Ratgeber · Investieren
ETF für Anfänger: So startest du 2026 mit Indexfonds in die Geldanlage
Ein ETF bündelt hunderte Aktien in einem einzigen Wertpapier und eignet sich damit für den langfristigen Vermögensaufbau. Mit einem Sparplan und einem breit gestreuten Welt-ETF legst du die Basis für deine Altersvorsorge, ohne dich um einzelne Aktien kümmern zu müssen.
12 Kapitel · 17 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- ETF steht für Exchange-Traded Fund, also einen börsengehandelten Indexfonds, der einen Index wie den MSCI World nachbildet.
- Für den Start genügt ein Depot bei einer Direktbank oder einem Online-Broker und ein Sparplan auf einen weltweit streuenden Aktien-ETF.
- Die breite Streuung über viele Unternehmen senkt dein Risiko im Vergleich zu Einzelaktien deutlich.
- Der Zinseszinseffekt entfaltet seine Wirkung vor allem bei langen Anlagezeiträumen ab 10 bis 15 Jahren.
01 · Grundlagen
Was ist ein ETF?
Hinter der Abkürzung ETF verbirgt sich ein einfaches Konzept: Du kaufst mit einem einzigen Wertpapier einen ganzen Korb von Aktien. Das unterscheidet ETFs grundlegend von Einzelaktien und klassischen Investmentfonds.
Ein ETF bildet einen Index wie den DAX oder den MSCI World nach, ohne dass ein Fondsmanager einzelne Wertpapiere auswählt. Du kaufst mit einer einzigen Order Anteile an allen Unternehmen, die in diesem Index enthalten sind. Dadurch entfällt der Ausgabeaufschlag, der bei klassischen Fonds üblicherweise bei ungefähr 5 Prozent liegt.
Die laufenden Verwaltungsgebühren sind bei ETFs deutlich niedriger als bei aktiv verwalteten Fonds. Während aktive Fonds oft 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr kosten, liegen ETFs häufig bei nur 0,2 Prozent. Diese Kostenersparnis wirkt sich über lange Zeiträume direkt auf dein Endvermögen aus.
Ein ETF ist als Sondervermögen geschützt. Geht der ETF-Anbieter pleite, bleibt dein angelegtes Geld davon unberührt. Du kannst Anteile an einem ETF wie eine Aktie an der Börse kaufen und verkaufen.
Kurz erklärt
ETF (Exchange-Traded Fund)
Ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index wie dem DAX oder MSCI World nachbildet. Du kannst ihn wie eine Aktie an der Börse kaufen und verkaufen.
Ein ETF bündelt das Geld vieler Anleger und investiert es in alle Wertpapiere eines Index. Dadurch erreichst du mit einem einzigen Kauf eine breite Streuung über viele Unternehmen.
02 · Vergleich
ETF oder aktiver Fonds: Wo liegen die Unterschiede?
Für deine Rendite ist entscheidend, welche laufenden Kosten ein Finanzprodukt verursacht. ETFs arbeiten mit einer passiven Strategie und kommen dadurch deutlich günstiger aus als aktiv verwaltete Fonds.
Der zentrale Unterschied liegt in der Anlagestrategie. Ein ETF bildet einen Index passiv nach, während ein aktiver Fondsmanager versucht, den Markt durch die Auswahl einzelner Wertpapiere zu schlagen. Langfristig gelingt das den wenigsten aktiven Fonds.
Die Kostenunterschiede sind erheblich. Bei aktiven Fonds fallen neben den laufenden Gebühren von 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr oft noch Ausgabeaufschläge von ungefähr 5 Prozent an. ETFs kommen dagegen auf laufende Kosten von etwa 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr und werden ohne Ausgabeaufschlag über die Börse gehandelt.
Ein Beispiel verdeutlicht den Effekt: Bei einem Sparplan von 100 Euro im Monat in einen weltweit streuenden Aktien-ETF kann der mögliche Ertrag nach 40 Jahren bei rund 96.500 Euro liegen. Mit typischen provisionsbelasteten Produkten wären es nur etwa 54.600 Euro. Die Kostenersparnis durch ETFs kann dein Endvermögen fast verdoppeln.
| ETF (passiv) | Aktiver Fonds | |
|---|---|---|
| Anlagestrategie | Bildet einen Index nach, ohne dass ein Fondsmanager eingreift | Fondsmanager wählt Wertpapiere aus |
| Laufende Kosten | Oft bei 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr | Üblich sind 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr |
| Ausgabeaufschlag | Fällt beim Kauf über die Börse nicht an | Üblich sind ungefähr 5 Prozent |
03 · Hintergrund
Warum ist Diversifikation für dich als Anfängerin wichtig?
