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Biotech-ETFs: So investierst du in die Biotechnologie

Ein Biotech-ETF bündelt Aktien von Biotechnologieunternehmen in einem einzigen Wertpapier. Für dich als Anlegerin bedeutet das Zugang zu einem chancenreichen, aber auch schwankungs­anfälligen Sektor, ohne auf einzelne Aktien setzen zu müssen.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Biotech-ETFs bilden Indizes ab, die Unternehmen aus der Biotechnologiebranche enthalten.
  • Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei den verfügbaren Biotech-ETFs zwischen 0,35 und 0,50 Prozent pro Jahr.
  • Ein Investment eignet sich vor allem als Beimischung für risikofreudige Anlegerinnen.
  • Die Wertentwicklung hängt stark von Forschungserfolgen und Zulassungsverfahren ab.

01 · Grundlagen

Was ist ein Biotech-ETF?

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Ein Biotech-ETF bildet einen Index nach, der gezielt Aktien von Unternehmen aus der Biotechnologie enthält.

Die Biotechnologiebranche umfasst Unternehmen, die biologische Systeme nutzen, um neue Medikamente, Diagnoseverfahren oder industrielle Prozesse zu entwickeln. Ein Biotech-ETF bündelt Aktien solcher Unternehmen aus Bereichen wie Medizin, Landwirtschaft oder Industrie in einem einzigen Wertpapier. Du erreichst damit eine breitere Streuung als mit dem Kauf einzelner Biotech-Aktien.

Die enthaltenen Unternehmen sind häufig forschungsintensiv und erzielen einen großen Teil ihres Werts aus Patenten und klinischen Studienergebnissen. Für dich bedeutet das Zugang zu einem Sektor, der stark von medizinischen Durchbrüchen und regulatorischen Entscheidungen abhängt. Die Ergebnisse kommen dabei in der Medizin, der Pflanzen- beziehungsweise Landwirtschaft oder der Industrie zum Einsatz.

  • Ein Biotech-ETF bildet einen Index nach, der gezielt Aktien von Biotechnologieunternehmen enthält.
  • Du investierst mit einem einzigen Wertpapier in ein ganzes Bündel von Biotech-Aktien.

Kurz erklärt

Biotech-ETF

Ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index aus Biotechnologieunternehmen abbildet. Diese Unternehmen nutzen biologische Systeme und Organismen, um neue Verfahren oder Produkte zu entwickeln, häufig in der Medizin, Landwirtschaft oder Industrie.

Du investierst mit einem einzigen Wertpapier in ein ganzes Bündel von Biotech-Aktien und erreichst so eine breitere Streuung als mit Einzelaktien.

02 · Vergleich

Welche Biotech-ETFs gibt es?

Für ein Investment in die Biotechnologie stehen dir derzeit fünf ETFs auf drei verschiedene Indizes zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in Größe, Kosten und der Art, wie sie den Index abbilden.

Der größte und liquideste ETF ist der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF mit einem Fondsvermögen von 1.020 Millionen Euro.

Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei allen Produkten zwischen 0,35 und 0,50 Prozent pro Jahr. Neben dem größten ETF gibt es eine ausschüttende Variante desselben Anbieters sowie drei weitere Produkte von Invesco, Global X und WisdomTree. Die Fondsgrößen reichen von 35 Millionen Euro bis über eine Milliarde Euro.

  • Der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF ist mit 1.020 Millionen Euro der größte Biotech-ETF.
  • Die günstigste Alternative hat eine TER von 0,35 Prozent pro Jahr.
  • Drei weitere ETFs kosten zwischen 0,40 und 0,50 Prozent pro Jahr.
Die wichtigsten Merkmale der verfügbaren Biotech-ETFs im Überblick
Größter ETFGünstigste Alternative
Fondsgröße1.020 Mio. EUR71 Mio. EUR
Gesamtkostenquote (TER)0,35 % p.a.0,35 % p.a.
ErtragsverwendungThesaurierendAusschüttend
Replikations­methodeOptimiertes SamplingOptimiertes Sampling

03 · Schritt für Schritt

Wie funktioniert die Replikations­methode bei Biotech-ETFs?

