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Bausparvertrag für Anfänger: So funktioniert der Weg zum zinsgünstigen Darlehen
Ein Bausparvertrag kombiniert einen Sparplan mit dem Anspruch auf ein späteres, zinsgünstiges Darlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke. Für dich als Einsteiger lohnt sich der Abschluss vor allem dann, wenn du staatliche Förderung mitnehmen und dir heutige Zinsen für eine spätere Baufinanzierung sichern willst.
11 Kapitel · 15 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Ein Bausparvertrag ist ein kombinierter Spar- und Darlehensvertrag für wohnwirtschaftliche Zwecke.
- Du sparst zuerst ein Mindestguthaben von meist 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme an.
- Nach der Zuteilung erhältst du dein Guthaben plus ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.
- Staatliche Förderung wie Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage kann deine Sparleistung erhöhen.
01 · Grundlagen
Was ist ein Bausparvertrag?
Ein Bausparvertrag ist ein Finanzprodukt, das Elemente des Sparens und der Immobilienfinanzierung kombiniert. Du schließt ihn bei einer Bausparkasse ab und legst zu Beginn die Bausparsumme fest.
In Deutschland gibt es aktuell 15 Bausparkassen, bei denen du einen solchen Vertrag abschließen kannst. Nahezu 80 Prozent aller Eigenheime werden unter Einsatz von Bausparmitteln mitfinanziert, das Produkt ist also weit verbreitet. Für dich als Studierende oder Studierender ist vor allem der systematische Aufbau von Eigenkapital interessant, auch wenn der Immobilienkauf noch einige Jahre entfernt liegt.
Du legst zu Beginn eine Bausparsumme fest, die sich an deinem späteren Finanzierungsbedarf orientiert. Diese Summe ist die rechnerische Grundlage für dein Sparguthaben, das spätere Darlehen und die anfallende Abschlussgebühr.
Der Vertrag sichert dir einen festen Darlehenszins für die gesamte spätere Laufzeit. Damit weißt du schon heute, was dein Bauspardarlehen in einigen Jahren kostet, unabhängig davon, wie sich die Bauzinsen am Markt entwickeln.
Das Bauspardarlehen darf ausschließlich für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden. Dazu zählen der Bau, der Kauf und die Modernisierung einer Immobilie sowie die Anschlussfinanzierung nach Ablauf einer Zinsbindung.
Für dich als Einsteigerin oder Einsteiger lohnt sich der Abschluss vor allem dann, wenn du staatliche Förderung mitnehmen und dir heutige Zinsen für eine spätere Baufinanzierung sichern willst. Der Bausparvertrag kombiniert einen Sparplan mit dem Anspruch auf ein späteres, zinsgünstiges Darlehen.
Kurz erklärt
Bausparvertrag
Ein kombinierter Spar- und Darlehensvertrag, bei dem du in einer Sparphase ein Mindestguthaben ansammelst und nach der Zuteilung ein zinsgünstiges Darlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke erhalten kannst.
Der Vertrag sichert dir einen festen Darlehenszins für die gesamte Laufzeit und ist die Grundlage für die spätere Baufinanzierung.
02 · Schritt für Schritt
So funktioniert Bausparen in vier Phasen
Der Ablauf eines Bausparvertrags gliedert sich in klare zeitliche Abschnitte. Vom Vertragsabschluss bis zur Rückzahlung des Darlehens durchläufst du vier Phasen.
In der Abschlussphase stellst du einen Bausparantrag. Nach Annahme durch die Bausparkasse erhältst du deine Bausparurkunde, und die Abschlussgebühr wird fällig. Diese Gebühr liegt in der Regel zwischen 1 und 1,6 Prozent der Bausparsumme und mindert dein anfängliches Guthaben.
Während der Sparphase zahlst du regelmäßige Raten ein, bis du das Mindestguthaben von meist 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme erreicht hast. Dein Bausparguthaben wird verzinst, und du kannst bei Berechtigung staatliche Förderung wie die Wohnungsbauprämie erhalten.
Die Zuteilung ist der Übergang zur Darlehensphase. Erst wenn dein Vertrag zuteilungsreif ist, hast du den Anspruch auf Auszahlung deines Guthabens und des Bauspardarlehens. Du entscheidest dann, ob du das Darlehen annimmst oder den Vertrag zunächst weiterlaufen lässt.