Diversifikation bedeutet, dein Geld auf viele verschiedene Unternehmen und Länder zu verteilen. Genau das übernimmt ein breit gestreuter ETF automatisch für dich.
Wenn du eine einzelne Aktie kaufst, hängt dein Erfolg vom Schicksal dieses einen Unternehmens ab. Gerät es in eine Krise, verliert dein gesamtes Investment an Wert. Ein ETF auf einen weltweiten Aktienindex enthält dagegen Anteile an tausenden Unternehmen aus vielen Ländern und Branchen.
Läuft ein Unternehmen schlecht, kann das ein anderes ausgleichen. Diese Risikostreuung ist der zentrale Vorteil von Indexfonds für deine langfristige Geldanlage. Du musst nicht versuchen, die besten Aktien herauszufiltern, sondern kaufst mit einem ETF den gesamten Markt.
Für den Einstieg eignen sich Indizes wie der MSCI ACWI IMI, der FTSE All-World oder der Solactive GBS Global Markets Large & Mid-Cap. Diese Indizes decken Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern ab und geben dir eine breite Basis für dein Portfolio.
Wenn du eine einzelne Aktie kaufst, hängt dein Erfolg vom Schicksal dieses einen Unternehmens ab. Gerät es in eine Krise, verliert dein gesamtes Investment an Wert. Ein ETF auf einen weltweiten Aktienindex wie den MSCI World oder den FTSE All-World enthält dagegen Anteile an tausenden Unternehmen aus vielen Ländern und Branchen.
Läuft ein Unternehmen schlecht, kann das ein anderes ausgleichen. Diese Risikostreuung ist der zentrale Vorteil von Indexfonds für deine langfristige Geldanlage. Du musst nicht versuchen, die besten Aktien herauszufiltern, sondern kaufst mit einem ETF den gesamten Markt.
Für den Einstieg genügt ein einziger Welt-ETF. Wer das hohe Gewicht der USA in diesen Indizes etwas reduzieren möchte, kann das mit ein oder zwei zusätzlichen ETFs tun. Für den langfristigen Erfolg ist das aber nicht entscheidend.
04 · Schritt für Schritt
Wie eröffnest du ein Depot für deinen ETF?
Um ETFs zu kaufen, brauchst du ein Wertpapierdepot. Die Eröffnung ist bei Direktbanken und Online-Brokern in wenigen Schritten online erledigt.
Für den Kauf von ETFs benötigst du ein Wertpapierdepot. Am preiswertesten sind Direktbanken und Online-Broker, die oft keine laufenden Depotgebühren verlangen. Die Eröffnung erfolgt online über das Smartphone oder den Computer.
Für die Eröffnung brauchst du deinen Personalausweis und deine persönliche Steuernummer. Die Legitimation läuft meist per Video-Ident oder Post-Ident. Nach der Freischaltung kannst du direkt einen ETF-Sparplan einrichten.
Dein Geld im Depot ist als Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Bank aufbewahrt. Auch bei einer Pleite des Brokers bleibt dein Investment geschützt.
Anbieter wählen
Vergleiche Direktbanken und Online-Broker anhand der Depotgebühren, der Kosten für Sparpläne und der Auswahl an ETFs. Günstige Anbieter verlangen für die Depotführung oft keine laufenden Gebühren.
Depot online eröffnen
Die Eröffnung erfolgt über das Smartphone oder den Computer. Du benötigst deinen Personalausweis und deine persönliche Steuernummer. Die Legitimation läuft meist per Video-Ident oder Post-Ident.
Sparplan einrichten
Nach der Freischaltung richtest du einen ETF-Sparplan ein. Du legst fest, welcher ETF bespart wird, wie viel Geld monatlich fließt und an welchem Tag die Ausführung erfolgt.
Erste Ausführung abwarten
Der Sparplan kauft automatisch zum festgelegten Termin Anteile für dich. Du musst dich danach um nichts weiter kümmern und kannst die Entwicklung in deinem Depot beobachten.
05 · Checkliste
Welche ETFs eignen sich für den Einstieg?
Für den Start brauchst du kein kompliziertes Portfolio. Ein einziger ETF auf einen weltweiten Aktienindex bildet eine solide Basis für deine langfristige Geldanlage.
Besonders geeignet sind Indizes wie der MSCI ACWI IMI, der FTSE All-World oder der Solactive GBS Global Markets Large & Mid-Cap.