Die Replikationsmethode beschreibt, wie ein ETF seinen Index nachbildet. Bei Biotech-ETFs kommen drei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

Die Wahl der Methode beeinflusst, wie genau der ETF den Index abbildet und welche Risiken damit verbunden sind.

Bei der vollständigen Replikation kauft der ETF alle im Index enthaltenen Aktien in der entsprechenden Gewichtung. Das ist die direkteste Methode, kann aber bei sehr breiten Indizes aufwendig sein. Beim optimierten Sampling kauft der ETF nur eine repräsentative Auswahl an Aktien, die den Index möglichst genau nachbilden soll. Das reduziert Transaktionskosten, kann aber zu minimalen Abweichungen führen.

  • Vollständige Replikation: Der ETF kauft alle im Index enthaltenen Aktien in der entsprechenden Gewichtung.
  • Optimiertes Sampling: Der ETF kauft nur eine repräsentative Auswahl an Aktien, die den Index möglichst genau nachbilden soll.
  • Unfunded Swap: Der ETF hält ein Wertpapierportfolio und tauscht dessen Rendite über ein Tauschgeschäft gegen die Rendite des Biotech-Index.
01

Vollständige Replikation

Der ETF kauft alle im Index enthaltenen Aktien in der entsprechenden Gewichtung. Das ist die direkteste Methode, kann aber bei sehr breiten Indizes aufwendig sein.

02

Optimiertes Sampling

Der ETF kauft nur eine repräsentative Auswahl an Aktien, die den Index möglichst genau nachbilden soll. Das reduziert Transaktionskosten, kann aber zu minimalen Abweichungen führen.

03

Unfunded Swap

Der ETF hält ein Wertpapierportfolio und tauscht dessen Rendite über ein Tauschgeschäft (Swap) gegen die Rendite des Biotech-Index. Das kann die Nachbildung sehr effizient machen, beinhaltet aber ein Kontrahentenrisiko.

04 · Kosten

Was kostet ein Biotech-ETF?

Die laufenden Kosten eines ETF werden in der Gesamtkostenquote (TER) ausgewiesen. Sie wird jährlich vom Fondsvermögen abgezogen und schmälert deine Rendite.

Bei Biotech-ETFs liegt die Spanne zwischen 0,35 und 0,50 Prozent pro Jahr.

Der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF ist mit 0,35 Prozent pro Jahr der günstigste Biotech-ETF. Der Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETF kostet 0,40 Prozent, der WisdomTree BioRevolution UCITS ETF 0,45 Prozent und der Global X Genomics & Biotechnology UCITS ETF 0,50 Prozent pro Jahr. Die TER ist der wichtigste Kostenfaktor, daneben können beim Kauf und Verkauf über die Börse Spreadkosten anfallen.

  • Die jährliche Gesamtkostenquote der Biotech-ETFs reicht von 0,35 bis 0,50 Prozent.
  • Der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF hat mit 0,35 Prozent pro Jahr die niedrigste TER.
  • Der Global X Genomics & Biotechnology UCITS ETF ist mit 0,50 Prozent pro Jahr am teuersten.

Jährliche Gesamtkostenquote (TER) der Biotech-ETFs

iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF0,35 % p.a.
Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETF0,40 % p.a.
WisdomTree BioRevolution UCITS ETF0,45 % p.a.
Global X Genomics & Biotechnology UCITS ETF0,50 % p.a.

05 · Was gilt

Thesaurierend oder ausschüttend: Was passt zu dir?

Biotech-ETFs gibt es in zwei Varianten der Ertragsverwendung. Der Unterschied liegt darin, was mit den Dividenden der enthaltenen Unternehmen passiert.

Bei thesaurierenden ETFs werden die Erträge automatisch wieder im Fonds angelegt, bei ausschüttenden ETFs werden sie regelmäßig auf dein Konto ausgezahlt.

