Bausparen einfach erklärt Ablauf, Förderung & Sinn für junge Menschen
Bausparen einfach erklärt: Sparphase, Darlehensphase, Wohnungsbauprämie & staatliche Förderung – verständlich, aktuell und ohne Fachchinesisch.
- Bausparen kombiniert eine Sparphase und ein zinsgünstiges Baudarlehen in einem Vertrag
- Ziel: Kapital für Wohneigentum, Umbau oder Modernisierung mit planbaren Konditionen
- Zinssicherung: Der Darlehenszins wird bereits bei Vertragsabschluss festgelegt
- Grundprinzip: Viele Sparer:innen bilden einen gemeinsamen Topf, aus dem Darlehen vergeben werden
Bausparen – was steckt hinter dem Klassiker der Wohnfinanzierung?
Bausparen kombiniert eine Sparphase und ein zinsgünstiges Baudarlehen in einem Vertrag
Bausparen ist ein Finanzprodukt, das Sparen und günstiges Darlehen in einem Vertrag vereint – mit dem Ziel, irgendwann die eigenen vier Wände zu finanzieren oder zu modernisieren. Klingt altmodisch? Für junge Menschen mit konkretem Wohnziel kann es trotzdem eine überlegenswerte Option sein.
AUF EINEN BLICK
- Ziel: Kapital für Wohneigentum, Umbau oder Modernisierung mit planbaren Konditionen
- Zinssicherung: Der Darlehenszins wird bereits bei Vertragsabschluss festgelegt
- Grundprinzip: Viele Sparer:innen bilden einen gemeinsamen Topf, aus dem Darlehen vergeben werden
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Was ist Bausparen? Die Idee in einfachen Worten
Phase 1 Ansparphase: regelmäßiges Sparen bis zum vereinbarten Mindestsparguthaben
Bausparen funktioniert nach einem Kollektivprinzip: Viele Menschen zahlen regelmäßig Geld in einen gemeinsamen Topf – den sogenannten Bauspartopf einer Bausparkasse – ein. Wer lange genug und viel genug gespart hat, kann aus diesem Topf ein zweckgebundenes Darlehen erhalten, um damit Wohneigentum zu kaufen, zu bauen oder zu modernisieren. Die entscheidende Besonderheit dabei: Der Zinssatz für das spätere Darlehen wird bereits bei Vertragsabschluss festgelegt – nicht erst, wenn du das Geld brauchst.
Diese Zinssicherung ist das Herzstück des Bausparens. Wenn die Bauzinsen am Markt in zehn Jahren deutlich gestiegen sind, profitierst du von dem günstigeren Zins, den du dir heute eingeloggt hast. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass der Guthabenzins, den du während der Ansparphase erhältst, ebenfalls niedrig ist – das ist die andere Seite derselben Medaille. Bausparen ist damit kein klassisches Renditeinstrument, sondern ein Planungsinstrument für Wohneigentum.
Das Ziel eines Bausparvertrags ist klar definiert: Kapital für eine wohnwirtschaftliche Nutzung ansparen und dann zu festgelegten Konditionen ein Darlehen abrufen. Das macht Bausparen planbar und kalkulierbar – was gerade für Menschen attraktiv ist, die wissen, dass sie in einigen Jahren eine Immobilie erwerben oder sanieren möchten, aber noch nicht über ausreichend Eigenkapital verfügen.
