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Aktiver Fonds Auszahlplan: So funktioniert die monatliche Entnahme

Ein Auszahlplan aus aktiv gemanagten Fonds kann dein Einkommen im Ruhestand ergänzen. Dabei bleibt dein Kapital investiert, während du regelmäßig feste Beträge entnimmst.

10 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein Auszahlplan mit aktiven Fonds eignet sich, um eine Rentenlücke zu schließen oder eine Zusatzrente aufzubauen.
  • Du kannst zwischen Kapitalverzehr und Kapitalerhalt wählen, je nachdem ob dein Vermögen aufgezehrt werden darf.
  • Die monatliche Auszahlung ist flexibel, oft ab 50 Euro, und die Fondsanteile bleiben bis zum Verkauf investiert.
  • Steuerlich greift die Abgeltungsteuer mit 25 Prozent, wobei die Teilfreistellung von 30 Prozent für Aktienfonds deine Steuerlast senkt.

01 · Grundlagen

Was ist ein Auszahlplan mit aktiven Fonds?

Ein Auszahlplan ist eine Form der Altersvorsorge, bei der du regelmäßig Geld aus deinem Fondsvermögen erhältst. Bei aktiven Fonds übernimmt ein Fondsmanagement die Auswahl der Wertpapiere.

Bei einem Auszahlplan mit aktiven Fonds bleibt dein Vermögen auch während der Auszahlungsphase am Kapitalmarkt investiert. Ein Fondsmanager entscheidet dabei laufend, welche Wertpapiere gekauft oder verkauft werden, um eine möglichst gute Wertentwicklung zu erzielen. Du erhältst regelmäßig feste Beträge, während der nicht benötigte Teil deines Geldes weiter für dich arbeitet.

Der Auszahlplan funktioniert als Alternative zur klassischen Sofortrente. Du kannst damit eine Rentenlücke schließen, ein Studium finanzieren oder dein Einkommen flexibel aufstocken. Das Kapital bleibt vollständig vererbbar, was bei einer Rentenversicherung mit Verrentung oft nicht der Fall ist.

  • Ein aktiv gemanagter Fonds wird von einem Fondsmanagement betreut, das Wertpapiere aktiv auswählt.
  • Die Auszahlungen erfolgen in festen Intervallen, zum Beispiel monatlich oder quartalsweise.
  • Das restliche Kapital bleibt im Fonds investiert und kann weiter an Kursentwicklungen teilhaben.

Kurz erklärt

Aktiver Fonds Auszahlplan

Ein Entnahmeplan, bei dem aus einem aktiv gemanagten Investmentfonds in festen Intervallen Beträge an dich ausgezahlt werden. Das restliche Kapital bleibt weiterhin im Fonds investiert.

Der Auszahlplan ist eine Alternative zur Sofortrente und dient häufig als Zusatzrente zur gesetzlichen Altersvorsorge.

02 · Vergleich

Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt: Welche Strategie passt zu dir?

Bevor du einen Auszahlplan einrichtest, solltest du entscheiden, ob dein Vermögen aufgezehrt werden darf oder ob nur die Erträge ausgezahlt werden sollen.

Bevor du einen Auszahlplan einrichtest, musst du eine grundlegende Entscheidung treffen: Soll dein Vermögen während der Laufzeit aufgezehrt werden oder möchtest du nur von den Erträgen leben? Beim Kapitalverzehr werden neben den Erträgen auch Teile deiner Anlagesumme ausgezahlt, bis das Vermögen vollständig aufgebraucht ist. Beim Kapitalerhalt bleiben deine Fondsanteile unangetastet und du entnimmst ausschließlich Renditen, Dividenden und Zinsen.

Die Wahl hängt von deiner Lebensplanung und deinen Zielen ab. Wer sein Vermögen vollständig vererben möchte, entscheidet sich eher für den Kapitalerhalt. Wer im Ruhestand den Lebensstandard deutlich verbessern will und keine Erben bedenken muss, kann mit Kapitalverzehr höhere monatliche Beträge erzielen. Ein Beispiel: Bei 100.000 Euro Anlagesumme und 5 Prozent Rendite erhältst du bei Kapitalverzehr über 20 Jahre monatlich rund 650 Euro, bei Kapitalerhalt dauerhaft rund 400 Euro.