Bei thesaurierenden ETFs steigt der Nettoinventarwert entsprechend und du profitierst vom Zinseszinseffekt ohne eigenes Zutun. Steuerlich relevant ist hier die Vorabpauschale. Bei ausschüttenden ETFs entscheidest du selbst über die Wiederanlage, der Nettoinventarwert sinkt am Ex-Tag um die Ausschüttung und du erhältst einen regelmäßigen Cashflow.

  • Thesaurierend: Erträge werden automatisch wieder im Fonds angelegt und der Nettoinventarwert steigt entsprechend.
  • Ausschüttend: Dividenden werden regelmäßig auf dein Konto ausgezahlt und du entscheidest selbst über die Wiederanlage.

Thesaurierend

·Erträge werden automatisch wieder im Fonds angelegt
·Der Nettoinventarwert des ETF steigt entsprechend
·Du profitierst vom Zinseszinseffekt ohne eigenes Zutun
·Steuerlich relevant ist die Vorabpauschale

Ausschüttend

·Dividenden werden regelmäßig auf dein Konto ausgezahlt
·Du entscheidest selbst über die Wiederanlage
·Der Nettoinventarwert sinkt am Ex-Tag um die Ausschüttung
·Du erhältst einen regelmäßigen Cashflow

06 · Fehler vermeiden

Wie riskant ist ein Biotech-ETF?

Die Biotechnologiebranche gilt als besonders schwankungsanfällig. Die Volatilität, also die Schwankungsbreite der Kurse, ist bei Biotech-ETFs deutlich höher als bei einem breiten Welt-ETF.

Die Biotechnologiebranche gilt als besonders schwankungsanfällig. Die Volatilität, also die Schwankungsbreite der Kurse, ist bei Biotech-ETFs deutlich höher als bei einem breiten Welt-ETF. Das liegt an der Abhängigkeit von klinischen Studien, Zulassungsverfahren und Forschungserfolgen.

Klinische Studien können scheitern und zu massiven Kursverlusten einzelner Aktien führen. Zulassungsverfahren sind langwierig und ihr Ausgang ist ungewiss. In Bärenmärkten können Biotech-ETFs überproportional stark fallen, da die Branche stark von der Risikofreude der Anleger abhängt. Ein fokussiertes Investment in Biotech-Aktien ist deutlich riskanter als ein globaler, marktbreiter ETF.

  • Klinische Studien können scheitern und zu massiven Kursverlusten einzelner Aktien führen.
  • Zulassungsverfahren sind langwierig und ihr Ausgang ist ungewiss.
  • In Bärenmärkten können Biotech-ETFs überproportional stark fallen.

Diese Risiken solltest du kennen

·Klinische Studien können scheitern und zu massiven Kursverlusten einzelner Aktien führen.
·Zulassungsverfahren sind langwierig und ihr Ausgang ist ungewiss.
·In Bärenmärkten können Biotech-ETFs überproportional stark fallen.
·Die Branche ist stark von der Risikofreude der Anleger abhängig.
·Ein fokussiertes Investment ist deutlich riskanter als ein globaler, marktbreiter ETF.

07 · Checkliste

Für wen lohnt sich ein Biotech-ETF?

Ein Biotech-ETF ist kein Basisinvestment für den Vermögensaufbau. Er eignet sich als gezielte Beimischung für Anlegerinnen, die bewusst ein höheres Risiko eingehen wollen.

Ein Biotech-ETF ist kein Basisinvestment für den Vermögensaufbau. Er eignet sich als gezielte Beimischung für Anlegerinnen, die bewusst ein höheres Risiko eingehen wollen. Die Beimischung sollte maximal 5 Prozent des Portfolios betragen.

Du solltest einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren haben und Kursschwankungen von 20 Prozent und mehr aushalten können. Ein breit gestreutes Basisinvestment ist die Voraussetzung, bevor du einen Biotech-ETF als Satelliten-Position beimischst. Außerdem solltest du bereit sein, Forschungstrends und Studienergebnisse aktiv zu verfolgen.