AUF EINEN BLICK
- Zuteilung: Vertrag wird zuteilungsreif, wenn Sparguthaben und Bewertungszahl erreicht sind
- Phase 2 Darlehensphase: Auszahlung der Bausparsumme und Tilgung des Darlehens
- Bausparsumme = Sparguthaben + Bausparen-Darlehen
Wie ein Bausparvertrag abläuft: Spar- und Darlehensphase
Bausparsumme: Gesamtbetrag, auf den sich der Vertrag bezieht
Ein Bausparvertrag läuft in zwei klar getrennten Phasen ab. In der ersten Phase, der Ansparphase, zahlst du regelmäßig einen Sparbeitrag in deinen Vertrag ein. Dieser Regelsparbeitrag ist im Tarif festgelegt und richtet sich nach der vereinbarten Bausparsumme. Das Ziel der Ansparphase ist es, ein bestimmtes Mindestsparguthaben zu erreichen – in der Regel zwischen 40 und 50 Prozent der Bausparsumme, je nach Tarif und Bausparkasse. Parallel dazu baut sich eine sogenannte Bewertungszahl auf, die maßgeblich bestimmt, wann dein Vertrag zuteilungsreif wird.
Die Zuteilung ist der Moment, auf den alles hinausläuft: Die Bausparkasse teilt dir mit, dass dein Vertrag die Voraussetzungen erfüllt hat – sowohl das Mindestsparguthaben als auch die erforderliche Bewertungszahl. Ab diesem Zeitpunkt kannst du die Bausparsumme abrufen. Diese Bausparsumme setzt sich zusammen aus deinem angesparten Guthaben plus dem Bauspardarlehen, das die Bausparkasse dir gewährt. Du erhältst also nicht nur dein eigenes Geld zurück, sondern bekommst zusätzlich ein zweckgebundenes Darlehen obendrauf – zu dem Zinssatz, der bei Vertragsabschluss vereinbart wurde.
In der zweiten Phase, der Darlehensphase, tilgst du das erhaltene Darlehen in monatlichen Raten. Die Tilgungsdauer und -rate sind ebenfalls im Tarif festgelegt. Wichtig zu verstehen: Nicht jeder muss das Darlehen tatsächlich in Anspruch nehmen. Wer nur das angesparte Guthaben benötigt, kann auf das Darlehen verzichten. Das ist eine Option für Menschen, die Bausparen primär als gefördertes Sparinstrument nutzen möchten.
AUF EINEN BLICK
- Bewertungszahl: Kennzahl, die den Zeitpunkt der Zuteilung mitbestimmt
- Regelsparbeitrag: monatlicher Sparbetrag, den der Tarif vorsieht
Wichtige Begriffe: Bausparsumme, Abschlussgebühr & Bewertungszahl
Wohnungsbauprämie: Zuschuss auf Bausparbeiträge bis zu einer Einkommensgrenze
Die Bausparsumme ist der Gesamtbetrag, auf den sich dein Vertrag bezieht. Sie ist der Ausgangspunkt für alle weiteren Berechnungen: Regelsparbeitrag, Mindestsparguthaben und die Höhe des möglichen Darlehens. Wählst du eine Bausparsumme von beispielsweise 50.000 Euro, spart du bis zu einem Mindestguthaben (oft rund 40–50 Prozent), also bis zu 20.000–25.000 Euro, und erhältst dann die Differenz als Darlehen. Die Wahl der richtigen Bausparsumme ist entscheidend: Zu hoch angesetzt, sind die Sparbeiträge schwer zu stemmen; zu niedrig, fehlt später das Kapital.
Die Abschlussgebühr ist eine einmalige Gebühr, die du beim Vertragsabschluss zahlst. Sie beträgt bei den meisten Bausparkassen etwa 1 Prozent der vereinbarten Bausparsumme, kann aber je nach Anbieter und Tarif variieren. Bei einer Bausparsumme von 50.000 Euro wären das also in der Größenordnung von 500 Euro – ein Betrag, den du bei deiner Renditebetrachtung unbedingt einkalkulieren solltest, weil er die ohnehin schon niedrigen Guthabenzinsen weiter drückt.