Achte bei der Auswahl auf niedrige laufende Kosten. Gute Welt-ETFs kosten etwa 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr. Ein thesaurierender ETF legt Dividenden automatisch wieder an, was den Zinseszinseffekt für dich arbeiten lässt.
- Der ETF bildet einen weltweiten Aktienindex ab, zum Beispiel MSCI ACWI IMI, FTSE All-World oder Solactive GBS Global Markets Large & Mid-Cap.
- Die laufenden Kosten liegen bei etwa 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr.
- Der ETF ist physisch replizierend, hält also die Aktien tatsächlich im Fondsvermögen.
- Das Fondsvolumen ist ausreichend groß, damit der ETF langfristig bestehen bleibt.
- Der ETF ist thesaurierend, legt also Dividenden automatisch wieder an.
Wer das hohe Gewicht der USA in diesen Indizes reduzieren möchte, kann ein oder zwei zusätzliche ETFs beimischen. Für den langfristigen Erfolg sind solche Feinheiten aber nicht entscheidend.
Kriterien für einen geeigneten Einsteiger-ETF
Der ETF bildet einen weltweiten Aktienindex ab, zum Beispiel MSCI ACWI IMI, FTSE All-World oder Solactive GBS Global Markets Large & Mid-Cap.
Die laufenden Kosten liegen bei etwa 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr.
Der ETF ist physisch replizierend, hält also die Aktien tatsächlich im Fondsvermögen.
Das Fondsvolumen ist ausreichend groß, damit der ETF langfristig bestehen bleibt.
Der ETF ist thesaurierend, legt also Dividenden automatisch wieder an.
06 · Vergleich
ETF-Sparplan oder Einmalanlage: Was passt zu dir?
Beide Wege führen zum Ziel, unterscheiden sich aber in der Herangehensweise. Ein Sparplan ist für die meisten Anfängerinnen der einfachste Einstieg.
Du legst einen festen Betrag fest, der regelmäßig automatisch in deinen gewählten ETF investiert wird. Viele Broker ermöglichen Sparpläne bereits ab 1 Euro oder 25 Euro pro Monat.
Durch regelmäßige Käufe verteilst du dein Risiko über die Zeit. Du kaufst mal zu höheren, mal zu niedrigeren Kursen und vermeidest so das Risiko, einen größeren Betrag zu einem ungünstigen Zeitpunkt anzulegen. Der Sparplan ist einmal eingerichtet und läuft danach automatisch weiter.
Eine Einmalanlage kann sinnvoll sein, wenn du bereits einen größeren Betrag angespart hast. Du gehst dabei das Risiko ein, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu kaufen. Langfristig gleicht sich das bei einem Anlagehorizont von vielen Jahren meist aus.
| ETF-Sparplan | Einmalanlage | |
|---|---|---|
| Funktionsweise | Regelmäßige Einzahlung eines festen Betrags, automatisch ausgeführt | Einmaliger Kauf eines größeren Betrags am Stück |
| Risiko | Durch regelmäßige Käufe verteilst du dein Risiko über die Zeit | Du gehst das Risiko ein, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu kaufen |
| Aufwand | Einmal einrichten, danach läuft alles automatisch | Einmaliger Aufwand, danach kein weiteres Handeln nötig |
07 · Kosten
Welche Rendite kannst du mit ETFs erwarten?
Die Rendite von Aktien-ETFs schwankt von Jahr zu Jahr. Über lange Zeiträume zeigt sich jedoch ein klares Muster, das dir bei der Planung hilft.
Basierend auf historischen Daten der letzten 50 bis 200 Jahre lässt sich eine nominale Rendite von 7,5 Prozent pro Jahr annehmen. Das ist ein Durchschnittswert, kein Versprechen. In einzelnen Jahren kann die tatsächliche Rendite deutlich höher oder niedriger ausfallen.
Die laufenden Kosten eines Welt-ETF liegen typischerweise bei 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr und schmälern die Rendite nur geringfügig. Nach Abgeltungsteuer und Teilfreistellung bleibt dir ein großer Teil der Gewinne erhalten.
Bei einem Anlagehorizont von mindestens 14 Jahren war ein Investment in den MSCI World in den letzten 50 Jahren immer positiv. Je länger du investiert bleibst, desto geringer wird das Risiko von Verlusten. Kurzfristige Schwankungen solltest du daher aussitzen.
Mögliche Rendite von Aktien-ETFs pro Jahr
08 · Hintergrund
Wie wirkt der Zinseszinseffekt bei deinem ETF?
Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass dein Vermögen mit der Zeit immer schneller wächst. Je länger du investierst, desto stärker wirkt dieser Effekt.
