StudySmarter

Ratgeber · Investieren

CFD-Test: So findest du den passenden Anbieter für deinen Handel

Ein CFD-Test hilft dir, die Konditionen und Plattformen verschiedener Anbieter zu vergleichen. Dabei entscheidet nicht nur der Spread, sondern auch Regulierung, Hebel und Handelssoftware über deine Erfahrung.

11 Kapitel · 11 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • CFDs sind gehebelte Finanzprodukte und bergen ein hohes Risiko bis zum Totalverlust.
  • Für Privatanleger gilt in der EU ein maximaler Hebel von 1:30.
  • Die Spreads unterscheiden sich je nach Broker und Basiswert teils deutlich.
  • Neben dem CFD-Handel bezeichnet CFD auch die numerische Strömungssimulation im Ingenieurwesen.

01 · Grundlagen

Was ist ein CFD?

CFD steht für Contract for Difference, auf Deutsch Differenzkontrakt. Du handelst dabei nicht den Basiswert selbst, sondern die Kursdifferenz zwischen Eröffnung und Schließung der Position.

Ein CFD bildet die Kursbewegung eines Basiswerts nach, ohne dass du den Basiswert selbst kaufst. Du kannst damit auf steigende Kurse setzen, indem du long gehst, oder auf fallende Kurse, indem du short gehst. Die Abwicklung läuft direkt zwischen dir und dem CFD-Broker ab, nicht über eine Börse.

Der Gewinn oder Verlust ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Kurs bei Eröffnung und dem Kurs bei Schließung der Position. Dabei spielt der Spread, also die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs, eine zentrale Rolle: Je enger der Spread, desto schneller erreichst du die Gewinnzone.

CFDs gehören zu den komplexen Finanzprodukten. 82 % der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel mit einigen Anbietern Geld. Diese Zahl zeigt, wie wichtig ein gründliches Verständnis der Funktionsweise und der Risiken ist, bevor du echtes Kapital einsetzt.

Kurz erklärt

CFD (Contract for Difference)

Ein Finanzinstrument, mit dem du auf steigende oder fallende Kurse von Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffen oder Kryptowährungen setzen kannst, ohne den Basiswert zu besitzen.

Die Abwicklung erfolgt direkt zwischen dir und dem CFD-Broker, nicht über eine Börse.

02 · Vergleich

CFD-Handel oder Strömungs­simulation: Was ist gemeint?

Die Abkürzung CFD hat zwei völlig verschiedene Bedeutungen. Im Finanzbereich steht sie für Contracts for Difference, im Ingenieurwesen für Computational Fluid Dynamics.

Beide Begriffe haben nichts miteinander zu tun, tauchen aber in Tests und Vergleichen regelmäßig auf. Für dich als Anlegerin ist nur der CFD-Handel relevant, wenn du mit Differenzkontrakten arbeiten möchtest.

Die Strömungssimulation gehört in den Bereich der Ingenieurwissenschaften. Dort wird CFD genutzt, um Strömungen, Wärmeübertragung und verwandte Phänomene numerisch zu berechnen, etwa bei der Optimierung von Fahrzeugen oder Lüftungsanlagen. Ein CFD-Test im Finanzbereich prüft dagegen Broker, Spreads, Hebel und Handelsplattformen.

Wenn du nach einem CFD-Test suchst, geht es also fast immer um den Handel mit Differenzkontrakten. Die Strömungssimulation spielt für deine Brokerwahl keine Rolle und wird in diesem Artikel nur zur Abgrenzung erwähnt.

Die zwei Bedeutungen von CFD im direkten Vergleich
CFD-HandelCFD-Strömungs­simulation
FachgebietFinanzwesenIngenieurwesen
Vollständiger BegriffContract for DifferenceComputational Fluid Dynamics
ZielKursdifferenzen handelnStrömungen und Wärmeübertragung berechnen
Typische AnwenderTrader und AnlegerIngenieure und Forscher

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert der CFD-Handel

Beim CFD-Handel eröffnest du eine Position auf einen Basiswert und schließt sie später wieder. Die Differenz zwischen Ein- und Ausstiegskurs bestimmt deinen Gewinn oder Verlust.

Beim CFD-Handel wählst du zunächst einen Basiswert aus, zum Beispiel den DAX, ein Währungspaar wie Euro-Dollar oder eine Aktie. Danach eröffnest du eine Position, indem du entweder kaufst (Long) oder verkaufst (Short). Deine Erwartung an die Kursrichtung bestimmt, welche Seite du wählst.