Die Bewertungszahl ist eine interne Kennziffer der Bausparkasse, die deinen Fortschritt im Bauspartopf misst. Sie steigt mit der Höhe deines Guthabens und der Dauer deiner Einzahlungen. Wer mehr und schneller spart, bekommt eine höhere Bewertungszahl und wird früher zugeteilt. Diese Zahl ist für viele Sparer:innen wenig transparent und macht es schwer, den genauen Zuteilungszeitpunkt vorherzusagen – das ist einer der Kritikpunkte am Bausparmodell. Der Regelsparbeitrag schließlich ist der monatliche Betrag, den der Tarif als reguläre Einzahlung vorsieht. Davon abweichen ist oft möglich, hat aber Einfluss auf die Bewertungszahl und damit auf den Zuteilungszeitpunkt.
AUF EINEN BLICK
- Arbeitnehmersparzulage bei vermögenswirksamen Leistungen (VL) über den Arbeitgeber
- Wohn-Riester (Eigenheimrente) als weitere Förderoption für den Immobilienerwerb
Staatliche Förderung: Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage & Wohn-Riester
Vorteil: Zinssicherung und Sparzwang für langfristige Wohnpläne
Das Besondere am Bausparen im Vergleich zu vielen anderen Sparformen ist die staatliche Förderung, die es begleiten kann. Die bekannteste ist die Wohnungsbauprämie: Der Staat zahlt einen prozentualen Zuschuss auf deine Bausparbeiträge, wenn du bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitest. Die genauen Grenzen und Prämiensätze werden regelmäßig angepasst und sollten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses beim zuständigen Finanzamt oder der Bausparkasse direkt erfragt werden, da sie sich ändern können. Die Prämie muss aktiv beantragt werden – sie fließt nicht automatisch.
Die zweite wichtige Förderung ist die Arbeitnehmersparzulage. Wenn dein Arbeitgeber dir vermögenswirksame Leistungen (VL) zahlt – also einen Zuschuss direkt in deinen Sparvertrag –, kann der Staat diesen Betrag zusätzlich mit einer Zulage fördern, sofern dein zu versteuerndes Einkommen unter den geltenden Grenzen liegt. Gerade für Berufseinsteiger:innen oder Teilzeitkräfte, die über einen Arbeitsvertrag verfügen, lohnt es sich, beim Arbeitgeber nachzufragen, ob VL-Leistungen angeboten werden. Viele Arbeitgeber bieten diese an, viele Arbeitnehmer:innen nutzen sie aber nicht, weil sie schlicht nicht danach fragen.
Wohn-Riester, auch Eigenheimrente genannt, ist eine weitere Fördermöglichkeit. Dabei werden die Riester-Zulagen und der steuerliche Sonderausgabenabzug genutzt, um das Bausparguthaben aufzubauen – mit dem Ziel, später damit eine selbst genutzte Immobilie zu finanzieren. Wohn-Riester ist komplex und lohnt sich besonders für Familien mit Kindern, da die Kinderzulagen die Förderquote erheblich steigern. Für Singles ohne Kinder und mit mittlerem Einkommen ist die Vorteilhaftigkeit stärker vom Einzelfall abhängig. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (für Ledige) beziehungsweise 2.000 Euro (für Verheiratete) nach § 20 Abs. 9 EStG bleibt davon getrennt und ist für die Kapitalerträge aus dem Bausparguthaben relevant.
AUF EINEN BLICK
- VL nutzen, wenn der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen bietet
- Nachteil: geringe Guthabenzinsen und lange Bindung – flexibel bleiben ist wichtig
- Für kurzfristige Ziele oder unklare Zukunft oft nicht ideal – Alternativen prüfen
Lohnt sich Bausparen für Sparer:innen und junge Erwachsene?
ETF-Sparplan: höhere Renditechance, aber Kursrisiko und keine Zinssicherung fürs Darlehen
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Bausparen ist kein Produkt, das für jeden in jeder Lebensphase sinnvoll ist. Für Sparer:innen, die noch gar nicht wissen, ob und wo sie einmal eine Immobilie erwerben wollen, ist die lange Bindungsdauer eines Bausparvertrags oft ein ernstes Problem. Wer in fünf Jahren vielleicht nach Berlin zieht, dann nach München und schließlich ins Ausland geht, wird mit einem Bausparvertrag wenig anfangen können – und riskiert, Prämien zurückzahlen zu müssen, wenn er oder sie den Vertrag nicht wohnwirtschaftlich nutzt.