  • Du hast einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren.
  • Du kannst Kursschwankungen von 20 Prozent und mehr aushalten.
  • Du verfügst bereits über ein breit gestreutes Basisinvestment.
  • Du planst den Biotech-Sektor als Beimischung von maximal 5 Prozent deines Portfolios.
  • Du bist bereit, Forschungstrends und Studienergebnisse aktiv zu verfolgen.

Ein Biotech-ETF kann passen, wenn du...

01

einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren hast

02

bereits über ein breit gestreutes Basisinvestment verfügst

03

den Biotech-Sektor als Beimischung von maximal 5 Prozent deines Portfolios planst

04

bereit bist, Forschungstrends und Studienergebnisse aktiv zu verfolgen

08 · Vergleich

Wie entwickelt sich ein Biotech-ETF in verschiedenen Marktphasen?

Die Wertentwicklung von Biotech-ETFs hängt stark vom allgemeinen Marktumfeld ab. In Aufschwungphasen sind überdurchschnittliche Gewinne möglich, in Abschwungphasen drohen überproportionale Verluste.

Die Volatilität eines Biotech-ETF ist strukturell höher als die eines globalen Aktien-ETF.

In Bullenmärkten treiben hohe Risikofreude, Forschungserfolge und positive Studiendaten die Kurse. In Bärenmärkten führen Risikoaversion, ausbleibende Studienerfolge und Zulassungsstopps zu Abflüssen aus bewertungssensiblen Titeln. Biotech-ETFs bestehen oft aus forschungsintensiven, bewertungssensiblen Titeln, die in Marktkorrekturen meist deutlich tiefer stürzen als der Gesamtmarkt.

  • Bullenmarkt: Extreme Outperformance möglich, getrieben von hoher Risikofreude und Forschungserfolgen.
  • Bärenmarkt: Überproportionale Verluste möglich, getrieben von Risikoaversion und ausbleibenden Studienerfolgen.
Verhalten von Biotech-ETFs im Marktzyklus
BullenmarktBärenmarkt
Kurs­entwicklungExtreme Outperformance möglichÜberproportionale Verluste möglich
TreiberHohe Risikofreude, Forschungserfolge, positive StudiendatenRisikoaversion, ausbleibende Studienerfolge, Zulassungsstopps

09 · Schritt für Schritt

Wie funktioniert ein ETF-Sparplan auf Biotech?

Mit einem ETF-Sparplan investierst du regelmäßig einen festen Betrag in einen Biotech-ETF. Das funktioniert bei vielen Online-Brokern bereits ab kleinen monatlichen Raten.

Die monatliche Sparrate kann bei einigen Brokern bereits bei 1 Euro liegen, bei vielen Direktbanken starten Sparpläne bei 10, 25 oder 50 Euro.

Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Die Eröffnung ist in der Regel online und kostenlos möglich. Nicht jeder Biotech-ETF ist bei jedem Broker als Sparplan verfügbar, daher solltest du vorab prüfen, ob dein gewünschter ETF im Sparplanangebot enthalten ist. Der Sparplan kauft automatisch zum festgelegten Termin Anteile, du musst dich um nichts weiter kümmern.

  • Depot eröffnen: Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker, die Eröffnung ist in der Regel online und kostenlos möglich.
  • Biotech-ETF auswählen: Prüfe vorab, ob dein gewünschter ETF im Sparplanangebot deines Brokers enthalten ist.
  • Sparrate festlegen: Die monatliche Sparrate kann bei einigen Brokern bereits bei 1 Euro liegen, bei vielen Direktbanken starten Sparpläne bei 10, 25 oder 50 Euro.
  • Ausführung überwachen: Der Sparplan kauft automatisch zum festgelegten Termin Anteile, du musst dich um nichts weiter kümmern.
01

Depot eröffnen

Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Die Eröffnung ist in der Regel online und kostenlos möglich.