Für die Positionseröffnung hinterlegst du nur einen Teil des Positionswerts als Margin. Dadurch bewegst du einen größeren Betrag, als du tatsächlich einsetzt. Dieser Hebel kann Gewinne überproportional steigern, aber auch Verluste ebenso stark beschleunigen.

Die Position schließt du, indem du den CFD wieder verkaufst oder zurückkaufst. Die Differenz zwischen Ein- und Ausstiegskurs abzüglich der Kosten ergibt deinen Gewinn oder Verlust. Für Privatanleger in der EU gilt ein maximaler Hebel von 1:30.

01

Basiswert wählen

Du entscheidest dich für einen Markt wie den DAX, ein Währungspaar oder eine Aktie.

02

Position eröffnen

Du kaufst (Long) oder verkaufst (Short) einen CFD über deinen Broker.

03

Hebel nutzen

Du hinterlegst nur einen Teil des Positionswerts als Margin und bewegst so einen größeren Betrag.

04

Position schließen

Du schließt den CFD und realisierst die Kursdifferenz als Gewinn oder Verlust.

04 · Was gilt

Welche Regulierung gilt für CFD-Broker?

Die Regulierung hängt vom Sitz des Brokers ab. Deutsche Anbieter unterliegen der Aufsicht der BaFin, viele Broker sind jedoch im europäischen Ausland oder in Übersee ansässig.

Die Regulierung hängt vom Sitz des Brokers ab. Deutsche Broker werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht. In Deutschland und der EU ist die Einlagensicherung gesetzlich geregelt, und deutsche Banken sind meist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Viele CFD-Broker sind jedoch im europäischen Ausland oder sogar in Übersee ansässig. Für sie gilt die Aufsicht der jeweiligen lokalen Behörde, und die Einlagensicherung richtet sich nach dem dortigen Recht. Teils gelten weniger strenge Anforderungen an den Anlegerschutz.

Prüfe deshalb vor der Kontoeröffnung, wo der Broker seinen Sitz hat und welche Aufsichtsbehörde zuständig ist. Ein Broker mit Sitz in Deutschland unterliegt der BaFin-Aufsicht, was für dich zusätzliche Sicherheit bedeutet. Bei Anbietern aus Drittstaaten fehlt dieser Schutz oft.

Gilt für deutsche Broker

·Aufsicht durch die BaFin
·Gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland
·Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken üblich

Gilt für ausländische Broker

·Aufsicht durch die jeweilige lokale Behörde
·Einlagensicherung nach lokalem Recht
·Teils weniger strenge Anforderungen an den Anlegerschutz

05 · Kosten

Welche Hebel sind bei CFDs erlaubt?

Der Hebel bestimmt, wie stark deine Position im Verhältnis zu deinem eingesetzten Kapital ist. Für Privatanleger gelten in der EU gesetzliche Grenzen.

Für Privatanleger gilt in der gesamten EU eine einheitliche Obergrenze: maximal 1:30. Das bedeutet, dass du mit 100 Euro Kapital eine Position von 3.000 Euro bewegst.

Für professionelle Anleger können Broker deutlich höhere Hebel anbieten, in Einzelfällen bis zu 1:400. Um als professioneller Anleger eingestuft zu werden, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen, etwa ausreichende Handelserfahrung und ein entsprechendes Kapital nachweisen.

Ein hoher Hebel vergrößert nicht nur die Gewinnchance, sondern auch das Verlustrisiko. Schon kleine Kursbewegungen gegen deine Position können bei einem Hebel von 1:30 einen erheblichen Teil deines Einsatzes aufzehren. Deshalb ist die Hebelwahl eine der wichtigsten Entscheidungen im CFD-Handel.

Maximale Hebel für CFD-Handel

Privatanleger (EU-weit)max. 1:30
Professionelle Anlegermax. 1:400

06 · Kosten

Welche Kosten entstehen beim CFD-Handel?

Die wichtigsten Kosten sind der Spread und mögliche Finanzierungskosten für über Nacht gehaltene Positionen. Transaktionskosten fallen vor allem bei Aktien- und ETF-CFDs an.

Die wichtigste Kostenart ist der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Die Spreads variieren je nach Broker und Basiswert, beim DAX liegen sie beispielsweise bei einigen Anbietern bei 1 Punkt. Je enger der Spread, desto geringer sind deine Handelskosten.

Bei Aktien-CFDs und ETF-CFDs fallen zusätzlich Transaktionskosten an, die bei etwa 0,15 % liegen können. Bei CFDs auf Indizes oder Rohstoffe sind die Transaktionskosten dagegen meist bereits im Spread enthalten. Achte deshalb darauf, welche Kostenstruktur für deine bevorzugten Basiswerte gilt.