  • Kapitalverzehr bedeutet, dass dein Vermögen am Ende der Laufzeit aufgebraucht ist.
  • Kapitalerhalt ermöglicht einen Auszahlplan, der theoretisch unbegrenzt weiterlaufen kann.
  • Die monatliche Auszahlung ist beim Kapitalverzehr höher, dafür endet sie irgendwann.
Die zwei grundlegenden Strategien für deinen Auszahlplan
KapitalverzehrKapitalerhalt
Was wird ausgezahlt?Erträge plus ein Teil des angelegten VermögensNur Erträge, Dividenden und Zinsen
Entwicklung des VermögensDas Vermögen wird über die Laufzeit komplett aufgezehrtDas angesparte Vermögen bleibt unberührt
LaufzeitEndlich, endet wenn das Kapital aufgebraucht istKann auf unbestimmte Zeit weiterlaufen
Monatliche Auszahlung bei 100.000 Euro Anlagesumme (Beispiel)Rund 650 Euro bei 20 Jahren Laufzeit und 5 Prozent RenditeRund 400 Euro bei 5 Prozent Rendite

03 · Schritt für Schritt

So richtest du einen Auszahlplan mit Einmalanlage ein

Für einen Auszahlplan brauchst du zunächst eine größere Summe, die du in einen oder mehrere aktive Fonds investierst. Danach legst du Höhe und Rhythmus der Auszahlungen fest.

Für einen Auszahlplan mit aktiven Fonds benötigst du zunächst eine Einmalanlage. Viele Anbieter verlangen dafür mindestens 10.000 Euro, einige ermöglichen den Start bereits ab 5.000 Euro. Du wählst einen oder mehrere aktiv gemanagte Fonds aus, die zu deiner Risikobereitschaft passen, und legst anschließend den Auszahlungsbetrag sowie das Intervall fest.

Die Auszahlung kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich erfolgen. Der Mindestbetrag liegt bei vielen Depotbanken bei 50 Euro pro Monat oder 150 Euro pro Quartal. Zum festgelegten Termin verkauft die Depotbank automatisch die benötigte Menge an Fondsanteilen und überweist das Geld auf dein Referenzkonto. Du musst dich also nicht selbst um den richtigen Verkaufszeitpunkt kümmern.

  • Du investierst einen einmaligen Betrag in einen aktiv gemanagten Fonds deiner Wahl.
  • Du bestimmst Höhe und Rhythmus der Auszahlungen selbst.
  • Der Verkauf der Fondsanteile erfolgt automatisch zum festgelegten Termin.
01

Einmalanlage tätigen

Du investierst einen einmaligen Betrag in einen Fonds deiner Wahl. Einige Anbieter ermöglichen dies bereits ab 5.000 Euro, andere ab 10.000 Euro.

02

Auszahlungsbetrag und Intervall festlegen

Du bestimmst, wie viel Geld du erhalten möchtest. Die Auszahlung ist bei manchen Anbietern ab 50 Euro monatlich oder 150 Euro im Quartal möglich und kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich erfolgen.

03

Automatischer Verkauf von Fondsanteilen

Zum festgelegten Termin wird der gewünschte Betrag aus dem Fondsguthaben auf dein Bankkonto überwiesen. Bei aktiv gemanagten Fonds fallen bei einigen Anbietern keine Gebühren oder Transaktionsentgelte an.

04

Restliches Kapital bleibt investiert

Das nicht benötigte Guthaben verbleibt im Fonds und kann weiterhin an der Wertentwicklung der Kapitalmärkte teilhaben.

04 · Was gilt

Für wen lohnt sich ein aktiver Fonds Auszahlplan?

Ein Auszahlplan eignet sich vor allem für Menschen, die ihr angespartes Vermögen in ein regelmäßiges Einkommen umwandeln möchten, ohne es sofort komplett zu verrenten.

Ein Auszahlplan mit aktiven Fonds eignet sich vor allem für Menschen, die bereits ein größeres Vermögen angespart haben und daraus ein regelmäßiges Einkommen erzielen möchten. Typische Anlässe sind der Beginn des Ruhestands, eine ausgezahlte Lebensversicherung oder eine Erbschaft. Auch Eltern, die ihre Kinder während des Studiums finanziell unterstützen wollen, können einen Auszahlplan sinnvoll nutzen.

Weniger geeignet ist der Auszahlplan, wenn du keine größere Einmalanlage zur Verfügung hast und erst Vermögen aufbauen musst. Auch wer eine garantierte lebenslange Rente ohne Schwankungen benötigt, ist mit einer klassischen Rentenversicherung oft besser beraten. Aktive Fonds unterliegen Kursschwankungen, die du aushalten können musst. Ein Vorteil gegenüber der Verrentung ist jedoch die volle Vererbbarkeit des Kapitals.