02

Biotech-ETF auswählen

Nicht jeder Biotech-ETF ist bei jedem Broker als Sparplan verfügbar. Prüfe vorab, ob dein gewünschter ETF im Sparplanangebot enthalten ist.

03

Sparrate festlegen

Die monatliche Sparrate kann bei einigen Brokern bereits bei 1 Euro liegen. Bei vielen Direktbanken starten Sparpläne bei 10, 25 oder 50 Euro.

04

Ausführung überwachen

Der Sparplan kauft automatisch zum festgelegten Termin Anteile. Du musst dich um nichts weiter kümmern, solltest aber die Entwicklung deines Investments im Blick behalten.

10 · Hintergrund

Welche Rolle spielt die Fondsgröße?

Die Fondsgröße gibt an, wie viel Anlegergeld in einem ETF steckt. Sie ist ein Indikator für die Liquidität und die Wahrscheinlichkeit, dass der Fonds langfristig bestehen bleibt.

Bei den verfügbaren Biotech-ETFs reicht die Fondsgröße von 35 Millionen Euro bis über eine Milliarde Euro.

Der größte Biotech-ETF verwaltet ein Fondsvermögen von 1.020 Millionen Euro. Ein größeres Fondsvolumen bedeutet in der Regel engere Spreads beim Handel und geringere Kosten für den Fondsanbieter. Sehr kleine ETFs können dagegen von der Fondsgesellschaft geschlossen werden, wenn sie nicht wirtschaftlich sind. Für dich als Anlegerin ist die Fondsgröße ein Kriterium unter mehreren, das zusammen mit der TER, der Replikationsmethode und der Ertragsverwendung betrachtet werden sollte.

  • Die Fondsgröße der Biotech-ETFs reicht von 35 Millionen Euro bis 1.020 Millionen Euro.
  • Ein größeres Fondsvolumen bedeutet in der Regel engere Spreads beim Handel und geringere Kosten für den Fondsanbieter.
  • Sehr kleine ETFs können von der Fondsgesellschaft geschlossen werden, wenn sie nicht wirtschaftlich sind.

Bei den verfügbaren Biotech-ETFs reicht die Fondsgröße von 35 Millionen Euro bis über eine Milliarde Euro. Der größte Biotech-ETF verwaltet ein Fondsvermögen von 1.020 Millionen Euro.

Ein größeres Fondsvolumen bedeutet in der Regel engere Spreads beim Handel und geringere Kosten für den Fondsanbieter. Sehr kleine ETFs können dagegen von der Fondsgesellschaft geschlossen werden, wenn sie nicht wirtschaftlich sind.

Für dich als Anlegerin ist die Fondsgröße ein Kriterium unter mehreren. Sie sollte zusammen mit der TER, der Replikationsmethode und der Ertragsverwendung betrachtet werden.

11 · Im Vertrag

Wie werden Biotech-ETFs besteuert?

Für die Besteuerung von Biotech-ETFs gelten die allgemeinen Regeln für Aktienfonds. Wichtig sind der Sparer-Pauschbetrag, die Abgeltungsteuer und die Teilfreistellung.

Kapitalerträge bis 1000 Euro pro Person und Jahr sind steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren gilt ein Freibetrag von 2000 Euro pro Jahr.

Auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Auf die Abgeltungsteuer werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag erhoben. Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, das bedeutet, dass 30 Prozent der Erträge steuerfrei bleiben. Die Teilfreistellung von 30 Prozent reduziert die Steuerlast auf Aktienfonds wie Biotech-ETFs erheblich.

  • Sparer-Pauschbetrag: Kapitalerträge bis 1000 Euro pro Person und Jahr sind steuerfrei, bei Ehepaaren 2000 Euro.
  • Abgeltungsteuer: Auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags fallen 25 Prozent an.
  • Solidaritätszuschlag: Auf die Abgeltungsteuer werden 5,5 Prozent erhoben.
  • Teilfreistellung: Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, 30 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026