Auf der anderen Seite gibt es durchaus Szenarien, in denen Bausparen früh beginnen Sinn ergibt. Wer schon in jungen Jahren weiß, dass er in der Heimatregion bleiben und mittelfristig eine Immobilie erwerben möchte, profitiert von der langen Ansparzeit und der Zinssicherung. Außerdem baut eine frühe Einzahlung schneller die nötige Bewertungszahl auf. Wer über einen Nebenjob oder eine berufliche Tätigkeit Zugang zu vermögenswirksamen Leistungen hat, kann diese direkt in den Bausparvertrag fließen lassen und doppelt profitieren: vom Arbeitgeberzuschuss und von der staatlichen Arbeitnehmersparzulage.
Der große Nachteil des Bausparens für junge Menschen liegt in den niedrigen Guthabenzinsen. In einem Umfeld, in dem Tagesgeld oder breit gestreute ETF-Sparpläne unter Umständen deutlich mehr Rendite abwerfen können, fällt die Verzinsung des Bausparguthabens schwach aus. Wer kein konkretes Immobilienziel hat, sollte Bausparen nicht als primäres Sparinstrument wählen. Als ergänzender Baustein – vor allem wenn staatliche Förderung greift – kann es aber einen sinnvollen Platz im persönlichen Finanz-Mix einnehmen.
AUF EINEN BLICK
- Tagesgeld/Festgeld: flexibel bzw. sicher, aber ohne Darlehensbaustein
- Bausparen punktet vor allem bei konkretem, planbarem Immobilienziel
- Diversifikation: Bausparen kann ein Baustein im Mix sein, kein Alleskönner
Bausparen vs. ETF-Sparplan, Tagesgeld & Co.
Zu hohe Bausparsumme wählen, die nicht zum Budget passt
Um Bausparen fair einzuordnen, hilft ein Blick auf die wichtigsten Alternativen. Der ETF-Sparplan ist aktuell das wohl meistdiskutierte Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau junger Menschen. Breit gestreute Index-ETFs bieten historisch höhere Renditechancen als Bausparverträge – aber sie bringen Kursrisiken mit. Wer in drei Jahren eine Immobilie kaufen möchte und kurz davor an einem Börsentief sitzt, hat ein Problem. Außerdem bietet ein ETF-Sparplan keinen gesicherten Darlehenszins für die Wohnfinanzierung. Kapitalerträge aus ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent (zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuer) nach § 32d EStG, bis der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro ausgeschöpft ist.
Tagesgeld und Festgeld sind sicher und flexibel – besonders Tagesgeld bietet jederzeit Zugriff auf das Ersparte. Die Zinsen auf Tagesgeld schwanken jedoch mit dem Marktzins und können nicht für die Zukunft fixiert werden. Festgeld bietet etwas mehr Planbarkeit für kürzere Zeiträume, aber keinen Darlehensbaustein. Wer ausschließlich sparen möchte, ohne je ein Darlehen zu benötigen, ist mit Tagesgeld oder Festgeld oft flexibler und manchmal auch rentabler als mit einem Bausparvertrag.
Bausparen punktet vor allem dann, wenn ein konkretes, planbares Immobilienziel im Mittelpunkt steht. Die Kombination aus Zinssicherung, Zwangssparcharakter und staatlicher Förderung macht es zu einem spezialisierten Instrument – nicht zu einem Alleskönner. Für viele junge Menschen ist die klügste Strategie ein Mix: Ein kleines Bausparguthaben für die Förderung und Zinssicherung, kombiniert mit einem ETF-Sparplan für den langfristigen Vermögensaufbau und Tagesgeld als liquide Reserve. Diversifikation gilt nicht nur für Aktienportfolios.