In der Darlehensphase zahlst du das Bauspardarlehen mit einer monatlichen Annuität aus Zins und Tilgung zurück. Die Tilgungsdauer ist vergleichsweise kurz und liegt meist zwischen 8 und 11 Jahren, sodass du schneller schuldenfrei bist als bei einem klassischen Annuitätendarlehen.
Abschlussphase
Du stellst einen Bausparantrag und erhältst nach Annahme durch die Bausparkasse deine Bausparurkunde. In dieser Phase wird die Bausparsumme festgelegt und die Abschlussgebühr fällig.
Sparphase
Du zahlst regelmäßige Raten ein, bis du das Mindestguthaben von meist 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme erreicht hast. Dein Bausparguthaben wird verzinst und du kannst staatliche Förderung erhalten.
Zuteilung
Sobald dein Vertrag zuteilungsreif ist, hast du den Anspruch auf Auszahlung deines Guthabens und des Bauspardarlehens. Du entscheidest, ob du das Darlehen annimmst oder den Vertrag weiterlaufen lässt.
Darlehensphase
Nimmst du das Bauspardarlehen in Anspruch, zahlst du es mit einer monatlichen Annuität zurück. Die Tilgungsdauer liegt meist zwischen 8 und 11 Jahren.
03 · Vergleich
Bausparsumme, Mindestguthaben und Darlehen im Vergleich
Die Bausparsumme ist die vertraglich vereinbarte Gesamtsumme aus Guthaben und Darlehen. Wie sich die Beträge aufteilen, hängt von deinem Tarif ab.
In den meisten Fällen sparst du 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme als Guthaben an. Das Bauspardarlehen ergibt sich dann aus der Differenz zwischen Bausparsumme und deinem angesparten Guthaben und macht entsprechend 50 bis 60 Prozent der Bausparsumme aus.
Ein Beispiel: Du benötigst insgesamt 50.000 Euro für den Kauf einer Immobilie. Bei einer 50:50-Regelung sparst du erst 25.000 Euro an und kannst anschließend die restlichen 25.000 Euro als Bauspardarlehen in Anspruch nehmen.
Dein Bausparguthaben wird während der Sparphase mit einem festgelegten Guthabenzins verzinst. Das Bauspardarlehen wird später mit einem gebundenen Sollzins verzinst, den du ebenfalls bereits bei Vertragsabschluss vereinbarst.
Nach der Zuteilung ist dein Guthaben sofort verfügbar, das Darlehen kannst du als zusätzlichen Betrag abrufen. Du kannst auf das Darlehen auch verzichten und nur dein angespartes Guthaben verwenden, was in manchen Tarifen zu rückwirkend höheren Zinsen führt.
| Bausparguthaben | Bauspardarlehen | |
|---|---|---|
| Anteil an der Bausparsumme | 40 bis 50 Prozent | 50 bis 60 Prozent |
| Verzinsung | Guthabenzins während der Sparphase | Gebundener Sollzins während der Darlehensphase |
| Auszahlung | Nach Zuteilung sofort verfügbar | Nach Zuteilung als Darlehen abrufbar |
04 · Was gilt
Welche staatliche Förderung kannst du beim Bausparen erhalten?
Der Staat unterstützt Bausparer mit verschiedenen Zulagen, wenn bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten werden. Die wichtigsten Förderungen sind die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmer-Sparzulage.
Die Wohnungsbauprämie erhältst du für deine Sparzahlungen, wenn du im Jahr der Zahlung mindestens 16 Jahre alt wirst und dein zu versteuerndes Einkommen die festgelegten Grenzen nicht überschreitet. Die Arbeitnehmer-Sparzulage wird für vermögenswirksame Leistungen gewährt, die dein Arbeitgeber direkt auf den Bausparvertrag überweist.
Bei optimaler Nutzung machen Prämie und Sparzulage pro Jahr 112,30 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 224,60 Euro für Verheiratete aus. Diese Beträge ergeben sich aus der Kombination beider Förderungen.
Wohn-Riester ist eine ergänzende Förderung, die du für die selbstgenutzte Immobilie einsetzen kannst. Ein Bausparvertrag kann als Wohn-Riester-Vertrag geführt werden, wodurch du zusätzlich Zulagen und Steuervorteile während der Sparphase erhältst.