  • Der Auszahlplan passt zu dir, wenn du eine Rentenlücke schließen möchtest.
  • Er eignet sich, wenn du flexibel bleiben und dein Kapital vererben willst.
  • Er ist weniger sinnvoll, wenn du eine garantierte Rente ohne Wertschwankungen brauchst.

Sinnvoll

·Du möchtest eine Rentenlücke im Ruhestand schließen
·Du hast eine größere Summe geerbt oder eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen
·Du willst dein Einkommen flexibel aufstocken und gleichzeitig investiert bleiben
·Du möchtest dein Vermögen vollständig vererbbar halten

Weniger sinnvoll

·Du hast keine größere Einmalanlage zur Verfügung und möchtest erst Vermögen aufbauen
·Du benötigst eine garantierte, lebenslange Rente ohne Schwankungen
·Du kannst Kursschwankungen am Aktienmarkt nicht aussitzen

05 · Kosten

Welche Kosten fallen bei einem Auszahlplan an?

Die Kosten eines Auszahlplans hängen von deinem Depot und den gewählten Fonds ab. Bei aktiv gemanagten Fonds sind die Auszahlungen selbst oft kostenlos, aber die Fondsverwaltung kostet Geld.

Die Kosten eines Auszahlplans setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: den laufenden Kosten des Fonds und möglichen Transaktionsentgelten für den Verkauf von Fondsanteilen. Bei aktiv gemanagten Fonds ist der Verkauf im Rahmen eines Auszahlplans bei vielen Depotbanken kostenlos. Das gilt sowohl für die Einrichtung als auch für Änderungen und die regelmäßigen Auszahlungen.

Die laufenden Kosten aktiver Fonds liegen typischerweise zwischen 1,0 und 2,0 Prozent pro Jahr. Diese Kosten fallen unabhängig vom Auszahlplan an und schmälern deine Nettorendite. Zum Vergleich: Passive ETFs kosten oft nur 0,1 bis 0,5 Prozent pro Jahr. Die laufenden Kosten des Fonds sind der wichtigste Kostenfaktor bei einem Auszahlplan mit aktiven Fonds.

  • Der Verkauf von Fondsanteilen im Auszahlplan ist bei aktiven Fonds oft kostenlos.
  • Die laufenden Kosten aktiver Fonds liegen meist zwischen 1,0 und 2,0 Prozent pro Jahr.
  • Passive ETFs sind mit 0,1 bis 0,5 Prozent pro Jahr deutlich günstiger.

Typische Kostenbestandteile eines aktiven Fonds Auszahlplans

Orderentgelt für Fondsverkauf im Auszahlplan0 Euro (bei aktiv gemanagten Fonds)
Orderentgelt für ETF-Verkauf im Auszahlplan2,50 Prozent

06 · Im Vertrag

Steuern auf deinen aktiven Fonds Auszahlplan

Die Erträge aus deinem Auszahlplan sind steuerpflichtig. Wie viel Steuern du zahlst, hängt von der Art des Fonds und deinem persönlichen Freibetrag ab.

Die Erträge aus deinem Auszahlplan gelten als Einkünfte aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Depotbank führt die Steuer direkt ab, du musst dich also nicht selbst darum kümmern.

Bei Aktienfonds greift die Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent deiner Erträge steuerpflichtig sind. Zusätzlich steht dir der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr zu, bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro. Erträge bis 1000 Euro pro Jahr bleiben für Ledige steuerfrei. Wichtig: Beim Kapitalverzehr wird nur der Ertragsanteil besteuert, nicht das entnommene Eigenkapital.

  • Auf Kapitalerträge fällt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent an.
  • Bei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei.
  • Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr.

Die wichtigsten Steuerregeln im Überblick

Abgeltungsteuer25 ProzentAuf deine Kapitalerträge aus Fonds fällt die Abgeltungsteuer an. Sie wird direkt von der Depotbank einbehalten.
Solidaritätszuschlag5,5 ProzentAuf die Abgeltungsteuer wird zusätzlich der Solidaritätszuschlag erhoben.
Sparer-Pauschbetrag1000 Euro pro PersonKapitalerträge bis 1000 Euro pro Jahr sind für Ledige steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro.
Besteuerung bei KapitalverzehrNur auf GewinneNicht die gesamte Auszahlung wird besteuert, sondern nur der darin enthaltene Gewinnanteil. Dein eingezahltes Kapital ist steuerfrei.