Wenn du für eine Anlage von 100 Euro eine Rendite von 7,5 Prozent erhältst, sind das im ersten Jahr 7,50 Euro. Im nächsten Jahr erhältst du 7,5 Prozent bereits auf 107,50 Euro, was den Ertrag auf 8,06 Euro steigert. Von Jahr zu Jahr steigt der jährliche Vermögenszuwachs.
Dieser Effekt entfaltet seine volle Wirkung erst über lange Zeiträume. Bei einem Sparplan von 100 Euro im Monat in einen weltweit streuenden Aktien-ETF kann der mögliche Ertrag nach 40 Jahren bei rund 96.500 Euro liegen. Der Zinseszinseffekt ist der wichtigste Verbündete deiner Altersvorsorge.
Wichtig ist, dass du die Erträge nicht entnimmst, sondern im ETF belässt. Ein thesaurierender ETF legt Dividenden automatisch wieder an und verstärkt so den Effekt. Je früher du beginnst, desto mehr Zeit hat dein Geld zu wachsen.
Wenn du für eine Anlage von 100 Euro eine Rendite von 7,5 Prozent erhältst, sind das im ersten Jahr 7,50 Euro. Im nächsten Jahr erhältst du 7,5 Prozent bereits auf 107,50 Euro, was den Ertrag auf 8,06 Euro steigert. Von Jahr zu Jahr steigt der jährliche Vermögenszuwachs.
Dieser Effekt entfaltet seine volle Wirkung erst über lange Zeiträume. Bei einem Sparplan von 100 Euro im Monat in einen weltweit streuenden Aktien-ETF kann der mögliche Ertrag nach 40 Jahren bei rund 96.500 Euro liegen. Der Zinseszinseffekt ist der wichtigste Verbündete deiner Altersvorsorge.
Wichtig ist, dass du die Erträge nicht entnimmst, sondern im ETF belässt. Thesaurierende ETFs legen Dividenden automatisch wieder an und verstärken den Effekt zusätzlich.
09 · Was gilt
Was gilt bei Steuern auf deinen ETF-Gewinn?
Auf Gewinne aus ETFs fallen Steuern an. Dank Freibeträgen und Teilfreistellung bleibt für die meisten Anfängerinnen ein großer Teil der Rendite steuerfrei.
Dank des Sparer-Pauschbetrags von 1000 Euro pro Person und Jahr fallen während der Haltedauer keine Steuern an, sofern du nicht mehr als 70.000 Euro in Aktien-ETFs investiert hast und keine sonstigen Zinseinkünfte erzielst. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Freibetrag auf 2000 Euro pro Jahr.
Beim Verkauf werden die Kursgewinne versteuert. Bei Aktien-ETFs bleiben 30 Prozent der Kursgewinne durch die Teilfreistellung steuerfrei. Vom restlichen Gewinn werden Abgeltungsteuer von 25 Prozent und Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer einbehalten, zusammen 26,375 Prozent.
Die Bank zieht die Steuern automatisch ein. Du musst dich um die Abführung nicht selbst kümmern. Mit Kirchensteuer liegt die Belastung bei knapp 28 Prozent auf den steuerpflichtigen Teil des Gewinns.
Steuerfrei oder begünstigt
Steuerpflichtig
10 · Fehler vermeiden
Welche Fehler solltest du als ETF-Anfängerin vermeiden?
Die größten Risiken beim Investieren entstehen nicht durch den Markt, sondern durch falsche Entscheidungen. Diese Fehler kosten dich langfristig Rendite.
Der größte Fehler ist, Geld in Aktien-ETFs zu investieren, das du in den nächsten Jahren dringend brauchst. Die Börse schwankt, und wenn du in drei Jahren 25.000 Euro für ein neues Auto benötigst, kann dein ETF-Depot in diesem Moment nur bei 15.000 Euro stehen. Irgendwann steigen die Kurse wieder, aber das kann länger dauern.
Lass dich nicht von Börsennachrichten, Investment-Newslettern oder Finfluencern verunsichern. Diese Inhalte verfolgen oft das Ziel, dir etwas zu verkaufen. Halte an deiner breit gestreuten Anlagestrategie fest und wechsle nicht ständig die Produkte.
- Geld investieren, das du in den nächsten Jahren dringend brauchst, weil Aktien-ETFs kurzfristig stark schwanken können.
- Sich von Börsennachrichten, Newslettern oder Finfluencern verunsichern lassen und die Strategie wechseln.
- Einzelaktien kaufen, weil sie vermeintlich höhere Rendite versprechen, statt breit gestreut zu investieren.