Nicht gefördert werden Bausparguthaben oberhalb der festgelegten Einkommensgrenzen und Sparleistungen, die nicht als vermögenswirksame Leistungen deklariert sind. Auch die Darlehenszinsen während der Darlehensphase werden nicht bezuschusst.
Wird gefördert
Wird nicht gefördert
05 · Kosten
Was kostet ein Bausparvertrag?
Die Kosten eines Bausparvertrags setzen sich aus der Abschlussgebühr und den späteren Darlehenszinsen zusammen. Die Abschlussgebühr wird sofort bei Vertragsbeginn fällig.
Die Abschlussgebühr liegt in der Regel zwischen 1 und 1,6 Prozent der Bausparsumme. Bei einer Bausparsumme von 50.000 Euro zahlst du also einmalig zwischen 500 und 800 Euro, bevor du mit dem eigentlichen Sparen beginnst.
Der Guthabenzins während der Sparphase ist aktuell niedrig und liegt bei etwa 0,2 Prozent pro Jahr. Das bedeutet, dass dein angespartes Geld nur minimal verzinst wird, während du auf die Zuteilung wartest.
Der Sollzins für das spätere Bauspardarlehen liegt je nach Tarif zwischen 1,40 und 2,72 Prozent effektiv pro Jahr. Diesen Zinssatz sicherst du dir bereits bei Vertragsabschluss, unabhängig davon, wie sich die Bauzinsen am Markt entwickeln.
Der monatliche Zins- und Tilgungsbeitrag während der Darlehensphase liegt zwischen 3,7 und 7,9 Promille der Bausparsumme. Bei einer Bausparsumme von 50.000 Euro entspricht das einer monatlichen Rate von 185 bis 395 Euro.
Typische Kostenbestandteile eines Bausparvertrags
06 · Im Vertrag
Wann wird dein Bausparvertrag zuteilungsreif?
Die Zuteilung ist der entscheidende Moment, ab dem du über dein Guthaben und das Darlehen verfügen kannst. Sie hängt von der Bewertungszahl ab, die sich aus Spardauer und Einzahlungen ergibt.
Du musst zunächst das Mindestguthaben von meist 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme angespart haben. Zusätzlich ist je nach Tarif eine bestimmte Mindestspardauer erforderlich, die oft zwischen 3 und 10 Jahren liegt.
Die Bewertungszahl ergibt sich aus dem Verhältnis von Bausparsumme und Zinssumme sowie tarifbezogenen Faktoren. Sie ist ein Gerechtigkeitsschlüssel, der sicherstellt, dass alle Bausparer einer Kasse fair behandelt werden.
Erst wenn alle Kriterien erfüllt sind, erhältst du den Anspruch auf Auszahlung von Guthaben und Darlehen. Du entscheidest dann, ob du das Darlehen annimmst, es vertagst oder ganz darauf verzichtest.
Eine Kündigung vor der Zuteilung ist möglich, bringt aber meist Nachteile. Du verlierst in der Regel die Abschlussgebühr und die staatliche Förderung, daher solltest du einen vorzeitigen Ausstieg gut abwägen.
Voraussetzungen für die Zuteilung
07 · Checkliste
Checkliste: Das solltest du vor dem Abschluss prüfen
Ein Bausparvertrag bindet dich über mehrere Jahre. Mit dieser Checkliste klärst du die wichtigsten Punkte, bevor du unterschreibst.
Die Bausparsumme sollte zu deinem geplanten Immobilienvorhaben passen. Eine zu hohe Summe führt zu unnötig hohen Abschlussgebühren und einer späteren Zuteilung, eine zu niedrige Summe deckt deinen Finanzierungsbedarf nicht ab.
Prüfe die Höhe der Abschlussgebühr und deren Auswirkung auf dein Startguthaben. Bei 1,6 Prozent Abschlussgebühr auf 50.000 Euro Bausparsumme zahlst du 800 Euro, die dein anfängliches Guthaben entsprechend reduzieren.
Vergleiche Guthabenzins und Sollzins des Bauspardarlehens zwischen verschiedenen Tarifen. Der Guthabenzins ist aktuell niedrig, daher sollte dein Fokus auf einem möglichst günstigen Sollzins für das spätere Darlehen liegen.
Kenne das Mindestguthaben und die Mindestspardauer bis zur Zuteilung. Diese Werte bestimmen, wann du über dein Geld und das Darlehen verfügen kannst.