AUF EINEN BLICK
- Förderung nicht beantragen und dadurch Geld verschenken
- Kündigung und Rückzahlung von Prämien bei nicht-wohnwirtschaftlicher Nutzung beachten
- Tarif, Gebühren und Zuteilungsbedingungen genau vergleichen
Typische Fehler und worauf du beim Bausparvertrag achten solltest
Kläre dein Ziel: Wohneigentum, Modernisierung oder reines Sparen
Der häufigste Fehler ist die Wahl einer zu hohen Bausparsumme. Wer 100.000 Euro als Bausparsumme vereinbart, muss den entsprechenden Regelsparbeitrag stemmen – das kann für Sparer:innen mit geringerem Einkommen schnell eng werden. Ist die monatliche Belastung zu hoch, wird der Vertrag nicht regelmäßig bespielt, die Bewertungszahl steigt langsam, und der Zuteilungszeitpunkt verschiebt sich. Im schlimmsten Fall wird der Vertrag ruhend gestellt oder vorzeitig gekündigt – mit finanziellen Nachteilen.
Ein weiterer klassischer Fehler: die staatliche Förderung nicht beantragen. Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage werden nicht automatisch gewährt – du musst sie aktiv beim Finanzamt beantragen. Wer das jahrelang vergisst, verschenkt bares Geld. Es lohnt sich also, direkt bei Vertragsabschluss zu klären, welche Förderungen für deine Situation infrage kommen und wie du sie beantragst.
Außerdem solltest du genau verstehen, was passiert, wenn du den Vertrag kündigst oder das Geld nicht wohnwirtschaftlich verwendest. Staatliche Prämien können in bestimmten Fällen zurückgefordert werden, wenn die Sperrfrist nicht eingehalten wurde oder die Verwendung nicht den Vorgaben entspricht. Lies den Tarif und die allgemeinen Bedingungen deiner Bausparkasse sorgfältig – und vergleiche mehrere Anbieter, denn Abschlussgebühren, Guthabenzinsen, Darlehenszinsen und Zuteilungsbedingungen unterscheiden sich zum Teil erheblich. Eine scheinbar kleine Differenz beim Darlehenszins kann über die gesamte Laufzeit tausende Euro ausmachen.
AUF EINEN BLICK
- Prüfe, ob dein Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen zahlt
- Berechne, wie viel du monatlich langfristig sparen kannst
- Nutze den Vermögensaufbau-Rechner, um Sparraten und Ziele zu simulieren
Erste Schritte: Sparplan-Check und Finanz-Überblick
Bevor du irgendeinen Vertrag unterschreibst, solltest du dir über dein Ziel klar werden. Willst du tatsächlich Wohneigentum erwerben oder modernisieren? Oder suchst du einfach eine Möglichkeit, monatlich etwas zurückzulegen? Je nachdem, was du antwortest, kommt Bausparen unterschiedlich gut in Frage. Für rein sparbezogene Ziele ohne Immobilienbezug gibt es flexiblere Alternativen.
Kläre dann, ob dein Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen zahlt. Das gilt auch für Ausbildungsbetriebe und – je nach Arbeitsvertrag – für Teilzeitbeschäftigte. Viele Menschen wissen nicht, dass ihnen dieser Anspruch zusteht. Ein kurzes Gespräch mit der Personalabteilung kann sich lohnen. Wenn dein Einkommen die Fördergrenzen für die Arbeitnehmersparzulage unterschreitet, ist das eine kostenlose Renditeoptimierung.