Wenn du eine Position über Nacht hältst, entstehen Finanzierungskosten. Bei einer Long-Position trägt der Broker diese Kosten, bei einer Short-Position erhältst du unter Umständen Zinsen. Die Höhe der Finanzierungskosten hängt vom jeweiligen Handelsinstrument ab.

Typische Kostenarten im CFD-Handel

Spread (Geld-Brief-Spanne)variabel, z. B. DAX ab 1 Punkt
Transaktionskosten Aktien-CFDsca. 0,15 %
Finanzierungskosten (Overnight)je nach Instrument

07 · Checkliste

Welche Handelsplattform nutzt du?

Die Handelsplattform ist dein zentrales Werkzeug für Orders, Kurse und Positionsverwaltung. Viele Broker setzen auf MetaTrader oder eigene Lösungen.

Viele Broker setzen auf die weit verbreitete Software MetaTrader, andere bieten hauseigene Plattformen an. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die du für deinen Handelsstil abwägen solltest.

Eine leistungsstarke Plattform ist wichtig, weil CFD-Kurse sich teils im Sekundentakt ändern. Bereits in der kurzen Phase zwischen Orderaufgabe und Ausführung kann sich der Kurs verändern. Ist die Ausführung zum ursprünglichen Preis nicht möglich, sendet der Broker eine Requote-Meldung mit einem aktualisierten Kurs.

Teste die Plattform deshalb vor dem echten Handel. Ein kostenloses Demokonto hilft dir, die Bedienung, die Orderausführung und die Analysetools kennenzulernen. Achte auch darauf, ob es eine mobile App gibt, damit du unterwegs auf Marktbewegungen reagieren kannst.

Darauf achtest du bei der Plattformwahl

01

Unterstützt die Plattform MetaTrader oder eine hauseigene Lösung?

02

Lassen sich Orders schnell und zuverlässig ausführen?

03

Gibt es eine mobile App für den Handel unterwegs?

04

Bietet der Broker ein kostenloses Demokonto zum Üben?

05

Sind Charts und Analysetools ausreichend vorhanden?

08 · Was gilt

Welche Basiswerte kannst du handeln?

CFDs decken ein breites Spektrum an Märkten ab. Nicht jeder Broker bietet jedoch alle Basiswerte an, daher lohnt sich ein Blick auf das Sortiment.

Häufig verfügbar sind Aktien, Indizes wie der DAX, Währungspaare wie Euro-Dollar, Rohstoffe und Kryptowährungen. Nicht jeder Broker bietet jedoch alle Basiswerte an, daher lohnt sich ein Blick auf das Sortiment.

ETFs und Optionen sind nicht bei jedem Anbieter im Angebot. Wenn du gezielt mit bestimmten Basiswerten handeln möchtest, prüfe vor der Kontoeröffnung, ob der Broker diese auch tatsächlich anbietet. Die Auswahl beeinflusst deine Handelsmöglichkeiten erheblich.

Überlege dir im Vorfeld, welche Märkte du handeln möchtest. Wer hauptsächlich mit Indizes arbeitet, findet bei fast allen Brokern passende Angebote. Für speziellere Basiswerte wie einzelne Rohstoffe oder bestimmte Kryptowährungen musst du genauer vergleichen.

Häufig verfügbar

·Aktien
·Indizes wie der DAX
·Währungspaare wie Euro-Dollar
·Rohstoffe

Nicht immer verfügbar

·Kryptowährungen
·ETFs
·Optionen

09 · Fehler vermeiden

Welche Fehler solltest du im CFD-Handel vermeiden?

Der Hebel kann Gewinne vergrößern, aber auch Verluste beschleunigen. Viele Kleinanlegerkonten verzeichnen Verluste, oft durch typische Fehler.

Der häufigste Fehler ist, ohne Vorbereitung mit echtem Geld zu starten. Ein Demokonto gibt dir die Möglichkeit, den Handel mit virtuellem Geld zu üben, bevor du Kapital einsetzt. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert vermeidbare Verluste durch Bedienungsfehler oder falsche Ordergrößen.

Ein weiterer typischer Fehler ist ein zu hoher Hebel. Viele Kleinanleger unterschätzen, wie schnell Verluste bei einem Hebel von 1:30 auflaufen können. Auch das Halten von Positionen über Nacht ohne Blick auf die Finanzierungskosten kann die Rendite schmälern.