Plane deine monatliche Sparrate realistisch in dein Budget ein. Die Rate sollte so gewählt sein, dass du die Zuteilung in deinem gewünschten Zeitraum erreichst, ohne dich finanziell zu überfordern.
Prüfe deinen Anspruch auf Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage. Beide Förderungen sind an Einkommensgrenzen gebunden und müssen aktiv beantragt werden.
Stelle sicher, dass du das Darlehen nur für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden willst. Andere Verwendungen sind nicht zulässig und können zur Rückforderung der Förderung führen.
Kläre die Flexibilität bei der Darlehensannahme oder Vertagung der Zuteilung. Manche Tarife erlauben es, die Zuteilung zu verschieben, ohne dass du Nachteile hast.
Prüfpunkte für deinen Bausparvertrag
Bausparsumme passend zu deinem geplanten Immobilienvorhaben wählen
Höhe der Abschlussgebühr und deren Auswirkung auf dein Startguthaben verstehen
Guthabenzins und Sollzins des Bauspardarlehens vergleichen
Mindestguthaben und Mindestspardauer bis zur Zuteilung kennen
Monatliche Sparrate realistisch in dein Budget einplanen
Anspruch auf Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage prüfen
Verwendungszweck des Darlehens auf wohnwirtschaftliche Zwecke abstimmen
Flexibilität bei der Darlehensannahme oder Vertagung der Zuteilung klären
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler beim Bausparen vermeiden
Viele Anfänger unterschätzen die langfristige Bindung oder wählen eine zu hohe Bausparsumme. Diese Fehler kannst du mit etwas Planung umgehen.
Eine zu hohe Bausparsumme führt zu unnötig hohen Abschlussgebühren und einer späteren Zuteilung. Überlege genau, welchen Finanzierungsbedarf du in einigen Jahren tatsächlich haben wirst, und orientiere die Bausparsumme daran.
Eine zu niedrige Sparrate verzögert die Zuteilungsreife, weil du das Mindestguthaben nicht erreichst. Die Bewertungszahl hängt auch von der Höhe deiner Einzahlungen ab, daher solltest du die Rate so wählen, dass du dein Sparziel im geplanten Zeitraum erreichst.
Ohne Antrag verfällt die Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmer-Sparzulage. Beide Förderungen werden nicht automatisch gewährt, du musst sie bei der zuständigen Stelle beantragen, meist über die Bausparkasse oder die Steuererklärung.
Nach der Zuteilung solltest du zeitnah entscheiden, ob du das Darlehen annimmst oder vertagst. Lässt du den Vertrag ungenutzt liegen, entgehen dir möglicherweise Zinsvorteile oder du blockierst Kapital, das du anderweitig verwenden könntest.
Eine Kündigung vor der Zuteilung bringt meist Nachteile, etwa den Verlust der Abschlussgebühr und der Förderung. Überlege daher vor dem Abschluss genau, ob du die Sparphase von mehreren Jahren durchhalten kannst.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
09 · Hintergrund
Bausparen als Teil deiner Baufinanzierung
Ein Bausparvertrag ist selten die alleinige Finanzierung, sondern ergänzt andere Bausteine. Du kannst ihn gezielt als Eigenkapitalersatz oder für die Anschlussfinanzierung nutzen.
Ein Bausparvertrag sichert dir ein zinsgünstiges und zinsfestes Bauspardarlehen über die gesamte Laufzeit. Damit bist du auch für anfallende Reparaturen an deinem Haus oder deiner Eigentumswohnung gerüstet, ohne dass du neue Kredite aufnehmen musst.
In der Praxis wird Bausparen oft mit einer klassischen Baufinanzierung kombiniert. Das Bauspardarlehen kann einen Teil der Immobilienfinanzierung abdecken, während der Rest über ein Bankdarlehen läuft. So mischst du verschiedene Zinsbindungen und reduzierst dein Risiko.
Für die Anschlussfinanzierung nach Ablauf einer Zinsbindung kannst du mit einem Bausparvertrag bereits heute die Zinsen für das spätere Darlehen festschreiben. Das schafft Planungssicherheit, falls die Bauzinsen bis dahin steigen.
Nahezu 80 Prozent aller Eigenheime werden unter Einsatz von Bausparmitteln mitfinanziert. Das zeigt, dass Bausparen in der Praxis ein etablierter Baustein der Immobilienfinanzierung ist, auch wenn es selten die gesamte Finanzierung abdeckt.