Rechne anschließend ehrlich durch, wie viel du dauerhaft – also wirklich über Jahre hinweg – monatlich entbehren kannst. Der Regelsparbeitrag muss in dein Budget passen, auch wenn sich deine berufliche Situation ändert, du zwischen Jobs wechselst oder unerwartete Ausgaben entstehen. Eine zu ambitionierte Sparrate führt schnell zur Unterbesparung oder Kündigung des Vertrags. Plane lieber etwas konservativer und erhöhe den Beitrag später, wenn dein Einkommen wächst. Mit dem Vermögensaufbau-Rechner von StudySmarter kannst du Sparraten, Zeiträume und Ziele komfortabel durchspielen, bevor du dich festlegst.
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Häufige Fragen
Bausparen ist ein kombiniertes Spar- und Darlehensprodukt, bei dem du über mehrere Jahre einen festgelegten Betrag ansparst, um dir danach ein zinsgünstiges Baudarlehen zu sichern. Es ist ein klassischer Weg, um sich schrittweise Eigenkapital für eine Immobilie aufzubauen und sich gleichzeitig die Konditionen für eine spätere Finanzierung zu reservieren.
Ein Bausparvertrag läuft in zwei Phasen: In der Ansparphase zahlst du regelmäßig Beiträge ein, bis du eine bestimmte Summe erreicht hast. Danach folgt die Darlehensphase, in der dir die Bausparkasse das vertraglich vereinbarte Darlehen auszahlt, das du dann mit Zinsen und Tilgung zurückzahlst – oft für den Kauf, Bau oder die Modernisierung einer Immobilie.
Für Sparer:innen lohnt sich Bausparen meist nur noch, wenn du sicher weißt, dass du in einigen Jahren eine Immobilie kaufen oder bauen möchtest und die langfristige Bindung des Geldes akzeptierst. Als reine Geldanlage ist es wegen der niedrigen Zinsen und der langen Laufzeit meist unattraktiv, da du dein Kapital anderweitig flexibler und renditestärker anlegen kannst.
Beim Bausparen gibt es die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage, die du unter bestimmten Einkommensgrenzen und Voraussetzungen beantragen kannst. Zudem können Beiträge im Rahmen der Riester-Förderung gefördert werden, wenn der Vertrag als Riester-Bausparvertrag abgeschlossen wurde und du die jährlichen Zulagen bekommst.
Ein Bausparvertrag verursacht laufende Kosten, die sich aus einem Abschluss- und Verwaltungsentgelt zusammensetzen, wobei das Abschlussentgelt meist als Prozentsatz der Bausparsumme zu Beginn fällig wird. Zusätzlich fallen Kontogebühren oder eine jährliche Grundgebühr an, die die Rendite deiner Ersparnisse schmälern – die genauen Beträge variieren je nach Anbieter und Tarif.
Bausparen und ETF-Sparpläne verfolgen unterschiedliche Ziele: Bausparen bietet dir Planungssicherheit und ein garantiertes Darlehen für eine Immobilie, während ein ETF-Sparplan auf langfristigen Vermögensaufbau mit höheren Renditechancen, aber auch höheren Schwankungen ausgelegt ist. Für den Vermögensaufbau ohne konkreten Immobilienwunsch ist ein ETF-Sparplan in der Regel flexibler und kostengünstiger, für eine geplante Baufinanzierung kann Bausparen sinnvoll sein.
Ja, du kannst einen Bausparvertrag in der Regel jederzeit kündigen, wobei du dann dein angespartes Guthaben samt Zinsen ausgezahlt bekommst, aber meist eine Kündigungsgebühr oder einen Verlust der staatlichen Förderung in Kauf nehmen musst. Nach Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist, die oft einige Monate beträgt, erhältst du dein Geld – die genauen Bedingungen stehen in deinen Vertragsunterlagen.
Einen Bausparvertrag kannst du grundsätzlich ab dem vollendeten 16. Lebensjahr abschließen, da du dann geschäftsfähig bist und Verträge eigenständig eingehen kannst. Für Minderjährige ist jedoch die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich, und viele Bausparkassen verlangen ein Mindestalter von 18 Jahren für den Abschluss.
Quellen & Stand 09.07.2026
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