Ignoriere außerdem nicht den Spread bei der Brokerwahl. Ein scheinbar kleiner Unterschied im Spread summiert sich bei häufigem Handel zu erheblichen Kosten. Und achte darauf, nur bei regulierten Anbietern zu handeln, um dein Kapital nicht unnötigen Risiken auszusetzen.

Häufige Fehler beim CFD-Handel

·Ohne Demokonto direkt mit echtem Geld starten
·Den Hebel zu hoch wählen und das Risiko unterschätzen
·Positionen über Nacht halten, ohne Finanzierungskosten zu beachten
·Den Spread bei der Brokerwahl ignorieren
·Auf einen nicht regulierten Anbieter hereinfallen

10 · Checkliste

CFD-Test: So vergleichst du Anbieter

Ein strukturierter Vergleich hilft dir, den passenden Broker zu finden. Achte auf Regulierung, Spreads, Plattform und das Angebot an Basiswerten.

Ein strukturierter Vergleich beginnt mit dem Sitz des Brokers und der zuständigen Aufsichtsbehörde. Danach prüfst du die Spreads für deine bevorzugten Basiswerte, denn diese entscheiden über deine laufenden Handelskosten. Der maximale Hebel für Privatanleger ist EU-weit einheitlich, die Spreads sind es nicht.

Teste anschließend die verfügbaren Handelsplattformen. Ein kostenloses Demokonto zeigt dir, ob die Bedienung zu dir passt und ob Orders zuverlässig ausgeführt werden. Achte auch auf die Finanzierungskosten für Overnight-Positionen, wenn du Positionen länger als einen Tag halten möchtest.

Kläre zuletzt die Mindestanlage und die Einzahlungsmöglichkeiten. Manche Broker verlangen nur 100 Euro Mindesteinlage, andere setzen höhere Beträge voraus. Die Mindestanlage liegt bei einigen Anbietern bei 100 Euro, bei anderen bei 10 US-Dollar.

Deine Checkliste für den CFD-Broker-Vergleich

01

Sitz des Brokers und zuständige Aufsichtsbehörde prüfen

02

Spreads für deine bevorzugten Basiswerte vergleichen

03

Maximalen Hebel für Privatanleger beachten

04

Verfügbare Handelsplattformen testen

05

Kostenloses Demokonto ausprobieren

06

Finanzierungskosten für Overnight-Positionen prüfen

07

Mindestanlage und Einzahlungsmöglichkeiten klären

11 · Hintergrund

Für wen ist der CFD-Handel geeignet?

CFDs sind komplexe Finanzprodukte und richten sich an erfahrene Anleger. Wer die Risiken nicht vollständig versteht, sollte auf andere Anlageformen ausweichen.

Der CFD-Handel eignet sich für Anleger, die kurzfristig von Kursbewegungen profitieren möchten und die Funktionsweise von Hebeln vollständig verstehen. Wer die Risiken nicht einschätzen kann, sollte auf andere Anlageformen ausweichen. Ein Demokonto ist ein sinnvoller erster Schritt, um den Handel mit virtuellem Geld zu üben.

Für langfristige Investments sind CFDs nicht gedacht. Wer Aktien als reale Werte halten möchte, findet bei klassischen Online-Brokern passende Alternativen ohne Hebelwirkung und ohne Finanzierungskosten für über Nacht gehaltene Positionen. Der CFD-Handel zielt auf die kurzfristige Ausnutzung von Kursbewegungen ab.

Die Verluststatistiken zeigen, wie riskant der CFD-Handel ist. Bei einigen Anbietern verlieren 79 % oder mehr der Kleinanlegerkonten Geld. Diese Zahlen solltest du ernst nehmen und nur Kapital einsetzen, dessen vollständigen Verlust du verkraften kannst.

Der CFD-Handel eignet sich für Anleger, die kurzfristig von Kursbewegungen profitieren möchten und die Funktionsweise von Hebeln verstehen. Ein Demokonto ist ein sinnvoller erster Schritt, um den Handel mit virtuellem Geld zu üben.

Für langfristige Investments sind CFDs nicht gedacht. Wer Aktien als reale Werte halten möchte, findet bei klassischen Online-Brokern passende Alternativen ohne Hebelwirkung und ohne Finanzierungskosten für über Nacht gehaltene Positionen.

Häufige Fragen

Fragen zu CFD-Test

Investieren

Mehr zu Investieren

ETF-TestESG ETF-TestCFD-TestsiegerCFD-VergleichCFD 2026CFD besteCFD einfach erklärtCFD-Erfahrungen

Weiter mit Finanzen

Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.

Alle Finanz-Ratgeber
FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026