Ein Bausparvertrag sichert dir ein zinsgünstiges und zinsfestes Bauspardarlehen über die gesamte Laufzeit. Damit bist du auch für anfallende Reparaturen an deinem Haus oder deiner Eigentumswohnung gerüstet.
In der Praxis wird Bausparen oft mit einer klassischen Baufinanzierung kombiniert. Das Bauspardarlehen kann einen Teil der Immobilienfinanzierung abdecken, während der Rest über ein Bankdarlehen läuft.
Für die Anschlussfinanzierung nach Ablauf einer Zinsbindung kannst du mit einem Bausparvertrag bereits heute die Zinsen für das spätere Darlehen festschreiben. Das schafft Planungssicherheit.
Nahezu 80 Prozent aller Eigenheime werden unter Einsatz von Bausparmitteln mitfinanziert. Das zeigt, wie verbreitet dieses Instrument in der Immobilienfinanzierung ist.
10 · Was gilt
Wohn-Riester und Bausparen kombinieren
Wohn-Riester ist eine Form der Riester-Förderung, die du für die selbstgenutzte Immobilie einsetzen kannst. Ein Bausparvertrag kann als Wohn-Riester-Vertrag geführt werden.
Die Förderung gilt für die selbstgenutzte Immobilie. Du kannst die Zulagen und Steuervorteile während der Sparphase nutzen und das angesparte Kapital später für Bau, Kauf oder Entschuldung deiner eigenen vier Wände verwenden.
Nicht gefördert werden vermietete Immobilien. Wenn du den Bausparvertrag für eine Kapitalanlage nutzen willst, kannst du die Wohn-Riester-Förderung nicht in Anspruch nehmen.
Die Auszahlung des Bausparguthabens ohne wohnwirtschaftliche Verwendung ist ebenfalls nicht förderschädlich, solange du die Wohn-Riester-Regeln einhältst. Das bedeutet, dass du das Kapital zweckgebunden für deine selbstgenutzte Immobilie einsetzen musst.
Die Kombination mit beliebigen anderen Riester-Verträgen ohne Anrechnung ist nicht möglich. Deine gesamten Riester-Verträge werden zusammen betrachtet, daher solltest du prüfen, ob ein Wohn-Riester-Bausparvertrag zu deiner übrigen Altersvorsorge passt.
Gilt für Wohn-Riester
Gilt nicht
11 · Hintergrund
Bauspardarlehen: So funktioniert die Darlehensphase
Nach der Zuteilung kannst du das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen. Die Rückzahlung erfolgt mit einer monatlichen Annuität aus Zins und Tilgung.
Das Bauspardarlehen ergibt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und deinem angesparten Guthaben. Es wird mit einem festen Sollzins verzinst, den du bei Vertragsabschluss vereinbart hast und der über die gesamte Laufzeit unverändert bleibt.
Die monatliche Rate liegt meist zwischen 4 und 8 Promille der Bausparsumme. Bei einer Bausparsumme von 50.000 Euro entspricht das einer Rate von 200 bis 400 Euro im Monat, abhängig von deinem Tarif.
Die Tilgungsdauer ist vergleichsweise kurz und liegt in der Regel zwischen 8 und 11 Jahren. Dadurch bist du schneller schuldenfrei als bei einem klassischen Annuitätendarlehen, das oft über 20 bis 30 Jahre läuft.
Du kannst auf das Darlehen auch verzichten und nur dein angespartes Guthaben verwenden. In manchen Tarifen erhältst du dann rückwirkend höhere Zinsen auf dein Guthaben, weil die Bausparkasse das Darlehen nicht bereitstellen muss.
Das Bauspardarlehen ergibt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und deinem angesparten Guthaben. Es wird mit einem festen Sollzins verzinst, den du bereits bei Vertragsabschluss vereinbart hast.
Die monatliche Rate liegt meist zwischen 4 und 8 Promille der Bausparsumme.
Die Tilgungsdauer ist vergleichsweise kurz und liegt in der Regel zwischen 8 und 11 Jahren. Dadurch bist du schneller schuldenfrei als bei einem klassischen Annuitätendarlehen.
Du kannst auf das Darlehen auch verzichten. Dann erhältst du oft rückwirkend höhere Zinsen auf dein Bausparguthaben, weil die Bausparkasse das Darlehen nicht bereitstellen musste.
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