07 · Vergleich

Aktive Fonds oder ETFs: Was ist für den Auszahlplan besser?

Für einen Auszahlplan kannst du sowohl aktiv gemanagte Fonds als auch passive ETFs nutzen. Beide haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Der wesentliche Unterschied zwischen aktiven Fonds und ETFs liegt in den Kosten. Aktive Fonds verlangen laufende Kosten von oft 1,0 bis 2,0 Prozent pro Jahr, während ETFs meist nur 0,1 bis 0,5 Prozent kosten. Langfristig können diese Kostenunterschiede einen erheblichen Einfluss auf dein Vermögen haben, da sie deine Nettorendite direkt schmälern.

Bei den Auszahlungskosten zeigt sich ein anderes Bild: Der Verkauf von aktiven Fondsanteilen im Auszahlplan ist bei vielen Anbietern kostenlos. Für ETF-Anteile fallen dagegen teilweise Orderentgelte an, zum Beispiel 2,50 Prozent pro Verkauf. Du solltest daher die Gesamtkosten aus laufenden Fondskosten und Transaktionsentgelten vergleichen. Aktive Fonds versuchen den Markt zu schlagen, ETFs bilden ihn nur ab.

  • Aktive Fonds haben höhere laufende Kosten, sind im Auszahlplan aber oft ohne Verkaufsgebühren.
  • ETFs sind bei den laufenden Kosten günstiger, können aber Orderentgelte verursachen.
  • Die Gesamtkosten entscheiden, welche Variante für dich langfristig besser ist.
Aktive Fonds und ETFs im Auszahlplan im Vergleich
Aktive FondsETFs
VerwaltungFondsmanager wählt Wertpapiere aktiv ausBildet einen Index passiv nach
Auszahlungs­kostenKostenlos im AuszahlplanOrderentgelt von 2,50 Prozent

08 · Fehler vermeiden

Häufige Fehler bei der Einrichtung eines Auszahlplans

Ein Auszahlplan will gut geplant sein. Diese Fehler können deine finanzielle Situation im Ruhestand verschlechtern.

Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines zu hohen Entnahmebetrags. Wer monatlich mehr entnimmt, als der Fonds an Rendite erwirtschaftet, zehrt sein Kapital schneller auf als geplant. Besonders bei aktiven Fonds mit laufenden Kosten von 1,0 bis 2,0 Prozent pro Jahr muss die Bruttorendite entsprechend höher ausfallen, damit dein Vermögen nicht zu schnell schrumpft.

Ein weiterer Fehler ist die fehlende Schwankungsreserve. Aktive Fonds können in Krisenphasen deutlich an Wert verlieren. Wenn du dann gezwungen bist, Anteile zu verkaufen, realisierst du Verluste. Plane daher einen Puffer ein, zum Beispiel in Form von Tagesgeld oder schwankungsarmen Rentenfonds. Auch die Inflation solltest du bei deiner Planung berücksichtigen, da dein Entnahmebetrag sonst mit der Zeit an Kaufkraft verliert.

  • Zu hohe Entnahmebeträge können dein Kapital schneller aufzehren als geplant.
  • Ohne Schwankungsreserve riskierst du Verkäufe zu ungünstigen Zeitpunkten.
  • Die Inflation verringert die Kaufkraft deiner monatlichen Auszahlungen.

Diese Fehler solltest du vermeiden

·Zu hohe Entnahmebeträge wählen, die das Kapital schneller aufzehren als geplant
·Die laufenden Kosten des aktiven Fonds unterschätzen, die deine Nettorendite schmälern
·Keine Schwankungsreserve einplanen und bei einem Kurseinbruch in Panik verkaufen
·Den Sparer-Pauschbetrag nicht nutzen und dadurch unnötig Steuern zahlen
·Die Inflation bei der Planung des Entnahmebetrags ignorieren
·Das gesamte Vermögen in einen einzigen aktiven Fonds stecken, statt breit zu streuen

09 · Checkliste

Checkliste: Das brauchst du für deinen Auszahlplan

Bevor du einen Auszahlplan einrichtest, solltest du einige Punkte klären. Diese Checkliste hilft dir bei der Vorbereitung.

