst Crowdinvesting auch mit anderen Anlageformen kombinieren. Viele Anleger nutzen es als kleinen, spannenden Teil ihres Portfolios. Der Großteil liegt in ETFs oder anderen sicheren Anlagen, und ein kleiner Teil wird in Startups investiert. So kannst du von den hohen Renditechancen profitieren, ohne deine finanzielle Sicherheit zu gefährden.

Wichtig ist, dass du dich nicht überforderst. Du musst nicht jede Anlageform verstehen und nutzen. Finde heraus, was zu deinen Zielen und deiner Risikobereitschaft passt. Ein ausgewogenes Portfolio, das zu dir passt, ist besser als eine komplizierte Konstruktion, die du nicht überblickst. Crowdinvesting kann ein spannender Baustein sein, aber es ist nicht für jeden das Richtige.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du den Einsatz komplett verlieren?
Hast du ein Notgroschen für sechs Monate?
Verstehst du den Unterschied zu Sparbuch und ETF?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Beim Crowdfunding erhältst du für deinen Beitrag meist ein Produkt oder eine Gegenleistung, aber keine finanzielle Rendite. Beim Crowdinvesting bekommst du eine Beteiligung am Unternehmen oder ein Darlehen und erwartest eine finanzielle Gegenleistung in Form von Zinsen oder Gewinnanteilen.

Die Mindestanlage variiert je nach Plattform und Projekt. Sie liegt oft bei 100 Euro, kann aber auch darunter oder darüber liegen. Es gibt Projekte, bei denen du dich schon mit 25 Euro beteiligen kannst. Informiere dich auf der jeweiligen Plattform über die genauen Konditionen.

In der Regel ist dein Geld für die gesamte Laufzeit des Projekts gebunden. Einige Plattformen bieten einen Zweitmarkt an, über den du deine Beteiligung vorzeitig verkaufen kannst. Das ist aber nicht garantiert und kann mit Gebühren oder Verlusten verbunden sein.

Deine Zinsen und Gewinne unterliegen der Abgeltungssteuer. Du musst sie in deiner Steuererklärung angeben. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Verheiratete) gilt auch hier. Verluste aus einem Totalausfall können steuerlich geltend gemacht werden.

Dein Geld liegt während der Finanzierungsphase auf einem Treuhandkonto, das insolvenzgeschützt ist. Nach der Auszahlung an das Unternehmen besteht jedoch ein volles Verlustrisiko. Es gibt keine Einlagensicherung wie bei einer Bank. Die Plattform selbst kann zwar pleitegehen, deine Beteiligung bleibt aber bestehen.

Achte auf eine Zulassung der BaFin und eine transparente Darstellung der Projekte und Risiken. Prüfe die Historie der Plattform und die Qualität des Kundenservice. Lies Erfahrungsberichte in Foren, aber treffe deine Entscheidung auf Basis der Fakten und deiner eigenen Recherche.

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.