- Beim ersten Kursrutsch verkaufen, statt Schwankungen auszusitzen.
- Zu hohe Gebühren zahlen, weil das Depot oder der Sparplan nicht verglichen wurde.
Abweichungen von der Strategie "Kaufen und Liegenlassen" sind riskant, weil sie auf Dauer zu Renditeeinbußen führen. Auf ein Hoch folgte in der Vergangenheit unweigerlich irgendwann das nächste.
Typische Fehler beim Einstieg in ETFs
11 · Hintergrund
Wie nutzt du ETFs für deine Altersvorsorge?
ETFs eignen sich besonders gut für die Altersvorsorge, weil du mit wenig Aufwand über Jahrzehnte Vermögen aufbauen kannst. Entscheidend sind ein langer Atem und eine klare Strategie.
Für die Altersvorsorge gilt: Je früher du beginnst, desto besser. Ein Sparplan auf einen weltweiten Aktien-ETF ist eine einfache Möglichkeit, monatlich Geld für das Alter zurückzulegen. Die breite Streuung über tausende Unternehmen reduziert das Risiko im Vergleich zu Einzelaktien erheblich.
Wichtig ist, dass du an deiner Strategie festhältst und nicht bei jedem Kursrutsch verkaufst. Die Börse schwankt, aber über lange Zeiträume von 15 Jahren oder mehr war ein breit gestreuter Aktien-ETF in der Vergangenheit immer im Plus. Geduld ist bei der Altersvorsorge mit ETFs dein wichtigstes Kapital.
Wenn du kurz vor dem Ruhestand stehst, kannst du schrittweise in weniger schwankende Anlagen umschichten. Verkaufe ETFs am besten in dem gewünschten Umfang dann, wenn du das Geld anderweitig brauchst. Es ist aussichtslos, den besten Zeitpunkt zu erwischen.
Für die Altersvorsorge gilt: Je früher du beginnst, desto besser. Ein Sparplan auf einen weltweiten Aktien-ETF ist eine einfache Möglichkeit, monatlich Geld für das Alter zurückzulegen. Die breite Streuung über tausende Unternehmen reduziert das Risiko im Vergleich zu Einzelaktien erheblich.
Wichtig ist, dass du an deiner Strategie festhältst und nicht bei jedem Kursrutsch verkaufst. Die Börse schwankt, aber über lange Zeiträume von 15 Jahren oder mehr war ein breit gestreuter Aktien-ETF in der Vergangenheit immer im Plus.
Wenn du kurz vor dem Ruhestand stehst, kannst du schrittweise in weniger schwankende Anlagen umschichten. Für die Ansparphase über 20, 30 oder 40 Jahre ist ein Aktien-ETF jedoch die Basis einer soliden Altersvorsorge.
12 · Grundlagen
Was ist Rebalancing und wann ist es nötig?
Rebalancing bedeutet, dein Portfolio wieder in die ursprüngliche Aufteilung zu bringen. Bei einem einzelnen Welt-ETF ist das selten nötig, bei mehreren ETFs hilft es, das Risiko zu kontrollieren.
Wenn ein ETF stärker gestiegen ist als andere, verkaufst du Anteile oder kaufst gezielt nach, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Das hilft, dein Risiko zu kontrollieren.
Mit einem einzigen Welt-ETF brauchst du kein Rebalancing, da der Index die Gewichtung automatisch anpasst. Bei mehreren ETFs mit unterschiedlichen Regionen oder Anlageklassen ist eine jährliche Überprüfung sinnvoll.
Für die meisten Anfängerinnen ist ein einzelner Welt-ETF die einfachste Lösung. Du vermeidest damit nicht nur das Rebalancing, sondern auch die Versuchung, ständig an deiner Aufteilung herumzuschrauben. Das spart Zeit und schützt vor unnötigen Handelsentscheidungen.
Kurz erklärt
Rebalancing
Die regelmäßige Anpassung deines Portfolios, um die ursprüngliche Gewichtung der Anlageklassen wiederherzustellen. Wenn ein ETF stärker gestiegen ist als andere, verkaufst du Anteile oder kaufst gezielt nach.
Mit einem einzigen Welt-ETF brauchst du kein Rebalancing, da der Index die Gewichtung automatisch anpasst. Bei mehreren ETFs mit unterschiedlichen Regionen oder Anlageklassen ist eine jährliche Überprüfung sinnvoll.
Häufige Fragen
Fragen zu ETF für Anfänger
{{f.a}}
Investieren
Mehr zu Investieren
Weiter mit Finanzen
Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.
Alle Finanz-Ratgeber