Bevor du einen Auszahlplan einrichtest, solltest du deine finanzielle Situation gründlich analysieren. Berechne zunächst, wie viel Geld dir monatlich im Ruhestand fehlt. Diese Rentenlücke bestimmt, wie hoch deine Auszahlungen sein müssen und welche Anlagesumme du benötigst.

Wähle anschließend eine Strategie: Soll dein Kapital erhalten bleiben oder darf es aufgezehrt werden? Entscheide dich für passende aktive Fonds, die zu deiner Risikobereitschaft passen, und lege das Auszahlungsintervall fest. Prüfe außerdem die steuerlichen Aspekte und richte einen Freistellungsauftrag ein, damit du den Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr nutzt. Vergleiche zuletzt die Gesamtkosten aus laufenden Fondskosten und eventuellen Transaktionsentgelten.

  • Berechne deine monatliche Rentenlücke als Grundlage für den Entnahmebetrag.
  • Lege fest, ob dein Kapital erhalten bleiben oder aufgezehrt werden soll.
  • Richte einen Freistellungsauftrag ein, um den Sparer-Pauschbetrag zu nutzen.

Deine Vorbereitung für den Auszahlplan

01

Höhe deiner Rentenlücke berechnen: Wie viel Geld fehlt dir monatlich im Ruhestand?

02

Anlagesumme festlegen: Welche Einmalanlage steht dir zur Verfügung?

03

Strategie wählen: Soll dein Kapital erhalten bleiben oder darf es aufgezehrt werden?

04

Fonds auswählen: Welche aktiven Fonds passen zu deiner Risikobereitschaft?

05

Auszahlungsintervall bestimmen: Monatlich, quartalsweise oder jährlich?

06

Steuerliche Aspekte prüfen: Freistellungsauftrag einrichten, Teilfreistellung beachten

07

Kosten vergleichen: Laufende Kosten der Fonds und eventuelle Orderentgelte prüfen

10 · Hintergrund

Alternative: ETF-Entnahmeplan als kostengünstige Option

Neben aktiven Fonds kannst du auch einen Auszahlplan mit ETFs umsetzen. Das ist oft günstiger, erfordert aber etwas mehr Eigeninitiative.

Ein ETF-Entnahmeplan funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Auszahlplan mit aktiven Fonds. Du investierst eine Einmalanlage in einen oder mehrere börsengehandelte Indexfonds und entnimmst daraus regelmäßig Geld. Der wesentliche Unterschied liegt in den Kosten: ETFs haben in der Regel deutlich niedrigere laufende Kosten als aktive Fonds.

Bei einigen Depotbanken fallen für den Verkauf von ETF-Anteilen im Auszahlplan Orderentgelte an, zum Beispiel 2,50 Prozent pro Transaktion. Bei aktiv gemanagten Fonds ist der Verkauf im Auszahlplan dagegen oft kostenlos. Du solltest daher die Gesamtkosten aus laufenden Fondskosten und Transaktionsentgelten vergleichen. Die niedrigeren laufenden Kosten von ETFs können die gelegentlichen Orderentgelte langfristig mehr als ausgleichen.

  • Ein ETF-Entnahmeplan funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Auszahlplan mit aktiven Fonds.
  • ETFs haben niedrigere laufende Kosten, können aber Orderentgelte verursachen.
  • Vergleiche die Gesamtkosten, bevor du dich für eine Variante entscheidest.

Ein ETF-Entnahmeplan funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Auszahlplan mit aktiven Fonds. Du investierst eine Einmalanlage in einen oder mehrere börsengehandelte Indexfonds und entnimmst daraus regelmäßig Geld. Der wesentliche Unterschied liegt in den Kosten: ETFs haben in der Regel deutlich niedrigere laufende Kosten als aktive Fonds.

Bei einigen Depotbanken fallen für den Verkauf von ETF-Anteilen im Auszahlplan Orderentgelte an, zum Beispiel 2,50 Prozent. Bei aktiv gemanagten Fonds ist der Verkauf im Auszahlplan dagegen oft kostenlos. Du solltest daher die Gesamtkosten aus laufenden Fondskosten und Transaktionskosten vergleichen.

Für wen eignet sich welche Variante? Wenn du Wert auf eine aktive Verwaltung legst und bereit bist, dafür höhere Kosten zu tragen, kann ein aktiver Fonds passen. Wenn du Kosten minimieren möchtest und dich mit der Funktionsweise von ETFs auskennst, ist ein ETF-Entnahmeplan oft die günstigere Wahl.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026